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Ist CBD für Hunde gefährlich? Das sollten Hundehalter wissen

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 25.05.2026 | Lesezeit 8 min

Du willst deinem Hund helfen und dabei nichts riskieren – verständlich, dass du zuerst nach den Gefahren fragst. Die kurze Antwort: In der richtigen Dosierung und mit einem hochwertigen, THC-freien Produkt gilt CBD bei Hunden als gut verträglich. Probleme entstehen fast nie durch das CBD selbst, sondern durch falsche Produkte, zu hohe Mengen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten. Entscheidend ist also weniger das Ob, sondern das Wie.

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

  • Nein, CBD ist für Hunde in der richtigen Dosierung und Qualität in der Regel nicht gefährlich.
  • Studien zeigen, dass CBD auch über mehrere Monate gut vertragen wird – auffällig war vor allem ein vorübergehend erhöhter Leberwert.
  • Riskant wird es durch THC im Produkt, den Süßstoff Xylit, eine Überdosierung oder Wechselwirkungen mit Medikamenten.
  • Sicher ist ein Produkt mit 0% THC, Laboranalyse und MCT-Öl, das ausdrücklich für Tiere gemacht ist.

Ist CBD für Hunde gefährlich? Die kurze Antwort

Nein – CBD ist für Hunde nicht grundsätzlich gefährlich. In der passenden Dosierung und als hochwertiges, THC-freies Tierprodukt vertragen die meisten Hunde es problemlos. Cannabidiol wirkt nicht berauschend und macht deinen Hund nicht „high", weil es – anders als THC – das Endocannabinoid-System sanft reguliert, statt es zu überreizen.

Die eigentlichen Risiken liegen woanders: in Produkten mit THC-Anteil, in für Menschen gedachten Ölen mit Zusätzen wie Xylit, in einer zu hohen Dosis oder in Wechselwirkungen mit Medikamenten. Wer diese vier Punkte kennt und beachtet, hat die wichtigsten Gefahrenquellen schon ausgeschlossen.

Ein ehrlicher Hinweis bleibt trotzdem: Die Forschung zu CBD bei Hunden steckt noch in den Anfängen. Es gibt vielversprechende Sicherheitsstudien, aber keine jahrzehntelange Erfahrung wie bei etablierten Medikamenten. Deshalb gilt – besonders bei kranken oder dauerhaft behandelten Hunden – immer: erst mit der Tierärztin oder dem Tierarzt sprechen.

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Warum Hundehalter zu CBD greifen

Die meisten Halter probieren CBD nicht aus Neugier, sondern weil ihr Hund ein konkretes Problem hat – und sie nach einer sanften Unterstützung suchen. In ein paar Bereichen berichten besonders viele von guten Erfahrungen.

Am häufigsten geht es um Schmerzen und Gelenke. Gerade ältere Hunde mit Arthrose profitieren laut ersten Studien von CBD: Es kann entzündungshemmend wirken und die Schmerzwahrnehmung dämpfen, sodass sich Beweglichkeit und Lebensqualität spürbar verbessern können.

Der zweite große Bereich ist Angst und Unruhe. Ob Gewitter, Silvester, Autofahrt oder Tierarztbesuch – CBD kann beruhigend wirken, ohne den Hund müde oder benommen zu machen. Viele Halter setzen es deshalb gezielt vor stressigen Situationen ein.

Auch bei Entzündungen und Hautproblemen wie Juckreiz oder wunden Stellen kann die entzündungshemmende Wirkung helfen – allerdings reagiert nicht jeder Hund gleich gut darauf. Und bei älteren oder chronisch kranken Tieren geht es selten um Heilung, sondern um mehr Ruhe, Appetit und Lebensqualität im Alltag.

Ein ehrliches Wort dazu: Die Wirkung ist von Hund zu Hund verschieden, und CBD ist kein Heilmittel. Es kann unterstützen – die Behandlung beim Tierarzt ersetzt es nicht.

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Was die Forschung zur Sicherheit sagt

Die bisherige Forschung zeichnet ein beruhigendes Bild: CBD wird von gesunden Hunden auch über Monate hinweg gut vertragen, schwere Nebenwirkungen tauchen in den Studien praktisch nicht auf. Die Datenlage ist noch jung, weist aber klar in eine Richtung – das eigentliche Risiko liegt nicht im CBD selbst.

Am aussagekräftigsten ist bisher eine sechsmonatige, placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2022. Vierzig gesunde Hunde bekamen täglich 4 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht – ein THC-freies Präparat. Das Ergebnis: keine klinisch bedeutsamen Veränderungen, abgesehen von einem vorübergehend erhöhten Leberwert (der alkalischen Phosphatase, kurz ALP) bei gut der Hälfte der Tiere. Wichtig dabei: Die übrigen Leberwerte blieben unauffällig, und keinem Hund ging es dadurch schlechter.

Was bedeutet dieser Leberwert für dich? Ein erhöhter ALP-Wert ist nicht automatisch ein Zeichen für einen Leberschaden – er kann auch ohne erkennbare Folgen ansteigen. Trotzdem ist es ein guter Grund, bei längerer Anwendung die Leberwerte gelegentlich beim Tierarzt prüfen zu lassen – vor allem, wenn dein Hund bereits eine Lebererkrankung hat.

Eine weitere Untersuchung von 2020 ist für die Sicherheitsfrage besonders aufschlussreich: Dort wurde die Dosis schrittweise gesteigert. Das reine CBD-Öl war dabei so sicher wie ein Placebo – deutlich sicherer als Öle, die zusätzlich THC enthielten. Genau das bestätigt den wichtigsten Punkt: Hunde reagieren empfindlich auf THC, nicht auf CBD. Eine ältere Studie von 2018 kam bei Hunden mit Gelenkbeschwerden zum selben Schluss – gut verträglich, mit denselben leichten ALP-Auffälligkeiten.

So ermutigend das klingt: Die Forschung zu CBD bei Hunden steht noch am Anfang. Die meisten Studien sind klein und laufen über Wochen oder Monate, nicht über Jahre. Für trächtige Hündinnen, Welpen oder schwer kranke Tiere fehlen belastbare Daten ganz. Was sich sicher sagen lässt, ist deshalb: In den untersuchten Mengen ist CBD gut verträglich – ein Freifahrtschein für jede Situation ist es nicht.

Wissenschaftlerin streckt Hund CBD Öl Fläschchen entgegen

Mögliche Nebenwirkungen – und was sie bedeuten

Die meisten Hunde vertragen CBD ohne Probleme. Wenn überhaupt Nebenwirkungen auftreten, sind sie in aller Regel mild und verschwinden von selbst, sobald die Dosis sinkt. Schwere Reaktionen sind in den Studien nicht aufgetreten – gut zu wissen, falls du gerade unsicher bist.

Am häufigsten zeigt sich eine leichte Müdigkeit. Das liegt meist an einer zu hohen Dosis und ist kein Grund zur Sorge – dein Hund wird ruhiger, nicht benommen. Ebenfalls möglich sind ein etwas weicherer Stuhl, vorübergehender Durchfall, mehr Durst oder ein verändertes Fressverhalten. Diese Anzeichen treten vor allem zu Beginn oder bei empfindlichen Tieren auf.

Der Grund dahinter ist fast immer derselbe: zu viel auf einmal. Der Körper deines Hundes braucht Zeit, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen. Deshalb gilt die einfache Regel, niedrig zu starten und die Menge nur langsam zu steigern. Zeigt dein Hund eine der Reaktionen, reduzierst du die Dosis oder legst ein, zwei Tage Pause ein – meist ist das Thema damit erledigt.

Beobachten ist hier dein wichtigstes Werkzeug. Behalte dein Tier in den ersten Tagen bewusst im Blick: Wie ist die Verdauung, wie das Verhalten, wie der Appetit? So erkennst du schnell, was guttut und was nicht. Halten die Beschwerden trotz niedrigerer Dosis an oder kommen weitere Symptome dazu, gehört das in die Hände einer Tierärztin oder eines Tierarztes.

Hund sitzt vor einem CBD Öl Fläschchen

Wann CBD für Hunde wirklich riskant wird

Gefährlich wird CBD für Hunde nur in wenigen, klar benennbaren Situationen – und fast nie durch den Wirkstoff selbst. Es sind vier Punkte, die du kennen solltest. Wer sie ausschließt, hat die echten Risiken im Griff.

Das größte Risiko ist THC. Hunde reagieren deutlich empfindlicher darauf als Menschen, weil sie besonders viele Andockstellen für den Stoff im Gehirn haben. Schon kleine Mengen können zu Vergiftungserscheinungen führen – Taumeln, Zittern, Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit. Genau deshalb gehört in ein Hundeprodukt 0% THC, und nicht bloß „wenig". Billige oder schlecht deklarierte Öle sind hier die eigentliche Gefahr.

Der zweite Punkt ist Xylit. Dieser Süßstoff steckt manchmal in CBD-Ölen, die für Menschen gemacht sind – und er ist für Hunde hochgiftig. Schon geringe Mengen können den Blutzucker gefährlich abstürzen lassen und die Leber schädigen. Ein für Tiere entwickeltes Produkt enthält ihn nie, ein Menschenprodukt im Zweifel schon. Das ist einer der Hauptgründe, warum du dem Hund niemals einfach dein eigenes Öl geben solltest.

Drittens die Überdosierung. Reines CBD ist nicht giftig, und eine lebensbedrohliche Überdosis ist sehr unwahrscheinlich. Trotzdem kann zu viel auf einmal deinem Hund zusetzen: ausgeprägte Müdigkeit, Verwirrung, ein unsicherer Gang oder ein leichter Blutdruckabfall. Setzt du das CBD dann ab und gönnst ihm Ruhe, erholt er sich meist von selbst. Bleiben die Symptome, ruf den Tierarzt an.

Viertens die Wechselwirkungen. CBD wird über dasselbe Leberenzym abgebaut wie viele Medikamente. Dadurch kann es deren Wirkung verstärken oder verlängern – relevant ist das vor allem bei Mitteln gegen Epilepsie, bei Entzündungshemmern sowie bei Herz- und Schilddrüsenmedikamenten. Bekommt dein Hund dauerhaft Medikamente, ist das keine Situation für Eigenexperimente: Das gehört vorher mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprochen.

Unter dem Strich sind das beherrschbare Risiken. Drei davon – THC, Xylit, falsches Produkt – schließt du allein durch die richtige Produktwahl aus. Den vierten, die Wechselwirkungen, klärst du mit einem kurzen Gespräch beim Tierarzt.

RisikoWarum es gefährlich istSo vermeidest du es
THC im Produkt Hunde reagieren sehr empfindlich – schon kleine Mengen können Vergiftungserscheinungen auslösen. Nur Produkte mit 0% THC verwenden, nie bloß „THC-arm".
Xylit Der Süßstoff ist für Hunde hochgiftig und steckt oft in Ölen für Menschen. Niemals dein eigenes Öl geben – nur Produkte, die für Tiere gemacht sind.
Überdosierung Zu viel auf einmal führt zu Müdigkeit, Verwirrung oder unsicherem Gang. Niedrig starten und die Dosis nur langsam steigern.
Wechselwirkungen CBD kann die Wirkung anderer Medikamente über die Leber verstärken oder verlängern. Bei Dauermedikation vorher mit dem Tierarzt sprechen.

Diese Hunde sollten kein CBD bekommen

Für die meisten Hunde ist CBD unproblematisch – aber nicht für alle. In ein paar Fällen solltest du vorsichtig sein und im Zweifel ganz darauf verzichten oder es nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt einsetzen. Das hat weniger mit nachgewiesener Gefahr zu tun als damit, dass für diese Gruppen schlicht verlässliche Daten fehlen.

Bei trächtigen oder säugenden Hündinnen fehlen Studien fast vollständig. Niemand weiß sicher, wie sich CBD auf die Welpen oder die Milch auswirkt – deshalb gilt hier: lieber lassen.

Auch sehr junge Welpen gehören nicht zur Zielgruppe. Ihr Stoffwechsel und vor allem ihre Leber sind noch nicht voll entwickelt, und genau über die Leber wird CBD abgebaut.

Bei Hunden mit einer bekannten Lebererkrankung ist besondere Vorsicht angebracht. Da CBD die Leber beansprucht und in Studien vorübergehend erhöhte Leberwerte auftraten, sollte hier nur ein Tierarzt entscheiden – und die Werte im Blick behalten.

Hunde, die dauerhaft Medikamente bekommen, sind der vierte Fall. Wegen der möglichen Wechselwirkungen über die Leber ist eine Gabe ohne tierärztliche Absprache keine gute Idee – besonders bei Mitteln, die selbst über die Leber abgebaut werden.

Und schließlich: Hunde mit einer bekannten Allergie oder Unverträglichkeit gegen Hanf. Reagiert dein Hund auf Hanfprodukte, ist CBD-Öl natürlich tabu.

Die Grundregel über allen Fällen ist einfach: Im Zweifel immer erst mit der Tierärztin oder dem Tierarzt sprechen. Das kostet dich ein kurzes Gespräch und nimmt dir die Unsicherheit – gerade dann, wenn dein Hund jung, krank oder in Behandlung ist.

Woran du ein sicheres CBD-Produkt für Hunde erkennst

Ob CBD sicher ist, entscheidet sich fast vollständig am Produkt. Nicht das Cannabidiol an sich ist das Problem, sondern was sonst noch drin ist – oder was auf dem Etikett fehlt. Mit ein paar klaren Kriterien erkennst du in einer Minute, ob ein Öl etwas für deinen Hund ist.

Das wichtigste Signal ist 0% THC, schwarz auf weiß belegt. Ein gutes Hundeprodukt nennt seinen THC-Gehalt nicht nur, es weist ihn über eine unabhängige Laboranalyse nach. Dieses Analysezertifikat – oft als COA bezeichnet – zeigt dir zusätzlich, dass keine Pestizide, Schwermetalle oder Lösungsmittelrückstände enthalten sind. Seriöse Hersteller veröffentlichen es offen oder schicken es auf Anfrage zu.

Genauso entscheidend: Das Produkt muss ausdrücklich für Tiere gemacht sein. Öle für Menschen können Zusätze enthalten, die für Hunde ungeeignet oder sogar giftig sind – allen voran Xylit, aber auch bestimmte Terpene, Aromen oder Konservierungsstoffe. Ein Tierprodukt ist genau darauf abgestimmt und verzichtet auf solche Stoffe.

Ein Blick lohnt sich auch beim Trägeröl. MCT-Öl aus Kokos ist besonders leicht verdaulich und für Hunde gut geeignet. Dazu kommen Qualitätsmerkmale wie schonende CO₂-Extraktion und bio-zertifizierter Anbau – sie stehen für ein reines Öl ohne unerwünschte Rückstände.

Die einfachste Faustregel zum Schluss: Qualität erkennst du an Transparenz. Wo Laborwerte, klare Inhaltsangaben und eine ehrliche Herkunft fehlen, ist Vorsicht angebracht – ganz egal, wie günstig das Angebot wirkt. Unser CBD Öl für Hunde ist genau danach ausgelegt.

MerkmalSicheres TierproduktRiskantes Menschenprodukt
THC-Gehalt 0%, per Laboranalyse belegt oft nur „THC-arm" oder ungeprüft
Zusatzstoffe frei von Xylit, Aromen und Terpenen kann Xylit, Aromen und Terpene enthalten
Trägeröl MCT-Öl, leicht verdaulich beliebig, oft schwerer verträglich
Dosierung auf die Hundegröße abgestimmt auf Menschen ausgelegt, leicht zu hoch
Nachweis Analysezertifikat (COA) offen einsehbar häufig keine Analyse verfügbar

CBD-Öl oder Hanföl – wo ist der Unterschied?

CBD-Öl und Hanföl sind nicht dasselbe – und diese Verwechslung ist einer der häufigsten Fehler beim Kauf. Beide stammen aus der Hanfpflanze, doch sie enthalten völlig unterschiedliche Dinge und haben ganz verschiedene Zwecke.

Hanföl, genauer Hanfsamenöl, wird aus den Samen der Pflanze gepresst. Es ist ein hochwertiges Speiseöl, reich an Omega-Fettsäuren – aber es enthält praktisch kein CBD. Wer Hanfsamenöl kauft, bekommt also ein Nahrungsergänzungsmittel für Fell und Haut, nicht den Wirkstoff, um den es hier geht.

CBD-Öl dagegen wird aus den Blüten und Blättern gewonnen und enthält gezielt Cannabidiol. Genau dieser Wirkstoff beeinflusst das Endocannabinoid-System deines Hundes. Häufig wird das CBD in ein Trägeröl gelöst – bei guten Hundeprodukten ist das MCT-Öl, manchmal auch Hanfsamenöl. Das erklärt die Verwirrung: Hanföl kann im CBD-Öl als Träger stecken, ist aber selbst kein CBD.

Für dich heißt das praktisch: Schau nicht auf das Wort „Hanf" auf der Verpackung, sondern auf die Angabe des CBD-Gehalts in Milligramm. Steht dort keine CBD-Menge, hältst du wahrscheinlich reines Hanfsamenöl in der Hand – gut fürs Fell, aber wirkungslos bei den Beschwerden, für die du CBD eigentlich einsetzen willst.

Wie viel CBD ist für Hunde sicher?

Die sichere Menge hängt von deinem Hund ab – von seinem Gewicht, seiner Empfindlichkeit und dem Grund, warum du CBD gibst. Eine pauschale Zahl für alle gibt es nicht. Was sich aber in Studien und Praxis klar bewährt hat, ist das Prinzip: niedrig anfangen und langsam steigern.

Der Grund dafür ist einfach. Jeder Hund verarbeitet CBD ein bisschen anders, und der Körper braucht Zeit, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen. Wenn du mit einer kleinen Menge startest, gibst du ihm genau diese Zeit – und erkennst früh, wie er reagiert. Du steigerst erst dann, wenn du siehst, dass er es gut verträgt. So bleibst du immer auf der sicheren Seite und vermeidest die typischen Überdosierungs-Anzeichen wie Müdigkeit oder weichen Stuhl.

Beobachten ist dabei dein bester Maßstab. Achte in den ersten Tagen bewusst auf Verhalten, Verdauung und Appetit. Verändert sich nichts Negatives und stellt sich die gewünschte Ruhe oder Erleichterung ein, hast du eine gute Menge gefunden. Bleibt die Wirkung aus, steigerst du in kleinen Schritten weiter – nie sprunghaft.

Weil die richtige Menge so stark vom einzelnen Tier abhängt, lohnt sich ein genauer Blick auf Gewicht und Konzentration des Öls. Wie du die passende Startdosis für deinen Hund berechnest und Schritt für Schritt anpasst, zeigt dir unser Ratgeber zur CBD-Dosierung beim Hund.

So setzt du CBD sicher bei deinem Hund ein

Wenn du ein paar einfache Schritte beachtest, ist die Anwendung unkompliziert und sicher. Es geht weniger um Regeln als um eine ruhige, aufmerksame Herangehensweise – dann macht CBD genau das, was es soll, ohne Überraschungen.

Such zuerst das richtige Produkt aus. Damit hast du den größten Teil der Sicherheit schon erledigt: ein Öl mit 0% THC, Laboranalyse und MCT-Träger, ausdrücklich für Tiere gemacht. Alles, was du in den vorherigen Abschnitten gelesen hast, läuft genau hier zusammen.

Dann starte mit einer niedrigen Menge und gib deinem Hund das Öl am besten direkt ins Maul oder auf einen Leckerbissen. Beobachte ihn in den ersten Tagen aufmerksam – Verhalten, Verdauung, Appetit. Erst wenn du siehst, dass er gut zurechtkommt, steigerst du langsam, bis die gewünschte Wirkung einsetzt.

Gib dem Ganzen etwas Zeit. CBD ist kein Schalter, der sofort umlegt – bei manchen Beschwerden zeigt sich der Effekt erst nach einigen Tagen regelmäßiger Anwendung. Bleib also dran und verändere nicht ständig die Menge, sonst kannst du gar nicht beurteilen, was wirkt.

Und der wichtigste Schritt, falls dein Hund Medikamente bekommt, krank oder noch sehr jung ist: Sprich vorher mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt. Das ist kein Misstrauen gegen CBD, sondern schlicht der verantwortungsvolle Weg – und er nimmt dir die letzte Unsicherheit.

Häufige Fragen: Ist CBD für Hunde gefährlich?

Ist CBD Öl für Hunde gefährlich?

Nein, in der richtigen Dosierung und mit einem hochwertigen, THC-freien Tierprodukt gilt CBD bei Hunden als gut verträglich. Gefährlich wird es vor allem durch THC im Produkt, den Süßstoff Xylit, eine Überdosierung oder Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Kann ich meinem Hund mein eigenes CBD Öl für Menschen geben?

Besser nicht. Öle für Menschen können Zusätze wie Xylit, Aromen oder Terpene enthalten, die für Hunde ungeeignet oder sogar giftig sind. Außerdem ist die Dosierung auf Menschen ausgelegt und für einen Hund schnell zu hoch.

Macht CBD Hunde müde?

CBD kann bei höheren Dosen leicht müde machen, ohne den Hund zu betäuben. Wirkt dein Hund zu schläfrig, ist das meist ein Zeichen für eine zu hohe Menge – dann reicht es, die Dosis zu reduzieren.

Wie schnell wirkt CBD beim Hund?

Das ist unterschiedlich. Bei akuten Situationen wie Stress kann eine Wirkung schon nach etwa 30 bis 60 Minuten einsetzen. Bei chronischen Beschwerden zeigt sich der Effekt oft erst nach einigen Tagen regelmäßiger Anwendung.

Darf ich CBD geben, wenn mein Hund Medikamente bekommt?

Nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt. CBD wird über dasselbe Leberenzym abgebaut wie viele Medikamente und kann deren Wirkung beeinflussen – besonders bei Mitteln gegen Epilepsie, Entzündungen sowie Herz- und Schilddrüsenerkrankungen.

Ab welchem Alter darf mein Hund CBD bekommen?

Bei sehr jungen Welpen ist Vorsicht geboten, da Stoffwechsel und Leber noch nicht voll entwickelt sind. Für gesunde, ausgewachsene Hunde ist CBD in passender Dosierung in der Regel unproblematisch – im Zweifel klärt das der Tierarzt.

Ist Hanföl dasselbe wie CBD Öl?

Nein. Hanfsamenöl wird aus den Samen gepresst und enthält praktisch kein CBD – es ist eher ein Speiseöl für Fell und Haut. CBD Öl enthält gezielt Cannabidiol aus Blüten und Blättern. Achte auf die Angabe der CBD-Menge in Milligramm.

Was tun, wenn mein Hund CBD nicht verträgt?

Reduziere die Dosis oder leg ein, zwei Tage Pause ein – meist verschwinden leichte Reaktionen wie weicher Stuhl von selbst. Bleiben die Beschwerden oder kommen weitere Symptome dazu, kontaktiere deinen Tierarzt.

CBD FÜR
DEINEN HUND

Ist CBD für Hunde gefährlich? - Fazit

Nein, grundsätzlich gefährlich ist CBD für Hunde nicht – entscheidend sind Qualität, Dosierung und das passende Produkt. Die Gefahr liegt nicht im Cannabidiol selbst, sondern in THC-haltigen oder verunreinigten Ölen, in für Menschen gedachten Produkten und in zu hohen Mengen. Wer ein THC-freies Tierprodukt mit Laboranalyse wählt, niedrig dosiert startet und seinen Hund aufmerksam beobachtet, ist auf der sicheren Seite. Und bei kranken, jungen oder dauerhaft behandelten Hunden gilt immer: einmal kurz mit dem Tierarzt sprechen, dann steht der sicheren Anwendung nichts im Weg.

Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Bradley, S., Young, S., Bakke, A. M., Holcombe, L., Waller, D., Hunt, A., Pinfold, K., Watson, P. & Logan, D. W. (2022). Long-term daily feeding of cannabidiol is well-tolerated by healthy dogs. Frontiers in Veterinary Science, 9:977457. DOI: 10.3389/fvets.2022.977457. frontiersin.org
  2. Vaughn, D., Kulpa, J. & Paulionis, L. (2020). Preliminary Investigation of the Safety of Escalating Cannabinoid Doses in Healthy Dogs. Frontiers in Veterinary Science, 7:51. DOI: 10.3389/fvets.2020.00051. frontiersin.org
  3. Gamble, L.-J., Boesch, J. M., Frye, C. W., Schwark, W. S., Mann, S., Wolfe, L., Brown, H., Berthelsen, E. S. & Wakshlag, J. J. (2018). Pharmacokinetics, Safety, and Clinical Efficacy of Cannabidiol Treatment in Osteoarthritic Dogs. Frontiers in Veterinary Science, 5:165. DOI: 10.3389/fvets.2018.00165. frontiersin.org
Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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