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Ist CBD legal? Aktuelle Rechtslage in Deutschland (2026)

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 22.06.2026 | Lesezeit 6 min

Ja – CBD ist in Deutschland legal. Aber nicht bedingungslos. Ob ein CBD-Produkt tatsächlich legal ist, hängt von drei Faktoren ab: dem THC-Gehalt, der Herkunft des Hanfs und der Art, wie das Produkt verkauft wird.

Seit dem Cannabisgesetz (CanG) im April 2024 hat sich die Rechtslage deutlich verändert – und für Verbraucher verbessert. Der THC-Grenzwert wurde von 0,2 auf 0,3 % angehoben, CBD-Blüten sind unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr pauschal verboten und die Trennung zwischen CBD und berauschendem Cannabis ist rechtlich klarer als je zuvor.

Trotzdem bleibt es wichtig zu wissen, welche Regeln gelten – damit du beim Kauf, Besitz und Konsum von CBD wirklich auf der sicheren Seite bist.

Ist CBD legal in Deutschland?

Die kurze Antwort: Ja. CBD (Cannabidiol) ist in Deutschland legal und fällt nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Es wirkt nicht berauschend, macht nicht abhängig und wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich eingestuft.

Damit ein CBD-Produkt legal verkauft und gekauft werden darf, müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein:

Der THC-Gehalt darf 0,3 % nicht überschreiten. THC ist der psychoaktive Wirkstoff in Cannabis – also der Stoff, der „high" macht. Seit dem Cannabisgesetz 2024 liegt die Grenze bei 0,3 % statt wie früher bei 0,2 %.

Der Hanf muss aus EU-zertifiziertem Nutzhanf stammen. Die EU führt einen eigenen Sortenkatalog mit zugelassenen Hanfsorten, die für den gewerblichen Anbau freigegeben sind.

Das Produkt darf nicht als Arzneimittel beworben werden. Aussagen wie „heilt Schmerzen" oder „wirkt gegen Angst" sind nicht erlaubt, solange keine Arzneimittelzulassung vorliegt. Auch die Deklaration als Nahrungsergänzungsmittel ist rechtlich eingeschränkt – dazu später mehr.

Was heißt das konkret für dich? Wenn du ein CBD-Öl, eine CBD-Creme oder CBD-Kapseln bei einem seriösen Anbieter kaufst, bewegst du dich im legalen Rahmen. Du machst dich weder beim Kauf noch beim Besitz oder Konsum strafbar – solange das Produkt die genannten Bedingungen erfüllt.

CBD Öl, Hanfblatt und Hanfblüten auf eine Tisch

Was hat das Cannabisgesetz (CanG) verändert?

Am 1. April 2024 trat das Cannabisgesetz (CanG) in Kraft – die größte Reform der deutschen Cannabis-Gesetzgebung seit Jahrzehnten. Für CBD-Produkte hat sich dadurch einiges verbessert, auch wenn CBD selbst schon vorher legal war.

Das CanG besteht aus zwei Säulen: dem Konsumcannabisgesetz (KCanG), das den Freizeitkonsum von Cannabis regelt, und dem Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) für den medizinischen Bereich. Beide zusammen bilden den neuen rechtlichen Rahmen – auch für CBD.

Die wichtigste Änderung für CBD: der neue THC-Grenzwert

Der erlaubte THC-Gehalt in CBD-Produkten wurde von 0,2 % auf 0,3 % angehoben. Das klingt nach einer kleinen Zahl, hat aber spürbare Auswirkungen. Denn mit dem höheren Grenzwert können mehr Vollspektrum-Produkte legal verkauft werden – also Produkte, die das natürliche Zusammenspiel der Cannabinoide nutzen, statt auf reines CBD-Isolat zu setzen.

Die Anhebung orientiert sich an der EU-Verordnung 2023/1607 und bringt Deutschland auf eine Linie mit internationalen Standards.

Was sich außerdem geändert hat

Cannabis wurde aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) herausgenommen. Das bedeutet: CBD als Reinstoff unterliegt dem BtMG definitiv nicht mehr – das hat auch die Bundesopiumstelle beim BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) klargestellt.

Gleichzeitig wurde die Trennung zwischen CBD (nicht berauschend) und THC-haltigem Cannabis (berauschend) gesetzlich deutlicher herausgearbeitet. Für Verbraucher heißt das: mehr Rechtssicherheit beim Kauf und Besitz von CBD-Produkten als je zuvor.

Trotzdem gilt weiterhin: CBD-Produkte dürfen nicht als Heilmittel beworben werden, und bestimmte Produktarten – vor allem Lebensmittel – unterliegen zusätzlichen Vorschriften. Dazu gleich mehr.

Welche CBD-Produkte sind legal?

CBD ist nicht gleich CBD – zumindest rechtlich. Ob ein Produkt legal ist, hängt stark davon ab, wie es verarbeitet und verkauft wird. Hier der Überblick nach Produktart:

CBD-Öl Der Klassiker und rechtlich am unkompliziertesten. CBD-Öle sind verarbeitete Produkte und damit legal, solange der THC-Gehalt unter 0,3 % liegt und keine Heilversprechen gemacht werden. Seriöse Anbieter liefern zu jedem Öl ein Analysezertifikat, das den genauen CBD- und THC-Gehalt ausweist.

CBD-Kapseln Rechtlich gleichzusetzen mit CBD-Öl. Als verarbeitetes Produkt unproblematisch – gleiche Regeln, gleiche Voraussetzungen.

CBD-Kosmetik Cremes, Salben und Balsame mit CBD sind legal und fallen unter das Kosmetikrecht. Da sie meist aus CBD-Isolat mit 0,0 % THC hergestellt werden, gibt es hier praktisch keine rechtliche Grauzone.

CBD-Liquid Liquids zum Verdampfen sind in Deutschland legal, solange sie aus zertifiziertem Nutzhanf stammen und den THC-Grenzwert einhalten. Sie dürfen allerdings nicht als Lebensmittel oder Arzneimittel beworben werden, sondern gelten als Aroma- oder Vape-Produkt. Verkauf erst ab 18 Jahren.

CBD-Blüten Hier hat sich durch das CanG viel getan. Früher galten CBD-Blüten pauschal als verboten, weil ein „Missbrauch zu Rauschzwecken" nicht ausgeschlossen werden konnte. Seit der Reform ist die Lage differenzierter: CBD-Blüten dürfen verkauft werden, wenn sie aus zugelassenen EU-Nutzhanfsorten stammen und den THC-Grenzwert von 0,3 % einhalten.

Beim Besitz gelten die Regelungen des KCanG: bis zu 25 Gramm in der Öffentlichkeit und bis zu 50 Gramm zu Hause. Trotzdem bleibt bei Blüten eine gewisse Unsicherheit – bei einer Polizeikontrolle lässt sich optisch nicht unterscheiden, ob es sich um CBD- oder THC-Cannabis handelt. Wer Blüten mit sich führt, sollte deshalb immer einen Kaufbeleg und idealerweise das Analysezertifikat dabeihaben. Wer komplett auf der sicheren Seite sein will, greift zu verarbeiteten Produkten wie Ölen oder Kapseln.

CBD-Tee Tees aus Hanfblättern oder Hanfsamen sind in der Regel unproblematisch. Schwieriger wird es bei Tee aus CBD-Blüten – hier ist der Verwendungszweck nicht eindeutig (Trinken oder Rauchen?), was rechtlich heikel sein kann.

CBD Blüten

Warum wird CBD als Aromaöl verkauft? Die Novel-Food-Verordnung erklärt

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass viele CBD-Öle als „Aromaöl" oder „nicht zum Verzehr geeignet" deklariert sind – obwohl die meisten Menschen sie einnehmen. Das wirkt widersprüchlich, hat aber einen konkreten rechtlichen Grund: die Novel-Food-Verordnung der EU.

Was ist Novel Food?

Als „neuartige Lebensmittel" gelten alle Produkte, die vor dem 15. Mai 1997 in der EU nicht in nennenswertem Umfang als Nahrungsmittel konsumiert wurden. CBD-haltige Lebensmittel fallen darunter. Das bedeutet: Bevor ein CBD-Produkt offiziell als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden darf, braucht es eine spezielle EU-Zulassung.

Und genau hier liegt das Problem

Diese Zulassungsverfahren laufen seit Jahren – abgeschlossen sind sie bis heute nicht. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat CBD zwar grundsätzlich als neuartiges Lebensmittel anerkannt, eine finale Sicherheitsbewertung steht aber noch aus. Über 100 Anträge befinden sich im Prüfverfahren, ohne dass ein Hersteller bisher eine vollständige Zulassung erhalten hätte.

Was Hersteller deshalb tun

Um ihre Produkte trotzdem legal verkaufen zu können, weichen die meisten Anbieter auf andere Deklarationen aus. CBD-Öl wird als „Aromaöl" oder als „Kosmetikprodukt" vertrieben – rechtlich sauber, solange es nicht explizit zum Verzehr beworben wird. Das ist kein Trick, sondern die pragmatische Lösung in einer regulatorischen Grauzone.

Was das für dich heißt

Beim Kauf eines CBD-Öls kann es sein, dass auf dem Etikett „Aromaöl" steht, obwohl du es unter die Zunge geben und etwa 60 Sekunden einwirken lassen möchtest. Das ist gängige Praxis. Achte trotzdem darauf, dass das Produkt ein transparentes Analysezertifikat hat, aus EU-Nutzhanf stammt und der THC-Gehalt klar ausgewiesen ist – unabhängig von der Deklaration.

Worauf du beim Kauf achten solltest

CBD-Produkte gibt es inzwischen fast überall – online, in Drogerien, an Tankstellen. Die Qualitätsunterschiede sind allerdings enorm. Ein paar Punkte helfen dir, sichere und legale Produkte von fragwürdigen Angeboten zu unterscheiden.

Analysezertifikat (COA) prüfen Das wichtigste Qualitätsmerkmal. Ein seriöser Anbieter lässt seine Produkte regelmäßig von einem unabhängigen Labor testen und veröffentlicht die Ergebnisse – idealerweise direkt auf der Produktseite. Im Zertifikat siehst du den genauen CBD-Gehalt, den THC-Gehalt und ob Verunreinigungen wie Schwermetalle oder Pestizide gefunden wurden. Fehlt ein solches Zertifikat, solltest du die Finger davon lassen.

THC-Gehalt unter 0,3 % Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer. Gerade bei Produkten von unbekannten Marken oder Marktplätzen wie eBay kann der tatsächliche THC-Gehalt vom deklarierten Wert abweichen. Das Analysezertifikat gibt dir hier die nötige Sicherheit.

Herkunft EU-zertifizierter NutzhanfAchte darauf, dass der Hanf aus zertifizierten EU-Nutzhanfsorten stammt. Das stellt sicher, dass die Pflanze unter kontrollierten Bedingungen angebaut wurde und den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat – was heißt das? Diese drei Begriffe begegnen dir beim Kauf ständig – und sie sind auch rechtlich relevant.

- Vollspektrum-Öle enthalten das natürliche Zusammenspiel aller Cannabinoide, Terpene und Flavonoide der Hanfpflanze – inklusive geringer THC-Spuren (unter 0,3 %). Viele Nutzer schätzen den sogenannten Entourage-Effekt, also das Zusammenwirken der verschiedenen Pflanzenstoffe.

- Breitspektrum-Öle sind ähnlich aufgebaut, aber das THC wird nachträglich entfernt. Eine gute Wahl für alle, die kein THC im Produkt haben möchten – etwa bei regelmäßigen Drogentests.

- Isolat-Produkte bestehen aus reinem CBD ohne weitere Cannabinoide. Sie enthalten 0,0 % THC und sind rechtlich am unproblematischsten.

Wo kaufen – und wo besser nicht? Spezialisierte CBD-Shops und die Onlineshops etablierter Marken bieten in der Regel geprüfte Qualität mit transparenten Zertifikaten. Von Käufen über Amazon oder eBay ist abzuraten – dort weißt du oft nicht, welcher Hersteller hinter dem Produkt steckt, und die Qualitätskontrolle ist deutlich geringer.


CBD und Autofahren – was gilt?

CBD selbst hat keine berauschende Wirkung und ist am Steuer nicht verboten. Du darfst nach der Einnahme grundsätzlich Auto fahren.

Wichtig zu wissen: Seit 2024 gilt im Straßenverkehr ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blut. Wer ein Vollspektrum-Produkt mit THC-Spuren nutzt, liegt normalerweise weit darunter – ein Restrisiko bei sehr hohen Dosen oder empfindlichen Tests besteht aber theoretisch. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu einem THC-freien Breitspektrum- oder Isolat-Produkt.

Alles Weitere zu diesem Thema findest du in unserem ausführlichen Artikel CBD und Autofahren – ist das Cannabinoid im Straßenverkehr erlaubt?

CBD und Drogentest

Standard-Drogentests suchen nach THC, nicht nach CBD. Reines CBD führt deshalb nicht zu einem positiven Ergebnis. Bei Vollspektrum-Produkten mit geringen THC-Spuren kann es in seltenen Fällen bei besonders empfindlichen Tests anders aussehen – vor allem bei hoher Dosierung über einen längeren Zeitraum.

Wer regelmäßig getestet wird, etwa im Beruf oder im Straßenverkehr, sollte auf THC-freie Produkte setzen. 
Mehr dazu in unserem Artikel CBD und Drogentest – ist CBD nachweisbar?

Ist CBD unter 18 erlaubt?

Hier muss man zwei Dinge unterscheiden: den Kauf und die Einnahme.

CBD-Shops – ob online oder vor Ort – verkaufen ihre Produkte ausschließlich an Personen ab 18 Jahren. Das ist branchenweit Standard und wird auch so gehandhabt.

Für die Einnahme selbst gibt es dagegen keine gesetzliche Altersgrenze. CBD ist kein Betäubungsmittel und fällt nicht unter den Jugendschutz im klassischen Sinne. In der Praxis berichten Eltern immer wieder, dass sie ihren Kindern CBD geben – etwa bei Unruhe oder Schlafproblemen. Manche Kinderärzte stehen dem offen gegenüber.

Trotzdem gilt: Die Gabe von CBD an Kinder sollte immer mit dem Kinderarzt abgesprochen werden. Nicht weil CBD gefährlich wäre, sondern weil Dosierung und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Mitteln individuell eingeschätzt werden sollten.

Darf man Hanf privat anbauen?

Seit dem Cannabisgesetz 2024 dürfen Erwachsene bis zu drei Cannabispflanzen privat anbauen – das betrifft allerdings THC-haltiges Cannabis für den Eigenkonsum.

Für Nutzhanf – also die Grundlage für CBD-Produkte – gelten andere Regeln. Der Anbau ist in Deutschland weiterhin nur landwirtschaftlichen Betrieben erlaubt, die zertifiziertes Saatgut aus dem EU-Sortenkatalog verwenden. Privatpersonen und Gewerbetreibende ohne landwirtschaftlichen Betrieb brauchen eine gesonderte Genehmigung.

Kurz gesagt: Drei Cannabispflanzen auf dem Balkon sind seit dem CanG erlaubt. Einen eigenen Nutzhanf-Acker im Garten anlegen – das bleibt ohne entsprechende Lizenz tabu.

Mehr dazu findest du in unserem Artikel Ist CBD selbst anbauen legal?

CBD-Rechtslage in den Nachbarländern

Wer in der Nähe der Grenze lebt oder im Urlaub CBD kaufen möchte, sollte die Unterschiede kennen. Die beiden wichtigsten Nachbarländer im Überblick:

Österreich Die Regeln ähneln den deutschen, mit kleinen Unterschieden. CBD-Produkte sind legal, solange der THC-Gehalt unter 0,3 % liegt. CBD-Öle, Kapseln und Kosmetik kannst du ohne Einschränkungen kaufen.

Bei CBD-Blüten gibt es eine Besonderheit: Sie dürfen offiziell verkauft werden, aber nicht zum Rauchen angeboten werden – weil der THC-Gehalt bei der Verbrennung ansteigen kann. In der Praxis findest du Blüten deshalb als „Aromablüten" oder zum „Räuchern" deklariert. CBD-Tee aus Hanfblättern gilt in Österreich als normales Lebensmittel und ist uneingeschränkt legal.

Schweiz Die Schweiz ist deutlich liberaler. Der erlaubte THC-Grenzwert liegt bei 1 % – das ist mehr als dreimal so hoch wie in Deutschland. Dadurch ist die Produktauswahl breiter und Vollspektrum-Produkte können ein umfassenderes Cannabinoid-Profil enthalten.

CBD-Blüten sind in der Schweiz legal und werden ganz offen verkauft. Auch in Tabakläden und Kiosken findest du sie. Wichtig: Schweizer CBD-Produkte mit bis zu 1 % THC sind in Deutschland nicht automatisch legal – beim Mitbringen über die Grenze gilt der deutsche Grenzwert von 0,3 %.

Ein kompakter Blick auf alle direkten Nachbarn rund um Deutschland und Österreich:

LandCBD-StatusWorauf du achten solltest
Österreich Meist unkompliziert Frei erhältlich unter 0,3% THC. Achte auf einen belegbaren THC-Gehalt.
Schweiz Meist unkompliziert Sonderfall: bis 1% THC erlaubt. Kein EU-Land – an der Grenze gilt wieder der deutsche Wert von 0,3%.
Frankreich Meist unkompliziert Öle und Kosmetik unter 0,3% THC sind legal. Bei essbaren CBD-Produkten gibt es Einschränkungen.
Niederlande Meist unkompliziert Tolerant bei Öl und Kosmetik, zurückhaltender bei essbaren Produkten.
Luxemburg Meist unkompliziert CBD unter 0,3% THC ist legal.
Polen Meist unkompliziert CBD unter 0,2% THC ist legal erhältlich.
Tschechien Meist unkompliziert CBD ist legal – die geltende THC-Grenze beachten.
Slowenien Meist unkompliziert CBD unter 0,2% THC ist legal erhältlich.
Belgien Grauzone CBD-Öl als Kosmetik ist erhältlich. Die Einfuhr von CBD-Nahrungsergänzung ist nicht erlaubt – unabhängig vom THC-Gehalt.
Italien Grauzone Unsichere Lage: 2025 wurde ein Verbot für Vollspektrum-Produkte und Blüten verhängt, das derzeit ausgesetzt ist. Lage vor der Reise prüfen.
Slowakei Grauzone Lange sehr streng bei CBD. THC-frei und belegbar reisen, im Zweifel vor Ort prüfen.
Ungarn Grauzone Eine der strengsten Cannabis-Gesetzgebungen der EU. Nur garantiert THC-freie Produkte, belegbar reisen.
Dänemark Nur mit Rezept Streng: CBD oft nur mit Rezept, sonst 0% THC. Die Mitnahme ist heikel.

Stand Juni 2026. Die Angaben gelten für verarbeitete Produkte wie Öl, Kapseln und Kosmetik und dienen der Orientierung – keine Rechtsberatung.

Darf man CBD nach Deutschland einführen?

Ob du CBD nach Deutschland einführen darfst, hängt vom Produkt ab – nicht allein vom THC-Gehalt. Verarbeitete Produkte wie Öl, Kapseln oder Kosmetik sind dabei unkritisch, CBD-Blüten dagegen tabu.

CBD Öl, CBD Kapseln und CBD Kosmetik ohne Pflanzenmaterial gelten in Deutschland strafrechtlich nicht als Cannabis. Du kannst sie aus dem Urlaub mitbringen, ohne dich strafbar zu machen. Möglich sind aber zoll- und lebensmittelrechtliche Kontrollen. Damit die reibungslos laufen, führst du das Produkt am besten im Originalbehälter mit, mit klarer Zutatenliste, möglichst THC-frei und – wenn vorhanden – mit Analysezertifikat.

CBD-Blüten sind der kritische Fall. Sie zählen als Cannabis nach dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) – unabhängig vom THC-Gehalt. Ihre Einfuhr ist für Privatpersonen verboten und strafbar, und zwar auch in kleinen Mengen und selbst dann, wenn du sie im Ausland völlig legal gekauft hast. Beim Besitz im Inland gibt es Freimengen, bei der Einfuhr nicht. Wer Blüten über die Grenze bringt, riskiert ein Strafverfahren – am Zoll lassen sie sich optisch nicht von THC-Cannabis unterscheiden.

Medizinisches Cannabis folgt eigenen Regeln. Wer es auf Rezept einnimmt, kann es unter strengen Auflagen einführen – dafür braucht es vorab eine Genehmigung der Bundesopiumstelle beim BfArM und eine ärztliche Bescheinigung.

Kurz: Verarbeitete Produkte wie unsere Öle sind beim Mitbringen unproblematisch, Blüten lässt du besser ganz weg. Im Ausland sieht es oft ganz anders aus: Wie streng dein Reiseland mit CBD auf Reisen umgeht, reicht von völlig harmlos bis zu mehrjährigen Haftstrafen.

FAQ: Häufige Fragen zur CBD-Legalität

Ist CBD legal? – Fazit

CBD ist in Deutschland legal – und seit dem Cannabisgesetz klarer geregelt als je zuvor. Wer beim Kauf auf drei Dinge achtet, ist auf der sicheren Seite: THC-Gehalt unter 0,3 %, Herkunft aus EU-zertifiziertem Nutzhanf und ein transparentes Analysezertifikat.

Bei verarbeiteten Produkten wie Ölen, Kapseln oder Kosmetik gibt es praktisch keine rechtliche Unsicherheit. Bei CBD-Blüten hat sich die Lage deutlich entspannt, auch wenn im Alltag – etwa bei Kontrollen – eine gewisse Grauzone bleibt.

Die Rechtslage entwickelt sich weiter. Die Evaluierung des Cannabisgesetzes läuft, und weitere Anpassungen sind in den nächsten Jahren wahrscheinlich. Wer informiert bleibt und bei seriösen Anbietern kauft, muss sich aber schon heute keine Sorgen machen.

Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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