CBD & Gesundheit
Bei welchen Krankheiten hilft CBD? Einsatzgebiete & Evidenz
Du hast eine Diagnose bekommen oder kämpfst seit Monaten mit Beschwerden, und jetzt steht die Frage im Raum: Kann CBD da wirklich helfen? Pauschal lässt sich das nicht beantworten, weil es stark von der jeweiligen Krankheit abhängt. Bei manchen Beschwerden ist CBD eine ernstzunehmende Option, bei anderen wird mehr versprochen, als es halten kann. Diesen Unterschied zu kennen, schützt dich vor falschen Erwartungen und davor, Geld für das falsche Produkt auszugeben.
Das Wichtigste im Überblick
- Am stärksten belegt ist CBD bei Epilepsie: Dafür gibt es sogar ein zugelassenes Medikament. Bei Angst und Schlaf ist die Studienlage gut, bei vielen anderen Krankheiten steht sie noch am Anfang.
- CBD heilt keine Krankheit, kann aber Symptome und Begleitbeschwerden spürbar lindern.
- Bei ernsten Erkrankungen ist CBD immer nur eine Ergänzung – nie ein Ersatz für die ärztliche Behandlung.
- Wenn du Medikamente nimmst, klär die Einnahme vorher mit Arzt oder Apotheke ab.
Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde
Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.
Mehr über Dr. FurtlehnerInhaltsverzeichnis
- Wie CBD im Körper wirkt
- Wo CBD am besten belegt ist
- Epilepsie – die stärkste Evidenz
- Chronische Schmerzen
- Angst, Stress und Psyche
- Schlafstörungen
- Neurologische Erkrankungen
- Autoimmun & Entzündungen
- Hauterkrankungen
- Krebsbegleitende Beschwerden
- Wo CBD nicht hilft
- Rechtslage & medizinisches Cannabis
- Sicherheit & Wechselwirkungen
- Wie du CBD anwendest
- Häufige Fragen
- Fazit
Wie CBD im Körper wirkt
CBD wirkt über das Endocannabinoid-System, ein körpereigenes Regulationssystem, das an Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf, Immunantwort und Entzündungen beteiligt ist. Es greift überall dort ein, wo dein Körper aus dem Gleichgewicht gerät.
Anders als THC macht CBD nicht berauschend. Statt direkt an die Cannabinoid-Rezeptoren anzudocken, beeinflusst es sie auf Umwegen: Es bremst den Abbau von Anandamid, einem körpereigenen Botenstoff für Stimmung und Wohlbefinden. Dazu wirkt CBD auf Serotonin-Rezeptoren, die Stimmung und Angst mitsteuern, und auf Vanilloid-Rezeptoren, über die dein Körper Schmerz verarbeitet. Diese Vielseitigkeit in der Wirkung von CBD auf den Körper erklärt, warum es bei so unterschiedlichen Krankheitsbildern überhaupt in Frage kommt.
Wie stark CBD bei dir wirkt, hängt von Dosierung, Einnahmeform, Körpergewicht und deiner Empfindlichkeit ab.
Wo CBD am besten belegt ist
Nicht bei jeder Krankheit ist CBD gleich gut untersucht. Wie stark die Forschung dahintersteht, reicht vom zugelassenen Medikament bis zu ersten, vorsichtigen Hinweisen. Die Tabelle sortiert die wichtigsten Einsatzgebiete genau danach.
| Krankheit / Bereich | Studienlage | Sinnvolle Form | Worauf es ankommt |
|---|---|---|---|
| Epilepsie | Stark belegt | Arzneimittel (Epidiolex) | Nur ärztlich verordnet – keine Selbstanwendung |
| Angst & Stress | Gut belegt | CBD Öl | Klinische Studien zeigen Wirkung, bei Angststörung mit ärztlicher Begleitung |
| Chronische Schmerzen | Vielversprechend | CBD Öl, CBD Creme | Vor allem bei Entzündungs- und Verspannungsschmerz |
| Schlafstörungen | Vielversprechend | CBD Öl, Schlaftropfen | Wirkt über weniger Anspannung, nicht wie ein Schlafmittel |
| Multiple Sklerose | Vielversprechend (mit THC) | Sativex / CBD Öl | Sativex bei Spastik zugelassen, reines CBD bei Begleitbeschwerden |
| Autoimmun & Entzündung | Erste Hinweise | CBD Öl | Rheuma, Crohn, Psoriasis – Therapie nie eigenständig ändern |
| Hauterkrankungen | Erste Hinweise | CBD Creme, Balsam | Neurodermitis und Akne – entzündungshemmend, talgregulierend |
| Suchterkrankungen | Erste Hinweise | CBD Öl | Nur begleitend bei Alkohol-, Nikotin- oder Cannabis-Entzug, nie als Ersatz für Therapie |
| Neurologie (Parkinson, Alzheimer) | Frühe Forschung | CBD Öl | Meist nur Begleitbeschwerden, belastbare Humandaten fehlen |
| Krebs (begleitend) | Nur Begleitbeschwerden | CBD Öl | Kein Krebsmedikament – lindert Übelkeit, Schmerz, Angst |
Die Faustregel: Je weiter oben in der Tabelle, desto belastbarer die Forschung. Weiter unten überwiegen einzelne Studien und Erfahrungsberichte. Hier lohnt sich besonders viel Zurückhaltung und ärztliche Rücksprache.
CBD-Finder
Wobei kann CBD dir helfen?
Tipp auf deine Beschwerde – du siehst sofort, wie gut CBD dabei belegt ist, welche Form passt, wie du dosierst und wann sich etwas tut.
Orientierungswerte auf Basis der Studienlage und Erfahrungsdaten – keine medizinische Beratung. Bei einer bestehenden Erkrankung oder Medikamenteneinnahme sprich vorher mit Arzt oder Apotheke.
Alle Beschwerden im Überblick
- Schlafprobleme – vielversprechend. CBD Öl oder Schlaftropfen abends, 15–40 mg vor dem Schlafen. Beim Einschlafen oft schon nach wenigen Tagen spürbar.
- Angst & innere Unruhe – gut belegt. CBD Öl, 10–40 mg pro Tag. Teils nach Tagen, voll nach einigen Wochen.
- Stress – vielversprechend. CBD Öl, 10–25 mg pro Tag. Oft schon in den ersten Tagen spürbar.
- Chronische Schmerzen – vielversprechend. CBD Öl, ergänzend CBD Creme, 20–40 mg pro Tag. Meist nach 2 bis 4 Wochen.
- Migräne – erste Hinweise. CBD Öl, 10–50 mg pro Tag. Auf die Häufigkeit oft erst nach 2 bis 6 Wochen.
- Hautprobleme – erste Hinweise. CBD Creme oder Balsam äußerlich, 2× täglich auf die Stelle. Nach etwa 2 bis 4 Wochen.
- Epilepsie – stark belegt, aber nur als verschreibungspflichtiges Arzneimittel (Epidiolex), ärztlich dosiert. Frei verkäufliches CBD ist kein Ersatz.
- Sucht & Entzug – erste Hinweise. CBD Öl begleitend, 10–40 mg pro Tag. Kann Anspannung und Unruhe im Entzug dämpfen, ersetzt aber keine Suchttherapie.
- Multiple Sklerose – vielversprechend (mit THC). Sativex ärztlich oder CBD Öl bei Begleitbeschwerden, 20–40 mg pro Tag.
- Krebs-Begleitbeschwerden – nur begleitend. CBD Öl mit dem Onkologen abgestimmt. CBD ist kein Krebsmedikament.
Epilepsie – die stärkste Evidenz
Wenn es einen Bereich gibt, in dem CBD medizinisch anerkannt ist, dann ist es Epilepsie. Das CBD-Medikament Epidiolex wurde von FDA und EMA zugelassen, und zwar für schwere, seltene Epilepsieformen wie das Dravet- und das Lennox-Gastaut-Syndrom.
Das ist keine vage Studienlage, sondern ein geprüftes Arzneimittel. In einer kontrollierten Studie mit 120 Kindern und jungen Erwachsenen sank die Zahl der Krampfanfälle unter CBD deutlich stärker als unter Placebo. Damit ist Epilepsie der einzige Bereich, in dem CBD nicht nur als Ergänzung diskutiert wird, sondern als medizinisch geprüfter Wirkstoff zum Einsatz kommt.
Wichtig: Epidiolex ist verschreibungspflichtig und exakt dosiert. Frei verkäufliche CBD Öle sind dafür kein Ersatz. Wer Epilepsie hat, sollte CBD ausschließlich in Absprache mit dem Neurologen einsetzen. Was CBD hier grundsätzlich kann, ist aber der Grund, warum es auch bei anderen Krankheiten erforscht wird.
Wusstest du?
In der entscheidenden NEJM-Studie von 2017 mit 120 jungen Patienten sank die Zahl der monatlichen Krampfanfälle unter CBD im Median von 12,4 auf 5,9, während sie unter Placebo fast gleich blieb. Das ist der Unterschied zwischen einem Zufallsbefund und einem zugelassenen Medikament.
Chronische Schmerzen
Schmerzen sind der häufigste Grund, warum Menschen zu CBD greifen. CBD wirkt dabei über mehrere Wege: Es hemmt Entzündungsprozesse, beeinflusst die Schmerzweiterleitung über Vanilloid-Rezeptoren und kann die Muskulatur entspannen. Besonders relevant wird es bei Schmerzen, die mit Entzündung oder Anspannung zusammenhängen.
Bei Arthrose und Gelenkbeschwerden steht die entzündungshemmende Wirkung im Vordergrund. Spürst du morgens die typische Steifheit, kann genau hier eine Entlastung ansetzen. Bei muskulär bedingten Rückenschmerzen hilft vor allem die entspannende Wirkung. Fibromyalgie vereint Schmerzen, Erschöpfung und Schlafprobleme, also genau die Bereiche, in denen CBD ansetzt. Bei Migräne läuft der mögliche Nutzen eher über Stressreduktion und Entzündungshemmung, direkte Studien gibt es kaum.
Die Studienlage bei Schmerzen ist vielversprechend, aber nicht abschließend. Klar ist: CBD ersetzt keine ärztliche Schmerztherapie. Als ergänzender Baustein bei chronischen Beschwerden kann es dich aber spürbar entlasten. Unsere Öle und Cremes bei Schmerzen und Entzündungen sind auf genau diese Anwendung abgestimmt.
Nicht sicher, welches CBD zu deinen Beschwerden passt?
Ob Öl zum Einnehmen oder Creme für die Haut: Die passende Form hängt von deinem Anliegen ab. Unser Produktfinder führt dich in einer Minute zum richtigen Produkt.
Zum CBD ProduktfinderAngst, Stress und Psyche
Nach Schmerzen ist Angst der am besten untersuchte Bereich, und hier ist die Studienlage tatsächlich ermutigend. Eine Meta-Analyse von 2024 wertete mehrere klinische Studien aus und fand Hinweise auf eine Linderung von Angstsymptomen, ordnet die Aussagekraft der bisherigen Daten aber selbst als noch begrenzt ein. In einer Studie mit Jugendlichen mit sozialer Angststörung zeigte sich nach vier Wochen ein Vorteil gegenüber Placebo.
Bei Angststörungen beeinflusst CBD den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A, denselben Ansatzpunkt wie viele Antidepressiva. Bei Stress und innerer Unruhe hilft es, schneller runterzukommen und das Gedankenkreisen zu bremsen. Bei PTBS wird CBD vor allem bei Schlafproblemen und Übererregung untersucht, die Datenlage ist hier noch dünn. Und bei Depressionen gilt besondere Vorsicht: CBD ist kein Antidepressivum und ersetzt keine psychiatrische Behandlung.
Auch bei Schizophrenie wird CBD erforscht. Einzelne Studien deuten an, dass es begleitend zur bestehenden Medikation Symptome lindern kann. Das ersetzt aber unter keinen Umständen die antipsychotische Behandlung und gehört ausschließlich in psychiatrische Hand.
Wichtig bei allen psychischen Themen: Zwischen Alltagsstress und einer behandlungsbedürftigen Erkrankung liegt ein großer Unterschied. Im Alltag kann CBD spürbar entlasten. Bei einer ernsthaften Erkrankung ist es bestenfalls eine Ergänzung, nie ein Ersatz für professionelle Hilfe.
Schlafstörungen
Schlaf ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen CBD ausprobieren. CBD wirkt dabei nicht wie ein klassisches Schlafmittel, es macht dich nicht bewusstlos. Stattdessen setzt es an dem an, was dich wachhält: innere Unruhe, Anspannung und Gedankenkreisen. Gehst du entspannter ins Bett, schläfst du in der Regel leichter ein und ruhiger durch.
Am deutlichsten ist der Effekt beim Einschlafen, besonders wenn Stress dahintersteckt. Beim Durchschlafen ist die Datenlage gemischter, aber weniger Anspannung im Körper verbessert oft die Schlafqualität insgesamt. Und wenn dich nachts Schmerzen wachhalten, kann CBD über seine entspannende Wirkung indirekt helfen. Gerade abends kommt es auf Timing und Dosis an, damit CBD bei Schlafstörungen seine beruhigende Wirkung entfalten kann. Passende Produkte findest du in unserer Auswahl für den Schlaf.
Neurologische Erkrankungen
Bei neurologischen Erkrankungen wird CBD vor allem wegen seiner schützenden Wirkung auf Nervenzellen erforscht. Gleichzeitig sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Krankheitsbildern hier enorm. Zwischen gut belegter Wirkung und bloßer Hoffnung liegen Welten.
Bei Multipler Sklerose ist CBD am besten untersucht, meist aber in Kombination mit THC: Das Medikament Sativex ist bei MS-bedingter Spastik zugelassen. Bei Parkinson deuten erste kleine Studien auf mehr Lebensqualität hin. Wichtig ist, niedrig zu starten und langsam zu steigern, weil höhere Dosen häufiger Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Bei Alzheimer und Demenz stehen weniger Unruhe und besserer Schlaf im Vordergrund, belastbare Humanstudien fehlen aber. Bei der Huntington-Krankheit ist die Datenlage bislang sehr dünn.
Gerade hier ist ärztliche Begleitung nicht optional, sondern Pflicht. CBD kann in einzelnen Fällen Begleitbeschwerden lindern, die Grunderkrankung behandelt es nicht.
Autoimmunerkrankungen & Entzündungen
Bei Autoimmunerkrankungen greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an. Chronische Entzündungen, Schmerzen und Erschöpfung gehören zum Alltag. CBD ist hier wegen seiner entzündungshemmenden und immunregulierenden Eigenschaften interessant: Diskutiert wird, ob es überschießende Immunreaktionen dämpfen kann, ohne das Immunsystem lahmzulegen.
Bei rheumatoider Arthritis, der häufigsten entzündlichen Form von Rheuma, zeigt CBD im Labor entzündungshemmende Effekte. In kontrollierten Studien am Menschen ließ sich ein klarer Nutzen bisher aber nicht bestätigen. Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zeigte eine klinische Studie Verbesserungen bei den Beschwerden, aber keine messbare Reduktion der Entzündung selbst. Die Wirkung scheint eher symptomatisch. Bei Psoriasis zeigt CBD im Labor Potenzial gegen entzündliche Hautreaktionen. Bei Lupus ist die Datenlage dagegen noch sehr begrenzt.
Für alle gilt: CBD ersetzt keine immunsuppressive Therapie und sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden. Als Unterstützung bei Schmerzen, Erschöpfung und Schlafproblemen kann es den Alltag trotzdem spürbar erleichtern.
Hauterkrankungen
Bei Hautproblemen kommt CBD oft nicht oral, sondern direkt auf die Haut zum Einsatz, als Creme, Balsam oder Salbe. Genutzt werden vor allem die entzündungshemmenden und talgregulierenden Eigenschaften.
Bei Neurodermitis kann CBD Entzündungen dämpfen und die Hautbarriere unterstützen. Leidest du unter Juckreiz und gereizten Stellen, kann genau hier eine Beruhigung ansetzen. Bei Akne ist die Talgregulation entscheidend: Laborstudien zeigen, dass CBD die Talgproduktion und entzündliche Prozesse in den Talgdrüsen bremsen kann. Wie CBD auf der Haut wirkt, hängt stark von der richtigen Anwendung ab. Für die äußerliche Pflege eignet sich unsere CBD Kosmetik, handmade in Germany und speziell für gereizte Haut entwickelt.
Krebsbegleitende Beschwerden
Eines vorab: CBD ist kein Krebsmedikament. Es gibt keine belastbare Evidenz dafür, dass CBD Tumore schrumpfen lässt oder Krebs heilt. Einzelne Laborstudien deuten an, dass CBD das Wachstum bestimmter Krebszellen hemmen könnte. Laborergebnisse sind aber weit von einer Therapie am Menschen entfernt.
Wo CBD wirklich unterstützen kann, sind die Begleitbeschwerden von Erkrankung und Behandlung: Übelkeit während der Chemotherapie, Schmerzen, Angst, Schlafprobleme und teils der Appetit. Hier wirkt CBD über dieselben Wege wie bei den anderen Krankheitsbildern. Ob CBD bei Krebs für dich in Frage kommt, gehört unbedingt in die Hand des behandelnden Onkologen, als mögliche Ergänzung, nie als Alternative zur onkologischen Behandlung.
Wo CBD ehrlich nicht hilft
So vielseitig CBD ist, es gibt klare Grenzen, und die verschweigen dir manche Shops. Das Wichtigste zuerst: CBD heilt keine Krankheit. Es ist kein Ersatz für Medikamente und wirkt längst nicht überall, wo es beworben wird.
Konkret heißt das: CBD heilt keinen Krebs, es kann nur Begleitbeschwerden lindern. Gegen Infektionen ist es machtlos, denn es ist kein Antibiotikum und bekämpft weder Bakterien noch Viren. Bei Diabetes ersetzt es keine Therapie und senkt nicht zuverlässig den Blutzucker. Und bei akuten, starken Schmerzen wirkt es nicht wie ein schnelles Schmerzmittel, dafür setzt es zu langsam und zu sanft an.
Ein Sonderfall ist die Sucht. Bei Alkohol-, Nikotin- oder Cannabis-Entzug gibt es erste Hinweise, dass CBD Anspannung und Unruhe begleitend dämpfen kann. Ein Mittel gegen die Sucht selbst ist es aber nicht, und eine echte Entzugstherapie ersetzt es nie.
Auch bei schweren psychischen Erkrankungen wie einer Depression oder einer Psychose ist CBD höchstens eine Ergänzung, niemals ein Ersatz für Therapie und ärztlich verordnete Medikamente. Der gefährlichste Fehler wäre, wegen CBD eine echte Behandlung aufzuschieben. Als Faustregel gilt: Überall dort, wo eine Krankheit eine klare medizinische Therapie braucht, gehört diese an die erste Stelle. CBD kann bestenfalls danebenstehen und entlasten.
Rechtslage & medizinisches Cannabis
CBD Öl und medizinisches Cannabis werden oft verwechselt, sind aber zwei verschiedene Dinge. Frei verkäufliches CBD ist nicht berauschend, enthält praktisch kein THC und darf den Grenzwert von 0,3% THC nicht überschreiten. Medizinisches Cannabis dagegen enthält THC in wirksamer Menge, ist verschreibungspflichtig und wird vom Arzt gezielt bei bestimmten Erkrankungen verordnet.
Für dich heißt das: Frei verkäufliches CBD kannst du eigenständig ausprobieren, etwa bei Unruhe oder Schlafproblemen. Geht es um die Behandlung einer ernsten Erkrankung, ist das ein Fall für die ärztliche Verordnung, nicht für die Selbstmedikation mit CBD aus dem Shop. Wie sicher du dich beim Kauf bewegst, hängt vom THC-Gehalt und der Herkunft des Hanfs ab, entscheidende Punkte, wenn es um die Frage geht, ob CBD legal ist.
Sicherheit & Wechselwirkungen
CBD gilt als gut verträglich. Auch die Weltgesundheitsorganisation stuft es als sicher und nicht abhängig machend ein. Die häufigsten Nebenwirkungen sind mild und treten meist bei zu hoher Dosis auf: Müdigkeit, ein trockener Mund oder ein leichtes Ziehen im Magen. Reduzierst du die Menge, verschwinden sie in der Regel wieder. Welche Nebenwirkungen bei zu hoher Dosis sonst noch auftreten können, ist überschaubar und meist harmlos.
Der wichtigere Punkt bei Krankheiten sind mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten. CBD wird in der Leber über dieselben Enzyme abgebaut wie viele Medikamente und kann deren Wirkung verstärken oder abschwächen. Eine einfache Faustregel: Steht bei deinem Medikament eine Grapefruit-Warnung, gilt dieselbe Vorsicht für CBD. Betroffen sind unter anderem Blutverdünner, bestimmte Herz-Kreislauf-Mittel und Antiepileptika. Nimmst du regelmäßig Medikamente, hast eine Lebererkrankung oder bist schwanger oder stillst, sprich vor der Einnahme mit Arzt oder Apotheke. Das ist keine Formsache, sondern schützt dich vor vermeidbaren Risiken.
Wie du CBD anwendest
Am gängigsten ist CBD Öl: ein paar Tropfen unter die Zunge geben, etwa 60 Sekunden einwirken lassen und dann schlucken. So gelangt der Wirkstoff schnell über die Mundschleimhaut in den Körper. Bei Hautproblemen trägst du CBD dagegen meist äußerlich als Creme oder Balsam direkt auf die betroffene Stelle auf.
Entscheidend ist der Einstieg: niedrig dosiert starten und die Menge über Tage langsam steigern, bis du deinen Punkt findest. Und gib CBD Zeit. Bei chronischen Beschwerden zeigt sich der Effekt selten sofort, sondern oft erst nach zwei bis sechs Wochen regelmäßiger Anwendung. Wie viele Tropfen für dich sinnvoll sind, rechnest du dir am schnellsten mit unserem Dosierungsrechner aus. Wie du deine passende CBD Öl Dosierung in Milligramm bestimmst, macht dabei den größten Unterschied. Für die meisten Anliegen ist ein Breit- oder Vollspektrum-Öl mit 10% oder 15% ein guter Start.
Unsere Empfehlungen für dich

CBD Öl 10%
Der vielseitige Alltagsbegleiter zum Einnehmen – wirkt über das Endocannabinoid-System im ganzen Körper, gut bei Unruhe, Schlaf und leichteren Beschwerden.
Jetzt ansehen
CBD Schlaftropfen 15%
CBD kombiniert mit CBN, Melatonin, Lavendel und Kamille – abends unter die Zunge, wenn Unruhe und Gedankenkreisen den Schlaf kosten.
Jetzt ansehen
CBD Salbe Pure
Reichhaltige Salbe zum Auftragen auf gereizte, trockene Hautstellen – Handmade in Germany, ohne Parabene, Silikone oder Mikroplastik.
Jetzt ansehenHäufige Fragen: Bei welchen Krankheiten hilft CBD?
Bei welcher Krankheit ist CBD am besten untersucht?
Ist CBD ein Medikament?
Kann CBD Krebs heilen?
Kann ich CBD zusammen mit meinen Medikamenten nehmen?
Hilft CBD bei Depressionen?
Welches CBD Öl ist das richtige bei Krankheiten?
Ersetzt CBD eine ärztliche Behandlung?
Unser Fazit
Was von CBD bei Krankheiten wirklich hängen bleibt
CBD ist weder reiner Hype noch Heilsbringer. Die Wahrheit liegt dazwischen und hängt stark von der Krankheit ab. Am besten belegt ist es bei Epilepsie, wo es als Medikament zugelassen ist. Bei Angst, Stress, Schmerzen und Schlaf ist die Richtung vielversprechend. Bei neurologischen Erkrankungen, Haut und Krebs stehen wir noch am Anfang.
Am meisten holst du heraus, wenn du CBD als Ergänzung einsetzt, nicht als Ersatz. Mit realistischen Erwartungen, passender Dosierung und, bei einer bestehenden Erkrankung, ärztlicher Begleitung kann es dich an vielen Stellen spürbar entlasten.
Medizinischer Hinweis
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Wenn du regelmäßig Medikamente nimmst, schwanger bist oder gesundheitliche Beschwerden hast, sprich die Einnahme vorher mit deinem Arzt ab. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden gehört eine ärztliche Abklärung immer an erste Stelle.
Vollständiger medizinischer HaftungsausschlussStudien und Quellen
- Devinsky O, Cross JH, Laux L, et al. (2017). Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. New England Journal of Medicine, 376(21), 2011–2020. doi.org/10.1056/NEJMoa1611618
- Han K, Wang JY, Wang PY, Peng YCH (2024). Therapeutic potential of cannabidiol (CBD) in anxiety disorders: A systematic review and meta-analysis. Psychiatry Research, 339, 116049. doi.org/10.1016/j.psychres.2024.116049
- Masataka N. (2019). Anxiolytic Effects of Repeated Cannabidiol Treatment in Teenagers With Social Anxiety Disorders. Frontiers in Psychology, 10, 2466. doi.org/10.3389/fpsyg.2019.02466
- Leehey MA, Liu Y, Hart F, et al. (2020). Safety and Tolerability of Cannabidiol in Parkinson Disease: An Open Label, Dose-Escalation Study. Cannabis and Cannabinoid Research, 5(4), 326–336. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33381646
- World Health Organization (2018). Cannabidiol (CBD) – Critical Review Report. Expert Committee on Drug Dependence. who.int
Unsere Empfehlungen für dich
Teile diesen Artikel auf Social Media

