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CBD & Anwendung

CBD Öl richtig einnehmen: So kommt am meisten an

Das Paket ist da, die Pipette liegt in deiner Hand, und jetzt? Rund um die CBD Öl Einnahme kursieren ein paar sehr hartnäckige Regeln: bloß nicht schlucken, danach 15 Minuten nichts trinken, am besten nüchtern nehmen. Eine davon ist schlicht falsch, und sie kostet dich sogar Wirkstoff. Der Handgriff, der beim Menschen nachweislich den größten Unterschied macht, hat mit deiner Zunge dagegen gar nichts zu tun.

Das Wichtigste im Überblick

  • Gib CBD Öl unter die Zunge, lass es etwa 60 Sekunden einwirken und schluck es dann; Ausspucken kostet dich nur Wirkstoff.
  • Dass die Aufnahme unter der Zunge dem Schlucken klar überlegen ist, zeigen Studien am Menschen bisher nicht.
  • Belegt ist der Fett-Effekt: Mit einer fettreichen Mahlzeit stieg die CBD-Aufnahme in einer Studie auf das 4- bis 5-Fache.
  • Bei Dauermedikation, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit klärst du die Einnahme vorher ärztlich ab.

Wie nimmst du CBD Öl richtig ein?

Gib die Tropfen mit der Pipette unter die Zunge, lass sie dort etwa 60 Sekunden liegen und schluck sie dann hinunter. Damit nutzt du beide Wege, auf denen CBD in deinen Körper gelangt: Einen Teil nimmt die Mundschleimhaut direkt auf, den Rest der Verdauungstrakt. Genau deshalb ist Ausspucken der einzige echte Fehler in diesem Ablauf, denn dann wirfst du den größeren Anteil weg.

Schritt 1

Schütteln

Flasche kurz schütteln, Pipette aufziehen.

Schritt 2

Auftropfen

Tropfen direkt unter die Zunge geben.

Schritt 3

Einwirken

Etwa 60 Sekunden dort liegen lassen.

Schritt 4

Schlucken

Den Rest hinunterschlucken, nicht ausspucken.

Zwei Kleinigkeiten machen den Anfang leichter. Tropfe die ersten Male vor dem Spiegel, dann triffst du die Stelle unter der Zunge zuverlässig und verzählst dich nicht. Und plane die Minute wirklich ein: Sie fühlt sich beim ersten Mal lang an, wird aber schnell zur Nebensache, wenn du sie an eine feste Gewohnheit koppelst.

Ob du morgens oder abends tropfst, ob dein Magen voll oder leer ist, wie viele Tropfen es sein sollen: Das sind die Stellschrauben, an denen sich tatsächlich etwas dreht. Der Ablauf selbst bleibt bei jeder Stärke und bei jedem Ziel derselbe.

Schlucken oder unter der Zunge lassen?

Beides, nacheinander: erst etwa 60 Sekunden unter der Zunge, dann schlucken. Die verbreitete Regel „CBD Öl darf man nicht schlucken" hält der Datenlage nicht stand, und wer sie befolgt und den Rest ausspuckt, verschenkt genau den Anteil, der über den Verdauungstrakt noch aufgenommen wird.

Der Gedanke hinter der Regel klingt erst mal einleuchtend. Geschlucktes CBD läuft durch Magen und Leber, wo ein Teil abgebaut wird, bevor es im Blut ankommt; Fachleute nennen das den First-Pass-Effekt. Über die Mundschleimhaut könnte CBD diesen Umweg zumindest teilweise umgehen. Nur: Beim Menschen ist dieser Vorteil bislang nicht gemessen worden.

Eine systematische Übersichtsarbeit von 2018 hat alle damals verfügbaren Human-Daten zusammengetragen und fand für 24 Studien eine einzige Bioverfügbarkeitsangabe, und zwar für gerauchtes CBD. Für die geschluckte und für die Aufnahme über die Mundschleimhaut gibt es schlicht keine belastbare Zahl. Eine Meta-Auswertung von 2024 über 112 Studienarme aus 39 Studien kam sogar zum umgekehrten Bild: Nach Gabe über die Mundschleimhaut lagen die CBD-Blutwerte eher niedriger als nach dem Schlucken. Und eine Phase-I-Studie von 2021, die eine geschluckte Öllösung direkt gegen ein sublinguales Plättchen antreten ließ, fand beide Wege praktisch gleichwertig.

Was heißt das für deine Pipette? Die Minute unter der Zunge kostet dich nichts, sie kann etwas bringen, und du schluckst danach ohnehin. Deshalb bleibt sie die sinnvolle Empfehlung. Was du dir sparen kannst, ist das schlechte Gewissen, wenn es mal schneller gehen muss. Und wer die Frage schlucken oder ausspucken für sich klären will, hat die Antwort damit schon: schlucken.

Merke

Die berühmten 15 Minuten Wartezeit vor dem Essen stammen aus derselben Logik wie das Nicht-schlucken-Dogma. Schaden können sie nicht. Der Hebel, für den es echte Zahlen gibt, ist aber ein anderer, und der kommt gleich.

Wie viele Tropfen brauchst du?

Das hängt an der Stärke deines Öls: Ein Tropfen liefert bei 5% rund 2,5 mg CBD, bei 10% rund 5 mg und bei 20% rund 10 mg. Die Tropfenzahl ist also keine feste Größe, sondern das Ergebnis einer kleinen Rechnung, die du einmal machst und dann nie wieder brauchst.

CBD Tropfen-Rechner

Stärke deines Öls

Anzahl Tropfen

4 Tropfen

20 mg CBD

aus 4 Tropfen eines 10%-Öls. Solider Alltagswert; zum Herantasten starten die meisten niedriger.

Wie viel CBD in welcher Stärke pro Tropfen steckt, siehst du hier auf einen Blick:

StärkePro TropfenGeeignet für
5%2,5 mgEinstieg, sanftes Herantasten
10%5 mgAllrounder für den Alltag
15%7,5 mgspürbarere Unterstützung
20%10 mghöherer, regelmäßiger Bedarf
30%15 mgerfahrene Anwender
50%25 mgsehr hoher Bedarf, wenige Tropfen

Fürs Herantasten gilt: niedrig starten, alle paar Tage um einen Tropfen erhöhen, und dabei bleiben, sobald es passt. Wie stark sich die Dosierung nach Körpergewicht und Ziel verschiebt, merkst du dabei schnell; einen fertigen Startwert rechnet dir der Dosierungsrechner aus.

Eine Zahl lohnt sich zur Orientierung, auch wenn sie selten jemand nennt: Die britische Lebensmittelbehörde FSA hat ihre Verzehrempfehlung im Oktober 2023 von 70 mg auf 10 mg CBD pro Tag für gesunde Erwachsene gesenkt, das entspricht etwa vier bis fünf Tropfen eines 5%-Öls. Ein akutes Risiko sieht die Behörde oberhalb davon nicht, wohl aber Hinweise auf Effekte an Leber und Schilddrüse, wenn über Jahre dauerhaft mehr aufgenommen wird. Für Deutschland ist das keine Vorgabe, aber ein guter Grund, nicht aus Prinzip höher zu gehen als nötig.

Eine höhere Prozentzahl ist deshalb auch nicht automatisch die bessere Wahl, sie heißt nur: mehr CBD pro Tropfen und weniger Tropfen pro Tag. Zum Herantasten dosierst du mit einer niedrigen Stärke feiner, wer seinen Bereich kennt, kommt mit einer höheren länger hin. Unsere CBD Öle decken beides ab, vom sanften Einstieg bis hoch konzentriert.

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Spielt Essen eine Rolle?

Ja, und zwar deutlich mehr als die Minute unter der Zunge. CBD ist fettlöslich, und eine fettreiche Mahlzeit hebt die Aufnahme messbar an. Das ist der einzige Handgriff rund um die Einnahme, für den es beim Menschen harte Zahlen gibt.

In einer kontrollierten Studie von 2018 nahmen zwölf gesunde Teilnehmer dieselbe CBD-Menge einmal nüchtern und einmal nach einem fettreichen Frühstück. Nach dem Frühstück lag die Spitzenkonzentration im Blut beim 4,85-Fachen, die Gesamtaufnahme über die Zeit beim 4,2-Fachen. Der Zeitpunkt, an dem der Höchstwert erreicht war, verschob sich dabei nicht.

Zwei Einschränkungen gehören dazu, damit die Zahl nicht größer wirkt, als sie ist. Getestet wurde eine sehr hohe Menge CBD, deutlich über allem, was im Alltag üblich ist. Und das Frühstück war ein bewusstes Extrem mit Spiegeleiern, Speck, Bratkartoffeln und Vollmilch, kein normales Müsli. Die Richtung stimmt trotzdem, die Meta-Auswertung von 2024 hat den Fett-Effekt über alle Studien hinweg bestätigt: mit Essen im Magen kommt mehr an als nüchtern.

Für dich heißt das ganz praktisch: Nimm dein Öl rund um eine Mahlzeit, in der etwas Fett steckt. Joghurt, Avocado, Nüsse, ein Löffel Olivenöl im Salat, das reicht schon. Wer sein Öl morgens nüchtern tropft und sich wundert, dass wenig passiert, hat damit oft die einfachste Erklärung gefunden.

Merke

Das Trägeröl in der Flasche liefert selbst schon Fett, deshalb funktioniert die Einnahme auch ohne Mahlzeit. Sie funktioniert nur besser, wenn Fett dazukommt.

Wann wirkt CBD Öl und wie lange?

Die ersten Anwender spüren nach etwa 15 bis 45 Minuten eine Veränderung, den höchsten CBD-Spiegel im Blut erreichst du aber erst ein bis vier Stunden nach der Einnahme. Diese Lücke zwischen Gefühl und Messwert erklärt einen Großteil der Verwirrung: Wirkeintritt und Blutspiegel sind nicht dasselbe.

0 MinTropfen unter die Zunge, etwa 60 Sekunden einwirken lassen, dann schlucken.
15–45 MinDie meisten spüren die erste Veränderung.
1–4 StdDer CBD-Spiegel im Blut erreicht seinen Höchstwert.
2–6 StdDie spürbare Wirkung klingt allmählich ab.

Die Einnahmeform verschiebt beides. Wie schnell und wie lange, siehst du hier:

FormWirkeintrittWirkdauer
Öl unter der Zunge15–45 Min2–6 Std
Öl geschluckt oder in Speisen30–90 Min4–8 Std
Kapseln30–90 Min6–8 Std

Wer eine gleichmäßige Versorgung über den Tag will und den Ölgeschmack ohnehin nicht mag, fährt mit CBD Kapseln oft entspannter; die Entscheidung zwischen Öl oder Kapseln hängt vor allem daran, wie fein du dosieren willst.

Wichtiger als jede dieser Zahlen ist die zweite Zeitachse: Das volle Bild zeigt sich meist erst nach ein bis zwei Wochen regelmäßiger Einnahme, weil sich erst dann ein gleichmäßiger Spiegel aufbaut. Ein einzelner Tag sagt entsprechend wenig aus.

Morgens oder abends einnehmen?

Der beste Zeitpunkt richtet sich nach deinem Ziel, nicht nach der Uhrzeit. Abends unterstützt CBD beim Herunterkommen, tagsüber hält es dich in Balance, und für einen gleichmäßigen Spiegel teilst du die Menge einfach auf morgens und abends auf.

Dein Ziel, dein Zeitpunkt

Am besten abends

Etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen, als fester Teil deiner Abendroutine.

Ob CBD Öl morgens oder abends besser zu dir passt, entscheidet sich also an deinem Tagesrhythmus. Geht es dir vor allem um ruhige Abende, sind die Öle rund ums Thema Schlaf darauf schon abgestimmt.

So wird die Einnahme zur Routine

CBD entfaltet sein Potenzial über Wochen, nicht über einzelne Tropfen. Wer nur ab und zu nimmt, gibt dem Körper keine Chance, einen gleichmäßigen Spiegel aufzubauen, und bewertet am Ende etwas, das nie richtig angelaufen ist.

Drei Dinge machen das Dranbleiben leicht. Koppel die Einnahme an eine Gewohnheit, die ohnehin jeden Tag passiert, meist funktioniert das Zähneputzen am besten. Bleib bei einer Menge, bis du sie eingeschätzt hast, statt alle zwei Tage zu springen. Und notier dir zwei Wochen lang stichwortartig, wann du wie viel genommen hast und wie der Tag war; danach siehst du dein Muster, das dir im Kopf entgeht.

Fehler 1

Zu wenig Geduld. Nach drei Tagen ein Urteil zu fällen, ist zu früh. Ein bis zwei Wochen regelmäßig sind das Minimum, bevor du etwas beurteilen kannst.

Fehler 2

Zu schnell hochdosiert. Von wenigen Tropfen direkt auf viele zu springen, überspringt deine passende Menge und bringt nur unnötige Begleiterscheinungen.

Fehler 3

Immer nüchtern getropft. Der Fett-Effekt ist der am besten belegte Hebel überhaupt. Wer ihn auslässt, verschenkt am meisten.

Fehler 4

Ausgespuckt statt geschluckt. Der Rest nach der Minute unter der Zunge enthält noch CBD, das über den Verdauungstrakt aufgenommen wird.

Wenn du all das eine Weile durchziehst und trotzdem nichts merkst, liegt es selten am Ablauf. Häufiger sind es die Menge, die Erwartung oder das Präparat, und dafür lohnt der Blick darauf, warum CBD Öl manchmal nicht wirkt.

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Kann man CBD Öl überdosieren?

Nein, eine gefährliche Überdosis im klassischen Sinn ist sehr unwahrscheinlich. Die Weltgesundheitsorganisation stuft CBD als gut verträglich und ohne Abhängigkeitspotenzial ein. Was passieren kann, wenn du deutlich mehr nimmst, als dir guttut, sind unangenehme Begleiterscheinungen, keine Notfälle.

Am häufigsten berichten Anwender von Müdigkeit, trockenem Mund, leichtem Schwindel, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall. Das sind Signale, die Menge wieder zu senken. Was bei einer CBD Überdosis tatsächlich im Körper passiert, ist deutlich harmloser, als das Wort vermuten lässt.

Zwei Ebenen sollte man dabei trotzdem trennen. Kurzfristig ist auch eine hohe Menge kein akutes Risiko. Langfristig sieht die britische FSA bei dauerhaft hoher Aufnahme Hinweise auf Effekte an Leber und Schilddrüse, und genau daraus ist ihre 10-mg-Empfehlung entstanden. Beides zusammen ergibt dieselbe Faustregel: Die richtige Menge ist die kleinste, mit der es dir spürbar besser geht.

Ist die Einnahme von CBD Öl verboten?

Nein. Verarbeitete CBD Öle sind in Deutschland frei verkäuflich, solange ihr THC-Gehalt unter 0,3% liegt. Du machst dich weder beim Kauf noch beim Besitz noch bei der Einnahme strafbar, und CBD fällt nicht unter das Cannabisgesetz.

Für Verwirrung sorgt regelmäßig etwas anderes: Auf vielen Flaschen steht keine Verzehrempfehlung, manche tragen sogar den Hinweis, dass sie nicht zur Einnahme empfohlen sind. Dahinter steckt kein Sicherheitsproblem, sondern die offene EU-Einstufung als neuartiges Lebensmittel, das sogenannte Novel Food. Über die wird seit Jahren entschieden, und sie betrifft in erster Linie Hersteller und Behörden, nicht dich als Käufer.

Im Kern hängt alles an zwei Punkten: am THC-Gehalt und am offenen Novel-Food-Status. Die Frage, ob CBD legal ist, beantwortet sich für dich damit klar mit Ja.

Wann du CBD Öl besser nicht einnimmst

In den meisten Fällen ist die Einnahme unkompliziert; in vier Situationen ist Zurückhaltung oder ärztlicher Rat angebracht. Sie haben alle denselben Grund: fehlende Daten oder ein bekannter Stoffwechsel-Effekt, nicht eine bekannte Gefahr.

Schwangerschaft und Stillzeit

Belastbare Sicherheitsdaten fehlen hier, und solange das so ist, wird von der Einnahme abgeraten. Was zu CBD in der Schwangerschaft bekannt und was offen ist, sollte jede Entscheidung tragen, nicht das Bauchgefühl.

Bei Dauermedikation

CBD kann beeinflussen, wie die Leber bestimmte Wirkstoffe abbaut, ähnlich wie Grapefruit. Welche Wechselwirkungen dabei eine Rolle spielen, entscheidet sich am einzelnen Medikament; wer regelmäßig welche nimmt, klärt die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheker.

Bei Allergien

Reagierst du empfindlich auf Hanf oder auf Trägeröle wie Kokos- oder Hanfsamenöl, lohnt der Blick auf die Inhaltsstoffe, bevor du startest.

Vor dem Autofahren

CBD selbst macht nicht fahruntüchtig und wirkt nicht berauschend. Breit- oder Vollspektrum-Öle enthalten aber Spuren von THC, und wer jedes Restrisiko beim Thema CBD und Autofahren ausschließen will, greift zu einem THC-freien Breitspektrum-Öl.

Haltbarkeit und Lagerung

Geöffnet bleibt CBD Öl in der Regel etwa sechs Monate gut, ungeöffnet bis zu einem Jahr; verlässlich ist das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum. Ranzig gewordenes Öl erkennst du sofort am Geruch und am Geschmack, dann gehört es ersetzt.

Licht, Wärme und Sauerstoff lassen das Öl schneller altern. Bewahre es deshalb kühl, dunkel und gut verschlossen auf, ein Platz im Schrank fern vom Herd genügt, der Kühlschrank ist ebenfalls ideal. Stell die Flasche stehend zurück, damit nichts ausläuft, und schüttle sie vor der nächsten Einnahme kurz, weil sich kalt gelagertes Öl entmischen kann. Worauf es bei der Haltbarkeit von CBD Öl ankommt, lässt sich auf drei Worte eindampfen: kühl, dunkel, dicht.

Häufige Fragen zur CBD Öl Einnahme

Wie nimmt man am besten CBD Öl ein?
Unter die Zunge geben, etwa 60 Sekunden einwirken lassen, dann schlucken. So nutzt du beide Aufnahmewege. Am meisten holst du heraus, wenn du die Tropfen rund um eine Mahlzeit mit etwas Fett nimmst und jeden Tag zur selben Zeit dranbleibst.
Warum soll man CBD Öl nicht schlucken?
Diese Regel stimmt so nicht. Schlucken ist richtig, nur eben nicht sofort. Nach der Minute unter der Zunge schluckst du den Rest, denn darin steckt noch CBD, das über den Verdauungstrakt aufgenommen wird. Ausspucken kostet dich diesen Anteil.
CBD Öl schlucken oder ausspucken?
Schlucken. Studien am Menschen zeigen bislang keinen klaren Vorteil der Aufnahme über die Mundschleimhaut gegenüber der geschluckten Menge. Wer ausspuckt, verzichtet also freiwillig auf den größeren Teil seiner Dosis, ohne dafür etwas zu gewinnen.
Wie lange nach der Einnahme nichts essen oder trinken?
Etwa 15 Minuten sind die gängige Empfehlung, damit die Mundschleimhaut ungestört aufnehmen kann. Zwingend belegt ist das nicht. Deutlich wichtiger ist, dass überhaupt etwas Fett im Spiel ist, weil CBD fettlöslich ist.
CBD Öl vor oder nach dem Essen einnehmen?
Beides funktioniert, entscheidend ist das Fett. Eine fettreiche Mahlzeit steigerte die CBD-Aufnahme in einer kontrollierten Studie auf das Vier- bis Fünffache gegenüber nüchtern. Nimm dein Öl also rund um eine Mahlzeit, in der etwas Fett steckt.
Wie viele Tropfen CBD Öl am Tag?
Das hängt von Stärke und Ziel ab. Ein Tropfen liefert bei 5% rund 2,5 mg CBD, bei 10% rund 5 mg. Einsteiger starten meist mit wenigen Tropfen eines 5%- oder 10%-Öls und erhöhen alle paar Tage um einen Tropfen.
Wann sollte man CBD Öl einnehmen, morgens oder abends?
Nach Ziel: abends zum Herunterkommen und für ruhigere Nächte, morgens für Balance im Alltag. Für einen gleichmäßigen Spiegel kannst du deine Menge auch auf beides aufteilen. Ein fester Zeitpunkt zählt mehr als die Uhrzeit selbst.
Wie oft am Tag darf man CBD Öl nehmen?
Ein- bis zweimal täglich ist üblich, dauerhaft und ohne Pausen. Eine Gewöhnung, die dich zum ständigen Steigern zwingt, ist nicht bekannt. Nimmst du Medikamente regelmäßig, klär die Kombination vorher mit Arzt oder Apotheker ab.
Wann wirkt CBD Öl nach der Einnahme?
Die erste Veränderung spüren viele nach 15 bis 45 Minuten, der höchste Blutspiegel wird erst nach ein bis vier Stunden erreicht. Die spürbare Wirkung hält etwa zwei bis sechs Stunden an. Das volle Bild zeigt sich nach ein bis zwei Wochen.
Worauf sollte man bei der ersten Einnahme achten?
Niedrig starten, etwa zwei bis drei Tropfen eines 5%- oder 10%-Öls, und ein paar Tage dabei bleiben. Nimm die erste Dosis abends, dann stört dich eventuelle Müdigkeit nicht. Notier dir Menge und Zeitpunkt, das erspart später das Rätselraten.
Kann man CBD Öl mit Wasser einnehmen?
Besser nicht. Öl und Wasser verbinden sich nicht, dadurch verteilen sich die Tropfen im Glas statt im Mund. Gib das Öl direkt unter die Zunge. In Speisen mit Fett, etwa Joghurt oder Salatdressing, funktioniert es dagegen gut.
Warum steht auf manchen Flaschen, dass CBD Öl nicht zur Einnahme empfohlen ist?
Das ist eine rechtliche Formulierung, kein Sicherheitshinweis. CBD gilt in der EU als neuartiges Lebensmittel, über dessen Zulassung noch entschieden wird. Deshalb verzichten viele Hersteller auf eine Verzehrempfehlung. Verboten ist die Einnahme dadurch nicht.

Unser Fazit

Der eine Handgriff, der wirklich zählt

Die CBD Öl Einnahme ist einfacher, als die verbreiteten Regeln vermuten lassen: unter die Zunge, etwa 60 Sekunden warten, schlucken. Die Minute kostet nichts und kann etwas bringen. Das Ausspucken danach ist der einzige Schritt, der dich sicher Wirkstoff kostet.

Der Hebel, für den es echte Zahlen gibt, liegt woanders: Nimm dein Öl zu einer Mahlzeit mit etwas Fett, starte mit wenigen Tropfen, bleib zwei Wochen dran und lager die Flasche kühl und dunkel. Damit machst du in der Praxis mehr richtig als mit jedem Trick unter der Zunge.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. In der Schwangerschaft, in der Stillzeit, bei Vorerkrankungen oder bei Dauermedikation sprich die Einnahme vorher mit deinem Arzt ab.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
  1. Taylor L, Gidal B, Blakey G, Tayo B, Morrison G. (2018). A Phase I, Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled, Single Ascending Dose, Multiple Dose, and Food Effect Trial of the Safety, Tolerability and Pharmacokinetics of Highly Purified Cannabidiol in Healthy Subjects. CNS Drugs, 32(11), 1053–1067. doi.org/10.1007/s40263-018-0578-5
  2. Millar SA, Stone NL, Yates AS, O'Sullivan SE. (2018). A Systematic Review on the Pharmacokinetics of Cannabidiol in Humans. Frontiers in Pharmacology, 9, 1365. doi.org/10.3389/fphar.2018.01365
  3. Moazen-Zadeh E, Chisholm A, Bachi K, Hurd YL. (2024). Pharmacokinetics of Cannabidiol: A Systematic Review and Meta-Regression Analysis. Cannabis and Cannabinoid Research, 9(4), 939–966. doi.org/10.1089/can.2023.0025
  4. Hosseini A, McLachlan AJ, Lickliter JD. (2021). A phase I trial of the safety, tolerability and pharmacokinetics of cannabidiol administered as single-dose oil solution and single and multiple doses of a sublingual wafer in healthy volunteers. British Journal of Clinical Pharmacology, 87(4), 2070–2077. doi.org/10.1111/bcp.14617
  5. Food Standards Agency (2023). Food Standards Agency and Food Standards Scotland update consumer advice for CBD. Stand: 12.10.2023. food.gov.uk
  6. World Health Organization (2018). Cannabidiol (CBD) – Critical Review Report. Expert Committee on Drug Dependence, Genf. who.int
Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.