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CBD bei Gastritis – natürliche Unterstützung bei Magenschleimhautentzündung

CBD bei Gastritis – natürliche Unterstützung bei Magenschleimhautentzündung

Eine Gastritis bringt Brennen im Oberbauch, Druckgefühl und Übelkeit mit, die nach dem Essen oft schlimmer werden. Mit CBD Öl hast du eine natürliche Möglichkeit, deinen Magen zu beruhigen und die Beschwerden sanft zu lindern.

Das Wichtigste im Überblick

  • Beim Öl startest du mit 10 bis 20 mg am Tag und steigerst langsam bis auf 20 bis 35 mg.
  • Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann, morgens und abends.
  • Nimm das Öl am besten zu einer kleinen Mahlzeit mit etwas Fett, das schont den gereizten Magen.
  • Für den Einstieg reicht ein 5%- oder 10%-Öl, bei stärkeren Beschwerden passt 15%.

Hilft CBD bei Gastritis?

CBD kann bei Gastritis die Beschwerden lindern, weil es an vier Stellen gleichzeitig ansetzt: Es dämpft Entzündungen in der Magenschleimhaut, reguliert die Säureproduktion, mildert Schmerzen und baut Stress ab. Am meisten bringt es bei stressbedingter und durch Schmerzmittel ausgelöster Gastritis, bei Helicobacter pylori begleitet es die Antibiotikatherapie.

Diese vier Punkte, Entzündung, Magensäure, Schmerz und Stress, steuert ein System, das dein Körper selbst hat: das Endocannabinoid-System.

Deine Magenschleimhaut ist dicht mit CB1- und CB2-Rezeptoren besetzt. Beide sind Teil dieses Systems und regulieren genau die Prozesse, die bei Gastritis und anderen Magen-Darm-Beschwerden aus dem Gleichgewicht geraten: Entzündungsreaktionen, Säureproduktion, Schmerzempfinden und die Bewegung des Magens.

CBD selbst bindet nur schwach an diese Rezeptoren. Stattdessen hebt es den Spiegel deines körpereigenen Anandamids an, indem es das abbauende Enzym FAAH hemmt. Anandamid bleibt dadurch länger aktiv und kann genau dort besser entzündungshemmend und schmerzdämpfend wirken, wo es gebraucht wird.

Eine Laborstudie aus 2024 konnte außerdem erstmals direkt zeigen: CBD stärkt die Tight Junctions, also die Verbindungen zwischen den Zellen deiner Magenschleimhaut. Bei Gastritis wird diese Barriere durchlässig, Säure dringt tiefer ein und die Entzündung befeuert sich selbst. Eine stabile Barriere ist deshalb wichtig, damit sich die Schleimhaut erholen kann.

Weil Stress über den Vagusnerv direkt auf die Magensäureproduktion und die Durchblutung der Schleimhaut wirkt, setzt CBD auch hier an: nicht als Beruhigungsmittel im klassischen Sinn, sondern indem es dein autonomes Nervensystem ausgleicht.

Wie wirkt CBD im Magen?

CBD wirkt im Magen über vier Wege: Es kann entzündungsfördernde Botenstoffe hemmen, die Säureproduktion über CB1-Rezeptoren regulieren, über mehr Anandamid Schmerzen dämpfen und über den Vagusnerv Stress abbauen. Die Tabelle zeigt, was dabei im Magen passiert und was du davon im Alltag spüren kannst.

Wirkachse Was passiert im Magen Was du spürst
Entzündung Hemmung entzündungsfördernder Botenstoffe und Stabilisierung der Tight Junctions der Magenschleimhaut Weniger Brennen und Druckgefühl im Oberbauch
Magensäure Regulierung der Säureproduktion über CB1-Rezeptoren der Magenschleimhaut Weniger Sodbrennen und saures Aufstoßen nach dem Essen
Schmerz Verstärkung der Anandamid-Wirkung durch FAAH-Hemmung – dein körpereigener Schmerzdämpfer Krämpfe und ziehende Schmerzen lassen nach
Stress Feinjustierung von Vagusnerv und Cortisol-Reaktion – die Stress-Magen-Achse kommt zur Ruhe Ein ruhigerer Magen auch in hektischen Phasen

Bei welcher Gastritis hilft CBD?

Am meisten bringt CBD bei stressbedingter Gastritis und bei Beschwerden durch Schmerzmittel (NSAR-Gastritis). Bei autoimmuner Gastritis kann es Beschwerden begleitend lindern. Bei Helicobacter pylori brauchst du zusätzlich eine Antibiotikatherapie, die CBD gut begleiten kann.

Deine Magenschleimhaut kann aus vier Gründen entzündet sein. Die medizinische Einteilung in Typ A, B und C zeigt dir, wo CBD ansetzen kann und wo andere Maßnahmen wichtiger sind.

Stressbedingte und Reizgastritis (Typ C)

Hier wirkt CBD am stärksten. Dauerstress, Alkohol, Nikotin oder scharfes Essen reizen die Schleimhaut direkt und befeuern die Säureproduktion. Weil CBD gleichzeitig an Säureregulation, Entzündung und Nervensystem ansetzt, greift es bei dieser Form an mehreren Stellen gleichzeitig. Bei dieser Form kannst du oft schon nach wenigen Tagen eine Veränderung spüren, wenn du die Auslöser parallel reduzierst.

Durch Schmerzmittel verursachte Gastritis (NSAR-Gastritis)

Regelmäßige Einnahme von Ibuprofen, Diclofenac oder ASS hemmt die Prostaglandinproduktion und schwächt die Schutzschicht deines Magens. Hier liegt ein besonderer Vorteil von CBD: Es wirkt selbst schmerzlindernd, ohne die Magenschleimhaut weiter anzugreifen. Wer wegen chronischer Schmerzen dauerhaft zu NSAR greift, findet in CBD eine magenfreundliche Ergänzung. Ob du deine Schmerzmittel umstellen kannst, besprichst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Autoimmune Gastritis (Typ A)

Bei dieser Form greift dein Immunsystem die Zellen deiner Magenschleimhaut an, häufig in Kombination mit Hashimoto, Typ-1-Diabetes oder Vitamin-B12-Mangel. CBD kann die Entzündung abschwächen und Beschwerden mildern, die Ursache selbst aber nicht beseitigen. Als Begleitung zur ärztlichen Behandlung sinnvoll, als Alleintherapie nicht ausreichend.

Gastritis durch Helicobacter pylori (Typ B)

Gegen das Bakterium selbst wirkt CBD nicht ausreichend. Eine Helicobacter-Infektion braucht eine gezielte Eradikationstherapie mit Antibiotika, alles andere verschleppt die Entzündung und erhöht langfristig das Risiko für Magengeschwüre und Magenkrebs. CBD kann während und nach der Antibiotika-Behandlung begleitend unterstützen, indem es die Entzündung lindert und die Schleimhaut bei der Regeneration beruhigt. Den Kern der Therapie ersetzt es nicht.

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Wie viel CBD bei Gastritis?

Bei Gastritis startest du mit 10 bis 20 mg CBD am Tag, verteilt auf morgens und abends, und steigerst langsam bis auf 20 bis 35 mg. Für die ersten Wochen eignen sich Öle mit 5 % bis 15 %, denn eine gereizte Magenschleimhaut verträgt kleine Schritte am besten. Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann.

Deine passende Dosierung hängt von Schweregrad, Körpergewicht und bisheriger CBD-Erfahrung ab.

Ein Dosierungs-Tagebuch für die ersten zwei Wochen lohnt sich: Notiere Dosis, Uhrzeit und wie sich dein Magen anfühlt. So findest du schneller heraus, welche Menge dir guttut.

Dosierung nach Schweregrad

CBD-Öl Stärke Empfohlene Dosis Tagesdosis CBD Passt zu
5% (2,5 mg pro Tropfen) 2× täglich 2–3 Tropfen 10–15 mg CBD Einstieg und leichte, stressbedingte Beschwerden
10% (5 mg pro Tropfen) 2× täglich 2–3 Tropfen 20–30 mg CBD Chronische oder moderate Gastritis mit regelmäßigen Beschwerden
15% (7,5 mg pro Tropfen) 2× täglich 2 Tropfen 30 mg CBD Akute Phasen oder schwer chronisch verlaufende Gastritis

So nimmst du CBD am besten ein

Richtig eingenommen wirkt eine kleine Dosis oft besser als eine große, die schlecht aufgenommen wird.

Gib die CBD Tropfen direkt unter die Zunge, lass sie dort etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann. Über die Mundschleimhaut gelangt CBD schneller ins Blut, als wenn du es sofort schluckst. CBD ist fettlöslich, deshalb wirkt es besonders gut zu einer Mahlzeit, die etwas Fett enthält, zum Beispiel zum Frühstück mit Avocado oder Nüssen. Auf nüchternen Magen setzt die Wirkung zwar schneller ein, ein bereits gereizter Magen reagiert darauf aber manchmal empfindlich.

Die Tagesdosis teilst du am besten in zwei Einnahmen: morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen. Bei akuten Beschwerden kannst du tagsüber eine zusätzliche kleine Dosis einschieben.

Wie lange dauert es, bis CBD wirkt?

Bei akuten Beschwerden spürst du über die Mundschleimhaut meist nach 15–30 Minuten eine erste Veränderung. Bei chronischer Gastritis wirkt CBD nicht wie ein Schmerzmittel, sondern baut seine Wirkung schrittweise auf: Die entzündungshemmenden und schleimhautstabilisierenden Effekte zeigen sich in der Regel erst nach zwei bis vier Wochen konstanter Einnahme. Regelmäßigkeit ist hier wichtiger als Dosishöhe.

Wenn du nach vier bis sechs Wochen keine Veränderung spürst, erhöhe die Stärke des Öls statt die Anzahl der Tropfen, denn eine höhere Konzentration pro Tropfen wirkt zuverlässiger, als viele Tropfen einer niedrigen Stärke einzunehmen.

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Mit der niedrigen Stärke tastest du dich behutsam heran, die mittlere passt für die tägliche Einnahme, die höhere für stärkere Beschwerden.

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Welche Wechselwirkungen gibt es mit Magenmedikamenten?

CBD gilt als gut verträglich, wird in der Leber aber über dieselben Enzyme abgebaut wie viele Medikamente, auch solche gegen Gastritis. Solche Wechselwirkungen können die Wirkung deiner anderen Arzneimittel verstärken oder verzögern.

Verantwortlich ist das sogenannte CYP450-Enzymsystem in deiner Leber. Es baut CBD genauso ab wie viele häufig verschriebene Wirkstoffe. Wenn beide gleichzeitig denselben Abbauweg nutzen, kann sich der Blutspiegel deiner Medikamente erhöhen. Wie stark sich das auswirkt, hängt von der Menge und vom Medikament ab.

CBD und Säureblocker (Omeprazol, Pantoprazol, Esomeprazol)

Protonenpumpenhemmer werden vor allem über das Leberenzym CYP2C19 abgebaut, und dieses Enzym kann CBD hemmen. Ob die Kombination für dich passt und ob die Menge angepasst werden sollte, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Achte in den ersten Tagen auf neue Symptome wie verstärkte Müdigkeit.

Geht es deinem Magen mit CBD besser, entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, ob du die Säureblocker reduzieren kannst. Setze sie nie abrupt selbst ab, denn PPI haben einen Rebound-Effekt, der die Säureproduktion nach dem Absetzen kurzfristig überschießen lässt.

CBD und Blutverdünner

Bei Blutverdünnern wie Marcumar, Warfarin oder modernen Antikoagulanzien wie Apixaban und Rivaroxaban ist die Lage ernster. CBD hemmt die Enzyme CYP2C9 und CYP3A4, die beim Abbau dieser Medikamente zentral beteiligt sind. Der Blutspiegel kann steigen, das Blutungsrisiko ebenfalls. Wer Blutverdünner nimmt, sollte CBD nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt einnehmen und die INR-Werte engmaschig kontrollieren lassen.

CBD und andere Schmerzmittel

Kombinierst du CBD mit Ibuprofen, Diclofenac oder ASS, entsteht zwar kein direkter chemischer Konflikt, aber NSAR reizen die Magenschleimhaut ohnehin. Genau das ist oft die Ursache deiner Gastritis. CBD kann dich hier unterstützen, weil es selbst schmerzlindernd wirkt, ohne die Magenschleimhaut zu reizen. Paracetamol ist eine magenfreundlichere Alternative, falls du zusätzlich etwas gegen akute Schmerzen brauchst.

Hilft ein zeitlicher Abstand?

Ein Abstand von ein paar Stunden zwischen CBD und deinen Tabletten schützt nicht zuverlässig vor Wechselwirkungen, weil die Leberenzyme länger beeinflusst bleiben. Wann du CBD und deine Medikamente am besten nimmst, legst du deshalb gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.

Frau mit Gastritis hält sich Bauch vor Schmerzen

Welche Erfahrungen gibt es mit CBD bei Gastritis?

Bei chronischer und stressbedingter Gastritis zeigt sich oft nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Einnahme eine spürbare Verbesserung. Vier Erfahrungen aus der CBD-Community:

Mitte Oktober bekam ich die Diagnose chronische Antrumgastritis. Säureblocker haben die Situation kaum verbessert. Dann bin ich auf CBD Öl gestoßen. Jetzt nehme ich morgens und abends 3 Tropfen 10 % – meine Symptome sind so gut wie weg, mein Wohlbefinden ist fast wie früher.

Cedric R.

Über 20 Jahre lang habe ich unter chronischer Gastritis gelitten und durchgehend hochdosiert Omeprazol eingenommen. Als ich CBD ausprobierte, um mehr innere Ruhe zu finden, stellte sich ein überraschender Effekt ein: Meine Magenbeschwerden sind vollständig verschwunden, und ich konnte Omeprazol absetzen. Ich nehme einmal täglich acht Tropfen eines 10%igen Vollspektrum-Öls.

Kerstin D.

Seit ich regelmäßig CBD-Öl nehme, habe ich deutlich weniger Magenschmerzen und Krämpfe. Vor allem merke ich, dass ich insgesamt entspannter bin – und genau das tut meinem Magen gut.

Markus K.

Ich leide unter chronischer Gastritis und hatte ständig Probleme mit Sodbrennen. CBD hilft mir, vor allem abends zur Ruhe zu kommen, und ich habe das Gefühl, dass meine Magenschleimhaut sich besser regeneriert.

Cristina W.

Quelle: Facebook-Gruppe „CBD-Öl, CBG-Öl und Hanföl – Erfahrungen und Austausch“

Was hilft bei Gastritis zusätzlich zu CBD?

Zusätzlich zu CBD helfen bei Gastritis vor allem Schonkost, magenfreundliche Heilpflanzen wie Kamille, die Kamillen-Rollkur bei akuten Schüben und gezielter Stressabbau. Je stärker du die Auslöser deiner Gastritis reduzierst, desto besser kann CBD wirken. Die Maßnahmen kosten wenig und entlasten deinen Magen spürbar.

Schonkost, die deine Magenschleimhaut stützt

Haferschleim, Leinsamen und Flohsamen bilden eine natürliche Schutzschicht über der gereizten Schleimhaut. Zwieback und gekochte Kartoffeln sind leicht verdaulich und schonen den Magen zusätzlich. Iss lieber kleinere Portionen alle drei Stunden statt großer Mahlzeiten, denn ein ganz leerer Magen reizt sich selbst, ein zu voller Magen auch. Meide für die Zeit der Akutphase Kaffee, Alkohol, Nikotin, fettiges Essen, stark Gewürztes und alles, was sauer schmeckt.

Heilpflanzen mit gezielter Wirkung

Kamille beruhigt die Magenschleimhaut und wirkt leicht entzündungshemmend. Ideal als Tee, dreimal täglich eine Tasse lauwarm. Süßholzwurzel fördert die Schleimbildung und schützt den Magen zusätzlich. Aber Vorsicht: Süßholz erhöht den Blutdruck, Menschen mit Bluthochdruck sollten es nicht regelmäßig einnehmen und eher zu entglycyrrhiziniertem Süßholz (DGL) greifen. Ingwer wirkt gegen Übelkeit und entzündungshemmend, reizt in größeren Mengen aber selbst den Magen. In kleiner Dosis als Tee oder frisch gerieben zum Essen ist er gut verträglich.

Die Kamillen-Rollkur als Akutmaßnahme

Ein Klassiker bei akuten Schüben und einfach umzusetzen. Trinke zügig zwei bis drei Tassen lauwarmen Kamillentee. Danach legst du dich fünf Minuten auf die linke Seite, dann fünf Minuten auf den Bauch, dann auf die rechte Seite und zuletzt auf den Rücken. So benetzt der Tee die gesamte Magenschleimhaut gleichmäßig. Am besten morgens auf nüchternen Magen und über drei bis fünf Tage wiederholen.

Stress abbauen

Weil Stress die Magensäureproduktion direkt anheizt, ist dieser Punkt bei vielen Gastritis-Formen der wichtigste von allen. Schon wenige Minuten tägliche Atemübung helfen: Die 4-7-8-Methode, also vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden halten und acht Sekunden ausatmen, beruhigt deinen Vagusnerv und damit auch deinen Magen. Ein 15-minütiger Spaziergang nach dem Essen fördert die Verdauung und senkt den Cortisolspiegel. Yoga, Meditation oder Autogenes Training sind auf Dauer stärker wirksam als jede einzelne Entspannungsmethode. Steigt dir die Säure dabei eher bis in die Speiseröhre hoch, gibt es zu CBD gegen Sodbrennen passende Ansätze für deinen Alltag.

Wann solltest du mit Gastritis zum Arzt?

Zum Arzt solltest du bei schwarzem Stuhl, Blut im Erbrochenen, starken Oberbauchschmerzen über mehr als drei Tage, ungewolltem Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden oder anhaltendem Erbrechen. Auch bei Verdacht auf Helicobacter pylori oder wenn Säureblocker nach zwei Wochen nicht helfen, bringt eine Untersuchung Klarheit.

Schwarzer, teerartiger Stuhl oder Blut im Erbrochenen sind Hinweise auf eine Blutung im oberen Verdauungstrakt und ein Notfall. Starke, anhaltende Schmerzen im Oberbauch, die länger als drei Tage bestehen oder nachts aufwecken, sprechen für eine fortgeschrittene Entzündung oder ein Magengeschwür. Ungewollter Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden oder anhaltendes Erbrechen sollten ebenfalls ärztlich geklärt werden.

Bei Verdacht auf Helicobacter pylori, vor allem wenn die Gastritis immer wiederkehrt oder chronisch ist, lohnt sich ein Atem- oder Stuhltest. Nur so lässt sich gezielt mit Antibiotika behandeln. Auch wer länger als zwei Wochen Säureblocker nimmt, ohne dass sich etwas verbessert, sollte eine Magenspiegelung (Gastroskopie) in Erwägung ziehen. Sie ist unangenehm, aber der einzige Weg, um Autoimmun-Gastritis, Geschwüre oder im schlimmsten Fall Vorstufen von Krebs sicher auszuschließen. Mit dieser Klarheit kann CBD dich dann gezielt begleiten.

Häufige Fragen zu CBD bei Gastritis

Hilft CBD bei Gastritis?

Ja, besonders bei stressbedingter und chronischer Gastritis. CBD wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und reguliert die Magensäureproduktion. Erfahrungsberichte und Laborstudien belegen positive Effekte auf die Magenschleimhaut. Eine klinische Zulassung als Gastritis-Medikament gibt es jedoch nicht, CBD ist ein pflanzliches Ergänzungsmittel.

Welches CBD-Öl eignet sich bei Magenschleimhautentzündung?

5% reichen bei milden Beschwerden, bei moderater oder chronischer Gastritis passt 10%, bei akuten oder schweren Fällen 15%. Breit- oder Vollspektrum-Öle wirken durch den Entourage-Effekt zuverlässiger als reine CBD-Isolate, weil Terpene und weitere Cannabinoide mit dem Endocannabinoid-System zusammenspielen.

Wie schnell wirkt CBD bei Magenbeschwerden?

Über die Mundschleimhaut setzt die Wirkung nach 15–30 Minuten ein. Bei chronischer Gastritis baut sich der entzündungshemmende Effekt schrittweise auf und zeigt sich in der Regel erst nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Einnahme. Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als eine hohe Einzeldosis.

Darf ich CBD auf nüchternen Magen nehmen?

Ja, grundsätzlich schon, bei Gastritis aber besser mit einer fetthaltigen Mahlzeit einnehmen. Fett verbessert die Aufnahme und schont den bereits gereizten Magen. Avocado, Nüsse oder ein Teelöffel Leinöl zum Frühstück sind eine gute Kombination. Auf nüchternen Magen wirkt CBD zwar schneller, reizt aber empfindliche Schleimhäute mehr.

Kann ich CBD zusammen mit Omeprazol oder Pantoprazol nehmen?

Ja, wenn du es vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abstimmst. CBD kann das Enzym CYP2C19 hemmen, über das Protonenpumpenhemmer abgebaut werden. Setze Omeprazol nie abrupt selbst ab, denn der Rebound-Effekt lässt die Säureproduktion kurzfristig überschießen.

Wie lange sollte ich CBD bei chronischer Gastritis einnehmen?

Plane mindestens vier bis acht Wochen ein, um die Wirkung zuverlässig beurteilen zu können. Eine dauerhafte Einnahme ist möglich, weil CBD weder abhängig macht noch im Körper kumuliert. Wenn sich deine Beschwerden deutlich gebessert haben, kannst du die Dosis schrittweise reduzieren und beobachten, ob die Besserung anhält.

Kann CBD Sodbrennen auslösen?

Nein, CBD wirkt eher in die entgegengesetzte Richtung und reguliert die Magensäureproduktion herunter. Bei deutlich überhöhter Dosis kann es in seltenen Fällen zu leichtem Durchfall, Mundtrockenheit oder Müdigkeit kommen, Sodbrennen gehört nicht zu den typischen Reaktionen. Reduziere in dem Fall einfach die Tagesdosis.

Hilft CBD gegen Helicobacter pylori?

Nein, gegen das Bakterium selbst wirkt CBD nicht ausreichend. Eine Helicobacter-Infektion braucht zwingend eine gezielte Eradikationstherapie mit Antibiotika. CBD kann während und nach der Behandlung unterstützend wirken, indem es die Entzündung lindert und die Schleimhaut bei der Regeneration beruhigt.

Was sagt die EFSA zur Menge?

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA nennt vorläufig 0,0275 mg pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als sichere Menge für gesunde Erwachsene ab 25 Jahren, also rund 2 mg bei 70 kg. Der Wert ist bewusst sehr vorsichtig gewählt, weil Langzeitdaten fehlen. Er ist kein Wert, ab dem Schäden belegt sind. Die Mengen in diesem Artikel stammen aus unserem Dosierungsrechner.

Unser Fazit

Fazit: CBD bei Gastritis

CBD gehört aus unserer Sicht zu den wenigen natürlichen Ansätzen, die gleichzeitig an mehreren Stellen wirken: Entzündung, Magensäure, Schmerz und Stress. Das ist bei Gastritis besonders wertvoll, weil hier oft mehrere Auslöser zusammenkommen.

Was wir aus den Rückmeldungen unserer Community sehen: Bei stressbedingter und chronischer Gastritis bringt CBD nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Einnahme oft eine spürbare Entlastung. Bei Beschwerden durch Schmerzmittel ist CBD eine magenfreundliche Ergänzung. Bei Helicobacter pylori bleibt die Antibiotikatherapie unverzichtbar, CBD begleitet sie.

Starte mit 10 mg CBD Öl am Abend zu einer kleinen Mahlzeit, steigere langsam und gib deinem Körper zwei bis vier Wochen Zeit. Kombiniere die Einnahme mit Schonkost und bewusstem Stressabbau.

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Gyires K, Zádori ZS (2016). Role of Cannabinoids in Gastrointestinal Mucosal Defense and Inflammation. Current Neuropharmacology, 14(8), 935–951. doi.org/10.2174/1570159X14666160303110150
  2. Stein L, Vollstaedt ML, Amasheh S (2024). Cannabidiol Strengthening of Gastric Tight Junction Complexes Analyzed in an Improved Xenopus Oocyte Assay. Membranes, 14(1), 18. doi.org/10.3390/membranes14010018
  3. Zheng T, BouSaba J, Taylor A, Dilmaghani S, Busciglio I, Carlson P, Torres M, Ryks M, Burton D, Harmsen WS, Camilleri M (2023). A Randomized, Controlled Trial of Efficacy and Safety of Cannabidiol in Idiopathic and Diabetic Gastroparesis. Clinical Gastroenterology and Hepatology, 21(13), 3405–3414.e4. doi.org/10.1016/j.cgh.2023.07.008
  4. De Filippis D, Esposito G, Cirillo C, Cipriano M, De Winter BY, Scuderi C, Sarnelli G, Cuomo R, Steardo L, De Man JG, Iuvone T (2011). Cannabidiol Reduces Intestinal Inflammation through the Control of Neuroimmune Axis. PLoS ONE, 6(12), e28159. doi.org/10.1371/journal.pone.0028159
  5. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (2025). Update of the statement on the safety of cannabidiol as a novel food. EFSA Journal. efsa.europa.eu
Dominik Martzy

Autor

Dominik Martzy

Schreibt für CANNABY über Wirkung, Dosierung und sichere Anwendung von CBD. Mehr als 300 Artikel hat er recherchiert, immer auf Basis aktueller Studien.