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CBD Öl Wirkung beim Hund – was du wirklich erwarten kannst

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 12.04.2026 | Lesezeit 8 min

Dein Hund kommt bei Gewitter nicht zur Ruhe, bewegt sich steifer als früher oder wird beim Tierarzt zum Nervenbündel? Dann bist du wahrscheinlich schon über CBD Öl gestolpert — und fragst dich, ob das tatsächlich etwas bringt.

Die kurze Antwort: Ja, es gibt gute Gründe. Erste Studien zeigen positive Effekte bei Angst, Schmerzen und Epilepsie. Gleichzeitig ist die Forschung jung — und nicht alles, was man online liest, hält einer Prüfung stand.

Hier bekommst du den ehrlichen Überblick: Wie CBD im Hundekörper wirkt, bei welchen Beschwerden es tatsächlich untersucht wurde, wie du richtig dosierst und worauf du bei der Produktwahl achten solltest.

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

  • CBD kann bei Hunden beruhigend, schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken – ohne Rausch oder Abhängigkeit.
  • Die stärkste Studienlage gibt es bei Epilepsie und Arthrose, vielversprechende Hinweise bei Angst und Stress.
  • Startdosis: 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht, langsam steigern und Reaktion beobachten.
  • Wichtig: THC-freies, terpenfreies Breitspektrum-Öl verwenden – Hunde reagieren deutlich empfindlicher als Menschen.

Wie wirkt CBD Öl beim Hund?

CBD wirkt beim Hund über das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS) — ein Netzwerk aus Rezeptoren, das Schmerzempfinden, Stressreaktionen, Entzündungen und Immunfunktion reguliert. Wenn dein Hund CBD aufnimmt, dockt es an diese Rezeptoren an und kann so verschiedene Körperprozesse wieder ins Gleichgewicht bringen.

Warum Hunde besonders gut auf CBD ansprechen können

Hunde besitzen mehr Cannabinoid-Rezeptoren als Menschen. Das bedeutet: Sie reagieren oft schon auf niedrigere Dosen — aber auch empfindlicher auf Stoffe wie THC oder Terpene, die beim Menschen unproblematisch sind.

Drei Punkte, die für deinen Hund wichtig sind:

THC ist tabu. Schon geringe Mengen können bei Hunden Benommenheit, Koordinationsprobleme oder Zittern auslösen. Ein CBD Öl für Hunde muss THC-frei sein.

Terpene besser vermeiden. Diese natürlichen Pflanzenstoffe gelten beim Menschen als vorteilhaft — Hunde vertragen sie deutlich schlechter. Deshalb sind Hunde-Öle bewusst terpenfrei formuliert.

Kein Rausch, keine Abhängigkeit. CBD ist nicht psychoaktiv. Dein Hund wird davon weder high noch abhängig — egal wie lange du es gibst.

Bei welchen Beschwerden zeigt CBD Öl beim Hund Wirkung?

CBD wird bei Hunden nicht für ein einzelnes Problem eingesetzt — sondern in ganz unterschiedlichen Situationen. Das liegt daran, dass das Endocannabinoid-System an vielen Körperprozessen beteiligt ist. Hier sind die Bereiche, in denen CBD am häufigsten angewendet und am besten untersucht wird.

Angst und Stress

CBD kann ängstliche Hunde spürbar ruhiger machen — bei Gewittern, Silvester, Tierarztbesuchen oder Trennungsangst. Es beeinflusst Rezeptoren, die an der Stressregulation beteiligt sind, und kann die Ausschüttung von Stresshormonen dämpfen.

Was die Forschung zeigt: Eine Studie aus 2021 (Corsetti et al.) untersuchte 24 Tierheim-Hunde über 45 Tage. In der CBD-Gruppe nahm aggressives Verhalten gegenüber Menschen signifikant ab — der Unterschied zur Placebogruppe war allerdings knapp nicht signifikant. Ein vielversprechender Trend, den größere Studien bestätigen müssen. In einer Pilotstudie an der Cornell University zeigten 20 von 24 Hunden (83 %) nach CBD-Leckerlis vor einer Stresssituation ruhigeres Verhalten. Die Untersuchung war allerdings herstellerfinanziert und nicht peer-reviewed.

CBD kann Angst lindern, ersetzt aber kein Verhaltenstraining. Gerade bei tief sitzenden Ängsten bringt die Kombination aus Training und CBD am meisten — viele Halter berichten, dass ihr ängstlicher oder unruhiger Hund mit CBD überhaupt erst trainierbar wird.

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Schmerzen und Arthrose

Bei älteren Hunden mit steifen Gelenken, Hüftproblemen oder Arthrose wird CBD am zweithäufigsten eingesetzt — und hier ist die Studienlage am stärksten.

Eine kontrollierte Studie der Cornell University (Gamble et al., 2018) testete CBD an Hunden mit Arthrose: 80 % der Tiere zeigten nach vier Wochen eine deutliche Verbesserung bei Schmerz und Beweglichkeit — ohne erkennbare Nebenwirkungen. Die wirksame Dosis lag bei 2 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht, zweimal täglich.

Viele Hundehalter berichten von besserer Beweglichkeit und mehr Lebensfreude nach regelmäßiger Gabe. Die Wirkung baut sich oft schrittweise über mehrere Tage auf — besonders bei Hunden mit Arthrose und Gelenkschmerzen ist Geduld wichtig.

Epilepsie und Krampfanfälle

Bei Epilepsie ist die Studienlage zu CBD bei Hunden am weitesten fortgeschritten. Eine klinische Studie der Colorado State University (McGrath et al., 2019) untersuchte Hunde, die zusätzlich zu ihrer bestehenden Medikation CBD erhielten. Die Anfallshäufigkeit sank in der CBD-Gruppe im Median um 33 %. Eine größere Folgestudie mit 51 Hunden (Rozental et al., 2023) bestätigte den Effekt und zeigte zusätzlich eine signifikante Reduktion der Anfallstage um 24 % gegenüber Placebo.

Zum Vergleich: Auch in der Humanmedizin ist CBD bei Epilepsie bereits anerkannt. Das Medikament Epidyolex ist zur Behandlung schwerer Epilepsieformen zugelassen.

CBD sollte bei epileptischen Hunden nie eigenmächtig eingesetzt werden — und schon gar nicht als Ersatz für bestehende Antiepileptika. Die Anwendung gehört hier in tierärztliche Begleitung.

Weitere Einsatzbereiche

Neben den drei Hauptbereichen setzen Hundehalter CBD auch bei Hautproblemen, Verdauungsbeschwerden, altersbedingter Unruhe und begleitend bei Krebserkrankungen ein. Die Studienlage ist hier allerdings deutlich dünner.

Haut und Fell: Eine randomisierte, placebokontrollierte Studie (Loewinger et al., 2022) zeigte bei 65 % der Hunde mit atopischer Dermatitis nach vierwöchiger CBD/CBDA-Gabe eine mindestens 50-prozentige Reduktion des Juckreizes.Gerade bei Hunden mit chronischem Juckreiz und Hautproblemen kann CBD eine ergänzende Option sein — organische Ursachen wie Parasiten oder Allergien müssen aber zuerst ausgeschlossen werden.

Verdauung und Appetit: Bei stressbedingter Appetitlosigkeit kann CBD möglicherweise regulierend wirken. Organische Ursachen sollten immer zuerst abgeklärt werden.

Kognitive Veränderungen im Alter: Ältere Hunde werden manchmal nachts unruhiger, bellen ohne erkennbaren Grund oder wirken desorientiert. CBD werden neuroprotektive Eigenschaften zugeschrieben, die bei Hunden mit beginnender Demenz unterstützend wirken könnten — klinische Studien stehen aber noch aus.

Begleitend bei Krebs: Hier geht es den meisten Haltern vor allem um Lebensqualität — weniger Schmerzen, besserer Appetit, mehr Ruhe. Es gibt In-vitro-Hinweise auf krebshemmende Eigenschaften, aber was in der Petrischale funktioniert, lässt sich nicht eins zu eins auf einen lebenden Hund übertragen. CBD kann bei Hunden mit Tumorerkrankungen begleitend eingesetzt werden, ist aber keine Krebstherapie.

Wie schnell wirkt CBD Öl beim Hund?

Je nach Art der Gabe spürst du erste Veränderungen bei deinem Hund nach 15 bis 60 Minuten. Bei chronischen Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder dauerhafter Unruhe braucht es aber oft mehrere Tage bis zwei Wochen, bis sich eine stabile Wirkung beurteilen lässt.

Wirkungseintritt — direkt ins Maul vs. übers Futter

Wie schnell CBD wirkt, hängt davon ab, wie dein Hund es aufnimmt. Direkt ins Maul — idealerweise seitlich an die Lefze — ist der schnellste Weg. Ein Teil des CBD wird dort über die Mundschleimhaut aufgenommen und gelangt direkt in den Blutkreislauf. Erste Effekte können schon nach 15 bis 30 Minuten sichtbar sein.

Über das Futter dauert es länger. Das CBD wandert dann erst durch den Magen-Darm-Trakt und wird in der Leber verstoffwechselt. Wirkungseintritt: etwa 45 bis 90 Minuten. Die Wirkung kann dabei etwas schwächer ausfallen, weil auf dem längeren Weg ein Teil des CBD verloren geht.

Wenn du CBD gezielt vor einer stressigen Situation einsetzen willst — etwa vor einer Autofahrt oder einem Tierarztbesuch — plane mindestens 30 bis 60 Minuten Vorlauf ein.

Wie lange hält die Wirkung an?

Eine Einzeldosis CBD wirkt beim Hund in der Regel vier bis acht Stunden. Wie lange genau, hängt von Körpergewicht, Alter und Stoffwechsel ab. Ältere Hunde bauen CBD langsamer ab — die Wirkung hält bei ihnen oft etwas länger an als bei jüngeren Tieren.

Akutwirkung vs. Aufbauwirkung

Hier liegt ein häufiges Missverständnis: Viele Halter erwarten sofortige Veränderungen und brechen nach wenigen Tagen ab, weil sie nichts sehen.

Bei akutem Stress — Silvester, Gewitter, Besuch — kann CBD tatsächlich schon bei der ersten Gabe einen spürbaren Unterschied machen. Dein Hund reagiert weniger hektisch, kommt schneller zur Ruhe.

Bei chronischen Beschwerden wie Arthrose, dauerhafter Unruhe oder altersbedingten Veränderungen baut sich die Wirkung schrittweise auf. CBD reguliert Körperprozesse, statt sie schlagartig zu verändern. Die meisten Halter berichten nach ein bis drei Wochen regelmäßiger Gabe von einer deutlichen Verbesserung. Einzelne gute oder schlechte Tage sagen noch wenig aus — die Gesamtentwicklung über mehrere Tage ist das, worauf du achten solltest.

Die individuelle Dosierung für deinen Hund spielt dabei eine entscheidende Rolle — zu niedrig dosiert bleibt die Wirkung oft einfach aus.

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CBD Dosierung für den Hund

Die richtige Dosis entscheidet darüber, ob du überhaupt eine Wirkung siehst. Zu niedrig — und es passiert nichts. Zu hoch auf einmal — und dein Hund wird unnötig müde. Das Grundprinzip ist einfach: niedrig starten, langsam steigern, genau beobachten.

Startdosis und Faustregel

Als Einstieg hat sich 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht bewährt. Ein 10-kg-Hund startet also mit 5 mg CBD pro Tag, ein 25-kg-Hund mit 12,5 mg.

Gib die erste Dosis abends — so kannst du beobachten, ob dein Hund müder wird als gewöhnlich. Verträgt er es gut, kannst du nach einer Woche auf zwei Gaben täglich erhöhen (morgens und abends). Zeigt sich nach fünf bis sieben Tagen keine Veränderung und keine Nebenwirkung, erhöhe um einen Tropfen pro Gabe und halte wieder einige Tage.

Die meisten Hunde bewegen sich langfristig zwischen 1 und 2 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht. Mehr als 3 mg pro Kilogramm solltest du nur nach tierärztlicher Rücksprache geben.

Dosierung nach Hundegröße

Hundegröße Startdosis 5%
(~2,5 mg/Tr.)
CANNABY 6%
(~3 mg/Tr.)
10%
(~5 mg/Tr.)
CANNABY 15%
(~7,5 mg/Tr.)
Kleine Hundebis 10 kg 2,5–5 mg 1–2 Tropfen 1–2 Tropfen 1 Tropfen 1 Tropfen
Mittlere Hunde10–25 kg 5–12,5 mg 2–5 Tropfen 2–4 Tropfen 1–3 Tropfen 1–2 Tropfen
Große Hunde25–40 kg 12,5–20 mg 5–8 Tropfen 4–7 Tropfen 3–4 Tropfen 2–3 Tropfen
Sehr große Hundeab 40 kg 20–40 mg 8–16 Tropfen 7–13 Tropfen 4–8 Tropfen 3–5 Tropfen
Alle Werte basieren auf der Startdosis von 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht. Die mg-pro-Tropfen-Angaben gelten für 10-ml-Flaschen (~200 Tropfen). Jeder Hund reagiert individuell – bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme vorher mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abklären.

Du willst es noch genauer wissen? Stell einfach das Gewicht deines Hundes ein und wähl dein Öl — der Rechner zeigt dir sofort die passende Tropfenzahl.

CBD Dosierung schnell berechnen
Gewicht einstellen, Öl wählen – Ergebnis kommt sofort.
Gewicht deines Hundes
15kg
1 kg20406080 kg
Welches CBD Öl?
5%
~2,5 mg/Tropfen
CANNABY 6%
~3 mg/Tropfen
10%
~5 mg/Tropfen
CANNABY 15%
~7,5 mg/Tropfen
Deine Startdosis
Startdosis: 0,5 mg CBD pro kg Körpergewicht. Keine Verbesserung nach 5–7 Tagen? Um 1 Tropfen pro Gabe erhöhen.

Der ausführliche Dosierungsratgeber für CBD beim Hund zeigt dir zusätzlich einen Step-Up-Plan mit wochenweiser Steigerung, einen Tropfenvergleich zwischen verschiedenen Konzentrationen und Dosierungsempfehlungen nach Beschwerdeart.

Ist CBD Öl sicher für Hunde?

CBD gilt für Hunde als gut verträglich — das bestätigen sowohl Studien als auch die Erfahrungen von Hundehaltern. Aber "gut verträglich" heißt nicht "völlig ohne Nebenwirkungen". Drei Dinge solltest du kennen, bevor du startest.

Mögliche Nebenwirkungen

Die häufigsten Reaktionen sind mild und verschwinden meist von selbst, wenn du die Dosis anpasst:

Müdigkeit: Manche Hunde wirken nach der Gabe schläfriger als gewöhnlich — besonders am Anfang oder bei höherer Dosis. Legt sich oft nach einigen Tagen.

Weicher Stuhl oder Appetitveränderungen: Kann vorkommen, wenn sich der Körper ans Öl gewöhnt. Hier hilft es, die Dosis zu reduzieren und langsamer zu steigern.

Vermehrter Durst: Wird vereinzelt beobachtet, ist aber selten ein Problem.

Wenn du solche Reaktionen bemerkst, geh einen Tropfen zurück zur letzten gut vertragenen Menge. In Studien traten spürbare Nebenwirkungen erst ab etwa 10 mg CBD pro Kilogramm auf — das liegt weit über der Startdosis von 0,5 mg/kg. 

Bei Langzeitgabe ist es sinnvoll, alle vier bis sechs Wochen eine kurze Pause von ein bis zwei Wochen einzulegen und die Leberwerte kontrollieren zu lassen — in Studien wurde beobachtet, dass die alkalische Phosphatase (ALP) bei längerer CBD-Gabe ansteigen kann.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Dieser Punkt wird oft übersehen, ist aber wichtig: CBD wird in der Leber über dieselben Enzyme abgebaut wie viele Medikamente (Cytochrom P450). Das bedeutet, dass CBD die Wirkung anderer Arzneimittel verstärken oder abschwächen kann.

Besonders relevant bei Schmerzmitteln, Antiepileptika, Herzmedikamenten und entzündungshemmenden Präparaten. Wenn dein Hund regelmäßig Medikamente bekommt, sprich die CBD-Gabe vorher mit deinem Tierarzt ab — gerade bei möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen ist Vorsicht besser als Nachsicht.

Wann du vorher zum Tierarzt solltest

In den meisten Fällen ist CBD unkompliziert. Aber es gibt Situationen, in denen du vor der ersten Gabe tierärztlichen Rat einholen solltest:

Dein Hund nimmt regelmäßig Medikamente ein. Dein Hund hat eine bekannte Lebererkrankung. Dein Hund leidet unter Epilepsie — CBD kann hier unterstützend wirken, darf aber nie eigenmächtig mit Antiepileptika kombiniert werden. Deine Hündin ist trächtig oder säugend — es gibt bisher keine Daten zur Sicherheit von CBD in dieser Phase.

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CBD Öl für Hunde kaufen — worauf achten?

CBD Öl für Hunde ist in Deutschland frei verkäuflich, solange der THC-Gehalt unter 0,3 % liegt. Aber nicht jedes Produkt, das für Hunde verkauft wird, hält auch, was es verspricht. Eine Untersuchung der Cornell University analysierte 29 CBD-Tierprodukte — und fand in einigen Proben Schwermetallbelastungen, in anderen gar kein CBD trotz entsprechender Angabe auf dem Etikett. Fünf Punkte, auf die du beim Kauf achten solltest.

THC-frei ist Pflicht

Hunde besitzen deutlich mehr CB1-Rezeptoren im Gehirn als Menschen und reagieren deshalb extrem empfindlich auf THC. Schon geringe Mengen können Koordinationsprobleme, Zittern oder starke Sedierung auslösen. Ein CBD Öl für Hunde muss nachweislich THC-frei sein — nicht "unter 0,3%", sondern 0%.

Terpenfrei — gerade bei Hunden wichtig

Terpene sind natürliche Aromastoffe der Hanfpflanze, die beim Menschen als vorteilhaft gelten. Hunde vertragen sie deutlich schlechter — ihr Stoffwechsel verarbeitet bestimmte pflanzliche Verbindungen anders. Ein stark aromatisches Öl ist für Hunde nicht geeignet. Achte auf Produkte, die bewusst terpenfrei formuliert sind. Normales CBD Öl für Menschen ist für Hunde nicht ideal — es enthält häufig Terpene, ist höher konzentriert und kann THC-Spuren enthalten, die für Hunde problematisch sind.

Breitspektrum statt Isolat

Ein Breitspektrum-Öl enthält neben CBD auch weitere Cannabinoide wie CBG, CBN und CBDA — ohne THC. Dieses Zusammenspiel verschiedener Pflanzenstoffe kann die Wirkung verstärken (Entourage-Effekt). Ein reines CBD-Isolat liefert zwar exakt dosierbares CBD, verzichtet aber auf diese natürliche Komplexität.

CBD Öl ist nicht Hanföl

Eine häufige Verwechslung: Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gepresst und enthält kein CBD. Es ist reich an Omega-Fettsäuren und gut für Haut und Fell — hat aber nicht die regulierenden Eigenschaften, die mit CBD verbunden sind. Wenn auf dem Etikett nur "Hanföl" oder "Hanfsamenöl" steht, ohne eine klare mg-Angabe für CBD, ist kein Cannabidiol enthalten.

Laboranalyse — das wichtigste Qualitätsmerkmal

Ein seriöses Produkt liefert ein unabhängiges Analysezertifikat (COA), das mindestens drei Dinge ausweist: den tatsächlichen CBD-Gehalt, den THC-Wert und Prüfungen auf Schwermetalle und Pestizide. Fehlt eine solche Analyse, lässt sich die Zusammensetzung schlicht nicht beurteilen. Auch eine klare mg-Angabe pro Tropfen ist wichtig — ohne sie ist eine präzise Dosierung nicht möglich.

Häufige Fragen zur Wirkung von CBD Öl beim Hund

Kann mein Hund von CBD high werden?

Nein. CBD ist nicht psychoaktiv und erzeugt keinen Rausch. Gefährlich für Hunde ist THC – deshalb muss ein CBD Öl für Hunde nachweislich THC-frei sein. Von CBD allein wird dein Hund weder high noch abhängig.

Hilft CBD bei jedem Hund?

Nicht garantiert. Wie bei jedem natürlichen Mittel reagiert jeder Hund anders. Manche zeigen schon nach wenigen Tagen eine deutliche Veränderung, bei anderen dauert es zwei bis drei Wochen. Eine zu niedrige Dosis ist die häufigste Ursache, wenn sich nichts tut – deshalb lohnt es sich, langsam zu steigern, bevor man aufgibt.

CBD morgens oder abends geben?

Starte abends – so kannst du beobachten, ob dein Hund müder wird als gewöhnlich. Bei dauerhaften Beschwerden hat sich eine Gabe morgens und abends bewährt, um den CBD-Spiegel über den Tag gleichmäßig zu halten.

Wie oft am Tag CBD Öl geben?

Bei akutem Stress reicht eine einzelne Gabe 30 bis 60 Minuten vorher. Bei chronischen Beschwerden wie Arthrose oder dauerhafter Unruhe sind zwei Gaben täglich sinnvoll – morgens und abends.

Kann CBD Öl meinem Hund langfristig schaden?

Bisher gibt es keine Hinweise auf Gewöhnung oder nachlassende Wirkung bei Langzeitgabe. In Studien wurde allerdings beobachtet, dass die alkalische Phosphatase (ein Leberwert) bei längerer CBD-Gabe ansteigen kann. Deshalb ist es sinnvoll, bei Dauergabe regelmäßig die Leberwerte kontrollieren zu lassen.

Wirkt CBD beim Hund auch äußerlich?

Bedingt. CBD Öl auf die Haut aufgetragen kann bei lokalen Hautirritationen oder Juckreiz unterstützend wirken. Es durchdringt aber nicht die Hautbarriere tief genug, um systemisch zu wirken. Für Beschwerden wie Angst, Schmerzen oder Unruhe ist die orale Gabe deutlich wirksamer.

Fazit — CBD Öl Wirkung beim Hund

CBD Öl kann deinen Hund bei Angst, Schmerzen und Epilepsie unterstützen — das zeigen erste Studien und die Erfahrungen vieler Hundehalter. Gleichzeitig ist die Forschung noch jung, und nicht jeder Hund reagiert gleich. Drei Dinge sind entscheidend: niedrig dosieren und langsam steigern, ein THC-freies und terpenfreies Breitspektrum-Öl verwenden und den Tierarzt einbeziehen, wenn dein Hund Medikamente bekommt.

Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Gamble, L.-J. et al. (2018). Pharmacokinetics, Safety, and Clinical Efficacy of Cannabidiol Treatment in Osteoarthritic Dogs. Frontiers in Veterinary Science, 5:165. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  2. McGrath, S. et al. (2019). Randomized Blinded Controlled Clinical Trial to Assess the Effect of Oral Cannabidiol Administration on Seizure Frequency in Dogs with Intractable Idiopathic Epilepsy. Journal of the American Veterinary Medical Association, 254(11):1301–1308. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  3. Rozental, A. J. et al. (2023). The Efficacy and Safety of Cannabidiol as Adjunct Treatment for Drug-Resistant Idiopathic Epilepsy in 51 Dogs: A Double-Blinded Crossover Study. Journal of Veterinary Internal Medicine, 37(6):2291–2300. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  4. Corsetti, S. et al. (2021). Cannabis sativa L. May Reduce Aggressive Behaviour Towards Humans in Shelter Dogs. Scientific Reports, 11:2773. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  5. Loewinger, M. et al. (2022). The Effect of a Mixed CBD/CBDA Hemp Extract on Pruritus in Dogs with Atopic Dermatitis. Veterinary Dermatology, 33(5):e77. onlinelibrary.wiley.com
  6. Cornell University College of Veterinary Medicine (2020). Pilotstudie: CBD Chews and Stress-Related Behaviours in Dogs. White Paper, ElleVet Sciences / Cornell University. vet.cornell.edu
  7. Hunt, A. B. G. et al. (2023). A Single Dose of Cannabidiol (CBD) Positively Influences Measures of Stress in Dogs During Separation and Car Travel. Frontiers in Veterinary Science, 10:1112604. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

CBD ÖL FÜR DEINEN HUND

Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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