CBD bei Depressionen: Wirkung, Studien & Erfahrungen

CBD kann bei Depressionen eine Ergänzung sein, wenn Grübeln, innere Anspannung und schlechter Schlaf dir den Alltag schwer machen. Eine Therapie oder Antidepressiva kann es aber nicht ersetzen.
Das Wichtigste im Überblick
- Starte mit 10 bis 20 mg CBD am Tag und erhöhe alle 5 bis 7 Tage um 1 bis 2 Tropfen, bis du bei 20 bis 35 mg bist.
- Nimmst du Antidepressiva, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über CBD. Setz deine Medikamente nie ohne Rücksprache ab.
- Prüfe nach zwei bis vier Wochen, ob du besser schläfst, weniger grübelst und mehr Energie hast.
- Zum Einstieg passt ein laborgeprüftes 10%-Öl. Ein Tropfen davon enthält 4 mg CBD.
Brauchst du jetzt Hilfe? Die Telefonseelsorge erreichst du kostenlos und rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Im Notfall ruf die 112. Das Info-Telefon Depression der Stiftung Deutsche Depressionshilfe (0800 33 44 533) berät Mo, Di und Do von 13 bis 17 Uhr sowie Mi und Fr von 8:30 bis 12:30 Uhr. Auch der Sozialpsychiatrische Dienst deines Gesundheitsamts hilft dir weiter.
Kann CBD bei Depressionen helfen?
Ob CBD bei Depressionen hilft, ist bei Menschen bisher kaum untersucht. Es gibt einzelne Fallberichte und kleine Studien. In einer Studie mit Placebo-Gruppe wirkte niedrig dosiertes CBD Öl nicht besser als ein Öl ohne CBD. Fühlst du dich leicht niedergeschlagen, grübelst viel und schläfst schlecht, kann ein Versuch trotzdem sinnvoll sein. Bei einer mittelschweren oder schweren Depression ersetzt CBD keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung.
Eine Depression drückt auf die Stimmung, nimmt dir den Antrieb und stört oft den Schlaf. Wie viel CBD dabei ausrichten kann, hängt davon ab, wie schwer sie ist. Forschende haben CBD bei psychischen Beschwerden bisher vor allem mit Blick auf innere Anspannung und schlechten Schlaf untersucht.
Leichte depressive Verstimmung
Du fühlst dich immer wieder niedergeschlagen, antriebslos oder innerlich leer, schaffst deinen Alltag aber noch. Dann kann CBD einen Versuch wert sein, vor allem wenn du viel grübelst und schlecht schläfst. Am besten untersucht ist CBD bisher bei Angst. Fühlst du dich leer, seit du jemanden verloren hast, ist das oft Trauer. Sie fühlt sich ähnlich an wie eine Depression, ist aber etwas anderes. Auch CBD bei Trauer kann ein Thema sein, wenn dir der Verlust den Schlaf raubt.
Mittelschwere Depression
Die Beschwerden belasten deinen Alltag deutlich. Arbeit und Beziehungen fallen dir schwer. Dann kann CBD deine Behandlung ergänzen, etwa eine Psychotherapie oder Medikamente. Allein reicht CBD in dieser Phase nicht aus. Nimmst du bereits Antidepressiva, sprich CBD vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Schwere Depression
Wenn du kaum noch aufstehen kannst, dich ganz zurückziehst oder Suizidgedanken hast, brauchst du mehr als CBD. Bitte hol dir dann bald ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe. CBD kann die Behandlung höchstens begleiten. Sprich das vorher mit den Menschen ab, die dich behandeln.
Wie wirkt CBD bei Depressionen?
Forschende vermuten, dass CBD bei Depressionen vor allem über den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A und das körpereigene Endocannabinoid-System wirkt. Dieses System hilft mit, Stimmung, Stress und Schlaf zu regeln. Weitere Wege, auf denen CBD wirken könnte, kennen Forschende bisher vor allem aus Tierstudien.
Serotonin ist ein Botenstoff, der unter anderem die Stimmung beeinflusst. 5-HT1A ist eine seiner Andockstellen an den Nervenzellen. Mit dieser Andockstelle erklären Forschende vor allem, warum CBD in Studien am Menschen die Angst senkte und bei Tieren wie ein Antidepressivum wirkte. Wie CBD und Serotonin beim Menschen genau zusammenwirken, ist aber noch nicht geklärt. Gängige Antidepressiva wie die SSRIs wirken ebenfalls über Serotonin, nur auf einem anderen Weg.
In Tierstudien bildeten sich mit CBD mehr neue Nervenzellen im Hippocampus. Das ist ein Bereich im Gehirn, der an Gefühlen und am Gedächtnis beteiligt ist. Außerdem stieg BDNF an, ein Eiweiß, das Nervenzellen beim Wachsen hilft. Beides ist bei chronischem Stress und Depression oft gestört. Forschende prüfen auch, ob CBD Entzündungen im Gehirn hemmt. Denn leichte, dauerhafte Entzündungen könnten eine Depression mit auslösen. Ob das alles beim Menschen genauso abläuft, ist noch nicht ausreichend belegt.
Offen ist auch, welche Rolle das Stresshormon Cortisol spielt. Ist es dauerhaft erhöht, bleibt dein Nervensystem ständig in Alarmbereitschaft. Ob CBD den Cortisolwert beim Menschen senkt, zeigen die bisherigen Studien nicht eindeutig.
Was sagen Studien zu CBD bei Depressionen?
In Tierstudien wirkt CBD deutlich antidepressiv. Bei Menschen mit Depression ist es dagegen kaum untersucht. In einem Fallbericht aus Wien besserten sich Depression und Angst mit CBD und Psychotherapie. Bei Ärztinnen und Pflegekräften in der Corona-Pandemie sank die emotionale Erschöpfung. In einer Studie aus Gießen wirkte niedrig dosiertes CBD Öl nicht besser als ein Placebo. Große Studien mit Placebo-Vergleich bei Menschen mit Depression gibt es noch nicht.
Ein Fallbericht aus Wien beschreibt einen knapp 17-jährigen Patienten mit schwerer Depression, starker sozialer Angst und Suchtproblemen. Acht Wochen lang bekam er 100 bis 600 mg CBD am Tag. Zusätzlich war er in einer Tagesklinik in Behandlung und machte Psychotherapie. Seine Depression und seine Ängste besserten sich deutlich. Weil es nur ein Einzelfall ist und er zusätzlich Therapie bekam, sagt das wenig darüber, wie CBD bei anderen wirkt.
An einer Studie aus Essen nahmen 59 Patientinnen und Patienten mit Depression teil. Ihre Beschwerden sanken innerhalb von 18 Wochen von 6,9 auf 3,8 Punkte. Die Skala reichte von 1 bis 10. Es gab aber keine Vergleichsgruppe. Außerdem inhalierten die Teilnehmenden verdampfte Cannabisblüten mit THC und nahmen kein CBD Öl. Über CBD Öl sagt die Studie deshalb wenig aus.
Eine Studie aus Brasilien begleitete 120 Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte und Physiotherapeuten, die in der Corona-Pandemie Covid-Patienten behandelten. Sie wurden per Los auf zwei Gruppen verteilt, wussten aber, ob sie CBD bekamen. Die Gruppe, die zusätzlich 28 Tage lang 300 mg CBD am Tag nahm, war danach emotional weniger erschöpft. Ein Placebo gab es nicht. Außerdem ging es um Burnout und nicht um eine Depression. In der CBD-Gruppe hatten fünf Personen schwere Nebenwirkungen. Bei vier waren die Leberwerte erhöht, bei einer trat eine schwere Hautreaktion auf. Alle erholten sich, nachdem sie CBD abgesetzt hatten.
Am aussagekräftigsten für CBD Öl ist eine Studie der Universität Gießen aus dem Jahr 2025. Darin nahmen 180 stark gestresste Studierende 30 Tage lang entweder ein niedrig dosiertes 10%-Vollspektrum-Öl, ein Hanfsamenöl ohne CBD oder gar nichts. Die Forschenden achteten vor allem auf Stress und depressive Beschwerden. In beiden Öl-Gruppen gingen die Beschwerden etwa gleich stark zurück. Das CBD Öl wirkte also nicht besser als das Hanfsamenöl ohne CBD.
| Studie | Jahr | Ergebnis | Grenze |
|---|---|---|---|
| Laczkovics (Wien) | 2021 | Depression und Angst bei einem Jugendlichen gebessert | Einzelfall, zusätzlich Psychotherapie |
| Specka (Essen) | 2024 | Schweregrad von 6,9 auf 3,8 gesunken | Medizinisches Cannabis mit THC, keine Vergleichsgruppe |
| Crippa (Burnout) | 2021 | Weniger emotionale Erschöpfung bei Burnout | Ohne Placebo, 300 mg am Tag, bei 4 Personen erhöhte Leberwerte |
| Winkler (Gießen) | 2025 | Bei Stress und depressiven Beschwerden nicht besser als Placebo | Niedrige Dosis, 30 Tage, Teilnehmende ohne diagnostizierte Depression |
Welche Erfahrungen gibt es mit CBD Öl bei Depression?
In ihren Bewertungen schreiben unsere Kundinnen und Kunden vor allem, dass sie ausgeglichener sind, weniger grübeln, innerlich ruhiger werden und besser schlafen. Oft merken sie das, nachdem sie CBD einige Wochen lang regelmäßig genommen haben. Ob sie eine Depression haben, wissen wir nicht. Bewertungen sind persönliche Erfahrungen und können Studien nicht ersetzen.
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„Meine innere Anspannung hat sich durch regelmäßige Einnahme nach und nach gebessert, hab auch weniger Ängste, möchte CBD nicht mehr missen!“
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„Seitdem ich die Tropfen verwende, bin ich deutlich ausgeglichener und entspannter. Dadurch kann ich mit Stress viel besser umgehen.“
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„Es hilft mir unglaublich gut, in stressigen Momenten zur Ruhe zu kommen und unterstützt mich dabei, meine innere Balance zu halten.“
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Setz deine Antidepressiva bitte nie auf eigene Faust ab. Das kann die Depression verschlimmern. Möchtest du sie mit CBD kombinieren, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Welche Wechselwirkungen hat CBD mit Antidepressiva?
Nimmst du CBD und Antidepressiva zusammen, kann CBD bremsen, wie schnell deine Leber das Medikament abbaut. Denn CBD hemmt bestimmte Enzyme in der Leber, die auch viele Antidepressiva abbauen. Das sind vor allem CYP2C19 und CYP3A4, im Labor auch CYP2D6. Dann bleibt mehr von deinem Medikament im Blut. Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit können dadurch stärker werden. Nimm CBD deshalb nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt dazu.
Das betrifft zum Beispiel häufig verschriebene SSRIs wie Citalopram und Sertralin, SNRIs wie Venlafaxin und tetrazyklische Antidepressiva wie Mirtazapin. Wie stark sich das bemerkbar macht, hängt vom Medikament und von deiner Dosis ab.
| Vergleichspunkt | CBD Öl | Antidepressiva (SSRIs) |
|---|---|---|
| Wirkeintritt | Bei Depression nicht untersucht | Meist nach 2 bis 6 Wochen |
| Wirkmechanismus | 5-HT1A und Endocannabinoid-System (vermutet) | Hemmen die Wiederaufnahme von Serotonin |
| Nebenwirkungen | Meist mild, z. B. Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden; bei hohen Dosen erhöhte Leberwerte möglich | Häufig Übelkeit zu Beginn, Libidoverlust, emotionale Abstumpfung, teils Gewichtszunahme |
| Abhängigkeit | Nach aktuellem Stand keine | Kein Suchtpotenzial, aber Absetzerscheinungen möglich |
| Studienlage | Wenige kleine Studien | Umfangreich belegt |
| Verfügbarkeit | Ohne Rezept erhältlich | Rezeptpflichtig |
Mit dem Okay deiner Ärztin oder deines Arztes kann CBD deine Therapie mit Antidepressiva ergänzen.
Wie viel CBD bei Depressionen?
Wie viel CBD bei Depressionen hilft, ist durch Studien nicht belegt. Möchtest du es ausprobieren, starte mit 10 bis 20 mg am Tag. Mit einem 10%-Öl sind das 3 bis 5 Tropfen, verteilt auf morgens und abends. Alle 5 bis 7 Tage erhöhst du um 1 bis 2 Tropfen, bis du bei 20 bis 35 mg bist.
In Studien bekamen die Teilnehmenden teils deutlich mehr, bis zu 600 mg am Tag. Sie standen dabei aber unter ärztlicher Aufsicht. Mit unserem Dosierungsrechner kannst du dir eine erste Menge passend zu deinem Körpergewicht ausrechnen.
| Woche | Menge am Tag | Tropfen Öl 10% |
|---|---|---|
| Woche 1 | 10–20 mg | 3–5 Tropfen |
| Woche 2 | 15–30 mg | 4–7 Tropfen |
| Ab Woche 3 | 20–35 mg | 5–8 Tropfen |
| Ab Woche 5 | bei Bedarf anpassen | je nach Wirkung |
Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann. So gelangt das CBD über die Mundschleimhaut schneller in deinen Körper. Unsere CBD Öle gibt es in mehreren Stärken.
Gut zu wissen
Mehr CBD wirkt nicht automatisch besser. Bei hohen Mengen treten dafür häufiger Nebenwirkungen auf. Bleib deshalb bei der kleinsten Menge, mit der du über mehrere Wochen eine Veränderung bemerkst.
Woran erkennst du, ob CBD wirkt?
Bei einer Depression merkst du eine Veränderung oft weniger deutlich als etwa bei Schmerzen. Frag dich nach zwei bis vier Wochen: Schlafe ich leichter? Grüble ich weniger? Habe ich mehr Energie? Gehe ich öfter raus? Bin ich weniger gereizt? Bemerkst du bei zwei oder mehr Punkten eine Veränderung, ist das ein gutes Zeichen. Hast du nach vier Wochen das Gefühl, dein CBD Öl wirkt nicht, dann sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du mehr nimmst. Wird deine Stimmung schlechter, warte bitte nicht ab und hol dir gleich Hilfe.
Welches CBD passt zu dir?
Welche Stärke, welches Spektrum und welche Form zu dir passen, hängt davon ab, wofür du CBD nimmst. Unser Produktfinder hilft dir, in wenigen Schritten das Passende zu finden.
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Hast du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt gesprochen und möchtest CBD ausprobieren, dann starte mit einem niedrig dosierten Öl. So kannst du in kleinen Schritten dosieren. Das 15%-Öl enthält mehr CBD pro Tropfen. Die Kapseln enthalten eine feste Menge und sind praktisch für unterwegs.
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Kann CBD Depressionen verstärken?
Nach aktuellem Stand gibt es keine Belege, dass CBD Depressionen verstärkt. Die Sorge kommt meist daher, dass CBD mit THC verwechselt wird. THC ist der Wirkstoff der Cannabispflanze, der high macht. Nimmst du regelmäßig THC, kann das depressive Beschwerden verstärken, besonders in jungen Jahren. CBD macht dagegen nicht high.
Trotzdem kann es in drei Situationen zum Problem werden:
- Du setzt Antidepressiva von dir aus ab, weil du denkst, CBD reicht aus. Das kann schwere Absetzerscheinungen und einen Rückfall auslösen.
- Das Öl enthält mehr THC als die erlaubten 0,3%. Das kommt bei Anbietern vor, die ihre Öle nicht unabhängig prüfen lassen. Willst du THC ganz meiden, nimm ein THC-freies Breitspektrum-Öl.
- Du wartest zu lange mit professioneller Hilfe. Bei einer mittelschweren oder schweren Depression kann das gefährlich sein.
CBD kann eine Depression nicht heilen. Studien zeigen bisher nicht, dass es sie verschlimmert. Ganz ausschließen können Forschende das aber nicht. Es gibt ein CBD-Arzneimittel gegen Epilepsie, das in hohen Dosen genommen wird. In seiner Zulassung steht, dass dabei häufiger Suizidgedanken auftreten könnten. Dieser Hinweis gilt für alle Mittel gegen Epilepsie. Wird deine Stimmung schlechter, seit du CBD nimmst, setz es ab und sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Die typischen Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden sind dagegen meist mild.
Was hilft neben CBD bei Depressionen?
Neben CBD helfen bei Depressionen vor allem ärztliche oder psychotherapeutische Unterstützung, Bewegung an der frischen Luft, ein fester Schlafrhythmus, Kontakt zu vertrauten Menschen und ein geregelter Tagesablauf. CBD kann das höchstens ergänzen.
- Professionelle Hilfe zuerst. Fühlst du dich mehr als nur leicht niedergeschlagen, ist ein Termin in deiner Hausarztpraxis oder bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten der wichtigste Schritt. Je früher du Hilfe bekommst, desto besser stehen deine Chancen.
- Bewegung. Regelmäßige Bewegung lindert depressive Beschwerden, gerade draußen. Das ist gut belegt. Schon ein täglicher Spaziergang zählt.
- Fester Schlafrhythmus. Steh möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit auf und geh zur gleichen Zeit ins Bett. Das tut deiner Stimmung gut. Hält dich das Grübeln abends wach, kann CBD dir beim Abschalten helfen.
- Kontakt und Struktur. Wenn du dich zurückziehst, kann die Depression stärker werden. Kleine feste Gewohnheiten und Menschen, denen du vertraust, geben dir Halt, auch wenn der erste Schritt schwerfällt.
Fazit: CBD bei Depressionen
Fühlst du dich leicht niedergeschlagen, grübelst viel und schläfst schlecht, kann CBD einen Versuch wert sein. Eine Wirkung bei Depressionen ist aber nicht belegt. Achte nach einigen Wochen darauf, ob sich bei dir etwas verändert. Nimmst du Antidepressiva, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und setz nichts ohne Rücksprache ab. Belastet dich die Depression stark, hol dir bitte ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe.
Häufige Fragen zu CBD und Depression
Kann CBD Öl bei Depressionen helfen?
Vielleicht als Begleitung, vor allem bei leichten Verstimmungen. Belegt ist das aber nicht. Es gibt nur Fallberichte und kleine Studien. In einer Studie mit Placebo-Gruppe wirkte niedrig dosiertes CBD Öl nicht besser als ein Placebo. CBD Öl ist kein Arzneimittel und ersetzt keine professionelle Behandlung.
Hilft CBD gegen Antriebslosigkeit?
Höchstens auf Umwegen, denn CBD macht nicht wach. Fehlt dir der Antrieb, weil du viel grübelst, angespannt bist oder schlecht schläfst, kann CBD dich beim Abschalten unterstützen.
Wie schnell wirkt CBD bei Depressionen?
Nicht sofort. Wie lange es dauert, ist in Studien noch nicht verlässlich untersucht. Nimm CBD regelmäßig und schau nach zwei bis vier Wochen, ob du besser schläfst und weniger grübelst.
Welches CBD Öl bei Depressionen?
Am besten ein Breit- oder Vollspektrum-Öl, das unabhängig im Labor geprüft wurde. Für den Anfang passt meist ein 10%- oder 15%-Öl. Damit kannst du gut in kleinen Schritten dosieren.
Wie viel CBD bei Depressionen?
Starte mit 10 bis 20 mg CBD am Tag. Mit einem 10%-Öl sind das 3 bis 5 Tropfen. Danach erhöhst du alle 5 bis 7 Tage um 1 bis 2 Tropfen auf 20 bis 35 mg.
Darf ich CBD und Antidepressiva gleichzeitig nehmen?
Nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. CBD kann die Leberenzyme CYP2C19 und CYP3A4 bremsen, die bestimmte Antidepressiva abbauen. Dann bleibt mehr vom Medikament im Blut.
Kann ich CBD statt Antidepressiva nehmen?
Nein. CBD ersetzt weder Antidepressiva noch Psychotherapie. Bei leichten Verstimmungen kann es die Behandlung höchstens ergänzen. Setz deine Medikamente nie einfach selbst ab. Besprich das immer mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Kann CBD Depressionen verschlimmern?
Nach aktuellem Wissensstand gibt es keine Hinweise, dass CBD selbst Depressionen verstärkt. Schwierig wird es, wenn du Antidepressiva ohne Rücksprache absetzt oder dein Öl mehr THC enthält als die erlaubten 0,3%.
Ist CBD ein Antidepressivum?
Nein. CBD Öl ist kein Arzneimittel und nicht zur Behandlung von Depressionen zugelassen. In Tierstudien wirkt CBD antidepressiv, beim Menschen ist das aber nicht belegt.
Ist CBD gut für die Psyche?
Bei Angst deuten Studien am Menschen darauf hin, dass CBD beruhigend wirkt. Bei Depressionen stammen die Hinweise vor allem aus Tierstudien und Fallberichten. CBD macht nicht high und gilt als gut verträglich.
Was wirkt sofort bei Depressionen?
Bei einer Depression wirkt leider nichts zuverlässig sofort, auch CBD nicht. Antidepressiva brauchen meist zwei bis sechs Wochen. Bist du in einer akuten Krise, ruf die Telefonseelsorge an (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr) oder im Notfall die 112.
Was ist das beste pflanzliche Mittel bei Depressionen?
Bei leichten bis mittelschweren Depressionen ist Johanniskraut am besten untersucht. Es hat aber viele Wechselwirkungen, etwa mit der Pille, Blutverdünnern und Antidepressiva. Nimm es deshalb nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. CBD ist bei Depressionen deutlich schlechter erforscht.
Wer sollte CBD nicht nehmen?
In Schwangerschaft und Stillzeit raten wir von CBD ab. Hast du eine Lebererkrankung oder nimmst du Medikamente wie Antidepressiva, Blutverdünner oder Mittel gegen Epilepsie, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Kinder und Jugendliche sollten CBD nur mit ärztlicher Begleitung nehmen.
Hilft CBD bei Winterdepression?
Dazu gibt es keine Studien. Bei einer Winterdepression helfen vor allem Lichttherapie und Bewegung. Hält die Niedergeschlagenheit an, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Wie helfe ich jemandem mit Depression?
Nimm die Erkrankung ernst und hör zu, ohne zu bewerten oder zu beschwichtigen. Ermutige die Person behutsam, sich professionelle Hilfe zu holen. Biete ihr an, beim ersten Schritt zu helfen, etwa einen Termin zu suchen oder mitzukommen. Zieht sie sich zurück, nimm das nicht persönlich. Und achte auch auf deine eigenen Grenzen. Spricht sie von Suizid oder ist sie in akuter Gefahr, ruf sofort die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 an oder im Notfall die 112.
Macht CBD abhängig?
Nein. Laut WHO macht reines CBD nicht abhängig und ist gut verträglich.
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
- Laczkovics C, Kothgassner OD, Felnhofer A, Klier CM. (2021). Cannabidiol treatment in an adolescent with multiple substance abuse, social anxiety and depression. Neuropsychiatrie, 35(1), 31–34. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32052321
- Specka M, Bonnet U, Schmidberg L, et al. (2024). Effectiveness of Medical Cannabis for the Treatment of Depression: A Naturalistic Outpatient Study. Pharmacopsychiatry, 57(3). pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38211630
- Crippa JAS, Zuardi AW, Guimarães FS, et al. (2021). Efficacy and Safety of Cannabidiol Plus Standard Care vs Standard Care Alone for the Treatment of Emotional Exhaustion and Burnout Among Frontline Health Care Workers. JAMA Network Open, 4(8), e2120603. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34387679
- World Health Organization (2018). Cannabidiol (CBD) – Critical Review Report. Expert Committee on Drug Dependence, Genf. who.int
- Stiftung Deutsche Depressionshilfe – Informationen und Hilfe bei Depression. deutsche-depressionshilfe.de
- Winkler A, Meis AC, Hermann C. (2025). Placebo effects in a RCT assessing 30 days of low dose Cannabidiol (CBD) treatment for psychological distress in stressed students at risk for depression. Journal of Cannabis Research, 7, 98. pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12664194
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Epidyolex (Cannabidiol) – Produktinformation, Abschnitte 4.4, 4.5 und 5.2. ema.europa.eu












