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CBD und CBG zusammen einnehmen: Wirkung, Vorteile und Dosierung

Zwei bernsteinfarbene CBD- und CBG-Ölfläschchen stehen dicht nebeneinander vor einer Keramikschale mit zwei ineinanderfließenden Öltropfen und einem Hanfblatt auf einer warmen, natürlichen Wellness-Oberfläche.

Nimmst du bereits CBD, stößt du schnell auf CBG, ein weiteres Cannabinoid aus der Hanfpflanze mit eigenem Wirkweg. Zusammen eingenommen ergänzen sich die beiden und können dir bei Stress, Entzündungen und innerer Unruhe eine breitere Unterstützung geben.

Das Wichtigste im Überblick

  • Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann.
  • Starte mit 10 bis 20 mg CBD und etwa 5 mg CBG am Tag und steigere nach einer Woche behutsam.
  • Nimm CBG eher morgens und CBD eher abends, oder beide zusammen zur gleichen Tageszeit.
  • Achte auf ein Analysezertifikat mit dem Gehalt pro Tropfen und weniger als 0,3% THC.

Kann man CBD und CBG zusammen einnehmen?

Ja, CBD und CBG lassen sich gut zusammen einnehmen. Beide machen nicht high und setzen an unterschiedlichen Stellen im Endocannabinoid-System an, deshalb behindern sie sich nicht, sondern ergänzen sich: CBD wirkt eher ausgleichend und beruhigend, CBG gezielter auf Entzündungen, Nerven und Stimmung.

Dahinter steckt der Entourage-Effekt: Nimmst du mehrere Cannabinoide gemeinsam, sprechen sie zusammen mehr Rezeptoren an als jedes allein und können sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Cannabidiol kennst du wahrscheinlich als den ausgleichenden Part, der innere Unruhe dämpft. CBG ist weniger bekannt, wirkt aber gezielter auf Nerven- und Entzündungsprozesse. Wer beide kombiniert, holt sich nicht die doppelte Menge desselben Effekts, sondern ein breiteres Spektrum.

Die Kombination ist gut verträglich und ergänzt deine Routine, wenn du mehrere Themen zugleich ansprechen willst. Eine ärztliche Behandlung ersetzt sie nicht.

Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBG?

Der wichtigste Unterschied zwischen CBD und CBG liegt im Wirkweg: CBD wirkt indirekt über körpereigene Botenstoffe wie Anandamid, CBG bindet direkt an die CB1- und CB2-Rezeptoren. Beide stammen aus der Hanfpflanze und machen nicht high, CBG kommt in der Pflanze aber nur in kleinen Mengen vor.

CBD (Cannabidiol) ist das bekannteste Cannabinoid nach THC. Es wird vor allem für beruhigende, entzündungshemmende und angstlösende Eigenschaften geschätzt und steckt in Ölen, Kapseln und Cremes.

CBG (Cannabigerol) kommt in der Pflanze nur in kleinen Mengen vor, meist unter 1%. Der Grund liegt in seiner Vorstufe: Aus CBGA bildet die Pflanze während der Reife andere Cannabinoide wie CBD und THC, weshalb CBGA als Mutter aller Cannabinoide gilt. CBG selbst zeigt in ersten Studien entzündungshemmende, antibakterielle und stimmungsaufhellende Eigenschaften.

Ob CBG oder CBD im Einzelfall stärker wirkt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das hängt davon ab, welches Beschwerdebild im Vordergrund steht und wie CBG und CBD im Vergleich an deinen Rezeptoren ansetzen. Die Unterschiede im Überblick:

Merkmal CBD CBG
Vorkommen Hoch, eines der häufigsten Cannabinoide Gering, meist unter 1%
Wirkweise Indirekt, unterstützt körpereigene Botenstoffe wie Anandamid Direkt, bindet an CB1- und CB2-Rezeptoren
Profil Beruhigend, entzündungshemmend, angstlösend Entzündungshemmend, antibakteriell, stimmungsaufhellend
Passt bei Stress, Schlaf, chronischen Schmerzen Entzündungen, Nervenschutz, Fokus
Macht high Nein Nein

Wie wirken CBD und CBG zusammen?

CBD und CBG wirken zusammen über dein Endocannabinoid-System, ein körpereigenes Netzwerk aus Rezeptoren, das Schmerz, Entzündungen, Stimmung und Schlaf mitreguliert. CBD stärkt es indirekt, CBG bindet direkt an seine Rezeptoren. Weil beide an unterschiedlichen Stellen ansetzen, decken sie gemeinsam mehr ab als jedes für sich.

CBD bindet nicht direkt an die Rezeptoren, sondern arbeitet im Hintergrund. Es hilft deinem Körper, eigene Botenstoffe wie Anandamid länger verfügbar zu halten. Daraus entsteht die ausgleichende, beruhigende Wirkung, für die CBD bekannt ist.

CBG geht den direkten Weg und bindet an die CB1- und CB2-Rezeptoren in Gehirn und Immunsystem. Dadurch kann es gezielter auf Entzündungsprozesse, Schmerzweiterleitung und Stimmung einwirken.

CBD sorgt also für Balance im Hintergrund, CBG wirkt gezielt. Dieses Prinzip steckt hinter dem Entourage-Effekt, bei dem Cannabinoide und Terpene zusammen mehr bewirken als jeder Stoff für sich.

Welche Vorteile hat die Kombination?

Die Kombination von CBD und CBG deckt mehr ab als ein einzelnes Cannabinoid: Sie kann Entzündungen dämpfen, Stress und innere Unruhe lindern, die Stimmung heben und Nervenzellen schützen. Erste Studien stützen das, etwa eine Zellstudie zur gemeinsamen Entzündungshemmung und eine Humanstudie, in der CBG Angst und Stress messbar senkte.

Ein Hinweis darauf kommt aus dem Labor. Eine Zellstudie von Mammana und Kollegen (2019) untersuchte CBD und CBG an Nervenzellen in einem Modell für neurodegenerative Erkrankungen. In der Kombination sank der entzündungsfördernde Botenstoff TNF-α, während schützende Botenstoffe wie IL-10 und IL-37 zunahmen. Das ist ein Zellbefund, kein Beweis am Menschen, aber er passt zum Bild zweier Cannabinoide, die sich in der Entzündungshemmung ergänzen.

Für CBG allein gibt es inzwischen sogar erste Daten aus einer Humanstudie. In einer placebokontrollierten Untersuchung von Cuttler und Kollegen (2024) nahmen 34 gesunde Erwachsene 20 mg CBG oder ein Scheinpräparat. Nach CBG sanken Angst und Stress messbar, und das Wortgedächtnis verbesserte sich leicht, ohne dass CBG high machte. Es ist eine kleine Studie zu akuten Effekten, aber sie stützt erstmals mit Menschen, was CBG bei Stimmung und Stress zugeschrieben wird.

Konkret ergänzen sich die beiden vor allem in diesen Bereichen:

Bereich CBD CBG
Entzündungen Dämpft entzündungsfördernde Botenstoffe Greift über CB2-Rezeptoren gezielt ein
Schmerzen Wirkt entzündungshemmend, beruhigt die Weiterleitung Bindet direkt an Rezeptoren, schützt Nervenzellen
Stress und Stimmung Löst innere Unruhe, fördert Ruhe Kann Stimmung heben und fokussieren
Nervenschutz Antioxidativ, schützt vor oxidativem Stress Zeigt im Labor nervenschützendes Potenzial

Ein Sonderfall ist die antibakterielle Wirkung: CBG war im Labor und im Mausmodell gegen den resistenten Keim MRSA aktiv, in einer Untersuchung so wirksam wie das Antibiotikum Vancomycin. Das ist bemerkenswert, bleibt aber vorerst Grundlagenforschung und keine Anwendung für zu Hause.

Der Großteil dieser Ergebnisse stammt aus Zell- und Tierstudien, große klinische Studien zur Kombination am Menschen stehen noch aus. Die Richtung ist vielversprechend.

Welche Kombination passt zu dir?

Ob fertiges CBG-CBD-Öl oder CBG und CBD getrennt: Unser Produktfinder führt dich in wenigen Klicks zur passenden Stärke für deinen Bedarf.

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Wie dosierst du CBD und CBG zusammen?

Starte mit 10 bis 20 mg CBD zusammen mit rund 5 mg CBG am Tag, beim 10%-Öl sind das 2 bis 4 Tropfen CBD. Bleib etwa eine Woche dabei und steigere dann behutsam, bis du die passende Wirkung spürst. Beim CBD liegt die Zielmenge meist bei 20 bis 35 mg am Tag.

Phase CBD am Tag CBD Öl 10%
Start 10 bis 20 mg 2 bis 4 Tropfen
Ziel 20 bis 35 mg 4 bis 7 Tropfen

Einen konkreten Startwert nach Körpergewicht rechnet dir unser Dosierungsrechner aus.

So nimmst du das Öl ein: unter die Zunge geben, etwa 60 Sekunden einwirken lassen und dann schlucken. Über die Mundschleimhaut gelangen die Wirkstoffe schneller in den Blutkreislauf als über den Verdauungsweg.

Ob morgens oder abends, hängt von deinem Ziel ab. CBD wirkt eher beruhigend und passt gut in den Abend. CBG wird häufig als leicht aktivierend und fokussierend beschrieben, viele nehmen es deshalb morgens. Du kannst beide auch über den Tag verteilen oder direkt zu einem kombinierten CBD Öl mit CBG greifen, das dir die getrennte Dosierung abnimmt.

Unsere Öle für die Kombination

Mit je einem Öl für CBD und für CBG dosierst du beide Cannabinoide getrennt und passt die Mischung an deinen Tag an.

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Hat die Kombination Nebenwirkungen?

Die Kombination hat meist nur milde Nebenwirkungen: CBD und CBG gelten in üblichen Mengen als gut verträglich, schwere Nebenwirkungen sind in der bisherigen Forschung nicht bekannt, und die Weltgesundheitsorganisation stuft CBD als sicher mit geringem Missbrauchspotenzial ein. Leichte Reaktionen kommen vor allem in der Anfangsphase vor.

Am häufigsten treten Mundtrockenheit, leichte Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden auf. Sie sind meist mild und klingen ab, sobald sich dein Körper an die Einnahme gewöhnt oder du die Dosis etwas reduzierst.

Ein Punkt ist wichtiger als die Nebenwirkungen selbst. Sowohl CBD als auch CBG werden über dieselben Leberenzyme (Cytochrom P450) abgebaut wie viele Medikamente. Dadurch können Wechselwirkungen entstehen, die die Wirkung deiner Arzneimittel verstärken oder abschwächen. Nimmst du regelmäßig Medikamente, sprich vorher mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder in der Apotheke über die Kombination.

Für Schwangere und Stillende liegen keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor. In dieser Zeit solltest du auf die Einnahme verzichten.

Fazit: CBD und CBG ergänzen sich

CBD und CBG wirken über verschiedene Wege im Körper, und genau das macht ihre Kombination sinnvoll. Während CBD ausgleicht und beruhigt, wirkt CBG gezielter an Rezeptoren im Nerven- und Immunsystem.

Zusammen entsteht ein breiteres Wirkspektrum, das ein einzelnes Cannabinoid so nicht abdeckt, und die bisherige Forschung ist vielversprechend. Starte mit 10 bis 20 mg CBD und rund 5 mg CBG am Tag, steigere langsam und beobachte eine Woche lang, wie du dich damit fühlst.

Häufige Fragen zu CBD und CBG in Kombination

Ist CBG stärker als CBD?

Nein, CBG ist nicht generell stärker als CBD, sondern wirkt anders. CBG bindet direkt an CB1- und CB2-Rezeptoren, CBD wirkt indirekt über körpereigene Botenstoffe. Welches im Einzelfall spürbarer wirkt, hängt vom Beschwerdebild ab, nicht von einer festen Rangfolge.

Welche Wirkung haben CBG und CBD?

CBD wirkt eher beruhigend, entzündungshemmend und angstlösend, CBG gezielter auf Nerven- und Entzündungsprozesse und auf die Stimmung. Beide machen nicht high. In Kombination decken sie über den Entourage-Effekt ein breiteres Feld ab als jedes Cannabinoid allein.

Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBG?

Der wichtigste Unterschied ist der Wirkweg: CBD wirkt indirekt über körpereigene Botenstoffe wie Anandamid, CBG bindet direkt an die CB1- und CB2-Rezeptoren. CBG kommt in der Hanfpflanze nur in kleinen Mengen vor, meist unter 1%. Beide machen nicht high.

Wie wirkt CBG?

CBG bindet direkt an die CB1- und CB2-Rezeptoren in Gehirn und Immunsystem und kann so gezielt auf Entzündungen, Schmerzweiterleitung und Stimmung wirken. In einer placebokontrollierten Studie mit 34 Erwachsenen senkten 20 mg CBG Angst und Stress messbar.

Muss ich CBD und CBG gleichzeitig einnehmen?

Nein, du kannst sie zeitgleich oder getrennt über den Tag verteilen. Viele nehmen CBG morgens für Fokus und CBD abends zum Runterkommen. Am einfachsten ist ein fertiges CBG-CBD-Öl, das beide Cannabinoide in einem Produkt vereint.

Nimmt man CBD und CBG morgens oder abends?

Das hängt vom Ziel ab. CBG wirkt leicht aktivierend und passt eher in den Morgen, CBD beruhigt und eignet sich gut für den Abend. Willst du beide gleichzeitig, funktioniert die Kombination zu jeder Tageszeit, weil keines high macht.

Hat die Kombination Nebenwirkungen?

Meist nur milde. Am häufigsten treten Mundtrockenheit, leichte Müdigkeit oder Verdauungsbeschwerden auf, oft nur zu Beginn. Wichtiger sind mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten über die Leber. Nimmst du regelmäßig Arzneimittel, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Sind CBD und CBG legal?

Ja, CBD und CBG sind in Deutschland frei verkäuflich. Breitspektrum-Öle sind THC-frei, Vollspektrum-Öle liegen unter der gesetzlichen Grenze von 0,3% THC und machen nicht high. Achte beim Kauf auf ein Analysezertifikat und eine klare Angabe des THC-Gehalts.

Was sagt die EFSA zur Menge?

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA nennt vorläufig 0,0275 mg pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als sichere Menge für gesunde Erwachsene ab 25 Jahren, also rund 2 mg bei 70 kg. Der Wert ist bewusst sehr vorsichtig gewählt, weil Langzeitdaten fehlen. Er ist kein Wert, ab dem Schäden belegt sind. In der zitierten CBG-Studie bekamen die Teilnehmenden einmalig 20 mg CBG.

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Mammana S, Cavalli E, Gugliandolo A, Silvestro S, Pollastro F, Bramanti P, Mazzon E. (2019). Could the Combination of Two Non-Psychotropic Cannabinoids Counteract Neuroinflammation? Effectiveness of Cannabidiol Associated with Cannabigerol. Medicina, 55(11), 747. doi.org/10.3390/medicina55110747
  2. Cuttler C, Stueber A, Cooper ZD, Russo E. (2024). Acute effects of cannabigerol on anxiety, stress, and mood: a double-blind, placebo-controlled, crossover, field trial. Scientific Reports, 14(1), 16163. nature.com
  3. Farha MA, El-Halfawy OM, Gale RT, et al. (2020). Uncovering the Hidden Antibiotic Potential of Cannabis. ACS Infectious Diseases, 6(3), 338–346. pubs.acs.org
  4. World Health Organization (2018). Cannabidiol (CBD) – Critical Review Report. Expert Committee on Drug Dependence, Genf. who.int
  5. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (2025). Update of the statement on the safety of cannabidiol as a novel food. EFSA Journal. efsa.europa.eu
Dominik Martzy

Autor

Dominik Martzy

Schreibt für CANNABY über Wirkung, Dosierung und sichere Anwendung von CBD. Mehr als 300 Artikel hat er recherchiert, immer auf Basis aktueller Studien.