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CBG vs CBD- was ist der Unterschied?

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 02.02.2026 | Lesezeit 4 min

CBG und CBD sind zwei Cannabinoide aus der Hanfpflanze, die oft miteinander verwechselt werden. Beide gelten als nicht berauschend, können aber unterschiedlich wirken. In diesem Artikel zeigen wir dir die wichtigsten Unterschiede, Gemeinsamkeiten und wann CBG, CBD oder eine Kombination sinnvoll sein kann.

🧬 CBG vs. CBD: Was ist der Unterschied?

Beide sind nicht berauschende Cannabinoide, aber CBD ist breiter erforscht und eher beruhigend, während CBG seltener vorkommt, als Vorstufe (CBGA) anderer Cannabinoide gilt und teils fokussierender/aktivierender beschrieben wird. Welche Wahl passt, hängt vom Ziel ab – häufig eignet sich CBD für Ruhe & Schlaf, CBG für Fokus & Darm/Nerven; kombiniert sind Synergien möglich.

Das Wichtigste im Überblick:

🧪 Herkunft: CBG ist die „Mutter“ vieler Cannabinoide (aus CBGA), kommt in reifen Pflanzen nur in kleinen Mengen vor; CBD liegt meist in höheren Konzentrationen vor.

🌿 Wirkprofil: Beide wirken über das Endocannabinoid-System; CBD eher breit (z. B. Stress, Schlaf), CBG wird häufiger mit Wachheit/Fokus, Darm & Neuroprotektion in Verbindung gebracht.

🤝 Kombination: CBD + CBG können sich ergänzen (z. B. Entzündungsmodulation) – sinnvoll bei gemischten Zielen wie Ruhe und Leistungsfähigkeit.

🛡️ Verträglichkeit: Meist gut; mögliche Wechselwirkungen (z. B. mit Arzneien) beachten und bei Unsicherheit ärztlich abklären.

📚 Studienhinweis: Eine präklinische Arbeit zeigte antibakterielle Effekte von CBG gegen MRSA und die Zerstörung von Biofilmen in Maus-Modellen (Farha et al., ACS Infectious Diseases, 2020). Ergänzend fand ein Tiermodell anti-entzündliche Effekte von CBD und CBG – einzeln und kombiniert – bei LPS-induzierter Atemwegsentzündung (Pulmonary Pharmacology & Therapeutics, 2021).

📌 Hinweis: Evidenz zu CBG ist noch begrenzt; persönliche Reaktionen variieren. Im Zweifel mit Ärztin/Arzt sprechen.

1. Was ist CBG (Cannabigerol)?

CBG steht für Cannabigerol und ist ein natürliches Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es gilt als eine Art „Vorstufe“, weil aus seiner Ausgangsform (CBGa) in der Pflanze auch andere Cannabinoide entstehen können – zum Beispiel CBD oder THC. Gleichzeitig kommt CBG selbst in vielen Sorten nur in kleinen Mengen vor (häufig unter 1%), weshalb es lange eher im Hintergrund stand.
CBG gilt als nicht berauschend und wird deshalb häufig als Alternative zu THC eingeordnet. Heute wird CBG häufiger diskutiert, weil es sich in seiner Wirkung von CBD unterscheiden kann und in Studien zunehmend genauer betrachtet wird. Viele Nutzer*innen beschreiben CBG als eher „direkt“ wahrnehmbar – wie stark es sich bemerkbar macht, hängt aber von Dosierung, Produktqualität und individueller Reaktion ab.

Hanfpflanze mit CBG Strukturformel

2. Wie wirkt CBG?

CBG Öl wirkt – wie andere Cannabinoide – über das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS). Dieses System ist an vielen wichtigen Prozessen beteiligt, zum Beispiel an Stimmung, Schlaf, Appetit, Schmerzempfinden und Entzündungsreaktionen. CBG wird dabei häufig als Cannabinoid beschrieben, das eher „direkt“ wahrnehmbar sein kann.Im Unterschied zu CBD scheint CBG stärker mit bestimmten Rezeptoren zu interagieren, was erklären könnte, warum manche Nutzer*innen die Wirkung als klarer oder schneller spürbar empfinden. Gleichzeitig wird CBG auch im Zusammenhang mit Mechanismen diskutiert, die Entzündungsprozesse und das Nervensystem beeinflussen könnten. Wie stark CBG wirkt, hängt jedoch stark von der Person, der Dosierung und der Regelmäßigkeit ab. Während einige es als angenehm ausgleichend erleben, spüren andere kaum einen Unterschied..

CBG als Appetitanreger

Eine weitere faszinierende Eigenschaft von CBG ist seine potenzielle Rolle als Appetitanreger. Studien legen nahe, dass CBG die Fähigkeit hat, den Appetit zu stimulieren, was besonders für Menschen mit verminderter Nahrungsaufnahme oder Appetitlosigkeit von Bedeutung sein könnte.

Wie genau CBG den Appetit beeinflusst, ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch diskutiert, dass CBG über das Endocannabinoid-System Prozesse mitsteuern könnte, die Appetit und Essverhalten regulieren.Für Menschen mit Appetitlosigkeit – etwa im Zusammenhang mit Erkrankungen oder belastenden Behandlungen – könnte CBG deshalb interessant sein. Die Studienlage ist hier aber noch begrenzt, weshalb weitere Forschung nötig ist.

Verbesserte Konzentration

Es gibt auch Hinweise darauf, dass CBG die Konzentration und den Fokus erhöhen kann, was es zu einem potenziellen Hilfsmittel für Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder anderen Konzentrationsstörungen machen könnte. Diese Wirkung könnte auf die Interaktion von CBG mit den Neurotransmittersystemen im Gehirn zurückzuführen sein.

CBG zur Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom

Eine vielversprechende Anwendung von CBG liegt in seiner potenziellen Fähigkeit, den Augeninnendruck zu senken, insbesondere bei Menschen mit Glaukom. Das ist eine Augenkrankheit, die durch einen erhöhten Druck im Auge gekennzeichnet ist und unbehandelt zu Sehverlust führen kann.

Studien deuten darauf hin, dass CBG durch seine entzündungshemmenden und neuroprotektiven Eigenschaften dazu beitragen könnte, den Augeninnendruck zu senken und die Progression von Glaukom zu verlangsamen. Insbesondere könnte CBG die Durchblutung des Auges verbessern und den Abfluss von Flüssigkeit aus dem Auge fördern, was zu einer Verringerung des Drucks führen könnte.

Insgesamt zeigt sich CBG jedenfalls als äußerst vielversprechend in Bezug auf seine Wirkung auf den menschlichen Körper. Wenn Du also natürliche Wege zur Verbesserung deiner Gesundheit suchst, könnte die Beschäftigung mit diesem faszinierenden Cannabinoid eine lohnende Option sein. 

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3. Was ist CBD (Cannabidiol)?

CBD, oder Cannabidiol, ist ein weiteres wichtiges Cannabinoid, das in verschiedenen Cannabis-Arten vorkommt. Im Gegensatz zu THC ist CBD nicht psychoaktiv, was bedeutet, dass es keine berauschenden Effekte hervorruft.

CBD wird aus der Cannabispflanze extrahiert und ist in vielen Formen erhältlich, darunter CBD Öle, CBD Kapseln, Gummis, und topische Produkte wie CBD Cremes.

Eine der herausragenden Eigenschaften von CBD ist seine Fähigkeit, eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen zu behandeln. Dazu gehören Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Stressabbau, Angstlinderung und Verbesserung der Schlafqualität. Viele Menschen nehmen CBD auch zur Unterstützung bei der Bewältigung von neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie und Parkinson ein.

CBD wird häufig genutzt, um Entspannung zu unterstützen und Beschwerden wie Stress, innere Unruhe, Schlafprobleme sowie Schmerzen oder Entzündungen zu begleiten. Es interagiert dabei mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, das unter anderem Stimmung, Schlaf, Appetit und Schmerzempfinden mitreguliert.
Wichtig ist: Viele Effekte werden aktuell intensiv erforscht. Auch wenn die Erfahrungen vieler Nutzer*innen positiv sind, hängt die Wirkung individuell von Faktoren wie Dosierung und persönlicher Reaktion ab.

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4. CBG vs CBD - Was sind ihre Gemeinsamkeiten?

Während diese beiden Verbindungen einzigartige Eigenschaften und Potenziale aufweisen, gibt es auch einige wichtige Gemeinsamkeiten, die sie teilen. Hier sind einige Schlüsselpunkte, die CBG und CBD gemeinsam haben:

  • Nicht-psychoaktive Natur: Sowohl CBG als auch CBD sind nicht-psychoaktive Cannabinoide, was bedeutet, dass sie keine berauschenden Effekte wie THC (Tetrahydrocannabinol) verursachen.
  • Vorkommen in verschiedenen Cannabis-Sorten: Beide Cannabinoide kommen in verschiedenen Sorten von Cannabis vor, wenn auch in unterschiedlichen Konzentrationen.
  • Potenzielle gesundheitliche Vorteile: Sowohl CBG als auch CBD zeigen ein breites Spektrum an potenziellen gesundheitlichen Vorteilen und werden für ihre entzündungshemmenden, schmerzlindernden, angstlösenden und neuroprotektiven Eigenschaften geschätzt.
  • Interaktion mit dem Endocannabinoidsystem: CBG und CBD interagieren mit dem Endocannabinoidsystem (ECS) des Körpers, das eine Schlüsselrolle bei der Regulation verschiedener physiologischer Prozesse spielt. Sie können sowohl direkt als auch indirekt mit Cannabinoidrezeptoren im ECS interagieren.
  • Potenzielle Anwendung in der Therapie: Beide Cannabinoide werden zunehmend als potenzielle therapeutische Mittel erforscht und finden Anwendung in der Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Schmerzen, Entzündungen, Angstzuständen, Epilepsie und neurodegenerativen Erkrankungen.
  • Interesse an der wissenschaftlichen Erforschung: Sowohl CBG als auch CBD werden zunehmend wissenschaftlich untersucht. Neue Studien sollen besser klären, wie beide Cannabinoide wirken und für welche Anwendungsbereiche sie besonders sinnvoll sein können.
Arzt hält Hanfblatt und CBD Öl Fläschchen

5. CBG vs CBD – Unterschiede im Detail

Chemische Struktur und Biosynthese

CBG und CBD haben zwar die gleiche Molekülformel (C₂₁H₃₀O₂), unterscheiden sich aber in ihrer Struktur – also in der Anordnung der Atome. Genau das kann dazu führen, dass beide Cannabinoide im Körper unterschiedlich wirken.Beide entstehen in der Cannabispflanze aus derselben Vorstufe: CBGA (Cannabigerolsäure), oft auch „Mutter-Cannabinoid“ genannt. Je nachdem, welche Enzyme aktiv sind, entwickelt sich daraus später unter anderem CBD, THC oder CBG. Auch wenn sich die möglichen Einsatzbereiche teilweise überschneiden (z. B. Entzündungen oder innere Unruhe), können Wirkung und Verträglichkeit unterschiedlich ausfallen – weil CBG und CBD im Körper auf verschiedene Weise ansetzen.

Wissenschaftler untersucht Cannabis

Konzentrationen in Cannabis-Pflanzen

Der Unterschied von CBG und CBD macht sich auch in den Konzentrationen der Substanzen in der Hanfpflanze bemerkbar. Obwohl beide Cannabinoide in verschiedenen Cannabis-Sorten vorkommen, variieren ihre Konzentrationen erheblich. CBG wird in der Regel in geringen Mengen gefunden, da es oft in der Pflanze zu anderen Cannabinoiden wie THC oder CBD umgewandelt wird. Im Gegensatz dazu kann CBD in höheren Konzentrationen vorliegen, insbesondere in Sorten, die speziell für ihren hohen CBD-Gehalt gezüchtet wurden.

CBG vs CBD - Unterschied in der Wirkung

CBG (Cannabigerol) und CBD (Cannabidiol) gehören beide zu den Cannabinoiden und werden oft in ähnlichen Kontexten genutzt. Trotzdem unterscheiden sie sich in ihrer Wirkung und darin, wie sie im Körper ansetzen. Beide interagieren mit dem Endocannabinoid-System (ECS), das Prozesse wie Schlaf, Stimmung, Schmerzempfinden und Entzündungsreaktionen mitreguliert. CBG scheint dabei stärker direkt an Cannabinoidrezeptoren zu binden als CBD. Das kann erklären, warum manche Menschen CBG als „direkter“ oder schneller spürbar beschreiben.Zusätzlich wird CBG in der Forschung mit Mechanismen in Verbindung gebracht, die bestimmte Botenstoffe beeinflussen könnten. Deshalb wird es auch im Zusammenhang mit Stress, innerer Unruhe oder Stimmungsschwankungen diskutiert.

CBD wirkt dagegen weniger über eine direkte Bindung an Cannabinoidrezeptoren, sondern eher über ein breites Zusammenspiel verschiedener Rezeptorsysteme, zum Beispiel im Bereich von Serotonin sowie Schmerz- und Entzündungsprozessen. Genau diese vielseitige Wirkweise ist ein Grund, warum CBD in so vielen Bereichen untersucht wird.

Unterm Strich gilt: CBG wird eher als „gezielter“ diskutiert, CBD eher als „breiter“ wirksam. Welche Option besser passt, hängt vom individuellen Ziel und der persönlichen Reaktion ab.

CBD vs. CBG – die wichtigsten Unterschiede

Beide Cannabinoide stammen aus der Hanfpflanze, unterscheiden sich jedoch in Wirkungsschwerpunkten, Einsatzbereichen und Wahrnehmung.

Kriterium CBD Cannabidiol CBG Cannabigerol
Grundlage Sehr bekanntes Cannabinoid mit breitem Anwendungsspektrum. Gilt als „Mutter-Cannabinoid“, aus dem andere Cannabinoide entstehen.
Typische Einsatzbereiche* Entspannung, Stressbalance, Schlafroutine, allgemeines Wohlbefinden. Fokus, geistige Klarheit, Tagesenergie, körperliche Balance.
Subjektive Wahrnehmung Eher beruhigend und ausgleichend. Eher aktivierend, klar und „wach“, ohne Rausch.
Empfohlene Tageszeit Abends oder in stressigen Situationen. Tagsüber, z. B. morgens oder vor geistiger/körperlicher Aktivität.
Vorkommen & Preis In höheren Mengen vorhanden, meist günstiger. Seltener in der Pflanze, aufwendiger in der Herstellung.
Kombination Gut kombinierbar mit anderen Cannabinoiden. Beliebt in Kombination: CBG tagsüber, CBD abends.
Rauschwirkung Nicht berauschend. Nicht berauschend.
Hinweis: *Die Wirkung kann individuell variieren und hängt u. a. von Dosierung, Produktart und persönlicher Konstitution ab.

6. Kann man CBG und CBD zusammen einnehmen?

CBG und CBD werden häufig auch kombiniert, weil sie sich in ihrer Wirkung sinnvoll ergänzen können. Viele Nutzer*innen empfinden die Kombination als besonders angenehm, weil sie je nach Situation sowohl körperliche Entspannung als auch mentale Ausgeglichenheit unterstützen kann.Worauf es dabei wirklich ankommt (z. B. Verhältnis, Dosierung und typische Anwendungsziele), erklären wir hier im Detail: CBD und CBG gemeinsam einnehmen.

FAQ – Häufige Fragen rund um CBD vs. CBG

6. CBG vs CBD Unterschiede – Fazit

Der Vergleich CBG vs. CBD zeigt: Beide Cannabinoide haben Potenzial, wirken im Körper aber unterschiedlich. CBD ist vor allem für seine beruhigenden, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bekannt und wird daher besonders häufig genutzt. CBG rückt zunehmend in den Fokus, weil es in manchen Bereichen als „direkter“ wahrgenommen wird und möglicherweise stärker mit bestimmten Rezeptoren und Prozessen im Nervensystem zusammenhängt.
Welche Wirkung im Alltag spürbar ist, hängt stark von der Person, dem Anwendungsziel und der Dosierung ab. Während manche mit CBD besser zurechtkommen, profitieren andere eher von CBG – oder von einer Kombination beider Cannabinoide. Insgesamt ist die Studienlage bei CBD deutlich breiter, bei CBG noch im Aufbau. Wer unsicher ist, sollte langsam starten und die eigene Reaktion bewusst beobachten.

*Medizinischer Haftungsauschluss

Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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