CBD Öl bei Hufrehe: Was es beim Pferd kann und was nicht

Hufrehe bedeutet für dein Pferd Schmerzen und für dich viele Sorgen. Als Öl kann CBD den Alltag in dieser Zeit etwas leichter machen, eine tierärztliche Therapie ersetzt es jedoch nicht.
Das Wichtigste im Überblick
- Im Huf, im Schmerzempfinden und in der Anspannung kann CBD ansetzen, weil auch dein Pferd ein eigenes Endocannabinoid-System besitzt.
- Belegt ist dieser Nutzen bisher nur indirekt, direkte Untersuchungen an Pferden mit Hufrehe gibt es nicht.
- Zum Start rechnest du mit einer kleinen Menge pro Kilogramm Körpergewicht und steigerst sie langsam.
- Diagnose und Behandlung bleiben bei deinem Tierarzt, der von der Anwendung wissen sollte.
Kann CBD Öl bei Hufrehe helfen?
CBD Öl begleitet die Therapie bei Hufrehe, heilt sie jedoch nicht. Erste Anhaltspunkte stammen aus Laborversuchen und Berichten von Pferdebesitzern, kontrollierte Studien am erkrankten Pferd fehlen noch. Wer es gibt, setzt es neben Hufbearbeitung und Futterumstellung ein, niemals anstelle davon.
Gerade in akuten Schüben leiden Pferde unter Schmerz und Stress. Hier setzen Besitzer auf CBD Öl für Pferde, um dem Tier die Phase zu erleichtern. Wichtig ist, dass du die Anwendung vorher mit deinem Tierarzt abstimmst.
Was ist Hufrehe und wie entsteht sie?
Hufrehe, auch Laminitis genannt, ist eine schmerzhafte Erkrankung der Hufe. Die Durchblutung im Hufbein ist gestört, und die empfindlichen Lamellen, die das Hufbein mit der Hufwand verbinden, entzünden sich und werden geschädigt.
Die Ursachen sind vielfältig. Häufig ist eine übermäßige Aufnahme von Kohlenhydraten, vor allem Getreide: Sie gären im Darm, dabei werden Giftstoffe frei, die die Blutgefäße im Hufbein beeinträchtigen. Auch Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz und das Equine Cushing-Syndrom können Hufrehe auslösen. Dritter Auslöser sind Verletzungen und Überlastung, etwa durch Hufabszesse oder lange Standzeiten auf hartem Boden. Ponys und manche Warmblüter gelten als anfälliger, Übergewicht, schlechte Hufpflege und unausgewogene Fütterung erhöhen das Risiko.
Hufrehe ist eine ernste Erkrankung, die sofort tierärztliche Behandlung erfordert. Je früher sie erkannt wird, desto besser sind die Chancen. Ist dein Pferd älter und zeigt neben den Hufproblemen weitere Veränderungen, kann auch CBD bei Cushing beim Pferd ein Thema sein.
Wie wirkt CBD Öl beim Pferd mit Hufrehe?

Auch Pferde besitzen ein Endocannabinoid-System. CBD Öl kann dort an mehreren Stellen ansetzen, die bei Hufrehe eine Rolle spielen. Mehr zur Anwendung bei Tieren findest du unter CBD Öl für Tiere.
Entzündung
Bei Hufrehe sind Entzündungen im Hufbein ein zentraler Teil der Erkrankung. CBD kann über Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems Entzündungsreaktionen dämpfen. Das ist im Labor gut beschrieben, bei Pferden mit Hufrehe aber nicht in Studien belegt.
Schmerz
Hufrehe geht mit starken Schmerzen einher, die Wohlbefinden und Bewegung stark einschränken. CBD kann auf schmerzverarbeitende Rezeptoren wirken und so Erleichterung verschaffen. Dein Tierarzt entscheidet weiterhin, welche Schmerztherapie dein Pferd braucht.
Durchblutung
Es gibt Hinweise, dass CBD über CB2-Rezeptoren die Blutgefäße entspannt. Diese Daten stammen aus Zell- und Tierversuchen, ob sich daraus beim Pferd mit Hufrehe ein Nutzen ergibt, ist offen.
Anspannung
Pferde mit Hufrehe stehen in akuten Phasen oft unter Stress. CBD wirkt auf Rezeptoren, die an der Stimmungsregulation beteiligt sind, und kann helfen, das Pferd zu beruhigen. Ruhe unterstützt die Heilung, ersetzt aber keine Behandlung.
Wie dosierst du CBD Öl bei Hufrehe?

Jedes Pferd reagiert anders, deshalb tastest du dich heran. Als Einstieg rechnest du mit etwa 0,25 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Bei einem Pferd mit 500 kg sind das rund 125 mg. Beim CBD Öl für Pferde mit 40% enthält ein Tropfen etwa 20 mg.
| Gewicht | CBD pro Tag | Tropfen 40% |
|---|---|---|
| 400 kg | 100 mg | 5 |
| 500 kg | 125 mg | 6 |
| 600 kg | 150 mg | 7 bis 8 |
Steigere die Menge erst nach mehreren Tagen und nur in kleinen Schritten, wenn du beim Pferd keine Veränderung siehst. Die genaue Menge besprichst du mit deinem Tierarzt, vor allem, wenn dein Pferd Medikamente bekommt.
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Für Pferde ist das hochkonzentrierte Öl praktisch, weil wenige Tropfen genügen und sich das Öl leicht ins Futter mischen lässt.
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Was CBD Öl bei Hufrehe nicht ersetzt
CBD Öl ist bei Hufrehe ein Baustein, kein Ersatz. Wirksam gegen die Ursache sind Tierarzt, angepasste Fütterung, passende Hufpflege und gegebenenfalls Medikamente. CBD kann Entzündung, Schmerz und Unruhe dämpfen und so die Behandlung begleiten, belegt ist das bei Hufrehe bisher nicht.
Besprich die Anwendung mit deinem Tierarzt, starte mit der kleinen Menge und beobachte dein Pferd genau. So findest du heraus, ob CBD Öl ihm gut tut.
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss










