CBD & Pferd
CBD Öl Pferd Dosierung: Tropfen nach Gewicht richtig berechnen
Du stehst mit der Pipette am Stall, dein Pferd wartet, und auf der Flasche steht nur eine Prozentzahl. Die Dosierung von CBD Öl fürs Pferd hängt aber am Körpergewicht, und dafür braucht es nur eine kleine Rechnung. Die Startdosis hast du damit in zwei Minuten. Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach, denn welche Menge am Ende wirklich passt, zeigt dir kein Rechner, sondern dein Pferd in den nächsten zwei bis drei Wochen.
Das Wichtigste im Überblick
- Startdosis: 0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht. Ein 500-kg-Pferd bekommt damit rund 125 mg am Tag, also 6 Tropfen eines 40%-Öls.
- Den Sweet Spot findest du erst nach zwei bis drei Wochen, meist bei 0,35 bis 0,45 mg pro Kilogramm.
- Ab zwei Gaben pro Tag aufteilen, denn die Wirkung hält nur etwa 6 bis 8 Stunden.
- Für Turnierpferde ist CBD keine Dosisfrage: Die FEI führt es als verbotene Substanz.
Inhaltsverzeichnis
- Wie viel CBD Öl braucht dein Pferd?
- Dosierungstabelle: Tropfen nach Gewicht
- Step-Up-Plan: niedrig starten, langsam steigern
- So gibst du deinem Pferd das Öl
- Wann und wie oft am Tag?
- Wie viel bei welchem Anliegen?
- Kann man CBD beim Pferd überdosieren?
- Darf dein Pferd dein eigenes CBD Öl bekommen?
- Turnierpferd: warum die Dosierung hier keine Rolle spielt
- Häufige Fragen
- Fazit
Wie viel CBD Öl braucht dein Pferd?
0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht sind der Startwert, mit dem du nichts falsch machst. Bei einem 500-Kilo-Warmblut ergibt das 125 mg am Tag. Unser Öl liefert 20 mg CBD pro Tropfen, also landest du bei sechs Tropfen.
Wenn du dich umschaust, wirst du auf ganz andere Zahlen stoßen. Die Empfehlungen reichen von 0,1 bis 3 mg pro Kilogramm, das ist Faktor 30 zwischen der niedrigsten und der höchsten. Der Grund ist unspektakulär: Für Pferde gibt es keine offiziell festgelegte Dosis, an der sich alle orientieren könnten. Jeder Anbieter rechnet mit seiner eigenen Erfahrung, und die Forschung arbeitet mit ganz anderen Mengen als der Stallalltag.
Ein Beispiel dafür, wie weit das auseinanderliegt: An der Freien Universität Berlin bekamen sechs Pferde 3 mg CBD pro Kilogramm, zweimal täglich über zwei Wochen. Verträglich war das ohne erkennbare Nebenwirkungen. Eine italienische Studie an Pferden mit Arthrose kam dagegen mit 0,03 mg pro Kilogramm aus und sah trotzdem messbare Effekte auf Schmerzverhalten und Entzündungswerte, allerdings zusätzlich zu einem Schmerzmittel.
Für dich heißt das: Die 0,25 mg/kg sind kein Naturgesetz, sondern ein Startwert im unteren, gut verträglichen Bereich. Du fängst dort an, weil du von unten kommend die kleinste Menge findest, die bei deinem Pferd etwas bewegt. Von oben herunterzutasten funktioniert nicht, weil du dann nie erfährst, ob es auch mit der Hälfte gegangen wäre.
Vier Dinge verschieben deinen Wert. Das Gewicht ist der offensichtlichste: Ein 350-Kilo-Isländer braucht schlicht weniger als ein 700-Kilo-Kaltblut. Beim Anliegen liegt der Bedarf bei dauerhaften Themen wie Arthrose oder Spat höher als bei etwas Unruhe vor dem Hufschmied. Die Konzentration deines Öls entscheidet nur über die Tropfenzahl, nicht über die Wirkstoffmenge. Und dann ist da dein Pferd selbst: Manche reagieren schon auf wenig deutlich, andere brauchen fast die doppelte Menge, bis sich überhaupt etwas zeigt.
Dass die Rechnung über das Körpergewicht überhaupt aufgeht, liegt daran, dass CBD beim Pferd über dasselbe Endocannabinoid-System läuft wie beim Menschen, mit denselben Rezeptoren für Schmerz, Entzündung und Stressregulation. Ein Pferd wiegt nur ein Vielfaches von dir, und genau um diesen Faktor verschiebt sich die Menge.
Gewicht einstellen, Anwendung wählen: Der Rechner übersetzt die mg-Angabe direkt in die Tropfenzahl für dein Pferd.
CBD Dosierung für dein Pferd berechnen
Gewicht einstellen, Anwendung und Öl wählen. Das Ergebnis aktualisiert sich sofort.
Gewicht deines Pferdes
Wo stehst du gerade?
Welches Öl gibst du?
Tropfen pro Tag
6 Tropfen
CBD pro Tag
120 mg
Pro Kilogramm
0,24 mg/kg
Flasche reicht
ca. 33 Tage
Einmal täglich geben, am besten abends. Bleib fünf bis sieben Tage auf dieser Menge, bevor du erhöhst.
Richtwerte zur Orientierung, gerechnet mit rund 200 Tropfen pro 10-ml-Flasche. Jedes Pferd reagiert anders. Bei Vorerkrankungen, Dauermedikation oder Trächtigkeit vorher tierärztlich abklären. Für Turnierpferde ist CBD nicht geeignet.
Dosierungstabelle: Tropfen nach Gewicht
Such dir die Zeile, die deinem Pferd am nächsten kommt, und du hast deine Startdosis. Alle Werte gelten für unser 40%-Öl mit 20 mg CBD pro Tropfen.
| Gewicht | Start | Sweetspot | Reichweite |
|---|---|---|---|
| 300 kg · Pony, Isländer | 4 Tropfen · 80 mg | 5 bis 7 Tropfen | ca. 50 Tage |
| 400 kg · Haflinger, Araber | 5 Tropfen · 100 mg | 7 bis 9 Tropfen | ca. 40 Tage |
| 500 kg · Warmblut, Quarter | 6 Tropfen · 120 mg | 9 bis 11 Tropfen | ca. 33 Tage |
| 600 kg · schweres Warmblut, Friese | 8 Tropfen · 160 mg | 11 bis 14 Tropfen | ca. 25 Tage |
| 700 kg · Kaltblut, Shire | 9 Tropfen · 180 mg | 12 bis 16 Tropfen | ca. 22 Tage |
Die Startspalte rechnet mit 0,25 mg pro Kilogramm, der Sweet Spot mit 0,35 bis 0,45. Die Reichweite bezieht sich auf die Startdosis und eine Flasche mit rund 200 Tropfen. Sobald du steigerst, verkürzt sie sich entsprechend. Bei einem 600-Kilo-Pferd im Sweet Spot bist du eher bei zwei Wochen als bei vier, und das gehört zur Planung dazu.
Liegt dein Pferd zwischen zwei Zeilen oder unter 300 beziehungsweise über 700 Kilo, nimm den Rechner weiter oben. Der rechnet dir jedes Gewicht auf den Tropfen genau aus.
Und falls noch eine andere Flasche im Schrank steht: Die Prozentzahl mal 0,5 ergibt die Milligramm pro Tropfen. Ein 10%-Öl liefert damit 5 mg, ein 30%-Öl 15 mg. Bei einem 500-Kilo-Pferd bräuchtest du für dieselben 125 mg also 25 Tropfen aus der 10%-Flasche statt 6 aus der 40%. Das ist der eigentliche Grund, warum es für Pferde hochkonzentrierte Öle gibt: Nicht weil die Wirkstoffmenge eine andere wäre, sondern weil niemand zweimal täglich 25 Tropfen abzählen möchte.
Step-Up-Plan: niedrig starten, langsam steigern
Der häufigste Fehler ist nicht zu wenig CBD, sondern zu schnell zu viel. Wer nach drei Tagen ungeduldig verdoppelt, weiß am Ende nicht, welche Menge gewirkt hat und welche nur teuer war. Mit drei Stufen kommst du sauber ans Ziel.
Woche 1, ankommen lassen. Startdosis aus der Tabelle, einmal täglich, am besten abends und immer zur gleichen Zeit. In dieser Woche änderst du nichts. Du schaust nur: Bewegt sich dein Pferd lockerer aus der Box? Ist es beim Putzen und Führen gelassener? Frisst es normal, ist der Kot unverändert? Notier dir das kurz, denn nach zwei Wochen erinnert sich niemand mehr genau an Tag drei.
Woche 2, vorsichtig erhöhen. Tut sich nichts, gehst du um ein bis zwei Tropfen pro Tag hoch. Jede neue Stufe hältst du mindestens fünf bis sieben Tage, bevor du wieder nachlegst. Das klingt langsam, spart dir aber am Ende Öl, weil du nicht über deinen eigenen Bedarf hinausschießt.
Ab Woche 3, Sweet Spot und aufteilen. Die meisten Pferde landen zwischen 0,35 und 0,45 mg pro Kilogramm. Spätestens ab acht Tropfen täglich lohnt es sich, die Menge auf morgens und abends zu verteilen. Eine Gabe wirkt etwa sechs bis acht Stunden, zweimal täglich hält den Spiegel über den Tag deutlich gleichmäßiger.
Über 0,5 mg pro Kilogramm solltest du nicht ohne deinen Tierarzt gehen. Nicht weil dort eine Gefahrengrenze läge, die Verträglichkeit ist auch bei deutlich höheren Mengen untersucht, sondern weil ein Pferd, das auf die doppelte Dosis nicht reagiert, meistens ein anderes Problem hat als eine zu niedrige Dosierung.
Merke
Im Blut ist der Wirkspiegel schon nach etwa zwei Tagen aufgebaut. Was länger dauert, ist die Veränderung, die du tatsächlich siehst: Bei dauerhaften Themen wie Gelenken oder Unruhe rechne mit ein bis zwei Wochen, bevor du beurteilen kannst, ob die Dosis passt.
So gibst du deinem Pferd das Öl
Seitlich unter die Lefze wirkt am schnellsten, übers Futter ist alltagstauglicher. Beides funktioniert, du entscheidest nach Situation und nach dem Charakter deines Pferdes.
Direkt ins Maul. Zieh die Tropfen auf und gib sie seitlich unter die Lefze, direkt auf die Schleimhaut. Ein Teil wird dort aufgenommen und umgeht den Umweg über den Magen, die Wirkung setzt nach etwa 10 bis 20 Minuten ein. Achte darauf, dass die Pipette das Maul nicht berührt, sonst gelangen Keime zurück in die Flasche und das Öl hält kürzer.
Übers Futter. Eine kleine Portion Mash, eingeweichte Heucobs oder etwas Müsli reichen völlig. Wichtig ist nur, dass die Portion klein genug ist, damit sie sicher komplett gefressen wird, denn ein halb stehen gelassener Trog bedeutet eine halbe Dosis. Über den Magen-Darm-Trakt dauert es länger, rechne mit 30 bis 45 Minuten.
Auf ein Leckerli. Bei mäkeligen Pferden ist ein Stück Apfel oder Karotte der einfachste Weg. Tropfen drauf, kurz einziehen lassen, dann anbieten. Unser Öl für Pferde hat ein natürliches Apfelaroma und ist terpenfrei, was die Annahme spürbar erleichtert: Pferde sind Fluchttiere und erkennen intensive Pflanzenstoffe schon am Geruch, bevor sie überhaupt probieren.
Für den Wirkeintritt macht der Weg einen Unterschied, für die Wirkdauer nicht. Sie liegt in beiden Fällen bei etwa sechs bis acht Stunden. Bei akuten Situationen nimmst du deshalb die Lefze, bei der täglichen Routine das, was ohne Diskussion klappt. Schüttel die Flasche vor jeder Gabe kurz und lagere sie kühl und dunkel.
Wann und wie oft am Tag?
Einmal täglich zum Start, ab dem Sweet Spot zweimal. Der Grund steckt in der Wirkdauer: Eine Gabe trägt sechs bis acht Stunden, eine einzelne Morgenportion lässt den Abend also unversorgt.
Bei dauerhaften Themen gibst du in Woche 1 einmal täglich, am besten abends. Sobald du steigerst, teilst du auf morgens und abends. Der Wirkspiegel ist nach etwa zwei Tagen aufgebaut und bleibt dann stabil, solange du regelmäßig gibst. Genau deshalb bringen einzelne Gaben an guten Tagen wenig: Bei Gelenken, Fellwechsel oder allgemeiner Anspannung zählt die Regelmäßigkeit mehr als die Höhe der Dosis.
Bei akuten Situationen rechnest du rückwärts. Transport, Hufschmied, Klinikbesuch oder Silvester: Gib das Öl 30 bis 60 Minuten vorher, direkt unter die Lefze. Für den Einzelfall darfst du dabei am oberen Ende deiner Spanne liegen. Zeigt sich nach einer Stunde gar nichts, kannst du einmal nachlegen, solange du die Tagesmenge im Blick behältst. Wie du Silvester planst, unterscheidet sich vom Alltag vor allem im Timing, nicht in der Menge.
Was du dir sparen kannst, sind Pausen aus Prinzip. Eine Gewöhnung, die dich zum ständigen Steigern zwingt, ist beim Pferd nicht beschrieben. Wenn du absetzt, dann weil das Anliegen erledigt ist, nicht weil ein Kalender es vorgibt.
Die passende Menge, ohne Rechnerei
Unser CBD Öl für Pferde liefert 20 mg pro Tropfen. Damit deckst du auch ein 700-Kilo-Pferd mit einer einstelligen Tropfenzahl ab, statt zweimal täglich zwanzig zu zählen.
Zum CBD Öl für PferdeWie viel bei welchem Anliegen?
Nicht jedes Thema braucht dieselbe Menge. Bei situativer Unruhe reicht meist das untere Ende der Spanne, bei dauerhaften Gelenkthemen liegst du eher oben. Die Tabelle gibt dir den Korridor, in dem du dich bewegst.
| Anliegen | Dosis | Gaben | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Stress, Unruhe | 0,25 bis 0,35 mg/kg | situativ oder 1× | Transport, Hufschmied, Stallwechsel |
| Gelenke, Arthrose, Spat | 0,35 bis 0,5 mg/kg | 2× täglich | Effekt frühestens nach 1 bis 2 Wochen |
| Headshaking, Koppen | 0,3 bis 0,45 mg/kg | 2× täglich | Verhalten über Wochen dokumentieren |
| Haut, Sommerekzem, Mauke | 0,25 bis 0,4 mg/kg | 1 bis 2× täglich | begleitend zur äußeren Pflege |
| Fellwechsel, ältere Pferde | 0,3 bis 0,45 mg/kg | 1 bis 2× täglich | vor allem in Übergangsphasen |
Diese Werte sind Erfahrungswerte aus der Praxis und Orientierung, keine Studienergebnisse. Für Pferde existiert bis heute keine offiziell festgelegte therapeutische Dosis, und die vorliegenden Untersuchungen haben Verträglichkeit und Aufnahme geprüft, nicht die optimale Menge pro Beschwerdebild.
Am besten belegt ist bislang der Gelenkbereich. In einer italienischen Studie erhielten zwölf Pferde mit milder Arthrose über zwei Wochen zusätzlich zum Schmerzmittel eine sehr niedrige CBD-Dosis über die Maulschleimhaut. Ab Tag neun lagen ihre Schmerz-Scores signifikant unter denen der Vergleichsgruppe, und auch Herzfrequenz und Entzündungsmarker gingen zurück. Entscheidend ist das kleine Wort „zusätzlich": CBD kam zur Therapie dazu, es hat sie nicht ersetzt. Genau so gehört es auch bei Arthrose beim Pferd in den Alltag, als Begleitung, nicht als Ablösung der tierärztlichen Behandlung.
Und ein Punkt, der über jeder Tabellenzeile steht: Was plötzlich auftritt oder länger anhält, gehört zuerst abgeklärt. Eine Dosierungstabelle ersetzt keine Diagnose.
Kann man CBD beim Pferd überdosieren?
Eine gefährliche Überdosis ist bei den hier genannten Mengen nicht zu erwarten, unangenehm werden kann es trotzdem. In der Berliner Untersuchung bekamen sechs Pferde 3 mg CBD pro Kilogramm zweimal täglich über zwei Wochen, also rund das Zwölffache unserer Startdosis. Nebenwirkungen traten nicht auf, die Mittelwerte für Leber und Niere blieben im Referenzbereich. Der Sicherheitsabstand nach oben ist also groß.
Was du bei zu hoher Dosis siehst, ist milder, als viele befürchten: Dein Pferd wirkt müder als sonst, der Kot wird weicher, gelegentlich verändert sich der Appetit. Alles davon verschwindet, sobald du reduzierst. Frisst dein Pferd über mehrere Tage deutlich weniger, pausier die Gabe und sprich mit deinem Tierarzt, statt weiter abzuwarten. Ausführlicher stehen die möglichen Nebenwirkungen an anderer Stelle beschrieben.
Bei Dauermedikation zuerst fragen. CBD wird über dieselben Leberenzyme abgebaut wie viele Pferdemedikamente, darunter Schmerzmittel und Antiepileptika. Dadurch kann sich deren Wirkung verstärken oder abschwächen. Bekommt dein Pferd regelmäßig etwas, stimm die CBD-Gabe vorher tierärztlich ab. Bei einer Anwendung über mehrere Monate lohnt sich zusätzlich eine gelegentliche Kontrolle der Leberwerte.
Tragende Stuten und Fohlen bekommen kein CBD. Hier geht es nicht um eine Dosisfrage, sondern um fehlende Daten: Wie sich CBD auf ein ungeborenes Fohlen auswirkt, ist nicht untersucht. Dasselbe gilt für säugende Stuten und für Fohlen unter sechs Monaten. Warte bis nach der Laktation.
Darf dein Pferd dein eigenes CBD Öl bekommen?
Besser nicht, und das hat drei Gründe, die alle mit der Rezeptur zu tun haben.
Der erste ist die Konzentration. Ein 10%-Öl für Menschen liefert 5 mg pro Tropfen. Für die Startdosis eines 500-Kilo-Pferdes bräuchtest du davon 25 Tropfen täglich, im Sweet Spot schnell das Doppelte. Eine 10-ml-Flasche wäre nach gut einer Woche leer.
Der zweite sind die Terpene. Sie stecken in fast allen Ölen für Menschen und gehören dort zum Konzept. Pferde nehmen sie schon am Geruch wahr und verweigern das Futter dann oft, bevor du überhaupt weißt, ob die Menge gestimmt hätte. Unsere CBD Öle für Menschen sind deshalb anders aufgebaut als die Rezeptur für Pferde, die terpenfrei ist und über natürliches Apfelaroma läuft.
Der dritte ist THC. In Deutschland liegt die gesetzliche Grenze bei 0,3%, und Vollspektrum-Öle für Menschen enthalten geringe Mengen davon. Für dein Pferd willst du null, weil Tiere empfindlicher darauf reagieren und weil jede Spur bei einer Kontrolle zum Thema wird. Achte beim Kauf auf ein aktuelles Analysezertifikat, das den THC-Gehalt tatsächlich ausweist.
Und noch eine Verwechslung, die im Stall häufig vorkommt: Hanföl ist kaltgepresstes Speiseöl aus Hanfsamen und enthält kein CBD. Es liefert Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und tut Fell und Haut gut, hat mit einer CBD-Dosierung aber nichts zu tun. Wer den Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl kennt, greift im Stall zur richtigen Flasche und sucht die Wirkung nicht an der falschen Stelle.
Turnierpferd: warum die Dosierung hier keine Rolle spielt
Für Turnierpferde gibt es keine erlaubte Menge. Die FEI führt Cannabidiol in ihrer Equine Prohibited Substances List 2026 als Banned Substance, eingeordnet als Cannabinoid und als Specified Substance. Banned bedeutet in der Systematik der FEI: kein anerkannter Einsatz im Wettkampfpferd, zu keinem Zeitpunkt. Das ist strenger als früher, denn 2022 stand CBD noch bei den kontrollierten Medikamenten.
Damit erübrigt sich die Frage nach einer Karenzzeit im Grunde, aber es lohnt sich zu wissen, warum ein kurzes Absetzen ohnehin nicht reicht. Die Berliner Arbeitsgruppe hat genau das gemessen: Nach zwei Wochen regelmäßiger Gabe lag die terminale Halbwertszeit von CBD im Serum bei rund 161 Stunden, also knapp sieben Tagen. CBD verteilt sich stark ins Gewebe und wird von dort langsam wieder abgegeben. Einzelne Begleit-Cannabinoide waren im Urin noch rund zehn Tage nach der letzten Gabe nachweisbar. Die Studie wurde unter anderem von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung finanziert, mit dem ausdrücklichen Ziel, Dopingkontrolllabors die Auswertung zu erleichtern. Ihr eigenes Fazit fällt entsprechend deutlich aus: Bei Sportpferden ist mit CBD Vorsicht geboten.
Für dich heißt das praktisch: Wenn dein Pferd startet, ist CBD kein Thema, das sich über eine geschickte Absetzfrist lösen lässt. Sinnvoll ist es in echten Wettkampfpausen, etwa über die Winterpause oder bei einem Pferd, das aus dem Turniersport heraus ist. Alles andere klärst du vorher mit deinem Tierarzt und über die Datenbanken von FEI und FN. Wie CBD im Turniersport eingeordnet wird, ändert sich zudem jährlich, ein Blick in die aktuelle Liste vor der Saison gehört dazu.
Für Freizeitpferde spielt das alles keine Rolle. Die allermeisten Pferde, die CBD bekommen, stehen nicht auf einem Turnierplatz.
Was Pferdebesitzer berichten
„Die 40% sind super, weil schon wenige Tropfen reichen. Unser Wallach bekommt es direkt ins Maul und das ganz ohne Theater (der Apfelgeschmack hilft wirklich). Wir haben langsam gesteigert und bleiben bei ca. 2× täglich 5 bis 7 Tropfen, passt gut in die tägliche Routine.“
„Unser Senior leidet leider an Arthrose und wir geben ihm jetzt schon einige Zeit das Öl und wir machen Fortschritte. Er bewegt sich wieder etwas besser und das Knie ist nicht mehr so steif. Wir sind gespannt, wie es weitergeht.“
„Scheint gut zu wirken. Mein Pferd ist nicht mehr so nervös, wenn wir es im Anhänger transportieren. Ob es so bleibt, kann ich noch nicht sagen, da wir es erst seit 2 Wochen verwenden.“
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Auffällig ist, wie ähnlich die Zahlen aussehen: zweimal täglich fünf bis sieben Tropfen liegen für ein mittelschweres Pferd genau im Sweet-Spot-Bereich, und die Rückmeldungen zu Gelenkthemen kommen fast immer mit dem Zusatz, dass es Wochen gedauert hat.
Häufige Fragen zur CBD Dosierung beim Pferd
Wie viele Tropfen CBD Öl braucht mein Pferd?
Wie schnell wirkt CBD Öl beim Pferd?
Kann ich CBD Pellets statt Öl füttern?
Wie viel CBD Öl braucht ein Pony?
Wie lange kann ich meinem Pferd CBD geben?
Macht CBD mein Pferd müde?
Wie lagere ich CBD Öl fürs Pferd richtig?
Was tun, wenn mein Pferd das Öl verweigert?
Unser Fazit
Die Zahl ist der einfache Teil
Die Dosierung von CBD Öl fürs Pferd steht in zwei Minuten: 0,25 mg pro Kilogramm zum Start, bei 500 Kilo also sechs Tropfen eines 40%-Öls. Alles danach ist Geduld. Fünf bis sieben Tage pro Stufe, in kleinen Schritten nach oben, und ab dem Sweet Spot auf morgens und abends verteilt.
Was du dabei realistisch erwarten kannst, zeigt die Forschung ganz gut. Verträglich ist CBD auch weit über den hier genannten Mengen, und bei Gelenkthemen gibt es erste kontrollierte Hinweise auf einen Nutzen. Diese Hinweise stammen allerdings aus Studien, in denen CBD zusätzlich zur tierärztlichen Behandlung lief. Als Begleitung ist es sinnvoll, als Ersatz für eine Diagnose nicht.
Ein Punkt bleibt unabhängig von jeder Rechnung: Startet dein Pferd auf Turnieren, ist CBD keine Frage der Menge, sondern tabu. Für alle anderen gilt der einfachste Rat von allen. Notier dir eine Woche lang, was du gibst und was du siehst. Diese Notizen sagen dir mehr über die richtige Dosis als jede Tabelle.
Studien und Quellen
- Eichler F, Poźniak B, Machnik M, Schenk I, Wingender A, Baudisch N, Thevis M, Bäumer W, Lischer C, Ehrle A. (2023). Pharmacokinetic modelling of orally administered cannabidiol and implications for medication control in horses. Frontiers in Veterinary Science, 10, 1234551. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37621871
- Interlandi C, Tabbì M, Di Pietro S, D’Angelo F, Costa GL, Arfuso F, Giudice E, Licata P, Macrì D, Crupi R, Gugliandolo E. (2024). Improved quality of life and pain relief in mature horses with osteoarthritis after oral transmucosal cannabidiol oil administration as part of an analgesic regimen. Frontiers in Veterinary Science, 11, 1341396. frontiersin.org
- Fédération Equestre Internationale (2026). 2026 Equine Prohibited Substances List. Lausanne. inside.fei.org
- Fédération Equestre Internationale (2021). 2022 Equine Prohibited Substances List – Controlled Medication. Lausanne. inside.fei.org

