Wissenschaftliche Quellen
CBD Studien: die wichtigsten wissenschaftlichen Belege
Zu kaum einem anderen Pflanzenstoff gibt es so viele kontrollierte klinische Studien wie zu CBD. Hier findest du 75 davon nach Thema sortiert, darunter auch Studien ohne nachweisbare Wirkung. Zu jeder gibt es eine kurze deutsche Zusammenfassung und den Link zur Originalquelle.
Ist CBD wissenschaftlich belegt? Das Wichtigste
- Ja, aber nicht überall gleich gut: Bei Epilepsie ist CBD als Arzneimittel zugelassen, bei Angst und Schlaf gibt es kontrollierte Studien.
- Für viele beworbene Anwendungen fehlen Humandaten, dort zählen bisher nur Zell- und Tierversuche.
- Studien nutzen meist 300 bis 1000 mg isoliertes CBD täglich, ein Vielfaches handelsüblicher Öle.
- Die WHO stuft CBD als gut verträglich und ohne Abhängigkeitspotenzial ein.
Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde
Begleitet die Studienauswahl und die Zusammenfassungen fachlich.
Mehr über Dr. FurtlehnerIst CBD wissenschaftlich belegt?
Ja, mit großen Unterschieden je nach Anwendung. Am weitesten ist die Forschung bei bestimmten Epilepsieformen: Nach zwei großen randomisierten Studien im New England Journal of Medicine wurde CBD 2019 unter dem Namen Epidyolex als Arzneimittel in der EU zugelassen. Liest du, CBD sei „klinisch bewiesen“, ist fast immer diese Studienreihe gemeint.
Bei sozialer Angst zeigen mehrere placebokontrollierte Studien in dieselbe Richtung, bei Schizophrenie gibt es eine kontrollierte Studie mit CBD als Zusatz zur Standardmedikation. Für viele Themen aus der Werbung stammen die Daten dagegen nur aus Zellkulturen oder Tierversuchen. Außerdem zeigt jede Studie nur, was im Schnitt einer Gruppe passiert ist. Wie CBD bei dir wirkt, hängt von Menge, Stoffwechsel und Anlass ab. Was dabei im Körper passiert, erklären wir unter Wirkung im Körper.
Was bedeuten RCT, Übersichtsarbeit und Tierstudie?
Diese Begriffe zeigen dir, wie belastbar eine Studie ist. Eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT) mit Placebogruppe wiegt am meisten, ein Versuch an Zellen im Labor am wenigsten. Jede Studie unten trägt eine dieser Kennzeichnungen:
| Typ | Was dahintersteckt | Gewicht |
|---|---|---|
| RCT | Menschen, zufällig auf Wirkstoff und Placebo verteilt, beide Seiten ahnungslos | am höchsten |
| Klinisch | Menschen, aber ohne Placebogruppe: Fallserien und offene Pilotstudien | mittel |
| Übersicht | fasst viele Einzelstudien zusammen, gut für den Überblick | hoch, wenn systematisch |
| Tier | Mäuse, Ratten, Hunde: zeigt Mechanismen, keine Wirkung beim Menschen | niedrig |
| In vitro | Zellen oder Gewebe im Labor, ohne Kreislauf und Stoffwechsel | am niedrigsten |
| Offiziell | Bewertungen von Behörden wie WHO und EMA | hoch für Sicherheit |
Achte außerdem auf zwei Dinge. Die Teilnehmerzahl: Eine Studie mit sechs Personen ist ein Hinweis, kein Beweis. Und ob überhaupt CBD untersucht wurde: Einige viel zitierte Arbeiten nutzen THC-haltige Extrakte wie Sativex oder VER-01. Ihre Ergebnisse lassen sich nicht auf ein CBD Öl übertragen, darauf weisen wir in der Zusammenfassung hin.
Alle 75 Studien nach Thema, mit Suche und Filter
Jeder Eintrag nennt Jahr, Studientyp, Journal und Autoren und verlinkt die Originalquelle. Suche nach Studie, Autor oder Thema, oder filtere nach Gebiet.
75 Studien
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Schlaf & Angst
CBD bei Angst und Schlaf – 72 Erwachsene
Bei 72 Patienten verbesserten sich innerhalb des ersten Monats die Angstwerte bei 79,2% und die Schlafwerte bei 66,7%. Die Angstwerte blieben über die Studiendauer verbessert, die Schlafwerte schwankten dagegen im weiteren Verlauf. Retrospektive Fallserie ohne Kontrollgruppe.
Zitiert in: CBD bei Schlafstörungen · CBD bei Angst
CBD als potenzielle Behandlung für Angststörungen
Die umfassendste Übersichtsarbeit zu CBD und Angst: Präklinische Evidenz unterstützt CBD bei generalisierter Angst, Panikstörung, sozialer Angst, Zwangsstörung und PTBS. Für die Langzeitanwendung fehlten den Autoren belastbare Daten.
Zitiert in: CBD bei Angst · CBD gegen Stress
CBD reduziert soziale Angst – sichtbar im Gehirn
Patienten mit sozialer Angststörung erhielten 400 mg CBD oder Placebo. CBD reduzierte subjektive Angst signifikant – Gehirnscans zeigten veränderte Aktivität in Limbischem System und Parahippocampus.
Zitiert in: CBD bei Angst & Panikattacken
CBD reduziert Angst bei simuliertem öffentlichem Reden
24 Patienten mit sozialer Angststörung erhielten 600 mg CBD vor einem simulierten Redeauftritt. CBD reduzierte Angst, negative Selbstbewertung und körperliche Stressmarker signifikant.
Zitiert in: CBD bei Angst & Panikattacken
CBD fördert Neurogenese im Hippocampus
CBD fördert die Bildung neuer Nervenzellen im Hippocampus, steigert BDNF und schützt unreife Neuronen. Diese Effekte könnten die angstlösende und antidepressive Wirkung erklären.
Zitiert in: CBD bei Angst & Panikattacken
Depression & Stimmung
CBD bei emotionaler Erschöpfung und Burnout – COVID-Studie
Randomisierte Studie an Gesundheitspersonal: CBD (300 mg/Tag über 28 Tage) plus Standardbehandlung verbesserte Burnout-Symptome signifikant gegenüber Standardbehandlung allein.
Zitiert in: CBD bei Depression
CBD bei Jugendlichem mit Substanzmissbrauch und Depression
Fallbericht eines Jugendlichen: Unter CBD besserten sich Depression und Angst deutlich – bei gleichzeitigem Rückgang des Substanzkonsums, ohne Entzugssymptome. Ein einzelner Fall, keine Wirksamkeitsstudie.
Zitiert in: CBD bei Depression
CBD wirkt antidepressiv über 5-HT1A-Rezeptoren
CBD reduzierte im Verhaltenstest die Anzeichen von Depression vergleichbar mit dem Antidepressivum Imipramin. Der Effekt lief über den Serotonin-Rezeptor 5-HT1A – wurde er blockiert, verschwand die Wirkung.
Zitiert in: CBD bei Depression
CBD löst schnelle und anhaltende antidepressive Effekte aus
Schon eine einzelne CBD-Gabe erzeugte einen raschen, über Tage anhaltenden antidepressiven Effekt. Ursache: verstärktes BDNF-Signaling und die Bildung neuer Synapsen im präfrontalen Cortex.
Zitiert in: CBD bei Depression
PTBS & Trauma
CBD bei posttraumatischer Belastungsstörung
11 Erwachsene mit PTBS erhielten über acht Wochen begleitend CBD. Die Symptomwerte (PCL-5) sanken bei den meisten deutlich, ein Teil berichtete zusätzlich von weniger Albträumen. Kleine offene Fallserie – ein erster klinischer Hinweis, keine Wirksamkeitsstudie.
CBD und das Verlernen von Angst bei PTBS
Umfassende Übersicht, wie CBD in Tiermodellen das Verlernen von Angstreaktionen unterstützt und die Wiederverfestigung belastender Erinnerungen abschwächt – die theoretische Grundlage für CBD bei Trauma.
Schizophrenie & Psychose
CBD als Zusatztherapie bei Schizophrenie – Multicenter-RCT
88 Patienten erhielten zusätzlich zu ihrer Standardmedikation CBD (1000 mg/Tag) oder Placebo. Nach 6 Wochen zeigte die CBD-Gruppe weniger positive Psychose-Symptome und eine bessere klinische Gesamtbeurteilung. Wichtig: sehr hohe, isolierte Dosis – nicht mit handelsüblichem CBD-Öl vergleichbar.
Zitiert in: CBD bei Schizophrenie
Schmerz
Orales CBD wirkt bei chronisch-entzündlichem und neuropathischem Schmerz
Oral verabreichtes CBD reduzierte bei Ratten sowohl chronisch-entzündliche als auch neuropathische Schmerzen signifikant – eine der ersten Studien zu CBD als oralem Schmerzmittel.
Zitiert in: CBD gegen Schmerzen
Cannabinoide unterdrücken Entzündungsschmerz über Glycinrezeptoren
CBD potenzierte Glycinrezeptoren im Rückenmark und unterdrückte chronische Entzündungsschmerzen – ein eigenständiger Wirkmechanismus unabhängig von CB1 und CB2.
Zitiert in: CBD bei Rückenschmerzen · CBD gegen Schmerzen
Rückenschmerzen
Cannabisextrakt VER-01 bei chronischem Kreuzschmerz – Phase-3-Studie
820 Erwachsene an mehreren Zentren in Deutschland und Österreich. Der Vollspektrum-Cannabisextrakt VER-01 senkte die Schmerzstärke nach 12 Wochen um 1,9 Punkte auf der 11er-Skala, der Unterschied zu Placebo betrug 0,6 Punkte. Nebenwirkungen traten bei 83,3% auf gegenüber 67,3% unter Placebo, Hinweise auf Abhängigkeit oder Entzug gab es keine. Wichtig: VER-01 ist ein THC-haltiger, verschreibungspflichtiger Extrakt, kein reines CBD.
Zitiert in: CBD bei Rückenschmerzen
CBD schützt Bandscheiben vor degenerativen Schäden
CBD wurde direkt in verletzte Bandscheiben von Ratten injiziert und reduzierte die degenerativen Schäden signifikant – nachgewiesen per MRT und histologischer Analyse.
Zitiert in: CBD bei Rückenschmerzen
Arthrose & Rheuma
Hochdosiertes orales CBD bei Knie-Arthrose
Gut konzipierte RCT mit 600 mg CBD/Tag über 8 Wochen als Zusatz zu Paracetamol bei schmerzhafter Knie-Arthrose. Trotz hoher Dosis kein signifikanter Vorteil gegenüber Placebo – ein wichtiges Negativergebnis.
Zitiert in: CBD bei Arthrose
Topisches CBD verbessert Daumengelenk-Arthrose
Signifikante Verbesserungen bei Schmerz und Funktionalität bei Daumensattelgelenk-Arthrose – ohne berichtete Nebenwirkungen.
Zitiert in: CBD bei Rheuma
CBD bei rheumatoider Arthritis – erste kontrollierte Studie
47 Patienten über 12 Wochen. Kein signifikanter Effekt auf die Krankheitsaktivität (DAS28), aber eine numerische Verbesserung beim Schmerzempfinden in der 200-mg-Gruppe.
Zitiert in: CBD bei Rheuma
Transdermales CBD reduziert Arthritis-Entzündung und Schmerz
Topisch aufgetragenes CBD-Gel reduzierte dosisabhängig Gelenkschwellung, Schmerzverhalten und entzündliche Biomarker – ohne beobachtete Nebenwirkungen.
Zitiert in: CBD bei Rheuma
CBD verhindert Schmerz und Nervenschäden bei Arthrose
Lokal verabreichtes CBD blockierte Arthrose-Schmerzen dosisabhängig. Prophylaktische Gabe verhinderte Gelenkschmerzen und neuropathische Schäden.
Zitiert in: CBD bei Arthrose
CBD stoppt den Verlauf von Arthritis – die Gründungsstudie
Wegweisende Arbeit vom Kennedy Institute London: Oral wie injiziert blockierte CBD im Modell den Fortschritt der Gelenkentzündung – durch kombiniert immunmodulierende und entzündungshemmende Wirkung.
Zitiert in: CBD bei Rheuma
Fibromyalgie
Cannabis bei chronischem Fibromyalgie-Schmerz
Placebokontrollierte 4-Wege-Crossover-Studie an 20 Fibromyalgie-Patienten mit inhaliertem Cannabis. Die CBD-dominante Sorte ohne relevanten THC-Gehalt zeigte einen kleinen, THC-unabhängigen schmerzlindernden Effekt. Wichtig: inhaliert, nicht als Öl – und der CBD-Effekt allein war gering.
Cannabisöl bei Fibromyalgie – Symptome und Lebensqualität
Doppelblinde Studie mit 17 Frauen mit Fibromyalgie über acht Wochen. Das Cannabisöl verbesserte Beschwerden und Lebensqualität deutlich gegenüber Placebo. Wichtig: Es war ein THC-reiches Öl mit nur minimalem CBD-Anteil – die Wirkung geht hier klar aufs THC, nicht aufs CBD.
Neurologie & Neuroprotektion
CBD und CBG gemeinsam gegen Neuroinflammation
Die Kombination von CBD und CBG reduzierte in einem ALS-Zellmodell entzündungsfördernde Marker und steigerte schützende Botenstoffe. Antioxidative und zellschützende Effekte.
Zitiert in: CBD und CBG zusammen einnehmen
CBG zeigt neuroprotektive Wirkung bei Huntington
CBG verbesserte motorische Defizite und schützte Nervenzellen im Huntington-Mausmodell – durch Modulation entzündlicher Marker und Stärkung antioxidativer Abwehr.
Zitiert in: CBD und CBG zusammen einnehmen
Kontrollierte klinische Studie zu CBD bei Huntington
Eine der frühesten kontrollierten Humanstudien zu CBD überhaupt: 15 Patienten erhielten über 6 Wochen täglich CBD. Belegte die gute Verträglichkeit von oralem CBD.
Zitiert in: CBD Nebenwirkungen
Parkinson
CBD und Lebensqualität bei Parkinson
Doppelblinde Studie mit 21 Parkinson-Patienten über sechs Wochen (Placebo, 75 mg oder 300 mg CBD). Auf die Motorik hatte CBD keinen messbaren Effekt, in der 300-mg-Gruppe verbesserte sich aber die Lebensqualität signifikant.
CBD bei Psychose-Symptomen im Rahmen von Parkinson
Offene Pilotstudie mit 6 Parkinson-Patienten, die seit mindestens drei Monaten unter Psychose-Symptomen litten. Vier Wochen CBD (ab 150 mg/Tag) zusätzlich zur Standardtherapie senkten die psychotischen Symptome deutlich, ohne die Beweglichkeit zu verschlechtern. Sehr kleine, unverblindete Studie.
Alzheimer & Demenz
CBD in Alzheimer-Tiermodellen
Übersicht über die Tierstudien zu CBD bei Alzheimer: CBD reduzierte Entzündungsreaktionen und reaktive Gliose im Gehirn und förderte die Bildung neuer Nervenzellen. Die Daten stammen bislang aus Tiermodellen, nicht aus Studien am Menschen.
Langzeit-CBD schützt das Gedächtnis in Alzheimer-Mäusen
Alzheimer-Mäuse bekamen acht Monate lang täglich CBD, beginnend bevor die Krankheit ausbrach. Das Ergebnis: Die typischen Defizite beim Wiedererkennen blieben aus. Ein Hinweis auf einen vorbeugenden Effekt, bislang nur im Tiermodell gezeigt.
Autismus & Tourette
CBD bei Kindern mit Autismus – Symptomverbesserung
53 Kinder erhielten CBD-reiches Cannabisöl. Verbesserungen bei Selbstverletzung, Wutanfällen, Hyperaktivität und Schlafproblemen. Retrospektiv und ohne Kontrollgruppe.
Zitiert in: CBD bei Autismus
Cannabinoid-Behandlung bei Autismus – Proof of Concept
Erste randomisierte, placebokontrollierte Studie zu Cannabinoiden bei Autismus. Verbesserungen bei Verhaltensproblemen, aber kein signifikanter Unterschied bei den primären Endpunkten.
Zitiert in: CBD bei Autismus
Cannabis bei Erwachsenen mit Tourette – Crossover-RCT
Doppelblinde Crossover-Studie: Erwachsene mit Tourette erhielten nacheinander verdampftes THC, THC/CBD und reines CBD sowie Placebo. Untersucht wurde die Wirkung auf die Tic-Stärke – eine der wenigen kontrollierten Studien zu Cannabis bei Tourette.
Zitiert in: CBD bei Tourette
Epilepsie
CBD reduziert Anfälle beim Dravet-Syndrom
Schlüsselstudie zur Epidyolex-Zulassung: Die Anfallshäufigkeit sank unter CBD um 39% gegenüber 13% unter Placebo. Führte 2019 zur EU-Zulassung.
Zitiert in: CBD bei Epilepsie · CBD für Kinder
CBD reduziert Sturzanfälle beim Lennox-Gastaut-Syndrom
225 Patienten: CBD (20 mg/kg) reduzierte Sturzanfälle um 41,9% gegenüber 17,2% unter Placebo. Zweite NEJM-Studie zur Epidyolex-Zulassung.
Zitiert in: CBD bei Epilepsie · CBD für Kinder
Entzündung & Darmgesundheit
CBD als molekularer Schalter gegen Entzündungen
CBD aktiviert 15-Lipoxygenase-1 und schaltet Immunzellen von entzündungsfördernd auf entzündungsauflösend um. Wirksamste Substanz unter acht getesteten Cannabinoiden.
Zitiert in: Warum CBD entzündungshemmend wirkt
CBD stärkt die Darmbarriere und hemmt Entzündungsrezeptoren
CBD regulierte TNF-Rezeptoren herunter und stärkte Tight-Junction-Proteine in Darmzellen. Ein Ansatzpunkt für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, bislang im Labor.
Zitiert in: CBD bei Reizdarm
CBG bei entzündlichen Darmerkrankungen
CBG reduzierte bei Mäusen mit Kolitis die Darmentzündung signifikant. Grundlagenstudie für CBG bei entzündlichen Darmerkrankungen.
Zitiert in: Was ist CBG? · CBD bei Reizdarm
Antibakterielle Wirkung
CBG wirkt gegen MRSA – vergleichbar mit Vancomycin
CBG zeigte starke antibakterielle Aktivität gegen MRSA, zerstörte Biofilme und wirkte im Mausmodell vergleichbar mit dem Reserveantibiotikum Vancomycin.
Zitiert in: CBD und CBG zusammen einnehmen
Haut & Dermatologie
CBD hemmt Talgproduktion und wirkt entzündungshemmend auf der Haut
CBD reduzierte in menschlichen Sebozyten die Lipidproduktion und hemmte entzündungsfördernde Zytokine. Ein Ansatzpunkt bei Akne und entzündlichen Hauterkrankungen.
Zitiert in: CBD bei Akne · CBD bei Neurodermitis
CBD-Salbe bei entzündlichen Hauterkrankungen und Narben
20 Patienten mit Psoriasis, Neurodermitis oder Narben wendeten 3 Monate CBD-Salbe an. Hautbild, Hydration und Elastizität verbesserten sich signifikant. Kleine Studie ohne Kontrollgruppe.
Zitiert in: CBD Wirkung Haut
Therapeutisches Potenzial von CBD bei Hauterkrankungen
Aktuellste umfassende Übersichtsarbeit zu CBD in der Dermatologie: Evidenz zu Akne, Neurodermitis, Psoriasis und Hautalterung – mit klarer Benennung der Limitationen.
Zitiert in: CBD Wirkung Haut
Frauengesundheit & Endometriose
CBD bei menstruationsbedingten Beschwerden
Offene Studie mit 33 Teilnehmerinnen in zwei Dosisgruppen. Über drei Monate CBD zeigten sich kleinere Verbesserungen bei menstruationsbezogenen Beschwerden wie Reizbarkeit, Anspannung und Stress.
Zitiert in: CBD bei Regelschmerzen
CBD bei Endometriose – molekulare Mechanismen
CBD moduliert Entzündungspfade (NF-κB, TNF-α) und oxidativen Stress – beides zentrale Treiber der Endometriose.
Zitiert in: CBD bei Endometriose
CBDA als selektiver COX-2-Hemmer
CBDA hemmte selektiv COX-2 – das Enzym, das Prostaglandine produziert und Regelschmerzen auslöst. Mechanistisch vergleichbar mit Ibuprofen, aber pflanzlich.
Zitiert in: CBD bei Regelschmerzen
CBD-Zäpfchen bei menstruationsbedingtem Schmerz
Hochdosiertes CBD-Zäpfchen bei Menstruationsschmerzen. Teilnehmerinnen berichteten von signifikanter Schmerzlinderung und reduziertem Unwohlsein.
Zitiert in: CBD bei Regelschmerzen
CBD für Tiere
CBD verbessert Schmerz und Mobilität bei Hunden mit Arthrose
Placebokontrolliert: CBD (2 mg/kg, 2× täglich) verbesserte Schmerzverhalten und Aktivität signifikant. Meistzitierte CBD-Studie aus der Tiermedizin.
Zitiert in: CBD Öl für Hunde · CBD Hund Arthrose
CBD reduziert Anfallshäufigkeit bei Hunden mit Epilepsie
26 Hunde mit idiopathischer Epilepsie: Die CBD-Gruppe zeigte 33% weniger Anfälle – eine der wenigen kontrollierten Studien zu CBD bei Hunde-Epilepsie.
Zitiert in: CBD Hund Epilepsie
CBD bei Arthrose-Schmerz beim Hund – placebokontrolliert
Doppelblinde RCT an 20 Hunden: Tägliches CBD (2 mg/kg) verbesserte Mobilität und Schmerzverhalten signifikant, ohne klinisch relevante Nebenwirkungen.
Zitiert in: CBD Hund Arthrose
Alkohol & Sucht
CBD reduziert Alkoholverlangen – ICONIC-Studie
Doppelblinde RCT: CBD reduzierte Alkoholverlangen und die reizausgelöste Aktivierung des Nucleus accumbens bei Menschen mit Alkoholkonsumstörung.
Zitiert in: CBD gegen Alkoholsucht
CBD schützt die Leber vor alkoholbedingter Fettleber
CBD schützte Mäuseleber vor Verfettung durch exzessives Trinken, indem es oxidativen Stress hemmte und die Autophagie steigerte.
Zitiert in: CBD und Alkohol
CBD senkt Suchtdruck bei Heroinabhängigkeit
Doppelblinde RCT: Bei abstinenten Menschen mit Heroinabhängigkeit senkte CBD das durch Reize ausgelöste Verlangen und die Angst deutlich – ein Effekt, der über mehrere Tage anhielt.
CBD reduziert Zigarettenkonsum bei Rauchern
Pilot-RCT mit Rauchern, die aufhören wollten: Wer bei Rauchverlangen einen CBD-Inhalator nutzte, rauchte über eine Woche rund 40% weniger Zigaretten – die Placebogruppe nicht.
Diabetes & Stoffwechsel
CBD bei Typ-2-Diabetes – Pilotstudie
Randomisierte Pilotstudie zu CBD und THCV bei Typ-2-Diabetikern. THCV verbesserte die Nüchternglukose signifikant, für CBD allein zeigte sich kein vergleichbarer Effekt.
Zitiert in: CBD bei Diabetes
CBD senkt Diabetes-Inzidenz bei NOD-Mäusen
CBD reduzierte die Diabetes-Inzidenz bei nicht-adipösen diabetischen Mäusen signifikant – Pionierstudie zur immunmodulatorischen Wirkung bei Typ-1-Diabetes.
Zitiert in: CBD bei Diabetes
Krebs-Begleitung
Cannabis-Extrakt gegen Übelkeit unter Chemotherapie
Krebspatienten erhielten begleitend zur Chemotherapie einen oralen THC:CBD-Extrakt oder Placebo. Der Extrakt verringerte Übelkeit und Erbrechen stärker als Placebo. Untersucht wurde eine THC:CBD-Kombination, ein verschreibungspflichtiger Extrakt, nicht reines CBD. Nebenwirkungen waren vorübergehende Angst, Schwindel und Müdigkeit.
THC:CBD-Extrakt bei therapieresistentem Krebsschmerz
177 Krebspatienten mit Schmerzen, die trotz Opioiden nicht ausreichend gelindert waren. Ein THC:CBD-Extrakt senkte die Schmerzstärke signifikant gegenüber Placebo, ein reiner THC-Extrakt nicht. Auch hier eine verschreibungspflichtige THC:CBD-Kombination, kein CBD-Öl.
Herz-Kreislauf & Blutdruck
Einzeldosis CBD senkt den Blutdruck
Doppelblinde Crossover-Studie: Eine Einzeldosis von 600 mg CBD senkte bei gesunden Männern den systolischen Ruheblutdruck und dämpfte die Blutdruckreaktion auf Stress.
Multiple Sklerose
Cannabis-basierte Medizin bei zentralem Schmerz bei MS
Ein THC/CBD-Extrakt reduzierte zentralen neuropathischen Schmerz bei MS-Patienten signifikant gegenüber Placebo. Verschreibungspflichtiger Extrakt, kein reines CBD.
Zitiert in: CBD bei Multipler Sklerose
Nabiximols bei Spastik – Meta-Analyse
Meta-Analyse zu Sativex (THC:CBD 1:1) bei MS-Spastik. Signifikante Verbesserung bei akzeptablem Nebenwirkungsprofil.
Zitiert in: CBD bei Multipler Sklerose
Entourage-Effekt & Grundlagen
Taming THC: Der Entourage-Effekt wissenschaftlich erklärt
Die Referenzarbeit zum Entourage-Effekt: CBD, Terpene und weitere Pflanzenstoffe modulieren und verstärken die Wirkung von Cannabinoiden. Grundlage für Breit- und Vollspektrum.
Zitiert in: Vollspektrum vs. Breitspektrum · CBD und CBG zusammen
Pharmakokinetik von CBD beim Menschen
Erste umfassende Übersicht aller pharmakokinetischen Daten zu CBD. Die orale Bioverfügbarkeit ist gering und steigt durch fetthaltige Nahrung deutlich an.
Zitiert in: Wie lange bleibt CBD im Körper? · CBD Trägeröl
Fettreiche Mahlzeit vervielfacht die CBD-Aufnahme
RCT: Eine fettreiche Mahlzeit steigerte die CBD-Aufnahme deutlich (Gesamtaufnahme rund 10-fach, Spitzenwert etwa 17-fach) mit zweiphasiger Absorption. Auch geschlechtsspezifische Unterschiede wurden untersucht.
Zitiert in: CBD Trägeröl
Nahrungseffekt auf CBD-Kapseln bei Epilepsie-Patienten
Eine fettreiche Mahlzeit erhöhte die CBD-Aufnahme aus Kapseln um das 14-Fache. CBD-Kapseln deshalb immer zu einer Mahlzeit einnehmen.
Zitiert in: CBD Trägeröl
Klinischer Endocannabinoid-Mangel als Erklärungsmodell
Russos vielbeachtete Theorie: Ein Mangel an körpereigenen Cannabinoiden könnte hinter schwer behandelbaren Syndromen wie Migräne, Fibromyalgie und Reizdarm stehen. Das erklärt, warum diese oft zusammen auftreten.
Zitiert in: CBD bei Reizdarm
Wie CBD auf TRPV1 wirkt und Anandamid erhöht
Grundlagenarbeit zum Wirkmechanismus: CBD aktiviert den TRPV1-Rezeptor und hemmt Aufnahme und Abbau von Anandamid, einem körpereigenen Cannabinoid. Einer der meistzitierten Belege dafür, dass CBD nicht über die klassischen THC-Rezeptoren wirkt.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
CBD erhöht die Blutwerte des Wirkstoffs Clobazam
Bei Kindern mit schwerer Epilepsie stiegen unter CBD die Blutspiegel des gleichzeitig eingenommenen Antiepileptikums Clobazam deutlich an, die Dosis musste angepasst werden. Der klassische Beleg dafür, dass CBD über die Leber den Abbau anderer Medikamente beeinflussen kann.
Wechselwirkungen von CBD mit gängigen Antiepileptika
Systematische Untersuchung, wie CBD die Blutspiegel häufig genutzter Antiepileptika verändert, am stärksten wieder bei Clobazam. Wer CBD mit anderen Medikamenten kombiniert, sollte das ärztlich begleiten lassen.
Sicherheit & Verträglichkeit
WHO: CBD gut verträglich, kein Abhängigkeitspotenzial
Der Critical Review Report stuft CBD als gut verträglich ein – ohne Hinweise auf Abhängigkeit, Missbrauchspotenzial oder schwere Nebenwirkungen.
Zitiert in: Macht CBD süchtig? · CBD Nebenwirkungen
CBD-Sicherheit im Update – besseres Nebenwirkungsprofil
Umfassende Sicherheits-Übersicht klinischer und tierexperimenteller Daten: CBD ist gut verträglich, häufigste Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Durchfall und Appetit- bzw. Gewichtsveränderungen.
Zitiert in: CBD Nebenwirkungen
Sicherheit und Nebenwirkungen von CBD – die Basis-Übersicht
Der grundlegende Übersichtsartikel zur CBD-Sicherheit: In den ausgewerteten Studien beeinflusste CBD weder Nahrungsaufnahme noch Herzfrequenz, Blutdruck oder Körpertemperatur.
Zitiert in: CBD Nebenwirkungen
Epidyolex – EU-Zulassung als CBD-Arzneimittel
Epidyolex wurde als Zusatztherapie bei Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom zugelassen – das erste und bislang einzige CBD-Arzneimittel in der EU.
Zitiert in: CBD bei Epilepsie · CBD für Kinder
Abruptes Absetzen von CBD – keine Entzugssymptome
Abruptes Absetzen nach mehrwöchiger Einnahme: keine klinisch relevanten Entzugssymptome. Bestätigt das fehlende Abhängigkeitspotenzial.
Zitiert in: Macht CBD süchtig?
CBD und Leberenzyme bei gesunden Erwachsenen
FDA-Studie an 201 gesunden Erwachsenen: Unter 5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht täglich über 28 Tage stiegen bei 5,6% die Leberwerte ALT oder AST auf über das Dreifache des Normbereichs, in der Placebogruppe bei niemandem. Bei 4,9% waren die Kriterien für eine mögliche arzneimittelbedingte Leberschädigung erfüllt. Ob sich die Werte ohne Absetzen normalisieren, ließ sich mit den Messabständen nicht beurteilen.
Zitiert in: CBD und die Leber
Wo ist die Forschung zu CBD stark, wo fehlt sie?
Stark ist sie dort, wo mehrere kontrollierte Studien zum selben Ergebnis kommen: bei bestimmten Epilepsieformen, bei sozialer Angst und bei CBD als Zusatz in der Schizophrenie-Behandlung. Zu Schlaf, chronischen Schmerzen und entzündlichen Hauterkrankungen gibt es klinische Daten, aber meist aus kleinen Studien oder ohne Placebogruppe.
Manche Studien waren methodisch sauber und fanden trotzdem keinen Effekt. 600 mg CBD täglich über acht Wochen brachten bei schmerzhafter Knie-Arthrose keinen Vorteil gegenüber Placebo. Bei rheumatoider Arthritis zeigte eine erste kontrollierte Studie keinen Effekt auf die Krankheitsaktivität. Solche Ergebnisse fehlen in den meisten Studienlisten. Wir führen sie auf, weil sie zeigen, wo CBD nicht hilft.
CBD gilt als gut verträglich, das bestätigen die WHO und mehrere Übersichtsarbeiten. Eine Studie der US-Arzneimittelbehörde FDA mit 201 gesunden Erwachsenen fand 2025 aber bei 5,6% der Teilnehmer erhöhte Leberwerte über dem Dreifachen des Normbereichs, in der Placebogruppe bei niemandem. Die Dosis lag bei 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht, bei 70 kg also 350 mg am Tag. Übliche Mengen aus CBD Öl liegen weit darunter.
Mehr dazu unter Nebenwirkungen. Nimmst du regelmäßig Medikamente, lies auch zu Wechselwirkungen: CBD kann den Abbau anderer Wirkstoffe in der Leber verlangsamen.
Lassen sich Studiendosen auf dein CBD Öl übertragen?
Meist nicht. Die meisten Studien am Menschen arbeiten mit 300 bis 1000 mg isoliertem CBD am Tag. Ein 10%-Öl hat 5 mg pro Tropfen, du bräuchtest also 60 bis 200 Tropfen täglich.
Übertragen lassen sich die Mechanismen, etwa dass CBD entzündungsfördernde Botenstoffe dämpft. Die Wirkstärke dagegen nicht: Ein Effekt, der bei 600 mg messbar war, ist bei 25 mg nicht einfach 24-mal kleiner, er kann ganz fehlen. Außerdem testen Studien fast immer reines CBD-Isolat. Im Handel bekommst du meist Breit- oder Vollspektrum mit weiteren Pflanzenstoffen.
Fang deshalb niedrig an und steigere langsam, statt eine Studiendosis nachzubauen. Gib die Tropfen unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann, am besten zu einer Mahlzeit mit etwas Fett. Konkrete Mengen nach Körpergewicht findest du im Ratgeber zur Dosierung, alle Stärken bei unseren CBD Ölen.
Du weißt nicht, welches Produkt zu dir passt?
Ein paar Fragen zu Anlass, Erfahrung und gewünschter Stärke reichen, um die Auswahl einzugrenzen.
Zum ProduktfinderHäufige Fragen zu CBD-Studien
Gibt es klinische Studien zu CBD am Menschen?
Welches sind die neuesten CBD-Studien?
Was sagt die Charité zu CBD?
Wo finde ich seriöse CBD-Studien?
Sind die Ergebnisse auf frei verkäufliches CBD-Öl übertragbar?
Warum stehen hier auch Studien ohne positives Ergebnis?
Unser Fazit
Was zeigt die Studienlage zu CBD?
CBD ist besser untersucht als die meisten Pflanzenstoffe, aber kein Mittel für alles. Bei bestimmten Epilepsieformen reicht die Evidenz bis zur Zulassung als Arzneimittel, bei Angst und Schlaf gibt es solide Hinweise, bei vielen anderen Themen nur Zell- und Tierversuche. Prüfe bei jeder Studie drei Dinge: den Studientyp, die Teilnehmerzahl und ob CBD untersucht wurde oder ein THC-haltiger Extrakt.
Diese Sammlung bündelt die Studien, auf die sich unsere Ratgeber stützen. Wir gleichen die Einträge laufend mit den Originalquellen ab und korrigieren ungenaue Zusammenfassungen.
Du willst die Übersicht als Quelle nutzen? Verlinkungen mit Quellenangabe sind willkommen. Fehlt eine Studie oder ist dir ein Fehler aufgefallen, schreib uns über das Kontaktformular. Häufige Irrtümer über CBD klärt unser Mythen- und Faktencheck.
Medizinischer Hinweis
Diese Studiensammlung dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. CBD ist, bis auf zugelassene Arzneimittel wie Epidyolex, kein Medikament. Sprich bei gesundheitlichen Beschwerden oder vor der Kombination mit Medikamenten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
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