Bei welchen Krankheiten hilft CBD? Einsatzgebiete im Überblick
CBD wird heute bei einer ganzen Reihe von Beschwerden eingesetzt – von Schmerzen über Schlafprobleme bis hin zu Angst, Entzündungen und neurologischen Erkrankungen. Aber bei welchen Krankheiten hilft CBD wirklich, und wo sind die Erwartungen größer als die Evidenz?
Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Bei Epilepsie gibt es ein zugelassenes CBD-Medikament. Bei Angst und Schlaf sind die Ergebnisse vielversprechend. Bei anderen Krankheitsbildern stützt sich vieles noch auf frühe Forschung oder Erfahrungsberichte. Genau deshalb lohnt sich ein differenzierter Blick – nicht alles über einen Kamm scheren, sondern Krankheit für Krankheit ehrlich einordnen.
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Wie CBD im Körper wirkt
CBD wirkt über das Endocannabinoid-System (ECS) – ein körpereigenes Regulationssystem, das an Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf, Immunantwort und Entzündungsprozessen beteiligt ist. Im Grunde überall dort, wo dein Körper Balance braucht.
Anders als THC wirkt CBD nicht berauschend. Es dockt nicht direkt an die Cannabinoid-Rezeptoren an, sondern beeinflusst sie indirekt – und interagiert zusätzlich mit Serotonin-Rezeptoren (relevant für Stimmung und Angst) und Vanilloid-Rezeptoren (relevant für Schmerzwahrnehmung). Genau diese Vielseitigkeit erklärt, warum CBD bei so unterschiedlichen Krankheitsbildern überhaupt in Frage kommt.
Wie stark du CBD wahrnimmst, hängt von mehreren Faktoren ab: Dosierung, Einnahmeform, Körpergewicht und individueller Empfindlichkeit. Und nicht bei jeder Erkrankung ist die Studienlage gleich stark – genau deshalb gehen wir die wichtigsten Krankheitsbereiche jetzt einzeln durch.
Epilepsie – die stärkste Evidenz für CBD
Wenn es einen Bereich gibt, in dem CBD medizinisch anerkannt ist, dann ist es Epilepsie. Das CBD-basierte Medikament Epidiolex wurde von der FDA und der EMA zugelassen – zur Behandlung schwerer, seltener Epilepsieformen wie dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom.
Das ist keine vage Studienlage, sondern ein zugelassenes Arzneimittel. In klinischen Studien reduzierte Epidiolex die Anfallshäufigkeit bei Patienten signifikant – bei manchen um über 40%. Damit ist Epilepsie der einzige Bereich, in dem CBD nicht nur als Nahrungsergänzung diskutiert wird, sondern als medizinisch geprüfter Wirkstoff zum Einsatz kommt.
Wichtig: Epidiolex ist ein verschreibungspflichtiges Medikament mit exakt definierter Dosierung. Frei verkäufliche CBD Öle sind kein Ersatz dafür. Wer Epilepsie hat, sollte CBD ausschließlich in Absprache mit dem behandelnden Neurologen einsetzen.
Trotzdem zeigt Epilepsie, was CBD grundsätzlich kann – und warum es auch bei anderen Krankheitsbildern wissenschaftlich untersucht wird.

Chronische Schmerzen
Schmerzen sind der häufigste Grund, warum Menschen zu CBD greifen. Ob Gelenkprobleme, Rückenschmerzen, Migräne oder Fibromyalgie – wer dauerhaft Schmerzen hat, sucht irgendwann nach Alternativen zu klassischen Schmerzmitteln. Und genau dort wird CBD interessant.
CBD wirkt über mehrere Wege schmerzlindernd: Es hemmt Entzündungsprozesse, beeinflusst die Schmerzweiterleitung über Vanilloid-Rezeptoren (TRPV1) und kann die Muskulatur entspannen. Das macht es besonders bei Schmerzen relevant, die mit Entzündung oder Anspannung zusammenhängen.
Arthrose und Gelenkbeschwerden: Hier spielt vor allem die entzündungshemmende Wirkung eine Rolle. Viele Anwender berichten von weniger Steifheit am Morgen und besserem Bewegungsgefühl. Präklinische Studien zeigen, dass CBD Entzündungsmarker in den Gelenken reduzieren kann.
Rückenschmerzen: Besonders bei Verspannungen und muskulär bedingten Rückenschmerzen kann CBD unterstützen – durch seine entspannende Wirkung auf die Muskulatur und die stressbedingten Komponenten, die Rückenschmerzen oft verstärken.
Fibromyalgie: Fibromyalgie ist eines der Krankheitsbilder, bei denen CBD besonders häufig ausprobiert wird. Betroffene kämpfen mit weit verbreiteten Schmerzen, Erschöpfung und Schlafproblemen – also genau den Bereichen, in denen CBD ansetzen kann. Die Studienlage ist noch begrenzt, aber Erfahrungsberichte sind oft positiv.
Migräne: Bei Migräne wird CBD vor allem im Zusammenhang mit Stressreduktion und Entzündungshemmung diskutiert. Direkte Migräne-Studien mit CBD gibt es kaum – der mögliche Nutzen läuft eher über die Begleitfaktoren.
Die Studienlage bei Schmerzen ist insgesamt vielversprechend, aber noch nicht abschließend. Klar ist: CBD ist kein Ersatz für eine ärztliche Schmerztherapie. Aber als ergänzender Baustein – besonders bei chronischen Beschwerden, die mit Entzündung, Anspannung oder Schlafproblemen zusammenhängen – berichten viele Anwender von einer spürbaren Entlastung.

Angst, Stress und psychische Belastung
Neben Schmerzen ist Angst der am besten untersuchte Anwendungsbereich von CBD. Und hier ist die Studienlage tatsächlich ermutigend.
Eine Meta-Analyse aus 2024 wertete klinische Studien aus und kam zu dem Ergebnis, dass CBD Angstsymptome signifikant reduzieren konnte. In einer doppelblinden Studie mit Jugendlichen mit sozialer Angststörung zeigte sich nach 4 Wochen CBD-Einnahme eine deutliche Verbesserung gegenüber Placebo. Das sind keine vagen Hinweise, sondern kontrollierte Ergebnisse.
Angststörungen: CBD beeinflusst den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A – derselbe Rezeptor, an dem auch viele Antidepressiva ansetzen. Das erklärt, warum CBD bei Nervosität, sozialer Angst und generalisierter Anspannung für viele spürbar helfen kann.
Stress und innere Unruhe: Dauerstress ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen CBD ausprobieren. CBD kann helfen, schneller runterzukommen, das Gedankenkreisen zu bremsen und dem Körper den Übergang in die Erholung zu erleichtern.
Panikattacken: Bei akuter Panik gibt es bisher wenig direkte Evidenz für CBD. Was Betroffene berichten, ist eher ein präventiver Effekt: Wer CBD regelmäßig nimmt, erlebt das allgemeine Angstniveau als niedriger – und damit auch weniger Panikspitzen.
PTBS: Bei posttraumatischer Belastungsstörung wird CBD vor allem im Zusammenhang mit Schlafproblemen, Hypervigilanz und emotionaler Überflutung untersucht. Erste Ergebnisse sind vielversprechend, aber die Datenlage ist noch dünn.
Depressionen: Hier ist besondere Vorsicht geboten. CBD ist kein Antidepressivum und ersetzt keine psychiatrische Behandlung. Es kann bei Begleitbeschwerden wie Schlafproblemen oder Anspannung unterstützen – aber wer unter einer diagnostizierten Depression leidet, braucht professionelle Begleitung.
Wichtig bei allen psychischen Themen: Zwischen alltäglichem Stress und einer behandlungsbedürftigen Erkrankung liegt ein großer Unterschied. CBD kann im Alltag spürbar entlasten. Bei ernsthaften psychischen Erkrankungen ist es bestenfalls eine Ergänzung – nie ein Ersatz für professionelle Hilfe.Forschung aus.

Schlafstörungen
Schlaf ist der häufigste Grund, warum Menschen CBD überhaupt ausprobieren. Und das ist kein Zufall: Wenn du abends nicht abschalten kannst, stundenlang wachliegst oder nachts immer wieder hochschreckst, wirkt sich das auf alles aus – Konzentration, Stimmung, Immunsystem, Schmerzempfinden.
CBD wirkt bei Schlafproblemen nicht wie ein klassisches Schlafmittel. Es macht dich nicht bewusstlos. Stattdessen setzt es an den Ursachen an, die dich wachhalten: innere Unruhe, Anspannung, Gedankenkreisen, Stress. Wer entspannter ins Bett geht, schläft in der Regel schneller ein und ruhiger durch.
Einschlafprobleme: Der häufigste Anwendungsfall. Viele Anwender nehmen CBD 30–60 Minuten vor dem Schlafengehen und berichten, dass sie leichter zur Ruhe kommen. Gerade bei stressbedingten Einschlafproblemen ist das ein relevanter Ansatz.
Durchschlafprobleme: Hier ist die Datenlage gemischter. Manche Anwender berichten von ruhigeren Nächten, andere merken vor allem beim Einschlafen einen Unterschied. CBD ist kein Durchschlafgarant – aber weniger Anspannung im Körper kann auch die Schlafqualität insgesamt verbessern.
Schlafprobleme durch Schmerzen: Wenn dich nachts Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden oder Verspannungen wachhalten, kann CBD über seine entzündungshemmende und muskelentspannende Wirkung indirekt den Schlaf verbessern. Hier arbeiten Schmerzlinderung und Schlafverbesserung Hand in Hand.
Unsere Produkte für besseren Schlaf – darunter CBD Schlaftropfen mit Melatonin, Lavendel und Kamille – sind speziell für die Abendroutine entwickelt.
Mehr dazu liest du in unserem ausführlichen Artikel zu CBD bei Schlafstörungen.

Neurologische Erkrankungen
CBD wird auch im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen häufig thematisiert. Dazu gehören vor allem Krankheitsbilder, bei denen das Nervensystem eine zentrale Rolle spielt. Gerade in diesem Bereich ist jedoch eine besonders sorgfältige Einordnung wichtig, weil sich die wissenschaftliche Lage je nach Erkrankung deutlich unterscheidet.
Bei neurologischen Erkrankungen wird CBD vor allem wegen seiner neuroprotektiven Eigenschaften untersucht – also der Fähigkeit, Nervenzellen vor Schäden zu schützen. Gleichzeitig ist das ein Bereich, in dem die Unterschiede zwischen den einzelnen Krankheitsbildern enorm sind. Zwischen gut belegter Wirkung und bloßer Hoffnung liegen hier Welten.
Multiple Sklerose: Bei MS ist CBD am besten untersucht – allerdings meist in Kombination mit THC. Das Medikament Sativex (THC+CBD) ist bei MS-bedingter Spastik zugelassen. Reines CBD kann bei Begleitbeschwerden wie Schmerzen, Schlafproblemen und allgemeiner Erschöpfung unterstützen, ersetzt aber keine MS-Therapie.
Parkinson: Erste Studien deuten darauf hin, dass CBD die Lebensqualität bei Parkinson verbessern kann – vor allem bei Schlafstörungen, Angst und allgemeinem Wohlbefinden. Wichtig: Bei hohen CBD-Dosen kann sich der Tremor verschlechtern. Deshalb hier unbedingt mit dem Neurologen absprechen und niedrig dosiert starten.
Alzheimer und Demenz: CBD zeigt in Tiermodellen entzündungshemmende Effekte im Gehirn und könnte die Bildung von Amyloid-Plaques beeinflussen. Für Menschen mit Demenz berichten Angehörige vor allem von weniger Unruhe und besserem Schlaf. Belastbare Humanstudien fehlen aber bisher.
Huntington-Krankheit: Die Datenlage ist hier sehr dünn. Einzelne Studien deuten auf mögliche neuroprotektive Effekte hin, aber für eine Einordnung als sinnvolle Ergänzung ist es zu früh.
Gerade bei neurologischen Erkrankungen ist ärztliche Begleitung nicht optional, sondern unverzichtbar. CBD kann in einzelnen Fällen Begleitbeschwerden lindern – aber die Grunderkrankung behandelt es nicht.
Autoimmunerkrankungen und Entzündungen
Bei Autoimmunerkrankungen greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an – chronische Entzündungen, Schmerzen und Erschöpfung gehören für Betroffene zum Alltag. CBD ist hier vor allem wegen seiner immunmodulierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften interessant: Es kann überschießende Immunreaktionen dämpfen, ohne das Immunsystem komplett herunterzufahren.
Rheumatoide Arthritis: Bei Rheuma stehen Gelenkentzündungen und Schmerzen im Vordergrund. CBD kann entzündliche Prozesse in den Gelenken reduzieren und die Schmerzbelastung im Alltag lindern. Viele Betroffene nutzen es ergänzend zur bestehenden Therapie – besonders dann, wenn klassische Schmerzmittel nicht ausreichen oder schlecht vertragen werden.
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kann CBD Entzündungen in der Darmschleimhaut reduzieren und Begleitbeschwerden wie Bauchschmerzen und Erschöpfung lindern. Eine klinische Studie mit CBD-reichem Cannabisöl zeigte bei Crohn-Patienten klinische Verbesserungen – allerdings keine endoskopisch nachweisbare Entzündungsreduktion. Die Wirkung scheint also eher symptomatisch als ursächlich.
Psoriasis: Bei Schuppenflechte – ebenfalls eine Autoimmunerkrankung – zeigt CBD in Laborstudien Potenzial, entzündliche Hautreaktionen zu reduzieren und das übermäßige Zellwachstum zu normalisieren. Viele Anwender berichten von beruhigter Haut und weniger Juckreiz.
Lupus: Bei Lupus ist die Datenlage noch sehr begrenzt. CBD könnte durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften theoretisch relevant sein, aber konkrete Studien fehlen. Hier ist besondere Zurückhaltung angebracht.
Bei allen Autoimmunerkrankungen gilt: CBD ersetzt keine immunsuppressive Therapie und sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden. Als ergänzende Unterstützung bei Schmerzen, Erschöpfung und Schlafproblemen kann es aber für viele Betroffene einen spürbaren Unterschied machen.
Hauterkrankungen
CBD wird bei Hautproblemen vor allem wegen seiner entzündungshemmenden und talgregulierenden Eigenschaften eingesetzt. Anders als bei den meisten anderen Anwendungsbereichen kommt CBD hier oft nicht oral, sondern topisch zum Einsatz – als Creme, Balsam oder Salbe direkt auf die betroffene Stelle.
Neurodermitis: Bei Neurodermitis stehen Juckreiz, gereizte Haut und wiederkehrende Entzündungsschübe im Vordergrund. CBD kann Entzündungen in der Haut dämpfen und die Hautbarriere unterstützen. Viele Anwender berichten von weniger Juckreiz und beruhigterer Haut – besonders in Kombination mit einer angepassten Pflegeroutine.
Akne: Bei Akne ist vor allem die Talgregulation relevant. Laborstudien zeigen, dass CBD die Talgproduktion hemmen und entzündliche Prozesse in den Talgdrüsen reduzieren kann. Für Menschen mit fettiger, entzündlicher Haut kann das ein interessanter Ansatz sein – als Ergänzung, nicht als Ersatz für eine dermatologische Behandlung.
Für die äußerliche Anwendung bei Hautproblemen eignet sich unsere CBD Kosmetik – darunter Cremes und Balsame, die speziell für gereizte oder empfindliche Haut entwickelt wurden.
Mehr zum Thema: CBD Wirkung auf die Haut
Krebsbegleitende Beschwerden
Eines vorab: CBD ist kein Krebsmedikament. Es gibt keine belastbare Evidenz dafür, dass CBD Tumore schrumpfen oder Krebs heilen kann. Einzelne Laborstudien deuten zwar darauf hin, dass CBD das Wachstum bestimmter Krebszellen hemmen könnte – aber Laborergebnisse sind weit entfernt von einer klinischen Therapie.
Wo CBD bei Krebs tatsächlich relevant werden kann, sind die Begleitbeschwerden der Erkrankung und ihrer Behandlung:
Übelkeit und Erbrechen: Besonders während einer Chemotherapie gehören Übelkeit und Erbrechen zu den belastendsten Nebenwirkungen. Cannabinoide werden hier schon länger eingesetzt – allerdings meist THC-basiert (Dronabinol). CBD allein ist in diesem Bereich weniger gut untersucht, kann aber ergänzend zur Linderung beitragen.
Schmerzen: Krebsbedingte Schmerzen und Nebenwirkungen der Therapie belasten viele Patienten massiv. CBD kann über seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften unterstützen – ersetzt aber keine onkologische Schmerztherapie.
Angst und Schlaf: Eine Krebsdiagnose bringt enorme psychische Belastung mit sich. Schlafprobleme, Angst und innere Unruhe gehören für viele Betroffene zum Alltag. Hier kann CBD über die bereits beschriebenen Wege unterstützend wirken.
Appetitlosigkeit: Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit sind häufige Probleme bei Krebspatienten. CBD hat hier gemischte Ergebnisse – manche berichten von besserem Appetit, bei anderen zeigt sich kein Effekt.
Die klare Grenze: CBD ist bei Krebs ausschließlich als mögliche Ergänzung bei Begleitbeschwerden einzuordnen – nie als Alternative zur onkologischen Behandlung. Wer CBD bei einer Krebserkrankung einsetzen möchte, sollte das immer mit dem behandelnden Onkologen besprechen.
Studienlage auf einen Blick
Nicht bei jeder Krankheit ist CBD gleich gut untersucht. Die folgende Übersicht zeigt dir auf einen Blick, wo die Evidenz am stärksten ist – und wo CBD eher noch am Anfang steht.
| Einsatzbereich | Studienlage | Produktform | Worauf es ankommt |
|---|---|---|---|
| Epilepsie | Stark belegt | Epidiolex (Arzneimittel) | Zugelassenes Arzneimittel – nur ärztlich verordnet, keine Selbstanwendung |
| Angst & Stress | Gut belegt | CBD Öl | Klinische Studien belegen Wirkung – bei Angststörungen professionelle Begleitung wichtig |
| Chronische Schmerzen | Vielversprechend | CBD Öl, CBD Creme | Besonders relevant bei Entzündungsschmerz – entzündungshemmend und muskelentspannend |
| Schlafstörungen | Vielversprechend | CBD Öl, Schlaftropfen | Bei stressbedingten Schlafproblemen – Entspannung und innere Ruhe vor dem Einschlafen |
| Multiple Sklerose | Vielversprechend | CBD Öl | Sativex (THC/CBD) bei Spastik zugelassen – reines CBD eher bei Begleitbeschwerden |
| Autoimmunerkrankungen | Vielversprechend | CBD Öl | Erste Hinweise bei Rheuma, Crohn, Psoriasis – bestehende Therapie nie eigenständig ändern |
| Hauterkrankungen | Erste Hinweise | CBD Creme, Balsam | Topisch bei Neurodermitis und Akne – entzündungshemmend und talgregulierend |
Was CBD nicht kann – ehrliche Grenzen
CBD kann vieles unterstützen. Aber es ist wichtig zu wissen, wo die Grenzen liegen – gerade weil im Internet oft mehr versprochen wird, als CBD halten kann.
CBD heilt keine Krankheiten. Es kann Symptome lindern, Begleitbeschwerden abfedern und das Wohlbefinden verbessern. Aber es ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder eine medizinische Behandlung. Wer eine ernste Erkrankung hat, braucht professionelle Begleitung – CBD kann dabei ergänzen, nicht ersetzen.
CBD wirkt nicht bei jedem gleich. Dosierung, Körpergewicht, Stoffwechsel, bestehende Medikamente und das konkrete Beschwerdebild beeinflussen, wie viel CBD bei dir tatsächlich bewirkt. Manche spüren schnell einen Unterschied, andere kaum.
CBD ist kein Sofort-Mittel. Bei chronischen Beschwerden braucht CBD Zeit. Wer nach drei Tagen aufgibt, gibt CBD keine faire Chance. Realistische Erwartung: 2–6 Wochen regelmäßige Einnahme, bevor du ein Urteil fällst.
CBD ersetzt keine Medikamente. Besonders bei Epilepsie, Autoimmunerkrankungen, Krebs oder psychiatrischen Diagnosen gilt: Nie eigenmächtig Medikamente absetzen oder reduzieren, weil du CBD nimmst. Immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Wer mit realistischen Erwartungen an CBD herangeht, hat die besten Chancen auf einen spürbaren Nutzen. Wer ein Wundermittel erwartet, wird enttäuscht.
FAQ – Bei welchen Krankheiten hilft CBD?
Ist CBD ein Medikament?
Nein. Frei verkäufliches CBD Öl ist kein zugelassenes Arzneimittel. Die einzige Ausnahme ist Epidiolex – ein verschreibungspflichtiges CBD-Medikament für bestimmte schwere Epilepsieformen.
Bei welcher Krankheit ist CBD am besten untersucht?
Bei Epilepsie. Das zugelassene Medikament Epidiolex reduziert die Anfallshäufigkeit beim Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom signifikant. Danach folgen Angststörungen und chronische Schmerzen.
Kann CBD Krebs heilen?
Nein. CBD ist kein Krebsmedikament. Es kann aber Begleitbeschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Angst und Schlafprobleme lindern – nur ergänzend und in Absprache mit dem Onkologen.
Hilft CBD bei Depressionen?
Nicht als Antidepressivum. CBD kann bei Begleitbeschwerden wie Schlafproblemen, Anspannung und innerer Unruhe unterstützen. Bei einer diagnostizierten Depression ist professionelle Begleitung unverzichtbar.
Kann ich CBD zusammen mit meinen Medikamenten nehmen?
Nicht ohne Rücksprache. CBD beeinflusst Leberenzyme (CYP450), die auch am Abbau vieler Medikamente beteiligt sind. Faustregel: Steht bei deinem Medikament eine Grapefruit-Warnung, gilt dieselbe Vorsicht für CBD.
Wie finde ich heraus, ob CBD bei meiner Erkrankung sinnvoll ist?
An der Studienlage orientieren, nicht an Werbeversprechen. Bei Angst, Schlaf und Schmerzen gibt es die meisten positiven Hinweise. Bei schweren Erkrankungen ist eine ärztliche Einschätzung immer der bessere Weg.
Welches CBD Öl ist das richtige bei Krankheiten?
Ein Breit- oder Vollspektrum CBD Öl 10% oder 15% ist für die meisten Anwendungsbereiche ein guter Einstieg. Starte mit 10–25 mg pro Tag und steigere langsam. Bei Hauterkrankungen eignet sich zusätzlich CBD Creme.
Ersetzt CBD eine ärztliche Behandlung?
Nein. CBD kann ergänzend sinnvoll sein, ersetzt aber keine Diagnose, keine Medikamente und keine professionelle Therapie. Besonders bei Epilepsie, Autoimmunerkrankungen oder psychiatrischen Erkrankungen ist ärztliche Begleitung unverzichtbar.
Fazit – bei welchen Krankheiten hilft CBD?
CBD ist kein Allheilmittel – aber auch nicht nur Hype. Die Wahrheit liegt dazwischen, und sie hängt stark vom jeweiligen Krankheitsbild ab.
Am besten belegt ist CBD bei Epilepsie, wo es als zugelassenes Medikament eingesetzt wird. Bei Angst und Stress zeigen mehrere klinische Studien positive Ergebnisse. Bei chronischen Schmerzen, Schlafstörungen und Autoimmunerkrankungen ist die Richtung vielversprechend, aber die Datenlage noch nicht abschließend. Bei neurologischen Erkrankungen, Hautproblemen und krebsbegleitenden Beschwerden stehen wir noch am Anfang – mit interessanten Hinweisen, aber ohne belastbare Humanstudien.
Entscheidend ist: Realistische Erwartungen, eine passende Dosierung und – bei bestehenden Erkrankungen – ärztliche Begleitung. CBD kann an vielen Stellen unterstützen. Aber es wirkt am besten dort, wo du es als Ergänzung einsetzt, nicht als Ersatz.
Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
- Han K. et al. (2024). Therapeutic potential of cannabidiol (CBD) in anxiety disorders: A systematic review and meta-analysis. Psychiatry Research, 339, 116049. Systematischer Review zu CBD bei Angststörungen ansehen
- Masataka N. (2019). Anxiolytic Effects of Repeated Cannabidiol Treatment in Teenagers With Social Anxiety Disorders. Frontiers in Psychology, 10, 2466. Studie zu wiederholter CBD-Gabe bei sozialer Angststörung ansehen
Befasst sich schon seit vielen Jahren leidenschaftlich mit Gesundheit, Ernährung und natürlichen Heilmethoden und hat 2016 eine Ausbildung zum Masseur absolviert. Seitdem er die Heilkraft von CBD für sich entdeckt hat, lässt ihn das Thema nicht mehr los. So veröffentlicht er nun regelmäßige Artikel über die vielfältigen Wirkungsweisen und Einsatzmöglichkeiten des Cannabinoids.
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