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FAQ

CBG – Was ist Cannabigerol und wie
wirkt es?

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 03.02.2026 | Lesezeit 8 min

CBG (Cannabigerol) wird oft als „Stammzellen-Cannabinoid“ bezeichnet, weil es die Grundlage für viele andere Cannabinoide wie CBD und THC bildet. Obwohl CBG deutlich seltener vorkommt als CBD, wird es zunehmend spannend – vor allem wegen seiner möglichen Effekte auf Entzündung, Schmerz, Stress und das allgemeine Wohlbefinden. In diesem Artikel erfährst du verständlich und ohne Hype, was CBG ist, wie es im Körper wirkt und welche Erfahrungen viele Anwender berichten. Außerdem beantworten wir häufige Fragen wie „Macht CBG high?“, „Ist CBG nachweisbar?“ und „Kann man CBG rauchen?“.

Zur Übersicht: Was sind Cannabinoide?

Was ist CBG?

CBG ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus der Hanfpflanze und eine Vorstufe vieler anderer Cannabinoide.

Das Wichtigste im Überblick:

🌱 Vorkommen & Herkunft: CBG ist ein Vorläufer-Cannabinoid (aus CBGA) und kommt meist in sehr geringen Mengen in reifen Hanfpflanzen vor.

Macht CBG high? Nein. CBG verursacht keinen Rausch.

🔬 Wie wirkt CBG?: CBG interagiert mit dem Endocannabinoid-System und beeinflusst zusätzlich Rezeptoren, die mit Entzündung, Schmerz, Stress und Muskelspannung zusammenhängen.

🧠 CBG Wirkung Erfahrung (typisch berichtet): Viele beschreiben CBG als „klar“, „körperlich entspannend“ und weniger „sedierend“ als CBD – die Wirkung kann je nach Person stark variieren.

⚖️ Ist CBG legal?: In Deutschland grundsätzlich legal, solange THC-Grenzwerte eingehalten werden und das Produkt den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

📚 Studienlage: Es gibt viel präklinische Forschung, aber noch wenig Human-Daten. CBG ist spannend, aber wissenschaftlich noch nicht abschließend bewertet.

📌 Hinweis: Bei Unsicherheiten oder bestehenden Erkrankungen sollte vor der Einnahme ärztlicher Rat eingeholt werden.

1.Was ist CBG (Cannabigerol)?

CBG (Cannabigerol) ist ein Cannabinoid, das vor allem in jungen Hanfpflanzen vorkommt. Es gilt als Vorläuferstoff, weil die Pflanze aus CBGa (Cannabigerolsäure) im Laufe der Reifezeit andere Cannabinoide bildet – unter anderem CBD und THC. Da sich ein Großteil des CBGa später umwandelt, bleibt in reifen Pflanzen meist nur ein sehr kleiner Anteil CBG übrig. Genau deshalb ist CBG seltener, aufwendiger zu gewinnen und häufig teurer als CBD.

2. Wie wird CBG gewonnen?

CBG ist in der Pflanze nur in kleinen Mengen enthalten – deshalb braucht es für CBG-Produkte entweder spezielle Sorten oder eine frühe Ernte.Typisch läuft die Herstellung so ab:

1. Auswahl CBG-reicher Hanfsorten
Für höhere CBG-Gehalte werden Sorten gezüchtet, die mehr CBGA produzieren.

2. Ernte zum passenden Zeitpunkt
Je früher geerntet wird, desto höher kann der CBG-Anteil sein – allerdings sinken dabei oft andere Erträge.

3. Extraktion (z. B. CO₂ oder Ethanol)
CBG wird aus dem Pflanzenmaterial gelöst. CO₂-Extraktion gilt als besonders sauber, Ethanol ist ebenfalls verbreitet.

4. Reinigung & Isolierung
Damit ein Produkt zuverlässig dosierbar ist, werden Cannabinoide getrennt und der Extrakt weiter gereinigt.

5. Verarbeitung zum Endprodukt
Zum Beispiel als CBG Öl, Kapseln oder Kosmetik – je nach gewünschter Anwendung.

Schema: Entstehung von Cannabinoiden aus CBGA

CBGA ist die „Mutter-Substanz“. Enzyme wandeln CBGA in die sauren Vorstufen THCA, CBDA, CBCA um. Ein Teil bleibt als CBGA und wird durch Decarboxylierung (Wärme/Licht) zu CBG. Die sauren Vorstufen werden durch Decarboxylierung zu THC, CBD und CBC.

Vorstufe Enzymatische Umwandlung Decarboxylierung (Wärme/Licht) CBGA Cannabigerolsäure THCA-Synthase (THCAS) CBDA-Synthase (CBDAS) CBCA-Synthase (CBCAS) THCA CBDA CBCA Hitze / Licht / Zeit Decarboxylierung (–CO₂) THC CBD CBC Decarboxylierung (CBGA → CBG) CBG CBGA/CBG (CBG-Zweig) Saure Vorstufen (THCA, CBDA, CBCA) Neutrale Cannabinoide (THC, CBD, CBC) Enzymatische Umwandlung Decarboxylierung (Wärme/Licht/Zeiteinfluss)

Hinweis: Schematische Vereinfachung. Enzymaktivität und Ausbeuten variieren je nach Genetik, Reifegrad und Prozessbedingungen.

3. Wie wirkt CBG?

CBG wirkt über das Endocannabinoid-System (ECS) – ein körpereigenes Regulationssystem, das unter anderem an Schlaf, Stress, Schmerzempfinden, Appetit und Entzündungsprozessen beteiligt ist. Es bindet zwar auch an CB1- und CB2-Rezeptoren, aber meist schwächer als THC. Zusätzlich beeinflusst CBG weitere Signalwege im Körper, was erklären könnte, warum es in Studien so vielseitig diskutiert wird – ohne einen Rausch auszulösen.
Kurz gesagt: Viele beschreiben CBG eher als körperlich ausgleichend als rein beruhigend.

4. CBG Wirkung Erfahrung

Viele Menschen suchen gezielt nach „CBG Wirkung Erfahrung“, weil sie wissen wollen, wie sich CBG im Alltag anfühlt – nicht nur, was Studien sagen. Meist geht es dabei um die Frage, ob CBG eher beruhigt, fokussiert oder körperlich entspannt wirkt – und wie schnell man das merkt. Typische Erfahrungen, die Anwender berichten, sind zum Beispiel:

• körperlich entspannter, ohne „müde im Kopf“ zu sein
• weniger innere Unruhe, mehr „klarer Fokus“
• angenehm bei Anspannung, Stress oder Reizbarkeit
• sanfter Effekt, der nicht „drückt“, sondern eher ausgleicht

Wichtig: Die CBG Wirkung kann je nach Person, Dosierung, Produktqualität und individueller Ausgangslage sehr unterschiedlich ausfallen. Manche spüren schnell etwas, andere eher subtil oder erst nach mehreren Anwendungen.

Wenn du CBG testen möchtest, ist unser CBG Öl eine einfache Möglichkeit, CBG kontrolliert und alltagstauglich zu dosieren – am besten mit einer kleinen Menge starten und die Wirkung in Ruhe beobachten.

5.Wie schnell wirkt CBG? 

Wie schnell CBG wirkt, hängt vor allem von der Einnahmeform ab:

• unter der Zunge (Öl): häufig nach 15–45 Minuten
• Kapseln: eher nach 45–90 Minuten
• Inhalation (Blüten/Vape): oft nach wenigen Minuten

Viele beschreiben die Wirkung als „gleichmäßig“ und weniger schwankend, wenn CBG regelmäßig und in kleiner Dosis genutzt wird.

Mann hält CBG-reiche Hanfpflanze in der Hand

6. CBG und wissenschaftliche Studien

Die Forschung zu CBG steht noch am Anfang, doch es gibt bereits erste Studien, die das Potenzial dieses Cannabinoids untersuchen. Dabei geht es unter anderem um:

  • Schmerzlinderung: Eine Studie zeigte, dass CBG schmerzlindernde Eigenschaften besitzt, ohne die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC. Es könnte eine natürliche Alternative für Menschen sein, die nach schmerzstillenden Mitteln suchen.
  • Glaukom: Bereits in den 1990er Jahren entdeckten Forscher in einer Studie, dass CBG den Augeninnen-druck senken kann, was es zu einem potenziellen Mittel gegen Glaukom macht. Diese Ei-genschaft ist besonders wertvoll, da hoher Augeninnendruck den Sehnerv schädigen kann und zu Blindheit führen könnte.
  • Antibakterielle Eigenschaften: Studien aus dem Jahr 2008 und 2021 ergaben, dass CBG starke antibakterielle Eigenschaften besitzt, insbesondere gegen antibiotikaresistente Bakterien wie MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Dies macht CBG zu einem wertvollen Wirkstoff im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.
  • Neuroprotektion: CBG zeigt neuroprotektive Effekte, die das Gehirn und die Nerven vor Schäden schützen können. Forscher untersuchen derzeit das Potenzial von CBG bei neuro-degenerativen Erkrankungen wie Huntington und Parkinson.

Wichtig: Viele Ergebnisse stammen bisher aus Zell- und Tierstudien. Aussagekräftige Human-Daten sind noch begrenzt.

Wissenschaftler untersucht CBG

7. Kann man CBG rauchen?

Ja, CBG-Blüten können geraucht oder verdampft werden. Dabei wird CBG schnell über die Lunge aufgenommen, weshalb die Wirkung oft schneller einsetzt als bei Öl oder Kapseln. Ob diese Einnahmeform für dich passt, hängt von deinen Vorlieben und deinem Ziel ab.

8. CBG Öl Dosierung

Eine „perfekte“ CBG-Dosierung gibt es nicht, weil Menschen sehr unterschiedlich reagieren. Bewährt hat sich ein einfacher Ansatz:

  • niedrig starten
  • langsam steigern
  • Wirkung beobachten (am besten 3–5 Tage pro Stufe)

Viele starten mit einer kleinen Menge pro Tag und erhöhen nur dann, wenn sie den Effekt noch nicht spüren. Wenn du CBG zum ersten Mal testest, ist ein ruhiger Zeitraum ohne große Stressspitzen ideal, um die Wirkung besser einschätzen zu können.

9. Nebenwirkungen von CBG

Obwohl CBG im Allgemeinen als gut verträglich gilt, können in einigen Fällen leichte Nebenwirkungen auftreten. Diese sind in der Regel mild und vorübergehend. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören:

  • Mundtrockenheit
  • Müdigkeit & Schläfrigkeit
  • leichte Kreislaufveränderungen
  • Magen-Darm-Reaktionen (selten)

Wenn du Medikamente einnimmst oder Vorerkrankungen hast, solltest du die Anwendung vorher ärztlich abklären – besonders bei Blutdruck, Leberstoffwechsel oder Beruhigungsmitteln.

10. CBG vs. CBD – Was ist der Unterschied?

CBG und CBD sind beide nicht psychoaktiv – sie können also kein „High“ auslösen. Trotzdem unterscheiden sie sich in ihrer Rolle in der Pflanze und in ihrer typischen Wirkung im Alltag.

  • CBD wird häufig mit Ruhe, Entspannung und Schlaf in Verbindung gebracht.
  • CBG wird häufiger als „klar“ und „körperlich ausgleichend“ beschrieben und steht stärker im Fokus von Entzündungs- und Schmerzthemen.

Viele Anwender kombinieren CBG und CBD, weil sich die Effekte ergänzen können. 
Mehr zum Thema:
CBG vs. CBD – was ist der Unterschied? (Vergleich & typische Anwendung)
CBD und CBG zusammen einnehmen (Kombination, Dosierung & Tipps)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

11. Fazit: CBG – Ein vielseitiges Cannabinoid mit großem Potenzial

CBG ist ein spannendes Cannabinoid, das aktuell stark an Aufmerksamkeit gewinnt – vor allem wegen seiner vielseitigen Rezeptorwirkung und der wachsenden Studienlage. Es macht nicht high und wird von vielen als „klar“ und körperlich ausgleichend beschrieben.Wenn du bereits CBD kennst und dich weiter vorarbeiten willst, kann CBG eine interessante Ergänzung sein – am besten in guter Qualität, sinnvoll dosiert und ohne überzogene Erwartungen.

*Medizinischer Haftungsauschluss

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Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Experte und Fachautor mit Schwerpunkt auf Cannabidiol, Anwendungssicherheit und evidenzbasierter Einordnung aktueller Forschung. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich intensiv mit der wissenschaftlichen Studienlage, Qualitätskriterien sowie dem verantwortungsvollen Einsatz von CBD im Human- und Tierbereich.

Dominik veröffentlicht regelmäßig fundierte Fachartikel zu CBD-Wirkung, Dosierung, Sicherheit und Produktqualität. Seine Arbeit zeichnet sich durch eine sachliche, strukturierte Aufbereitung komplexer Inhalte sowie eine klare Trennung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, praktischer Anwendung und offenen Forschungsfragen aus. Die Inhalte werden fortlaufend überprüft und bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aktualisiert.

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