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Wissenschaftliche Quellen

CBD Studien – die wichtigsten wissenschaftlichen Belege

CBD gehört zu den am besten untersuchten pflanzlichen Stoffen überhaupt – zu kaum einem anderen Naturstoff gibt es so viele kontrollierte klinische Studien. Diese Sammlung bündelt die wichtigsten davon: nach Thema sortiert, jede mit verständlicher deutscher Zusammenfassung und Direktlink zur Originalquelle. Aufgenommen wird nur, was sich wissenschaftlich sauber einordnen lässt – kuratiert nach Qualität, nicht nach Masse.

Zuletzt aktualisiert am 14. Juli 2026

Ist CBD wissenschaftlich belegt? Das Wichtigste

  • Ja, aber differenziert: Bei Epilepsie ist CBD als Arzneimittel zugelassen, bei Angst, Schlaf und Schmerz gibt es solide Studien – bei vielen anderen Themen noch keine belastbaren Belege.
  • Die meiste Forschung nutzt hohe, isolierte CBD-Dosen (oft 300 bis 1000 mg pro Tag) – deutlich mehr, als in frei verkäuflichen Ölen steckt.
  • Am stärksten ist die Evidenz dort, wo mehrere kontrollierte Studien (RCTs) dasselbe zeigen, etwa bei Epilepsie und sozialer Angst.
  • Die WHO stuft CBD als gut verträglich und ohne Abhängigkeitspotenzial ein.
75
Verifizierte Studien
26
Themengebiete
300+
Artikel im Magazin
RCT
Klinisch
Review
Tierstudie
In vitro
Offiziell
Alle Schlaf & Angst Depression PTBS Psychose Schmerz Arthrose & Rheuma Fibromyalgie Neurologie Parkinson Alzheimer Epilepsie Entzündung Haut Frauengesundheit Krebs Tiere Alkohol Sucht Herz-Kreislauf Diabetes Multiple Sklerose Grundlagen Wechselwirkungen Sicherheit
75 Studien
Kein Treffer – versuch einen anderen Begriff.

Schlaf & Angst

2019Klinische FallserieThe Permanente Journal

CBD bei Angst und Schlaf – 72 Erwachsene

Shannon, S. et al.

Bei 72 Patienten verbesserte CBD innerhalb des ersten Monats die Angstwerte bei 79,2% und die Schlafwerte bei 66,7%. Die Verbesserungen blieben über den Studienzeitraum stabil.

PubMed
2015Systematischer ReviewNeurotherapeutics

CBD als potenzielle Behandlung für Angststörungen

Blessing, E. M. et al.

Der umfassendste Review zu CBD und Angst: Präklinische Evidenz unterstützt CBD bei generalisierter Angst, Panikstörung, sozialer Angst, Zwangsstörung und PTBS.

PubMed
2011RCT + NeuroimagingJ Psychopharmacology

CBD reduziert soziale Angst – sichtbar im Gehirn

Crippa, J. A. S. et al.

Patienten mit sozialer Angststörung erhielten 400 mg CBD oder Placebo. CBD reduzierte subjektive Angst signifikant – Gehirnscans zeigten veränderte Aktivität in Limbischem System und Parahippocampus.

PubMed
2011RCTNeuropsychopharmacology

CBD reduziert Angst bei simuliertem öffentlichem Reden

Bergamaschi, M. M. et al.

24 Patienten mit sozialer Angststörung erhielten 600 mg CBD vor einem simulierten Redeauftritt. CBD reduzierte Angst, negative Selbstbewertung und körperliche Stressmarker signifikant.

PubMed
2020ReviewFrontiers in Behavioral Neuroscience

CBD fördert Neurogenese im Hippocampus

Luján, M. Á. & Valverde, O.

CBD fördert die Bildung neuer Nervenzellen im Hippocampus, steigert BDNF und schützt unreife Neuronen. Diese Effekte könnten die angstlösende und antidepressive Wirkung erklären.

PubMed

Depression & Stimmung

2021RCTJAMA Network Open

CBD bei emotionaler Erschöpfung und Burnout – COVID-Studie

Crippa, J. A. S. et al.

Randomisierte Studie an Gesundheitspersonal: CBD (300 mg/Tag über 28 Tage) plus Standardbehandlung verbesserte Burnout-Symptome signifikant gegenüber Standardbehandlung allein.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Depression
2020FallberichtNeuropsychiatrie

CBD bei Jugendlichem mit Substanzmissbrauch und Depression

Laczkovics, C. et al.

Fallbericht eines Jugendlichen: Unter CBD besserten sich Depression und Angst deutlich – bei gleichzeitigem Rückgang des Substanzkonsums, ohne Entzugssymptome.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Depression
2010TierstudieBr J Pharmacology

CBD wirkt antidepressiv über 5-HT1A-Rezeptoren

Zanelati, T. V. et al.

CBD reduzierte im Verhaltenstest die Anzeichen von Depression vergleichbar mit dem Antidepressivum Imipramin. Der Effekt lief über den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A – wurde er blockiert, verschwand die Wirkung. Grundlagenbeleg für den antidepressiven Mechanismus von CBD.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Depression
2019TierstudieMol Neurobiology

CBD löst schnelle und anhaltende antidepressive Effekte aus

Sales, A. J. et al.

Schon eine einzelne CBD-Gabe erzeugte einen raschen, über Tage anhaltenden antidepressiven Effekt – ähnlich wie Ketamin. Ursache: verstärktes BDNF-Signaling und die Bildung neuer Synapsen im präfrontalen Cortex.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Depression

PTBS & Trauma

2019Klinische FallserieJ Altern Complement Med

CBD bei posttraumatischer Belastungsstörung

Elms, L. et al.

11 Erwachsene mit PTBS erhielten über acht Wochen begleitend CBD. Die Symptomwerte (PCL-5) sanken bei den meisten deutlich, und ein Teil berichtete zusätzlich von weniger Albträumen. Kleine offene Fallserie – ein erster klinischer Hinweis, keine Wirksamkeitsstudie.

PubMed
2018ReviewFrontiers in Neuroscience

CBD und das Verlernen von Angst bei PTBS

Bitencourt, R. M. & Takahashi, R. N.

Umfassende Übersicht, wie CBD in Tiermodellen das Verlernen von Angstreaktionen (Furchtlöschung) unterstützt und die Wiederverfestigung belastender Erinnerungen abschwächt – die theoretische Grundlage für CBD bei Trauma.

Frontiers

Schizophrenie & Psychose

2018RCTAmerican Journal of Psychiatry

CBD als Zusatztherapie bei Schizophrenie – Multicenter-RCT

McGuire, P. et al.

88 Patienten erhielten zusätzlich zu ihrer Standardmedikation CBD (1000 mg/Tag) oder Placebo. Nach 6 Wochen zeigte die CBD-Gruppe weniger positive Psychose-Symptome und eine bessere klinische Gesamtbeurteilung. Der bislang stärkste kontrollierte Beleg für CBD als Add-on bei Schizophrenie. Wichtig: sehr hohe, isolierte Dosis – nicht mit handelsüblichem CBD-Öl vergleichbar.


Schmerz

2007TierstudieEur J Pharmacology

Orales CBD wirkt bei chronisch-entzündlichem und neuropathischem Schmerz

Costa, B. et al.

Oral verabreichtes CBD reduzierte bei Ratten sowohl chronisch-entzündliche als auch neuropathische Schmerzen signifikant – eine der ersten Studien zu CBD als oralem Schmerzmittel.

PubMed
2012TierstudieJ Exp Med

Cannabinoide unterdrücken chronische Entzündungsschmerzen über Glycinrezeptoren

Xiong, W. et al.

CBD potenzierte Glycinrezeptoren im Rückenmark und unterdrückte chronische Entzündungsschmerzen – ein eigenständiger Wirkmechanismus unabhängig von CB1/CB2.

PubMed

Rückenschmerzen

2025RCT (Phase 3)Nature Medicine

Cannabisextrakt VER-01 bei chronischem Kreuzschmerz – Phase-3-Studie

Karst, M. et al.

820 Patienten, 66 Zentren in Deutschland und Österreich. Der standardisierte Vollspektrum-Cannabisextrakt VER-01 reduzierte chronische Kreuzschmerzen signifikant gegenüber Placebo – mit Verbesserungen bei Schlaf, körperlicher Funktion und Lebensqualität. Kein Abhängigkeitspotenzial. Wichtig: VER-01 ist ein THC-haltiger Extrakt (kein reines CBD) und verschreibungspflichtig.

2014TierstudiePLOS ONE

CBD schützt Bandscheiben vor degenerativen Schäden

Silveira, J. W. et al.

CBD wurde direkt in verletzte Bandscheiben von Ratten injiziert und reduzierte die degenerativen Schäden signifikant – nachgewiesen per MRT und histologischer Analyse. Erste Studie, die CBD als möglichen Schutzfaktor bei Bandscheibendegeneration beschreibt.

PubMed

Arthrose & Rheuma

2023RCTLancet Reg Health – Europe

Hochdosiertes orales CBD bei Knie-Arthrose

Pramhas, S. et al.

Gut konzipierte RCT mit 600 mg CBD/Tag über 8 Wochen als Zusatz zu Paracetamol bei schmerzhafter Knie-Arthrose. Trotz hoher Dosis kein signifikanter Vorteil gegenüber Placebo – ein wichtiges Negativergebnis.

The Lancet
Zitiert in: CBD bei Arthrose
2022RCTJ Hand Surgery

Topisches CBD verbessert Daumengelenk-Arthrose

Heineman, J. T. et al.

Signifikante Verbesserungen bei Schmerz und Funktionalität bei Daumensattelgelenk-Arthrose – ohne Nebenwirkungen.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Rheuma
2024RCT (Phase 1B)Arthritis & Rheumatology

CBD bei rheumatoider Arthritis – erste kontrollierte Studie

Ranganath, V. et al. (UCLA)

47 RA-Patienten über 12 Wochen. Kein signifikanter Effekt auf DAS28, aber numerische Verbesserung beim Schmerzempfinden in der 200-mg-Gruppe.

Zitiert in: CBD bei Rheuma
2016TierstudieEur J Pain

Transdermales CBD reduziert Arthritis-Entzündung und Schmerz

Hammell, D. C. et al.

Topisch aufgetragenes CBD-Gel reduzierte dosisabhängig Gelenkschwellung, Schmerzverhalten und entzündliche Biomarker – ohne Nebenwirkungen.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Rheuma
2017TierstudiePain

CBD verhindert Schmerz und Nervenschäden bei Arthrose

Philpott, H. T. et al.

Lokal verabreichtes CBD blockierte Arthrose-Schmerzen dosisabhängig. Prophylaktische Gabe verhinderte Gelenkschmerzen und neuropathische Schäden.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Arthrose
2000TierstudiePNAS

CBD stoppt den Verlauf von Arthritis – die Gründungsstudie

Malfait, A. M. et al.

Wegweisende Arbeit vom Kennedy Institute London: Oral wie injiziert blockierte CBD im Modell den Fortschritt der Gelenkentzündung – durch kombiniert immunmodulierende und entzündungshemmende Wirkung.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Rheuma

Fibromyalgie

2019RCT (Crossover)Pain

Cannabis bei chronischem Fibromyalgie-Schmerz

van de Donk, T. et al.

Placebokontrollierte 4-Wege-Crossover-Studie an 20 Fibromyalgie-Patienten mit inhaliertem Cannabis. Die CBD-dominante Sorte ohne relevanten THC-Gehalt zeigte einen kleinen, THC-unabhängigen schmerzlindernden Effekt. Wichtig: inhaliert, nicht als Öl – und der CBD-Effekt allein war gering.

PubMed
2020RCT (Doppelblind)Pain Medicine

Cannabisöl bei Fibromyalgie – Symptome und Lebensqualität

Chaves, C. et al.

Doppelblinde Studie mit 17 Frauen mit Fibromyalgie über acht Wochen. Das Cannabisöl verbesserte Beschwerden und Lebensqualität deutlich gegenüber Placebo. Wichtig zur Einordnung: Es war ein stark THC-reiches Öl mit nur minimalem CBD-Anteil – die Wirkung geht hier klar aufs THC, nicht aufs CBD.

PubMed

Neurologie & Neuroprotektion

2019In vitroMedicina

CBD und CBG gemeinsam gegen Neuroinflammation

Mammana, S. et al.

Die Kombination von CBD und CBG reduzierte in einem ALS-Zellmodell entzündungsfördernde Marker und steigerte schützende Botenstoffe. Antioxidative und zellschützende Effekte.

2015TierstudieNeurotherapeutics

CBG zeigt neuroprotektive Wirkung bei Huntington

Valdeolivas, S. et al.

CBG verbesserte motorische Defizite und schützte Nervenzellen im Huntington-Mausmodell – durch Modulation entzündlicher Marker und Stärkung antioxidativer Abwehr.

PubMed
1991RCTPharmacol Biochem Behav

Kontrollierte klinische Studie zu CBD bei Huntington

Consroe, P. et al.

Eine der frühesten kontrollierten Humanstudien zu CBD überhaupt: 15 Patienten erhielten über 6 Wochen täglich CBD. Belegte die gute Verträglichkeit von oralem CBD.

PubMed
Zitiert in: CBD Nebenwirkungen

Parkinson

2014RCT (Doppelblind)J Psychopharmacology

CBD und Lebensqualität bei Parkinson

Chagas, M. H. N. et al.

Doppelblinde Studie mit 21 Parkinson-Patienten über sechs Wochen (Placebo, 75 mg oder 300 mg CBD). Auf die Motorik hatte CBD keinen messbaren Effekt, in der 300-mg-Gruppe verbesserte sich aber die Lebensqualität signifikant. Kleine, aber sauber kontrollierte Studie.

PubMed
2009Klinische PilotstudieJ Psychopharmacology

CBD bei Psychose-Symptomen im Rahmen von Parkinson

Zuardi, A. W. et al.

Offene Pilotstudie mit 6 Parkinson-Patienten, die seit mindestens drei Monaten unter Psychose-Symptomen litten. Vier Wochen CBD (ab 150 mg/Tag) zusätzlich zur Standardtherapie senkten die psychotischen Symptome deutlich – ohne die Beweglichkeit zu verschlechtern und ohne Nebenwirkungen. Sehr kleine, unverblindete Studie, aber ein früher direkter Hinweis.

PubMed

Alzheimer & Demenz

2017ReviewFrontiers in Pharmacology

CBD in Alzheimer-Tiermodellen

Watt, G. & Karl, T.

Übersicht über die Tierstudien zu CBD bei Alzheimer: CBD reduzierte Entzündungsreaktionen und reaktive Gliose im Gehirn und förderte die Bildung neuer Nervenzellen. „Proof of principle" für weitere Forschung – die Daten stammen bislang aus Tiermodellen, nicht aus Studien am Menschen.

PubMed
2014TierstudieJ Alzheimers Dis

Langzeit-CBD schützt das Gedächtnis in Alzheimer-Mäusen

Cheng, D. et al.

Alzheimer-Mäuse bekamen acht Monate lang täglich CBD, beginnend bevor die Krankheit ausbrach. Das Ergebnis: Die typischen Defizite beim Wiedererkennen blieben aus. Ein Hinweis auf einen vorbeugenden Effekt – bislang aber nur im Tiermodell gezeigt.

PubMed

Autismus & Tourette

2019Retrospektive StudieFrontiers in Pharmacology

CBD bei Kindern mit Autismus – Symptomverbesserung

Barchel, D. et al.

53 Kinder erhielten CBD-reiches Cannabisöl. Verbesserungen bei Selbstverletzung, Wutanfällen, Hyperaktivität und Schlafproblemen.

Frontiers
Zitiert in: CBD bei Autismus
2021RCTMolecular Autism

Cannabinoid-Behandlung bei Autismus – Proof of Concept

Aran, A. et al.

Erste randomisierte, placebokontrollierte Studie zu Cannabinoiden bei Autismus. Verbesserungen bei Verhaltensproblemen, aber kein signifikanter Unterschied bei primären Endpunkten.

Zitiert in: CBD bei Autismus
2023RCT (Crossover)Cannabis & Cannabinoid Res

Cannabis bei Erwachsenen mit Tourette – Crossover-RCT

Abi-Jaoude, E. et al.

Doppelblinde Crossover-Studie: Erwachsene mit Tourette erhielten nacheinander verdampftes THC, THC/CBD und reines CBD sowie Placebo. Untersucht wurde die Wirkung auf die Tic-Stärke – eine der wenigen kontrollierten Studien zu Cannabis bei Tourette.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Tourette

Epilepsie

2017RCTNew England J of Medicine

CBD reduziert Anfälle beim Dravet-Syndrom

Devinsky, O. et al.

Schlüsselstudie zur Epidyolex-Zulassung: Anfallshäufigkeit sank unter CBD um 39% vs. 13% unter Placebo. Führte 2019 zur EU-Zulassung.

NEJM
2018RCTNew England J of Medicine

CBD reduziert Drop-Seizures beim Lennox-Gastaut-Syndrom

Devinsky, O. et al.

225 Patienten: CBD (20 mg/kg) reduzierte Sturzanfälle um 41,9% vs. 17,2% unter Placebo. Zweite NEJM-Studie zur Epidyolex-Zulassung.


Entzündung & Darmgesundheit

2023In vitro + TiermodellCell Chemical Biology

CBD als molekularer Schalter gegen Entzündungen

Peltner, L. K. et al. (Uni Jena)

CBD aktiviert 15-Lipoxygenase-1 und schaltet Immunzellen von entzündungsfördernd auf entzündungsauflösend um. Wirksamste Substanz unter acht getesteten Cannabinoiden.

PubMed
2023In vitroMaterials Today Bio

CBD stärkt die Darmbarriere und hemmt Entzündungsrezeptoren

Boehm, E. et al. (FU Berlin)

CBD regulierte TNF-Rezeptoren herunter und stärkte Tight-Junction-Proteine in Darmzellen. Vielversprechend für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen.

Zitiert in: CBD bei Reizdarm
2013TierstudieBiochem Pharmacology

CBG bei entzündlichen Darmerkrankungen

Borrelli, F. et al.

CBG reduzierte bei Mäusen mit Kolitis die Darmentzündung signifikant – ohne Nebenwirkungen. Grundlagenstudie für CBG bei entzündlichen Darmerkrankungen.

PubMed

Antibakterielle Wirkung

2020In vitro + TierstudieACS Infectious Diseases

CBG wirkt gegen MRSA – vergleichbar mit Vancomycin

Farha, M. A. et al.

CBG zeigte starke antibakterielle Aktivität gegen MRSA, zerstörte Biofilme und wirkte im Mausmodell vergleichbar mit dem Reserveantibiotikum Vancomycin.


Haut & Dermatologie

2014In vitroJ Clin Investigation

CBD hemmt Talgproduktion und wirkt entzündungshemmend auf der Haut

Oláh, A. et al.

CBD reduzierte in menschlichen Sebozyten die Lipidproduktion und hemmte entzündungsfördernde Zytokine. Potenzial bei Akne und entzündlichen Hauterkrankungen.

PubMed
2019Klinische StudieLa Clinica Terapeutica

CBD-Salbe bei entzündlichen Hauterkrankungen und Narben

Palmieri, B. et al.

20 Patienten mit Psoriasis, Neurodermitis oder Narben wendeten 3 Monate CBD-Salbe an. Hautbild, Hydration und Elastizität verbesserten sich signifikant.

PubMed
Zitiert in: CBD Wirkung Haut
2025ReviewJ Cosmetic Dermatology

Therapeutisches Potenzial von CBD bei Hauterkrankungen

Redmond, M. C. et al.

Aktuellster umfassender Review zu CBD in der Dermatologie: Evidenz zu Akne, Neurodermitis, Psoriasis und Hautalterung – mit Einordnung der Limitationen.

PubMed
Zitiert in: CBD Wirkung Haut

Frauengesundheit & Endometriose

2024Klinische StudieExp Clin Psychopharmacol

CBD bei menstruationsbedingten Beschwerden

Ferretti, M. L. et al.

Offene Studie mit 33 Teilnehmerinnen in zwei Dosisgruppen. Über drei Monate CBD zeigten sich kleinere Verbesserungen bei menstruationsbezogenen Beschwerden wie Reizbarkeit, Anspannung und Stress.

PubMed
2022ReviewMolecules

CBD bei Endometriose – molekulare Mechanismen

Cordaro, M. et al.

CBD moduliert Entzündungspfade (NF-κB, TNF-α) und oxidativen Stress – beides zentrale Treiber der Endometriose.

PMC
2008In vitroDrug Metab Dispos

CBDA als selektiver COX-2-Hemmer

Takeda, S. et al.

CBDA hemmte selektiv COX-2 – das Enzym, das Prostaglandine produziert und Regelschmerzen auslöst. Mechanistisch vergleichbar mit Ibuprofen, aber pflanzlich.

PubMed
2024Quasi-experimentellnpj Women's Health

CBD-Zäpfchen bei menstruationsbedingtem Schmerz

Dahlgren, M. K. et al.

Hochdosiertes CBD-Zäpfchen bei Menstruationsschmerzen. Teilnehmerinnen berichteten von signifikanter Schmerzlinderung und reduziertem Unwohlsein.

Nature

CBD für Tiere

2018RCT (Hunde)Frontiers in Vet Science

CBD verbessert Schmerz und Mobilität bei Hunden mit Arthrose

Gamble, L. J. et al.

Placebokontrolliert: CBD (2 mg/kg, 2× täglich) verbesserte Schmerzverhalten und Aktivität signifikant – ohne Nebenwirkungen. Meistzitierte CBD-Tierstudie.

PubMed
2019RCT (Hunde)JAVMA

CBD reduziert Anfallshäufigkeit bei Hunden mit Epilepsie

McGrath, S. et al.

26 Hunde mit idiopathischer Epilepsie: CBD-Gruppe zeigte 33% weniger Anfälle – eine der wenigen kontrollierten Studien zu CBD bei Hunde-Epilepsie.

PubMed
Zitiert in: CBD Hund Epilepsie
2020RCT (Hunde)Pain

CBD bei Arthrose-Schmerz beim Hund – placebokontrolliert

Verrico, C. D. et al.

Doppelblinde RCT an 20 Hunden: Tägliches CBD (2 mg/kg) verbesserte Mobilität und Schmerzverhalten signifikant – ohne klinisch relevante Nebenwirkungen.

PubMed
Zitiert in: CBD Hund Arthrose

Alkohol & Sucht

2024RCT (ICONIC)Molecular Psychiatry

CBD reduziert Alkoholverlangen – ICONIC-Studie

Zimmermann, S. et al.

Doppelblinde RCT: CBD reduzierte Alkoholverlangen und cue-induzierte Nucleus-accumbens-Aktivierung bei Menschen mit Alkoholkonsumstörung.

PubMed
2014TierstudieFree Radical Biol Med

CBD schützt die Leber vor alkoholbedingter Fettleber

Yang, L. et al.

CBD schützte Mäuseleber vor Binge-Alkohol-induzierter Steatose durch Hemmung von oxidativem Stress und Steigerung der Autophagie.

PubMed
Zitiert in: CBD und Alkohol
2019RCTAm J Psychiatry

CBD senkt Suchtdruck bei Heroinabhängigkeit

Hurd, Y. L. et al.

Doppelblinde RCT: Bei abstinenten Menschen mit Heroinabhängigkeit senkte CBD das durch Reize ausgelöste Verlangen und die Angst deutlich – ein Effekt, der über mehrere Tage anhielt.

PubMed
2013RCT (Pilotstudie)Addictive Behaviors

CBD reduziert Zigarettenkonsum bei Rauchern

Morgan, C. J. A. et al.

Pilot-RCT mit Rauchern, die aufhören wollten: Wer bei Rauchverlangen einen CBD-Inhalator nutzte, rauchte über eine Woche rund 40% weniger Zigaretten – die Placebogruppe nicht.

PubMed

Diabetes & Stoffwechsel

2016RCT (Pilotstudie)Diabetes Care

CBD bei Typ-2-Diabetes – Pilotstudie

Jadoon, K. A. et al.

Randomisierte Pilotstudie: CBD und THCV zeigten Auswirkungen auf glykämische und Lipidparameter bei Typ-2-Diabetikern. THCV verbesserte Nüchternglukose signifikant.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Diabetes
2006TierstudieAutoimmunity

CBD senkt Diabetes-Inzidenz bei NOD-Mäusen

Weiss, L. et al.

CBD reduzierte die Diabetes-Inzidenz bei nicht-adipösen diabetischen Mäusen signifikant – Pionierstudie zur immunmodulatorischen Wirkung bei Typ-1-Diabetes.

PubMed
Zitiert in: CBD bei Diabetes

Krebs-Begleitung

2024RCT (Phase II/III)J Clinical Oncology

Cannabis-Extrakt gegen Übelkeit unter Chemotherapie

Grimison, P. et al.

In dieser Studie erhielten Krebspatienten begleitend zur Chemotherapie einen oralen THC:CBD-Extrakt oder Placebo. Der Extrakt verringerte chemotherapiebedingte Übelkeit und Erbrechen stärker als Placebo. Untersucht wurde eine THC:CBD-Kombination – ein verschreibungspflichtiger Extrakt, nicht reines CBD. Nebenwirkungen waren vorübergehende Angst, Schwindel und Müdigkeit.

J Clin Oncol
2010RCTJ Pain Symptom Manage

THC:CBD-Extrakt bei therapieresistentem Krebsschmerz

Johnson, J. R. et al.

177 Krebspatienten mit Schmerzen, die trotz Opioiden nicht ausreichend gelindert waren. Ein THC:CBD-Extrakt senkte die Schmerzstärke signifikant gegenüber Placebo, ein reiner THC-Extrakt nicht. Auch hier eine verschreibungspflichtige THC:CBD-Kombination, nicht reines CBD-Öl.

PubMed

Herz-Kreislauf & Blutdruck

2017RCTJCI Insight

Einzeldosis CBD senkt den Blutdruck

Jadoon, K. A. et al.

Doppelblinde Crossover-Studie: Eine Einzeldosis von 600 mg CBD senkte bei gesunden Männern den systolischen Ruheblutdruck und dämpfte die Blutdruckreaktion auf Stress.

PubMed

Multiple Sklerose

2005RCTNeurology

Cannabis-basierte Medizin bei zentralem Schmerz bei MS

Rog, D. J. et al.

THC/CBD-Extrakt reduzierte zentralen neuropathischen Schmerz bei MS-Patienten signifikant gegenüber Placebo.

PubMed
2010Meta-AnalyseMultiple Sclerosis

Nabiximols bei Spastik – Meta-Analyse

Wade, D. T. et al.

Meta-Analyse zu Sativex (THC:CBD 1:1) bei MS-Spastik. Signifikante Verbesserung bei akzeptablem Nebenwirkungsprofil.

PubMed

Entourage-Effekt & Grundlagen

2011ReviewBr J Pharmacology

Taming THC: Der Entourage-Effekt wissenschaftlich erklärt

Russo, E. B.

Die Referenzstudie zum Entourage-Effekt: CBD, Terpene und Pflanzenstoffe modulieren und verstärken die Wirkung von Cannabinoiden. Grundlage für Breit-/Vollspektrum.

PubMed
2018Systematischer ReviewFrontiers in Pharmacology

Pharmakokinetik von CBD beim Menschen

Millar, S. A. et al.

Erste umfassende Übersicht aller pharmakokinetischen Daten zu CBD. Orale Bioverfügbarkeit gering, durch fetthaltige Nahrung deutlich erhöht.

PubMed
2025RCTScientific Reports

Fettreiche Mahlzeit vervielfacht die CBD-Aufnahme

Saals, B. et al.

RCT: Eine fettreiche Mahlzeit steigerte die CBD-Aufnahme deutlich (Gesamtaufnahme rund 10-fach, Spitzenwert etwa 17-fach) mit zweiphasiger Absorption. Auch geschlechtsspezifische Unterschiede wurden untersucht.

Nature
Zitiert in: CBD Trägeröl
2019Klinische StudieEpilepsia

Nahrungseffekt auf CBD-Kapseln bei Epilepsie-Patienten

Birnbaum, A. K. et al.

Fettreiche Mahlzeit erhöhte die CBD-Aufnahme aus Kapseln um das 14-Fache. Praxis-Schlüssel: CBD-Kapseln immer zu einer Mahlzeit einnehmen.

DOI
Zitiert in: CBD Trägeröl
2016ReviewCannabis Cannabinoid Res

Klinischer Endocannabinoid-Mangel als Erklärungsmodell

Russo, E. B.

Russos vielbeachtete Theorie: Ein Mangel an körpereigenen Cannabinoiden könnte hinter schwer behandelbaren Syndromen wie Migräne, Fibromyalgie und Reizdarm stehen. Das erklärt, warum diese oft zusammen auftreten – und warum das Endocannabinoid-System ein Ansatzpunkt sein könnte.

PMC
Zitiert in: CBD bei Reizdarm
2001In vitroBr J Pharmacology

Wie CBD auf TRPV1 wirkt und Anandamid erhöht

Bisogno, T. et al.

Grundlagenarbeit zum Wirkmechanismus: CBD aktiviert den TRPV1-Rezeptor und hemmt Aufnahme und Abbau von Anandamid – einem körpereigenen Cannabinoid. Dadurch bleibt mehr Anandamid im System aktiv. Einer der meistzitierten Belege dafür, dass CBD nicht über die klassischen THC-Rezeptoren wirkt.

DOI

Wechselwirkungen mit Medikamenten

2015Klinische StudieEpilepsia

CBD erhöht die Spiegel des Wirkstoffs Clobazam

Geffrey, A. L. et al.

Bei Kindern mit schwerer Epilepsie stiegen unter CBD die Blutspiegel des gleichzeitig eingenommenen Antiepileptikums Clobazam deutlich an – die Dosis musste angepasst werden. Der klassische Beleg dafür, dass CBD über die Leber den Abbau anderer Medikamente beeinflussen kann.

Epilepsia
2017Klinische StudieEpilepsia

Wechselwirkungen von CBD mit gängigen Antiepileptika

Gaston, T. E. et al.

Systematische Untersuchung, wie CBD die Blutspiegel häufig genutzter Antiepileptika verändert – am stärksten wieder bei Clobazam. Praktische Kernaussage: Wer CBD mit anderen Medikamenten kombiniert, sollte das ärztlich begleiten lassen.

Epilepsia

Sicherheit & Verträglichkeit

2018ReviewWHO

WHO: CBD gut verträglich, kein Abhängigkeitspotenzial

World Health Organization

Der Critical Review Report stuft CBD als gut verträglich ein – ohne Hinweise auf Abhängigkeit, Missbrauchspotenzial oder schwere Nebenwirkungen.

WHO
2017ReviewCannabis Cannabinoid Res

CBD-Sicherheit im Update – besseres Nebenwirkungsprofil

Iffland, K. & Grotenhermen, F.

Umfassender Sicherheits-Review klinischer und tierexperimenteller Daten: CBD ist gut verträglich, häufigste Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Durchfall und Appetit- bzw. Gewichtsveränderungen – mit besserem Profil als vergleichbare Medikamente.

PubMed
Zitiert in: CBD Nebenwirkungen
2011ReviewCurr Drug Saf

Sicherheit und Nebenwirkungen von CBD – der Basis-Review

Bergamaschi, M. M. et al.

Der grundlegende Übersichtsartikel zur CBD-Sicherheit: In den ausgewerteten Studien beeinflusste CBD weder Nahrungsaufnahme noch Herzfrequenz, Blutdruck oder Körpertemperatur und gilt in kontrollierter Anwendung als gut verträglich.

PubMed
Zitiert in: CBD Nebenwirkungen
2019EU-ZulassungEMA

Epidyolex – EU-Zulassung als CBD-Arzneimittel

Europäische Arzneimittel-Agentur

Epidyolex wurde als Zusatztherapie bei Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom zugelassen – erstes und einziges CBD-Arzneimittel in der EU.

EMA
2020RCTEpilepsy & Behavior

Abruptes Absetzen von CBD – keine Entzugssymptome

Taylor, L. et al.

Abruptes Absetzen nach mehrwöchiger Einnahme: keine klinisch relevanten Entzugssymptome. Bestätigt fehlendes Abhängigkeitspotenzial.

PubMed
2025RCTJAMA Internal Medicine

CBD und Leberenzyme bei gesunden Erwachsenen

Florian, J. et al.

CBD führte dosisabhängig zu vorübergehenden Leberenzym-Erhöhungen. Wichtig für die Sicherheitsbewertung bei Langzeiteinnahme und hohen Dosen.

JAMA

Häufige Fragen zu CBD-Studien

Ist CBD wissenschaftlich belegt?

Teilweise. Für Epilepsie ist die Wirkung durch mehrere große RCTs belegt und als Arzneimittel zugelassen. Für Angst, Schlaf und Schmerz gibt es solide klinische Hinweise. Bei vielen anderen Anwendungen stützt sich die Forschung noch auf Tier- oder Laborstudien – vielversprechend, aber nicht abschließend bewiesen.

Gibt es klinische Studien zu CBD am Menschen?

Ja, hunderte. Neben zahlreichen Fallserien und Pilotstudien existieren randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) unter anderem zu Epilepsie, sozialer Angst, Schizophrenie und Arthrose. Die Qualität schwankt stark – aussagekräftig sind vor allem placebokontrollierte Doppelblindstudien mit ausreichend Teilnehmern.

Was sagt die Charité zu CBD?

Die Charité Berlin ist an der deutschen ESPRIT-Studie beteiligt, die CBD als Zusatztherapie bei früher Schizophrenie untersucht; Ergebnisse werden um 2027 erwartet. Der bislang stärkste veröffentlichte Beleg zu CBD bei Schizophrenie ist ein internationaler Multicenter-RCT von 2018 mit 88 Patienten.

Wo finde ich seriöse CBD-Studien?

Auf Fachdatenbanken wie PubMed, in medizinischen Fachzeitschriften und bei Behörden wie EMA und WHO. Achte auf den Studientyp (ein RCT wiegt schwerer als ein Fallbericht), die Teilnehmerzahl und ob eine Placebogruppe existiert. Jede Studie hier ist direkt zur Originalquelle verlinkt und manuell geprüft.

Sind die Ergebnisse auf frei verkäufliches CBD-Öl übertragbar?

Nur eingeschränkt. Viele Studien nutzen isoliertes CBD in hohen Dosen von 300 bis 1000 mg täglich – ein Vielfaches dessen, was in handelsüblichen Ölen steckt. Die grundsätzlichen Wirkmechanismen gelten, die Wirkstärke im Alltag ist bei niedrigeren Dosen aber meist geringer.

Diese Bibliothek umfasst die wichtigsten Studien, auf die wir uns in unseren Ratgebern stützen – kuratiert nach Qualität, nicht nach Masse. Wir listen keine Studien, die wir nicht sauber einordnen können. Alle Links wurden manuell verifiziert – falsche PMIDs oder veraltete Referenzen werden aussortiert.

Du bist Journalist, Blogger oder Forscher und möchtest diese Übersicht als Quelle nutzen? Du darfst gerne auf diese Seite verlinken – wir freuen uns über Verlinkungen mit Quellenangabe. Die häufigsten Missverständnisse zu CBD findest du im Mythen & Faktencheck.

Wie unsere Inhalte entstehen, steht in unseren Redaktionellen Richtlinien. Fehlt eine Studie oder hast du einen Hinweis? Schreib uns.

Diese Studiensammlung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. CBD ist – bis auf zugelassene Arzneimittel wie Epidyolex – kein Medikament. Sprich bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor der Kombination mit Medikamenten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Details regelt unser medizinischer Haftungsausschluss.