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CBD Öl für Kinder – was Eltern wissen müssen

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 11.04.2026 | Lesezeit 8 min

Dein Kind kommt abends nicht zur Ruhe, ist tagsüber hibbelig oder hat mit Ängsten zu kämpfen – und du fragst dich, ob CBD Öl auch für Kinder eine Option sein kann. Eine berechtigte Frage, die sich gerade viele Eltern stellen. Bei bestimmten Beschwerden zeigen erste Studien tatsächlich vielversprechende Ergebnisse – gleichzeitig gibt es einiges, was du bei Auswahl, Dosierung und Sicherheit wissen solltest, bevor du startest.

Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Medizinisch geprüft

Dr. med. Wolfgang Furtlehner

Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde

Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.

DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK

  • Ja – CBD Öl ist grundsätzlich auch für Kinder geeignet, aber nur THC-frei, niedrig dosiert und in Absprache mit dem Kinderarzt.
  • Erste Studien zeigen Potenzial bei Epilepsie, Autismus und Angst – Langzeitdaten speziell für Kinder fehlen bisher.
  • Dosierung nach dem Prinzip „Start low, go slow" – ab 0,5 mg pro kg Körpergewicht, langsam steigern.
  • In Deutschland ist CBD legal, solange der THC-Gehalt unter 0,3 % liegt.

Ist CBD Öl für Kinder sicher?

Grundsätzlich ja – CBD hat keine berauschende Wirkung, macht nicht abhängig und wird von der Weltgesundheitsorganisation als gut verträglich eingestuft. Das gilt auch für Kinder. Voraussetzung ist, dass du ein THC-freies Produkt wählst und besonders niedrig dosierst.

Gleichzeitig solltest du wissen: Langzeitstudien zur Wirkung von CBD auf die kindliche Gehirnentwicklung fehlen bisher. Fachgesellschaften sprechen deshalb keine generelle Empfehlung aus. Das bedeutet nicht, dass CBD schädlich ist – aber dass du die Entscheidung bewusst treffen und am besten mit dem Kinderarzt besprechen solltest. Besonders dann, wenn dein Kind bereits Medikamente einnimmt, ist ärztliche Rücksprache Pflicht – CBD kann über bestimmte Leberenzyme die Wirkung anderer Medikamente verändern.

Dass CBD bei Kindern grundsätzlich wirken kann, zeigt die Zulassung von Epidyolex – dem einzigen CBD-Arzneimittel in der EU, das seit 2019 bei schweren Epilepsieformen ab zwei Jahren eingesetzt wird. Frei verkäufliche CBD-Öle sind damit nicht vergleichbar: Sie sind deutlich niedriger dosiert und unterliegen keiner arzneimittelrechtlichen Zulassung. Für Kinder heißt das: ausschließlich THC-freie Breitspektrum-Produkte, niedrigste Dosis, aufmerksam beobachten.

Bei welchen Beschwerden wird CBD bei Kindern eingesetzt?

Am häufigsten greifen Eltern bei Unruhe, Schlafproblemen, Ängsten und Konzentrationsschwierigkeiten zu CBD. Daneben gibt es Bereiche, in denen auch die Forschung schon weiter ist – allen voran Epilepsie und Autismus. Hier ein Überblick über die wichtigsten Einsatzgebiete.

ADHS

Dein Kind kann sich kaum konzentrieren, ist ständig in Bewegung und reagiert impulsiv – eine typische ADHS-Situation, die den Alltag für die ganze Familie belastend macht. Klassische Medikamente wie Ritalin (Methylphenidat) können helfen, bringen aber oft Nebenwirkungen mit: Appetitlosigkeit, Schlafprobleme, manchmal auch Stimmungsveränderungen. Gerade bei Kindern im Wachstum ein Punkt, der viele Eltern beschäftigt.

CBD setzt an einer anderen Stelle an. Es wirkt beruhigend über das körpereigene Endocannabinoid-System und kann den Dopaminspiegel positiv beeinflussen – also genau den Botenstoff, der bei ADHS aus dem Gleichgewicht geraten ist. Eine israelische Studie von 2019 mit 53 Kindern und Jugendlichen zeigte: Bei 68% reduzierten sich die Hyperaktivitäts-Symptome, bei 67,6% gingen Wutanfälle deutlich zurück.

Wichtig: CBD ist kein zugelassenes ADHS-Medikament und ersetzt keine laufende Therapie. Wenn du CBD ergänzend ausprobieren möchtest, besprich das vorher mit dem Kinderarzt – besonders weil CBD und Ritalin über dieselben Leberenzyme abgebaut werden.

Epilepsie

Hier ist die Studienlage am stärksten. Beim Dravet-Syndrom und beim Lennox-Gastaut-Syndrom – zwei seltene, schwere Epilepsieformen im Kindesalter – ist CBD medizinisch anerkannt. Das verschreibungspflichtige Arzneimittel Epidyolex ist seit 2019 in der EU für Kinder ab zwei Jahren zugelassen, seit 2021 auch bei Tuberöser Sklerose.

Die Zahlen aus den Zulassungsstudien sind deutlich: In einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie mit 120 Kindern sank die durchschnittliche Anfallshäufigkeit von 12,4 auf 5,9 pro Monat. Die Langzeitdaten aus dem gesamten Studienprogramm mit 714 Patienten zeigten eine Anfallsreduktion von 38% bis 51%.

Epidyolex wird unter ärztlicher Aufsicht in deutlich höheren Dosen verabreicht (10–20 mg/kg/Tag) als bei frei verkäuflichem CBD üblich. Frei verkäufliche CBD-Öle sind kein Ersatz dafür. Wenn dein Kind unter Epilepsie leidet, gehört die Behandlung in die Hände eines Kinderneurologen.

Autismus

Autismus ist nicht heilbar – aber CBD kann helfen, belastende Begleitsymptome zu mildern. Eine israelische Studie von Barchel et al. (2019) untersuchte die Wirkung von CBD bei 53 Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung. Nach der Behandlung schliefen 71,4% besser, bei 68,4% ging die Hyperaktivität zurück, 67,6% zeigten deutlich weniger Wutanfälle und Selbstverletzungen. Bei knapp der Hälfte reduzierten sich auch die Angstgefühle.

Eine weiterführende randomisierte, placebokontrollierte Studie von Aran et al. (2021) mit rund 150 Teilnehmern bestätigte diese Richtung: CBD-reiche Extrakte verbesserten Verhaltensausbrüche, Angst und soziale Kommunikation stärker als Placebo.

CBD ersetzt keine Therapie – aber es kann den Alltag für dein Kind und für euch als Familie spürbar erleichtern.

Angst und Schlafprobleme

Leistungsdruck in der Schule, sozialer Stress, Reizüberflutung – Ängste und Schlafprobleme hängen bei Kindern oft eng zusammen. Das Kind kommt abends nicht runter, wälzt sich, schläft zu spät ein und ist am nächsten Tag noch unkonzentrierter. Ein Kreislauf, den viele Eltern kennen.

CBD kann diesen Kreislauf durchbrechen: Es wirkt beruhigend auf das Nervensystem, beeinflusst die Adenosin- und Serotoninrezeptoren im Gehirn und kann so sowohl das Einschlafen als auch das Durchschlafen unterstützen. Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder nach der Einnahme abends deutlich schneller zur Ruhe kommen.

Allerdings: Große klinische Studien zu CBD bei Angst und Schlafstörungen speziell bei Kindern gibt es noch nicht. Die positiven Ergebnisse stammen bisher überwiegend aus Erwachsenenstudien und Erfahrungsberichten.

Weitere Einsatzgebiete

Neben den Hauptbereichen setzen Eltern CBD auch bei anderen Beschwerden ein:

Tourette und Tics – Eine Studie von 2020 mit Kindern zwischen 8 und 16 Jahren zeigte, dass CBD unkontrollierte Bewegungen und Laute reduzieren kann. Das Endocannabinoid-System hat direkten Einfluss auf die Bewegungssteuerung, was den Effekt erklären könnte.

Neurodermitis – CBD wirkt entzündungshemmend und kann bei Neurodermitis den Juckreiz lindern – sowohl innerlich als Öl als auch äußerlich als Creme oder Salbe.

Heuschnupfen – Die entzündungshemmenden Eigenschaften von CBD können dafür sorgen, dass weniger Histamine freigesetzt werden. Gerade für Kinder unter zwölf Jahren, bei denen Cortison oder Antihistaminika nur eingeschränkt empfohlen werden, eine interessante Option.

Wie ist die Studienlage insgesamt?

Ehrlich gesagt: gemischt. Bei Epilepsie im Kindesalter ist die Evidenz stark – mehrere große klinische Studien, eine EU-Zulassung, klare Daten. Bei Autismus sind die bisherigen Ergebnisse vielversprechend, aber noch vorläufig. Eine Metaanalyse mit 3.612 Teilnehmern und 23 randomisierten Studien bestätigt, dass Epilepsie und Übelkeit bei Chemotherapie die am besten erforschten Einsatzgebiete bei Kindern sind.

Für ADHS, Angst und Schlafstörungen bei Kindern fehlen bisher große placebokontrollierte Studien. Was es gibt, sind positive Erfahrungsberichte und kleinere Untersuchungen. Und ein Punkt, den du als Elternteil kennen solltest: Langzeitdaten zur Wirkung von CBD auf die kindliche Gehirnentwicklung liegen noch nicht vor.

CBD ÖL FÜR KINDER

Die richtige Dosierung für Kinder

Für Kinder gibt es keine pauschale Dosierung – dafür reagiert jeder Körper zu unterschiedlich. Was es gibt, ist ein bewährtes Prinzip: Start low, go slow. Du beginnst mit wenigen CBD Tropfen und steigerst langsam über mehrere Tage, bis du eine Wirkung beobachtest.

Als Orientierung dient das Körpergewicht deines Kindes. Die folgende Tabelle zeigt, in welchem Bereich sich die Dosierung je nach Beschwerdebild typischerweise bewegt:

Beschwerdebild Orientierung (mg/kg/Tag) Beispiel bei 20 kg
Leichte Unruhe, Beruhigung 0,3–0,5 mg/kg 6–10 mg → 2–4 Tropfen CBD Öl 5%
ADHS-Symptome, Angst 0,5–1 mg/kg 10–20 mg → 4–8 Tropfen CBD Öl 5%
Schlafprobleme 1–2 mg/kg 20–40 mg → 8–16 Tropfen CBD Öl 5%

Ein konkretes Beispiel: Dein Kind wiegt 20 kg und du möchtest CBD bei leichter Unruhe ausprobieren. Mit unserem CBD Öl 5% (2,5 mg pro Tropfen) startest du mit 2 Tropfen pro Tag – das entspricht 5 mg CBD. Nach einer Woche ohne auffällige Reaktion kannst du auf 3–4 Tropfen steigern.

Treten Anzeichen wie Müdigkeit oder Appetitlosigkeit auf, ist das in der Regel ein Zeichen, dass die Dosis zu hoch ist. Einfach einen Schritt zurückgehen – die Symptome verschwinden dann schnell wieder. Eine echte Überdosierung mit ernsthaften Folgen ist bei CBD praktisch ausgeschlossen.

Bei Epilepsie liegen die klinischen Dosierungen deutlich höher – im Bereich von 10–20 mg pro kg Körpergewicht und Tag. Das betrifft ausschließlich das verschreibungspflichtige Arzneimittel Epidyolex unter ärztlicher Aufsicht und ist mit frei verkäuflichem CBD Öl nicht vergleichbar.

Grundsätzlich gilt: Bevor du bei deinem Kind mit CBD startest, sprich mit dem Kinderarzt – besonders wenn bereits Medikamente im Spiel sind.

CBD bei Kind mit Angststörung

Welches CBD Produkt ist für Kinder geeignet?

Für Kinder eignet sich ein CBD Öl mit niedriger Konzentration am besten – idealerweise 5%. Damit lässt sich die Dosis mit der Pipette tropfengenau steuern, was gerade bei leichteren Körpergewichten entscheidend ist. Achte darauf, dass das Öl THC-frei ist, also ein Breitspektrum-Produkt. So schließt du psychoaktive Effekte von vornherein aus – auch in kleinsten Spuren.

Worauf du außerdem achten solltest: ein unabhängiges Analysezertifikat, das den CBD-Gehalt und die THC-Freiheit bestätigt, biologischer Anbau ohne Pestizide und eine schonende CO₂-Extraktion. Bei unseren CBD Ölen ist das alles Standard – jede Charge wird in einem unabhängigen Labor geprüft.

Die Anwendung ist einfach: Das Öl unter die Zunge geben und etwa 60 Sekunden einwirken lassen. Über die Mundschleimhaut gelangt CBD schneller in den Blutkreislauf als über den Magen. Eine erste Wirkung spüren viele Kinder schon nach 15 bis 30 Minuten.

Falls dein Kind den Geschmack nicht mag – was durchaus vorkommen kann, CBD Öl schmeckt herb –, misch die Tropfen einfach in einen Saft, Joghurt oder Smoothie. Die Wirkung setzt dann etwas verzögerter ein, aber die Aufnahme funktioniert genauso.

Ab einem Alter von etwa 8 Jahren kommen auch CBD Kapseln in Frage. Für jüngere Kinder sind sie weniger geeignet, weil die kleineren Atemwege ein Verschlucken begünstigen.

CBD für Babys und Kleinkinder?

Für Säuglinge und Kinder unter zwei Jahren gibt es keine Studien zu frei verkäuflichem CBD. Auch das einzige zugelassene CBD-Arzneimittel – Epidyolex – ist erst ab zwei Jahren zugelassen, und auch das ausschließlich bei schwerer Epilepsie unter ärztlicher Aufsicht. Wenn du über CBD für dein Kleinkind nachdenkst, besprich das ausschließlich mit dem Kinderarzt. Eigenständig dosieren ist in diesem Alter keine gute Idee.

CBD Tropfen Einsatzmöglichkeiten Kinder

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

CBD ist in der Regel gut verträglich – auch bei Kindern. Wenn Nebenwirkungen auftreten, sind sie fast immer mild und verschwinden, sobald du die Dosis reduzierst. Die häufigsten sind Müdigkeit, Mundtrockenheit, veränderter Appetit und gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden. In den meisten Fällen ist das einfach ein Zeichen, dass die Dosis zu hoch war – ein Schritt zurück reicht.

Worauf du als Mutter oder Vater besonders achten solltest, sind Wechselwirkungen mit Medikamenten. CBD wird über die sogenannten CYP450-Leberenzyme abgebaut – und genau diese Enzyme verarbeiten auch viele gängige Medikamente. Wenn dein Kind also Ritalin, Antiepileptika wie Clobazam oder Valproat, Antidepressiva oder andere Medikamente einnimmt, kann CBD deren Wirkung verstärken oder abschwächen.

Ein einfacher Anhaltspunkt, den du dir merken kannst: die Grapefruit-Regel. Wenn ein Medikament einen Hinweis enthält, dass es nicht zusammen mit Grapefruit eingenommen werden soll, gilt dieselbe Vorsicht auch bei CBD. Beide beeinflussen die gleichen Leberenzyme.

Deshalb nochmal ganz klar: Bekommt dein Kind Medikamente, gib ihm CBD nicht auf eigene Faust. Ein kurzes Gespräch mit dem Kinderarzt reicht oft aus, um die Dosierung sicher aufeinander abzustimmen.

CBD Öl bei Kindern Erfahrungen

Erfahrungen von Eltern mit CBD bei Kindern

Neben Studien und Dosierungstabellen zählt für viele Eltern vor allem eines: Was berichten andere Familien, die CBD bei ihrem Kind bereits ausprobiert haben? Hier einige Erfahrungsberichte aus der Praxis.

Mein Sohn ist 12 Jahre alt, hat ADHS und wir kommen mit den CBD Tropfen super klar. Er kann sich weit besser konzentrieren. Ich selbst nehme sie gegen Angst und Panikstörung und mir geht es sehr gut damit.

Belinda P.

Ich mache seit 2 Monaten Erfahrungen mit CBD bei meinem Kind, das ADHS hat. Es wirkt definitiv besser als Ritalin, das ein Kind nur ruhig stellen kann. Mein Sohn kann plötzlich Dinge zu Ende denken. Besser mit anderen zusammen spielen. Er sitzt und kann einfach mal essen. Mich ansehen und was erzählen. Auch die krassen Wutspitzen sind weg.

Annie P.

Mein Sohn ist Autist und hat ein paar andere Diagnosen. CBD Öl hilft ihm besser als die Medikamente, die er sonst bekommen hat. Und ich nutze es gegen innere Unruhe und Schlafstörungen!

Nadine W.

Mein Sohn Klaus hat gar keine epileptischen Anfälle mehr. Derzeit nimmt er morgens und abends 4 Tropfen 10%iges CBD Hanföl. Es ist echt mega. Mittlerweile nehmen wir alle zuhause das Öl aus unterschiedlichen Gründen.

Christina H.
Quelle: Facebookgruppe CBD-Öl, CBG-Öl und Hanföl – Erfahrungen und Austausch

Häufige Fragen zu CBD Öl für Kinder

Ist CBD Öl für Kinder legal?
Ja. In Deutschland ist CBD legal, solange der THC-Gehalt unter 0,3% liegt. Es gibt keine gesetzliche Altersbeschränkung für die Anwendung. Achte beim Kauf auf ein unabhängiges Analysezertifikat, das den CBD-Gehalt und die THC-Freiheit bestätigt.
Ab welchem Alter kann man Kindern CBD geben?
Eine offizielle Altersempfehlung gibt es nicht. Das zugelassene CBD-Arzneimittel Epidyolex darf bei schwerer Epilepsie ab zwei Jahren eingesetzt werden. Bei frei verkäuflichem CBD Öl solltest du die Anwendung grundsätzlich mit dem Kinderarzt besprechen.
Wie dosiere ich CBD bei meinem Kind?
Start low, go slow. Ein gängiger Einstieg liegt bei 0,5 mg pro kg Körpergewicht – bei einem 20-kg-Kind also etwa 2 Tropfen CBD Öl 5% pro Tag. Nach einer Woche kannst du bei Bedarf langsam steigern und beobachten, wie dein Kind reagiert.
Wie schnell wirkt CBD bei Kindern?
Unter die Zunge gegeben, wirkt CBD bei Kindern meist nach 15 bis 30 Minuten. Dafür gibst du die Tropfen unter die Zunge und lässt sie etwa 60 Sekunden einwirken. In Saft oder Joghurt gemischt setzt die Wirkung etwas später ein, die Aufnahme funktioniert aber genauso.
Kann CBD Ritalin ersetzen?
Nein. CBD ist kein zugelassenes ADHS-Medikament und kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Therapie. Es kann ergänzend eingesetzt werden, aber eine bestehende Behandlung sollte niemals eigenmächtig abgesetzt oder reduziert werden.
Was ist Epidyolex?
Epidyolex ist das einzige in der EU zugelassene CBD-Arzneimittel für Kinder. Es wird seit 2019 verschreibungspflichtig bei schweren Epilepsieformen wie dem Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom eingesetzt – unter ärztlicher Aufsicht und in deutlich höheren Dosen als frei verkäufliches CBD Öl.
Welche Nebenwirkungen hat CBD bei Kindern?
Nebenwirkungen treten selten auf und sind in der Regel mild: Müdigkeit, Mundtrockenheit, veränderter Appetit oder leichte Magen-Darm-Beschwerden. Sie verschwinden meistens, sobald die Dosis reduziert wird.
Darf CBD zusammen mit anderen Medikamenten gegeben werden?
Nur nach ärztlicher Rücksprache. CBD wird über dieselben Leberenzyme (CYP450) abgebaut wie viele gängige Medikamente – darunter Ritalin, Antiepileptika und Antidepressiva. Es kann deren Wirkung verstärken oder abschwächen. Ein einfacher Anhaltspunkt: Hat das Medikament eine Grapefruit-Warnung, gilt dieselbe Vorsicht bei CBD.
Macht CBD Kinder high oder abhängig?
Nein. CBD ist nicht psychoaktiv und hat kein Suchtpotenzial. Im Gegensatz zu THC verursacht CBD keinen Rausch – auch nicht bei höheren Dosen.
CBD Öl oder Kapseln – was ist besser für Kinder?
Für Kinder ist CBD Öl die bessere Wahl, weil sich die Dosis mit der Pipette tropfengenau anpassen lässt. Ein 5%-Öl reicht für den Einstieg. Kapseln kommen ab etwa 8 Jahren in Frage – für jüngere Kinder besteht Verschluckungsgefahr.
Gibt es Langzeitstudien zu CBD bei Kindern?
Bisher nicht. Die vorhandenen Studien laufen über Wochen bis wenige Monate. Wie sich CBD langfristig auf die kindliche Gehirnentwicklung auswirkt, ist noch nicht untersucht. Deshalb gilt: vorsichtig dosieren, aufmerksam beobachten und den Kinderarzt einbeziehen.

Fazit zu CBD Öl für Kinder

CBD Öl kann für Kinder mit bestimmten Beschwerden eine sinnvolle Unterstützung sein. Bei schweren Epilepsieformen ist die Datenlage mittlerweile so stark, dass es ein zugelassenes CBD-Arzneimittel gibt. Bei Autismus, ADHS und Schlafproblemen zeigen erste Studien und zahlreiche Erfahrungsberichte von Eltern Potenzial – auch wenn die Forschung hier noch am Anfang steht. Entscheidend ist: ein THC-freies Produkt wählen, niedrig dosieren, langsam steigern und den Kinderarzt einbeziehen. So kannst du die Chancen von CBD nutzen, ohne ein Risiko einzugehen, das sich vermeiden lässt.

*Medizinischer Haftungsauschluss

Studien und Quellen
  1. Barchel, D. et al. (2019). Oral Cannabidiol Use in Children With Autism Spectrum Disorder to Treat Related Symptoms and Co-morbidities. Frontiers in Pharmacology, 9:1521. frontiersin.org
  2. Aran, A. et al. (2021). Cannabinoid Treatment for Autism: A Proof-of-Concept Randomized Trial. Molecular Autism, 12:6. biomedcentral.com
  3. Devinsky, O. et al. (2017). Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. New England Journal of Medicine, 376:2011–2020. nejm.org
  4. Abi-Jaoude, E. et al. (2020). A Double-Blind, Randomized, Controlled, Crossover Trial of Cannabis in Tourette Syndrome in Adolescents. British Journal of Clinical Pharmacology. wiley.com
  5. Europäische Arzneimittel-Agentur (2019). Epidyolex (Cannabidiol) – EU-Zulassung als Zusatztherapie bei Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom, ab 2 Jahren. ema.europa.eu
  6. World Health Organization (2018). Cannabidiol (CBD) – Critical Review Report. Expert Committee on Drug Dependence, 40th Meeting. who.int
Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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