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CANNABY · CBD bei Bluthochdruck (cbbh) · Deploy-Fragment

CBD & Blutdruck

CBD bei Bluthochdruck: Was Studien zeigen und was im Alltag realistisch ist

Ein Tropfen eines 10%-Öls enthält 5mg CBD. Das klingt nach wenig, und für die meisten Anwendungen reicht es auch völlig. Bei Bluthochdruck ist das anders. Hier entscheidet ausgerechnet die Menge darüber, ob sich am Blutdruck überhaupt etwas messen lässt. Was du von CBD erwarten kannst, hängt deshalb weniger vom Öl ab als von der Dosis, die du tatsächlich nimmst.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ja, CBD kann den Blutdruck leicht senken, rund 5 mmHg systolisch in kontrollierten Studien.
  • Die Studiendosen lagen bei 225 bis 600mg pro Tag und damit weit über einer üblichen Alltagsmenge.
  • Am ehesten profitierst du, wenn Stress und Anspannung deinen Blutdruck mit hochtreiben.
  • Bei Blutdrucksenkern, Betablockern oder niedrigem Blutdruck vorher ärztlich abklären.

Hilft CBD gegen Bluthochdruck?

Ja, CBD kann den Blutdruck senken. Der Hebel sitzt dabei aber nicht am Herzen, sondern im Nervensystem: CBD dämpft die Stressreaktion, der Sympathikus fährt zurück, und die Gefäße geben etwas nach.

Die belastbarste Untersuchung dazu kommt aus Split. Siebzig Menschen mit leichter bis mittelschwerer Hypertonie nahmen fünf Wochen lang CBD und fünf Wochen ein Placebo. Unter CBD lag der über 24 Stunden gemessene Blutdruck im Schnitt 4,8 mmHg systolisch und 2,3 mmHg diastolisch niedriger, die Leberwerte blieben unverändert.

Eine zweite Untersuchung mit 16 unbehandelten Hypertonikern, zur Hälfte Frauen, kam über 24 Stunden auf rund 5 mmHg systolisch. Und eine Übersichtsarbeit des University College London hat 2026 alle vier kontrollierten Studien zusammengetragen, die es zu CBD und Blutdruck beim Menschen gibt. In allen vier sank der obere Wert gegenüber Placebo, am deutlichsten unter Stress und im Schlaf.

Für dich sind das gute Nachrichten mit klarer Kante. 4 bis 5 mmHg sind messbar, aber sie ersetzen keine Behandlung. Von Bluthochdruck spricht man ab 140 mmHg systolisch oder 90 mmHg diastolisch, wobei einer der beiden Werte genügt. Wer bei 165 steht, kommt mit CBD allein nicht in den grünen Bereich. Und keine dieser Studien hat geprüft, ob sich damit später seltener ein Schlaganfall oder Herzinfarkt ereignet. Das ist der ehrliche Rahmen: CBD ist hier ein möglicher Baustein neben deiner Therapie, nicht an ihrer Stelle.

Was CBD mit deinem Blutdruck macht

CBD setzt nicht am Herzen an, sondern eine Stufe davor: an deiner Stressreaktion. Wird die gedämpft, geht der Antrieb auf Puls und Gefäße zurück, und der Druck in den Arterien sinkt ein Stück mit.

Genau dieses Muster zeigt sich in den Daten. In der Untersuchung aus Nottingham lag der Ruheblutdruck der Teilnehmer nach CBD nur leicht niedriger. Sobald sie unter Druck gesetzt wurden, mit Kopfrechnen und Kältereiz, fiel der Unterschied deutlicher aus: Der übliche Anstieg blieb gedämpft. Die Londoner Übersichtsarbeit kommt beim Blick auf alle vier kontrollierten Studien zum selben Ergebnis. Am stärksten wirkte CBD unter Stress und im Schlaf, also in den Phasen, in denen dein Blutdruck ohnehin am meisten schwankt.

Dazu kommt ein zweiter, direkterer Weg. Als Forscher 2015 menschliche Arterien im Labor mit CBD in Kontakt brachten, entspannten sich die Gefäßwände messbar. Wie viel davon im Körper ankommt, ist offen, aber es passt zu den gemessenen Werten.

Für dich heißt das vor allem eines: Es kommt darauf an, woher dein hoher Blutdruck kommt. Steigt er, wenn du angespannt bist, schlecht schläfst oder unter Dauerdruck stehst, greift CBD genau dort an. Liegt die Ursache bei Übergewicht, hohem Salzkonsum, einer Nierenerkrankung oder einer Schilddrüsenstörung, dann rührt CBD daran nicht. Diese Punkte bleiben Sache von Ernährung, Bewegung und ärztlicher Abklärung, egal wie gut du auf Stress reagierst.

Wie viel CBD die Studien wirklich gaben

Die Studien, die eine Blutdrucksenkung zeigen, arbeiteten mit 225 bis 600mg CBD pro Tag. Das ist der Punkt, an dem fast jeder Ratgeber zu diesem Thema stillschweigend die Spur wechselt: erst die 600mg-Studie zitieren, dann fünf Tropfen empfehlen.

Rechne es einmal für dich durch. Die Spalte rechts zeigt, wie viele Tropfen du bräuchtest, um auf 300mg zu kommen, also auf die untere Hälfte des Studienbereichs.

Stärkemg / TropfenTropfen für 300mg
5%2,5mg120
10%5mg60
15%7,5mg40
20%10mg30
30%15mg20
50%25mg12

Eine übliche Tagesmenge liegt bei 10 bis 50mg. Selbst wer dreimal täglich fünf Tropfen eines 15%-Öls nimmt, kommt auf gut 110mg und damit auf die Hälfte der niedrigsten Studiendosis. Bei diesen Mengen hat bisher niemand einen Blutdruckeffekt gemessen, weil es schlicht nicht untersucht wurde.

Trotzdem ist die Rechnung kein Argument fürs Hochdosieren. In den Studien wurde CBD unter ärztlicher Kontrolle gegeben, mit Blick auf Leberwerte und Begleitmedikation. Wer auf eigene Faust in den dreistelligen Bereich geht, verlässt genau diesen geschützten Rahmen.

Merke

Zwischen einer üblichen Tagesmenge und den Studiendosen liegt mindestens der Faktor fünf, im Extremfall der Faktor sechzig. Wer dir eine Blutdrucksenkung mit ein paar Tropfen verspricht, hat die Studien nicht zu Ende gelesen.

Sinnvoller ist der umgekehrte Weg. Starte niedrig, steigere langsam und beobachte über zwei bis drei Wochen, wie du dich fühlst und was dein Blutdruckmessgerät sagt. Welche Menge zu deinem Gewicht passt, rechnest du mit dem Dosierungsrechner aus, und wie du dich Schritt für Schritt herantastest, steht in unserem Leitfaden zur CBD Öl Dosierung. Gib das Öl unter die Zunge, lass es etwa 60 Sekunden einwirken und schluck es dann.

Wenn Anspannung den Druck mit hochtreibt

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Wenn du Blutdrucksenker nimmst

Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du CBD zu deinen Blutdruckmedikamenten dazunimmst. Das ist keine Formalie, sondern hat zwei konkrete Gründe.

Der erste liegt in der Leber. CBD wird dort über Enzyme abgebaut, die auch viele Herz- und Kreislaufmittel verarbeiten, und es bremst diese Enzyme aus. Das Medikament bleibt dann länger im Blut und wirkt stärker, als es soll. Betroffen sein können Betablocker, Kalziumantagonisten und Blutverdünner. Spürbar wird das nicht als Warnsignal, sondern als Müdigkeit, Schwindel oder ein Puls, der auffällig niedrig bleibt.

Der zweite Grund ist einfacher und wird häufiger übersehen. Dein Medikament senkt den Blutdruck, CBD senkt ihn auch. Beides zusammen kann den Wert weiter drücken als beabsichtigt, besonders beim Aufstehen aus dem Sitzen. Wenn dir dabei schwarz vor Augen wird, ist das kein Zufall.

Das heißt nicht, dass beides sich ausschließt. Es heißt, dass dein Arzt davon wissen sollte, dass du in den ersten Wochen häufiger misst und dass du niedrig einsteigst statt mittendrin. Wie das im Alltag aussieht, schildern Anwender mit Betablockern aus erster Hand, und welche Wirkstoffgruppen sonst noch relevant sind, ist bei den Wechselwirkungen von CBD zusammengetragen.

CBD bei niedrigem Blutdruck

Bei niedrigem Blutdruck ist Zurückhaltung angebracht, denn CBD kann einen ohnehin niedrigen Wert weiter absenken. Rauschen im Ohr, Schwindel beim Aufstehen und bleierne Müdigkeit sind dann die typischen Folgen.

Interessant ist, was der Körper dagegen unternimmt. In der Nottingham-Studie stieg die Herzfrequenz um rund 10 Schläge pro Minute, während der Blutdruck fiel. Das ist kein Nebeneffekt, sondern die Gegenregulation: Sinkt der Druck, schlägt das Herz schneller, um die Versorgung zu halten. Wer diesen kurzen Anstieg als Herzklopfen nach CBD wahrnimmt, erlebt genau diesen Mechanismus.

Wenn du zu niedrigem Blutdruck neigst, beginne mit ein bis zwei Tropfen eines 5%-Öls, nimm sie zu einer Mahlzeit statt auf nüchternen Magen und lege den Start eher auf den Abend. Steh danach langsam auf. Bleibt der Schwindel, ist CBD für dich nicht das passende Mittel, und das ist eine legitime Antwort.

Welches CBD Öl bei Bluthochdruck?

Für den Anfang passt ein CBD Öl in Breit- oder Vollspektrum mit 10% oder 15%. Beide enthalten neben CBD weitere Cannabinoide und Terpene, was in der Summe meist runder wirkt als ein reines Isolat.

Der Unterschied zwischen beiden ist schnell erklärt. Breitspektrum enthält 0% THC. Vollspektrum liegt unter 0,05% und damit weit unter der gesetzlichen Grenze von 0,3%. Beide machen dich nicht high. Welche Variante für dich sinnvoller ist, hängt vor allem davon ab, wie streng du THC ausschließen willst; die Unterschiede zwischen Voll- und Breitspektrum sind im Detail beschrieben.

Ein Hinweis, der in vielen Ratgebern falsch herum steht: Manche empfehlen Vollspektrum ausgerechnet mit dem Argument, THC senke ja auch den Blutdruck. Das greift zu kurz. THC treibt den Puls nach oben und belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich, statt es zu entlasten. Bei Bluthochdruck ist der THC-Gehalt kein Kaufargument, sondern höchstens ein Grund, zur THC-freien Variante zu greifen.

Bei der Konzentration gilt: je höher der Prozentwert, desto weniger Tropfen brauchst du für dieselbe Menge. Mit 10% dosierst du feiner und tastest dich in kleinen Schritten heran. Mit 15% erreichst du höhere Mengen, ohne die Pipette dreimal anzusetzen. Und achte auf ein aktuelles Analysenzertifikat, damit du weißt, dass die Angabe auf der Flasche auch im Öl steckt.

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Was Anwender berichten

Am häufigsten beschreiben Kundinnen und Kunden nicht den Blutdruck selbst, sondern das, was davor liegt: weniger Anspannung im Alltag. Genau dieses Muster passt zu dem, was die Studien zeigen.

★★★★☆

Ich bin deutlich entspannter. Nun muss der Blutdruck nur noch runter.“

★★★★★

Das Öl ist leicht einzunehmen und hat mir spürbar bei meiner Stressbewältigung geholfen. Ich schätze auch, dass es wirklich Bio und natürlich ist.“

★★★★★

Meine innere Anspannung hat sich durch regelmäßige Einnahme nach und nach gebessert.“

Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.

Die erste Rückmeldung sagt mehr als jede Fünf-Sterne-Zeile: entspannter ja, Blutdruck noch nicht. So realistisch solltest du auch an deinen Versuch herangehen, und das deckt sich mit den gesammelten Erfahrungsberichten zu CBD Öl insgesamt.

Häufige Fragen zu CBD und Bluthochdruck

Was sagen Studien zu CBD und Blutdruck?
Vier kontrollierte Studien mit insgesamt 120 Teilnehmenden zeigen eine Senkung des oberen Werts gegenüber Placebo. Die größte Untersuchung lief über fünf Wochen mit 70 Hypertonie-Patienten und ergab rund 4,8 mmHg systolisch. Die Dosen lagen bei 225 bis 600mg täglich.
Wie viel CBD bei Bluthochdruck?
Eine allgemein übliche Tagesmenge liegt bei 10 bis 50mg und damit deutlich unter den Studiendosen. Für den Blutdruck gibt es keine belegte Alltagsdosis. Starte mit 2 bis 3 Tropfen eines 10%-Öls und steigere über zwei bis drei Wochen, statt hoch einzusteigen.
Kann CBD den Blutdruck erhöhen?
Nein, ein Anstieg des Blutdrucks wurde in den kontrollierten Studien nicht beobachtet. Die Herzfrequenz kann dagegen kurz steigen, in einer Untersuchung um rund 10 Schläge pro Minute. Das ist die normale Gegenregulation auf einen leicht gefallenen Druck.
Ist CBD gut für das Herz?
CBD entlastet das Herz-Kreislauf-System eher indirekt, indem es Stress dämpft und die Gefäße etwas entspannt. Einen Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall belegt bisher keine Studie. Bei bestehenden Herzerkrankungen gehört die Anwendung ärztlich begleitet.
Kann ich CBD zusammen mit Candesartan einnehmen?
Sprich das mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab. Eine Enzym-Wechselwirkung ist für Candesartan nicht gut belegt, das eigentliche Thema ist ein anderes: Beide senken den Blutdruck, und die Effekte können sich addieren. Miss in den ersten Wochen häufiger.
Welche Cannabissorte ist bei Bluthochdruck geeignet?
Bei Bluthochdruck ist THC-armes Material die sinnvollere Wahl, unabhängig von der Sorte. THC treibt den Puls nach oben und belastet den Kreislauf zusätzlich. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu Breitspektrum mit 0% THC statt zu Blüten.
Kann Cannabis-Entzug den Blutdruck erhöhen?
Ja, vorübergehend. Beim Absetzen von THC-haltigem Cannabis treten Unruhe, Reizbarkeit und Schlafstörungen auf, und diese Kombination kann den Blutdruck für einige Tage bis Wochen nach oben treiben. CBD selbst löst kein solches Entzugssyndrom aus.
Wie schnell merkt man etwas beim Blutdruck?
In der Fünf-Wochen-Studie war der Effekt nach etwa 2,5 Wochen messbar und blieb danach stabil. Ein einzelner Tag sagt also wenig aus. Miss über mindestens drei Wochen zur gleichen Tageszeit, sonst verwechselst du normale Schwankungen mit einer Wirkung.

Unser Fazit

Ein Baustein neben der Behandlung, nicht an ihrer Stelle

CBD kann deinen Blutdruck um einige Millimeter senken, und dieser Effekt ist inzwischen auch bei Menschen mit Hypertonie gemessen worden. Die Größenordnung liegt bei 4 bis 5 mmHg, erreicht mit Mengen, die weit über dem liegen, was in einer normalen Flasche steckt. Am ehesten spürst du etwas, wenn Anspannung dein Blutdruckproblem mitträgt.

Damit ist CBD ein möglicher Baustein neben deiner Behandlung. Setz kein Medikament ab, sag deinem Arzt Bescheid und miss über mehrere Wochen, statt nach drei Tagen ein Urteil zu fällen.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Bei Bluthochdruck, bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Dauermedikation sprich die Einnahme vorher mit deinem Arzt ab und setz keine verordneten Mittel eigenmächtig ab.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
  1. Dujic G, Kumric M, Vrdoljak J, Dujic Z, Bozic J. (2023). Chronic Effects of Oral Cannabidiol Delivery on 24-h Ambulatory Blood Pressure in Patients with Hypertension (HYPER-H21-4): A Randomized, Placebo-Controlled, and Crossover Study. Cannabis and Cannabinoid Research. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37093160
  2. Roberts A, Fountzopoulos S, Desai T. (2026). The effects of oral cannabidiol supplementation on blood pressure in adults: a systematic review of randomised controlled trials. Journal of Cannabis Research. doi.org/10.1186/s42238-026-00463-3
  3. Dragun T, Brown CV, Tulppo MP, Obad A, Dujić Ž. (2023). The Influence of Oral Cannabidiol on 24-h Ambulatory Blood Pressure and Arterial Stiffness in Untreated Hypertension. Advances in Therapy, 40(8), 3495–3511. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37291376
  4. Jadoon KA, Tan GD, O'Sullivan SE. (2017). A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. JCI Insight, 2(12), e93760. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28614793
  5. Stanley CP, Hind WH, Tufarelli C, O'Sullivan SE. (2015). Cannabidiol causes endothelium-dependent vasorelaxation of human mesenteric arteries via CB1 activation. Cardiovascular Research, 107(4), 568–578. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26092099
Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.