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CANNABY · CBD bei Arthrose (cbar)

CBD & Gelenke

CBD bei Arthrose: Erfahrungen, Studien und was wirklich hilft

Suchst du nach Erfahrungen mit CBD bei Arthrose, stehen sich zwei Lager gegenüber. Die einen schreiben, ihre Finger seien morgens endlich wieder beweglich. Die anderen haben ein Fläschchen leer gemacht und nichts gemerkt. Beides stimmt, und der Unterschied hat viel damit zu tun, wie und wo das CBD überhaupt ankommt. Weg ist die Arthrose danach nicht, der Alltag mit ihr kann sich trotzdem verändern.

Das Wichtigste im Überblick

  • Teils: Äußerlich aufgetragenes CBD senkte in kleinen Studien den Gelenkschmerz messbar, oral eingenommen schlug es Placebo bisher nicht.
  • Knorpel baut CBD nicht auf. Arthrose bleibt, die Beschwerden können erträglicher werden.
  • Gel oder Salbe aufs einzelne Gelenk, Öl als Basis: Einstieg bei 10 bis 15 mg CBD am Tag.
  • Bei Dauermedikation vorher ärztlich abklären: CBD und viele Schmerzmittel teilen denselben Abbauweg in der Leber.

Hilft CBD bei Arthrose?

Teils: CBD kann die Schmerzwahrnehmung und entzündliche Reize im Gelenk dämpfen, am Verschleiß selbst ändert es nichts. Der Grund liegt im Endocannabinoid-System, einem körpereigenen Netzwerk aus Rezeptoren, das Schmerzverarbeitung, Immunreaktionen und Schlaf mitreguliert. CBD legt dort nicht einen Schalter um, sondern greift an mehreren Stellen gleichzeitig ein.

Über CB2-Rezeptoren auf Immunzellen kann Cannabidiol entzündliche Prozesse dämpfen, und genau die kommen bei Arthrose schubweise dazu, wenn ein Gelenk gereizt und geschwollen ist. Über den TRPV1-Rezeptor beeinflusst es, wie stark Schmerzsignale weitergeleitet werden. Und über den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A wirkt es auf die Seite des Schmerzes, die auf keinem Röntgenbild auftaucht: Anspannung, schlechter Schlaf, dünne Nerven am Abend.

Hier trennen sich die beiden Anwendungswege. CBD ist stark fettliebend: Trägst du es auf, bleibt der größte Teil in den oberen Hautschichten hängen, dort, wo die feinen Schmerzfasern über dem Gelenk sitzen. Schluckst du es, muss es erst durch Darm und Leber, bevor überhaupt etwas im Gelenk ankommt. Für ein einzelnes Knie, die Finger oder die Schulter ist der kurze Weg deshalb der naheliegendere.

Was CBD nicht kann: abgebauten Knorpel zurückholen. Arthrose ist nicht umkehrbar, daran ändert kein Präparat etwas. CBD steht also neben Bewegung, Gewichtsmanagement und ärztlicher Behandlung, nicht an ihrer Stelle. Was du realistisch erwarten darfst, ist weniger Schmerz, nicht weniger Verschleiß.

Wichtig für deine Erwartung ist außerdem, welche Gelenkerkrankung du überhaupt hast. Bei Arthrose steht der mechanische Verschleiß vorn, die Entzündung kommt in Phasen dazu. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist die Entzündung der Motor, dort setzt eine entzündungshemmende Wirkung direkter an. Bist du dir nicht sicher, welche der beiden Formen bei dir vorliegt, lass das ärztlich abklären: Die Behandlung unterscheidet sich grundlegend.

Was Studien zu CBD bei Arthrose zeigen

Die Daten zeigen ein klares Muster: Was auf die Haut kommt, liefert bislang die besseren Ergebnisse als das, was geschluckt wird. Robust belegt ist trotzdem keiner der beiden Wege – die Studien sind klein, kurz oder gar nicht placebokontrolliert.

StudieTypAnwendungErgebnis
Philpott 2017Ratteins Gelenk gespritztSchmerzsignale und Nervenschäden dosisabhängig geringer; vorbeugend gegeben, entstand später weniger Schmerz
Hammell 2016Ratte, entzündliche ArthritisGel auf die HautSchwellung, Schonhaltung und Entzündungsmarker dosisabhängig geringer; wirksam ab 6,2 mg/Tag
Heineman 2022Mensch, RCT, n=18Creme aufs DaumensattelgelenkSchmerz auf der 10er-Skala von 5 auf 2; unter der Trägercreme allein keine Veränderung
Bawa 2024Mensch, offen, n=154%-Gel auf die Hand, 4 WochenSchmerz rund 1,9 Punkte niedriger, Griffkraft der behandelten Hand besser, die unbehandelte unverändert
Vela 2022Mensch, RCT, n=12920 bis 30 mg oral, 12 Wochenkein Unterschied zu Placebo bei Schmerz, Schlaf oder Angst
Pramhas 2023Mensch, RCT, n=86600 mg oral, 8 Wochenkein Unterschied zu Placebo (Schmerz −2,5 vs. −2,4 Punkte)

Was heißt das für dich? Bei den beiden Rattenstudien ist die Ratte der Punkt, nicht das Detail: Die überzeugendsten Zahlen zu CBD und Arthrose stammen bis heute aus Tiermodellen, in denen der Wirkstoff direkt ins Gelenk oder auf die rasierte Haut kam. So wendest du CBD zu Hause nicht an.

Am Menschen bleiben zwei kleine topische Studien. Heineman gab 18 Personen zwei Wochen lang eine CBD-Creme aufs Daumensattelgelenk, danach zwei Wochen dieselbe Creme ohne CBD – der Schmerz fiel nur mit CBD. Bawa ließ 15 Menschen mit Fingerarthrose vier Wochen lang ein Gel auftragen: Schmerz runter, Griffkraft rauf, und zwar nur in der behandelten Hand. Klingt gut, hat aber einen Haken, den die Autoren selbst benennen: Es gab keine Placebogruppe, und die Schmerzwerte blieben auch nach dem Absetzen niedrig. Ein Effekt, der ohne Wirkstoff weiterläuft, lässt sich nicht sauber vom Wirkstoff trennen. Für dich heißt das: Die Besserung, die diese Menschen erlebt haben, ist echt. Woher sie kam, ist offen.

Beim Schlucken ist die Lage eindeutiger und ernüchternder. Pramhas gab 86 Menschen mit Kniearthrose acht Wochen lang 600 mg CBD täglich zusätzlich zu Paracetamol. Der Schmerz sank um 2,5 Punkte. In der Placebogruppe um 2,4. Kein Unterschied. Das ist die Studie, an der sich jede Erwartung messen lassen muss, auch deine.

Hier lohnt sich der Blick auf die Zahl selbst. 600 mg am Tag sind bei einem 10%-Öl rund 120 Tropfen – eine Menge, die im Alltag niemand nimmt und die kein Öl im Regal hergibt. Das ist die ehrliche Zwickmühle: Die einzige hochwertige Studie hat eine Dosis getestet, die weit über allem liegt, was du zu Hause verwenden würdest, und trotzdem nichts gefunden. Und die Dosis, die du tatsächlich nehmen würdest, wurde nie sauber geprüft. Weder ein Freispruch noch ein Beweis, sondern eine Lücke.

Bleibt die Frage, warum so viele Menschen dann von Besserung berichten.

CBD bei Arthrose: Erfahrungen von Anwendern

Die größte Erhebung dazu befragte 428 Menschen mit Arthritis und Arthrose zu ihren Erfahrungen mit CBD: 83% berichteten von weniger Schmerzen, 66% von besserer Beweglichkeit, 66% von besserem Schlaf. Im Schnitt gaben die Befragten ihren Schmerz um 44% niedriger an, das sind 2,58 Punkte auf der 10er-Skala. Auffällig: Die Arthrose-Gruppe berichtete stärkere Besserung als die Gruppen mit rheumatoider Arthritis.

Zwei Zahlen aus derselben Erhebung sagen noch mehr über den Alltag. 60,5% gaben an, andere Medikamente reduziert oder abgesetzt zu haben, bei knapp einem Fünftel betraf das Opioide. Und: Nur 45,6% hatten überhaupt mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber gesprochen, dass sie CBD nehmen.

Bevor du diese Prozentzahlen als Wirksamkeitsnachweis liest: Das war eine Online-Umfrage. Teilgenommen hat, wer CBD schon probiert hatte und eine Meinung dazu. Es gab keine Vergleichsgruppe, keine Messung, keine Kontrolle darüber, wann und wie viel jemand genommen hatte. Menschen, bei denen nichts passiert ist, füllen so einen Fragebogen seltener aus. Die 83% sind deshalb keine Erfolgsquote, sondern eine Momentaufnahme davon, was Betroffene erleben und wie sie es einordnen. Was du daraus mitnimmst: Die Chance auf Besserung ist real, eine Garantie liest du aus diesen Zahlen nicht heraus.

Genau das ist aber der Wert dieser Zahlen. Sie ersetzen keinen Beweis, sie zeigen die Bandbreite. Und die deckt sich mit dem, was uns unsere Kundinnen und Kunden schreiben: von deutlich weniger Schmerzen bis zu einem vorsichtigen „lindert etwas“.

★★★★★

Mir hat es bei meiner Arthrose wirklich gut geholfen. Habe weniger Schmerzen und mir gehts auch psychisch wieder besser!“

★★★★★

Habe zuerst ein 15% Öl probiert und musste viele Tropfen nehmen, damit meine Schmerzen weniger wurden. Hier brauche ich deutlich weniger und es hilft sehr gut.“

★★★★☆

Lindert etwas meine Knieschmerzen, angenehmes Gefühl nach dem Auftragen.“

Einzelne, verifizierte Kundenerfahrungen aus unserem Shop. Sie belegen keine Wirkung und lassen sich nicht auf andere übertragen.

Öl, Gel oder Salbe: welche Form passt zu welchem Gelenk

Für ein einzelnes schmerzendes Gelenk ist Gel oder Salbe die naheliegendere Wahl, für mehrere Gelenke gleichzeitig oder für Begleitbeschwerden wie schlechten Schlaf das Öl. Der Grund ist derselbe wie oben: Aufgetragen bleibt CBD nah an der Stelle, geschluckt verteilt es sich im ganzen Körper.

FormWo das CBD hingehtPasst bei
Gelbleibt lokal in der Haut über dem Gelenk, kühlt beim Auftrageneinzelnes Gelenk, akut gereizt, Knie oder Schulter
Salbebleibt lokal, reichhaltiger, zieht langsamer einFinger und Hände, steife Stellen, trockene Haut
Ölüber die Mundschleimhaut und den Magen in den ganzen Körpermehrere Gelenke, unruhige Nächte, Grundversorgung
Kapselnwie das Öl, nur langsamer und mit fester Dosiswer unterwegs ist und keine Pipette will
Gummiswie Kapseln, mit Zucker und meist niedriger dosiertam wenigsten geeignet, wenn du gezielt steuern willst

Am Knie und an der Schulter ist der Gelenkspalt tief, an den Fingern liegt er dicht unter der Haut. Deshalb sind die beiden einzigen halbwegs überzeugenden Studien am Menschen ausgerechnet Hand-Studien – dort ist der Weg vom Auftragen bis zum Gelenk am kürzesten. Am Knie heißt das nicht, dass Gel nichts bringt. Es heißt, dass ein Teil des Effekts wahrscheinlich über die Schmerzfasern in der Haut läuft und nicht im Gelenk selbst. Für dich am Knie heißt das: Ein Versuch kann sich lohnen, zu viel erwarten solltest du nicht.

Beides gleichzeitig ist der Weg, den die meisten am Ende gehen: morgens und abends ein paar Tropfen als Basis, dazu Gel oder Salbe auf das Gelenk, das an dem Tag am lautesten ist. Das Öl gibst du unter die Zunge, lässt es dort etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann.

Bei der Ölwahl geht es weniger um Breit- oder Vollspektrum als um die Stärke. Breitspektrum ist komplett THC-frei, Vollspektrum enthält Spuren unter 0,05%, beides liegt weit unter der gesetzlichen Grenze von 0,3%. Relevanter für dich: Ab 15% brauchst du für dieselbe Menge weniger Tropfen, was die tägliche Anwendung schlicht angenehmer macht. Eine Übersicht aller Stärken findest du bei unseren CBD Ölen, die topischen Formen bei unserer CBD Creme.

Für Gelenke: von innen und außen

CANNABY CBD Öl 15%
7,5 mg CBD pro Tropfen

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Basis für mehrere Gelenke – fein dosierbar über den Tag verteilt.

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Für Knie und Schulter, wenn ein Gelenk gerade gereizt ist.

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Für Finger und Hände, morgens gegen die Steifigkeit einmassiert.

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CBD-Pflaster bei Arthrose

Zu CBD-Pflastern bei Arthrose gibt es bis heute keine veröffentlichte klinische Studie am Menschen. Nicht eine negative, sondern gar keine. Alles, was die Hersteller versprechen, stützt sich auf Untersuchungen zu Gelen und Cremes und auf die allgemeine Plausibilität, dass ein Pflaster gleichmäßiger abgibt als eine Salbe, die man dreimal am Tag nachlegen muss.

Eine Studie war geplant. Im amerikanischen Studienregister steht seit 2020 ein Vorhaben, das ein 35-mg-CBD-Pflaster vier Wochen lang gegen ein Placebo-Pflaster bei Kniearthrose testen sollte, dreifach verblindet, sauber aufgesetzt. Eingeschlossene Teilnehmer laut Register: null. Es gibt keine Ergebnisse, weil es keine Daten gibt. Verspricht dir jemand Studien zum CBD-Pflaster, meint er die Studien zu Gel und Creme.

Das Kernproblem ist nicht der Klebstoff, sondern die Physik. CBD ist stark fettliebend und kommt deshalb mühelos durch die oberste Hornschicht – aber genau dahinter wird die Haut wässriger, und dort kommt es kaum weiter. Die Forschungsgruppen, die im Labor überhaupt messbare Mengen durch die Haut gebracht haben, arbeiten deshalb mit Trägerstoffen, die den Durchtritt aktiv verbessern. Bei einem Pflaster aus dem Onlineshop steht auf der Packung, wie viel CBD drin ist. Was davon ankommt, weiß niemand, und zwar auch der Hersteller nicht.

Der Vergleich, der in der Werbung mitschwingt, hinkt genau an dieser Stelle. Nikotin- und Schmerzpflaster sind zugelassene Arzneimittel. Für sie liegen Messdaten vor, die zeigen, wie viel Wirkstoff pro Stunde ins Blut geht. CBD-Pflaster sind in Deutschland kosmetische oder allgemeine Erzeugnisse. Sie müssen so etwas nicht nachweisen und tun es auch nicht. Die Zahl auf deiner Packung ist damit eine Mengenangabe, keine Wirkangabe.

Bleibt der Alltag: Ein Pflaster über dem Knie macht jede Beugung mit, an den Fingern hält es kaum, und wer schwitzt, klebt es öfter neu, als ihm lieb ist. Wenn du topisch etwas ausprobieren willst, ist ein Gel oder eine Salbe die naheliegendere Wahl. Nicht weil das Pflaster nachweislich nicht wirkt, sondern weil bei den anderen beiden Formen wenigstens jemand nachgesehen hat.

CBD bei Fingerarthrose

Fingerarthrose ist der einzige Ort, an dem CBD am Menschen überhaupt halbwegs untersucht ist – beide brauchbaren topischen Studien wurden an Händen gemacht. Das ist kein Zufall: An den Fingern liegt der Gelenkspalt millimeterdicht unter der Haut, am Knie liegen Fett, Sehnen und Kapsel dazwischen.

Frauen trifft es deutlich häufiger. Nach Daten des Robert Koch-Instituts findet sich Arthrose in den Fingergelenken bei gut einem Drittel der Frauen und etwa einem Siebtel der Männer. Auffällig ist der Zeitpunkt: Der Abstand zu den Männern ist zwischen 50 und 55 am größten, also rund um die Wechseljahre. Ob die Hormonumstellung die Ursache ist, ist bis heute nicht bewiesen: Es gibt Hinweise, aber keinen sauberen Nachweis am Menschen. Für deine Behandlung ändert das ohnehin nichts.

Was du praktisch daraus machen kannst: Eine Salbe ist an den Fingern das dankbarere Format als ein Gel. Sie zieht langsamer ein, du kannst sie beim Einmassieren länger in die Gelenke arbeiten, und die Haut an den Händen ist ohnehin trocken und dankt es. Der beste Zeitpunkt ist morgens, wenn die Finger steif sind, und abends nach der Arbeit.

Realistisch ist: In der Handstudie mit CBD-Gel besserte sich auch die Griffkraft, nicht nur der Schmerz. Was sich nicht besserte, war die Alltagsfunktion, die die Teilnehmenden selbst einschätzten – Knöpfe, Gläser, Schlüssel. Der Unterschied zwischen „tut weniger weh“ und „geht wieder leichter“ ist bei Fingerarthrose real, und CBD landet nach allem, was man weiß, eher auf der ersten Seite.

CBD Dosierung bei Arthrose

Eine belegte Dosis für Arthrose gibt es nicht. Die einzige hochwertige Studie hat 600 mg täglich getestet und nichts gefunden, die kleinen topischen Studien lagen bei rund 30 mg am Tag auf der Haut. Dazwischen liegt der ganze Bereich, in dem du dich bewegst, und der ist nie geprüft worden. Alles, was folgt, sind Erfahrungswerte, keine Empfehlung aus einer Studie.

Der Einstieg, der sich in der Praxis bewährt hat: 10 bis 15 mg CBD am Tag, verteilt auf morgens und abends. Diese Dosis hältst du drei bis fünf Tage, dann erhöhst du um 5 mg, wieder drei bis fünf Tage, und so weiter. Die meisten landen irgendwo zwischen 20 und 40 mg täglich. Wer nach vier Wochen bei 40 mg keinerlei Unterschied merkt, hat seine Antwort – dann bringt weiter erhöhen selten etwas außer Kosten.

Konzentrationmg pro Tropfen10 mg entsprechen30 mg entsprechen
5%2,5 mg4 Tropfen12 Tropfen
10%5 mg2 Tropfen6 Tropfen
15%7,5 mg1 bis 2 Tropfen4 Tropfen
20%10 mg1 Tropfen3 Tropfen
30%15 mgunter 1 Tropfen2 Tropfen
50%25 mgunter 1 Tropfen1 Tropfen

Die Tabelle zeigt, warum die Stärke bei Arthrose praktisch mehr zählt als bei Schlaf oder Stress. Wenn du dauerhaft im Bereich um 30 mg landest, sind das mit einem 5%-Öl zwölf Tropfen täglich und mit einem 20%-Öl drei. Das ist der Unterschied zwischen einer Prozedur und einer Angewohnheit.

Beim Gel oder der Salbe gibt es keine Tropfenzahl. Hier gilt: erbsengroße Menge auf das Gelenk, sanft einmassieren, zwei- bis dreimal am Tag. In der Handstudie mit dem besten Ergebnis wurde dreimal täglich aufgetragen, nicht einmal. Wer topisch etwas erwartet, muss regelmäßig dran.

Wie du dein Gewicht und deinen Bedarf in eine konkrete Tropfenzahl übersetzt, rechnet dir unser Dosierungsrechner aus.

Passt CBD zu deinen Gelenken?

Öl von innen, Gel oder Salbe direkt aufs Gelenk: Welche Kombination für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wo es weh tut und wie viele Gelenke betroffen sind. In unserer Auswahl für Schmerzen findest du beide Wege.

CBD bei Schmerzen ansehen

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen bei CBD

CBD gilt als gut verträglich, harmlos ist es deshalb nicht. Die WHO kam schon 2017 zu dem Schluss, dass CBD kein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial hat und ein gutes Sicherheitsprofil aufweist. Das ist die eine Hälfte der Wahrheit. Die andere steht in den Studien, die du oben schon kennst.

In der Umfrage unter 428 Betroffenen berichteten 41% mindestens eine Nebenwirkung, davon waren 84% leicht. Am häufigsten: Mundtrockenheit bei etwa jedem Fünften, Müdigkeit bei etwa jedem Sechsten. Dazu Appetitveränderungen, trockene Augen, gelegentlich Schwindel. Nichts davon ist gefährlich, und das meiste verschwindet, wenn du die Dosis wieder senkst oder den Einnahmezeitpunkt verschiebst.

Die Kniearthrose-Studie liefert die Zahl, die du kennen solltest. Unter 600 mg CBD täglich hatten 11 von 43 Teilnehmenden relevant erhöhte Leberwerte (γ-GT), in der Placebogruppe keiner. Insgesamt traten Nebenwirkungen unter CBD signifikant häufiger auf als unter Placebo. Die Entwarnung gehört dazu: Vier Wochen nach dem Absetzen hatten sich alle erhöhten Werte vollständig zurückgebildet, und schwere Nebenwirkungen gab es keine. Zur Einordnung: 600 mg sind ein Vielfaches dessen, was du im Alltag nehmen würdest. Aber es zeigt, in welche Richtung es geht, wenn man hoch dosiert, und die Leber ist die Richtung. Bleibst du im üblichen Bereich von 20 bis 40 mg, betrifft dich das nicht.

Damit sind wir beim eigentlichen Punkt. CBD wird über dieselben Leberenzyme abgebaut wie sehr viele Medikamente, unter anderem über CYP3A4 und CYP2C19. Sitzen beide auf demselben Abbauweg, kann der eine den anderen ausbremsen: Das Medikament wirkt stärker als vorgesehen, obwohl du die Dosis nicht verändert hast. Bei Arthrose ist das keine Randnotiz, denn Schmerzmittel, Blutverdünner und Beruhigungsmittel gehören genau in diese Gruppe. Welche Wirkstoffe konkret betroffen sind, steht ausführlich bei den Wechselwirkungen von CBD.

Konkret heißt das für dich: Nimmst du regelmäßig Medikamente, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du CBD dazunimmst. In der Umfrage hatte nicht einmal die Hälfte der Befragten das getan. Es kostet dich ein Gespräch – und es ist der einzige Teil dieses Artikels, bei dem wir dir nicht empfehlen, es einfach auszuprobieren.

Nicht anwenden solltest du CBD in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei bekannter Lebererkrankung ohne ärztliche Rücksprache.

Häufige Fragen zu CBD bei Arthrose

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?
Arthrose ist Verschleiß, Arthritis ist Entzündung. Bei Arthrose nutzt sich der Knorpel mechanisch ab, Entzündung kommt in Schüben dazu. Bei einer Arthritis, etwa der rheumatoiden Arthritis, greift das Immunsystem das Gelenk an. Beide tun weh, werden aber grundlegend unterschiedlich behandelt.
Wie schnell wirkt CBD bei Arthrose?
Topisch nach 15 bis 30 Minuten, oral nach 15 bis 45 Minuten, beides aber nur oberflächlich. Ob sich bei einem Dauerschmerz wirklich etwas ändert, zeigt sich erst nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Anwendung. Einmal ausprobieren und nichts merken sagt bei Arthrose wenig aus.
Hilft CBD gegen Morgensteifigkeit?
Möglich, belegt ist es nicht. In der offenen Handstudie besserte sich die selbst berichtete Steifigkeit während der vierwöchigen Anwendung deutlich. Weil eine Placebogruppe fehlte, lässt sich nicht sagen, ob das am CBD lag. Morgens auftragen ist trotzdem der Zeitpunkt, an dem es die meisten tun.
Kann ich CBD Öl direkt auf das Gelenk auftragen?
Kannst du, sinnvoll ist es nicht. CBD Öl ist auf die Aufnahme über die Mundschleimhaut ausgelegt, nicht auf die Haut. Es fehlen die Trägerstoffe, die in Gelen und Salben dafür sorgen, dass überhaupt etwas durch die Hornschicht kommt. Für die Haut nimmst du ein Produkt, das dafür gemacht ist.
Helfen CBD Gummibärchen bei Arthrose?
Nicht besser als CBD Öl, eher schlechter steuerbar. Gummis werden geschluckt und wirken damit über denselben Weg wie Öl oder Kapseln, nur langsamer, mit fester Dosis und meist niedriger dosiert. Für Arthrose, wo du die Dosis über Wochen anpassen willst, ist das die unpraktischste Form.
Kann ich CBD statt meiner Schmerzmittel nehmen?
Nein, nicht eigenmächtig. In der Umfrage unter 428 Betroffenen gaben zwar 60,5% an, andere Medikamente reduziert oder abgesetzt zu haben. Das war aber eine Selbstauskunft ohne ärztliche Begleitung. Verordnete Schmerzmittel setzt du nur in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Macht CBD müde, wenn ich es tagsüber nehme?
Bei manchen ja, meist bei höheren Dosen. Müdigkeit gehört neben Mundtrockenheit zu den häufigsten Nebenwirkungen und trat bei etwa jedem Sechsten auf. Wenn es dich tagsüber ausbremst, verschiebe den größeren Teil der Tagesdosis auf den Abend.
Muss ich CBD dauerhaft nehmen oder reicht es bei Schmerzen?
Bei Arthrose spricht mehr für die regelmäßige Anwendung. Die berichteten Effekte bauen sich über Wochen auf, nicht über Stunden. Eine Anwendung nur bei akuten Schmerzspitzen ist möglich, entspricht aber nicht dem, was in den Studien untersucht wurde.
Übernimmt die Krankenkasse CBD bei Arthrose?
Nein. Frei verkäufliche CBD-Produkte gelten nicht als Arzneimittel und werden nicht erstattet. Etwas anderes ist verschreibungspflichtiges Medizinalcannabis, das eine ärztliche Verordnung und eine Genehmigung der Kasse voraussetzt. Das ist ein anderes Verfahren und ein anderes Produkt.
Ist CBD bei Arthrose legal?
Ja. CBD aus zertifiziertem Nutzhanf ist in Deutschland frei verkäuflich, solange der THC-Gehalt unter 0,3% liegt. Unsere Breitspektrum-Öle sind komplett THC-frei, unsere Vollspektrum-Öle liegen unter 0,05%.

Unser Fazit

Was du realistisch von CBD bei Arthrose erwarten kannst

Die ehrliche Antwort ist unbequem: Die beste Studie zu CBD bei Arthrose hat nichts gefunden, und die Studien, die etwas gefunden haben, sind zu klein, um daraus eine Empfehlung zu machen. Gleichzeitig berichten vier von fünf Betroffenen in Befragungen von weniger Schmerzen. Beides steht nebeneinander, und keine Seite kann die andere wegdiskutieren.

Was daraus für dich folgt, ist keine Überzeugung, sondern ein Versuch mit klaren Regeln. Topisch hat die besseren Karten als oral, an den Fingern mehr als am Knie, regelmäßig mehr als gelegentlich. Beginne niedrig, gib dem Ganzen vier Wochen, und mach dir Notizen, statt dich auf dein Gefühl zu verlassen. Merkst du nichts, hast du eine Antwort, die genauso viel wert ist wie ein Erfolg.

Was CBD nicht leistet, bleibt dabei unverändert: Es hält die Arthrose nicht auf und ersetzt weder Bewegung noch die Behandlung, die du hast. Es kann ein Baustein daneben sein. Wenn du Medikamente nimmst, gehört das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt an den Anfang, nicht ans Ende.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Bei anhaltenden oder starken Gelenkschmerzen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei bekannter Lebererkrankung oder bei Dauermedikation sprich die Anwendung vorher mit deinem Arzt ab.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
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  4. Bawa Z, Lewis D, Gavin PD, Libinaki R, Joubran L, El-Tamimy M, Taylor G, Meltzer R, Bedoya-Pérez M, McGregor IS. (2024). An open-label feasibility trial of transdermal cannabidiol for hand osteoarthritis. Scientific Reports, 14, 11792. doi.org/10.1038/s41598-024-62428-x
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Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.