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CBD bei Arthrose: Erfahrungen, Studien und Anwendung

Woman comfortably tending a potted herb plant beside a CBD oil bottle in a calm, natural home setting, representing CBD and arthrosis wellness.

Arthrose macht Gelenke steif und schmerzhaft, besonders an Fingern, Knien und Schultern. Studien und Erfahrungen Betroffener zeigen, wo CBD dir helfen kann: Gel und Salbe direkt am Gelenk schneiden bisher besser ab als das Öl. So wendest du beides sinnvoll an.

Das Wichtigste im Überblick

  • Trage Gel oder Salbe zwei- bis dreimal täglich erbsengroß auf das schmerzende Gelenk auf.
  • Starte beim Öl mit 15 bis 25 mg CBD am Tag und steigere bei Bedarf auf 25 bis 50 mg.
  • Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann.
  • Mit einem 15%-Öl brauchst du für dieselbe Menge weniger Tropfen als mit 5 oder 10 %.

Hilft CBD bei Arthrose?

CBD kann bei Arthrose helfen, Gelenkschmerzen zu lindern, am ehesten als Gel oder Salbe direkt auf dem Gelenk. Am Verschleiß selbst ändert es nichts. Es wirkt über das Endocannabinoid-System, ein körpereigenes Netzwerk aus Rezeptoren, das Schmerzverarbeitung, Immunreaktionen und Schlaf mitreguliert.

CBD legt dort nicht einen Schalter um, sondern greift an mehreren Stellen gleichzeitig ein. Wie stark dabei die Schmerzverarbeitung im Nervensystem mitspielt, zeigt sich besonders deutlich bei CBD bei Phantomschmerzen, wo der Schmerz ganz ohne verletztes Gewebe entsteht.

Laborversuche zeigen drei Wege. Über CB2-Rezeptoren auf Immunzellen kann Cannabidiol entzündliche Prozesse dämpfen, und genau die kommen bei Arthrose schubweise dazu, wenn ein Gelenk gereizt und geschwollen ist. Über den TRPV1-Rezeptor beeinflusst es, wie stark Schmerzsignale weitergeleitet werden. Und über den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A wirkt es auf die Seite des Schmerzes, die auf keinem Röntgenbild auftaucht: Anspannung, schlechter Schlaf, dünne Nerven am Abend.

Hier trennen sich die beiden Anwendungswege. CBD ist stark fettliebend: Trägst du es auf, bleibt der größte Teil in den oberen Hautschichten hängen, dort, wo die feinen Schmerzfasern über dem Gelenk sitzen. Schluckst du es, muss es erst durch Darm und Leber, bevor überhaupt etwas im Gelenk ankommt. Für ein einzelnes Knie, die Finger oder die Schulter ist der kurze Weg deshalb der naheliegendere.

Was CBD nicht kann: abgebauten Knorpel zurückholen. Arthrose ist nicht umkehrbar, daran ändert kein Präparat etwas. CBD steht also neben Bewegung, Gewichtsmanagement und ärztlicher Behandlung, nicht an ihrer Stelle. Was du realistisch erwarten darfst, ist weniger Schmerz, nicht weniger Verschleiß.

Wichtig für deine Erwartung ist außerdem, welche Gelenkerkrankung du überhaupt hast. Bei Arthrose steht der mechanische Verschleiß vorn, die Entzündung kommt in Phasen dazu. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist die Entzündung der Motor, dort setzt eine entzündungshemmende Wirkung direkter an. Bist du dir nicht sicher, welche der beiden Formen bei dir vorliegt, lass das ärztlich abklären: Die Behandlung unterscheidet sich grundlegend.

Was zeigen Studien zu CBD bei Arthrose?

Studien zu CBD bei Arthrose zeigen eine klare Richtung: Was auf die Haut kommt, liefert bislang die besseren Ergebnisse als das, was geschluckt wird. Die Studien sind allerdings noch klein, kurz oder nicht placebokontrolliert, die Forschung steht also am Anfang.

Studie Typ Anwendung Ergebnis
Philpott 2017 Ratte ins Gelenk gespritzt Schmerzsignale und Nervenschäden dosisabhängig geringer; vorbeugend gegeben, entstand später weniger Schmerz
Hammell 2016 Ratte, entzündliche Arthritis Gel auf die Haut Schwellung, Schonhaltung und Entzündungsmarker dosisabhängig geringer; wirksam ab 6,2 mg/Tag
Heineman 2022 Mensch, RCT, n=18 Creme aufs Daumensattelgelenk Schmerz auf der 10er-Skala von 5 auf 2; unter der Trägercreme allein keine Veränderung
Bawa 2024 Mensch, offen, n=15 4%-Gel auf die Hand, 4 Wochen Schmerz rund 1,9 Punkte niedriger, Griffkraft der behandelten Hand besser, die unbehandelte unverändert
Vela 2022 Mensch, RCT, n=129, Hand- und Psoriasis-Arthritis 20 bis 30 mg oral, 12 Wochen kein Unterschied zu Placebo bei Schmerz, Schlaf oder Angst
Pramhas 2023 Mensch, RCT, n=86 600 mg oral, 8 Wochen kein Unterschied zu Placebo (Schmerz −2,5 vs. −2,4 Punkte)

Was heißt das für dich? Bei den beiden Rattenstudien ist die Ratte der Punkt, nicht das Detail: Die überzeugendsten Zahlen zu CBD und Arthrose stammen bis heute aus Tiermodellen, in denen der Wirkstoff direkt ins Gelenk oder auf die rasierte Haut kam. So wendest du CBD zu Hause nicht an.

Am Menschen bleiben zwei kleine topische Studien. Heineman gab 18 Personen zwei Wochen lang eine CBD-Creme aufs Daumensattelgelenk, danach zwei Wochen dieselbe Creme ohne CBD: Der Schmerz fiel nur mit CBD. Bawa ließ 15 Menschen mit Fingerarthrose vier Wochen lang ein Gel auftragen: Schmerz runter, Griffkraft rauf, und zwar nur in der behandelten Hand. Klingt gut, hat aber einen Haken, den die Autoren selbst benennen: Es gab keine Placebogruppe, und die Schmerzwerte blieben auch nach dem Absetzen niedrig. Ein Effekt, der ohne Wirkstoff weiterläuft, lässt sich nicht sauber vom Wirkstoff trennen. Die Besserung, die diese Menschen erlebt haben, ist echt. Woher sie kam, ist offen.

Beim Schlucken ist die Lage eindeutiger. Vela gab 129 Menschen mit Fingerarthrose oder Psoriasis-Arthritis zwölf Wochen lang 20 bis 30 mg CBD am Tag, also eine alltagsnahe Menge. Schmerz, Schlaf und Angst besserten sich nicht stärker als unter Placebo. Pramhas gab 86 Menschen mit Kniearthrose acht Wochen lang 600 mg CBD täglich zusätzlich zu Paracetamol. Der Schmerz sank um 2,5 Punkte. In der Placebogruppe um 2,4. Kein Unterschied.

600 mg am Tag sind bei einem 10%-Öl rund 120 Tropfen, eine Menge, die im Alltag niemand nimmt. Zusammen zeigen die beiden Studien: Weder eine alltagsnahe noch eine sehr hohe Menge geschlucktes CBD hat den Gelenkschmerz stärker gesenkt als ein Placebo. Für den Schmerz direkt am Gelenk spricht deshalb mehr für Gel und Salbe als für das Öl.

Bleibt die Frage, warum so viele Menschen dann von Besserung berichten.

Welche Erfahrungen gibt es mit CBD bei Arthrose?

Die Erfahrungen sind überwiegend positiv. Die größte Erhebung dazu befragte 428 Menschen mit Arthritis und Arthrose zu ihren Erfahrungen mit CBD: 83% berichteten von weniger Schmerzen, 66% von besserer Beweglichkeit, 66% von besserem Schlaf. Im Schnitt gaben die Befragten ihren Schmerz um 44% niedriger an, das sind 2,58 Punkte auf der 10er-Skala. Auffällig: Die Arthrose-Gruppe berichtete stärkere Besserung als die Gruppen mit rheumatoider Arthritis.

Zwei Zahlen aus derselben Erhebung sagen noch mehr über den Alltag. 60,5% gaben an, andere Medikamente reduziert oder abgesetzt zu haben, bei knapp einem Fünftel betraf das Opioide. Und: Nur 45,6% hatten überhaupt mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber gesprochen, dass sie CBD nehmen.

Bevor du diese Prozentzahlen als Wirksamkeitsnachweis liest: Das war eine Online-Umfrage. Teilgenommen hat, wer CBD schon probiert hatte und eine Meinung dazu. Es gab keine Vergleichsgruppe, keine Messung, keine Kontrolle darüber, wann und wie viel jemand genommen hatte. Menschen, bei denen nichts passiert ist, füllen so einen Fragebogen seltener aus. Die 83% sind deshalb keine Erfolgsquote, sondern eine Momentaufnahme dessen, was Betroffene erleben. Was du daraus mitnimmst: Die Chance auf Besserung ist real, eine Garantie liest du aus diesen Zahlen nicht heraus.

Genau das ist aber der Wert dieser Zahlen. Sie ersetzen keinen Beweis, sie zeigen die Bandbreite. Und die deckt sich mit dem, was uns unsere Kundinnen und Kunden schreiben: von deutlich weniger Schmerzen bis zu einem vorsichtigen „lindert etwas“.

★★★★★

„Mir hat es bei meiner Arthrose wirklich gut geholfen. Habe weniger Schmerzen und mir gehts auch psychisch wieder besser!“

★★★★★

„Habe zuerst ein 15% Öl probiert und musste viele Tropfen nehmen, damit meine Schmerzen weniger wurden. Hier brauche ich deutlich weniger und es hilft sehr gut.“

★★★★☆

„Lindert etwas meine Knieschmerzen, angenehmes Gefühl nach dem Auftragen.“

Einzelne, verifizierte Kundenerfahrungen aus unserem Shop. Sie belegen keine Wirkung und lassen sich nicht auf andere übertragen.

Öl, Gel oder Salbe: Welche Form passt zu welchem Gelenk?

Für ein einzelnes schmerzendes Gelenk ist Gel oder Salbe die naheliegendere Wahl, für mehrere Gelenke gleichzeitig oder für Begleitbeschwerden wie schlechten Schlaf das Öl. Der Grund ist derselbe wie oben: Aufgetragen bleibt CBD nah an der Stelle, geschluckt verteilt es sich im ganzen Körper.

Form Wo das CBD hingeht Passt bei
Gel bleibt lokal in der Haut über dem Gelenk, kühlt beim Auftragen einzelnes Gelenk, akut gereizt, Knie oder Schulter
Salbe bleibt lokal, reichhaltiger, zieht langsamer ein Finger und Hände, steife Stellen, trockene Haut
Öl über die Mundschleimhaut und den Magen in den ganzen Körper mehrere Gelenke, unruhige Nächte, Grundversorgung
Kapseln wie das Öl, nur langsamer und mit fester Dosis wer unterwegs ist und keine Pipette will
Gummis wie Kapseln, mit Zucker und meist niedriger dosiert am wenigsten geeignet, wenn du gezielt steuern willst

Am Knie und an der Schulter ist der Gelenkspalt tief, an den Fingern liegt er dicht unter der Haut. Deshalb sind die beiden einzigen halbwegs überzeugenden Studien am Menschen ausgerechnet Hand-Studien: Dort ist der Weg vom Auftragen bis zum Gelenk am kürzesten. Am Knie heißt das nicht, dass Gel nichts bringt. Es heißt, dass ein Teil des Effekts wahrscheinlich über die Schmerzfasern in der Haut läuft und nicht im Gelenk selbst. Am Knie lohnt sich ein Versuch deshalb genauso, rechne dort nur mit einem sanfteren Effekt.

Beides gleichzeitig ist der Weg, den die meisten am Ende gehen: morgens und abends ein paar Tropfen als Basis, dazu Gel oder Salbe auf das Gelenk, das an dem Tag am lautesten ist. Das Öl gibst du unter die Zunge, lässt es dort etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann.

Bei der Ölwahl geht es weniger um Breit- oder Vollspektrum als um die Stärke. Breitspektrum ist komplett THC-frei, Vollspektrum enthält Spuren unter 0,05%, beides liegt weit unter der gesetzlichen Grenze von 0,3%. Relevanter für dich: Ab 15% brauchst du für dieselbe Menge weniger Tropfen, was die tägliche Anwendung schlicht angenehmer macht. Alle Stärken gibt es bei unseren CBD Ölen, die topischen Formen bei unserer CBD Creme.

Helfen CBD-Pflaster bei Arthrose?

Ob CBD-Pflaster bei Arthrose helfen, ist offen: Bis heute gibt es dazu keine veröffentlichte klinische Studie am Menschen, weder eine positive noch eine negative. Alles, was die Hersteller versprechen, stützt sich auf Untersuchungen zu Gelen und Cremes und auf die allgemeine Plausibilität, dass ein Pflaster gleichmäßiger abgibt als eine Salbe, die man dreimal am Tag nachlegen muss.

Eine Studie war geplant. Im amerikanischen Studienregister steht seit 2020 ein Vorhaben, das ein 35-mg-CBD-Pflaster vier Wochen lang gegen ein Placebo-Pflaster bei Kniearthrose testen sollte, dreifach verblindet, sauber aufgesetzt. Eingeschlossene Teilnehmer laut Register: null. Es gibt keine Ergebnisse, weil es keine Daten gibt. Verspricht dir jemand Studien zum CBD-Pflaster, meint er die Studien zu Gel und Creme.

Das Kernproblem ist nicht der Klebstoff, sondern die Physik. CBD ist stark fettliebend und kommt deshalb mühelos durch die oberste Hornschicht, aber genau dahinter wird die Haut wässriger, und dort kommt es kaum weiter. Die Forschungsgruppen, die im Labor überhaupt messbare Mengen durch die Haut gebracht haben, arbeiten deshalb mit Trägerstoffen, die den Durchtritt aktiv verbessern. Bei einem Pflaster aus dem Onlineshop steht auf der Packung, wie viel CBD drin ist. Was davon ankommt, weiß niemand, und zwar auch der Hersteller nicht.

Der Vergleich, der in der Werbung mitschwingt, hinkt genau an dieser Stelle. Nikotin- und Schmerzpflaster sind zugelassene Arzneimittel. Für sie liegen Messdaten vor, die zeigen, wie viel Wirkstoff pro Stunde ins Blut geht. CBD-Pflaster sind in Deutschland kosmetische oder allgemeine Erzeugnisse. Sie müssen so etwas nicht nachweisen und tun es auch nicht. Die Zahl auf deiner Packung ist damit eine Mengenangabe, keine Wirkangabe.

Bleibt der Alltag: Ein Pflaster über dem Knie macht jede Beugung mit, an den Fingern hält es kaum, und wer schwitzt, klebt es öfter neu, als ihm lieb ist. Wenn du topisch etwas ausprobieren willst, ist ein Gel oder eine Salbe die naheliegendere Wahl. Nicht weil das Pflaster nachweislich nicht wirkt, sondern weil es für Gel und Creme bereits Studien gibt.

Hilft CBD bei Fingerarthrose?

Bei Fingerarthrose sind die Ergebnisse am vielversprechendsten: Beide topischen Studien am Menschen wurden an Händen gemacht, und in beiden sank der Schmerz. Das ist kein Zufall: An den Fingern liegt der Gelenkspalt millimeterdicht unter der Haut, am Knie liegen Fett, Sehnen und Kapsel dazwischen.

Frauen trifft es deutlich häufiger. Nach Daten des Robert Koch-Instituts findet sich Arthrose in den Fingergelenken bei gut einem Drittel der Frauen und etwa einem Siebtel der Männer. Auffällig ist der Zeitpunkt: Der Abstand zu den Männern ist zwischen 50 und 55 am größten, also rund um die Wechseljahre. Ob die Hormonumstellung die Ursache ist, ist bis heute nicht bewiesen: Es gibt Hinweise, aber keinen sauberen Nachweis am Menschen. Für deine Behandlung ändert das ohnehin nichts.

Was du praktisch daraus machen kannst: Eine Salbe ist an den Fingern das dankbarere Format als ein Gel. Sie zieht langsamer ein, du kannst sie beim Einmassieren länger in die Gelenke arbeiten, und die Haut an den Händen ist ohnehin trocken und dankt es. Der beste Zeitpunkt ist morgens, wenn die Finger steif sind, und abends nach der Arbeit.

Realistisch ist: In der Handstudie mit CBD-Gel besserte sich auch die Griffkraft, nicht nur der Schmerz. Was sich nicht besserte, war die Alltagsfunktion, die die Teilnehmenden selbst einschätzten, etwa bei Knöpfen, Gläsern und Schlüsseln. Der Unterschied zwischen „tut weniger weh“ und „geht wieder leichter“ ist bei Fingerarthrose real, und CBD landet nach allem, was man weiß, eher auf der ersten Seite.

Wie dosierst du CBD bei Arthrose?

Starte bei Arthrose mit 15 bis 25 mg CBD am Tag und steigere langsam auf 25 bis 50 mg, verteilt auf morgens und abends. Gel oder Salbe trägst du zusätzlich zwei- bis dreimal täglich auf das schmerzende Gelenk auf. So findest du in wenigen Wochen die Menge, die dir guttut.

Eine in Studien belegte Dosis für Arthrose gibt es nicht. Geschluckt brachten weder 20 bis 30 mg noch 600 mg am Tag mehr als ein Placebo, die kleinen topischen Studien lagen bei rund 30 mg am Tag auf der Haut. Die folgenden Mengen sind deshalb Erfahrungswerte, keine Empfehlung aus einer Studie.

So gehst du vor: Die Einstiegsmenge hältst du drei bis fünf Tage, dann erhöhst du um 5 mg, wieder drei bis fünf Tage, und so weiter. Die meisten landen zwischen 25 und 50 mg täglich. Merkst du nach vier Wochen bei 50 mg keinen Unterschied, hast du deine Antwort, weiter zu erhöhen bringt dann selten mehr.

Konzentration mg pro Tropfen 10 mg entsprechen 30 mg entsprechen
5% 2,5 mg 4 Tropfen 12 Tropfen
10% 5 mg 2 Tropfen 6 Tropfen
15% 7,5 mg 1 bis 2 Tropfen 4 Tropfen
20% 10 mg 1 Tropfen 3 Tropfen
30% 15 mg unter 1 Tropfen 2 Tropfen
50% 25 mg unter 1 Tropfen 1 Tropfen

Die Tabelle zeigt, warum die Stärke bei Arthrose praktisch mehr zählt als bei Schlaf oder Stress. Wenn du dauerhaft im Bereich um 30 mg landest, sind das mit einem 5%-Öl zwölf Tropfen täglich und mit einem 20%-Öl drei. Mit der höheren Stärke wird die tägliche Einnahme zur einfachen Gewohnheit.

Gel und Salbe trägst du einfach auf: eine erbsengroße Menge auf das Gelenk, sanft einmassieren, zwei- bis dreimal am Tag. In der Handstudie mit dem besten Ergebnis wurde dreimal täglich aufgetragen, nicht einmal. Wer topisch etwas erwartet, muss regelmäßig dran.

Wie viele Tropfen du bei deinem Gewicht und Bedarf brauchst, rechnet dir unser Dosierungsrechner aus.

Passt CBD zu deinen Gelenken?

Öl von innen, Gel oder Salbe direkt aufs Gelenk: Welche Kombination für dich sinnvoll ist, hängt davon ab, wo es weh tut und wie viele Gelenke betroffen sind. In unserer Auswahl für Schmerzen findest du beide Wege.

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Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen hat CBD?

CBD gilt als gut verträglich, harmlos ist es deshalb nicht. Die WHO kam schon 2017 zu dem Schluss, dass CBD kein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial hat und ein gutes Sicherheitsprofil aufweist. Das ist die eine Hälfte der Wahrheit. Die andere steht in den Studien, die du oben schon kennst.

In der Umfrage unter 428 Betroffenen berichteten 41% mindestens eine Nebenwirkung, davon waren 84% leicht. Am häufigsten: Mundtrockenheit bei etwa jedem Fünften, Müdigkeit bei etwa jedem Sechsten. Dazu Appetitveränderungen, trockene Augen, gelegentlich Schwindel. Nichts davon ist gefährlich, und das meiste verschwindet, wenn du die Dosis wieder senkst oder den Einnahmezeitpunkt verschiebst.

Die Kniearthrose-Studie liefert die Zahl, die du kennen solltest. Unter 600 mg CBD täglich hatten 11 von 43 Teilnehmenden relevant erhöhte Leberwerte (γ-GT), in der Placebogruppe keiner. Insgesamt traten Nebenwirkungen unter CBD signifikant häufiger auf als unter Placebo. Die Entwarnung gehört dazu: Vier Wochen nach dem Absetzen hatten sich alle erhöhten Werte vollständig zurückgebildet, und schwere Nebenwirkungen gab es keine. 600 mg sind allerdings ein Vielfaches dessen, was du im Alltag nehmen würdest. Die Studie zeigt aber, wo es bei hohen Mengen hakt: an der Leber. Im üblichen Bereich von 25 bis 50 mg ist das Risiko deutlich kleiner, ganz ausschließen lässt es sich nicht.

Damit sind wir beim eigentlichen Punkt. CBD wird über dieselben Leberenzyme abgebaut wie sehr viele Medikamente, unter anderem über CYP3A4 und CYP2C19. Sitzen beide auf demselben Abbauweg, kann der eine den anderen ausbremsen: Das Medikament wirkt stärker als vorgesehen, obwohl du die Dosis nicht verändert hast. Bei Arthrose ist das keine Randnotiz, denn Schmerzmittel, Blutverdünner und Beruhigungsmittel gehören genau in diese Gruppe. Welche Wirkstoffe konkret betroffen sind, steht ausführlich bei den Wechselwirkungen von CBD.

Konkret heißt das für dich: Nimmst du regelmäßig Medikamente, sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du CBD dazunimmst. In der Umfrage hatte nicht einmal die Hälfte der Befragten das getan. Es kostet dich nur ein Gespräch.

In Schwangerschaft und Stillzeit solltest du CBD nicht anwenden, bei einer bekannten Lebererkrankung nur nach ärztlicher Rücksprache.

Was kannst du von CBD bei Arthrose erwarten?

Von CBD kannst du bei Arthrose vor allem weniger Schmerzen erwarten: Vier von fünf Betroffenen berichten in einer großen Befragung davon, und die ersten Studien mit Gel und Creme an den Händen zeigen dasselbe. Für das geschluckte Öl fanden zwei placebokontrollierte Studien dagegen keinen Vorteil. Den Knorpel baut CBD nicht wieder auf.

Was daraus für dich folgt, ist keine Überzeugung, sondern ein Versuch mit klaren Regeln. Topisch hat die besseren Karten als oral, an den Fingern mehr als am Knie, regelmäßig mehr als gelegentlich. Beginne niedrig, gib dem Ganzen vier Wochen, und mach dir Notizen, statt dich auf dein Gefühl zu verlassen. So siehst du schwarz auf weiß, was CBD dir bringt.

Was CBD nicht leistet, bleibt dabei unverändert: Es hält die Arthrose nicht auf und ersetzt weder Bewegung noch die Behandlung, die du hast. Es kann ein Baustein daneben sein. Wenn du Medikamente nimmst, gehört das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt an den Anfang, nicht ans Ende.

Häufige Fragen zu CBD bei Arthrose

Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?

Arthrose ist Verschleiß, Arthritis ist Entzündung. Bei Arthrose nutzt sich der Knorpel mechanisch ab, Entzündung kommt in Schüben dazu. Bei einer Arthritis, etwa der rheumatoiden Arthritis, greift das Immunsystem das Gelenk an. Beide tun weh, werden aber grundlegend unterschiedlich behandelt.

Wie schnell wirkt CBD bei Arthrose?

Aufgetragen merken manche schon nach kurzer Zeit eine Linderung. Geschluckt erreicht der CBD-Spiegel im Blut nach 1 bis 4 Stunden sein Maximum. Ob sich bei einem Dauerschmerz wirklich etwas ändert, zeigt sich erst nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Anwendung. Einmal ausprobieren und nichts merken sagt bei Arthrose wenig aus.

Hilft CBD gegen Morgensteifigkeit?

Möglich, belegt ist es nicht. In der offenen Handstudie besserte sich die selbst berichtete Steifigkeit während der vierwöchigen Anwendung deutlich. Weil eine Placebogruppe fehlte, lässt sich nicht sagen, ob das am CBD lag. Morgens auftragen ist trotzdem der Zeitpunkt, an dem es die meisten tun.

Kann ich CBD Öl direkt auf das Gelenk auftragen?

Kannst du, sinnvoll ist es nicht. CBD Öl ist auf die Aufnahme über die Mundschleimhaut ausgelegt, nicht auf die Haut. Es fehlen die Trägerstoffe, die in Gelen und Salben dafür sorgen, dass überhaupt etwas durch die Hornschicht kommt. Für die Haut nimmst du ein Produkt, das dafür gemacht ist.

Helfen CBD Kapseln bei Arthrose?

Ja, Kapseln wirken über denselben Weg wie CBD Öl, nur etwas langsamer und mit fester Dosis. Sie passen vor allem, wenn du unterwegs bist und keine Pipette nutzen willst. Für ein einzelnes schmerzendes Gelenk ergänzt du sie mit Gel oder Salbe.

Helfen CBD Gummibärchen bei Arthrose?

Nicht besser als CBD Öl, eher schlechter steuerbar. Gummis werden geschluckt und wirken damit über denselben Weg wie Öl oder Kapseln, nur langsamer, mit fester Dosis und meist niedriger dosiert. Für Arthrose, wo du die Dosis über Wochen anpassen willst, ist das die unpraktischste Form.

Kann ich CBD statt meiner Schmerzmittel nehmen?

Nein, nicht eigenmächtig. In der Umfrage unter 428 Betroffenen gaben zwar 60,5% an, andere Medikamente reduziert oder abgesetzt zu haben. Das war aber eine Selbstauskunft ohne ärztliche Begleitung. Verordnete Schmerzmittel setzt du nur in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Macht CBD müde, wenn ich es tagsüber nehme?

Bei manchen ja, meist bei höheren Dosen. Müdigkeit gehört neben Mundtrockenheit zu den häufigsten Nebenwirkungen und trat bei etwa jedem Sechsten auf. Wenn es dich tagsüber ausbremst, verschiebe den größeren Teil der Tagesdosis auf den Abend.

Muss ich CBD dauerhaft nehmen oder reicht es bei Schmerzen?

Bei Arthrose spricht mehr für die regelmäßige Anwendung. Die berichteten Effekte bauen sich über Wochen auf, nicht über Stunden. Eine Anwendung nur bei akuten Schmerzspitzen ist möglich, entspricht aber nicht dem, was in den Studien untersucht wurde.

Übernimmt die Krankenkasse CBD bei Arthrose?

Nein. Frei verkäufliche CBD-Produkte gelten nicht als Arzneimittel und werden nicht erstattet. Etwas anderes ist verschreibungspflichtiges Medizinalcannabis, das eine ärztliche Verordnung und eine Genehmigung der Kasse voraussetzt. Das ist ein anderes Verfahren und ein anderes Produkt.

Ist CBD bei Arthrose legal?

Ja. CBD aus zertifiziertem Nutzhanf ist in Deutschland frei verkäuflich, solange der THC-Gehalt unter 0,3% liegt. Unsere Breitspektrum-Öle sind komplett THC-frei, unsere Vollspektrum-Öle liegen unter 0,05%.

Was sagt die EFSA zur Menge?

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA nennt vorläufig 0,0275 mg pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als sichere Menge für gesunde Erwachsene ab 25 Jahren, also rund 2 mg bei 70 kg. Der Wert ist bewusst sehr vorsichtig gewählt, weil Langzeitdaten fehlen. Er ist kein Wert, ab dem Schäden belegt sind. Die Mengen in diesem Artikel stammen aus unserem Dosierungsrechner.

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Philpott HT, O'Brien M, McDougall JJ. (2017). Attenuation of early phase inflammation by cannabidiol prevents pain and nerve damage in rat osteoarthritis. Pain, 158(12), 2442–2451. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28885454
  2. Hammell DC, Zhang LP, Ma F, Abshire SM, McIlwrath SL, Stinchcomb AL, Westlund KN. (2016). Transdermal cannabidiol reduces inflammation and pain-related behaviours in a rat model of arthritis. European Journal of Pain, 20(6), 936–948. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26517407
  3. Heineman JT, Forster GL, Stephens KL, Cottler PS, Timko MP, DeGeorge BR Jr. (2022). A Randomized Controlled Trial of Topical Cannabidiol for the Treatment of Thumb Basal Joint Arthritis. The Journal of Hand Surgery, 47(7), 611–620. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35637038
  4. Bawa Z, Lewis D, Gavin PD, Libinaki R, Joubran L, El-Tamimy M, Taylor G, Meltzer R, Bedoya-Pérez M, McGregor IS. (2024). An open-label feasibility trial of transdermal cannabidiol for hand osteoarthritis. Scientific Reports, 14, 11792. doi.org/10.1038/s41598-024-62428-x
  5. Vela J, Dreyer L, Petersen KK, Arendt-Nielsen L, Duch KS, Kristensen S. (2022). Cannabidiol treatment in hand osteoarthritis and psoriatic arthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Pain, 163(6), 1206–1214. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34510141
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  11. Watt FE. (2016). Hand osteoarthritis, menopause and menopausal hormone therapy. Maturitas, 83, 13–18. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26471929
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Dominik Martzy

Autor

Dominik Martzy

Schreibt für CANNABY über Wirkung, Dosierung und sichere Anwendung von CBD. Mehr als 300 Artikel hat er recherchiert, immer auf Basis aktueller Studien.