Vollspektrum CBD Öl mit THC — was drinsteckt und was erlaubt ist
„CBD Öl mit THC" klingt nach einem Produkt, das high macht — ist es aber nicht. Der Begriff beschreibt fast immer ein Vollspektrum-Öl, das in Deutschland nur Spuren von THC enthalten darf. Trotzdem bleiben gute Fragen offen: Wie viel ist genau drin? Was gilt rechtlich? Was passiert beim Drogentest? Hier kommt die saubere Einordnung mit dem aktuellen Stand zur 0,3%-Grenze.
Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde
Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.
DAS WICHTIGSTE IM ÜBERBLICK
- Jedes legale Vollspektrum-Öl in Deutschland darf bis zu 0,3% THC enthalten — das wirkt nicht berauschend.
- Breitspektrum-Öle sind THC-frei, Vollspektrum-Öle enthalten nur geringe Spuren — beides gilt rechtlich als CBD-Öl.
- Seit dem Cannabisgesetz 2024 liegt die THC-Grenze bei 0,3%, davor galten 0,2%.
- Wer im Beruf Drogentests einkalkulieren muss, fährt mit Breitspektrum-Öl sicherer als mit Vollspektrum.
Unsere Vollspektrum-Öle mit voller Pflanzenkraft
CO₂-extrahiert aus Schweizer Bio-Hanf · unter 0,05% THC · jede Charge laborgeprüft
10 mg CBD pro Tropfen
Für tägliche Anwender, die mehr Wirkstoff in weniger Tropfen wollen.
15 mg CBD pro Tropfen
Die meistgewählte Stärke für gezielte, regelmäßige Anwendung.
25 mg CBD pro Tropfen
Höchste Konzentration für erfahrene Anwender mit klarem Ziel.
Alle drei Stärken in Breit- oder Vollspektrum erhältlich · 10 ml · transparentes Analysezertifikat
Was Menschen mit „CBD Öl mit THC" wirklich meinen
Hinter dem Suchbegriff stecken meistens drei sehr unterschiedliche Erwartungen — und nur eine davon entspricht dem, was du im legalen Online-Shop bekommst.
Vollspektrum-Öl mit Spuren-THC. Das ist die häufigste Bedeutung und das, was seriöse Shops als „CBD Öl mit THC" anbieten. Bei einem Vollspektrum-Öl bleibt das natürliche Wirkstoffspektrum der Hanfpflanze erhalten, inklusive minimaler Mengen THC. In Deutschland muss der Anteil unter 0,3% liegen. Diese Spuren reichen nicht für eine berauschende Wirkung — sie tragen aber zum Entourage-Effekt bei, also dem Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide. Wer THC komplett ausschließen möchte, wählt stattdessen ein Breitspektrum-Öl.
Öl, das tatsächlich high macht. Manche suchen nach einem Produkt mit psychoaktiver Wirkung. Solche Öle gibt es — sie heißen medizinisches Cannabis oder Dronabinol und enthalten THC im Prozent- bis zweistelligen Bereich. Sie sind in Deutschland verschreibungspflichtig und ausschließlich über die Apotheke erhältlich. Mit dem CBD-Öl aus dem freien Handel hat das wenig gemeinsam.
CBD-Öl mit erhöhtem THC-Gehalt. Vereinzelt tauchen Produkte mit mehr als 0,3% THC auf, häufig aus dem Ausland. Außerhalb der Apotheke ist der Verkauf in Deutschland nicht erlaubt. Die Schweiz erlaubt bis 1% THC, in Österreich gilt wie in der EU der 0,3%-Wert.
Wenn dir „CBD Öl mit THC" also im Shop begegnet, ist fast immer Variante eins gemeint: ein legales Vollspektrum-Öl ohne Rezept.
Vorsicht bei synthetischen Cannabinoiden. Seit 2024 tauchen in Grauzonen-Shops vermehrt Produkte auf, die als „CBD Öl mit THC" beworben werden, in Wahrheit aber semisynthetische Cannabinoide wie HHC, H4CBD oder THCP enthalten. HHC fällt in Deutschland seit Juni 2024 unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz und ist illegal — Herstellung, Verkauf und Besitz sind strafbar. Solche Öle erkennst du daran, dass im Laborzertifikat statt THC andere Cannabinoide stehen. Finger weg.
Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat — wo überall THC drinsteckt
CBD-Öle gibt es in drei Varianten — und nur Vollspektrum-Öle enthalten überhaupt nennenswerte THC-Spuren.
Vollspektrum behält das komplette natürliche Wirkstoffspektrum der Hanfpflanze. CBD, CBG, CBC, Terpene und eben auch geringe Mengen THC bleiben enthalten. Dieser Mix sorgt für den sogenannten Entourage-Effekt — die Wirkstoffe ergänzen sich gegenseitig. Unsere Vollspektrum-Öle liegen mit unter 0,05% THC deutlich unter der gesetzlichen Grenze.
Breitspektrum geht denselben Weg, nur ohne THC. Das THC wird im Extraktionsprozess gezielt entfernt, während die übrigen Cannabinoide und Terpene erhalten bleiben. Du bekommst also den größten Teil des Entourage Effekts ohne THC-Risiko. Unsere Breitspektrum-Öle enthalten 0% THC.
Isolat ist die puristische Variante. Nur reines CBD, alles andere wurde herausgefiltert. Kein THC, aber auch kein Entourage-Effekt. Das passt zu Menschen, die ausschließlich Cannabidiol wollen und auf weitere Pflanzenstoffe verzichten möchten.
Bei CANNABY findest du beide naturnahen Varianten. Wer den vollen Pflanzen-Mix möchte und kein Test-Risiko hat, greift zu Vollspektrum. Wer im Beruf oder beim Sport Drogentests einkalkulieren muss, fährt mit Breitspektrum besser. Beides bieten wir in mehreren Konzentrationen — die komplette Übersicht der CBD-Öle zeigt dir, was zu deinem Bedarf passt.
Was das Gesetz sagt
In Deutschland darf legales CBD-Öl seit April 2024 bis zu 0,3% THC enthalten — vorher lag die Grenze bei 0,2%. Diese Anhebung kam mit dem Cannabisgesetz und gleicht den deutschen Wert dem internationalen Standard an.
Was sich 2024 geändert hat. Das Cannabisgesetz schafft nicht nur den höheren Grenzwert, es sorgt insgesamt für mehr Klarheit. CBD-Produkte aus EU-zertifiziertem Nutzhanf mit unter 0,3% THC fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und sind frei verkäuflich — solange sie nicht als Arzneimittel beworben werden.
Was 0,3% THC konkret bedeuten. Der Grenzwert klingt abstrakt — in Zahlen wird er greifbar. Eine 10ml-Flasche CBD-Öl wiegt rund 9 bis 10 Gramm. Beim gesetzlichen Maximum von 0,3% sind das also höchstens 27 bis 30 Milligramm THC pro Flasche. Bei unseren Vollspektrum-Ölen mit unter 0,05% THC sind es maximal 4 bis 5 Milligramm pro Flasche. Verteilt auf eine Tagesdosis von 20 bis 30 Tropfen bleiben pro Einnahme nur Bruchteile eines Milligramms — Mengen, bei denen das Bundesinstitut für Risikobewertung psychoaktive Wirkungen ausschließt.
Richtwerte und Realität. Für CBD-Öl als Endprodukt gibt es keinen festen EU-Grenzwert. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat aber Orientierungswerte veröffentlicht, an denen sich seriöse Hersteller halten. Eine Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung von 2024 fand bei 20 von 26 getesteten CBD-Ölen messbare THC-Mengen — manche davon weit über den Richtwerten. Genau deshalb sind Laborzertifikate kein Marketing-Detail, sondern Pflicht: ein guter Hersteller weist den THC-Gehalt jeder Charge nach.
Apotheke oder freier Verkauf? In der Apotheke gibt es zwei Kategorien: rezeptfreies CBD-Öl mit unter 0,3% THC und medizinisches Cannabis mit deutlich höherem THC-Gehalt, das nur auf Rezept erhältlich ist. Die zweite Variante ist ein Arzneimittel — vom Wirkstoffgehalt und der Rechtslage her etwas völlig anderes als ein klassisches CBD-Öl.
Im Ausland gelten eigene Werte. Wer im Ausland CBD-Öl kauft oder mit eigenem Öl reist, sollte die Regeln im Zielland prüfen — die unterscheiden sich teils deutlich vom deutschen 0,3%-Standard. Beim CBD-Kauf in Holland etwa liegt die Grenze bei nur 0,05% THC, in der Schweiz dagegen bei 1%. Heißt: ein Schweizer Öl ist dort legal, an der deutschen Grenze aber nicht mehr verkehrsfähig.
Drogentest — was wirklich passiert
Standard-Drogentests suchen nicht nach CBD, sondern nach THC-Abbauprodukten — vor allem nach THC-COOH. Reines CBD löst keinen positiven Test aus. Das Risiko entsteht nur durch THC-Spuren in Vollspektrum-Ölen.
Wie ein Test funktioniert. Urin-Schnelltests reagieren ab 50 ng/ml THC-COOH, in der GC/MS-Bestätigung sind es 15 ng/ml. CBD wird in diesen Tests gar nicht erfasst, weil es nicht psychoaktiv ist und nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fällt.
Vollspektrum-Öl — wann die Spuren reichen. Bei normaler Dosierung sind die THC-Mengen in Vollspektrum-Ölen zu gering, um die Cut-off-Werte zu erreichen. Forschungen der Johns Hopkins University zeigen: Reines CBD löst auch in sehr hohen Dosen — getestet mit 100 mg oral und vaporisiert — keinen positiven THC-Test aus. CBD-dominantes Cannabis mit messbarem THC-Anteil führte beim Inhalieren dagegen bei einzelnen Probanden zu positiven Tests. Übertragen auf Vollspektrum-Öl heißt das: bei regelmäßiger hoher Einnahme kann sich das Restrisiko theoretisch realisieren, bei normaler Tagesdosis bleibt es minimal. Eine australische Studie aus 2022 bestätigte, dass orales reines CBD gängige Speicheltests nicht auslöst.
Breitspektrum und Isolat — kein Risiko. Wo kein THC drinsteckt, kann auch keins nachgewiesen werden. Für Berufstätige mit Drogentest-Pflicht im Verkehr, in Sicherheitsberufen oder im Leistungssport sind das die sichersten Varianten.
Was praktisch hilft. Wenn du beruflich oder im Sport mit Tests rechnen musst, greif zu Breitspektrum-Öl, prüf das Laborzertifikat auf den Eintrag „THC n.n." (nicht nachweisbar), bleib bei der empfohlenen Tagesdosis und führ bei Verkehrskontrollen Kaufbeleg und Analysezertifikat mit. Ob CBD im Drogentest nachweisbar ist, hängt am Ende von Konsumhäufigkeit, Testmethode und Cut-off-Werten ab — und ist deshalb ein Thema für sich.
Welches Öl passt zu dir
Welches Öl zu dir passt, hängt vor allem an einer Frage: ob du Drogentests einkalkulieren musst. Daraus ergeben sich zwei klare Profile.
Profil 1: Du arbeitest in einem Beruf mit Drogentest-Pflicht, fährst beruflich oder bist Leistungssportler. Greif zu einem Breitspektrum-Öl. Du bekommst CBD plus die anderen Cannabinoide und Terpene für einen weitgehenden Entourage-Effekt — aber ohne THC und damit ohne jedes Test-Risiko. Auch wer regelmäßig Auto fährt und Verkehrskontrollen ausschließen möchte, ist hier auf der sicheren Seite.
Profil 2: Du suchst die volle natürliche Wirkung und hast keine Test-Sorgen. Vollspektrum-Öl ist deine Wahl. Der komplette Pflanzen-Mix inklusive Spuren-THC sorgt für den vollen Entourage-Effekt. Bei unseren Vollspektrum-Ölen liegt der THC-Wert mit unter 0,05% so niedrig, dass eine berauschende Wirkung ausgeschlossen ist.
Eine Anmerkung zu Isolaten. Wer ausschließlich reines CBD ohne weitere Pflanzenstoffe möchte, findet bei spezialisierten Anbietern Isolat-Produkte. Für die meisten Anwender bieten Breit- oder Vollspektrum-Öle aber das rundere Wirkprofil.
In welcher Konzentration du startest, ist eine zweite Frage. 5% und 10% sind gute Einstiegsstärken, 15% bis 50% eignen sich für stärkere oder gezielte Anwendung. Die passende Konzentration und Variante findest du in unserer Übersicht aller CBD-Öle.
Finde dein passendes CBD-Öl
Vom Einsteiger-5% bis zum hochdosierten 50% — alle Öle aus Schweizer Bio-Hanf, laborgeprüft und mit transparent ausgewiesenem THC-Wert.
Zu den CBD-ÖlenWie du gute Qualität erkennst
Seriöse CBD-Öle erkennst du an fünf Qualitätsmerkmalen — und das Laborzertifikat ist davon das wichtigste.
Laborzertifikat (CoA). Ein gutes Analysezertifikat weist Chargennummer, Testdatum, das prüfende Labor und alle Cannabinoide aus, inklusive THC. Bei Breitspektrum-Ölen sollte hinter THC „n.n." stehen — nicht nachweisbar, also unter der Bestimmungsgrenze. Bei Vollspektrum-Ölen ist der konkrete THC-Wert ausgewiesen. Hersteller, die solche Zertifikate nicht offen zugänglich machen, sind kein gutes Zeichen.
EU-zertifizierter Nutzhanf. Der Rohstoff muss aus zugelassenen Nutzhanfsorten der EU stammen. Diese Sorten sind genetisch so gezüchtet, dass der THC-Gehalt in der Trockenmasse unter dem Grenzwert bleibt. Bei seriösen Anbietern ist die Herkunft transparent — bei uns kommt der Hanf aus biologischem Schweizer Anbau.
Transparenter THC-Wert. Ein Produkt, das pauschal mit „THC-frei" wirbt, ohne Beleg im Zertifikat, ist mit Vorsicht zu genießen. Das CVUA Karlsruhe wertet solche Aussagen sogar als irreführend. Glaubwürdig ist nur, was auf dem CoA steht.
Schonende Extraktion. Die CO2-Extraktion gilt als Goldstandard — sie kommt ohne Lösungsmittelreste aus und erhält die Cannabinoide und Terpene am besten. Billigere Verfahren mit Ethanol oder Petroleum-Lösungsmitteln können Rückstände hinterlassen.
Fachliche Prüfung. Ein Hersteller, der seine Inhalte von einem Arzt, Apotheker oder Wissenschaftler prüfen lässt, signalisiert Verantwortung. Bei unseren Inhalten übernimmt diese Rolle Dr. med. Wolfgang Furtlehner als medizinischer Reviewer.
Wer auf diese fünf Punkte achtet, filtert die Masse der zweifelhaften Anbieter automatisch raus — und landet bei Produkten, deren THC-Gehalt nicht raten muss, sondern nachgewiesen ist.
Häufige Fragen zu CBD Öl mit THC
Ist CBD-Öl mit THC in Deutschland legal?
Macht CBD-Öl mit THC high?
Wie viel THC darf in einem CBD-Öl sein?
Schlägt CBD-Öl beim Drogentest an?
Bekommt man CBD-Öl mit THC in der Apotheke?
Vollspektrum oder Breitspektrum — was ist besser?
Ist CBD-Öl mit THC in der Schweiz erlaubt?
0,2% oder 0,3% THC — was gilt jetzt?
Unser Fazit zu CBD Öl mit THC
„CBD Öl mit THC" beschreibt fast immer ein legales Vollspektrum-Öl mit Spuren unter 0,3% — kein berauschendes Produkt, sondern Hanf in seiner vollen natürlichen Zusammensetzung. Wer Drogentests einkalkulieren muss, fährt mit Breitspektrum-Öl ohne THC sicherer; wer den vollen Entourage-Effekt sucht, liegt mit Vollspektrum richtig. Entscheidend ist nicht die Frage „mit oder ohne THC", sondern ob das Laborzertifikat den THC-Gehalt sauber ausweist. Wer darauf achtet, kauft Qualität — egal welches Spektrum.
Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2024). Cannabinoide in CBD-Ölen: Wieviel ist enthalten? Mitteilung 035/2024 vom 19.07.2024. bfr.bund.de
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2021). BfR empfiehlt Akute Referenzdosis als Grundlage zur Beurteilung hanfhaltiger Lebensmittel. Stellungnahme Nr. 006/2021 vom 17.02.2021. bfr.bund.de
- Sholler, D.J., Spindle, T.R., Cone, E.J. et al. (2022). Urinary Pharmacokinetic Profile of Cannabidiol (CBD), ∆9-Tetrahydrocannabinol (THC) and Their Metabolites following Oral and Vaporized CBD and Vaporized CBD-Dominant Cannabis Administration. Journal of Analytical Toxicology 46(5), 494–503. academic.oup.com/jat/article/46/5/494
- McCartney, D., Kevin, R.C., Suraev, A.S. et al. (2022). Orally administered cannabidiol does not produce false-positive tests for Δ9-tetrahydrocannabinol on the Securetec DrugWipe® 5S or Dräger DrugTest® 5000. Drug Testing and Analysis 14(1), 137–143. doi.org/10.1002/dta.3153
- Verbraucherzentrale (2026). CBD-Öl legal auf dem Markt? Klartext Nahrungsergänzung. verbraucherzentrale.de
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2025). Psychoaktive Wirkungen durch den Konsum von Hexahydrocannabinol (HHC)-haltigen Erzeugnissen zu erwarten. Stellungnahme 019/2025 vom 04.06.2025. bfr.bund.de
- Bundesministerium der Justiz (2024). Cannabisgesetz (CanG) – Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis. Bundesgesetzblatt 2024 I Nr. 109 vom 27.03.2024. gesetze-im-internet.de/kcang
Unsere Empfehlungen für dich
Teile diesen Artikel auf Social Media
