CBG – was Cannabigerol ist und wie es wirkt

CBG ist weniger bekannt als CBD, spielt in der Hanfpflanze aber eine Schlüsselrolle, denn aus seiner Säureform entstehen fast alle anderen Cannabinoide. Als Öl kann CBG dir helfen, klar und ausgeglichen durch den Tag zu kommen.
Das Wichtigste im Überblick
- CBG Öl gibst du unter die Zunge, lässt es etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann.
- Starte mit 1 bis 2 Tropfen des 15%-Öls (7,5 bis 15 mg) und steigere nach drei bis fünf Tagen um einen Tropfen.
- Nimm das Öl morgens, die Wirkung setzt nach 15 bis 45 Minuten ein.
- Wähle ein Öl mit Analysezertifikat für CBG- und THC-Gehalt.
Was ist CBG (Cannabigerol)?
CBG (Cannabigerol) ist ein Cannabinoid der Hanfpflanze, das nicht high macht und ein eigenes Rezeptorprofil hat. Seine Säureform CBGA ist der Ausgangsstoff, aus dem die Pflanze die Vorstufen von THC, CBD und CBC bildet; weil CBGA bis zur Ernte größtenteils umgewandelt wird, bleibt in der reifen Blüte nur wenig CBG übrig.
Die Umwandlung übernehmen Enzyme der Pflanze. Was von CBGA übrig bleibt, wird durch Wärme, Licht und Zeit zu CBG. Deshalb nennt man CBG oft „Mutter-Cannabinoid“, streng genommen ist das aber CBGA.
In jungen Pflanzen steckt viel CBGA, doch bis zur Ernte wird der Großteil davon umgewandelt. In der reifen Blüte bleibt meist unter 1% CBG übrig, während CBD dort bis zu 20% ausmachen kann. Diese Knappheit macht CBG aufwendiger in der Gewinnung und in der Regel teurer als CBD. Ein noch selteneres Cannabinoid entsteht in der Pflanze erst durch Licht und Alterung: Cannabicyclol (CBL).
CBG ist aber mehr als eine Durchgangsstation. Es hat ein eigenes Rezeptorprofil und wirkt anders als CBD, ohne dich high zu machen. Ein ähnlich spannender Verwandter ist CBDV (Cannabidivarin), ein weniger bekanntes Cannabinoid mit eigener Wirkung.
Wie wirkt CBG im Körper?
CBG wirkt über dein Endocannabinoid-System, das körpereigene Steuerungssystem für Schmerzempfinden, Stimmung, Appetit und Schlaf. Es arbeitet mit zwei Rezeptortypen: CB1 vor allem im Nervensystem, CB2 vor allem im Immunsystem. Anders als CBD, das eher indirekt ansetzt, bindet CBG direkt an beide Rezeptoren, allerdings schwächer als THC. CBG greift also spürbar in das System ein, macht aber nicht high.
Darüber hinaus erreicht CBG mehrere Rezeptoren, die CBD kaum anspricht, und genau daraus entstehen die Unterschiede im Erleben. Am TRPV1-Rezeptor, der Schmerzsignale weiterleitet, ist CBG aktiv. Deshalb interessiert sich die Forschung für CBG bei Schmerzen. Über den PPARγ-Rezeptor greift CBG in Entzündungs- und Stoffwechselprozesse ein, ein Ansatz, der gerade bei entzündlichen Beschwerden untersucht wird.
Zwei weitere Rezeptoren erklären, warum sich CBG so klar anfühlt. Am 5-HT1A-Rezeptor, der Stimmung und Stressverarbeitung mitsteuert, setzt CBG an. Anders als CBD, das diesen Rezeptor eher anschaltet, bremst CBG ihn im Reagenzglas eher aus; im Tierversuch zeigte sich darüber trotzdem ein angstlösender Effekt. Am α2-Adrenozeptor, der Wachheit und Aufmerksamkeit reguliert, ist CBG dagegen hochpotent und schon in winzigen Mengen wirksam. Das könnte erklären, warum sich CBG oft klar und wach anfühlt, ohne müde zu machen.
Außerdem wirkt CBG indirekt: Es bremst vermutlich den Abbau von Anandamid, einem körpereigenen Botenstoff, den man mit Ausgeglichenheit und Entspannung verbindet. Bleibt mehr Anandamid aktiv, könnte das zum ausgleichenden Effekt beitragen, ähnlich wie es auch für CBD diskutiert wird. Dieses breite Rezeptorprofil ist der Grund, warum sich CBG im Alltag anders anfühlt, als du es von CBD kennst.
Wie wirkt CBG auf Psyche und Stimmung?
CBG wirkt auf Psyche und Stimmung klarer als CBD: weniger beruhigend, dafür mental ausgeglichen. Über den 5-HT1A-Rezeptor greift es in die Stimmungs- und Stressverarbeitung ein, über den α2-Adrenozeptor wirkt es auf Wachheit und Aufmerksamkeit. Diese Kombination passt zu dem, was Anwender oft berichten: ruhiger werden, ohne müde zu werden.
Erstmals gibt es dazu auch eine Studie mit Menschen. Ein Team um Carrie Cuttler (Washington State University, 2024, veröffentlicht in Scientific Reports) untersuchte in einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie 34 gesunde Erwachsene. Eine Einzeldosis von 20 mg CBG senkte das Angstempfinden messbar, nach 20, 45 und 60 Minuten, und auch das Stressgefühl ging zurück. Zusätzlich verbesserte sich das verbale Gedächtnis, und es traten weder ein High noch Denk- oder Bewegungsstörungen auf.
Zwei Einschränkungen gibt es allerdings. Mit 34 Teilnehmenden ist die Studie klein und ein erster Schritt, kein Beweis; die Autoren selbst betonen, dass mehr Forschung nötig ist. Und finanziert wurde sie von einem Unternehmen, das mit CBG arbeitet, was man beim Deuten der Ergebnisse mitdenken sollte. Die Richtung ist also vielversprechend, aber CBG ist kein belegtes Mittel gegen Angst, sondern ein Baustein, den du ruhig ausprobieren kannst.
Was kann CBG? Das zeigt die Forschung
Die Forschung zu CBG ist jünger als die zu CBD, und ein Punkt gilt für fast alles Weitere: Die meisten Daten stammen aus Zell- und Tierversuchen, aussagekräftige Humanstudien fehlen noch weitgehend. Ein paar Ergebnisse lassen trotzdem aufhorchen.
Am meisten Aufsehen erregt die antibakterielle Wirkung. In einer Studie der McMaster University (Farha und Kollegen, 2020) war CBG von 18 getesteten Cannabinoiden das stärkste gegen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA), einen gefürchteten Krankenhauskeim. CBG zerstörte Biofilme, verhinderte deren Neubildung und wirkte sogar gegen Persister-Zellen, die klassische Antibiotika überleben. Im Mausmodell war es so wirksam wie Vancomycin, eines der wichtigsten Reserveantibiotika. Allerdings schädigte CBG im selben Versuch auch körpereigene Zellen der Tiere. Bis daraus ein Medikament werden könnte, ist es also ein weiter Weg.
Auch abseits davon gibt es Ansätze. Über den TRPV1-Rezeptor zeigte CBG in Tiermodellen schmerzlindernde Eigenschaften, ohne wie THC high zu machen. Bei Appetitlosigkeit ist ein Tierversuch interessant (Brierley und Kollegen, 2016): Bereits satte Tiere nahmen unter hohen CBG-Dosen mehr Mahlzeiten zu sich und mehr als das Doppelte an Futter, was CBG als möglichen Ansatz bei Appetitverlust, etwa während einer Krebstherapie, ins Spiel bringt. Im Labor gibt es außerdem erste Hinweise auf entzündungshemmende und nervenschützende Effekte.
CBG hat echtes Potenzial, auch wenn der Großteil bisher aus dem Labor und aus Tierversuchen stammt. Als ergänzender Baustein kannst du es ausprobieren, eine ärztliche Behandlung ersetzt es nicht.
CBG oder CBD: Wo liegt der Unterschied?
CBG und CBD machen beide weder high noch abhängig. Trotzdem unterscheiden sie sich in Herkunft und Wirkweise deutlich. Der wichtigste Punkt: CBD entsteht aus CBG. Die Pflanze bildet aus CBGA zuerst die Vorstufe von CBD, und CBG ist dabei der Ausgangsstoff, der bis zur Reife größtenteils aufgebraucht wird. Deshalb ist CBD in der fertigen Pflanze reichlich vorhanden, CBG dagegen selten.
Im Körper gehen die beiden verschiedene Wege. CBD beeinflusst das Endocannabinoid-System eher indirekt und wird vor allem mit Entspannung und Angstlösung verbunden. CBG bindet direkt an CB1 und CB2 und erreicht zusätzlich Rezeptoren rund um Fokus, Anspannung und Entzündung. In der Praxis lässt es sich grob so zusammenfassen: CBD beruhigt, CBG klärt. Im Alltag passt CBD eher zum Abend, CBG eher zum Tag.
Gegeneinander ausspielen musst du die beiden nicht. Beim gemeinsamen Einnehmen von CBD und CBG können sie sich über den Entourage-Effekt ergänzen, weshalb sie in Breit- oder Vollspektrum-Produkten oft schon zusammen enthalten sind. Welches der beiden im direkten Vergleich besser zu deinem Ziel passt, hängt vor allem davon ab, ob du eher runterkommen oder eher klar durch den Tag willst.
Wie dosierst du CBG Öl richtig?
Ein guter Einstieg sind 1 bis 2 Tropfen des 15%-CBG-Öls pro Tag, das sind 7,5 bis 15 mg. Eine feste Menge für alle gibt es nicht, dafür reagieren Menschen zu unterschiedlich. Bleib drei bis fünf Tage dabei und erhöhe erst dann um einen Tropfen, wenn du noch nichts spürst. So findest du die Menge, die für dich passt, ohne zu überdosieren.
Bei der Einnahme kommt es auf den Weg an. Gib das Öl unter die Zunge, lass es etwa 60 Sekunden einwirken und schluck es dann. Über die Mundschleimhaut nimmt dein Körper CBG schneller auf als über den Magen. Einen konkreten Startwert nach Körpergewicht rechnet dir unser Dosierungsrechner aus, und die Logik dahinter erklärt der Beitrag zur Dosierung im Detail.
Wie schnell CBG wirkt, hängt von der Form ab. Als Öl unter der Zunge spüren die meisten nach 15 bis 45 Minuten etwas, bei Kapseln dauert es eher 45 bis 90 Minuten, weil CBG erst über den Verdauungstrakt aufgenommen wird. Blüten kann man rauchen oder verdampfen, dann setzt die Wirkung schon nach wenigen Minuten ein. Beim Rauchen entstehen allerdings Verbrennungsstoffe, die die Atemwege belasten, weshalb ein Vaporizer die schonendere Wahl ist. Für eine gleichmäßige, alltagstaugliche Anwendung ist Öl meist am einfachsten.
Unsere CBG- und CBD-Produkte
Für den Einstieg in CBG passt das reine CBG Öl, CBD Öl 10% und CBD Kapseln ergänzen es. Welche Form und Stärke zu deinem Ziel passt, zeigt dir der CBD Produktfinder.
Unsere Empfehlungen für dich
Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen hat CBG?
CBG gilt nach aktuellem Kenntnisstand als gut verträglich. Nebenwirkungen treten selten auf und sind meist mild und vorübergehend. Am häufigsten treten Mundtrockenheit, leichte Müdigkeit bei höherer Dosierung, kurzer Schwindel beim Aufstehen und gelegentliche Magen-Darm-Reaktionen auf. Die meisten davon lassen sich vermeiden, wenn du niedrig dosierst und langsam steigerst. Treten Beschwerden auf, reicht oft schon, die Dosis etwas zu senken.
Wichtiger als die Nebenwirkungen selbst ist ein anderer Punkt. Wie CBD kann CBG Leberenzyme der Cytochrom-P450-Familie hemmen, die viele Medikamente abbauen. Wird dieser Abbau gebremst, steigt die Wirkstoffmenge im Blut, und damit das Risiko für unerwünschte Effekte. Betroffen sein können unter anderem Blutverdünner, bestimmte Antidepressiva und Blutdruckmittel. Die genauen Wechselwirkungen von CBG sind noch nicht umfassend erforscht, orientieren sich aber am bekannten Profil von CBD.
Als einfache Faustregel hilft der Grapefruit-Test: Steht bei deinem Medikament, dass du keine Grapefruit dazu essen sollst, ist auch bei CBG Vorsicht geboten, denn Grapefruit hemmt dieselben Enzyme. Nimmst du regelmäßig Medikamente oder hast eine Vorerkrankung, klär die Einnahme vorher ärztlich ab. Das gilt besonders bei Blutverdünnern, leberrelevanten Medikamenten und Beruhigungsmitteln.
Ist CBG legal und im Drogentest nachweisbar?
Ja, CBG ist in Deutschland legal. Produkte aus Nutzhanf mit höchstens 0,3% THC gelten nicht als Cannabis im Sinne des Cannabisgesetzes, solange sie nicht high machen können. Öle, Kapseln und Kosmetik mit CBG darfst du deshalb ganz normal kaufen, genau wie CBD Produkte. Achte auf zertifizierten EU-Nutzhanf und ein Analysezertifikat, das den THC-Gehalt belegt. Wie die Rechtslage grundsätzlich aussieht, unterscheidet sich bei CBG kaum von der bei CBD.
Unsicherer ist die Lage bei CBG-Blüten. Gerichte sehen den Verkauf von Hanfblüten an Privatpersonen immer wieder kritisch, und optisch lassen sie sich nicht von THC-haltigen Blüten unterscheiden. Gerätst du damit in eine Kontrolle, helfen dir Analysezertifikat und Originalverpackung, die Sache schnell zu klären.
Im Drogentest ist CBG unproblematisch. Standardtests suchen nicht nach CBG, sondern nach THC beziehungsweise dessen Abbauprodukt THC-COOH. CBG macht nicht high, gilt nicht als Droge und wird weder im Urin noch im Blut oder Speichel erfasst. Wer ein hochwertiges Produkt mit einem THC-Gehalt unter 0,3% nutzt, muss in der Regel keinen positiven Drogentest befürchten. Ein Restrisiko besteht nur bei sehr hoher Dauerdosierung oder bei unseriösen Anbietern, deren THC-Gehalt über der Angabe liegt. Wer ganz sichergehen will, greift zu Breitspektrum-Produkten ohne nachweisbares THC.
Worauf achtest du beim CBG-Kauf?
CBG Öl ist nicht gleich CBG Öl. Gerade weil CBG aufwendiger herzustellen ist als CBD, gibt es Produkte mit niedrigem CBG-Gehalt oder schwacher Extraktion. Ein paar Kriterien helfen dir, die guten von den mageren zu unterscheiden.
Das Extraktionsverfahren entscheidet über Reinheit und Wirkstofferhalt. Die CO₂-Extraktion gilt als schonendste Methode, ohne Lösungsmittelrückstände und ohne Hitzebelastung. Beim Spektrum hast du die Wahl: Breit- oder Vollspektrum-Öle enthalten neben CBG weitere Cannabinoide und Terpene, die sich über den Entourage-Effekt ergänzen, während ein reines Isolat nur CBG liefert und auf dieses Zusammenspiel verzichtet. Auch das Trägeröl spielt mit, MCT-Öl sorgt für schnelle Aufnahme, Hanfsamenöl bringt zusätzlich ein gutes Fettsäureprofil.
Pflicht, nicht Kür, ist ein unabhängiges Analysezertifikat. Es sollte CBG-Gehalt, THC-Gehalt und idealerweise auch Schwermetall- und Pestizidwerte ausweisen, und seriöse Anbieter machen es öffentlich zugänglich. Ein geprüftes CBG Öl oder ein hochwertiges Breit- oder Vollspektrum-CBD Öl ist damit die verlässlichere Wahl. Zum Schluss noch zur Lagerung: kühl, dunkel und luftdicht aufbewahren, denn Licht, Wärme und Sauerstoff bauen den Wirkstoff mit der Zeit ab.
Was Anwender über CBG berichten
★★★★★
„Wirkt, um meinen stressigen Alltag zu lindern.“
★★★★★
„Hilft mir sehr gut gegen meine Schmerzen im Nacken und Schultern.“
★★★★★
„Nach CBD wollte ich auch mal ein CBG ausprobieren und wurde nicht enttäuscht. Wirkung top, Geschmack auch super.“
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Die Rückmeldungen ähneln sich: CBG wird vor allem für den Tag geschätzt, wenn es um Fokus, Stress und körperliche Anspannung geht. Wie stark der Effekt bei dir ausfällt, bleibt individuell, doch die Richtung deckt sich mit dem, was das Rezeptorprofil erwarten lässt.
Für wen lohnt sich CBG?
CBG ist ein eigenständiges Cannabinoid mit eigenem Profil, kein Ersatz für CBD, sondern eine Ergänzung. Es macht nicht high, wirkt eher klärend als beruhigend und spricht Rezeptoren an, die CBD kaum erreicht. Gerade bei Stress, Anspannung und körperlicher Unruhe kann CBG dir einen klaren, ausgleichenden Effekt geben.
Die Studienlage ist noch jung. Von der ersten Studie mit Menschen zu Angst und Stress bis zur starken antibakteriellen Wirkung gegen MRSA zeigt sich echtes Potenzial, und die weitere Forschung dürfte zeigen, wie weit es trägt.
Probier CBG am besten gleich aus: Starte morgens mit 1 bis 2 Tropfen des 15%-Öls, gib dir drei bis fünf Tage Zeit und achte auf ein unabhängiges Analysezertifikat. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenten sprichst du vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Häufige Fragen zu CBG
Macht CBG high?
Nein, CBG macht nicht high. Es bindet zwar an dieselben Rezeptoren wie THC, aber deutlich schwächer und ohne high zu machen. Du bleibst klar und handlungsfähig, der Effekt wirkt eher wach und fokussiert als benommen.
Ist CBG in Deutschland legal?
Ja, CBG ist in Deutschland legal, solange das Produkt den THC-Grenzwert von 0,3% einhält. Öle, Kapseln und Kosmetik mit CBG darfst du ganz normal kaufen. Achte auf zertifizierten EU-Nutzhanf und ein Analysezertifikat, das den THC-Gehalt belegt.
Was ist besser, CBD oder CBG?
Keins ist pauschal besser, sie passen zu verschiedenen Zielen. CBD wird eher mit Entspannung und Abend verbunden, CBG mit Klarheit und Tag. Oft lohnt die Kombination, weil sich beide über den Entourage-Effekt ergänzen können.
Welche Nebenwirkungen hat CBG?
CBG gilt als gut verträglich. Am häufigsten sind Mundtrockenheit, leichte Müdigkeit, kurzer Schwindel beim Aufstehen und milde Magen-Darm-Reaktionen. Sie sind meist vorübergehend und lassen oft nach, wenn du die Dosis etwas senkst.
Wie lange wirkt CBG?
Die Wirkdauer liegt meist bei einigen Stunden und hängt von Form, Dosis und Stoffwechsel ab. Als Öl setzt der Effekt nach 15 bis 45 Minuten ein, bei Kapseln später, dafür oft gleichmäßiger. Bei regelmäßiger Einnahme fühlt sich die Wirkung stabiler an.
Kann man CBG rauchen?
Ja, CBG-Blüten lassen sich rauchen oder verdampfen, dann wirkt CBG schon nach wenigen Minuten. Beim Rauchen entstehen aber Verbrennungsstoffe, die die Atemwege belasten. Ein Vaporizer ist die schonendere Variante, für den Alltag ist Öl meist praktischer.
Wie fühlt man sich mit CBG?
Die meisten beschreiben CBG als körperlich entspannt, aber im Kopf wach und klar. Weniger innere Unruhe, mehr Fokus, ohne müde zu werden. Der Effekt fällt je nach Person und Dosis unterschiedlich aus, manche spüren ihn schnell, andere erst nach einigen Tagen.
Kann man CBG und CBD zusammen nehmen?
Ja, CBG und CBD lassen sich gut kombinieren und können sich über den Entourage-Effekt ergänzen. In Breit- oder Vollspektrum-Ölen sind beide oft schon zusammen enthalten. Wer gezielt mehr CBG möchte, greift zu einem reinen CBG Öl.
Warum ist CBG teurer als CBD?
CBG steckt selbst in speziellen Hanfsorten nur in kleinen Mengen, meist unter 1%. Für die Gewinnung braucht es mehr Pflanzenmaterial oder eine frühe Ernte. Dieser höhere Aufwand schlägt sich im Preis nieder, weshalb CBG in der Regel teurer ist als CBD.
Wie wirkt CBG auf den Blutdruck?
CBG greift am α2-Adrenozeptor an, der unter anderem den Blutdruck mitreguliert, weshalb ein leicht senkender Effekt möglich ist. Belastbare Humandaten dazu fehlen aber. Nimmst du Blutdruckmittel, klär die Einnahme sicherheitshalber vorher ärztlich ab.
Für was steht CBG?
CBG steht für Cannabigerol, ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Aus seiner Säureform CBGA bildet die Pflanze die Vorstufen von THC, CBD und CBC, deshalb gilt CBGA als Mutter aller Cannabinoide. CBG selbst macht nicht high.
Ist CBG stärker als CBD?
Nein, stärker ist keines von beiden, sie wirken auf verschiedenen Wegen. CBD wird eher mit Entspannung und Abend verbunden, CBG mit Klarheit und Tag, weil es zusätzlich Rezeptoren erreicht, die CBD kaum anspricht. Beide lassen sich gut kombinieren.
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
- Cuttler C, Stueber A, Cooper ZD, Russo E. (2024). Acute effects of cannabigerol on anxiety, stress, and mood: a double-blind, placebo-controlled, crossover, field trial. Scientific Reports, 14, 16163. nature.com
- Farha MA, El-Halfawy OM, Gale RT, MacNair CR, Carfrae LA, Zhang X, Jentsch NG, Magolan J, Brown ED. (2020). Uncovering the Hidden Antibiotic Potential of Cannabis. ACS Infectious Diseases, 6(3), 338–346. pubs.acs.org (10.1021/acsinfecdis.9b00419)
- Cascio MG, Gauson LA, Stevenson LA, Ross RA, Pertwee RG. (2010). Evidence that the plant cannabinoid cannabigerol is a highly potent α2-adrenoceptor agonist and moderately potent 5-HT1A receptor antagonist. British Journal of Pharmacology, 159(1), 129–141. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20002104
- Brierley DI, Samuels J, Duncan M, Whalley BJ, Williams CM. (2016). Cannabigerol is a novel, well-tolerated appetite stimulant in pre-satiated rats. Psychopharmacology, 233(19–20), 3603–3613. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27503475
- Mendiguren A, Aostri E, Rodilla I, Pujana I, Noskova E, Pineda J. (2023). Cannabigerol modulates α2-adrenoceptor and 5-HT1A receptor-mediated electrophysiological effects on dorsal raphe nucleus and locus coeruleus neurons and anxiety behavior in rat. Frontiers in Pharmacology, 14, 1183019. ncbi.nlm.nih.gov












