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Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl?

Geschrieben von Dominik Martzy | Aktualisiert am 25. Januar 2026 | Lesezeit 3 min

Hanföl und CBD Öl werden häufig miteinander verwechselt – kein Wunder, schließlich stammen beide aus der Hanfpflanze und sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Dennoch unterscheiden sie sich grundlegend in Herkunft, Inhaltsstoffen und Wirkung. Während Hanföl vor allem als hochwertiges Lebensmittel und für die Hautpflege geschätzt wird, wird CBD Öl gezielt wegen seiner möglichen Effekte auf Wohlbefinden, Entspannung und körperliche Balance eingesetzt.

In diesem Artikel erfährst du verständlich und auf den Punkt, worin genau der Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl liegt, wofür die jeweiligen Öle geeignet sind und worauf du beim Kauf achten solltest – damit du das Produkt wählst, das wirklich zu deinen Bedürfnissen passt.

🧠 Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl?

Hanföl (Hanfsamenöl) ist ein nährstoffreiches Speiseöl aus Hanfsamen und enthält von Natur aus kein CBD. CBD Öl ist dagegen ein Extrakt aus Blättern/Blüten, der Cannabidiol (CBD) enthält und vor allem wegen seiner möglichen Effekte auf Wohlbefinden, Entzündung und Stress genutzt wird.

Das Wichtigste im Überblick:

🌱 Herkunft: Hanföl wird aus Hanfsamen kaltgepresst; CBD Öl wird aus Blättern/Blüten gewonnen und anschließend mit einem Trägeröl verdünnt.

🥗 Inhaltsstoffe: Hanföl liefert vor allem Omega-Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe – CBD Öl liefert zusätzlich Cannabidiol (je nach Produkt als Vollspektrum/Breitspektrum/Isolat).

💡 Wirk-Fokus: Hanföl ist eher Ernährung & Hautpflege; CBD Öl wird häufiger für Entspannung, Schmerz- und Entzündungsmanagement verwendet (ohne „High“).

🍳 Anwendung: Hanföl eignet sich gut für kalte Speisen (z. B. Salate), da hohe Hitze wertvolle Fettsäuren schädigen kann; CBD Öl wird meist tropfenweise dosiert (häufig sublingual).

🏷️ Kauftipp: Achte auf das Etikett: Steht dort CBD / Hanfextrakt, ist es CBD Öl – steht dort nur Hanfsamenöl, ist es ein Speiseöl ohne CBD.

📚 Studienhinweis: Eine wissenschaftliche Übersicht beschreibt Hanfsamenöl als sehr PUFA-reich (u. a. Linolsäure & α-Linolensäure) und nennt ein typisches Omega-6:Omega-3-Verhältnis von etwa 2:1 bis 3:1 – siehe Euphytica: „Hempseed as a nutritional resource“.

📌 Hinweis: CBD ist wissenschaftlich noch nicht für alle Anwendungsgebiete abschließend belegt. Bei Beschwerden oder Medikamenteneinnahme im Zweifel ärztlich abklären.

1. IST HANFÖL UND CBD ÖL DAS GLEICHE?

Ja und nein, denn die Begriffe werden oft verwechselt. Man kann Hanföl als Synonym für CBD Öl betrachten, doch genau genommen ist Hanföl das kaltgepresste Öl der Hanfsamen.

CBD Öl ist hingegen immer ein Extrakt der Hanfblätter bzw. Blüten und enthält CBD (Cannabidiol), den nicht psychoaktiven Wirkstoff der Hanfpflanze. Er eignet sich für viele medizinische Anwendungsgebiete.

Hanfsamen bzw. Hanfsamenöle enthalten grundsätzlich kein CBD. Allerdings können die Öle nach der Herstellung mit CBD angereichert werden. Diese Mischung kann dann als CBD Hanföl bezeichnet werden.

Im Internet wird für die beiden Begriffe aber meistens kein Unterschied gemacht. CBD Öl ist dasselbe wie Hanföl und umgekehrt.

Eine Frau hält ihren Fuß und leidet unter Nervenschmerzen

Infografik: Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD Öl?

2. ANWENDUNG UND WIRKUNG VON HANFÖL

Hanföl bzw. Hanfsamenöl ist ein hochwertiges Speiseöl, das zwar kein CBD, dafür aber ein reiches Spektrum an gesunden Nährstoffen enthält. Dazu zählen ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Gamma Linolensäure, Omega-3-Fettsäuren und viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.

Hanföl und seine Wirkung auf den Stoffwechsel

  • Entzündungshemmend
  • Antibakteriell
  • Antiseptisch
  • Senkt den Cholesterinspiegel
  • Stärkt das Immunsystem
  • Krebshemmend
  • Verbessert die Sauerstoffaufnahme
  • Sorgt für eine optimale Hirnfunktion
  • Stärkt das Herzkreislaufsystem

Hanföl für die Haut

Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften wird Hanfsamenöl gerne äußerlich bei Hautproblemen wie Neurodermitis eingesetzt. Der hohe Gehalt an Vitamin E und Linolsäure bewirkt eine schnelle Regeneration der Haut und fördert deren Zellerneuerung. Außerdem kann das Öl Juckreiz stillen.

Wie schmeckt Hanföl?

Der Geschmack ist sehr angenehm mild und nussig. Wichtig ist, das Öl kühl, dunkel und gut verschlossen zu lagern. Denn Sauerstoff und Licht schädigen die Fettsäuren und lassen das Öl bitter schmecken.

Hanföl in der Küche

Das schmackhafte Öl ist ideal für Salatdressings oder zum Verfeinern von kalten Speisen. Zum Kochen oder Braten eignet es sich weniger, da ab einer Temperatur von 160°C wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden.

3. CBD ÖL WIRKUNG, ANWENDUNG UND HERSTELLUNG

Die Herstellung von CBD-Öl erfolgt meist durch die CO2-Extraktion. Dabei werden die Inhaltsstoffe der Blätter und Blüten extrahiert und der CBD Extrakt anschließend mit einem Trägeröl verdünnt (z.B. Kokosöl, Olivenöl oder Hanfsamenöl).

Frau hält CBD Öl in der Hand

Wie wirkt CBD auf den Körper?

CBD Öl macht im Gegensatz zu THC nicht high, hat aber viele gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Laut aktuellem Stand der Forschung kann CBD folgende Wirkungen haben:

  • Entzündungshemmend
  • Beruhigend
  • Schmerzstillend
  • Angstlösend
  • Antipsychotisch
  • Krampflösend
  • Antiepileptisch
  • Neuroprotektiv
  • Krebshemmend
  • Antidepressiv
  • Hilft gegen Übelkeit
  • Antioxidativ
  • Blutdrucksenkend
  • Zügelt den Appetit
  • Kurbelt die Fettverbrennung an
  • Stärkt das Immunsystem

Die Wirkung von CBD entsteht, indem sich der Stoff an die CB1- und CB2-Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems bindet. Über diese Rezeptoren werden folgende Körperfunktionen reguliert: Entzündungsprozesse, Schmerzempfinden, Stimmung, Gedächtnis, Appetit, Stoffwechsel, Schlaf-Wach-Rhythmus, Immunsystem und Verdauung.

Der medizinische Nutzen von CBD ist daher sehr groß und es werden laufend neue Studien veröffentlicht.

FAQ: Unterschied Hanföl und CBD Öl

Für was nimmt man Hanföl?

Hanföl wird vor allem als Lebensmittel (z. B. in Salaten, Bowls, Dips) und zur Hautpflege genutzt. Es liefert wertvolle Fettsäuren (Omega-3 und Omega-6) und kann dadurch eine ausgewogene Ernährung unterstützen.

Tipp: Hanföl besser kalt verwenden, da hohe Temperaturen empfindliche Fettsäuren beeinträchtigen können.

Für welche Krankheiten ist Hanföl gut?

Hanföl ist kein Arzneimittel und behandelt keine Krankheiten. Es kann jedoch durch seine Fettsäuren eine gesunde Ernährung unterstützen – was generell wichtig für Herz-Kreislauf, Haut und Entzündungsbalance ist.

Wenn du Beschwerden hast (z. B. chronische Entzündungen, Hautprobleme), ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Kann Hanföl „high“ machen?

Nein. Hanföl wird aus Hanfsamen hergestellt und enthält typischerweise kein THC in relevanten Mengen. Es hat daher keine berauschende Wirkung.

Wie fühlt man sich, wenn man CBD nimmt?

Viele Menschen berichten von einem ruhigeren, entspannteren Gefühl oder einer besseren „inneren Balance“. Manche spüren wenig bis gar nichts – das ist normal, da CBD individuell wirkt.

CBD macht in der Regel nicht „high“. Wenn du dich ungewöhnlich müde fühlst, kann eine geringere Dosis sinnvoll sein.

Was sind die Nachteile von CBD?

Mögliche Nachteile sind individuelle Nebenwirkungen wie Müdigkeit, trockener Mund oder Magen-Darm-Unruhe – meist dosisabhängig. Außerdem kann CBD Wechselwirkungen mit Medikamenten haben (z. B. über Leberenzyme).

Wenn du Medikamente nimmst oder Vorerkrankungen hast: vorab ärztlich oder in der Apotheke abklären.

Darf man Hanföl und CBD Öl gemeinsam verwenden?

Ja, das ist möglich: Hanföl als Lebensmittel/Hautpflege und CBD Öl als gezielte Ergänzung (z. B. sublingual). Wichtig ist, dass du die Produkte nicht verwechselst: Hanföl ersetzt kein CBD Öl, wenn du gezielt Cannabidiol nutzen möchtest.

Warum darf CBD nicht mehr verkauft werden?

CBD wird nicht pauschal „verboten“, aber der Verkauf kann sich je nach Produktkategorie ändern. Häufige Gründe sind regulatorische Vorgaben (z. B. Novel-Food-Bewertung bei CBD-Nahrungsergänzungsmitteln), Grenzwerte (THC), oder Werbeaussagen, die als Heilversprechen gelten.

Wichtig: Ob ein Produkt verkauft werden darf, hängt von Zusammensetzung, Kennzeichnung, Vertriebskanal und aktueller Rechtslage ab.

Woran erkenne ich gutes Hanföl?

Achte auf kaltgepresst, eine dunkle Flasche (Lichtschutz), einen nussigen Geruch und ein frisches Mindesthaltbarkeitsdatum. Lagere Hanföl am besten kühl und nach dem Öffnen im Kühlschrank.

Woran erkenne ich gutes CBD Öl?

Qualitätsmerkmale sind ein seriöser Hersteller, ein klarer CBD-Gehalt (z. B. 5–15 %), transparente Angaben zur Extraktion und idealerweise Laboranalysen (CBD/THC-Gehalt, Reinheit).

Achte außerdem darauf, ob es sich um Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat handelt.

Hat Hanföl Nebenwirkungen?

Hanföl gilt in üblichen Mengen als gut verträglich. Bei sehr hohen Mengen kann es – wie andere Öle auch – zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Wenn du Blutgerinnungshemmer nimmst oder eine spezielle Ernährung einhältst, kläre größere Mengen am besten kurz ab.

Kann ich Hanföl zum Braten verwenden?

Eher nicht. Hanföl ist reich an empfindlichen Fettsäuren und eignet sich daher besser für kalte Küche. Für Braten und hohe Temperaturen sind hitzestabile Öle die bessere Wahl.

4. UNTERSCHIED ZWISCHEN HANF(SAMEN)ÖL UND CBD ÖL – ZUSAMMENFASSUNG

Hanföl und CBD Öl werden aus unterschiedlichen Teilen der Cannabispflanze hergestellt, das eine von den Samen, das andere von Blättern und Blüten. Beide Öle sind sehr wertvoll für die Gesundheit und können in der Kosmetik sowie gegen Entzündungen eingesetzt werden.

Insgesamt hat CBD Öl aber ein breiteres Wirkungsspektrum und ist aus medizinischer Sicht interessanter als Hanfsamenöl.

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Wie Du Verwechslungen vermeiden kannst

Der Begriff Hanföl wird einerseits für Hanfsamenöl, gleichzeitig aber auch für CBD-Öl verwendet. Achte beim Kauf von CBD-Produkten daher immer auf das Etikett, ob wirklich CBD bzw. Hanfextrakt enthalten ist.

Weitere Begriffe, bei denen es sich immer um CBD-Produkte handelt, sind Hanftropfen und Cannabisöle.

Wenn Du stattdessen CBD-freies Öl suchst, verwende lieber den Begriff Hanfsamenöl.

Medizinischer Haftungsausschluss

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Dominik Martzy
Dominik Martzy

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen. Alle Inhalte werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen aktualisiert.

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