CBD Öl Dosierung beim Hund: So findest du die richtige Menge

Damit CBD Öl deinem Hund guttut, kommt es auf die richtige Menge an, und die Angaben auf der Packung passen selten genau zu ihm. Mit einer einfachen Rechnung nach Gewicht findest du einen sicheren Einstieg und passt die Menge danach in kleinen Schritten an.
Das Wichtigste im Überblick
- Die Tropfen gibst du einfach übers Futter oder auf ein Leckerli.
- Beim 6%-Öl enthält ein Tropfen 3 mg CBD, beim 15%-Öl sind es 7,5 mg.
- Vor Silvester oder Gewitter gibst du die Tropfen ein bis zwei Stunden vorher, im Alltag alle zwölf Stunden.
- Wähle ein Öl mit 0% THC, ohne Terpene und mit mg-Angabe pro Tropfen.
Wie viel CBD Öl braucht dein Hund?
Zum Start braucht dein Hund 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht pro Gabe, bei 20 kg also 10 mg. Die Menge ist niedrig genug, um die Verträglichkeit in Ruhe zu testen, und hoch genug, damit sich eine Wirkung zeigen kann. In der ersten Woche gibst du sie einmal täglich, danach morgens und abends.
Die Rechnung ist simpel. Körpergewicht in Kilogramm mal 0,5 ergibt die Startdosis in Milligramm. Dein Hund wiegt 20 kg? Dann sind das 10 mg pro Gabe. Mit unserem CBD Öl für Hunde und seinen 3 mg pro Tropfen entspricht das drei Tropfen. Beim 15%-Öl für größere Hunde mit 7,5 mg pro Tropfen reicht schon einer.
Eine Angabe in Tropfen sagt deshalb nur zusammen mit der Konzentration etwas aus: Zwei Tropfen aus einer schwachen Flasche und zwei Tropfen aus einer starken sind zwei verschiedene Mengen. Im Rechner trägst du das Gewicht ein, wählst die Ölstärke und bekommst die passende Anzahl Tropfen, auch für Produkte anderer Hersteller.
Gewicht einstellen, Öl auswählen, und die Startdosis rechnet sich sofort mit.
Hunde-Öle anderer Hersteller gibt es meist zwischen 4% und 15%. Steht deine Stärke nicht dabei, gib über „Andere Stärke“ die Angaben deiner Flasche ein, zum Beispiel 800 mg in 10 ml. Das sind 8% und 4 mg pro Tropfen.
entspricht 9 mg CBD
Die Berechnung ist eine Orientierung, keine tierärztliche Empfehlung. Jeder Hund reagiert anders. Bei Vorerkrankungen, laufender Medikation oder Trächtigkeit klär die Gabe vorher tierärztlich ab.
Werte ohne Rechner anzeigen
- Klein, bis 10 kg · Start 2,5–5 mg · 6%: 1–2 Tropfen · 15%: 1 Tropfen
- Mittel, 10–25 kg · Start 5–12,5 mg · 6%: 2–4 Tropfen · 15%: 1–2 Tropfen
- Groß, 25–40 kg · Start 12,5–20 mg · 6%: 4–7 Tropfen · 15%: 2–3 Tropfen
- Sehr groß, ab 40 kg · Start 20–40 mg · 6%: 7–13 Tropfen · 15%: 3–5 Tropfen
Die folgende Tabelle zeigt dieselbe Faustregel für die gängigen Größenklassen. Die mg-Spalte kannst du auf jedes beliebige Öl umrechnen, die beiden rechten Spalten gelten für unsere Hunde-Öle.
| Größe | Gewicht | Startdosis | 6% | 15% |
|---|---|---|---|---|
| Klein | bis 10 kg | 2,5–5 mg | 1–2 Tropfen | 1 Tropfen |
| Mittel | 10–25 kg | 5–12,5 mg | 2–4 Tropfen | 1–2 Tropfen |
| Groß | 25–40 kg | 12,5–20 mg | 4–7 Tropfen | 2–3 Tropfen |
| Sehr groß | ab 40 kg | 20–40 mg | 7–13 Tropfen | 3–5 Tropfen |
Bei sehr kleinen Hunden unter 5 kg wird es mit einem hoch konzentrierten Öl schnell unpraktisch, weil ein einzelner Tropfen die Startdosis bereits überschreitet. Dann greifst du besser zur niedrigeren Konzentration und dosierst in kleinen Schritten. Bekommt dein Hund regelmäßig Medikamente, lass die Startdosis vor der ersten Gabe einmal von deiner Tierarztpraxis prüfen.
Dosierung nach Ölstärke: 4%, 6%, 10% oder 15%?
Für die Dosierung zählt, wie viel Milligramm CBD in einem Tropfen stecken: beim 4%-Öl 2 mg, beim 6%-Öl 3 mg, beim 10%-Öl 5 mg und beim 15%-Öl 7,5 mg. Die Prozentangabe allein sagt wenig, weil sie erst zusammen mit der Flaschengröße die Menge pro Tropfen ergibt.
So rechnest du es selbst aus: Gesamtmenge CBD in Milligramm geteilt durch die Milliliter mal 20. Die 20 steht für die Tropfen, die in einen Milliliter passen. Eine Flasche mit 600 mg in 10 ml enthält also rund 200 Tropfen zu je 3 mg.
Hunde-Öle gibt es je nach Hersteller in ganz unterschiedlichen Stärken, von 4% bis 15%. Deshalb hier die Umrechnung für die gängigen Konzentrationen:
| Stärke | Pro Tropfen | Start bei 20 kg |
|---|---|---|
| 4% | 2 mg | 5 Tropfen |
| 5% | 2,5 mg | 4 Tropfen |
| 6% | 3 mg | 3 Tropfen |
| 10% | 5 mg | 2 Tropfen |
| 15% | 7,5 mg | 1 Tropfen |
Prüfe vorher, ob das Öl für Hunde gemacht ist. Öle ohne Hunde-Rezeptur bringen Terpene und je nach Spektrum Spuren von THC mit, und beides vertragen Hunde schlechter als wir. Achte deshalb auf 0% THC, auf Terpenfreiheit und darauf, dass die mg-Angabe pro Tropfen auf der Flasche steht.
Ab etwa 15 kg lohnt sich die höhere Konzentration. Bei einem 45-kg-Hund sind aus dem 6%-Öl acht Tropfen pro Gabe nötig, aus dem 15%-Öl drei. Das ist nicht nur bequemer, sondern auch weniger Öl im Maul, was bei empfindlichen Mägen einen spürbaren Unterschied macht. Wenn du dir bei der Umrechnung unsicher bist, gib die mg-Angabe von deiner Flasche oben ein und lass dir die Anzahl der Tropfen für das Gewicht deines Hundes ausgeben.
Dosierung nach Beschwerde: was die Studien zeigen
Bei stärkeren Beschwerden liegen die untersuchten Dosen deutlich über der Startdosis, meist bei 2 mg pro Kilogramm alle zwölf Stunden. Das ist das Vierfache dessen, womit du beginnst. Genau deshalb gehst du den Weg dorthin schrittweise und mit tierärztlicher Begleitung.
Am besten belegt ist die Gabe bei Arthrose. In einer placebokontrollierten Cross-over-Studie von 2018 bekamen Hunde mit Gelenkverschleiß vier Wochen lang 2 mg CBD pro Kilogramm alle zwölf Stunden. Schmerzwerte sanken, die Aktivität stieg, und die Halter meldeten keine Nebenwirkungen. Im Blutbild stieg allerdings die alkalische Phosphatase an. Wird dein Hund wegen Arthrose steifer, ist das der Bereich mit den besten Daten, und CBD begleitet hier die tierärztliche Schmerztherapie.
Bei Epilepsie sieht das Bild gemischter aus. Eine randomisierte Studie von 2019 gab 26 Hunden mit schwer einstellbaren Anfällen zusätzlich zu ihren Antiepileptika zwölf Wochen lang 2,5 mg pro Kilogramm zweimal täglich. Die Anfallshäufigkeit sank im Median um 33 Prozent, doch beim eigentlich entscheidenden Maßstab gab es keinen Unterschied zur Placebogruppe: Nur zwei Hunde je Gruppe halbierten ihre Anfälle. Wenn dein Hund Epilepsie hat, sprichst du jede Dosisänderung deshalb mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab, auch weil CBD den Abbau der Antiepileptika beeinflusst.
Auch bei Juckreiz gibt es Daten. Eine Untersuchung von 2022 mit 32 Hunden und atopischer Dermatitis fand unter 2 mg pro Kilogramm alle zwölf Stunden weniger Juckreiz, aber keine Veränderung an den Hautveränderungen selbst und keine Verschiebung der Entzündungsmarker. Die Studie wurde vom Hersteller des eingesetzten Produkts finanziert. Das Kratzen deines Hundes kann also nachlassen, auch wenn die Ursache dahinter bleibt.
Für Stress und Angst, den häufigsten Grund für CBD beim Hund, gibt es bisher die wenigsten Studien. Oft zitiert wird dazu eine Zahl von 83 Prozent ruhigeren Hunden, die aus einer unveröffentlichten Pilotstudie eines Herstellers stammt. Die begutachtete Untersuchung derselben Universität konnte bei lärmbedingter Angst dagegen keinen Unterschied zur Kontrollgruppe messen. Einen Versuch bei Silvester oder Gewitter ist es trotzdem wert, am besten zusammen mit Training und einem sicheren Rückzugsort.
| Beschwerde | Dosis | Rhythmus | Befund |
|---|---|---|---|
| Arthrose | 2 mg/kg | alle 12 h | weniger Schmerz, mehr Aktivität; ALP stieg an |
| Epilepsie | 2,5 mg/kg | alle 12 h | −33% Anfälle im Median, keine Responder-Differenz |
| Juckreiz | 2 mg/kg | alle 12 h | Juckreiz geringer, Hautbild unverändert |
| Stress | 0,5–1 mg/kg | situativ | keine belastbare Wirksamkeit belegt |
Die Werte in der Tabelle sind Studiendosen, keine Empfehlungen. Dein Startpunkt bleibt 0,5 mg pro Kilogramm. Wie CBD im Körper deines Hundes wirkt, erklären wir dir beim Endocannabinoid-System.
Zwei Stärken, eine klare Aufteilung

CBD Öl für Hunde 6%
3 mg pro Tropfen, fein dosierbar schon ab 3 kg. THC-frei, terpenfrei, mit Huhnaroma auf MCT-Öl.
Jetzt ansehen
CBD Öl für Hunde 15%
7,5 mg pro Tropfen, wenige Tropfen reichen. Gleiche Rezeptur, nur stärker konzentriert.
Jetzt ansehenWas beeinflusst die Dosis beim Hund?
Neben dem Gewicht entscheiden das Alter deines Hundes, seine Empfindlichkeit und seine Medikamente, ob die berechnete Menge passt. Ältere Hunde starten eher unter 0,5 mg pro Kilogramm und brauchen mehr Zeit zwischen den Schritten, Welpen bekommen noch kein CBD.
Das Alter wiegt am schwersten. Bei älteren Hunden arbeitet der Stoffwechsel langsamer, CBD bleibt länger im Körper und kann stärker wirken als erwartet. Starte hier eher unter 0,5 mg pro Kilogramm und lass dir mehr Zeit zwischen den Schritten. Welpen und Junghunde bekommen gar kein CBD. Ihr Endocannabinoid-System befindet sich noch in der Entwicklung. Warte, bis dein Hund ausgewachsen ist, bei kleinen Rassen etwa ab sechs Monaten, bei großen eher ab zwölf.
Die individuelle Empfindlichkeit findest du nur durch Beobachten heraus. Zwei Hunde derselben Rasse mit demselben Gewicht können unterschiedlich reagieren, und das ist keine Ausnahme, sondern der Normalfall bei einem Stoff, der über ein körpereigenes Regelsystem wirkt.
Bekommt dein Hund Medikamente, ist die Abstimmung der wichtigste Punkt. CBD hemmt Leberenzyme der Cytochrom-P450-Familie, und über die werden auch Schmerzmittel wie Carprofen oder Meloxicam, Beruhigungsmittel aus der Benzodiazepin-Gruppe, Antiepileptika wie Phenobarbital und einige Herz- und Blutdruckmittel abgebaut. Wird der Abbau gebremst, steigt der Wirkspiegel dieser Medikamente. Bekommt dein Hund davon etwas dauerhaft, ist das kein Grund gegen CBD, aber ein zwingender Grund, die Dosis vorher tierärztlich abzustimmen und die möglichen Nebenwirkungen zu kennen.
Bei ausgeprägter Angst hilft deinem Hund ein Verhaltenstraining mit tierärztlicher Begleitung, und CBD kann dieses Training gut unterstützen.
Wann steigerst du die Dosis, wann gehst du zurück?
Steigern kannst du nach fünf bis sieben Tagen mit der Startdosis, wenn sich bis dahin nichts tut, und zwar um einen Tropfen. Zurück auf die zuletzt gut vertragene Menge gehst du, wenn dein Hund sehr müde wird, weichen Kot hat oder weniger frisst. Erhöhst du schon nach zwei Tagen, weißt du nicht, was gewirkt hat.
Steigern ist sinnvoll, wenn nach einer Woche nichts Erkennbares passiert ist: Dein Hund bewegt sich weiter steif, kommt abends nicht zur Ruhe, zeigt dieselbe Anspannung wie vorher. Auch ein verändertes Krankheitsbild oder deutliche Gewichtszunahme sind Gründe, die Menge neu zu berechnen.
Der Weg dorthin führt über einen Tropfen, nicht über einen Sprung. Von zwei auf drei Tropfen, wieder ein paar Tage beobachten, dann bei Bedarf auf vier. Dass sich dieses Vorgehen lohnt, zeigt eine Untersuchung mit dreizehn schwer einstellbaren Epilepsie-Hunden: Dort wurde CBD von 0,5 mg pro Kilogramm langsam bis auf 2,5 mg pro Kilogramm hochtitriert, und gut sechs von zehn Hunden halbierten unter diesem Vorgehen ihre Anfallszahl.
Zurückgehen solltest du, wenn dein Hund auffällig müde wird, weicher Kot auftritt oder er weniger frisst als sonst. Das sind die Zeichen, die in den Sicherheitsstudien am häufigsten auftauchen, und sie bedeuten schlicht: eine Stufe zu hoch. Geh einen Tropfen zurück auf die zuletzt gut vertragene Menge und bleib ein paar Tage dabei.
Ein kurzes Tagebuch macht dir das deutlich leichter. Datum, Anzahl der Tropfen, Verhalten und Auffälligkeiten reichen dafür. Nach zwei Wochen siehst du auf einen Blick, was gewirkt hat und wo die Grenze liegt. Bekommt dein Hund Medikamente oder ist er ernsthaft erkrankt, besprich jede Anpassung vorher tierärztlich.
★★★★★
„Unser nervöser Schweizer Sennenhundmix wird durch 2× täglich 3 Tropfen des 15%-Öls ruhiger, sodass er sich nun öfter tagsüber zum Ausruhen ablegt.“
★★★★★
„Unser 20-kg-Rüde nimmt's gern. 4 bis 5 Tropfen übers Futter, vor Gewitter oder Silvester. Wird gut akzeptiert und wir haben das Gefühl, er ist entspannter.“
★★★★☆
„Das Produkt habe ich erst seit fünf Tagen und verwende es für meinen neunjährigen Hund, um seine Gelenkschmerzen zu lindern. Da es erst so kurz angewendet wird, kann ich noch keine Bewertung abgeben.“
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Die dritte Stimme zeigt, warum Geduld hilft: Nach fünf Tagen lässt sich oft noch nichts sagen. Gib der Dosis deshalb Zeit, bevor du sie änderst.
Wie lange dauert es, bis CBD Öl beim Hund wirkt?
Eine erste Beruhigung zeigt sich oft nach 30 bis 60 Minuten, den höchsten Wirkstoffspiegel erreicht dein Hund etwa zwei Stunden nach der Gabe. Bei dauerhaften Beschwerden wie Arthrose rechnest du mit fünf bis sieben Tagen regelmäßiger Gabe, bis du eine Veränderung siehst.
Gemessen wurde das an zwölf Hunden, von denen die eine Hälfte die Dosis schluckte und die andere sie über die Maulschleimhaut bekam. Beide Wege lagen bei rund zwei Stunden bis zum Spitzenwert, und die Gabe unter die Lefze brachte keinen messbaren Vorteil. Du musst deinem Hund die Tropfen also nicht direkt ins Maul geben, wenn er das ungern mitmacht. Übers Futter oder auf ein Leckerli ist völlig in Ordnung.
Bei akuten Anlässen rechne deshalb eher großzügig. Vor Silvester, Gewitter oder einer längeren Autofahrt gibst du die Tropfen ein bis zwei Stunden vorher, damit der Wirkstoffspiegel rechtzeitig ansteigt. Zehn Minuten vorher ist zu knapp. Wie du eine solche Nacht insgesamt planst, entscheidet oft mehr als die Menge: Bei Silvester zählt der Ablauf drumherum genauso wie der Zeitpunkt der Gabe.
Bei chronischen Beschwerden greift eine andere Logik. Hier geht es nicht um die einzelne Gabe, sondern um einen gleichmäßigen Spiegel über den Tag. Die Studien zu Arthrose und Epilepsie liefen über vier bis zwölf Wochen mit zweimal täglicher Gabe, und die Verbesserungen zeigten sich in der Regel nicht am ersten Tag. Rechne mit fünf bis sieben Tagen, bevor du beurteilst, ob sich bei deinem Hund etwas tut.
Für die oft genannten 60 Stunden Wirkdauer gibt es keinen Beleg. CBD wird beim Hund mit einer Halbwertszeit von rund zwei bis vier Stunden abgebaut. Genau daraus ergibt sich der Zwölf-Stunden-Rhythmus, mit dem in allen ernstzunehmenden Studien gearbeitet wurde.
Wie oft und wie lange gibst du CBD?
Zweimal täglich im Abstand von zwölf Stunden gibst du CBD auf Dauer, so wie in allen kontrollierten Hundestudien. In der ersten Woche reicht eine Gabe am Abend, ab der zweiten kommt die morgendliche dazu. Auch über Monate lässt sich CBD geben, eine nachlassende Wirkung ist bisher nicht bekannt.
Bei dauerhaften Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder anhaltender Unruhe bleibt es bei diesen zwei Gaben. Bei situativem Stress reicht eine einzelne Gabe ein bis zwei Stunden vor dem Anlass. Und bei kleinen oder empfindlichen Hunden startest du besser mit einer Gabe am Abend und ergänzt die zweite erst nach ein paar Tagen, so siehst du klarer, wie er reagiert.
Was du bei längerer Gabe kennen solltest, ist ein Laborwert. In mehreren Studien stieg unter CBD die alkalische Phosphatase an, und dieser Befund hat lange für Verunsicherung gesorgt. Eine sechsmonatige Untersuchung ist ihm nachgegangen: Der Anstieg trat bei etwa der Hälfte der Hunde auf, bildete sich nach dem Absetzen zurück und hing zumindest teilweise mit dem Knochenstoffwechsel zusammen. Die übrigen Leberwerte blieben unauffällig, deshalb werten die Autoren den Anstieg bei gesunden Hunden nicht als Zeichen einer Leberschädigung.
Merke
Ein erhöhter ALP-Wert unter CBD ist kein Grund, die Gabe abzubrechen. Er ist ein Grund, ihn bei längerer Anwendung im Rahmen der normalen Vorsorge mitlaufen zu lassen, besonders bei Hunden mit Dauermedikation oder Lebervorerkrankung.
Planst du eine regelmäßige Gabe, hilft ein Blick auf die Reichweite. Eine 10-ml-Flasche enthält rund 200 Tropfen. Ein 20-kg-Hund bekommt zweimal täglich drei Tropfen des 6%-Öls, also sechs am Tag, damit kommst du gut vier Wochen weit. Bei größeren Hunden rechnet sich die stärkere Variante schnell, weil dieselbe Wirkstoffmenge in weniger Tropfen steckt und die Flasche entsprechend länger hält.
Kann man CBD beim Hund überdosieren?
Eine gefährliche Überdosierung ist bei CBD sehr unwahrscheinlich: Gesunde Hunde vertrugen in Studien 5 mg pro Kilogramm am Tag gut, das Zehnfache der Startdosis. Ist es zu viel, zeigt sich das meist an Müdigkeit oder weichem Kot, und du gehst einen Tropfen zurück.
Eine Untersuchung von 2024 kommt zu dem Schluss, dass Hanf-Cannabinoide bei gesunden Hunden mit 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag gut vertragen werden. Die begleitende Auswertung des Marktes über gut ein Jahrzehnt kommt auf eine Meldequote zwischen 1,6 und 2,8 unerwünschten Ereignissen pro einer Million Anwendungen. Diese Arbeit wurde vom Branchenverband finanziert. In einer unabhängig davon durchgeführten Verträglichkeitsstudie bekamen gesunde Hunde einmalig ansteigende Dosen bis 62 mg pro Kilogramm, ohne dass sich das günstige Sicherheitsprofil änderte. Du startest bei 0,5 mg pro Kilogramm. In diesem Rahmen bewegst du dich, und der Abstand nach oben ist entsprechend groß.
Unangenehm werden kann es trotzdem, nur eben nicht gefährlich. Die Zeichen, die in den Studien am häufigsten auftauchen, sind weicher Kot und andere Magen-Darm-Reaktionen sowie ausgeprägte Müdigkeit. Manche Hunde haben auch mehr Appetit oder trinken mehr. Nichts davon ist ein Notfall.
Was du dann machst, ist unspektakulär: Geh einen Tropfen zurück auf die zuletzt gut vertragene Menge und halte sie ein paar Tage. Die Zeichen verschwinden meist innerhalb eines Tages von selbst, weil CBD schnell wieder abgebaut wird. Bleibt dein Hund trotz reduzierter Menge auffällig teilnahmslos, erbricht wiederholt oder wirkt unsicher auf den Beinen, bring ihn in die Tierarztpraxis. Dann kann etwas anderes dahinterstecken, etwa eine Erkrankung oder THC in einem nicht geprüften Öl.
Warum THC beim Hund gefährlich ist, CBD aber nicht
Hunde reagieren auf THC deutlich empfindlicher als Menschen, und der Grund dafür sitzt im Kleinhirn. Dort und in der Medulla oblongata liegt bei Hunden eine höhere Konzentration von CB1-Rezeptoren vor, was die typischen Koordinationsstörungen sowie Kreislauf- und Atemeffekte in dieser Tierart erklärt.
Praktisch bedeutet das: Mengen, die bei einem Menschen desselben Gewichts kaum auffallen würden, können beim Hund deutliche Symptome auslösen. Milde Anzeichen sind schon ab 0,3 bis 0,5 mg THC pro Kilogramm beschrieben, ab 2 bis 3 mg pro Kilogramm werden sie moderat. Die häufigsten gemeldeten Zeichen sind Lethargie, Koordinationsstörungen und Erbrechen. Tödlich verlaufen solche Vergiftungen fast nie, aber sie sind für den Hund eine belastende Erfahrung, die zwölf Stunden und länger anhalten kann.
Deshalb sind unsere CBD Öle für Hunde THC-frei und terpenfrei, weil Hunde auch mit Terpenen schlechter zurechtkommen als wir. Als Breitspektrum-Öle enthalten sie daneben weitere Cannabinoide wie CBG, CBN und CBDA, deren Zusammenspiel oft als Entourage-Effekt bezeichnet wird. Ob das beim Hund einen messbaren Unterschied macht, ist bisher nicht belegt.
Wenn du ein Öl eines anderen Herstellers verwendest, ist der THC-Wert deshalb das erste, wonach du im Analysezertifikat suchst. Öle, die nicht ausdrücklich für Hunde formuliert sind, bringen regelmäßig Terpene und je nach Spektrum THC-Spuren mit. Ob CBD für Hunde überhaupt riskant werden kann, hängt fast immer an genau diesen Begleitstoffen, nicht am Cannabidiol selbst.
Woran du ein Öl erkennst, das sich sauber dosieren lässt
Ein gut dosierbares Öl erkennst du an vier Punkten: einem Analysezertifikat eines unabhängigen Labors, der mg-Angabe pro Tropfen, 0% THC und einer CO₂-Extraktion mit Breitspektrum. Nur mit einer verlässlichen mg-Angabe stimmt deine Rechnung, und die ist im Handel nicht selbstverständlich.
Eine Untersuchung der Cornell University hat 29 frei verkäufliche Hanf-Produkte für Tiere im Labor geprüft. Nur zehn der Produkte lagen innerhalb von zehn Prozent der auf dem Etikett angegebenen Cannabinoid-Menge, der Median lag bei 93 Prozent der Deklaration mit einer Spanne von 0 bis 154 Prozent. In vier Produkten fanden sich Schwermetalle, vor allem Blei, und zwei Proben enthielten überhaupt keine Cannabinoide. Wenn du also sorgfältig auf 0,5 mg pro Kilogramm rechnest und das Öl enthält die Hälfte des Versprochenen, war die Rechnung Theorie.
Vier Punkte entscheiden
Analysezertifikat eines unabhängigen Labors. Es weist CBD-Gehalt, THC-Wert und Prüfungen auf Schwermetalle und Pestizide aus. Fehlt es oder gibt es das Zertifikat nur auf Anfrage, nimm lieber ein anderes Öl.
mg-Angabe pro Tropfen. Steht auf vielen Flaschen nicht, ist aber die Grundlage jeder Berechnung. Notfalls rechnest du sie dir aus der Gesamtmenge aus, wie oben beschrieben.
THC-frei. Bei Produkten für Hunde sollte das selbstverständlich sein.
CO₂-Extraktion und Breitspektrum. Die Extraktion ohne chemische Lösungsmittel erhält die Cannabinoide in ihrer natürlichen Form, das Breitspektrum bringt CBG, CBN und CBDA mit.
Ein Detail zur Konsistenz: Achte darauf, dass die Tropfgröße gleich bleibt. Zähflüssige Öle geben je nach Temperatur und Flaschenstand unterschiedlich große Tropfen ab, und dann verschiebt sich deine Dosis, ohne dass du etwas geändert hast.
Die Rechnung gibt den Start, deine Beobachtung den Rest
Rechne Gewicht mal 0,5, gib deinem Hund die Menge fünf bis sieben Tage lang, und passe dann in Ein-Tropfen-Schritten an. Mehr braucht der Einstieg nicht.
Schau dabei nicht auf die Prozentzahl auf der Flasche, sondern darauf, wie viel Milligramm in einem Tropfen stecken. Bei stärkeren Beschwerden liegen die untersuchten Dosen höher, bei 2 bis 2,5 mg pro Kilogramm, und den Weg dorthin gehst du mit tierärztlicher Begleitung.
Am Ende gilt für die Dosierung dasselbe wie für alles andere bei deinem Hund: Die Rechnung gibt dir den Startpunkt, deine Beobachtung macht den Rest. Lebt bei dir auch ein kleineres Tier, kommt es bei CBD für Meerschweinchen noch stärker auf Dosierung und Sicherheit an.
Häufige Fragen zur CBD Dosierung beim Hund
Wie viele Tropfen CBD Öl für den Hund?
3 Tropfen sind es zum Start bei einem 20-kg-Hund und einem Öl mit 3 mg pro Tropfen, bei 7,5 mg pro Tropfen reicht einer. Du rechnest Gewicht × 0,5 = Startdosis in Milligramm und teilst durch die mg pro Tropfen. Wie viele Tropfen du brauchst, hängt also von der Konzentration ab.
Kann ich meinem Hund CBD Öl für Menschen geben?
Nein, besser nicht. Öle für Menschen enthalten meist Terpene und je nach Spektrum THC-Spuren, und beides vertragen Hunde schlechter. Wenn es keine Alternative gibt, achte auf 0% THC und rechne die Menge über die mg-Angabe pro Tropfen um.
Ist CBD für Welpen geeignet?
Nein. Das Endocannabinoid-System junger Hunde befindet sich noch in der Entwicklung, und belastbare Daten für diese Altersgruppe gibt es nicht. Warte, bis dein Hund ausgewachsen ist: bei kleinen Rassen etwa ab sechs Monaten, bei großen ab zwölf.
Kann ich CBD zusammen mit anderen Medikamenten geben?
Ja, aber nur nach tierärztlicher Absprache. CBD hemmt Leberenzyme der Cytochrom-P450-Familie und kann dadurch den Wirkspiegel von Schmerzmitteln, Antiepileptika, Beruhigungsmitteln und Blutdruckmedikamenten erhöhen. Deshalb sollte die Tierarztpraxis die Dosis dieser Medikamente im Blick behalten.
Werden Hunde von CBD müde?
Ja, bei einer zu hohen Dosis ist Müdigkeit die häufigste Reaktion. In den Sicherheitsstudien taucht sie regelmäßig auf, verschwindet aber nach Reduktion schnell wieder. Wirkt dein Hund dauerhaft schläfrig, geh einen Tropfen zurück.
Sind CBD Leckerlis eine Alternative zum Öl?
Nein, zum Dosieren eignet sich das Öl besser. Der Wirkstoffgehalt pro Leckerli lässt sich nicht so fein anpassen wie die Anzahl der Tropfen, und gerade beim Einschleichen brauchst du kleine Schritte. Als Ergänzung für unterwegs sind sie praktisch.
Wie dosiere ich CBD bei einem Hund mit Krebs?
Dafür gibt es keine belegte Dosierung. Die Forschung zu CBD in der Tumortherapie beim Hund steht am Anfang, und CBD ersetzt keine onkologische Behandlung. Möchtest du es begleitend einsetzen, sprich die Dosis mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt ab.
Muss ich meinen Tierarzt fragen, bevor ich CBD gebe?
Nein, bei gesunden Hunden ohne Medikamente kannst du mit der Startdosis beginnen. Unbedingt nötig ist das Gespräch bei Vorerkrankungen, laufender Medikation, Trächtigkeit und immer dann, wenn du über die Startdosis hinausgehen willst.
Ist CBD Öl für Hunde geeignet?
Ja, für ausgewachsene Hunde eignet sich ein CBD Öl, das für Hunde gemacht ist: ohne THC, ohne Terpene und mit mg-Angabe pro Tropfen. In einer Sicherheitsstudie vertrugen gesunde Hunde 5 mg pro Kilogramm am Tag gut, die Startdosis liegt bei 0,5 mg pro Kilogramm.
Wie viel Prozent CBD Öl für den Hund?
6% passt für kleinere Hunde, ab etwa 15 kg lohnt sich 15%. Ein 45-kg-Hund braucht aus dem 6%-Öl acht Tropfen pro Gabe, aus dem 15%-Öl nur drei. Das ist bequemer und bedeutet weniger Öl im Maul, was empfindlichen Mägen guttut.
Wie dosiere ich CBD Öl 15 Prozent beim Hund?
1 Tropfen des 15%-Öls enthält 7,5 mg CBD und reicht bei einem 20-kg-Hund für den Start. Ein 45-kg-Hund bekommt drei Tropfen pro Gabe. Nach fünf bis sieben Tagen steigerst du bei Bedarf um einen Tropfen.
Wie viel CBD Öl bei Arthrose beim Hund?
2 mg CBD pro Kilogramm alle zwölf Stunden bekamen Hunde mit Arthrose in einer Studie von 2018, mit weniger Schmerzen und mehr Aktivität. Du startest mit 0,5 mg pro Kilogramm und steigerst in Ein-Tropfen-Schritten.
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
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