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H4CBD – Wirkung, Legalität und warum CBD die bessere Wahl bleibt

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 16.04.2026 | Lesezeit 8 min

H4CBD klingt nach stärkerem CBD – und genau das verspricht die Marketingsprache in vielen Shops. Wer genauer hinschaut, findet ein Labormolekül mit dünner Studienlage, möglicher psychoaktiver Wirkung und einer Rechtslage, die sich jederzeit drehen kann. Für fast jeden Grund, aus dem Menschen zu H4CBD greifen, gibt es eine erforschte, stabil legale Alternative: klassisches CBD. Was du wissen solltest, bevor du dich entscheidest.

Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Medizinisch geprüft

Dr. med. Wolfgang Furtlehner

Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde

Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

  • H4CBD ist ein hydriertes CBD-Derivat, das nur im Labor entsteht und nicht natürlich in Hanf vorkommt.
  • Die Wirkung kann leicht psychoaktiv sein – anders als bei klassischem CBD ist ein mildes Rauschgefühl möglich.
  • Humanstudien fehlen fast komplett; Sicherheit, Dosierung und Langzeitfolgen sind nicht belegt.
  • Rechtlich ist H4CBD in Deutschland aktuell erlaubt, in Frankreich seit Juni 2024 verboten – ein Verbot hierzulande ist nicht ausgeschlossen.

Was H4CBD ist, und was es nicht ist

H4CBD ist hydriertes CBD. Chemiker fügen dem CBD-Molekül im Labor vier Wasserstoffatome hinzu, wodurch ein neues, stabileres Molekül entsteht. Weil dieser Schritt nur synthetisch möglich ist, zählt H4CBD zu den halbsynthetischen Cannabinoiden. In Hanfpflanzen findet man es nicht – weder in Blüten noch im Extrakt.

In manchen Shops taucht der Begriff Tetrahydrocannabidiol oder kurz THD auf. Das klingt wissenschaftlich, ist aber in der Fachliteratur nicht etabliert. Der Name wurde im Online-Handel populär, nicht in der Forschung. Wenn du ihn liest, bezieht er sich fast immer auf H4CBD.

Wie H4CBD im Körper wirkt

Cannabinoide wirken über zwei Hauptrezeptoren des Endocannabinoid-Systems: CB1 sitzt vor allem im Gehirn und steuert Prozesse wie Stimmung, Angst und Schmerzempfinden. CB2 findet sich überwiegend im Immunsystem und reguliert Entzündungen. Klassisches CBD bindet kaum direkt an CB1 und moduliert das System eher indirekt. H4CBD bindet dagegen messbar an CB1 – und genau daraus ergeben sich die Unterschiede, die im nächsten Abschnitt zur Sprache kommen.

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Der "100-fach stärker"-Mythos: Was wirklich dahintersteckt

Kaum ein Satz über H4CBD kommt ohne die Zahl 100 aus. Überall liest man, H4CBD wirke 100-mal stärker als CBD. Das klingt beeindruckend – und ist doch eine der irreführendsten Aussagen in der Cannabinoid-Welt. Die Zahl stammt aus einer einzigen Studie aus dem Jahr 2006 und sagt etwas ganz anderes aus, als die meisten Shops daraus machen.

Was die Studie tatsächlich gemessen hat

Die Forscher um Ben-Shabat (2006) haben die Bindungsaffinität von H4CBD am CB1-Rezeptor untersucht. Bindungsaffinität beschreibt, wie fest sich ein Molekül an einen Rezeptor anheftet – nicht, wie stark die Wirkung anschließend ausfällt. Das Ergebnis: H4CBD bindet etwa 100-mal häufiger an CB1 als klassisches CBD.

Der Haken an der Sache: Klassisches CBD bindet fast gar nicht an CB1. CBD wirkt primär über andere Wege – es moduliert das Endocannabinoid-System indirekt, hemmt Entzündungen über CB2 und beeinflusst Serotonin- und Vanilloid-Rezeptoren. Die direkte CB1-Bindung ist bei CBD schlicht nicht der Wirkmechanismus.

Warum die Zahl trotzdem zieht

100-mal mehr als fast nichts ist immer noch wenig. Wenn CBD 0,1 Einheiten an CB1 bindet und H4CBD 10 Einheiten, dann ist die rechnerische Vervielfachung korrekt – sagt aber nichts darüber aus, wie sich das anfühlt oder was es körperlich macht. Auch THC bindet stark an CB1, aber die subjektive Wirkung hängt von vielen Faktoren ab: Rezeptor-Aktivierung, Signalkaskade, individuelle Sensitivität.

Nutzerberichte bestätigen das. Die Wirkung von H4CBD wird oft als leichte Entspannung mit mildem Kribbeln beschrieben – nicht als 100-fach intensives CBD und schon gar nicht als THC-ähnlicher Rausch. Manche Nutzer spüren kaum etwas, andere berichten von einem dezenten psychoaktiven Effekt.

Was du daraus mitnehmen solltest

Die 100-fach-Zahl ist wissenschaftlich korrekt und im Alltag irreführend zugleich. Sie beschreibt einen Laborwert, keinen Wirkungsunterschied. Wer hofft, mit H4CBD die 100-fache CBD-Wirkung bei Schmerzen, Schlafproblemen oder Stress zu bekommen, wird enttäuscht – oder bekommt eine Wirkung, die mit CBD gar nichts mehr zu tun hat.

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CBD vs. H4CBD: Der ehrliche Vergleich

CBD und H4CBD unterscheiden sich strukturell nur durch vier Wasserstoffatome. In der Wirkung, in der Sicherheit und im rechtlichen Status liegen zwischen den beiden aber Welten. Wer eine Kaufentscheidung trifft, sollte diese Unterschiede kennen – nicht nur das Marketing.

Herkunft und Herstellung

CBD wird direkt aus der Hanfpflanze extrahiert. Du bekommst ein Naturprodukt, das seit Jahrtausenden im Menschen vorkommt, ausführlich erforscht und in hochwertigen Produkten wie unserem Breitspektrum-CBD-Öl aus Schweizer Bio-Hanf auch rückverfolgbar ist. H4CBD entsteht dagegen erst im Labor: CBD-Extrakt wird hydriert, also mit Wasserstoff gesättigt. Das Ergebnis kommt in der Natur nicht vor.

Studienlage

Zu CBD gibt es über 20.000 wissenschaftliche Studien – zu Schmerz, Schlaf, Angst, Entzündungen und neurologischen Erkrankungen. Zu H4CBD existiert eine Handvoll Tierversuche und In-vitro-Untersuchungen an Zelllinien. Humanstudien zur Wirksamkeit und Sicherheit fehlen komplett.

Wirkung und Psychoaktivität

Klassisches CBD wirkt nicht berauschend. Du bleibst klar im Kopf, fahrtüchtig (sofern kein THC enthalten ist) und behältst deine Reaktionsfähigkeit. H4CBD kann dagegen eine leichte psychoaktive Wirkung haben – mild, aber vorhanden. Das macht es für manche interessant, für den Alltag aber schwieriger einzuordnen.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.

Merkmal CBD H4CBD
Herkunft Aus der Hanfpflanze extrahiert Synthetisch hergestellt im Labor
Kommt natürlich vor Ja Nein
Studienlage Über 20.000 wissenschaftliche Studien Wenige Tierversuche, keine Humanstudien
Psychoaktive Wirkung Keine Leicht psychoaktiv möglich
Fahrtüchtigkeit Erhalten bei THC unter 0,3% Autofahren nicht empfohlen
Rechtslage Deutschland Legal und stabil reguliert Aktuell legal, Verbot nicht ausgeschlossen
Rechtslage Frankreich Legal Verboten seit Juni 2024
Nebenwirkungen Gut dokumentiert und mild Unbekannt, Langzeitfolgen unerforscht
Qualitätskontrolle Lebensmittelstandard, Laboranalysen Kaum reguliert, Qualität schwankt

Was der Vergleich zeigt

CBD liefert, was H4CBD verspricht: Entspannung, bessere Schlafqualität, Linderung bei Schmerzen und Stress – mit dem Unterschied, dass die Wirkung erforscht, dosierbar und vorhersehbar ist. H4CBD ist für jene interessant, die bewusst einen leichten psychoaktiven Effekt suchen. Wer das nicht sucht, fährt mit klassischem CBD sicherer und mit besserer Evidenz.

Was passt zu dir – CBD oder H4CBD?

Die Entscheidung hängt weniger vom Hype ab und mehr davon, was du erreichen willst und wie viel Sicherheit dir wichtig ist. Beantworte drei kurze Fragen und du siehst, welches Cannabinoid zu deiner Situation passt.

Was passt zu dir – CBD oder H4CBD?

Drei kurze Fragen, klare Antwort.

Frage 1 von 3

Was möchtest du vor allem erreichen?

Das Ergebnis ersetzt keine individuelle Beratung, sondern gibt dir eine klare erste Orientierung. Für die meisten Anwendungsfälle – Entspannung, Schlaf, Schmerzen, Stress – ist klassisches CBD die bessere Wahl: besser erforscht, vorhersehbar in der Wirkung und rechtlich stabil. Warum das so ist, zeigt der Blick auf die tatsächlichen Nutzererfahrungen mit H4CBD im nächsten Abschnitt.

Wirkung: Was Nutzer wirklich berichten

Weil verlässliche Humanstudien fehlen, bleiben Erfahrungsberichte die wichtigste Informationsquelle. Und die zeichnen ein uneinheitliches Bild.

Die angenehmen Effekte

Die meisten Nutzer beschreiben eine leichte bis mittlere Entspannung. Der Körper fühlt sich schwerer an, die Gedanken werden ruhiger, manche berichten von einem dezenten Kribbeln und einem leicht „spacigen" Zustand. Beim Verdampfen tritt die Wirkung innerhalb weniger Minuten ein und hält etwa 30 Minuten bis eine Stunde. Das Gefühl wird oft mit einer sehr milden Form von Cannabis verglichen – deutlich weniger intensiv als THC, aber spürbar über klassischem CBD.

Die unangenehmen Effekte

Ein dokumentierter Testbericht zeigt, was passieren kann, wenn H4CBD den CB1-Rezeptor überstimuliert: Ein Tester erlebte erst die erwartete Entspannung, kippte dann aber in eine Episode mit Zittern, Übelkeit, Angst und verschwitzten Händen. Weil CB1-Rezeptoren auch die Angstregulation steuern, kann eine zu starke Bindung das Gegenteil von Entspannung auslösen.

Weitere häufig genannte Nebenwirkungen: Mundtrockenheit, Druck auf den Augen, Kopfschmerzen, verminderter Appetit und bei höheren Dosen Abgeschlagenheit am nächsten Tag.

Warum die Wirkung unvorhersehbar bleibt

Drei Faktoren machen H4CBD schwer kalkulierbar: Die Produktqualität schwankt, weil einheitliche Standards fehlen. Gesicherte Dosierungsempfehlungen gibt es nicht – was für den einen mild wirkt, überfordert den anderen. Und H4CBD existiert in zwei Varianten (R- und S-Form), die unterschiedlich stark wirken. Welche im Produkt drin ist, steht selten auf der Flasche.

Wer CBD kennt, ist anderes gewohnt: vorhersehbare Dosierung, stabile Qualität, dokumentierte Nebenwirkungen.

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Wie sicher ist H4CBD? Was die wenigen Studien zeigen

Die Studienlage zu H4CBD passt auf eine Postkarte. Während zu CBD über 20.000 wissenschaftliche Arbeiten existieren, gibt es zu H4CBD eine Handvoll Tierversuche und Zelluntersuchungen – keine einzige Humanstudie.

Zwei aktuelle Ratten-Studien aus dem Jahr 2024 zeigen leichte Effekte auf Glukosetoleranz und kardiale Schadensmarker. Eine In-vitro-Untersuchung an menschlichen Zelllinien deutet auf Verträglichkeit bei niedrigen Konzentrationen hin, bei höheren Dosen sinkt die Zellüberlebensrate.

Diese Ergebnisse klingen auf den ersten Blick positiv, beantworten die entscheidenden Fragen aber nicht: Wie verträglich ist H4CBD in typischen Konsumdosen? Welche Nebenwirkungen treten bei regelmäßiger Einnahme auf? Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten? Macht H4CBD abhängig?

Wer H4CBD heute ausprobiert, ist ein Testkandidat ohne wissenschaftliches Sicherheitsnetz. Bei klassischem CBD sieht die Lage fundamental anders aus: Sicherheitsprofil, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind gut dokumentiert.

H4CBD und der Führerschein: Warum Autofahren tabu ist

Wer H4CBD konsumiert hat, sollte sich nicht ans Steuer setzen – auch nicht am nächsten Tag, wenn noch Restwirkung spürbar ist. Zwei Gründe machen das klar.

Wirkung kann dich fahruntüchtig machen

H4CBD kann psychoaktiv wirken und Reaktionszeit, Konzentration und Urteilsvermögen beeinträchtigen. Wie stark, hängt von Dosis, Produktqualität und individueller Empfindlichkeit ab – und lässt sich schwer vorhersagen. Schon eine leichte Benommenheit reicht aus, um im Straßenverkehr gefährlich zu werden.

Der rechtliche Rahmen ist unabhängig vom Drogentest

H4CBD taucht in Standard-Drogentests bisher nicht gezielt auf. Das bedeutet nicht, dass du sicher bist. § 316 StGB (Trunkenheit im Verkehr) erfasst auch andere berauschende Mittel – und wenn du im Straßenverkehr auffällig wirst, zählt die beobachtbare Beeinträchtigung, nicht der Laborbefund. Drohende Folgen reichen von Geldstrafen über Fahrverbote bis zur Freiheitsstrafe, wenn andere gefährdet werden.

Hinzu kommt: H4CBD-Produkte enthalten häufig geringe Mengen anderer Cannabinoide, darunter THC-Spuren. Bei empfindlicheren Tests kann das zu einem positiven Befund führen – mit den entsprechenden Konsequenzen für den Führerschein.

Wer CBD aus geprüfter Quelle nutzt und dabei den THC-Grenzwert von 0,3 Prozent einhält, fährt dagegen sicher weiter Auto – beides im rechtlichen wie im wörtlichen Sinn.

Rechtslage in Deutschland: Stabil ist das nicht

Aktuell ist H4CBD in Deutschland legal zu kaufen, zu besitzen und zu konsumieren. Die Substanz ist weder im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) noch im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) ausdrücklich aufgeführt. Ende der Geschichte? Nicht ganz.

Warum die aktuelle Lage wackelig ist

H4CBD gilt als halbsynthetisches Cannabinoid – also genau die Kategorie, die der Gesetzgeber in den letzten Jahren zunehmend ins Visier genommen hat. Die Rechtslage kann sich kurzfristig ändern, sobald Behörden oder Gerichte neu bewerten.

Zwei Präzedenzfälle zeigen, wohin die Reise gehen kann:

HHC-Verbot Deutschland (27. Juni 2024): HHC war jahrelang legal, wurde millionenfach verkauft – und wanderte im Sommer 2024 ohne Vorwarnung ins NpSG. Verkauf, Besitz und Herstellung sind seitdem illegal.

H4CBD-Verbot Frankreich (3. Juni 2024): Unser Nachbarland hat H4CBD im selben Zeitraum komplett verboten. Was in Deutschland heute im Regal steht, ist in Frankreich bereits eine Straftat.

Was das für Käufer bedeutet

Wer heute H4CBD kauft, bewegt sich rechtlich auf sicherem Boden – rechnet aber mit einer Substanz, deren legaler Status jederzeit kippen kann. Käufer sollten sich bewusst sein: Ein überraschendes Verbot kann bedeuten, dass übrig gebliebene Produkte entsorgt werden müssen, und dass sich der Anbieter im Zweifel schnell vom Markt zurückzieht.

CBD ist davon nicht betroffen. Als natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze ist CBD in Deutschland und der gesamten EU rechtlich stabil geregelt – vorausgesetzt, der THC-Gehalt bleibt unter 0,3 Prozent. Das gibt dir Planungssicherheit, die H4CBD aktuell nicht bieten kann.

Warum klassisches CBD die sichere Wahl bleibt

Nach allem, was du bis hierher gelesen hast, lässt sich die Frage eigentlich in einem Satz beantworten: CBD liefert, was H4CBD verspricht – nur ohne die offenen Baustellen.

Vier Gründe, die den Unterschied machen

Erforscht und dokumentiert. Über 20.000 wissenschaftliche Studien belegen Wirkung, Sicherheit und Nebenwirkungen von CBD. Du kaufst kein Experiment, sondern ein Produkt mit solider Datenbasis.

Rechtlich stabil. CBD ist in Deutschland und der gesamten EU klar geregelt. Solange der THC-Gehalt unter 0,3 Prozent bleibt, kannst du deine Routine planen, ohne dir Sorgen über plötzliche Verbote zu machen.

Kein Rausch, volle Kontrolle. Du bleibst klar im Kopf, fahrtüchtig und einsatzfähig. Egal ob du morgens Stress abbauen oder abends zur Ruhe kommen willst – die Wirkung ist vorhersehbar.

Qualität, die überprüfbar ist. Bei unseren CBD-Produkten aus Schweizer Bio-Hanf bekommst du Laboranalysen, transparente Angaben zur Konzentration und eine gleichbleibende Qualität. Bei vielen H4CBD-Anbietern schwanken Reinheit und Wirkstoffgehalt je nach Charge.

Für welches CBD-Produkt du dich entscheiden solltest

Das hängt von deinem Ziel ab. Bei Schlafproblemen sind unsere CBD Schlaftropfen mit Melatonin, Lavendel und Kamille die passende Wahl. Bei Stress und innerer Unruhe findest du die richtige Konzentration in unserer Stress-Kollektion. Für Schmerzen empfehlen sich stärkere CBD-Öle aus der Schmerz-Kollektion. Und wenn du einfach nur entspannter durch den Alltag kommen willst, reicht meist ein CBD-Öl in milder bis mittlerer Konzentration aus unserer CBD-Öl-Kollektion.

Egal welches Produkt: Schweizer Bio-Qualität, laborgeprüft und in einer Rechtslage, die du heute und morgen überblicken kannst.

Häufige Fragen zu H4CBD

Ist H4CBD in Deutschland legal?
Ja, H4CBD ist in Deutschland aktuell legal. Die Substanz ist weder im Betäubungsmittelgesetz noch im Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz aufgeführt. Die Rechtslage kann sich jedoch jederzeit ändern – HHC wurde im Juni 2024 plötzlich verboten, Frankreich hat H4CBD im gleichen Monat komplett aus dem Verkehr gezogen.
Macht H4CBD high?
H4CBD kann leicht psychoaktiv wirken, erzeugt aber kein THC-ähnliches High. Nutzer beschreiben eine mildere Entspannung mit gelegentlichem Kribbeln – deutlich weniger intensiv als Cannabis, aber spürbar über klassischem CBD. Die Wirkung ist individuell sehr unterschiedlich und kann bei empfindlichen Menschen in Angst oder Unwohlsein kippen.
Wird H4CBD in einem Drogentest erkannt?
In gängigen Standard-Drogentests wird H4CBD aktuell nicht gezielt erfasst. Das bedeutet aber nicht, dass du sicher bist: H4CBD-Produkte enthalten oft Spuren anderer Cannabinoide, darunter THC, die einen Test auslösen können. Im Straßenverkehr zählt zudem die beobachtbare Beeinträchtigung – nicht der Laborbefund.
Ist H4CBD wirklich 100-mal stärker als CBD?
Nein. Die Zahl 100 stammt aus einer Studie von 2006 und beschreibt die Bindungsaffinität am CB1-Rezeptor, nicht die Wirkstärke. Da CBD kaum an CB1 bindet, bedeutet "100-mal mehr als fast nichts" im Alltag keine 100-fache Wirkung. Nutzer berichten von leichter Entspannung – nicht von explosiv stärkeren Effekten.
Welche Nebenwirkungen kann H4CBD haben?
Am häufigsten werden Mundtrockenheit, Druck auf den Augen, Kopfschmerzen, verminderter Appetit und Schläfrigkeit genannt. Bei höheren Dosen oder empfindlichen Personen kann es zu Angst, Zittern und Übelkeit kommen. Humanstudien zu Sicherheit und Langzeitfolgen fehlen bislang komplett.
Ist H4CBD natürlich oder synthetisch?
H4CBD ist halbsynthetisch. Es kommt in der Hanfpflanze nicht natürlich vor, sondern entsteht durch Hydrierung von CBD im Labor. Dabei werden dem CBD-Molekül vier Wasserstoffatome hinzugefügt. Klassisches CBD hingegen wird direkt aus Hanf extrahiert und bleibt in seiner natürlichen Form.

H4CBD ist ein Experiment ohne guten Grund

H4CBD ist ein Labormolekül, dessen wichtigste Verkaufsargumente sich bei näherem Hinsehen auflösen. Die 100-fache Stärke ist ein Marketingmythos. Die Studienlage ist zu dünn für seriöse Sicherheitsaussagen. Und der legale Status kann jederzeit kippen, wie HHC und das Verbot in Frankreich zeigen.

Wer Entspannung, besseren Schlaf oder Linderung bei Stress und Schmerzen sucht, findet in klassischem CBD die bewährte Antwort – erforscht, rechtlich stabil, in vorhersehbarer Qualität. Der kurze Reiz eines halbsynthetischen Cannabinoids wiegt die ungeklärten Risiken nicht auf. Wer vor dieser Wahl steht, hat eigentlich keine Wahl: CBD bleibt der vernünftige Weg.

Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Ben-Shabat, S., Hanuš, L. O., Katzavian, G., & Gallily, R. (2006). New cannabidiol derivatives: synthesis, binding to cannabinoid receptor, and evaluation of their antiinflammatory activity. Journal of Medicinal Chemistry, 49(3), 1113–1117. PubMed (PMID: 16451075)
  2. Morales, P., Reggio, P. H., & Jagerovic, N. (2017). An Overview on Medicinal Chemistry of Synthetic and Natural Derivatives of Cannabidiol. Frontiers in Pharmacology, 8, 422. PubMed (PMID: 28701957)
  3. Wilson, J. N., Mendez, D. A., Dhoro, F., Shevchenko, N., Mascal, M., Lund, K., Fitzgerald, R., DiPatrizio, N. V., & Ortiz, R. M. (2024). Pseudocannabinoid H4CBD improves glucose response during advanced metabolic syndrome in OLETF rats independent of increase in insulin signaling proteins. American Journal of Physiology–Regulatory, Integrative and Comparative Physiology, 326(2), R100–R109. PubMed (PMID: 37899754)
  4. Hernandez Garcia, M., Wilson, J. N., Mendez, D. A., Ortiz, R., & Mascal, M. (2024). Pseudocannabinoid H4CBD Reduces Cardiac Damage Indicator 4HNE in OLETF Rats. Physiology, 39(S1), 2189. American Physiological Society
  5. Tesfatsion, T. T., Ramirez, G. A., Docampo-Palacios, M. L., Collins, A. C., Ray, K. P., & Cruces, W. (2023). Evaluation of Preclinical in vitro Cytotoxicity, Genotoxicity, and Cardiac-Toxicity Screenings of Hydrogenated Cannabidiol. Journal of Pharmacy & BioAllied Sciences. SAGE Journals
Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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