CBG – Was ist Cannabigerol und wie
wirkt es?
CBD kennen die meisten – aber CBG? Cannabigerol ist das Cannabinoid, aus dem die Hanfpflanze erst CBD und THC bildet. Es macht nicht high, wirkt nicht sedierend und wird trotzdem gezielt bei Stress, Anspannung und körperlichen Beschwerden genutzt. CBG dockt an Rezeptoren an, die mit Entzündung, Schmerz und Stimmung zusammenhängen – und wirkt dabei anders als CBD: klarer, wacher, körperlich ausgleichend.
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Was ist CBG (Cannabigerol)?
CBG steht für Cannabigerol – ein Cannabinoid, das vor allem in jungen Hanfpflanzen vorkommt. Es wird oft als „Mutter-Cannabinoid" bezeichnet, weil die Pflanze aus seiner Vorstufe CBGA im Laufe der Reifezeit fast alle anderen Cannabinoide bildet: CBD, THC, CBC und weitere.
Das erklärt auch, warum CBG in reifen Pflanzen so selten ist. Der Großteil des CBGA wird während des Wachstums enzymatisch umgewandelt. In der fertigen Blüte bleiben in der Regel weniger als 1 % CBG übrig. Deshalb ist CBG aufwendiger zu gewinnen und meist teurer als CBD.
Aber CBG ist mehr als nur eine Zwischenstufe. Es hat ein eigenes Rezeptorprofil und wirkt im Körper anders als CBD – einen CBG Rausch kann es dabei nicht auslösen.Während CBD eher indirekt auf das Endocannabinoid-System wirkt, bindet CBG direkt an CB1- und CB2-Rezeptoren – und zusätzlich an weitere Signalwege, die bei Schmerz, Entzündung und Stimmung eine Rolle spielen.
Was ist CBGA – und warum ist es die Basis aller Cannabinoide?
CBGA (Cannabigerolsäure) ist die biochemische Ausgangssubstanz der Hanfpflanze. In jungen Pflanzen liegt CBGA in hoher Konzentration vor. Im Verlauf der Reife wandeln drei Enzyme dieses CBGA in unterschiedliche Richtungen um:
– Die THCA-Synthase bildet THCA (die Vorstufe von THC)
– Die CBDA-Synthase bildet CBDA (die Vorstufe von CBD)
– Die CBCA-Synthase bildet CBCA (die Vorstufe von CBC)
Was nach dieser Umwandlung als CBGA übrig bleibt, wird durch Wärme, Licht oder Zeit zu CBG decarboxyliert – genauso wie THCA zu THC und CBDA zu CBD werden.
Kurz gesagt: Ohne CBGA gäbe es weder CBD noch THC. Und CBG ist die direkte, aktivierte Form dieses Ausgangsstoffs.
Wie wird CBG gewonnen?
CBG steckt in der Pflanze nur in kleinen Mengen – deshalb braucht es für die Gewinnung entweder spezielle Hanfsorten mit hohem CBGA-Anteil oder eine frühe Ernte, bevor die Pflanze das CBGA in andere Cannabinoide umwandelt.
Nach der Ernte wird CBG aus dem Pflanzenmaterial extrahiert. Die schonendste Methode ist die CO₂-Extraktion, bei der weder Lösungsmittelrückstände noch Hitze die Qualität beeinträchtigen. Alternativ kommt Ethanol zum Einsatz. Danach wird der Rohextrakt gereinigt und die Cannabinoide getrennt – so entsteht ein zuverlässig dosierbares Produkt, das als Öl, Kapsel oder Kosmetik auf den Markt kommt.
Dass CBG aufwendiger herzustellen ist als CBD, erklärt auch den höheren Preis. Während CBD in reifen Pflanzen bis zu 20 % ausmachen kann, liegt der CBG-Gehalt selbst bei speziellen Sorten selten über 5–6 %.
Schema: Entstehung von Cannabinoiden aus CBGA
CBGA ist die „Mutter-Substanz“. Enzyme wandeln CBGA in die sauren Vorstufen THCA, CBDA, CBCA um. Ein Teil bleibt als CBGA und wird durch Decarboxylierung (Wärme/Licht) zu CBG. Die sauren Vorstufen werden durch Decarboxylierung zu THC, CBD und CBC.
Hinweis: Schematische Vereinfachung. Enzymaktivität und Ausbeuten variieren je nach Genetik, Reifegrad und Prozessbedingungen.
Wie wirkt CBG im Körper?
CBG wirkt über das Endocannabinoid-System (ECS) – ein körpereigenes Regulationssystem, das an Schmerzempfinden, Entzündungsprozessen, Stimmung, Appetit und Schlaf beteiligt ist. Dieses System arbeitet mit zwei Rezeptortypen: CB1 (vor allem im Gehirn und Nervensystem) und CB2 (vor allem im Immunsystem und in peripheren Organen).
Anders als CBD, das eher indirekt auf das ECS wirkt, bindet CBG direkt an beide Rezeptoren – allerdings schwächer als THC. CBG beeinflusst das System also spürbar, löst aber keinen Rausch aus.
Entscheidend ist aber, was CBG über das ECS hinaus tut. Es erreicht Rezeptoren, die CBD kaum oder gar nicht anspricht – und genau das erklärt die Unterschiede in der Wirkung.
CBG und weitere Rezeptoren – TRPV1, PPARγ, 5-HT1A und Alpha-2
Vier Rezeptoren sind für das Verständnis von CBG besonders relevant:
Der TRPV1-Rezeptor leitet Schmerzsignale weiter und reguliert die Körpertemperatur. CBG bindet hier mit hoher Affinität – ein möglicher Grund, warum Anwender es bei körperlichen Beschwerden als hilfreich erleben.
Der PPARγ-Rezeptor spielt bei Entzündungsprozessen und im Stoffwechsel eine Rolle. Über diesen Weg könnte CBG entzündungshemmend wirken – ein Ansatz, der gerade bei chronischen Entzündungen erforscht wird.
Der 5-HT1A-Rezeptor steuert Stimmung, Angst und Stressverarbeitung. Erste Laborversuche deuten darauf hin, dass CBG diesen Rezeptor ähnlich ansprechen könnte wie bestimmte angstlösende Substanzen.
Die Alpha-2-Adrenozeptoren regulieren Aufmerksamkeit, Wachsamkeit und Blutdruck. CBG bindet hier im nanomolaren Bereich – also mit sehr hoher Potenz. Das könnte erklären, warum Anwender CBG als „klar" und „fokussierend" beschreiben, ohne dabei müde zu werden.
CBG und Anandamid
CBG hemmt vermutlich das Enzym FAAH, das für den Abbau von Anandamid zuständig ist. Anandamid ist ein körpereigenes Cannabinoid, das Stimmung, Motivation und Schmerzempfinden beeinflusst. Bleibt mehr Anandamid aktiv, könnte das zur ausgleichenden Wirkung von CBG beitragen – ähnlich wie es auch für CBD diskutiert wird.
CBG Wirkung auf die Psyche
CBG wird häufig als „klarer" beschrieben als CBD – weniger beruhigend, dafür mental ausgleichend. Dieser Eindruck lässt sich über die Rezeptoren erklären, die CBG im Gehirn anspricht.
Über den 5-HT1A-Rezeptor beeinflusst CBG einen der wichtigsten Schalter für Stimmung und Stressverarbeitung. Das ist derselbe Rezeptor, an dem auch bestimmte Antidepressiva ansetzen. Gleichzeitig wirkt CBG auf Alpha-2-Adrenozeptoren, die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle regulieren. Diese Kombination könnte erklären, warum sich Anwender nach der Einnahme ruhiger und gleichzeitig wacher fühlen.
Die bislang einzige klinische Humanstudie zu CBG und Psyche stammt von der Washington State University (Cuttler et al., 2024, veröffentlicht in Scientific Reports/Nature). In dieser doppelblinden, placebokontrollierten Crossover-Studie mit 34 gesunden Erwachsenen senkten 20 mg CBG Angstgefühle signifikant – nach 20, 45 und 60 Minuten. Auch das Stressempfinden ging zurück. Gleichzeitig verbesserte sich das verbale Gedächtnis. Kognitive oder motorische Einschränkungen traten nicht auf, ebenso wenig ein Rausch.
Die Studie ist ein erster Schritt – mit 34 Teilnehmern noch klein, aber methodisch sauber. Die Autoren selbst betonen, dass weitere Forschung nötig ist, bevor CBG als Therapieoption gelten kann.
CBG Wirkung Erfahrung – Was Anwender berichten
Die meisten, die nach „CBG Wirkung Erfahrung" suchen, wollen wissen, wie sich CBG im Alltag anfühlt – nicht nur, was in Studien steht.
Typische Beschreibungen, die immer wieder auftauchen: körperlich entspannt, ohne müde im Kopf zu sein. Weniger innere Unruhe, mehr Fokus. Angenehm bei Anspannung, Stress oder Reizbarkeit. Ein sanfter Effekt, der nicht drückt, sondern ausgleicht. Viele vergleichen es mit CBD, empfinden CBG aber als wacher und klarer – weniger Richtung Schlaf, mehr Richtung Tagesnutzung.
Wie bei allen Cannabinoiden gilt: Die Wirkung fällt je nach Person, Dosierung und Ausgangslage unterschiedlich aus. Manche spüren schnell etwas, andere erst nach mehreren Tagen regelmäßiger Einnahme.

CBG und Studien – Aktueller Forschungsstand
Die Forschung zu CBG ist jünger als die zu CBD – aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse, die das Potenzial dieses Cannabinoids zeigen. Wichtig zur Einordnung: Die meisten Daten stammen aus Zell- und Tierstudien. Aussagekräftige Humanstudien sind noch begrenzt.
Schmerzlinderung
CBG interagiert mit dem TRPV1-Rezeptor, der Schmerzsignale weiterleitet. In präklinischen Untersuchungen zeigte CBG schmerzlindernde Eigenschaften – ohne die psychoaktiven Nebenwirkungen von THC. Besonders bei neuropathischen Schmerzen, etwa durch Chemotherapie, konnte CBG in Tiermodellen die mechanische Überempfindlichkeit verbessern.
Entzündungshemmung und Darmerkrankungen
CBG zeigte in Tierversuchen entzündungshemmende Wirkung bei Colitis – einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass CBG Entzündungsmarker im Darm reduzieren kann. Für Betroffene von Morbus Crohn oder Reizdarmsyndrom ist das ein vielversprechender Ansatz, auch wenn klinische Studien am Menschen noch ausstehen.
Antibakterielle Wirkung gegen MRSA
Einer der bemerkenswertesten Befunde: CBG wirkt stark antibakteriell – auch gegen Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA), einen der gefährlichsten multiresistenten Krankenhauskeime. Eine Studie der McMaster University (Farha et al., 2020) zeigte, dass CBG Biofilme von MRSA zerstören, deren Neubildung verhindern und sogar gegen sogenannte Persister-Zellen wirken konnte, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind. Im Mausmodell war CBG so wirksam wie Vancomycin – eines der stärksten Reserveantibiotika.
Neuroprotektion
CBG zeigt in Laborversuchen neuroprotektive Effekte – es kann Nervenzellen vor oxidativem Stress und Entzündung schützen. Untersucht wird das aktuell vor allem im Zusammenhang mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Huntington und Parkinson. Die Ergebnisse sind bislang präklinisch, aber vielversprechend.
Augeninnendruck und Glaukom
Bereits in den 1990er-Jahren wurde entdeckt, dass CBG den Augeninnendruck senken kann. Ein dauerhaft erhöhter Augeninnendruck kann den Sehnerv schädigen und im schlimmsten Fall zu Erblindung führen. CBG könnte hier eine nicht-psychoaktive Alternative zu THC-basierten Ansätzen bieten – allerdings fehlen bislang belastbare Humanstudien.
Appetitanregung
Im Gegensatz zu CBD, das den Appetit eher dämpfen kann, zeigte CBG in einer Tierstudie appetitanregende Wirkung. Die Tiere nahmen mehr Mahlzeiten zu sich und verdoppelten ihre Nahrungsaufnahme. Für Menschen mit Appetitlosigkeit – etwa im Rahmen einer Krebstherapie – könnte das relevant sein.

CBG vs. CBD – Was ist der Unterschied?
CBG und CBD sind beide nicht psychoaktiv – kein Rausch, keine Abhängigkeit. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich in Herkunft, Wirkweise und typischer Anwendung.
CBD entsteht aus CBG. Genauer gesagt: Die Pflanze bildet aus CBGA über ein Enzym CBDA, das dann zu CBD wird. CBG ist also der Ausgangsstoff – und wird bei der Reifung größtenteils aufgebraucht. Das erklärt, warum CBD in der fertigen Pflanze reichlich vorhanden ist (bis zu 20 %), während CBG selten über 1 % hinauskommt.
Im Körper wirken die beiden über unterschiedliche Wege. CBD beeinflusst das Endocannabinoid-System eher indirekt und wird vor allem mit Entspannung, Schlaf und Angstlösung in Verbindung gebracht. CBG bindet direkt an CB1- und CB2-Rezeptoren und erreicht zusätzlich Signalwege, die bei Entzündung, Fokus und körperlicher Anspannung eine Rolle spielen.
In der Praxis beschreiben Anwender den Unterschied oft so: CBD beruhigt, CBG klärt. CBD passt eher zum Abend, CBG eher zum Tag.
Beide Cannabinoide lassen sich kombinieren und können sich beim gemeinsamen Einnehmen von CBD und CBG über den sogenannten Entourage-Effekt gegenseitig verstärken. In Breit- oder Vollspektrum-Produkten sind sie oft bereits gemeinsam enthalten. Wer gezielt mit CBG arbeiten möchte, greift zu einem reinen CBG Öl oder einem Produkt mit höherem CBG-Anteil.
CBG Öl Dosierung und Anwendung
Eine feste CBG-Dosierung gibt es nicht – dafür reagieren Menschen zu unterschiedlich. Bewährt hat sich die Step-Up-Methode: niedrig starten, langsam steigern und die Wirkung über mehrere Tage beobachten, bevor du die Dosis anpasst.
Ein guter Einstieg sind 1–2 Tropfen CBG Öl pro Tag. Bleib 3–5 Tage bei dieser Menge. Wenn du noch keinen Effekt spürst, erhöhe um einen Tropfen und beobachte wieder. So findest du die Dosis, die für dich passt – ohne zu überdosieren.
Am besten gibst du das Öl unter die Zunge und lässt es etwa 60 Sekunden einwirken. Über die Mundschleimhaut wird CBG schneller aufgenommen als über den Magen. CBG Öl schmeckt etwas bitterer als CBD Öl – das ist normal und kein Qualitätsmangel.
Wenn du CBG zum ersten Mal testest, wähle am besten einen ruhigen Zeitraum ohne große Stressspitzen. So kannst du die Wirkung besser einschätzen.
Wie schnell wirkt CBG?
Das hängt von der Einnahmeform ab. Als Öl unter der Zunge spüren die meisten nach 15–45 Minuten eine Wirkung. Bei Kapseln dauert es eher 45–90 Minuten, weil das CBG erst über den Verdauungstrakt aufgenommen wird. Inhaliert über Blüten oder Vaporizer setzt die Wirkung oft schon nach wenigen Minuten ein.
Anwender, die CBG regelmäßig und in kleiner Dosis nutzen, beschreiben die Wirkung als gleichmäßiger und weniger schwankend als bei gelegentlicher Einnahme.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von CBG
CBG gilt nach aktuellem Kenntnisstand als gut verträglich. Nebenwirkungen treten selten auf und sind in der Regel mild und vorübergehend. Am häufigsten berichten Anwender über Mundtrockenheit, leichte Müdigkeit (vor allem bei höherer Dosierung), leichte Kreislaufveränderungen wie kurzzeitiger Schwindel beim Aufstehen und gelegentliche Magen-Darm-Reaktionen.
Die meisten dieser Effekte lassen sich vermeiden, wenn du niedrig dosierst und langsam steigerst. Treten Beschwerden auf, reicht es oft, die Dosis etwas zu reduzieren.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
CBG kann – ähnlich wie CBD – Leberenzyme der Cytochrom-P450-Familie hemmen. Diese Enzyme sind dafür zuständig, viele Medikamente im Körper abzubauen. Wird der Abbau verlangsamt, steigt die Wirkstoffkonzentration im Blut – und damit das Risiko für Nebenwirkungen.
Betroffen sein können unter anderem Blutverdünner, bestimmte Antidepressiva und Blutdruckmedikamente. Die genauen Wechselwirkungen von CBG sind noch nicht umfassend erforscht, orientieren sich aber am bekannten Profil von CBD.
Als Faustregel gilt der Grapefruit-Test: Wenn bei deinem Medikament ein Hinweis steht, dass du keine Grapefruit dazu essen sollst, ist Vorsicht auch bei CBG geboten – denn Grapefruit hemmt dieselben Enzyme.
Wenn du Medikamente einnimmst oder Vorerkrankungen hast, kläre die Einnahme vorher ärztlich ab. Das gilt besonders bei Blutverdünnern, Leberstoffwechsel-relevanten Medikamenten und Beruhigungsmitteln.
Ist CBG legal in Deutschland?
Ja. CBG ist in Deutschland legal, solange das Produkt den gesetzlichen THC-Grenzwert von 0,3 % nicht überschreitet. CBG fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und ist frei verkäuflich – genau wie CBD.
Das gilt für alle gängigen CBG-Produkte: Öle, Kapseln, Blüten und Kosmetik. Voraussetzung ist, dass der Hanf aus zertifiziertem EU-Nutzhanf stammt und ein Analysezertifikat den THC-Gehalt belegt.
Wichtig bei CBG-Blüten: Auch wenn sie legal sind, sehen sie optisch genauso aus wie THC-haltige Cannabisblüten. Bei einer Kontrolle kann das zu Missverständnissen führen. Ein mitgeführtes Analysezertifikat oder die Originalverpackung können helfen, die Situation schnell zu klären.
Ist CBG im Drogentest nachweisbar?
Standard-Drogentests suchen nicht nach CBG – sie zielen auf THC bzw. dessen Abbauprodukt THC-COOH. CBG ist nicht psychoaktiv, gilt nicht als Droge und wird bei keiner gängigen Testmethode erfasst, weder im Urin, Blut noch Speichel.
Wer ein hochwertiges CBG-Produkt mit einem THC-Gehalt unter 0,3 % nutzt, muss in der Regel keinen positiven Drogentest befürchten. Die enthaltenen THC-Spuren sind zu gering, um den Schwellenwert eines Tests zu erreichen.
Ein Restrisiko besteht bei sehr hoher Dosierung über längere Zeit – oder bei Produkten von unseriösen Anbietern, deren tatsächlicher THC-Gehalt über der Angabe liegt. Deshalb gilt: Nur CBG-Produkte mit unabhängigem Analysezertifikat verwenden. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu Breitspektrum-Produkten ohne nachweisbares THC.
Kann man CBG rauchen?
Ja, CBG-Blüten können geraucht oder verdampft werden. Die Wirkung setzt dabei deutlich schneller ein als bei Öl oder Kapseln – oft schon nach wenigen Minuten, weil das CBG direkt über die Lunge aufgenommen wird.
Der Nachteil: Beim Rauchen entstehen Verbrennungsprodukte, die die Atemwege belasten. Wer die schnelle Aufnahme schätzt, aber auf Rauch verzichten möchte, kann einen Vaporizer nutzen – dabei wird das Pflanzenmaterial nur erhitzt, nicht verbrannt.
Ob Blüten, Öl oder Kapseln besser passen, hängt von deinen Vorlieben und deinem Ziel ab. Für eine gleichmäßige, alltagstaugliche Dosierung ist Öl meist die einfachste Wahl. Blüten eignen sich eher, wenn du eine schnelle, punktuelle Wirkung suchst.
CBG Öl kaufen – Worauf achten?
CBG Öl ist nicht gleich CBG Öl. Die Qualitätsunterschiede auf dem Markt sind groß – und gerade weil CBG aufwendiger herzustellen ist als CBD, gibt es Produkte, die mit niedrigen CBG-Gehalten oder minderwertigen Extraktionsverfahren arbeiten. Ein paar Kriterien helfen bei der Auswahl.
Das Extraktionsverfahren entscheidet über Reinheit und Wirkstofferhalt. CO₂-Extraktion gilt als schonendste Methode – keine Lösungsmittelrückstände, keine Hitzebelastung. Ethanol-Extraktion ist ebenfalls verbreitet, liefert aber je nach Verfahren weniger saubere Ergebnisse.
Breit- oder Vollspektrum-Produkte enthalten neben CBG auch weitere Cannabinoide und Terpene. Diese Kombination kann die Wirkung über den Entourage-Effekt verstärken. Reine CBG-Isolate sind eine Option für alle, die gezielt nur CBG nutzen wollen – verzichten aber auf diesen Synergieeffekt.
Das Trägeröl spielt ebenfalls eine Rolle. MCT-Öl sorgt für eine schnelle Aufnahme, Hanfsamenöl liefert zusätzlich ein gutes Fettsäureprofil. Beides sind gängige und sinnvolle Optionen.
Ein unabhängiges Analysezertifikat ist Pflicht – nicht optional. Es sollte den CBG-Gehalt, den THC-Gehalt und idealerweise auch Schwermetall- und Pestizidwerte ausweisen. Seriöse Anbieter machen diese Zertifikate öffentlich zugänglich.
Zur Lagerung: CBG Öl sollte kühl, dunkel und luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Licht, Wärme und Sauerstoff beschleunigen die Oxidation und verringern die Wirksamkeit. Das Trägeröl hat ein Haltbarkeitsdatum – auch das solltest du im Blick behalten.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu CBG
Was ist CBG?
CBG (Cannabigerol) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es gilt als Vorstufe von CBD und THC, weil die Pflanze aus CBGA im Laufe der Reife diese und weitere Cannabinoide bildet.
Wie wirkt CBG?
CBG wirkt über das Endocannabinoid-System und bindet direkt an CB1- und CB2-Rezeptoren. Zusätzlich erreicht es weitere Rezeptoren, die bei Schmerz, Entzündung, Stress und Stimmung eine Rolle spielen.
Macht CBG high?
Nein. CBG ist nicht psychoaktiv und verursacht keinen Rausch, auch nicht in höherer Dosierung.
Ist CBG psychoaktiv?
Nein. Im Gegensatz zu THC beeinflusst CBG weder Wahrnehmung noch Bewusstsein.
Ist CBG legal in Deutschland?
Ja. CBG fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und ist frei verkäuflich, solange der THC-Gehalt im Produkt unter 0,3 % liegt.
Ist CBG im Drogentest nachweisbar?
Nein. Standard-Drogentests suchen nach THC, nicht nach CBG. Ein hochwertiges CBG-Produkt mit weniger als 0,3 % THC führt in der Regel nicht zu einem positiven Ergebnis.
Kann man CBG rauchen?
Ja. CBG-Blüten können geraucht oder verdampft werden. Die Wirkung setzt dabei schneller ein als bei Öl oder Kapseln, allerdings belasten Verbrennungsprodukte die Atemwege.
Was ist besser – CBD oder CBG?
Das hängt vom Ziel ab. CBD wird eher mit Entspannung und Schlaf in Verbindung gebracht, CBG eher mit Fokus und körperlichem Ausgleich. Beide lassen sich kombinieren und können sich über den Entourage-Effekt ergänzen.
Welche Nebenwirkungen hat CBG?
CBG gilt als gut verträglich. Gelegentlich berichten Anwender über Mundtrockenheit, leichte Müdigkeit oder vorübergehende Kreislaufveränderungen, meist bei höherer Dosierung.
Wie dosiert man CBG Öl?
Am besten mit der Step-Up-Methode: mit 1–2 Tropfen pro Tag starten, diese Menge 3–5 Tage beibehalten und nur bei ausbleibendem Effekt langsam steigern. Das Öl wird unter die Zunge gegeben und etwa 60 Sekunden einwirken gelassen.
Kann man CBG und CBD zusammen nehmen?
Ja. Viele Anwender kombinieren beide Cannabinoide gezielt. In Breit- oder Vollspektrum-Produkten sind sie oft bereits gemeinsam enthalten.
Warum ist CBG teurer als CBD?
Weil CBG in der Hanfpflanze nur in sehr geringen Mengen vorkommt und aufwendiger zu extrahieren ist. Spezielle Sorten und eine frühe Ernte sind nötig, um verwertbare CBG-Mengen zu gewinnen.
Fazit – Für wen lohnt sich CBG?
CBG ist ein eigenständiges Cannabinoid mit einem eigenen Wirkprofil – kein CBD-Ersatz, sondern eine Ergänzung. Es macht nicht high, wirkt nicht sedierend und spricht Rezeptoren an, die CBD kaum erreicht. Gerade bei Stress, Anspannung und körperlichen Beschwerden berichten Anwender von einem klaren, ausgleichenden Effekt.
Die Studienlage ist noch jung, aber die bisherigen Ergebnisse – von der ersten klinischen Humanstudie zu Angst und Stress bis zur antibakteriellen Wirkung gegen MRSA – zeigen, dass CBG zu Recht Aufmerksamkeit bekommt. Ohne Hype, aber mit berechtigtem Potenzial.
Wenn du CBG testen möchtest, starte niedrig, steigere langsam und gib dir ein paar Tage Zeit. Achte auf Qualität, ein unabhängiges Analysezertifikat und sprich bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vorher mit deinem Arzt.
*Medizinischer Haftungsauschluss
Studien und Quellen
- Cuttler C. et al. (2024). Acute effects of cannabigerol on anxiety, stress, and mood: a double-blind, placebo-controlled, crossover, field trial. Scientific Reports, 14, 16163. Klinische Studie zu CBG bei Angst, Stress und Stimmung ansehen
- Farha M.A. et al. (2020). Uncovering the Hidden Antibiotic Potential of Cannabis. ACS Infectious Diseases, 6, 338-346. Studie zum antibiotischen Potenzial von Cannabis ansehen
- Brierley D.I. et al. (2016). Cannabigerol is a novel, well-tolerated appetite stimulant in pre-satiated rats. Psychopharmacology, 233(19-20), 3603-3613. Präklinische Studie zu CBG und Appetitsteigerung auf PubMed ansehen
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