CBD & Haut
CBD und seine Wirkung auf die Haut
CBD steckt inzwischen in Cremes, Seren, Salben und in Ölen zum Einnehmen. Wie CBD auf die Haut wirkt, ist dabei nicht bei jedem Hautbild dasselbe: Bei unreiner Haut passiert etwas anderes als bei Neurodermitis oder trockener Winterhaut. Daran entscheidet sich auch, ob du CBD besser aufträgst, einnimmst oder beides kombinierst. Und wie lange es dauert, bis du überhaupt etwas siehst.
Das Wichtigste im Überblick
- CBD wirkt auf die Haut über deren eigenes Endocannabinoid-System und beeinflusst dort drei Dinge: Entzündungsreaktionen, Talgproduktion und Hautbarriere.
- Die Belege stammen bisher fast nur aus Labor- und kleinen Pilotstudien, große kontrollierte Studien am Menschen fehlen.
- Eine Creme wirkt lokal, CBD Öl von innen im ganzen Körper; sichtbar wird der Unterschied meist nach zwei bis vier Wochen.
- Bei Neurodermitis, Schuppenflechte oder schwerer Akne bleibt die dermatologische Behandlung die Basis, CBD ergänzt sie.
Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde
Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.
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Wie wirkt CBD auf die Haut?
CBD wirkt auf die Haut, weil die Haut ein eigenes Cannabinoid-System besitzt. In Hautzellen, Talgdrüsen, Haarfollikeln und feinen Nervenenden sitzen Rezeptoren, die steuern, wie heftig deine Haut auf Reize reagiert, wie viel Talg sie produziert und wie schnell sie sich erneuert. Genau dort greift CBD ein. An die klassischen CB1- und CB2-Rezeptoren bindet es dabei nur schwach, was oft falsch dargestellt wird: Der größere Teil der Wirkung läuft über TRPV-Kanäle, den PPAR-γ-Rezeptor und Adenosin-Rezeptoren.
Das Endocannabinoid-System in deiner Haut
Dieses Netzwerk hält deine Haut im Gleichgewicht. Es entscheidet mit, ob eine Rötung nach Stunden verschwindet oder sich zu einem Schub auswächst, ob Poren verstopfen und wie gut die Barriere Feuchtigkeit hält. Deine Haut stellt dafür auch eigene Botenstoffe her, unter anderem Anandamid und 2-AG, und baut sie über eigene Enzyme wieder ab.
Gerät dieses Endocannabinoid-System aus dem Takt, zeigt sich das an der Oberfläche. Forschungsarbeiten bringen ein gestörtes Gleichgewicht mit Neurodermitis, trockener Haut, Kontaktekzemen und chronischem Juckreiz in Verbindung. CBD verschiebt dieses Gleichgewicht, statt einen einzelnen Botenstoff zu blockieren. Deshalb betrifft die Wirkung mehrere Baustellen gleichzeitig und nicht nur eine.
Entzündung, Talg und Bakterien
Bei unreiner Haut greift CBD an drei Stellen an, nicht nur an zweien. Die entzündungshemmende Seite ist am besten untersucht: CBD bremst den NF-κB-Signalweg, über den die Zelle entzündungsfördernde Botenstoffe hochfährt, und lässt gleichzeitig mehr vom entzündungsdämpfenden IL-10 entstehen. Weniger Signalfeuer bedeutet weniger Rötung und weniger Schwellung um einen Entzündungsherd herum.
Dazu kommt die Talgregulierung. In der viel zitierten Laborarbeit von Oláh und Kollegen aus dem Jahr 2014 normalisierte CBD an menschlichen Talgdrüsenzellen die übermäßige Fettproduktion und bremste zugleich deren Vermehrung, ohne die Zellen abzutöten. Die Forscher nannten das eine dreifache Anti-Akne-Wirkung.
Der dritte Punkt wird fast nie genannt: CBD wirkt antibakteriell. Eine umfangreiche Untersuchung aus 2021 zeigte starke Effekte gegen grampositive Bakterien, darunter Cutibacterium acnes, das an der Entstehung von Pickeln beteiligt ist. CBD zerstört dabei die Bakterienmembran und erreicht auch Bakterien in Biofilmen, die sonst schwer angreifbar sind. Für dich heißt das: Bei entzündlicher, unreiner Haut arbeiten drei Mechanismen in dieselbe Richtung.
Antioxidativer Schutz und Hautalterung
Freie Radikale entstehen bei jedem Sonnenbad, in jeder Abgaswolke und in jeder stressigen Woche. Sie greifen die Zellmembranen und Kollagenfasern deiner Haut an und beschleunigen so ihre Alterung. CBD fängt solche Radikale ab und kurbelt zusätzlich die körpereigene Abwehr an, indem es das Enzym Häm-Oxygenase-1 aktiviert.
Wie gut das in echter Haut funktioniert, ist noch offen. Eine Arbeit aus 2019 verglich Hautzellen unter UV-A- und UV-B-Belastung und fand einen deutlichen Schutzeffekt in der flachen Zellkultur. In der dreidimensionalen, hautähnlicheren Kultur fiel er schwächer aus. Ein CBD Serum ersetzt keinen Sonnenschutz. Für Kollagenaufbau und bessere Feuchtigkeitsbindung gibt es erste Hinweise, aber noch keine belastbaren Zahlen aus größeren Studien.
Auch bei der Wundheilung sieht die Forschung Potenzial: CBD kann die Zellerneuerung anstoßen und die Entzündung im Wundumfeld dämpfen, bisher allerdings fast nur in vorklinischen Modellen. Wenn deine Haut nach Akne oder Ekzemen zu Narben neigt, ist das der Punkt, an dem sich ein Blick auf die Wundheilung lohnt.
Bei welchen Hautproblemen kann CBD helfen?
Am meisten spricht für CBD dort, wo Entzündung, überschießende Talgproduktion oder eine geschwächte Barriere hinter dem Problem stecken. Das trifft auf unreine Haut, Neurodermitis, Schuppenflechte und trockene, gereizte Haut zu. Wie belastbar die Belege sind, unterscheidet sich allerdings stark von Hautbild zu Hautbild, und genau das entscheidet, welche Erwartung für dich realistisch ist.
Akne und unreine Haut
Bei Akne treffen drei Dinge zusammen: zu viel Sebum, verstopfte Poren und Bakterien, die sich darin vermehren. CBD setzt an allen drei Punkten an. Das ist der stärkste theoretische Fall, den CBD in der Dermatologie überhaupt hat.
Ehrlich dazu gehört: Diese Belege stammen aus dem Labor, aus Zellkulturen und Hautorgankulturen. Eine kontrollierte Studie, die CBD-Kosmetik an Menschen mit Akne gegen ein Placebo geprüft hätte, existiert nicht. Für dich heißt das: Das Wirkprinzip ist plausibel und gut beschrieben, die Erfolgsquote im Alltag ist es nicht.
Praktisch kommt es für dich auf die Textur an. Eine leichte, nicht komedogene Creme oder ein Serum passt zu unreiner Haut, ein reichhaltiger Balsam eher nicht. Er legt sich als Fettfilm über Poren, die ohnehin schon verstopfen.
Neurodermitis
Der quälendste Teil von Neurodermitis ist selten die Rötung, sondern der Juckreiz, der dich nachts wachhält. Genau hier setzt der Ansatz an: CBD dämpft Entzündungssignale in der Haut und beeinflusst die Nervenenden, über die Juckreiz überhaupt erst gemeldet wird.
Die größte Untersuchung dazu betrifft streng genommen nicht CBD, sondern den verwandten körpereigenen Stoff Palmitoylethanolamid. In einer Beobachtungsstudie von 2008 mit 2.456 Teilnehmern gingen Rötung, Juckreiz, Schuppung und Trockenheit im Schnitt um rund 59% zurück, und 56% der Betroffenen kamen am Studienende ohne ihr bisheriges Kortison aus. Diese Studie hatte keine Kontrollgruppe: Ein Teil der Verbesserung geht auf die Basispflege und den natürlichen Verlauf zurück, nicht auf den Wirkstoff.
Die einzige randomisierte, verblindete Studie mit topischem CBD stammt aus 2022 und liefert ein unbequemes Ergebnis. 57 Patienten mit atopischer Dermatitis wurden auf drei Gruppen verteilt: eine Kombinationsformel mit CBD, eine reine CBD-Formulierung und ein Placebo. Nur die Kombination verbesserte den Hautbefund statistisch bedeutsam, CBD allein unterschied sich nicht messbar vom Placebo. Für dich ist das kein Grund, CBD abzuschreiben, aber ein guter Grund, auf die Gesamtrezeptur zu achten statt nur auf den CBD-Gehalt.
Schuppenflechte
Bei Schuppenflechte produziert die Haut neue Zellen deutlich schneller, als sie die alten abstoßen kann. Daraus entstehen die typischen verdickten, silbrig schuppenden Stellen. Eine britische Zellstudie von 2007 zeigte, dass CBD die Vermehrung solcher überaktiven Hautzellen bremst, und zwar bereits in niedriger Konzentration. Bemerkenswert daran: Der Effekt lief nachweislich nicht über die CB1- und CB2-Rezeptoren, sondern über einen anderen, bis heute nicht vollständig geklärten Weg.
Über den Zellversuch hinaus wird die Luft dünn. Was du im Alltag erwarten kannst, ist eine ruhigere, weniger gespannte Haut zwischen den Schüben. Eine Wirkung auf die Ursache der Erkrankung selbst ist damit nicht gemeint.
Trockene und gereizte Haut
Auch ohne Diagnose kann deine Haut kippen: Heizungsluft im Winter, zu heißes Duschen, ein zu scharfes Reinigungsprodukt. Dann fehlt Fett, die Barriere wird durchlässig, Feuchtigkeit verdunstet schneller, und deine Haut spannt und juckt.
Hier ist CBD nicht automatisch die beste Wahl aus der Hanfpflanze. Eine Folgearbeit von Oláh und Kollegen aus 2016 verglich mehrere Cannabinoide an Talgdrüsenzellen und fand: CBG steigert die Fettproduktion, statt sie zu senken, und passt damit besser zu sehr trockener Haut, während CBD und THCV in die andere Richtung wirken. Eine kleine polnische Pilotstudie aus 2025 prüfte eine Salbe mit hohem CBD- und CBG-Anteil an neun Menschen mit atopischer Haut und maß danach mehr Feuchtigkeit, weniger Wasserverlust über die Hautbarriere und schwächere Rötung an den Unterarmen. Neun Teilnehmer sind zu wenig für eine Empfehlung, aber genug für die praktische Schlussfolgerung: Bei trockener Haut zählt die Fettphase des Produkts mindestens so viel wie das Cannabinoid darin.
| Hautbild | Wirkung | Anwendung |
|---|---|---|
| Unreine Haut | Reguliert Talg, hemmt Entzündung, wirkt gegen Aknebakterien | Leichte Creme oder Serum |
| Neurodermitis | Dämpft Entzündung und Juckreiz, unterstützt die Barriere | Salbe plus Öl von innen |
| Schuppenflechte | Bremst die überschnelle Zellvermehrung | Salbe auf die Stellen |
| Trockene Haut | Bindet Feuchtigkeit, beruhigt Rötung | Reichhaltige Creme oder Balsam |
| Reife Haut | Fängt freie Radikale ab, unterstützt Regeneration | Serum oder Nachtcreme |
| Empfindliche Haut | Senkt die Reizschwelle über TRPV-Kanäle und PPAR-γ | Parfümfreie Creme |
Die Tabelle zeigt auch, warum ein einziges Produkt für dich selten alles abdeckt. Was bei fettiger, unreiner Haut hilft, ist bei sehr trockener Haut oft zu wenig, und umgekehrt.
CBD statt Kortison: Was wirklich dran ist
Kortison ist bei entzündlichen Hauterkrankungen das schnellste Mittel, das die Dermatologie hat, und es ist über Jahrzehnte gut untersucht. CBD ist es nicht. Die Frage lautet deshalb nicht, ob CBD Kortison ersetzt, sondern ob es dir hilft, mit weniger davon auszukommen.
Der Grund für die Frage liegt in der Langzeitanwendung. Wird ein stärkeres Kortison-Präparat über Monate auf dieselbe Stelle aufgetragen, kann die Haut dort dünner werden, feine Äderchen treten hervor, Pigmentierungen verschieben sich, und im Gesicht können zusätzliche Pickel entstehen. Deshalb arbeiten Hautärztinnen und Hautärzte ohnehin mit Intervallen statt mit Dauerauftrag, und deshalb suchst du vielleicht nach etwas für die Zeit dazwischen.
Genau da liegt der realistische Platz von CBD: in den ruhigen Phasen und in der täglichen Basispflege, nicht im akuten Schub. Nach heutigem Kenntnisstand sind bei äußerlicher Anwendung keine hautschädigenden Langzeitfolgen bekannt, du kannst eine CBD-Pflege also über längere Zeiträume verwenden. Das ist ein echter Vorteil, aber er sagt nichts über die Wirkstärke aus: Gut verträglich und stark wirksam sind zwei verschiedene Dinge.
Die Beobachtungsstudie zu Palmitoylethanolamid zeigt, in welche Richtung es gehen kann. Ohne Kontrollgruppe lässt sich daraus keine Erfolgsquote ableiten, wohl aber die Beobachtung, dass eine konsequente Barrierepflege den Kortisonbedarf senken kann.
Was du daraus mitnehmen kannst, ist konkret: Setz ein verordnetes Kortisonpräparat nie eigenmächtig ab und nie abrupt. Sprich mit deiner Hautärztin darüber, ob du in schubfreien Phasen auf eine CBD-Pflege umstellen kannst und wie das Ausschleichen aussieht. Wer eigenständig absetzt, riskiert einen Rebound-Schub, der stärker ausfällt als das ursprüngliche Bild. Am Ende wird dann mehr Kortison gebraucht statt weniger.
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Zur CBD KosmetikCreme, Öl oder beides? So wendest du CBD an
Für deine Haut gibt es zwei Wege, und sie schließen sich nicht aus. Eine Creme wirkt genau dort, wo du sie aufträgst. CBD Öl wirkt über den Blutkreislauf im ganzen Körper und erreicht damit auch das, was du von außen nicht erreichst, etwa Stress, der sich zuverlässig im Gesicht zeigt. Bei großflächigen oder immer wiederkehrenden Hautproblemen ist die Kombination aus beidem der sinnvollste Ansatz.
Creme und Salbe richtig auftragen
Topische Produkte bleiben weitgehend in der Haut und gelangen kaum in nennenswerter Menge ins Blut. Damit sie ihre Arbeit machen können, hilft eine feste Reihenfolge:
- Reinige die Stelle vorher mit lauwarmem Wasser und einem milden, seifenfreien Produkt.
- Trage die CBD Salbe oder Creme dünn auf und massiere sie ein, bis nichts mehr auf der Oberfläche liegt.
- Bei akutem Juckreiz oder Rötung kannst du mehrmals täglich nachlegen.
- Trage ein leichtes CBD Serum vor der reichhaltigeren Pflege auf, nie danach, sonst kommt es nicht mehr durch.
- Teste ein neues Produkt zuerst 24 Stunden in der Armbeuge, bevor du es im Gesicht verwendest.
Welche Textur passt, hängt an deinem Hauttyp: leichte Formulierungen bei fettiger und unreiner Haut, reichhaltige Salben und Balsame bei trockener oder rissiger Haut.
Merke
Die mg-Zahl auf der Packung sagt weniger, als du denkst. CBD ist stark fettlöslich und kommt allein nur schwer durch die oberste Hornschicht. Ob es dort ankommt, wo es wirken soll, entscheidet die Trägerformulierung. Ein gut aufgebautes Produkt mit moderatem CBD-Gehalt kann mehr leisten als ein hochdosiertes mit schwacher Basis.
CBD Öl von innen
Für die innere Anwendung gibst du die gewünschte Anzahl Tropfen CBD Öl unter die Zunge, lässt sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst dann. Über die Mundschleimhaut gelangt ein Teil direkt ins Blut, ohne vorher die Leber zu passieren.
Fang niedrig an und steigere langsam über mehrere Tage, statt sofort hoch einzusteigen. Wie du die passende Menge für dich findest, hängt von Körpergewicht, Konzentration und Verträglichkeit ab; der Weg dorthin ist bei der Dosierung derselbe wie bei jedem anderen Anliegen. Breit- und Vollspektrum-Öle unterscheiden sich dabei nur im THC-Gehalt: Breitspektrum ist THC-frei, Vollspektrum liegt unter 0,05% und damit weit unter der gesetzlichen Grenze von 0,3%.
Deine Routine für den Alltag
Eine Routine, die sich in wenigen Minuten unterbringen lässt:
- Morgens: reinigen, Serum oder leichte Gesichtscreme auftragen, Sonnenschutz nicht vergessen.
- Abends: reinigen, Nachtcreme auftragen, denn nachts arbeitet die Regeneration ohnehin am stärksten.
- Punktuell: Salbe gezielt auf einzelne gereizte Stellen, so oft du sie brauchst.
- Innerlich: ein paar Tropfen Öl, morgens oder abends, je nachdem wann es dir leichter fällt, es nicht zu vergessen.
Bleib mindestens vier Wochen dabei, bevor du bewertest. Die Haut erneuert ihre oberste Schicht in etwa vier Wochen, vorher siehst du schlicht noch nicht das Ergebnis der neuen Pflege, sondern das Ende der alten.
Worauf du bei CBD-Kosmetik achten solltest
Ein Hanfblatt auf der Tube sagt nichts darüber aus, ob überhaupt Cannabidiol enthalten ist. Diese fünf Punkte helfen dir, ein wirksames Produkt von teurer Pflege mit Marketing-Aufdruck zu unterscheiden:
- Cannabidiol statt nur Hanfsamenöl. Suche auf der Inhaltsstoffliste nach „Cannabidiol" oder „CBD". Steht dort ausschließlich „Cannabis Sativa Seed Oil", bekommst du Hanfsamenöl: ein gutes Pflegeöl mit wertvollen Fettsäuren, aber ohne Cannabidiol und damit ohne dessen entzündungshemmende und talgregulierende Eigenschaften.
- Eine konkrete Mengenangabe. Seriöse Hersteller nennen den CBD-Gehalt in Milligramm pro Tiegel oder Flasche. Fehlt diese Zahl komplett, lässt sich die Dosierung nicht einschätzen.
- Eine durchdachte Basis. Weil CBD fettlöslich ist, entscheidet die Trägerformulierung darüber, wie viel überhaupt ankommt. Eine hohe mg-Angabe in einer schwachen Grundlage bringt weniger als ein moderater Gehalt in einer guten.
- Verträgliche Zusätze. Bei empfindlicher oder erkrankter Haut sind Parabene, Silikone, Mineralöle und synthetische Duftstoffe die häufigste Ursache für Reaktionen, deutlich häufiger als das CBD selbst.
- Unabhängige Laborprüfung. Ein Analysezertifikat belegt, dass tatsächlich drin ist, was auf der Packung steht, und dass keine Schadstoffe enthalten sind. Bei unserer CBD Kosmetik findest du die Zertifikate direkt auf der Website.
Und ein Detail, das auf keiner Verpackung steht: CBD baut sich mit der Zeit ab, und Sauerstoff beschleunigt das deutlich stärker als Licht. Bewahre deine Produkte kühl, dicht verschlossen und nicht angebrochen im Badezimmerfenster auf. Was jahrelang offen herumsteht, enthält irgendwann weniger, als das Etikett verspricht.
Beim Spektrum gilt dasselbe wie beim Öl: Voll- und Breitspektrum bringen neben CBD weitere Cannabinoide, Terpene und Pflanzenstoffe mit, die im Zusammenspiel mehr leisten können als CBD allein. Das ist auch der Grund, warum viele Kosmetikformeln bewusst CBG mit hineinnehmen.
Verträglichkeit und die Grenzen von CBD
CBD gilt äußerlich als gut verträglich, und Reaktionen sind selten. Wenn es bei dir doch juckt oder brennt, liegt es meist an einem anderen Bestandteil der Rezeptur, etwa einem Duftstoff oder Konservierungsmittel, nicht am Cannabidiol.
Es gibt trotzdem Situationen, in denen du CBD nicht auf die Haut geben solltest. Auf offene oder nässende Wunden gehört keine Kosmetik, sondern eine Wundversorgung. Bei einer bekannten Allergie gegen Hanfgewächse bleibt CBD-Kosmetik tabu. In Schwangerschaft und Stillzeit fehlen belastbare Daten, hier gehört die Entscheidung in ärztliche Hände.
Ebenso wichtig ist die ehrliche Grenze nach oben. In placebokontrollierten Untersuchungen zu Muskelkater und zu Nervenschmerzen nach Chemotherapie zeigte topisches CBD im Jahr 2024 keinen messbaren Vorteil gegenüber der Placebocreme. Das heißt nicht, dass CBD auf der Haut nichts kann. Es heißt, dass nicht jedes Versprechen hält, das gerade damit verbunden wird.
Für dich lässt sich das einfach übersetzen: Eine großflächige, sich verschlechternde oder plötzlich auftretende Hautveränderung gehört zur Dermatologin, nicht in die Selbstbehandlung. Dasselbe gilt, wenn nach einigen Wochen konsequenter Anwendung gar nichts passiert. CBD kann eine Behandlung sinnvoll begleiten, ersetzt sie aber nicht.
Erfahrungen mit CBD für die Haut
Studien beschreiben Mechanismen, Rückmeldungen beschreiben den Alltag. Beides zusammen ergibt für dich ein realistischeres Bild als jedes für sich.
„Die Creme hilft mir sehr gut bei meiner chronischen Neurodermitis. Gerade wenn es richtig akut ist, beruhigt die Creme meine geröteten und juckenden Stellen. Man merkt, dass es ein reines Naturprodukt ist. Milder Geruch.“
„Ich hatte monatelang trockene, rote Stellen an den Händen. Keine Creme half wirklich, bis ich dieses Produkt ausprobierte. Nach etwa zwei Wochen war die Haut wieder geschmeidig und sah ganz normal aus.“
„Meine Gesichtshaut fühlt sich gut durchfeuchtet an, und kleine Unreinheiten und Rötungen haben sich reduziert. Dass ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe enthalten sind, schätze ich sehr.“
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Zwei Muster ziehen sich durch die Rückmeldungen. Erstens braucht es Geduld: Die meisten beschreiben eine spürbare Veränderung nach etwa zwei bis vier Wochen, nicht nach drei Tagen. Zweitens wird die Kombination aus äußerlicher Pflege und Öl von innen am häufigsten als das genannt, was den Unterschied gemacht hat.
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Jetzt ansehenHäufige Fragen zu CBD und Haut
Hilft CBD bei Akne und unreiner Haut?
Kann CBD Creme Neurodermitis lindern?
Ist CBD eine Alternative zu Kortison bei Hautproblemen?
Wie wende ich CBD für die Haut an: Creme, Öl oder beides?
Wie schnell wirkt CBD auf der Haut?
Lässt CBD die Haut jünger aussehen?
Welche CBD-Produkte eignen sich für empfindliche Haut?
Kann CBD Hautausschlag oder Allergien auslösen?
Wie gut ist CBD für die Haut wissenschaftlich belegt?
Unser Fazit
Ein guter Baustein für die Haut, kein Ersatz
CBD bringt genau die Eigenschaften mit, die bei den häufigsten Hautproblemen zählen: Es dämpft Entzündungen, reguliert die Talgproduktion, wirkt gegen Aknebakterien und schützt vor freien Radikalen. Und es lässt sich dauerhaft anwenden, ohne deine Haut mit der Zeit zu belasten.
Gleichzeitig lohnt sich ein realistischer Blick auf die Belege. Das meiste stammt aus Zellversuchen und kleinen Pilotstudien, und die eine randomisierte Untersuchung, die es gibt, fiel für CBD allein weniger deutlich aus als erhofft. Was daraus für dich praktisch folgt: Achte auf die Rezeptur und die deklarierte Menge, nicht auf das Hanfblatt vorne drauf.
Ob unreine Haut, Neurodermitis, Schuppenflechte oder einfach eine Haut, die im Winter aus dem Gleichgewicht gerät: CBD ist einen Versuch wert, wenn du geprüfte Qualität wählst und deiner Haut vier Wochen Zeit gibst. Bei chronischen oder sich verschlechternden Hauterkrankungen bleibt der erste Schritt der Termin in der Dermatologie.
Medizinischer Hinweis
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Bei chronischen oder sich verschlechternden Hauterkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Dauermedikation sprich die Anwendung vorher mit deinem Arzt ab.
Medizinischer HaftungsausschlussStudien und Quellen
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