CBD & Hund
CBD Öl Dosierung beim Hund: So findest du die richtige Menge
Die Flasche steht auf dem Küchentisch, die Pipette liegt daneben, und dein Hund wartet. Bleibt nur die Frage, wie viele Tropfen jetzt eigentlich reingehören. Die Packungsangaben helfen selten weiter, weil sie sich an einem Durchschnittshund orientieren, den es so nicht gibt: Ein Chihuahua mit 3 kg und ein Bernhardiner mit 70 kg brauchen nicht dieselbe Menge. Die CBD Öl Dosierung beim Hund richtet sich nach dem Gewicht, nach dem Grund für die Gabe und nach dem, was du in den ersten Tagen beobachtest.
Das Wichtigste im Überblick
- 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht sind die Startdosis, bei einem 20-kg-Hund also 10 mg pro Gabe.
- Entscheidend ist nicht die Prozentzahl auf der Flasche, sondern wie viel Milligramm in einem einzelnen Tropfen stecken.
- Starte mit einer Gabe am Abend und geh nach einer Woche auf morgens und abends.
- Bekommt dein Hund Medikamente oder ist er vorerkrankt, klär die Gabe vorher tierärztlich ab.
Inhaltsverzeichnis
- Wie viel CBD Öl braucht dein Hund?
- Dosierung nach Ölstärke
- Dosierung nach Beschwerde
- Was die Dosis außerdem beeinflusst
- Dosis anpassen: steigern oder zurückgehen
- Wie lange dauert es, bis CBD wirkt?
- Wie oft und wie lange gibst du CBD?
- Kann man CBD beim Hund überdosieren?
- Warum THC beim Hund gefährlich ist
- Woran du ein dosierbares Öl erkennst
- Häufige Fragen
- Fazit
Wie viel CBD Öl braucht dein Hund?
0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht sind der Startwert für eine einzelne Gabe, und zwar deshalb, weil Hunde sehr unterschiedlich auf Cannabidiol ansprechen: Die Menge ist niedrig genug, dass du die Verträglichkeit gefahrlos testen kannst, und hoch genug, dass sich eine Wirkung überhaupt zeigen darf. In der ersten Woche gibst du sie einmal täglich, danach morgens und abends.
Die Rechnung ist simpel. Körpergewicht in Kilogramm mal 0,5 ergibt die Startdosis in Milligramm. Dein Hund wiegt 20 kg? Dann sind das 10 mg pro Gabe. Mit unserem CBD Öl für Hunde und seinen 3 mg pro Tropfen entspricht das drei Tropfen. Beim 15%-Öl für größere Hunde mit 7,5 mg pro Tropfen reicht schon einer.
Genau an dieser Umrechnung scheitern die meisten Dosierungsangaben im Netz: Sie nennen Tropfen, ohne die Konzentration dazuzusagen. Zwei Tropfen aus einer schwachen Flasche und zwei Tropfen aus einer starken sind zwei völlig verschiedene Mengen. Gewicht eintragen, Ölstärke wählen, fertig, auch für Produkte anderer Hersteller.
Gewicht einstellen, Öl auswählen – die Startdosis rechnet sich sofort mit.
Hunde-Öle anderer Hersteller gibt es meist zwischen 4% und 15%. Steht deine Stärke nicht dabei, gib über „Andere Stärke“ die Angaben deiner Flasche ein, zum Beispiel 800 mg in 10 ml. Das sind 8% und 4 mg pro Tropfen.
entspricht 9 mg CBD
Die Berechnung ist eine Orientierung, keine tierärztliche Empfehlung. Jeder Hund reagiert anders. Bei Vorerkrankungen, laufender Medikation oder Trächtigkeit klär die Gabe vorher tierärztlich ab.
Werte ohne Rechner anzeigen
- Klein, bis 10 kg · Start 2,5–5 mg · 6%: 1–2 Tropfen · 15%: 1 Tropfen
- Mittel, 10–25 kg · Start 5–12,5 mg · 6%: 2–4 Tropfen · 15%: 1–2 Tropfen
- Groß, 25–40 kg · Start 12,5–20 mg · 6%: 4–7 Tropfen · 15%: 2–3 Tropfen
- Sehr groß, ab 40 kg · Start 20–40 mg · 6%: 7–13 Tropfen · 15%: 3–5 Tropfen
Die folgende Tabelle zeigt dieselbe Faustregel für die gängigen Größenklassen. Die mg-Spalte kannst du auf jedes beliebige Öl umrechnen, die beiden rechten Spalten gelten für unsere Hunde-Öle.
| Größe | Gewicht | Startdosis | 6% | 15% |
|---|---|---|---|---|
| Klein | bis 10 kg | 2,5–5 mg | 1–2 Tropfen | 1 Tropfen |
| Mittel | 10–25 kg | 5–12,5 mg | 2–4 Tropfen | 1–2 Tropfen |
| Groß | 25–40 kg | 12,5–20 mg | 4–7 Tropfen | 2–3 Tropfen |
| Sehr groß | ab 40 kg | 20–40 mg | 7–13 Tropfen | 3–5 Tropfen |
Bei sehr kleinen Hunden unter 5 kg wird es mit einem hoch konzentrierten Öl schnell unpraktisch, weil ein einzelner Tropfen die Startdosis bereits überschreitet. Dann greifst du besser zur niedrigeren Konzentration und dosierst in kleinen Schritten. Und wenn dein Hund regelmäßig Medikamente bekommt, gehört die Startdosis vor der ersten Gabe einmal durch die Tierarztpraxis.
Dosierung nach Ölstärke: 4%, 6%, 10% oder 15%?
Für die Dosierung zählt nur eine Zahl: wie viel Milligramm CBD in einem Tropfen stecken. Die Prozentangabe auf dem Etikett führt in die Irre, weil sie erst zusammen mit der Flaschengröße etwas aussagt.
So rechnest du es selbst aus: Gesamtmenge CBD in Milligramm geteilt durch die Milliliter mal 20. Die 20 steht für die Tropfen, die in einen Milliliter passen. Eine Flasche mit 600 mg in 10 ml enthält also rund 200 Tropfen zu je 3 mg.
Hunde-Öle gibt es je nach Hersteller in ganz unterschiedlichen Stärken, von 4% bis 15%. Deshalb hier die Umrechnung für die gängigen Konzentrationen:
| Stärke | Pro Tropfen | Start bei 20 kg |
|---|---|---|
| 4% | 2 mg | 5 Tropfen |
| 5% | 2,5 mg | 4 Tropfen |
| 6% | 3 mg | 3 Tropfen |
| 10% | 5 mg | 2 Tropfen |
| 15% | 7,5 mg | 1 Tropfen |
Eine Sache solltest du vorher prüfen: Ist das Öl wirklich für Hunde formuliert? Öle ohne Hunde-Rezeptur bringen Terpene und je nach Spektrum Spuren von THC mit, und beides vertragen Hunde schlechter als wir. Achte deshalb auf 0% THC, auf Terpenfreiheit und darauf, dass die mg-Angabe pro Tropfen auf der Flasche steht.
Ab etwa 15 kg lohnt die höhere Konzentration. Bei einem 45-kg-Hund sind aus dem 6%-Öl acht Tropfen pro Gabe nötig, aus dem 15%-Öl drei. Das ist nicht nur bequemer, sondern auch weniger Öl im Maul, was bei empfindlichen Mägen einen spürbaren Unterschied macht. Wenn du dir bei der Umrechnung unsicher bist, gib die mg-Angabe von deiner Flasche oben ein und lass dir die Tropfenzahl für das Gewicht deines Hundes ausgeben.
Dosierung nach Beschwerde: was die Studien zeigen
Bei stärkeren Beschwerden liegen die untersuchten Dosen deutlich über der Startdosis, meist bei 2 mg pro Kilogramm alle zwölf Stunden. Das ist das Vierfache dessen, womit du beginnst. Genau deshalb gehst du den Weg dorthin schrittweise und mit tierärztlicher Begleitung.
Am besten belegt ist die Gabe bei Arthrose. In einer placebokontrollierten Cross-over-Studie von 2018 bekamen Hunde mit Gelenkverschleiß vier Wochen lang 2 mg CBD pro Kilogramm alle zwölf Stunden. Schmerzwerte sanken, die Aktivität stieg, und die Halter meldeten keine Nebenwirkungen. Im Blutbild zeigte sich allerdings ein Anstieg der alkalischen Phosphatase, worauf ich weiter unten noch eingehe. Für dich heißt das: Wenn dein Hund wegen Arthrose steifer wird, ist das der Bereich mit der solidesten Datenlage, und trotzdem einer, in dem CBD die tierärztliche Schmerztherapie begleitet statt ersetzt.
Bei Epilepsie sieht das Bild gemischter aus. Eine randomisierte Studie von 2019 gab 26 Hunden mit schwer einstellbaren Anfällen zusätzlich zu ihren Antiepileptika zwölf Wochen lang 2,5 mg pro Kilogramm zweimal täglich. Die Anfallshäufigkeit sank im Median um 33 Prozent, doch beim eigentlich entscheidenden Maßstab gab es keinen Unterschied zur Placebogruppe: Nur zwei Hunde je Gruppe halbierten ihre Anfälle. Wenn dein Hund Epilepsie hat, gehört jede Dosisänderung deshalb ausschließlich in tierärztliche Hände, auch weil CBD den Abbau der Antiepileptika beeinflusst.
Bei Juckreiz lohnt der genaue Blick. Eine Untersuchung von 2022 mit 32 Hunden und atopischer Dermatitis fand unter 2 mg pro Kilogramm alle zwölf Stunden weniger Juckreiz, aber keine Veränderung an den Hautveränderungen selbst und keine Verschiebung der Entzündungsmarker. Die Studie wurde vom Hersteller des eingesetzten Produkts finanziert. Für dich heißt das: Das Kratzen deines Hundes kann nachlassen, die Ursache dahinter bleibt aber unbehandelt.
Am dünnsten ist die Lage ausgerechnet dort, wo CBD am häufigsten gekauft wird. Für Stress und Angst kursiert eine oft zitierte Zahl von 83 Prozent ruhigeren Hunden, die aus einer unveröffentlichten Pilotstudie eines Herstellers stammt. Die begutachtete Untersuchung derselben Universität konnte bei lärmbedingter Angst dagegen keinen Unterschied zur Kontrollgruppe messen. Das spricht nicht gegen einen Versuch bei Silvester oder Gewitter, aber es spricht dagegen, sich allein darauf zu verlassen: Ohne Training und einen sicheren Rückzugsort bleibt der Effekt bestenfalls klein.
| Beschwerde | Dosis | Rhythmus | Befund |
|---|---|---|---|
| Arthrose | 2 mg/kg | alle 12 h | weniger Schmerz, mehr Aktivität; ALP stieg an |
| Epilepsie | 2,5 mg/kg | alle 12 h | −33% Anfälle im Median, keine Responder-Differenz |
| Juckreiz | 2 mg/kg | alle 12 h | Juckreiz geringer, Hautbild unverändert |
| Stress | 0,5–1 mg/kg | situativ | keine belastbare Wirksamkeit belegt |
Die Werte in der Tabelle sind Studiendosen, keine Empfehlungen. Dein Startpunkt bleibt 0,5 mg pro Kilogramm, und wie CBD im Körper deines Hundes überhaupt ansetzt, hängt an seinem Endocannabinoid-System.
Zwei Stärken, eine klare Aufteilung

CBD Öl für Hunde 6%
3 mg pro Tropfen, fein dosierbar schon ab 3 kg. THC-frei, terpenfrei, mit Huhnaroma auf MCT-Öl.
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CBD Öl für Hunde 15%
7,5 mg pro Tropfen, wenige Tropfen reichen. Gleiche Rezeptur, nur stärker konzentriert.
Jetzt ansehenWas die Dosis außerdem beeinflusst
Das Gewicht liefert die Rechengrundlage, aber vier weitere Faktoren entscheiden, ob die berechnete Menge auch passt. Übergehst du sie, kann deine Rechnung stimmen und die Dosis trotzdem danebenliegen.
Das Alter wiegt am schwersten. Bei älteren Hunden arbeitet der Stoffwechsel langsamer, CBD bleibt länger im Körper und kann stärker wirken als erwartet. Starte hier eher unter 0,5 mg pro Kilogramm und lass dir mehr Zeit zwischen den Schritten. Bei Welpen und Junghunden gilt das Gegenteil eines langsamen Herantastens: gar nicht. Ihr Endocannabinoid-System befindet sich noch in der Entwicklung. Warte, bis dein Hund ausgewachsen ist, bei kleinen Rassen etwa ab sechs Monaten, bei großen eher ab zwölf.
Die individuelle Empfindlichkeit findest du nur durch Beobachten heraus. Zwei Hunde derselben Rasse mit demselben Gewicht können unterschiedlich reagieren, und das ist keine Ausnahme, sondern der Normalfall bei einem Stoff, der über ein körpereigenes Regelsystem wirkt.
Begleitmedikamente sind der Punkt, an dem es ernst wird. CBD hemmt Leberenzyme der Cytochrom-P450-Familie, und über die werden auch Schmerzmittel wie Carprofen oder Meloxicam, Beruhigungsmittel aus der Benzodiazepin-Gruppe, Antiepileptika wie Phenobarbital und einige Herz- und Blutdruckmittel abgebaut. Wird der Abbau gebremst, steigt der Wirkspiegel dieser Medikamente. Bekommt dein Hund davon etwas dauerhaft, ist das kein Grund gegen CBD, aber ein zwingender Grund, die Dosis vorher tierärztlich abzustimmen und die möglichen Nebenwirkungen zu kennen.
Und manchmal ist die richtige Antwort keine Dosis. Bei ausgeprägter Angst bringt strukturiertes Verhaltenstraining mit tierärztlicher Begleitung mehr als jedes Ergänzungsfuttermittel. CBD kann so einen Prozess begleiten. Eine Diagnose ersetzt es nicht.
Dosis anpassen: wann steigern, wann zurückgehen
Gib der Startdosis mindestens fünf bis sieben Tage, bevor du etwas veränderst. Erhöhst du schon nach zwei Tagen, weißt du hinterher nicht, ob die größere Menge gewirkt hat oder ob sich einfach die Zeit ausgezahlt hätte.
Steigern ist sinnvoll, wenn nach einer Woche nichts Erkennbares passiert ist: Dein Hund bewegt sich weiter steif, kommt abends nicht zur Ruhe, zeigt dieselbe Anspannung wie vorher. Auch ein verändertes Krankheitsbild oder deutliche Gewichtszunahme sind Gründe, die Menge neu zu berechnen.
Der Weg dorthin führt über einen Tropfen, nicht über einen Sprung. Von zwei auf drei Tropfen, wieder ein paar Tage beobachten, dann bei Bedarf auf vier. Diese Vorgehensweise ist keine Vorsicht um der Vorsicht willen: In einer Untersuchung mit dreizehn schwer einstellbaren Epilepsie-Hunden wurde CBD von 0,5 mg pro Kilogramm langsam bis auf 2,5 mg pro Kilogramm hochtitriert, und gut sechs von zehn Hunden halbierten unter diesem Vorgehen ihre Anfallszahl.
Zurückgehen solltest du, wenn dein Hund auffällig müde wird, weicher Kot auftritt oder er weniger frisst als sonst. Das sind die Zeichen, die in den Sicherheitsstudien am häufigsten auftauchen, und sie bedeuten schlicht: eine Stufe zu hoch. Geh einen Tropfen zurück auf die zuletzt gut vertragene Menge und bleib ein paar Tage dabei.
Ein kurzes Tagebuch macht diesen Prozess erstaunlich viel leichter. Datum, Tropfenzahl, Verhalten, Auffälligkeiten, mehr braucht es nicht. Nach zwei Wochen siehst du auf einen Blick, was gewirkt hat und wo die Grenze liegt. Bekommt dein Hund Medikamente oder ist er ernsthaft erkrankt, besprich jede Anpassung vorher tierärztlich.
„Unser nervöser Schweizer Sennenhundmix wird durch 2× täglich 3 Tropfen des 15%-Öls ruhiger, sodass er sich nun öfter tagsüber zum Ausruhen ablegt.“
„Unser 20-kg-Rüde nimmt's gern. 4 bis 5 Tropfen übers Futter, vor Gewitter oder Silvester. Wird gut akzeptiert und wir haben das Gefühl, er ist entspannter.“
„Das Produkt habe ich erst seit fünf Tagen und verwende es für meinen neunjährigen Hund, um seine Gelenkschmerzen zu lindern. Da es erst so kurz angewendet wird, kann ich noch keine Bewertung abgeben.“
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Die dritte Stimme zeigt genau das, worum es in diesem Abschnitt geht: Nach fünf Tagen lässt sich noch nichts sagen. Urteilst du zu früh, drehst du an der Dosis, statt ihr Zeit zu geben.
Wie lange dauert es, bis CBD Öl beim Hund wirkt?
Eine erste Beruhigung zeigt sich oft nach 30 bis 60 Minuten, den höchsten Wirkstoffspiegel erreicht dein Hund aber erst etwa zwei Stunden nach der Gabe. Beide Zeitangaben stimmen, sie beschreiben nur verschiedene Dinge.
Gemessen wurde das an zwölf Hunden, von denen die eine Hälfte die Dosis schluckte und die andere sie über die Maulschleimhaut bekam. Beide Wege lagen bei rund zwei Stunden bis zum Spitzenwert, und die Gabe unter die Lefze brachte keinen messbaren Vorteil. Für dich ist das eine Entlastung: Du musst deinem Hund nichts abringen, was er ohnehin ungern mitmacht. Übers Futter oder auf ein Leckerli ist völlig in Ordnung.
Bei akuten Anlässen rechne deshalb eher großzügig. Vor Silvester, Gewitter oder einer längeren Autofahrt gibst du die Tropfen 30 bis 60 Minuten vorher, bei planbaren Terminen gern auch zwei Stunden davor, nie erst zehn Minuten vorher. Wie du eine solche Nacht insgesamt planst, entscheidet oft mehr als die Menge: Bei Silvester zählt der Ablauf drumherum genauso wie das Timing der Gabe.
Bei chronischen Beschwerden greift eine andere Logik. Hier geht es nicht um die einzelne Gabe, sondern um einen gleichmäßigen Spiegel über den Tag. Die Studien zu Arthrose und Epilepsie liefen über vier bis zwölf Wochen mit zweimal täglicher Gabe, und die Verbesserungen zeigten sich in der Regel nicht am ersten Tag. Rechne mit fünf bis sieben Tagen, bevor du beurteilst, ob sich bei deinem Hund etwas tut.
Ein Punkt räumt mit einer verbreiteten Angabe auf: Die Wirkung hält keine 60 Stunden an, auch wenn das im Netz häufig steht. CBD wird beim Hund mit einer Halbwertszeit von rund zwei bis vier Stunden abgebaut. Genau daraus ergibt sich der Zwölf-Stunden-Rhythmus, mit dem in allen ernstzunehmenden Studien gearbeitet wurde.
Wie oft und wie lange gibst du CBD?
Zweimal täglich im Abstand von zwölf Stunden ist der Rhythmus, mit dem sämtliche kontrollierten Hundestudien gearbeitet haben. Dorthin gehst du aber nicht sofort: In der ersten Woche reicht eine Gabe am Abend, ab der zweiten kommt die morgendliche dazu.
Bei dauerhaften Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder anhaltender Unruhe bleibt es bei diesen zwei Gaben. Bei situativem Stress reicht eine einzelne Gabe ein bis zwei Stunden vor dem Anlass. Und bei kleinen oder empfindlichen Hunden startest du besser mit einer Gabe am Abend und ergänzt die zweite erst nach ein paar Tagen, so siehst du klarer, wie er reagiert.
Zur Dauer: CBD lässt sich über längere Zeiträume geben, und es gibt bislang keine Hinweise auf Gewöhnung im Sinne einer nachlassenden Wirkung. Was du kennen solltest, ist ein Laborwert. In mehreren Studien stieg unter CBD die alkalische Phosphatase an, und dieser Befund hat lange für Verunsicherung gesorgt. Eine sechsmonatige Untersuchung ist ihm nachgegangen: Der Anstieg trat bei etwa der Hälfte der Hunde auf, bildete sich nach dem Absetzen zurück und ließ sich dem Knochenstoffwechsel zuordnen, nicht der Leber. Die Autoren werten ihn bei gesunden Hunden deshalb nicht als Zeichen einer Leberschädigung.
Merke
Ein erhöhter ALP-Wert unter CBD ist kein Grund, die Gabe abzubrechen. Er ist ein Grund, ihn bei längerer Anwendung im Rahmen der normalen Vorsorge mitlaufen zu lassen, besonders bei Hunden mit Dauermedikation oder Lebervorerkrankung.
Wenn du mit einer regelmäßigen Gabe planst, lohnt der Blick auf die Reichweite. Eine 10-ml-Flasche enthält rund 200 Tropfen. Ein 20-kg-Hund bekommt zweimal täglich drei Tropfen des 6%-Öls, also sechs am Tag, damit kommst du gut vier Wochen weit. Bei größeren Hunden rechnet sich die stärkere Variante schnell, weil dieselbe Wirkstoffmenge in weniger Tropfen steckt und die Flasche entsprechend länger hält.
Kann man CBD beim Hund überdosieren?
Eine gefährliche Überdosierung ist bei CBD sehr unwahrscheinlich. Der Abstand zwischen der Startdosis und den Mengen, ab denen es kritisch würde, ist enorm.
Wie groß dieser Abstand ist, zeigt der Blick in die Sicherheitsstudien. Eine Untersuchung von 2024 kommt zu dem Schluss, dass Hanf-Cannabinoide bei gesunden Hunden mit 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gut vertragen werden. Die begleitende Auswertung des Marktes über gut ein Jahrzehnt kommt auf eine Meldequote zwischen 1,6 und 2,8 unerwünschten Ereignissen pro einer Million Anwendungen. Diese Arbeit wurde vom Branchenverband finanziert, was du beim Lesen mitdenken solltest. In einer unabhängig davon durchgeführten Verträglichkeitsstudie bekamen gesunde Hunde einmalig ansteigende Dosen bis 62 mg pro Kilogramm, ohne dass sich das günstige Sicherheitsprofil änderte. Du startest bei 0,5 mg pro Kilogramm. In diesem Rahmen bewegst du dich, und der Abstand nach oben ist entsprechend groß.
Unangenehm werden kann es trotzdem, nur eben nicht gefährlich. Die Zeichen, die in den Studien am häufigsten auftauchen, sind weicher Kot und andere Magen-Darm-Reaktionen sowie ausgeprägte Müdigkeit. Dazu kommen gesteigerter Appetit und bei manchen Hunden vermehrtes Trinken. Nichts davon ist ein Notfall.
Was du dann machst, ist unspektakulär: Geh einen Tropfen zurück auf die zuletzt gut vertragene Menge und halte sie ein paar Tage. Die Zeichen verschwinden meist innerhalb eines Tages von selbst, weil CBD schnell wieder abgebaut wird. Bleibt dein Hund trotz reduzierter Menge auffällig teilnahmslos, erbricht wiederholt oder wirkt unsicher auf den Beinen, gehört er in die Tierarztpraxis. Dann steckt in aller Regel etwas anderes dahinter als das CBD.
Warum THC beim Hund gefährlich ist, CBD aber nicht
Hunde reagieren auf THC deutlich empfindlicher als Menschen, und der Grund dafür sitzt im Kleinhirn. Dort und in der Medulla oblongata liegt bei Hunden eine höhere Konzentration von CB1-Rezeptoren vor, was die typischen Koordinationsstörungen sowie Kreislauf- und Atemeffekte in dieser Tierart erklärt.
Praktisch bedeutet das: Mengen, die bei einem Menschen desselben Gewichts kaum auffallen würden, können beim Hund deutliche Symptome auslösen. Milde Anzeichen sind schon ab 0,3 bis 0,5 mg THC pro Kilogramm beschrieben, ab 2 bis 3 mg pro Kilogramm werden sie moderat. Die häufigsten gemeldeten Zeichen sind Lethargie, Koordinationsstörungen und Erbrechen. Tödlich verlaufen solche Vergiftungen fast nie, aber sie sind für den Hund eine belastende Erfahrung, die zwölf Stunden und länger anhalten kann.
Für deine Produktwahl folgt daraus eine klare Linie. Unsere CBD Öle für Hunde sind THC-frei und terpenfrei, weil Hunde auch mit Terpenen schlechter zurechtkommen als wir. Als Breitspektrum-Öle enthalten sie daneben weitere Cannabinoide wie CBG, CBN und CBDA, deren Zusammenspiel als Entourage-Effekt beschrieben wird.
Wenn du ein Öl eines anderen Herstellers verwendest, ist der THC-Wert deshalb das erste, wonach du im Analysezertifikat suchst. Öle, die nicht ausdrücklich für Hunde formuliert sind, bringen regelmäßig Terpene und je nach Spektrum THC-Spuren mit. Ob CBD für Hunde überhaupt riskant werden kann, hängt fast immer an genau diesen Begleitstoffen, nicht am Cannabidiol selbst.
Woran du ein Öl erkennst, das sich sauber dosieren lässt
Ohne verlässliche mg-Angabe pro Tropfen ist jede Dosierungsrechnung wertlos. Und genau daran scheitern erschreckend viele Produkte, die du im Handel findest.
Eine Untersuchung der Cornell University hat 29 frei verkäufliche Hanf-Produkte für Tiere im Labor geprüft. Nur zehn der Produkte lagen innerhalb von zehn Prozent der auf dem Etikett angegebenen Cannabinoid-Menge, der Median lag bei 93 Prozent der Deklaration mit einer Spanne von 0 bis 154 Prozent. In vier Produkten fanden sich Schwermetalle, vor allem Blei, und zwei Proben enthielten überhaupt keine Cannabinoide. Wenn du also sorgfältig auf 0,5 mg pro Kilogramm rechnest und das Öl enthält die Hälfte des Versprochenen, war die Rechnung Theorie.
Vier Punkte entscheiden
Analysezertifikat eines unabhängigen Labors. Es weist CBD-Gehalt, THC-Wert und Prüfungen auf Schwermetalle und Pestizide aus. Fehlt es oder ist es nur auf Anfrage erhältlich, ist das die Antwort.
mg-Angabe pro Tropfen. Steht auf vielen Flaschen nicht, ist aber die Grundlage jeder Berechnung. Notfalls rechnest du sie dir aus der Gesamtmenge aus, wie oben beschrieben.
THC-frei. Bei Hunde-Produkten keine Kür, sondern Voraussetzung.
CO₂-Extraktion und Breitspektrum. Die Extraktion ohne chemische Lösungsmittel erhält die Cannabinoide in ihrer natürlichen Form, das Breitspektrum bringt CBG, CBN und CBDA mit.
Ein Detail zur Konsistenz: Achte darauf, dass die Tropfgröße gleich bleibt. Zähflüssige Öle geben je nach Temperatur und Flaschenstand unterschiedlich große Tropfen ab, und dann verschiebt sich deine Dosis, ohne dass du etwas geändert hast.
Häufige Fragen zur CBD Dosierung beim Hund
Wie viele Tropfen CBD Öl soll ich meinem Hund geben?
Kann ich meinem Hund CBD Öl für Menschen geben?
Ist CBD für Welpen geeignet?
Kann ich CBD zusammen mit anderen Medikamenten geben?
Werden Hunde von CBD müde?
Sind CBD Leckerlis eine Alternative zum Öl?
Wie dosiere ich CBD bei einem Hund mit Krebs?
Muss ich meinen Tierarzt fragen, bevor ich CBD gebe?
Unser Fazit
Die Rechnung gibt den Start, deine Beobachtung den Rest
Rechne Gewicht mal 0,5, gib deinem Hund die Menge fünf bis sieben Tage lang, und passe dann in Ein-Tropfen-Schritten an. Mehr braucht der Einstieg nicht.
Entscheidend ist dabei nicht die Prozentzahl auf der Flasche, sondern wie viel Milligramm in einem Tropfen stecken. Bei stärkeren Beschwerden liegen die untersuchten Dosen höher, bei 2 bis 2,5 mg pro Kilogramm, und der Weg dorthin gehört tierärztlich begleitet.
Am Ende gilt für die Dosierung dasselbe wie für alles andere bei deinem Hund: Die Rechnung gibt dir den Startpunkt, deine Beobachtung macht den Rest.
Studien und Quellen
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