CBD Öl Pferd Dosierung: Rechner, Tabelle & Plan
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Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026
Dein Pferd wiegt 500 Kilo — und du stehst mit der Pipette in der Hand und fragst dich, wie viele Tropfen es braucht. Pferde sind Fluchttiere und reagieren auf Stress, Schmerzen und Veränderungen besonders sensibel — genau deshalb setzen immer mehr Pferdebesitzer auf CBD. Wie du die richtige Dosis findest, klären wir hier: mit einer klaren Faustregel, einer Dosierungstabelle nach Gewicht und einem interaktiven Rechner, der dir die Tropfenzahl sofort anzeigt. Dazu bekommst du einen Step-Up-Plan zum Einsteigen und die wichtigsten Praxistipps zur Verabreichung.
DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK
- Faustregel: 0,25–0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag — bei einem 500-kg-Pferd sind das 125–250 mg
- Starte niedrig mit 0,25 mg/kg und steigere über 2–3 Wochen langsam, bis du den Sweet Spot findest
- Mit einem 25%-Öl (~12,5 mg/Tropfen) brauchst du für ein 500-kg-Pferd etwa 10–20 Tropfen pro Tag
- Gib das Öl direkt ins Maul oder übers Futter — die Wirkung setzt nach etwa 10–20 Minuten ein
CBD Dosierungsrechner für Pferde
Gewicht einstellen, Öl wählen — der Rechner zeigt dir sofort, wie viele Tropfen dein Pferd braucht. Du bekommst die Startdosis, den Sweet Spot und einen Step-Up-Plan zum Einsteigen. Die Berechnung basiert auf der Faustregel von 0,25–0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht und passt sich automatisch an die Konzentration deines Öls an.

Die Faustregel — so berechnest du die CBD Dosis für dein Pferd
Die gängige Orientierung: 0,25 bis 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Bei einem 500-kg-Pferd ergibt das eine Tagesdosis von 125 bis 250 mg CBD.
In der Praxis ist diese Spanne aber nur der Rahmen. Wie viel dein Pferd tatsächlich braucht, hängt von vier Faktoren ab:
Körpergewicht
Je schwerer das Pferd, desto mehr CBD braucht es — das ist der naheliegendste Faktor. Ein Islandpferd mit 350 kg kommt mit deutlich weniger aus als ein Warmblut mit 600 kg.
Beschwerdebild
Für allgemeines Wohlbefinden oder leichte Unruhe reicht oft das untere Ende der Spanne (0,25 mg/kg). Bei Arthrose, Spat, Hufrehe oder chronischen Schmerzen kann die Dosis schrittweise bis 0,5 mg/kg steigen. Das gilt auch bei Verhaltensproblemen wie Koppen oder Headshaking.
Konzentration des Öls
Die mg-Zahl pro Tropfen bestimmt, wie viele Tropfen du brauchst. Ein 25%-Öl liefert ~12,5 mg pro Tropfen, ein 40%-Öl ~20 mg. Bei höherem CBD-Bedarf ist ein stärkeres Öl praktischer, weil du weniger Tropfen verabreichen musst.
Individuelle Reaktion
Manche Pferde reagieren schon auf niedrige Dosen deutlich, andere brauchen mehr. Deshalb gilt: Starte immer niedrig — bei 0,25 mg/kg — und steigere über 2–3 Wochen langsam, bis du den Sweet Spot findest. Beobachte dabei Verhalten, Bewegungsfreude und Appetit. CBD wirkt über das Endocannabinoid-System, das bei Pferden genauso aufgebaut ist wie beim Menschen — mit Rezeptoren für Schmerz, Entzündung und Stressregulation.
Dosierungstabelle — Startdosis für alle gängigen Konzentrationen
Du hast ein 10%-Öl zu Hause? Ein 30%? Egal welche Konzentration — in der Tabelle findest du die passende Tropfenzahl für dein Pferd. Alle Werte basieren auf der Startdosis von 0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht.
| Gewicht | 10%5 mg/Tr. | 15%7,5 mg/Tr. | 20%10 mg/Tr. | 25%12,5 mg/Tr. | 30%15 mg/Tr. | 40%20 mg/Tr. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 300 kgIsländer, Pony | 15 Tropfen | 10 Tropfen | 8 Tropfen | 6 Tropfen | 5 Tropfen | 4 Tropfen |
| 400 kgHaflinger, Araber | 20 Tropfen | 13 Tropfen | 10 Tropfen | 8 Tropfen | 7 Tropfen | 5 Tropfen |
| 500 kgWarmblut, Quarter | 25 Tropfen | 17 Tropfen | 13 Tropfen | 10 Tropfen | 8 Tropfen | 6 Tropfen |
| 600 kgSchweres WB, Friese | 30 Tropfen | 20 Tropfen | 15 Tropfen | 12 Tropfen | 10 Tropfen | 8 Tropfen |
| 700 kgKaltblut, Shire | 35 Tropfen | 23 Tropfen | 18 Tropfen | 14 Tropfen | 12 Tropfen | 9 Tropfen |
Bei Pferden unter 300 kg oder über 700 kg nutze den Rechner oben für genaue Werte. Die Tropfenzahlen gelten pro Tag — bei Dauergabe kannst du auf zwei Gaben (morgens und abends) aufteilen.
Dosierung nach Beschwerdeart
Nicht jede Beschwerde braucht dieselbe Dosis. Bei leichtem Stress reicht oft weniger als bei chronischen Gelenkproblemen. Die folgende Tabelle zeigt dir die Orientierungswerte für die häufigsten Einsatzbereiche bei Pferden.
| Beschwerdeart | Dosis (mg/kg) | Häufigkeit | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Stress / Unruhe | 0,25–0,35 | situativ oder 1× täglich | Silvester, Transport, Hufschmied |
| Arthrose / Spat | 0,35–0,5 | 2× täglich | Aufteilen morgens + abends |
| Headshaking / Koppen | 0,3–0,45 | 2× täglich | Effekt oft erst nach 1–2 Wochen |
| Sommerekzem / Mauke | 0,25–0,4 | 1–2× täglich | Ergänzend zur äußeren Pflege |
| Cushing / Fellwechsel | 0,3–0,45 | 1–2× täglich | Besonders in Übergangsphasen |
| Kolik / Verdauung | 0,25–0,35 | situativ | Cannabinoid-Rezeptoren im Darm nachgewiesen |
Die Werte basieren auf Erfahrungswerten und verfügbaren Studiendaten. Jedes Pferd reagiert individuell — starte immer am unteren Ende und steigere langsam. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme vorher tierärztlich abklären.

Step-Up-Plan — niedrig starten, langsam steigern
Der häufigste Fehler bei der CBD-Dosierung fürs Pferd: zu viel auf einmal. CBD braucht Zeit, um im Körper anzukommen — und jedes Pferd reagiert anders. Mit einem schrittweisen Einstieg findest du die Dosis, die wirklich passt.
Woche 1 — Einstieg
Starte mit 0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht, einmal täglich. Bei einem 500-kg-Warmblut sind das 125 mg — also 10 Tropfen mit einem 25%-Öl. Gib das Öl am besten abends und beobachte in den ersten Tagen, wie dein Pferd reagiert: Wird es ruhiger? Bewegt es sich lockerer? Frisst es normal?
Woche 2 — Leicht steigern
Zeigt sich noch keine spürbare Wirkung, erhöhe um 2–3 Tropfen pro Tag. Bleibe mindestens 5 Tage auf der neuen Dosis, bevor du weiter steigerst. Manche Pferde brauchen zwei bis drei Wochen, bis sich der volle Effekt aufbaut.
Ab Woche 3 — Sweet Spot finden
Die meisten Pferdebesitzer landen bei 0,35–0,45 mg/kg — für ein 500-kg-Pferd sind das etwa 14–18 Tropfen (25%-Öl) pro Tag. Ab dieser Stufe kannst du die Tagesdosis auf zwei Gaben aufteilen (morgens und abends), um eine gleichmäßigere Wirkung über den Tag zu erreichen.
Maximum — nur mit Tierarzt
Über 0,5 mg/kg solltest du nicht ohne tierärztliche Rücksprache gehen. Bei chronischen Schmerzen oder schweren Gelenkproblemen kann die Dosis in Absprache mit dem Tierarzt bis 0,6 mg/kg steigen — das sind bei einem 500-kg-Pferd maximal 24 Tropfen (25%-Öl) pro Tag.

Wie du CBD Öl deinem Pferd gibst
CBD Öl wirkt am besten, wenn es über die Schleimhaut aufgenommen wird. Je nachdem, wie kooperativ dein Pferd ist, hast du drei Möglichkeiten.
Direkt ins Maul — schnellste Wirkung
Tropfe das Öl seitlich unter die Lefze, direkt auf die Maulschleimhaut. So gelangt das CBD am schnellsten in den Kreislauf — die Wirkung setzt nach etwa 10–20 Minuten ein. Wichtig: Die Pipette sollte das Maul nicht berühren, damit das Öl in der Flasche nicht verunreinigt wird und länger haltbar bleibt.
Übers Futter — die einfachste Variante
Tropfe das Öl direkt aufs Kraftfutter, auf eingeweichte Heucobs oder auf ein Stück Apfel oder Karotte. Die meisten Pferde nehmen es problemlos an — unser Öl hat ein natürliches Apfelaroma, das erfahrungsgemäß gut akzeptiert wird. Über den Magen-Darm-Trakt dauert es etwas länger, bis die Wirkung einsetzt — rechne mit 30–45 Minuten.
Auf ein Leckerli
Bei mäkeligen Pferden funktioniert ein Leckerli als Trägermittel am besten. Tropfe die gewünschte Menge auf das Leckerli, warte kurz bis es eingezogen ist, und gib es dann direkt. So bekommt dein Pferd die volle Dosis, ohne etwas zu verschmähen.
Pipette oder Spritze bei höheren Dosen
Ab 15–20 Tropfen pro Gabe wird das Abzählen unpraktisch. Unsere Pipetten haben eine ml-Markierung, mit der du die Dosis direkt ablesen kannst — ohne Tropfen zu zählen. Eine volle Pipette enthält 0,5 ml, das entspricht beim 25%-Öl 125 mg CBD. Bei noch höheren Dosen kannst du auch eine nadellose Dosierspritze verwenden — einfach aufziehen, seitlich ins Maul geben, fertig.
Wann und wie oft — der richtige Rhythmus für dein Pferd
Wie oft du CBD gibst, hängt davon ab, ob du es dauerhaft zur Unterstützung einsetzt oder gezielt vor einer stressigen Situation.
Dauerhaft — 1 bis 2 Gaben pro Tag
Bei chronischen Beschwerden wie Gelenkproblemen, Unruhe oder altersbedingten Einschränkungen ist eine regelmäßige Gabe am wirksamsten. Auch in Belastungsphasen wie dem Fellwechsel, nach einem Stallwechsel oder bei Veränderungen in der Herde kann CBD gezielt unterstützen. Starte mit einer Gabe pro Tag — am besten abends. Ab Woche 2–3 kannst du auf zwei Gaben (morgens und abends) aufteilen. Das sorgt für einen gleichmäßigeren CBD-Spiegel, weil die Wirkung pro Gabe etwa 6–8 Stunden anhält.
Akut — eine Einzeldosis vor dem Ereignis
Vor dem Transport, dem Hufschmied-Termin oder an Silvester reicht eine einzelne, etwas höhere Gabe. Gib das CBD 30–60 Minuten vorher — direkt ins Maul wirkt am schnellsten. Zeigt sich nach 60 Minuten keine Wirkung, kannst du eine zweite Gabe nachlegen. Die Tageshöchstdosis solltest du dabei nicht überschreiten.
Wirkungseintritt und Wirkungsdauer
Direkt ins Maul (sublingual): Wirkung nach 10–20 Minuten. Übers Futter: Wirkung nach 30–45 Minuten. Die Wirkung hält in beiden Fällen etwa 6–8 Stunden an. Bei regelmäßiger Gabe über mehrere Tage baut sich ein Grundspiegel auf — viele Pferdebesitzer berichten, dass der volle Effekt erst nach 1–2 Wochen spürbar wird.
CBD Pellets als Ergänzung zum Öl
Neben dem Öl bieten CBD Pellets eine praktische Möglichkeit, CBD in den Alltag deines Pferdes zu integrieren — besonders bei Pferden, die sich mit der Pipette schwertun.
Dosierung der Pellets
50 Gramm Pellets enthalten etwa 100 mg CBD. Damit ist die Dosierung weniger präzise als beim Öl, aber für die tägliche Grundversorgung völlig ausreichend. Mische die Pellets einfach unters Kraftfutter oder unter eingeweichte Heucobs.
Pellets oder Öl — wann was sinnvoll ist
Das Öl ist die bessere Wahl, wenn du die Dosis exakt steuern willst — etwa beim Einsteigen, beim Steigern oder vor akuten Stresssituationen. Die Pellets eignen sich als Ergänzung im Alltag: einfach ins Futter mischen, kein Abzählen, kein Pipettieren. Viele Pferdebesitzer kombinieren beides — Öl für die gezielte Dosierung, Pellets als tägliche Basis.
Pellets und Öl kombinieren
Du kannst Pellets und Öl problemlos gleichzeitig geben. Rechne einfach die CBD-Mengen zusammen: 50 g Pellets (100 mg CBD) plus 6 Tropfen 25%-Öl (75 mg) ergibt eine Tagesdosis von 175 mg. So kommst du bei einem 500-kg-Pferd auf 0,35 mg/kg — genau im Sweet-Spot-Bereich. CBD lässt sich auch problemlos mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln wie Magnesium, B-Vitaminen oder Gelenkpräparaten kombinieren — achte dabei auf die Gesamtmenge und sprich im Zweifel mit deinem Tierarzt.
CBD Öl 25% vs. 40% — welche Konzentration für dein Pferd?
Beide Konzentrationen enthalten dasselbe CBD in derselben Qualität — der Unterschied liegt in der Tropfenmenge, die du brauchst. Und das macht im Alltag einen spürbaren Unterschied.
Das 25%-Öl (~12,5 mg pro Tropfen)
Die richtige Wahl für den Einstieg und für leichtere Pferde. Bei einem 400-kg-Haflinger brauchst du für die Startdosis nur 8 Tropfen — das lässt sich gut abzählen und fein justieren. Auch beim schrittweisen Steigern hast du mit dem CBD Öl für Pferde 25% mehr Spielraum, weil jeder zusätzliche Tropfen nur 12,5 mg ausmacht.
Das 40%-Öl (~20 mg pro Tropfen)
Sinnvoll, wenn dein Pferd einen höheren CBD-Bedarf hat oder du bereits den Sweet Spot kennst. Bei einem 600-kg-Pferd im Sweet Spot (270 mg) brauchst du mit dem CBD Öl für Pferde 40% nur 14 Tropfen statt 22 mit dem 25%-Öl. Weniger Tropfen bedeutet: einfachere Verabreichung, schnelleres Dosieren und die Flasche hält deutlich länger.
Wann sich der Umstieg auf 40% lohnt
Als Faustregel: Sobald du regelmäßig mehr als 15 Tropfen pro Tag mit dem 25%-Öl gibst, sparst du mit dem 40%-Öl Zeit, Aufwand und Geld. Der Rechner oben zeigt dir den direkten Tropfenvergleich für dein Pferd — so siehst du sofort, welche Konzentration praktischer ist.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen — worauf du achten solltest
CBD gilt als gut verträglich — auch bei Pferden. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die du kennen solltest, bevor du mit der Gabe startest.
Mögliche Nebenwirkungen bei zu hoher Dosis
CBD ist gut verträglich, aber nicht nebenwirkungsfrei. Die häufigsten Nebenwirkungen bei einer zu hohen Dosis sind Müdigkeit, leichte Benommenheit, weicherer Kot und ein reduzierter Speichelfluss. In normaler Dosierung reguliert CBD die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol — bei zu hoher Dosis kann dieser Effekt aber zu ausgeprägt sein. Genau deshalb starten wir niedrig und steigern langsam. In seltenen Fällen kann sich der Appetit verändern. Wenn dein Pferd über mehrere Tage deutlich weniger frisst, pausiere die Gabe und sprich mit deinem Tierarzt.
Terpene — ein Thema speziell bei Pferden
Manche Pferde vertragen Terpene schlecht und reagieren mit Verdauungsproblemen. Terpene sind natürliche Pflanzenstoffe im Hanf, die in vielen CBD Ölen enthalten sind. Wenn dein Pferd empfindlich reagiert, achte auf ein terpen- und THC-freies Öl. Unsere CBD Öle für Pferde sind Breitspektrum-Öle ohne Terpene.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
CBD wird über dieselben Leberenzyme (Cytochrom P450) abgebaut wie viele gängige Medikamente — darunter Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Beruhigungsmittel. Das kann deren Wirkung verstärken oder abschwächen. Wenn dein Pferd regelmäßig Medikamente bekommt, sprich die CBD-Gabe vorher mit deinem Tierarzt ab. Das gilt besonders bei Dauermedikation und nach Operationen.
Trächtigkeit und Fohlen
Während der Trächtigkeit solltest du auf CBD verzichten — es gibt keine ausreichenden Daten zur Sicherheit für das ungeborene Fohlen. Auch bei säugenden Stuten ist Vorsicht geboten. Fohlen unter 6 Monaten sollten kein CBD bekommen.
THC-Gehalt — worauf du beim Kauf achten musst
In Deutschland liegt die gesetzliche THC-Grenze bei 0,3%. Für Pferde gilt: je weniger THC, desto besser. Achte beim Kauf auf ein aktuelles Analysezertifikat, das den THC-Gehalt ausweist. Unsere CBD Öle für Pferde sind vollständig THC-frei, in Bio-Qualität und per CO₂-Extraktion hergestellt — das schonendste Verfahren ohne Lösungsmittel.
CBD und Doping — was Turnierreiter wissen müssen
CBD steht auf der Equine Prohibited Substances List (EPSL) der FEI und ist damit bei internationalen Turnieren verboten. Auch national gelten über die Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln (ADMR) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) strenge Vorgaben. Wer mit seinem Pferd Turniere reitet, muss das wissen — denn ein positiver Befund hat Konsequenzen.
Warum CBD als dopingrelevant gilt
CBD wirkt auf das zentrale und periphere Nervensystem — und genau das macht es im Wettkampfkontext problematisch. Die beruhigende Wirkung könnte als leistungsbeeinflussend gewertet werden, etwa bei einem nervösen Pferd im Parcours oder in der Dressur. Deshalb gilt: CBD und seine Metaboliten dürfen zum Zeitpunkt des Wettkampfs nicht im Pferd nachweisbar sein.
Was das praktisch bedeutet
Es gibt keine offizielle Karenzzeit für CBD, weil es schlicht nicht im Wettkampfpferd erlaubt ist — anders als bei Medikamenten, für die Absetzfristen definiert sind. Wenn du CBD bei einem Turnierpferd einsetzen willst, nutze es ausschließlich in trainingsfreien Phasen. Viele Turnierreiter machen eine CBD-Kur über die Winterpause, wenn keine Turniere anstehen. Vor der Turniersaison solltest du CBD rechtzeitig absetzen — erfahrungsgemäß mindestens 7–10 Tage vorher, besser mit großzügigem Sicherheitspuffer.
Im Zweifel: Tierarzt fragen
Sprich mit deinem Tierarzt, bevor du einem Turnierpferd CBD gibst. Die ADMR-Suchmaschine der FN und die EPSL-Datenbank der FEI helfen dir, den Status einzelner Substanzen zu prüfen. Absolute Sicherheit bietet letztlich nur eine Blut- oder Urinprobe vor dem Turnier.
CBD Öl vs. Hanföl — der Unterschied
Beide stammen aus derselben Pflanze, sind aber völlig verschiedene Produkte.
Hanföl wird aus Hanfsamen gepresst. Es enthält kein CBD, hat keine beruhigende Wirkung und beeinflusst das Endocannabinoid-System nicht. Dafür liefert es wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren — gut für Fell, Haut und Immunsystem. Hanföl ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Wirkstoff.
CBD Öl wird aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze extrahiert. Es enthält Cannabidiol, das an Rezeptoren im Nervensystem andockt — und genau darüber die beruhigende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung entfaltet, für die es eingesetzt wird.
Kurz gesagt: Hanföl ist Futterzusatz, CBD Öl ist gezieltes Nahrungsergänzungsmittel. Beide lassen sich problemlos kombinieren — sie ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht.
Häufige Fragen zur CBD Dosierung beim Pferd
Wie viele Tropfen CBD braucht mein Pferd?
Das hängt vom Gewicht und der Ölkonzentration ab. Faustregel: 0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht als Startdosis. Bei einem 500-kg-Warmblut sind das 10 Tropfen mit einem 25%-Öl oder 6 Tropfen mit einem 40%-Öl. Der Rechner weiter oben berechnet dir die genaue Tropfenzahl für dein Pferd.
Kann ich meinem Pferd normales CBD Öl für Menschen geben?
Grundsätzlich ja — CBD wirkt bei Pferden über dasselbe Endocannabinoid-System wie beim Menschen. Allerdings brauchst du bei einem 5%- oder 10%-Öl extrem viele Tropfen, um die nötige Dosis zu erreichen. Das ist unpraktisch und teuer. Für Pferde sind Konzentrationen ab 20% aufwärts sinnvoll. Achte außerdem darauf, dass das Öl möglichst THC-frei ist.
Wie schnell wirkt CBD beim Pferd?
Direkt ins Maul gegeben setzt die Wirkung nach 10–20 Minuten ein. Über das Futter dauert es 30–45 Minuten. Eine einzelne Gabe wirkt etwa 6–8 Stunden. Bei chronischen Beschwerden baut sich der volle Effekt oft erst nach 1–2 Wochen regelmäßiger Gabe auf.
Kann man CBD beim Pferd überdosieren?
Eine toxische Überdosierung ist bei reinem CBD äußerst unwahrscheinlich. Bei zu hoher Dosis können Müdigkeit, Benommenheit oder weicherer Kot auftreten — reduziere dann einfach um ein paar Tropfen. Genau deshalb starten wir niedrig und steigern langsam. Als Obergrenze gilt 0,6 mg/kg pro Tag — darüber nur in Absprache mit dem Tierarzt.
Macht CBD mein Pferd high?
Nein. CBD ist nicht psychoaktiv und verursacht keinen Rauschzustand — auch nicht in hoher Dosierung. Der berauschende Wirkstoff in Cannabis ist THC, und das darf in CBD Ölen für Pferde nicht enthalten sein. Unsere Pferde-Öle sind vollständig THC-frei.
Wie lagere ich CBD Öl fürs Pferd richtig?
Stehend, kühl und vor direktem Sonnenlicht geschützt — zum Beispiel im Stallschrank oder in der Sattelkammer. Nach dem Öffnen ist das Öl bei richtiger Lagerung mindestens 6 Monate haltbar. Vor jeder Anwendung kurz schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe gleichmäßig verteilen.
Dürfen trächtige Stuten oder Fohlen CBD bekommen?
Während der Trächtigkeit und in der Stillzeit solltest du auf CBD verzichten — es gibt keine ausreichenden Daten zur Sicherheit für das ungeborene oder neugeborene Fohlen. Fohlen unter 6 Monaten sollten ebenfalls kein CBD erhalten. Bei älteren Fohlen sehr niedrig dosieren und tierärztlich absprechen.
Hilft CBD beim Pferd bei Sommerekzem, Cushing oder Hufrehe?
Pferdebesitzer berichten von positiven Erfahrungen bei allen drei Beschwerden. Beim Sommerekzem kann CBD den Juckreiz lindern und die Hautregeneration unterstützen. Beim Equinen Cushing-Syndrom (ECS) setzen Besitzer CBD ergänzend ein, um Fellwechselstörungen und Unruhe zu mildern. Bei Hufrehe berichten Halter von besserer Beweglichkeit und weniger Schonhaltung. Auch bei Mauke und Kolik gibt es positive Rückmeldungen — im Darm von Pferden wurden Cannabinoid-Rezeptoren nachgewiesen, was eine unterstützende Wirkung bei Verdauungsbeschwerden plausibel macht. CBD ersetzt in keinem dieser Fälle eine tierärztliche Behandlung, kann aber ergänzend wirken.
Wie lange kann ich meinem Pferd CBD geben?
CBD ist für die Langzeitgabe geeignet. Eine Gewöhnung oder nachlassende Wirkung ist nicht bekannt. Viele Pferdebesitzer geben CBD dauerhaft als tägliche Unterstützung bei Gelenkproblemen oder altersbedingten Beschwerden. Bei einer Anwendung über mehrere Monate empfiehlt sich ein gelegentlicher Blutcheck beim Tierarzt.
Darf mein Turnierpferd CBD bekommen?
Nicht im Wettkampf. CBD steht auf der Equine Prohibited Substances List der FEI und gilt nach den ADMR-Regeln der FN als dopingrelevant. Nutze CBD nur in trainingsfreien Phasen — etwa als Kur über die Winterpause. Vor der Turniersaison rechtzeitig absetzen, mindestens 7–10 Tage vorher, und im Zweifel tierärztlich beraten lassen.
Fazit — so findest du die richtige CBD Dosis für dein Pferd
Die Dosierung von CBD fürs Pferd ist kein Rätsel, wenn du die Grundregel kennst: 0,25 mg pro Kilogramm Körpergewicht als Einstieg, langsam steigern, Verhalten beobachten. Die meisten Pferdebesitzer landen beim Sweet Spot zwischen 0,35 und 0,45 mg/kg — bei einem 500-kg-Warmblut sind das etwa 14–18 Tropfen mit einem 25%-Öl.
Wichtiger als die exakte Tropfenzahl ist der Prozess: niedrig starten, mindestens 5–7 Tage auf jeder Stufe bleiben, erst dann steigern. Jedes Pferd reagiert anders — manche spüren den Effekt schon nach wenigen Tagen, andere brauchen zwei bis drei Wochen.
Bei höherem CBD-Bedarf spart ein 40%-Öl Tropfen und Aufwand. Pellets ergänzen das Öl im Alltag, ersetzen es aber nicht bei der gezielten Dosierung. Und wer mit seinem Pferd Turniere reitet, nutzt CBD ausschließlich in der Wettkampfpause.
Egal ob Gelenke, Stress oder Alter — mit dem Rechner, der Tabelle und dem Step-Up-Plan hast du alles, was du für einen sicheren Einstieg brauchst.
Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
- Williams MR, Holbrook TC, Maxwell L et al. (2022): Pharmacokinetic Evaluation of a Cannabidiol Supplement in Horses. Journal of Equine Veterinary Science, 110, 103842. PubMed
- Yocom AF, O'Fallon ES, Gustafson DL, Contino EK (2022): Pharmacokinetics, Safety, and Synovial Fluid Concentrations of Single- and Multiple-Dose Oral Administration of 1 and 3 mg/kg Cannabidiol in Horses. Journal of Equine Veterinary Science, 113, 103933. PubMed
- Ryan D, McKemie DS, Kass PH et al. (2021): Pharmacokinetics and Effects on Arachidonic Acid Metabolism of Low Doses of Cannabidiol Following Oral Administration to Horses. Drug Testing and Analysis, 13(7), 1305–1317. PubMed
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- Ellis KL, Contino EK (2021): Treatment Using Cannabidiol in a Horse with Mechanical Allodynia. Equine Veterinary Education, 33(4), e79–e82.
- FEI Equine Prohibited Substances List (EPSL) 2025. FEI Clean Sport
Befasst sich schon seit vielen Jahren leidenschaftlich mit Gesundheit, Ernährung und natürlichen Heilmethoden und hat 2016 eine Ausbildung zum Masseur absolviert. Seitdem er die Heilkraft von CBD für sich entdeckt hat, lässt ihn das Thema nicht mehr los. So veröffentlicht er nun regelmäßige Artikel über die vielfältigen Wirkungsweisen und Einsatzmöglichkeiten des Cannabinoids.
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