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Erfahrungen mit CBD und Betablocker – welche Wechselwirkungen sind möglich?

Erfahrungen mit CBD und Betablocker – welche Wechselwirkungen sind möglich?

Wer Betablocker gegen hohen Blutdruck, Herzrasen oder Nervosität nimmt, möchte wissen, ob CBD dazu passt und wie beides zusammenwirkt. CBD kann dir zusätzlich Ruhe schenken, wenn du die Kombination gut abstimmst.

Das Wichtigste im Überblick

  • Sprich vor dem Start mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, damit Blutdruck und Puls im Blick bleiben.
  • Starte mit 10 bis 20 mg CBD am Tag, das sind 2 bis 4 Tropfen eines 10%-Öls.
  • Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann.
  • Wähle ein laborgeprüftes Breitspektrum-Öl mit Analysezertifikat und weniger als 0,3% THC.

Kann man CBD und Betablocker zusammen einnehmen?

Ja, CBD und Betablocker lassen sich in der Regel zusammen einnehmen, wenn deine Ärztin oder dein Arzt Bescheid weiß. Beide können den Blutdruck senken, und CBD wird über dieselben Leberenzyme abgebaut wie viele Medikamente. Mit einer niedrigen Startmenge und einem regelmäßigen Blick auf Blutdruck und Puls kann CBD deinen Alltag entspannter machen.

Was haben CBD Öl und Betablocker gemeinsam?

CBD Öl und Betablocker können beide beruhigend auf Herz und Kreislauf wirken, den Blutdruck senken und körperliche Anzeichen von Angst lindern. Sie kommen aber auf ganz unterschiedlichen Wegen dorthin: Betablocker bremsen die Wirkung von Stresshormonen am Herzen, CBD wirkt über das körpereigene Endocannabinoid-System.

Wie wirken beide auf Herz und Kreislauf?

Betablocker wirken, wie der Name sagt, auf Beta-Rezeptoren im Körper. Sie blockieren die Wirkung von Stresshormonen wie Adrenalin und senken die Herzfrequenz und den Blutdruck. So wird das Herz-Kreislauf-System insgesamt entlastet.

CBD Öl kann ebenfalls entspannend auf das Herz-Kreislauf-System wirken und den Blutdruck senken. Das geschieht über das Endocannabinoid-System, das bei der Regulation von Stressreaktionen eine wichtige Rolle spielt. In einer Studie mit neun gesunden Männern senkte eine einmalige Gabe von 600 mg CBD den oberen Blutdruckwert in Ruhe um 6 mmHg. Der Puls stieg dabei leicht an, CBD wirkt auf die Herzfrequenz also anders als ein Betablocker.

Frau hat CBD Kapseln und Betablocker in der Hand

Wirken beide gegen Angst?

Betablocker werden oft bei Prüfungsangst oder Lampenfieber eingesetzt, weil sie körperliche Angstzeichen wie Herzrasen dämpfen.

CBD kann Angst und Stress ebenfalls lindern. Es beeinflusst Botenstoffe im Gehirn, die an der Stressreaktion beteiligt sind, und setzt damit eher an der inneren Anspannung an.

Wirken beide entzündungshemmend?

Betablocker sind nicht für eine entzündungshemmende Wirkung bekannt, sie entlasten vor allem Herz und Kreislauf.

CBD kann dagegen Entzündungen hemmen und deshalb auch bei entzündlichen Beschwerden wie Arthritis oder entzündlichen Darmerkrankungen unterstützen.

Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen CBD und Betablockern?

Zwischen CBD und Betablockern sind vor allem zwei Wechselwirkungen möglich: Beide können den Blutdruck senken und sich dabei verstärken, und CBD kann den Abbau mancher Betablocker in der Leber verlangsamen. Studien speziell zu dieser Kombination gibt es bisher nicht, deshalb hilft ein vorsichtiger Start mit ärztlicher Begleitung.

Diese CBD Wechselwirkungen sind bei Betablockern möglich:

Kann sich die blutdrucksenkende Wirkung verstärken?

Ja, das ist möglich. CBD Öl und Betablocker können beide den Blutdruck senken. Zusammen kann er stärker abfallen, was sich als Schwindel, Benommenheit oder Müdigkeit bemerkbar machen kann.

Wie verändert sich der Puls?

Betablocker senken die Herzfrequenz. CBD ließ den Puls in der Studie mit gesunden Männern dagegen leicht ansteigen. Wie sich das zusammen bei dir auswirkt, merkst du am besten, wenn du in der ersten Zeit deinen Puls im Blick behältst.

Macht die Kombination müde?

Sowohl CBD als auch Betablocker können beruhigend wirken. Zusammen können sie dich müder machen, vor allem zu Beginn.

Was passiert in der Leber?

CBD und viele Betablocker werden in der Leber verstoffwechselt. Nimmst du beides, kann der Betablocker langsamer abgebaut werden und dadurch stärker oder länger wirken.

Ärztin überreicht Patient Medikamente

Warum reagiert jeder anders?

Wie CBD und Betablocker zusammenwirken, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Es hängt von der Menge, deinem Stoffwechsel und deiner Gesundheit ab.

Sprich deshalb vor dem Start mit deiner Ärztin oder deinem Arzt oder in der Apotheke. Dort kann man gut einschätzen, ob die Dosis deines Betablockers angepasst oder deine Herzfunktion häufiger kontrolliert werden sollte.

Kann CBD Betablocker ersetzen?

Nein, CBD ersetzt keinen verschriebenen Betablocker, aber es kann dich daneben unterstützen. Viele schätzen an CBD, dass es gut verträglich ist, bei ganz unterschiedlichen Beschwerden helfen kann und aus der Hanfpflanze stammt.

Gut verträglich: Die Nebenwirkungen von CBD sind in der Regel mild. Viele berichten von einer sanften Wirkung.

Vielseitig: CBD kann bei vielen Beschwerden unterstützen, von Angst und Stress über Schlafprobleme bis zu entzündlichen Erkrankungen. Das macht es zu einer flexiblen Ergänzung.

Pflanzlich: CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Viele Menschen setzen gern auf pflanzliche Wirkstoffe, wenn sie etwas für ihr Wohlbefinden tun möchten.

Setze deinen Betablocker nie eigenmächtig ab. Ob und wie CBD dazukommt, entscheidest du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Wie nimmst du CBD zusammen mit Betablockern?

Mit Betablockern startest du mit 10 bis 20 mg CBD am Tag, also 2 bis 4 Tropfen eines 10%-Öls, und steigerst nur langsam. Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann. Nimm CBD jeden Tag zur gleichen Zeit, dann merkst du am besten, wie es dir bekommt.

Phase Menge am Tag CBD Öl 5% CBD Öl 10%
Start 10 bis 20 mg 4 bis 8 Tropfen 2 bis 4 Tropfen
Ziel 20 bis 35 mg 8 bis 14 Tropfen 4 bis 7 Tropfen

Die Werte stammen aus unserem Dosierungsrechner für Stress und Angst bei 70 kg. Ein Breitspektrum-Öl enthält kein nachweisbares THC und passt deshalb gut zur täglichen Einnahme. Ändere am Anfang nicht mehrere Dinge gleichzeitig, und miss in den ersten Wochen regelmäßig Blutdruck und Puls.

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Mit einem 5%-Öl dosierst du in besonders kleinen Schritten, mit 10% brauchst du weniger Tropfen.

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Fazit: Passen CBD und Betablocker zusammen?

CBD Öl und Betablocker passen gut zusammen, wenn du langsam startest und deine Ärztin oder dein Arzt Bescheid weiß. Beide können den Kreislauf beruhigen, Angst lindern und den Blutdruck senken, und gemeinsam können sich diese Wirkungen verstärken. Viele empfinden CBD als angenehme Ergänzung, die für mehr Ruhe im Alltag sorgt.

Starte mit 10 bis 20 mg CBD am Tag, achte in den ersten Wochen auf Blutdruck, Puls und Müdigkeit und steigere erst, wenn du dich damit wohlfühlst.

Häufige Fragen zu CBD und Betablockern

Kann man CBD Tropfen und Betablocker zusammen nehmen?

Ja, die Kombination ist grundsätzlich möglich, wenn deine Ärztin oder dein Arzt Bescheid weiß. CBD wird über dieselben Leberenzyme abgebaut wie viele Betablocker, dadurch kann sich ihr Spiegel im Blut verändern. Starte deshalb mit einer niedrigen Menge und kontrolliere regelmäßig Blutdruck und Puls.

Was macht CBD mit dem Herzen?

CBD kann das Herz-Kreislauf-System beruhigen, indem es Stress und Angst lindert. In einer Studie mit gesunden Männern senkte eine einmalige Gabe von 600 mg CBD den Blutdruck in Ruhe leicht, während der Puls etwas anstieg. Bei empfindlichen Menschen können hohe Mengen den Blutdruck stärker senken.

Ist CBD in Kombination mit Blutdruckmedikamenten sicher?

In den meisten Fällen wird CBD gut vertragen, es kann den Blutdruck aber zusätzlich senken. Nimmst du schon Blutdrucksenker oder Betablocker, sprich die Einnahme von CBD vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab, damit es nicht zu Schwindel kommt.

Welche Medikamente sind mit CBD nicht sicher?

Vorsicht gilt bei Medikamenten, die über das Enzymsystem CYP450 abgebaut werden, darunter Betablocker, Antidepressiva, Blutverdünner wie Warfarin, Antiepileptika und manche Schmerzmittel. Bei diesen Mitteln nimmst du CBD nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Ist CBD ein Blutdrucksenker?

Nein, CBD ist kein Blutdruckmedikament, kann den Blutdruck aber leicht senken. In einer Studie sank der obere Wert nach einer einmaligen Gabe von 600 mg CBD um 6 mmHg, vor allem unter Stress zeigte sich der Effekt. Hast du niedrigen Blutdruck, starte mit einer kleinen Menge.

Kann CBD den Puls senken?

Nein, in einer Studie mit gesunden Männern stieg der Puls nach CBD sogar leicht an, während der Blutdruck sank. Betablocker senken dagegen den Puls. Beobachte deine Herzfrequenz deshalb in der ersten Zeit regelmäßig, wenn du beides nimmst.

Welche CBD-Wechselwirkung gibt es mit Blutverdünnern?

CBD kann die Wirkung von Blutverdünnern wie Warfarin oder Phenprocoumon verstärken, weil es deren Abbau in der Leber hemmt. Das kann die Blutungsneigung erhöhen. Nimmst du solche Medikamente, verwende CBD nur in Absprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt und lass die Blutwerte regelmäßig kontrollieren.

Was sagt die EFSA zur Menge?

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA nennt vorläufig 0,0275 mg pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als sichere Menge für gesunde Erwachsene ab 25 Jahren, also rund 2 mg bei 70 kg. Der Wert ist bewusst sehr vorsichtig gewählt, weil Langzeitdaten fehlen. Er ist kein Wert, ab dem Schäden belegt sind. Für den Start empfehlen wir 10 bis 20 mg CBD am Tag, in der Studie zum Blutdruck bekamen die Teilnehmenden einmalig 600 mg CBD.

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Jadoon KA, Tan GD, O'Sullivan SE. (2017). A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. JCI Insight, 2(12), e93760. doi.org/10.1172/jci.insight.93760
  2. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (2025). Update of the statement on the safety of cannabidiol as a novel food. EFSA Journal. efsa.europa.eu
Dominik Martzy

Autor

Dominik Martzy

Schreibt für CANNABY über Wirkung, Dosierung und sichere Anwendung von CBD. Mehr als 300 Artikel hat er recherchiert, immer auf Basis aktueller Studien.