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CBD bei Neurodermitis: Was die Studien zeigen und wie du Creme und Öl richtig anwendest

Frau trägt sanft eine Pflegecreme auf ihren Unterarm auf, begleitet von einer CBD-Creme und einem Öl in einer warmen, natürlichen Wellness-Umgebung.

Die Haut spannt, juckt und ist wieder aufgekratzt, kaum dass ein Schub vorbei schien. Wenn Cremes nur kurz helfen und Kortison keine Dauerlösung sein soll, suchst du nach etwas, das gereizte Haut beruhigt. CBD wirkt außen auf der Haut und kann innen bei Stress und Schlaf ansetzen, und beides spielt bei Neurodermitis-Schüben eine Rolle. Hier liest du, was CBD kann und wo seine Grenzen liegen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ja, CBD kann Neurodermitis lindern: Es dämpft Juckreiz und Entzündung, die Erkrankung selbst verschwindet dadurch aber nicht.
  • Am besten wirkt die Kombination: Creme oder Salbe außen auf die Haut, CBD Öl innen für Stress und Schlaf.
  • Erste Studien zeigen weniger Juckreiz und ein besseres Hautbild, sind aber klein und noch nicht abschließend.
  • CBD ersetzt keine ärztliche Behandlung; bei Kindern nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, medizinisch atopische Dermatitis, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft. Die Haut ist dauerhaft trocken, reagiert überempfindlich und entzündet sich immer wieder. Typisch sind gerötete, schuppige, stark juckende Stellen, vor allem in den Ellenbeugen und Kniekehlen, am Hals, im Gesicht und an den Händen. Treffen kann es aber grundsätzlich jede Körperstelle. Wie CBD an der Kopfhaut wirken kann, liest du im Beitrag zu CBD bei Haarausfall.

Warum die Haut so reagiert, hat oft mit einem Eiweiß namens Filaggrin zu tun. Filaggrin hält die oberste Hautschicht dicht und geschmeidig. Fehlt es oder arbeitet es nicht richtig, verliert die Haut zu viel Feuchtigkeit und wird durchlässig für Reizstoffe, Allergene und Keime. Das schwächt die Schutzbarriere, Entzündungen entstehen leichter, und jede Entzündung schädigt die Barriere weiter. So entsteht der Kreislauf, den viele Betroffene kennen: Die Haut kommt nie ganz zur Ruhe.

Auch andere Faktoren spielen mit: eine genetische Veranlagung, ein überreagierendes Immunsystem und äußere Auslöser wie Stress, bestimmte Waschmittel, Temperaturschwankungen, Allergene oder einzelne Lebensmittel. Was bei dem einen einen Schub auslöst, lässt den nächsten kalt. Genau das macht die Erkrankung so individuell. Die Veranlagung liegt oft in der Familie: Ist ein Elternteil betroffen, steigt das Risiko deutlich, sind es beide, noch mehr.

Neurodermitis beginnt meist früh: Rund 85% erkranken vor dem fünften Lebensjahr. Bei vielen bessert sie sich mit der Zeit, bei etwa 20 bis 40% bleibt sie bis ins Erwachsenenalter. Und wer sie „herauswächst“, behält oft eine empfindliche, trockene Haut.

Was dabei leicht untergeht: Neurodermitis betrifft nicht nur die Haut. Der ständige Juckreiz raubt den Schlaf, sichtbare Stellen an Händen oder im Gesicht kosten Selbstvertrauen, und der Stress daraus kann den nächsten Schub befeuern. Genau dieses Zusammenspiel aus Haut, Schlaf und Stress ist der Grund, warum CBD hier auf mehreren Ebenen ansetzen kann, nicht nur außen auf der Haut.

Wie CBD bei Neurodermitis wirkt

Warum CBD bei Neurodermitis helfen kann, zeigt sich unter der Hautoberfläche. Deine Haut hat ein eigenes Endocannabinoid-System mit Rezeptoren in der Oberhaut, in den Talgdrüsen, in Immunzellen und in den Nervenenden, die Juckreiz und Schmerz melden. Genau dort setzt CBD an, und zwar an mehreren Stellen gleichzeitig.

Entzündung dämpfen. Bei Neurodermitis schüttet die Haut zu viele entzündungsfördernde Botenstoffe aus, sogenannte Zytokine wie Interleukin-4, Interleukin-13 und TNF-alpha. Sie halten die Entzündung in Gang und machen die Haut rot, geschwollen und gereizt. In Laborversuchen dämpft CBD diese Ausschüttung und kann so den entzündlichen Kreislauf unterbrechen. Zusätzlich hemmt es das Enzym FAAH, das den körpereigenen Botenstoff Anandamid abbaut; bleibt mehr Anandamid übrig, reguliert das hauteigene System die Entzündung besser. Dass CBD entzündungshemmend wirken kann, zeigt sich nicht nur auf der Haut, sondern im ganzen Körper.

Juckreiz lindern. Der quälende Juckreiz läuft unter anderem über sogenannte TRPV1-Rezeptoren und über Histamin. CBD kann an diese Rezeptoren binden und das Juck- und Schmerzempfinden abschwächen. In der bisher größten Anwendungsstudie berichteten zwei Drittel nach zwei Wochen von weniger Juckreiz.

Hautbarriere stärken. Hier schließt sich der Kreis zum Filaggrin: Ist die Barriere gestört, verliert die Haut Feuchtigkeit und wird durchlässig. CBD kann über PPARγ-Rezeptoren die Bildung hauteigener Lipide anregen, die genau diese Barriere aufbauen und stabilisieren. Dazu wirkt es antioxidativ und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Wenn du genauer wissen willst, wie CBD auf die Haut wirkt, findest du das in einem eigenen Artikel.

Bakterien in Schach halten. Ein Punkt, der oft übersehen wird: Rissige, aufgekratzte Neurodermitis-Haut ist ein idealer Nährboden für Bakterien, allen voran Staphylococcus aureus, der Entzündungen weiter anheizt. CBD hat in Laborstudien antibakteriell gewirkt, auch gegen Stämme, die gegen gängige Antibiotika resistent sind. Ob das auch auf der Haut von Menschen mit Neurodermitis wirkt, ist allerdings noch nicht untersucht.

Stress und Schlaf verbessern. Stress ist einer der häufigsten Schub-Auslöser, und der Juckreiz raubt vielen den Schlaf. Schlafmangel wiederum verstärkt den Stress. Ein Teufelskreis. Hier kann CBD von innen ansetzen: über Serotonin-Rezeptoren ausgleichend auf die Anspannung wirken und abends das Einschlafen erleichtern. Wer ruhiger ist und besser schläft, hat oft auch seltener Schübe.

Das Besondere ist dieses Zusammenspiel: CBD wirkt nicht nur an einem Punkt, sondern greift bei Entzündung, Juckreiz, Barriere, Keimen, Stress und Schlaf zugleich an. Für einen einzelnen Wirkstoff ist das ein ungewöhnlich breiter Ansatz, auch wenn er die Erkrankung selbst nicht verschwinden lässt.

Was die Studien zeigen

Die Forschung zu CBD bei Neurodermitis ist noch jung, aber es gibt mehrere konkrete Untersuchungen mit echten Zahlen. Drei sind besonders aussagekräftig.

In einer Beobachtungsstudie aus dem Jahr 2020 trugen 20 Menschen mit empfindlicher, zu Ekzemen neigender Haut zwei Wochen lang ein topisches Cannabinoid-Gel auf, 16 schlossen sie ab. Der Hautzustand besserte sich deutlich, gemessen an einem etablierten Fragebogen: 67% berichteten von weniger Juckreiz, 50% von einem um mehr als 60% besseren Hautbild. Für eine kortisonfreie Anwendung über nur 14 Tage ist das ein bemerkenswertes Ergebnis, auch wenn die Studie klein war und ohne Kontrollgruppe auskam.

Eine kleine italienische Untersuchung von 2019 begleitete 20 Menschen mit verschiedenen Hautproblemen, darunter fünf mit Neurodermitis, die drei Monate lang zweimal täglich eine CBD-Salbe auftrugen. Hautfeuchtigkeit, Elastizität und die klinischen Krankheitswerte verbesserten sich, allergische Reaktionen traten keine auf. Allerdings hatten nur fünf der Teilnehmer Neurodermitis, und die Studie war ausdrücklich anekdotisch und rückblickend angelegt. Sie liefert einen ersten Hinweis, keinen Beweis.

An der Hautklinik Münster bekamen 22 Patienten mit hartnäckigem, therapieresistentem Juckreiz eine Creme mit dem Cannabinoid-Verwandten PEA. Bei 14 von 22 wirkte sie gut bis sehr gut, im Mittel ging der Juckreiz um 86,4% zurück. PEA ist nicht dasselbe wie CBD, wirkt aber über dasselbe Endocannabinoid-System, und die Studie zeigt, dass topische Cannabinoid-Ansätze selbst bei sonst kaum behandelbarem Juckreiz etwas bewegen können. Um klassische Neurodermitis ging es hier allerdings nicht, sondern um Juckreiz verschiedener Ursachen.

Alle diese Studien sind klein, mit rund 20 Teilnehmern. Große, placebokontrollierte Studien fehlen noch. Die Hinweise sind vielversprechend, aber CBD ist kein zugelassenes Neurodermitis-Medikament, und die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht abschließend bewiesen. Für einen pflanzlichen Wirkstoff mit wenigen Nebenwirkungen sind die bisherigen Ergebnisse trotzdem ungewöhnlich konkret.

CBD oder Kortison?

Du musst dich nicht für eines entscheiden. Kortison wirkt stark und schnell, eignet sich aber nur für kurze Zeiträume. CBD wirkt milder, dafür lässt es sich dauerhaft anwenden. Die beiden schließen sich nicht aus, sie decken unterschiedliche Situationen ab.

CBD (Creme oder Öl) Kortison (topisch)
Wirkstärke mild bis moderat entzündungshemmend stark entzündungshemmend
Wirkungseintritt Juckreiz in Studien nach 2 Wochen besser, Hautbild in 2 bis 4 Wochen 2 bis 5 Tage bis zur vollen Wirkung
Daueranwendung ja, bisher keine Langzeitschäden bekannt nein, bei Dauergebrauch dünnere Haut
Nach dem Absetzen kein bekannter Rebound-Effekt Symptome können verstärkt zurückkommen
Nebenwirkungen sehr selten, evtl. leichte Hautreaktion Hautverdünnung, Pigmentflecken, Infektanfälligkeit
Beste Rolle tägliche Pflege, Schubprävention, Langzeitbegleitung akute, starke Schübe
Rezeptpflicht nein je nach Stärke ja

Für viele Betroffene ist die sinnvollste Lösung deshalb die Kombination: Kortison kurz und gezielt, wenn ein Schub akut aufflammt, CBD dauerhaft als tägliche Pflege und zur Schubprävention. Auf die Haut aufgetragen bleibt CBD dabei in der Haut und gelangt kaum in den Blutkreislauf. Wichtig ist nur, größere Umstellungen mit deinem Hautarzt abzustimmen, gerade wenn du Kortison schon länger verwendest.

CBD Creme, Salbe oder Öl: was passt bei Neurodermitis?

Welche Form passt, hängt davon ab, wo dein Problem sitzt. Für die Haut selbst sind Creme und Salbe die erste Wahl, für die Auslöser dahinter das Öl. Am meisten holst du heraus, wenn du beides kombinierst: außen die Symptome lindern, innen den Stress dämpfen, der die Schübe befeuert.

Für die Haut direkt: Creme oder Salbe. Topisch aufgetragen wirkt CBD genau dort, wo es juckt und brennt, ohne nennenswert in den Blutkreislauf zu gelangen. Das heißt gezielte Wirkung ohne die Nebenwirkungen einer inneren Einnahme. Welche Form sich eignet, hängt von der Haut ab: Eine reichhaltige Salbe legt sich wie ein schützender Film über sehr trockene, rissige Stellen und schließt Feuchtigkeit ein, ideal für akuten Juckreiz und für die Nacht, wenn die Haut regeneriert. Eine leichtere Creme zieht schneller ein und passt besser zur täglichen Pflege und zu empfindlicher Gesichtshaut. Bei Neurodermitis zählt vor allem, dass möglichst wenige synthetische Zusätze drin sind, denn gereizte Haut reagiert auf alles, was nicht hingehört. Unsere CBD Cremes sind darum Handmade in Germany, mit klaren, hautfreundlichen Rezepturen ohne unnötige Zusatzstoffe.

Für innen: CBD Öl. Nur auf die Haut zu geben, greift bei Neurodermitis oft zu kurz. Stress, schlechter Schlaf und eine überaktive Immunantwort spielen sich nicht auf der Haut ab, sondern im ganzen Körper. Hier kann unser CBD Öl von innen ausgleichen. Du gibst es unter die Zunge, lässt es etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann. Wer den Geschmack nicht mag, kann auf Kapseln ausweichen.

Die Kombination macht den Unterschied. Außen lindert CBD die akuten Symptome, innen schwächt es die Auslöser wie Stress und Schlafmangel. Beides zusammen bringt für die Haut mehr als jede Form allein.

Anwendung und Dosierung

Bei Neurodermitis brauchst du keine komplizierte Routine, nur ein paar Dinge, die du konsequent richtig machst.

Außen: Creme oder Salbe. Trag das Produkt zwei- bis dreimal täglich auf die betroffenen Stellen auf, bei akutem Juckreiz gern öfter. Wichtig: nicht zu dünn. Neurodermitis-Haut braucht eine schützende Schicht, kein hauchdünnes Häutchen. Lass alles vollständig einziehen, bevor Kleidung darüberkommt. Besonders wichtig ist der Abend: Nachts regeneriert die Haut, und der Juckreiz ist für viele am schlimmsten, wenn es ruhig wird.

Kleiner Praxis-Tipp: Für einzelne kleine Stellen kannst du auch ein, zwei Tropfen CBD Öl direkt auftragen und sanft einmassieren. Für größere Flächen ist eine Creme oder Salbe aber praktischer und ergiebiger.

Innen: CBD Öl oder Kapseln. Für die innere Anwendung startest du mit etwa 10 bis 15 mg CBD pro Tag. Bei einem 10%igen Öl sind das rund 2 bis 3 Tropfen. Gib sie unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann. Merkst du nach ein bis zwei Wochen nichts bei Stress, Schlaf oder Schubhäufigkeit, kannst du auf 20 bis 25 mg pro Tag erhöhen.

Viele nehmen das Öl abends, weil es beim Einschlafen hilft und die Haut nachts weniger juckt. Wenn dich tagsüber viel Stress plagt, ein bekannter Schub-Auslöser, kannst du die Menge auch auf morgens und abends aufteilen.

Wie lange dauert es, bis etwas passiert? Außen merkst du die Wirkung am schnellsten: Manche spüren schon kurz nach dem Auftragen weniger Juckreiz, in Studien zeigte sich das nach zwei Wochen. Ein sichtbar besseres Hautbild braucht meist zwei bis vier Wochen regelmäßiger Anwendung. Bei der inneren Anwendung für Stress und Schlaf rechne mit ein bis drei Wochen. Geduld und Regelmäßigkeit bringen hier mehr als eine hohe Dosis.

Sanfte Pflege für gereizte Haut

Unsere CBD Cremes und Salben sind Handmade in Germany, mit hautfreundlichen Rezepturen ohne unnötige Zusätze, gemacht für empfindliche, zu Neurodermitis neigende Haut.

Zu den CBD Cremes

Erfahrungen mit CBD bei Neurodermitis

Studien liefern die Zahlen. Genauso wichtig ist, was Menschen mit gereizter Haut tatsächlich erleben. Diese Rückmeldungen kommen von Kundinnen und Kunden, die unsere CBD Salbe bei Neurodermitis und trockener, entzündeter Haut anwenden. Die Berichte ähneln sich: CBD lässt die Erkrankung zwar nicht verschwinden, macht den Alltag mit der Haut aber oft spürbar erträglicher.

★★★★★

„Die Creme hilft mir sehr gut bei meiner chronischen Neurodermitis. Gerade wenn es richtig akut ist beruhigt die Creme meine geröteten und juckenden Stellen. Man merkt, dass es ein reines Naturprodukt hat.“

Verifizierte Bewertung · Chronische Neurodermitis

★★★★★

„Ich hatte monatelang trockene, rote Stellen an den Händen. Keine Creme half wirklich, bis ich dieses Produkt ausprobierte. Nach etwa zwei Wochen war die Haut wieder geschmeidig und sah ganz normal aus.“

Verifizierte Bewertung · Trockene, gerötete Haut

★★★★★

„100% natürlich und hilft mir sehr gut bei meiner Neurodermitis.“

Verifizierte Bewertung · Neurodermitis

Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.

Zwei Dinge kehren in den Rückmeldungen immer wieder: Am meisten schätzen Betroffene die Kombination aus schneller Beruhigung im akuten Schub und der Verträglichkeit eines reinen Naturprodukts. Und Geduld zahlt sich aus: Die deutlichsten Veränderungen zeigen sich meist erst nach zwei bis vier Wochen. CBD wirkt nicht bei jedem gleich. Aber die Breite der positiven Rückmeldungen zeigt, warum es bei Neurodermitis für viele einen Versuch wert ist, mit realistischen Erwartungen und etwas Zeit.

Was du sonst noch tun kannst

CBD kann an mehreren Stellen ansetzen. Die besten Ergebnisse bekommst du aber, wenn es Teil eines größeren Ganzen ist. Vier Punkte helfen dir dabei.

Bei Nahrungsergänzung realistisch bleiben. Gamma-Linolensäure aus Nachtkerzen- oder Borretschöl wird oft empfohlen, als Kapsel zeigte sie in einer großen Cochrane-Übersicht aber keinen klaren Nutzen bei Neurodermitis. Auf die Haut aufgetragen kann sie trockene Stellen geschmeidiger machen. Auch für Vitamin D, Zink, Selen oder Kurkuma ist ein Nutzen bei Neurodermitis nicht sicher belegt. Lass einen möglichen Mangel deshalb ärztlich prüfen, bevor du Präparate nimmst.

Trigger kennen und meiden. Schübe kommen selten aus dem Nichts. Häufige Auslöser sind bestimmte Waschmittel, synthetische Stoffe direkt auf der Haut, extreme Temperaturen, Allergene und einzelne Lebensmittel. Ein einfaches Schub-Tagebuch, in dem du notierst, was du gegessen, getragen und erlebt hast, bevor die Haut sich verschlechtert, bringt deine ganz persönlichen Auslöser mit der Zeit ans Licht.

Stress und Schlaf ernst nehmen. Stress zählt zu den häufigsten Schub-Auslösern, und schlechter Schlaf verschärft beides, die Haut und die Anspannung. Neben CBD helfen dir Bewegung, Atemübungen, feste Schlafzeiten und bewusste Pausen im Alltag.

Die Basispflege nicht vergessen. Tägliches Eincremen mit einer rückfettenden, parfümfreien Pflege ist bei Neurodermitis unverzichtbar, auch in schubfreien Zeiten. Eine CBD-Salbe kann dabei Basispflege und Wirkstoffpflege in einem sein.

CBD bei Neurodermitis bei Kindern

Neurodermitis trifft Kinder besonders oft: Rund 85% erkranken vor dem fünften Lebensjahr. Für Eltern ist das belastend: Das Kind kratzt sich wund, schläft schlecht, leidet sichtbar. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten begrenzt, denn Kortison soll bei kleinen Kindern sparsam bleiben, und viele Cremes enthalten Stoffe, die empfindliche Kinderhaut zusätzlich reizen. Verständlich, dass viele Eltern nach sanfteren Wegen suchen.

Grundsätzlich spricht bei äußerlicher Anwendung einiges dafür: Als Creme oder Salbe bleibt CBD in den oberen Hautschichten und gelangt nicht in relevanter Menge in den Blutkreislauf. Die bisherigen Studien zeigen bei äußerlicher Anwendung keine nennenswerten Nebenwirkungen. Und eine Pflege mit wenigen, natürlichen Inhaltsstoffen ohne Parfüm und synthetische Zusätze ist für Kinderhaut oft verträglicher als manches Standardprodukt.

Trotzdem gilt hier besondere Vorsicht. Die Datenlage zu CBD bei Kindern ist noch dünner als bei Erwachsenen, und es gibt keine Studien, die CBD-Cremes gezielt an Kindern mit Neurodermitis untersucht haben. Bei innerer Anwendung, also CBD Öl zum Einnehmen, fehlen verlässliche Daten zur Langzeitsicherheit bei Kindern fast völlig.

Was das praktisch heißt: Eine milde CBD-Creme oder -Salbe auf betroffene Stellen können Eltern nach Rücksprache mit dem Kinder- oder Hautarzt vorsichtig ausprobieren, mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen und aktuellen Laboranalysen. CBD Öl zum Einnehmen gibst du einem Kind dagegen nur nach Absprache mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt, nicht auf eigene Faust.

Fazit: Was CBD bei Neurodermitis kann

Neurodermitis ist mehr als ein Hautproblem. Sie betrifft Schlaf, Alltag und oft auch die Psyche. Deshalb reicht eine einzelne Creme selten aus. Genau hier liegt die Stärke von CBD: Es setzt an mehreren Stellen zugleich an, dämpft Juckreiz und Entzündung, unterstützt die Hautbarriere und kann bei Stress und Schlafproblemen helfen, die viele Schübe mit auslösen.

Die Studienlage ist noch überschaubar, aber die bisherigen Ergebnisse, etwa weniger Juckreiz und ein besseres Hautbild, gehen über bloße Versprechen hinaus. Und die Rückmeldungen vieler Betroffener bestätigen das Bild: CBD lässt die Erkrankung nicht verschwinden, macht den Alltag mit der Haut aber für viele spürbar leichter.

Am sinnvollsten ist die Kombination: Creme oder Salbe direkt auf die betroffenen Stellen, dazu bei Bedarf CBD Öl innerlich für besseren Schlaf und weniger Stress. Starte niedrig, beobachte deine Haut über zwei bis vier Wochen und passe dann an.

CBD ersetzt keine ärztliche Behandlung und ist keine Universallösung gegen Neurodermitis. Aber als tägliche Ergänzung, verträglich und langfristig anwendbar, kann es für viele einen echten Unterschied machen. Bei Kindern, offenen Stellen oder laufender Medikation entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Häufige Fragen zu CBD bei Neurodermitis

Kann CBD Neurodermitis heilen?

Nein. Neurodermitis ist eine chronische Erkrankung, die sich bis heute mit keinem Mittel heilen lässt. CBD kann die Symptome lindern: Es dämpft Juckreiz und Entzündung und unterstützt die Hautbarriere. Die Veranlagung dahinter bleibt aber bestehen, weshalb die Anwendung dauerhaft und begleitend gedacht ist.

Kann CBD bei Ekzemen helfen?

Ja, denn Neurodermitis ist nichts anderes als ein atopisches Ekzem. CBD setzt genau an den Beschwerden an, die ein Ekzem ausmachen: Juckreiz, Rötung und Entzündung. Nässende oder infizierte Ekzeme lässt du aber zuerst ärztlich behandeln, bevor du selbst mit Pflege ansetzt.

Ist Hanföl gut für Neurodermitis?

Hanföl pflegt die Haut über seine ungesättigten Fettsäuren, vor allem die Gamma-Linolensäure, die Feuchtigkeit hält und Rötungen mildern kann. Es wirkt aber nicht wie CBD auf Juckreiz und Entzündung. Am besten greifst du zu einem Produkt, das Hanföl mit einem echten CBD-Gehalt verbindet, dann hast du beides.

Wie schnell wirkt CBD bei Neurodermitis?

Außen aufgetragen merken manche schon kurz danach weniger Juckreiz, in Studien zeigte sich die Besserung nach zwei Wochen. Ein sichtbar besseres Hautbild braucht dagegen zwei bis vier Wochen regelmäßiger Anwendung. Bei innerer Einnahme für Stress und Schlaf rechne mit ein bis drei Wochen. Regelmäßigkeit bringt hier mehr als eine hohe Dosis.

Kann ich CBD bei Neurodermitis im Gesicht anwenden?

Ja, das Gesicht ist bei Neurodermitis sogar häufig betroffen. Nimm dafür eine leichtere Creme, die schnell einzieht, statt einer schweren Salbe. Trag sie dünn auf gereinigte Haut auf. Achte auf möglichst wenige Zusatzstoffe, weil Gesichtshaut besonders empfindlich reagiert.

Hat CBD auf der Haut Nebenwirkungen?

Bei äußerlicher Anwendung sind kaum Nebenwirkungen bekannt. CBD bleibt in den oberen Hautschichten und gelangt nicht in relevanter Menge in den Blutkreislauf, anders als bei der Einnahme. In seltenen Fällen kann eine gereizte Stelle empfindlich reagieren. Teste das Produkt deshalb zuerst an einer kleinen Fläche.

Macht CBD auf der Haut „high“?

Nein. CBD macht nicht high, das tut in der Hanfpflanze nur das THC. Unsere Produkte sind THC-frei oder liegen weit unter der gesetzlichen Grenze. Auf die Haut aufgetragen kann CBD dich ohnehin nicht high machen, weil es dort wirkt und nicht ins Gehirn gelangt.

Kann CBD Neurodermitis-Schüben vorbeugen?

Direkt verhindern kann CBD einen Schub nicht, aber es kann an zwei häufigen Auslösern ansetzen: Über die tägliche Pflege stärkt es die Hautbarriere, und über die innere Einnahme kann es Stress und Schlafprobleme dämpfen, die viele Schübe mit auslösen. Als tägliche Begleitung ist es dafür sinnvoller als nur im akuten Schub.

Hilft CBD auch bei Schuppenflechte?

Ja, auch bei Schuppenflechte gibt es Hinweise, dass CBD Juckreiz, Rötung und Entzündung lindern kann, ähnlich wie bei Neurodermitis, weil beide entzündliche Hauterkrankungen sind. Die Schuppenflechte hat aber eigene Ursachen und einen eigenen Verlauf, weshalb die Behandlung nicht einfach gleichzusetzen ist.

Kann ich CBD mit meiner Neurodermitis-Behandlung kombinieren?

In der Regel ja. CBD wird meist ergänzend zur bestehenden Pflege oder Medikation angewendet, nicht als Ersatz. Gerade außen auf der Haut gibt es kaum Konflikte mit üblichen Cremes. Wenn du Kortison oder verschreibungspflichtige Mittel verwendest, sprich größere Umstellungen trotzdem mit deinem Hautarzt ab.

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Maghfour J, Rietcheck HR, Rundle CW, et al. (2020). An Observational Study of the Application of a Topical Cannabinoid Gel on Sensitive Dry Skin. Journal of Drugs in Dermatology, 19(12), 1204–1208. doi.org/10.36849/JDD.2020.5464
  2. Palmieri B, Laurino C, Vadalà M (2019). A therapeutic effect of cbd-enriched ointment in inflammatory skin diseases and cutaneous scars. La Clinica Terapeutica, 170(2), e93–e99. doi.org/10.7417/CT.2019.2116
  3. Ständer S, Reinhardt HW, Luger TA (2006). Topische Cannabinoidagonisten. Eine effektive neue Möglichkeit zur Behandlung von chronischem Pruritus. Der Hautarzt, 57(9), 801–807. doi.org/10.1007/s00105-006-1180-1
  4. Blaskovich MAT, Kavanagh AM, Elliott AG, et al. (2021). The antimicrobial potential of cannabidiol. Communications Biology, 4, 7. doi.org/10.1038/s42003-020-01530-y
Dominik Martzy

Autor

Dominik Martzy

Schreibt für CANNABY über Wirkung, Dosierung und sichere Anwendung von CBD. Mehr als 300 Artikel hat er recherchiert, immer auf Basis aktueller Studien.