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CBD Öl Nebenwirkungen – welche Risiken gibt es wirklich?

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 30.03.2026 | Lesezeit 8 min

CBD gilt als gut verträglich – und das stimmt auch für die große Mehrheit der Anwender. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Cannabidiol als unbedenklich eingestuft, und schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten.

Trotzdem ist CBD kein Wirkstoff ohne jede Reaktion. Gerade bei zu hoher Dosierung, in Kombination mit Medikamenten oder bei bestimmten Vorerkrankungen können unerwünschte Effekte auftreten – von Müdigkeit über Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu erhöhten Leberwerten.

Die gute Nachricht: Die meisten Nebenwirkungen sind mild, dosisabhängig und verschwinden, sobald man gegensteuert. Wer weiß, worauf er achten muss, kann CBD sicher und mit gutem Gefühl anwenden.

Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Medizinisch geprüft

Dr. med. Wolfgang Furtlehner

Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde

Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.

Welche Nebenwirkungen kann CBD Öl haben?

Die meisten Nebenwirkungen von CBD sind mild, dosisabhängig und vorübergehend. Sie treten vor allem zu Beginn der Einnahme auf oder wenn die Dosis zu schnell gesteigert wird. Hier die wichtigsten im Überblick – einzeln erklärt, damit du weißt, was dahintersteckt und was du tun kannst.

Nebenwirkung Häufigkeit Typische Ursache Was hilft
Müdigkeit Häufig Zu hohe Dosis oder Einnahme tagsüber Dosis reduzieren oder auf den Abend verlegen
Mundtrockenheit Gelegentlich CBD beeinflusst die Speichelproduktion über das ECS Mehr Wasser trinken, zuckerfreien Kaugummi kauen
Magen-Darm-Beschwerden Gelegentlich Empfindlicher Magen, Trägeröl (MCT), Einnahme auf nüchternen Magen Zu einer Mahlzeit mit Fett einnehmen
Appetitveränderung Gelegentlich Individuelle Reaktion des ECS Reguliert sich meist nach einigen Tagen
Schwindel Selten Kurzfristiger Blutdruckabfall Langsam aufstehen, niedrig dosieren, ausreichend trinken
Blutdruckabfall Selten Gefäßerweiternde Wirkung von CBD Niedrig dosieren, bei bestehendem niedrigem Blutdruck besonders vorsichtig
Kopfschmerzen Selten Zu hohe Startdosis, Flüssigkeitsmangel Dosis anpassen, mehr trinken
Erhöhte Leberwerte Sehr selten Sehr hohe Dosen (ab ~350 mg/Tag) oder Wechselwirkung mit Medikamenten Leberwerte kontrollieren, ärztliche Rücksprache

Müdigkeit und Schläfrigkeit

Die häufigste Nebenwirkung überhaupt. CBD wirkt entspannend auf das Nervensystem – und bei manchen Menschen schlägt das stärker durch als gewünscht, besonders tagsüber. In vielen Fällen ist Müdigkeit kein Zeichen einer schlechten Verträglichkeit, sondern einer zu hohen Dosis oder eines ungünstigen Einnahmezeitpunkts. Wer CBD abends nimmt, erlebt die Schläfrigkeit oft sogar als willkommenen Effekt. Tritt sie tagsüber störend auf: Dosis reduzieren oder auf die Abendstunden verlegen.

Mundtrockenheit

CBD kann die Speichelproduktion über das Endocannabinoid-System beeinflussen. Das Ergebnis: ein trockenes, pelziges Mundgefühl – unangenehm, aber harmlos. Ausreichend Wasser trinken hilft sofort. Auch zuckerfreie Bonbons oder Kaugummi können den Speichelfluss anregen.

Magen-Darm-Beschwerden

Durchfall, leichte Übelkeit oder Bauchgrummeln – das berichten manche Anwender, besonders in den ersten Tagen. Häufig liegt das nicht am CBD selbst, sondern am Trägeröl (zum Beispiel MCT-Öl), das empfindliche Mägen reizen kann. Auch eine Einnahme auf nüchternen Magen begünstigt Beschwerden. Die Lösung ist oft einfach: CBD zu einer Mahlzeit einnehmen – idealerweise mit etwas Fett, das verbessert gleichzeitig die Aufnahme.

Appetitveränderungen

In klinischen Studien gehört ein veränderter Appetit zu den häufiger genannten Nebenwirkungen – mal weniger Hunger, gelegentlich auch mehr. Die Ausprägung ist meist mild und reguliert sich nach einigen Tagen von selbst. Bei ungewolltem Gewichtsverlust lohnt es sich, die Dosis zu überprüfen.

Schwindel und Benommenheit

Vor allem am Anfang oder bei empfindlichen Personen kann CBD leichten Schwindel auslösen. Der Grund ist oft ein kurzfristiger Blutdruckabfall – der Körper reagiert auf die gefäßerweiternde Wirkung von CBD. Langsam aufstehen, ausreichend trinken und niedrig dosiert starten – damit lässt sich das in den meisten Fällen vermeiden.

Blutdruckabfall

CBD kann den Blutdruck leicht senken. Für Menschen mit normalem oder leicht erhöhtem Blutdruck ist das meist kein Problem – und manchmal sogar ein positiver Nebeneffekt. Wer aber ohnehin einen niedrigen Blutdruck hat, sollte vorsichtig sein. Typische Folgen sind Schwindel, Benommenheit oder Kreislaufprobleme. In diesem Fall: niedrig dosieren und die Reaktion beobachten.

Kopfschmerzen

Manche Anwender berichten über Kopfschmerzen – vor allem in der Eingewöhnungsphase. Die Ursache kann eine zu hohe Startdosis sein, aber auch Flüssigkeitsmangel oder eine Wechselwirkung mit anderen Substanzen. In den meisten Fällen verschwinden die Beschwerden nach wenigen Tagen oder lassen sich durch eine Dosisanpassung beheben.

Erhöhte Leberwerte

Ein Punkt, der oft übersehen wird, aber wichtig ist: In klinischen Studien – insbesondere bei der Behandlung des Dravet-Syndroms mit hochdosiertem, pharmazeutischem CBD (NEJM-Studie 2017) – wurden bei einigen Teilnehmern erhöhte Leberenzymwerte festgestellt. Diese Effekte traten vor allem bei sehr hohen Dosierungen und bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Antiepileptika auf.

Für frei verkäufliche CBD-Öle in üblichen Dosierungen (20–100 mg pro Tag) gilt CBD nach aktuellem Wissensstand nicht als leberschädigend. Trotzdem sollten Menschen mit bestehenden Lebererkrankungen oder Dauermedikation ihre Leberwerte im Blick behalten und CBD nur nach ärztlicher Rücksprache einsetzen.

Warum entstehen Nebenwirkungen bei CBD?

CBD ist ein Naturprodukt – aber auch Naturprodukte wirken im Körper. In den meisten Fällen liegt die Ursache für Nebenwirkungen nicht am CBD selbst, sondern an den Umständen der Einnahme. Wer diese kennt, kann die meisten Probleme von vornherein vermeiden.

Zu hohe Anfangsdosis

Der häufigste Fehler überhaupt. Viele Einsteiger beginnen mit einer Dosis, die der Körper noch nicht kennt – und reagieren dann mit Müdigkeit, Schwindel oder Unruhe. Auch eine zu schnelle Steigerung überfordert den Organismus. Die Lösung ist einfach: niedrig starten, langsam steigern und dem Körper Zeit geben, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen.

Individuelle Empfindlichkeit

Jeder Mensch verarbeitet CBD anders. Stoffwechsel, Körpergewicht, Fettanteil, Stresslevel, Schlafqualität – all das beeinflusst, wie stark CBD wirkt. CBD ist fettlöslich und wird teilweise im Fettgewebe gespeichert, was bei unterschiedlicher Körperkomposition zu sehr verschiedenen Wirkverläufen führen kann. Manche Menschen spüren schon bei wenigen Milligramm eine deutliche Wirkung, andere brauchen ein Vielfaches. Auch das Endocannabinoid-System ist bei jedem unterschiedlich ausgeprägt – eine hohe Rezeptorempfindlichkeit kann dazu führen, dass selbst kleine Mengen Nebenwirkungen auslösen.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

CBD wird in der Leber über das CYP450-Enzymsystem abgebaut – dieselben Enzyme, die auch viele Medikamente verarbeiten. Wenn CBD diese Enzyme hemmt, können Medikamente langsamer abgebaut werden und stärker wirken als beabsichtigt. Besonders relevant ist das bei Dauermedikation – dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Schlechte Produktqualität

Nicht jedes CBD Öl auf dem Markt hält, was es verspricht. Eine aktuelle Studie der Universität Halle-Wittenberg (2025) zeigte, dass der CBD-Gehalt kommerzieller Öle im Schnitt rund 21% über den Herstellerangaben lag – das erhöht das Risiko unbeabsichtigter Überdosierung. Minderwertige Produkte können außerdem Rückstände von Lösungsmitteln, Pestiziden oder unerwartete THC-Anteile enthalten. Solche Verunreinigungen verursachen Nebenwirkungen, die fälschlicherweise dem CBD zugeschrieben werden. Ein transparentes Analysezertifikat (COA) ist deshalb kein Nice-to-have, sondern Pflicht.

Vorerkrankungen als Verstärker

Bestimmte Vorerkrankungen können dafür sorgen, dass Nebenwirkungen stärker oder früher auftreten. Menschen mit niedrigem Blutdruck reagieren empfindlicher auf die gefäßerweiternde Wirkung von CBD. Bei eingeschränkter Leberfunktion wird CBD langsamer abgebaut, was die Wirkung verstärkt. Und bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt kann schon das Trägeröl Beschwerden auslösen. Wer Vorerkrankungen hat, sollte besonders niedrig dosieren und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.

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CBD und Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wechselwirkungen sind der Punkt, an dem CBD am meisten unterschätzt wird. Denn auch wenn CBD selbst gut verträglich ist – in Kombination mit bestimmten Medikamenten kann es deren Wirkung verändern. Der Grund dafür liegt in der Leber.

Warum es zu Wechselwirkungen kommt – CYP450 erklärt

CBD wird in der Leber über das sogenannte Cytochrom-P450-System abgebaut – ein Verbund von Enzymen, der auch für den Abbau zahlreicher Medikamente zuständig ist. Besonders betroffen sind die Enzyme CYP3A4 und CYP2C19. Wenn CBD diese Enzyme hemmt, werden Medikamente langsamer abgebaut. Die Folge: Der Wirkstoff bleibt länger und in höherer Konzentration im Blut – und wirkt dadurch stärker als vorgesehen. Das kann harmlos sein, aber auch zu verstärkten Nebenwirkungen des jeweiligen Medikaments führen.

Medikamentengruppe Beispiele Mögliches Risiko
Blutverdünner Warfarin, Marcumar Verstärkte Gerinnungshemmung, erhöhtes Blutungsrisiko
Antiepileptika Clobazam, Valproinsäure Erhöhte Leberwerte, verstärkte Sedierung
Benzodiazepine Diazepam, Lorazepam Übermäßige Schläfrigkeit, Benommenheit
Antidepressiva / SSRIs Sertralin, Citalopram Wirkungsverstärkung, erhöhter Wirkstoffspiegel
Herz-/Cholesterinmedikamente Statine, Betablocker, Kalziumkanalblocker Erhöhte Plasmaspiegel, verstärkte Nebenwirkungen
Immunsuppressiva Cyclosporin, Tacrolimus Veränderte Wirkstoffkonzentration – nur mit ärztlicher Kontrolle

Die Grapefruit-Regel als einfache Orientierung

Eine praktische Faustregel: Wenn auf dem Beipackzettel deines Medikaments steht, dass du Grapefruit meiden sollst, ist auch bei CBD Vorsicht geboten. Denn Grapefruit hemmt dieselben Leberenzyme wie CBD. Diese Regel deckt nicht alle Fälle ab, gibt aber eine schnelle erste Orientierung.

Was du konkret tun solltest

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt – egal welche – sollte die Einnahme von CBD vorher mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker besprechen. Das gilt besonders bei Medikamenten mit enger therapeutischer Breite, also Wirkstoffen, bei denen schon kleine Veränderungen der Konzentration im Blut einen großen Unterschied machen.

Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel zu CBD Wechselwirkungen.

Für wen ist CBD nicht geeignet? Risikogruppen im Überblick

CBD ist für die meisten Erwachsenen gut verträglich. Aber es gibt Situationen und Personengruppen, bei denen besondere Vorsicht gilt – nicht weil CBD gefährlich wäre, sondern weil die Datenlage begrenzt ist oder individuelle Risiken eine Rolle spielen.

Schwangerschaft und Stillzeit – Für die Anwendung von CBD in der Schwangerschaft oder Stillzeit gibt es keine ausreichenden Sicherheitsdaten. CBD kann die Plazenta passieren und in die Muttermilch übergehen. Fachgesellschaften raten vorsorglich ab.

Lebererkrankungen – Da CBD überwiegend in der Leber abgebaut wird, kann eine eingeschränkte Leberfunktion zu einer stärkeren Wirkung und mehr Nebenwirkungen führen. Wer eine Lebererkrankung hat, sollte CBD nur nach ärztlicher Abklärung verwenden und die Leberwerte regelmäßig kontrollieren lassen.

Sehr niedriger Blutdruck – CBD kann den Blutdruck leicht senken. Für Menschen, die ohnehin zu niedrigen Werten neigen, erhöht das das Risiko für Schwindel, Benommenheit und Kreislaufprobleme. Besonders niedrig dosieren und die Reaktion beobachten.

Parkinson – Ein Punkt, den viele nicht kennen: Hohe CBD-Dosen können bei Parkinson-Patienten Tremor und andere Bewegungsstörungen verschlechtern. Bei niedrigen Dosen gibt es Hinweise auf positive Effekte – aber ohne ärztliche Begleitung sollte CBD hier nicht eingesetzt werden.

Glaukom – CBD könnte den Augeninnendruck erhöhen. Die Datenlage ist dünn (bisher vor allem Tierstudien), aber bei einem bestehenden Glaukom gilt: nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt.

Vor geplanten Operationen – CBD kann die Blutgerinnung beeinflussen und mit Narkosemitteln wechselwirken. Die Empfehlung: CBD mindestens zwei Wochen vor einem geplanten Eingriff absetzen und den Anästhesisten informieren.

Männer mit Kinderwunsch – In Tierstudien zeigte CBD einen negativen Einfluss auf das Spermienwachstum und die Hodengröße. Ob sich das auf den Menschen übertragen lässt, ist unklar – wer sich mit dem Thema CBD und Fruchtbarkeit auseinandersetzt, sollte bei aktivem Kinderwunsch aber zurückhaltend sein.

Kinder und Jugendliche – Das Nervensystem ist noch in der Entwicklung. Frei verkäufliches CBD sollte Kindern nicht ohne ärztliche Begleitung gegeben werden. Was Eltern bei CBD Tropfen für Kinder beachten sollten, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst.

Nebenwirkungen vermeiden – die richtige Dosierung und Anwendung

Die meisten Nebenwirkungen von CBD sind kein Zeichen schlechter Verträglichkeit – sondern das Ergebnis einer zu hohen Dosis, eines ungünstigen Timings oder eines minderwertigen Produkts. Wer diese drei Stellschrauben kennt, kann die allermeisten Probleme vermeiden.

Start low, go slow – das Einsteiger-Prinzip

Der wichtigste Satz zum Thema CBD-Dosierung: Niedrig starten, langsam steigern. Beginne mit 5–10 mg CBD pro Tag – das entspricht bei einem CBD Öl 5% etwa 2–4 Tropfen. Bleib einige Tage auf dieser Dosis und beobachte, wie dein Körper reagiert. Erst dann schrittweise erhöhen.

Die meisten Anwender landen bei einer Tagesdosis zwischen 20 und 100 mg – aber das ist individuell. Manche spüren schon bei 10 mg eine deutliche Wirkung, andere brauchen deutlich mehr. Ein Symptom-Tagebuch hilft, Wirkung und mögliche Nebenwirkungen sauber voneinander zu trennen. Wer seine persönliche Dosis genauer bestimmen möchte, findet Orientierung in unserem CBD Öl Dosierungsrechner.

Timing und Mahlzeiten

Wann du CBD nimmst, beeinflusst wie es wirkt. Zwei Punkte, die einen großen Unterschied machen:

Zu einer Mahlzeit einnehmen – idealerweise mit etwas Fett. CBD ist fettlöslich und wird in Kombination mit einer fetthaltigen Mahlzeit deutlich besser aufgenommen. Gleichzeitig schont das den Magen und reduziert das Risiko von Übelkeit oder Durchfall.

Einnahmezeitpunkt anpassen – Wer tagsüber Müdigkeit oder Benommenheit spürt, sollte CBD in die Abendstunden verlegen. Bei empfindlichen Personen kann auch ein Split-Dosing sinnvoll sein: die Tagesdosis auf zwei kleinere Einnahmen aufteilen statt alles auf einmal.

Produktqualität als Schutzfaktor

Ein sauberes Produkt ist die beste Vorsorge gegen Nebenwirkungen. Worauf du achten solltest:

Analysezertifikat (COA) – Jedes seriöse CBD Öl hat ein aktuelles Analysezertifikat eines unabhängigen Labors. Darauf stehen der genaue CBD-Gehalt, der THC-Gehalt und ob Verunreinigungen wie Schwermetalle, Pestizide oder Lösungsmittel nachgewiesen wurden. Fehlt dieses Zertifikat: Finger weg.

Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat – Vollspektrum-Öle enthalten neben CBD auch weitere Cannabinoide und Terpene – inklusive minimaler THC-Spuren (unter 0,3%). Breitspektrum ist THC-frei. Isolat enthält nur reines CBD. Wer empfindlich reagiert oder THC komplett vermeiden will, fährt mit Breitspektrum oder Isolat am sichersten.

Trägeröl beachten – Magen-Darm-Beschwerden werden oft nicht durch CBD selbst ausgelöst, sondern durch das Trägeröl. MCT-Öl ist bei empfindlichen Mägen häufiger ein Problem als Hanfsamenöl oder Olivenöl. Ein Produktwechsel kann hier schon die Lösung sein.

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Wann du CBD absetzen und einen Arzt aufsuchen solltest

Die allermeisten Nebenwirkungen von CBD sind harmlos und verschwinden von selbst. Aber es gibt Signale, bei denen du nicht abwarten solltest.

Setze CBD sofort ab und hole ärztlichen Rat ein, wenn folgende Symptome auftreten: starkes oder anhaltendes Herzrasen, das sich nicht von allein beruhigt. Ausgeprägte Verwirrtheit oder starke Benommenheit, die über leichten Schwindel deutlich hinausgeht. Anhaltende Übelkeit, starkes Erbrechen oder heftige Bauchschmerzen. Gelbfärbung der Haut oder der Augen, dunkler Urin oder ungewöhnliche Erschöpfung – mögliche Hinweise auf eine Leberbeteiligung. Starker Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht oder Atembeschwerden – Zeichen einer allergischen Reaktion.

Diese Symptome sind selten. Aber sie können auf eine individuelle Unverträglichkeit, eine Wechselwirkung mit Medikamenten oder eine Vorerkrankung hinweisen, die bisher nicht bekannt war. Wer Dauermedikation einnimmt oder Vorerkrankungen hat, sollte bei ungewöhnlichen Reaktionen besonders aufmerksam sein.

Gut zu wissen: In Deutschland können unerwünschte Nebenwirkungen auch offiziell gemeldet werden – zum Beispiel über die Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts. Solche Meldungen helfen, die Sicherheit von frei verkäuflichen CBD-Produkten langfristig besser zu bewerten.

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FAQ - Häufige Fragen zu CBD Öl Nebenwirkungen

Ist CBD grundsätzlich sicher?

Ja. Die WHO stuft CBD als sicher und gut verträglich ein. Es wirkt nicht berauschend, macht nicht abhängig und hat in üblichen Dosierungen (10–50 mg/Tag) ein sehr geringes Nebenwirkungsprofil. Bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme sind Wechselwirkungen möglich – dann ärztlich absprechen.

Wie häufig treten Nebenwirkungen auf?

Selten. Die meisten Anwender vertragen CBD problemlos. Wenn Nebenwirkungen auftreten, sind es meist Müdigkeit, Mundtrockenheit oder leichte Magen-Darm-Beschwerden – fast immer bei zu hoher Anfangsdosis. Durch langsames Steigern lässt sich das Risiko auf ein Minimum reduzieren.

Kann man CBD überdosieren?

Eine gefährliche Überdosierung ist praktisch nicht möglich. Selbst in Studien mit sehr hohen Dosen (bis 1.500 mg/Tag) traten keine lebensbedrohlichen Reaktionen auf. Bei zu viel CBD kann es zu verstärkter Müdigkeit, Schwindel oder Durchfall kommen – dann einfach die Dosis reduzieren.

Schadet CBD der Leber?

In üblichen Dosierungen nein. Erhöhte Leberwerte traten in Studien erst ab sehr hohen Dosen (ab ca. 350 mg/Tag) oder in Kombination mit bestimmten Medikamenten auf. Bei langfristiger Einnahme höherer Dosen können gelegentliche Leberwert-Kontrollen sinnvoll sein.

Wirkt sich CBD auf die Nieren aus?

Nach aktuellem Kenntnisstand nicht. Es gibt keine Hinweise darauf, dass CBD die Nierenfunktion beeinträchtigt. Im Gegensatz zu klassischen Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac belastet CBD die Nieren nicht. Bei bestehender Nierenerkrankung trotzdem ärztlich absprechen.

Kann CBD Herzrasen auslösen?

Sehr selten. CBD senkt tendenziell den Blutdruck leicht, was in Einzelfällen ein kompensatorisches Herzrasen auslösen kann – besonders bei empfindlichen Personen oder zu hoher Anfangsdosis. Wer unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte die Einnahme ärztlich begleiten lassen.

Erhöht CBD den Augeninnendruck?

Es gibt Hinweise aus einer Tierstudie, dass CBD den Augeninnendruck vorübergehend leicht erhöhen könnte – im Gegensatz zu THC, das ihn senkt. Wer an Glaukom leidet, sollte CBD nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt einnehmen.

Welche Nebenwirkungen hat CBD auf die Psyche?

CBD gilt psychisch als gut verträglich und wird eher mit angstlösenden und stimmungsstabilisierenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. In Einzelfällen berichten Anwender über innere Unruhe, leichte Reizbarkeit oder lebhafte Träume – meist bei zu hoher Dosis oder zu schnellem Aufdosieren.

Fazit – CBD Öl Nebenwirkungen

CBD Öl ist für die große Mehrheit der Anwender gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen – Müdigkeit, Mundtrockenheit, leichter Schwindel – sind mild, dosisabhängig und in den allermeisten Fällen vermeidbar.

Der Schlüssel liegt in drei Dingen: langsam eindosieren, ein hochwertiges Produkt mit Analysezertifikat verwenden und bei bestehender Medikation oder Vorerkrankungen den Arzt einbeziehen. Wer das beherzigt, minimiert das Risiko auf ein Minimum.

Und wenn doch mal etwas auftritt: Dosis runter, Timing anpassen, Körper beobachten. Meistens reicht das schon. Bei ungewöhnlichen oder anhaltenden Beschwerden gilt wie bei jedem Wirkstoff: pausieren und ärztlichen Rat einholen.

Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Devinsky O. et al. (2017). Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. The New England Journal of Medicine, 376(21), 2011-2020. Studie zu CBD bei therapieresistenten Anfällen im Dravet-Syndrom auf PubMed ansehen
Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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