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Wie CBD Öl bei Schilddrüsenproblemen helfen kann

Wie CBD Öl bei Schilddrüsenproblemen helfen kann

Eine Schilddrüsenerkrankung bringt oft mehr mit als auffällige Blutwerte: Müdigkeit, innere Unruhe, schlechter Schlaf und schmerzende Gelenke begleiten viele Betroffene durch den Alltag. CBD Öl kann dir helfen, mit diesen Beschwerden besser zurechtzukommen, als natürliche Ergänzung zu deiner Therapie.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das Öl gibst du unter die Zunge, lässt es etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann.
  • Für den Einstieg reichen 10 bis 20 mg am Tag, das sind 2 bis 4 Tropfen eines 10%-Öls.
  • Geht es dir vor allem um besseren Schlaf, nimm es abends, bei Unruhe und Müdigkeit verteilt über den Tag.
  • Achte auf ein laborgeprüftes Öl mit Analysezertifikat, damit du weißt, wie viel CBD drin ist.

Unterstützt CBD die Schilddrüse?

CBD kann Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen unterstützen, vor allem bei Begleitbeschwerden wie Stress, innerer Unruhe, Schlafproblemen und schmerzenden Gelenken. Es wirkt über das Endocannabinoid-System, das auch an der Regelung von Hormonen beteiligt ist, und kann Entzündungen dämpfen. Erste Studien an Tieren sind vielversprechend, Studien am Menschen fehlen noch.

CBD ersetzt keine ärztliche Behandlung, kann sie aber gut begleiten.

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Wie ist die Schilddrüse aufgebaut und was macht sie?

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ vorn am Hals, das die Hormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin) bildet. Diese Hormone regeln den Stoffwechsel, also wie dein Körper die aufgenommenen Kalorien in nutzbare Energie umwandelt. Bei normaler Funktion schüttet sie genau so viel Hormon aus, wie der Körper gerade braucht.

T4 enthält vier Jodatome, T3 drei. Bei normaler Funktion regeln die Hormone den Stoffwechsel in einem gleichmäßigen Tempo. Dabei werden stets neue Hormone ausgeschüttet, um die verbrauchten zu ersetzen.

Welche Schilddrüsenerkrankungen gibt es?

Die zwei wichtigsten Schilddrüsenerkrankungen sind die Überfunktion (Hyperthyreose), bei der die Schilddrüse zu viele Hormone bildet, und die Unterfunktion (Hypothyreose), bei der sie zu wenige bildet. Häufige Ursachen sind Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow und Hashimoto, Entzündungen der Schilddrüse und ein Mangel oder Überschuss an Jod.

Beide Probleme können ihren Ursprung in Grunderkrankungen haben, die sich auf die Schilddrüse auswirken. Eine Überfunktion kann in Verbindung mit folgenden Erkrankungen entstehen:

  • Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung, oft mit vergrößerter Schilddrüse)
  • Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse)
  • Überschuss von Jod, das für die Produktion von Schilddrüsenhormonen benötigt wird
  • Überaktive Schilddrüsenknoten

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann durch folgende Erkrankungen verursacht werden:

  • Hashimoto (Autoimmunerkrankung, bei der körpereigene Zellen die Schilddrüse angreifen und zerstören)
  • Jodmangel
  • Thyreoiditis

Symptome von Unter- und Überfunktion

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) kann folgende Symptome aufweisen:

  • Unruhe, Gereiztheit und Angstzustände
  • Schlafstörungen
  • Gewichtsverlust
  • Kropf oder vergrößerte Schilddrüse
  • Zittern und Schwäche in den Muskeln
  • Unregelmäßige Menstruationszyklen
  • Sehstörungen oder gereizte Augen
  • Hitzeempfindlichkeit

Symptome einer Hypothyreose (Unterfunktion):

  • Abgeschlagenheit
  • Vergesslichkeit und Konzentrationsprobleme
  • Gewichtszunahme
  • Starke Monatsblutungen
  • Grobes, trockenes Haar
  • Kälteempfindlichkeit
  • Heiserkeit

Diagnose

Zur Bestimmung der Schilddrüsenwerte T3, T4 und des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) werden meist Bluttests vorgenommen. Außerdem nutzen Ärztinnen und Ärzte Ultraschall, Gewebeproben (Biopsie) oder ein Jodscreening, um Veränderungen der Schilddrüse festzustellen.

Wirkt CBD entzündungshemmend auf die Schilddrüse?

CBD kann Entzündungen dämpfen, weil es entzündungshemmende Botenstoffe wie IL-10 erhöht und entzündungsfördernde wie TNF-alpha senkt. Das ist bei der Schilddrüse wichtig, denn viele Erkrankungen wie Hashimoto und Morbus Basedow entstehen durch Entzündungen und Angriffe des Immunsystems. In einer Tierstudie stiegen mit CBD sogar die Schilddrüsenhormone.

Die Studien zu CBD und Schilddrüse sind noch nicht abgeschlossen, einige Ergebnisse sind aber vielversprechend. Geht es darum, Entzündungen zu verringern, ist CBD Öl besonders interessant.

Es hat sich gezeigt, dass Cannabinoide Entzündungen in verschiedenen Organen und Geweben verringern können. Weil bei vielen Schilddrüsenerkrankungen Entzündungen eine Rolle spielen, ist CBD hier ein interessanter Ansatz. Belegt ist eine Wirkung an der Schilddrüse des Menschen aber nicht.

Die entzündungshemmende Wirkung von CBD und anderen Inhaltsstoffen der Hanfpflanze haben Forschende vielfach beschrieben. Präklinische Untersuchungen deuten darauf hin, dass CBD sowohl die Ablesung der Gene, die die Entzündung auslösen, als auch die Autoimmunreaktion verringern kann.

Bessere Schilddrüsenfunktion durch CBD Öl bei Ratten

In einer Studie von 2022 untersuchten Forschende bei Ratten mit Vitamin-D-Mangel, wie CBD über den Cannabinoidrezeptor CB2 und den Vitamin-D-Rezeptor auf die Schilddrüsenhormone wirkt. Die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Calcitonin stiegen durch CBD Öl deutlich an. Die Studie kommt deshalb zu dem Schluss, dass CBD zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion und zur Erhaltung der Knochengesundheit in Betracht gezogen werden kann. Ob sich das auf Menschen übertragen lässt, ist offen.

Auch eine italienische Studie stellt fest, dass Cannabinoidrezeptoren die Freisetzung von T3 und T4 in der Schilddrüse von Ratten beeinflussen können.

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Kann CBD Öl bei Hashimoto und Morbus Basedow helfen?

Bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto und Morbus Basedow greift das eigene Immunsystem die Schilddrüse an. CBD könnte hier ansetzen, weil es in Labor- und Tierstudien Entzündungen dämpft. Ob das bei Hashimoto oder Morbus Basedow am Menschen etwas ändert, ist nicht untersucht.

Bekannt ist bisher, dass CBD Entzündungen verringern kann, indem es den IL-10-Spiegel erhöht und gleichzeitig entzündungsfördernde Zytokine wie IL-2, IL-3, IFN-γ und TNF-alpha senkt. Diese Ergebnisse stammen aus Labor- und Tierversuchen.

Im Körper herrscht ein Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Zytokinen. Bei Hashimoto oder einer anderen Autoimmunerkrankung überwiegen die entzündungsfördernden. Im Labor verschiebt CBD dieses Gleichgewicht in Richtung der entzündungshemmenden Zytokine. Ob das bei Hashimoto am Menschen genauso funktioniert, ist allerdings nicht untersucht.

In Laborversuchen bremst CBD außerdem das Gedächtnis des Immunsystems und verlangsamt die Bildung von T-Zellen. Das könnte die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Autoimmunerkrankungen wieder aufflammen. Zusätzlich kann CBD Gene aktivieren, die oxidativen Stress bekämpfen, sodass Autoimmunangriffe die Zellen weniger schädigen.

Auch Terpene (sekundäre Pflanzenstoffe) wie Beta-Caryophyllen, die in Vollspektrum CBD Öl enthalten sind, können Entzündungen verringern, indem sie über den CB2-Rezeptor wirken. Myrcen ist ein weiteres Terpen, das Entzündungen verringern kann.

Die entzündungshemmende Wirkung von Cannabidiol wurde auch bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose und Morbus Crohn beschrieben.

Wie hängen Endocannabinoid-System und Schilddrüse zusammen?

Das Endocannabinoid-System arbeitet eng mit dem Hormonsystem zusammen und beeinflusst die Bildung von Hormonen wie Insulin, Cortisol, Melatonin und auch der Schilddrüsenhormone. In der Schilddrüse selbst finden sich viele Cannabinoidrezeptoren. Über diese Rezeptoren kann CBD indirekt auf das hormonelle Gleichgewicht wirken.

Alle Wirbeltiere haben ein Endocannabinoid-System (ECS), auch der Mensch. Es wirkt im Nervensystem und in vielen Organen und ist eines der wichtigsten Regelsysteme des Körpers.

Der Körper bildet selbst Cannabinoide, die sogenannten Endocannabinoide. Sie steuern viele Funktionen, darunter Gefühle, Erinnerungen, Körpertemperatur, Immunreaktionen, Appetit, Fruchtbarkeit, Sinnesorgane und den Schutz der Nervenzellen.

CBD Öl und das hormonelle Gleichgewicht

Studien haben gezeigt, dass das Endocannabinoid-System mit dem Hormonsystem zusammenarbeitet. Es hilft dabei, das innere Gleichgewicht des Körpers stabil zu halten, damit alles normal funktioniert.

Das ECS steuert viele Vorgänge im Körper und beeinflusst die Bildung von Hormonen wie Insulin, Cortisol, Melatonin und auch der Schilddrüsenhormone.

In einer Studie von 2015 fanden Forschende viele CB1- und CB2-Rezeptoren in der Schilddrüse. Sie vermuten, dass diese Rezeptoren bei Tumoren der Schilddrüse eine schützende Rolle spielen könnten.

Die Wirkung von CBD über das ECS und seine beiden Rezeptoren CB1 und CB2 könnte der Schlüssel zu seinen möglichen Vorteilen für die Schilddrüse sein. Wie viel T3 und T4 gebildet wird, hängt auch von diesen Rezeptoren ab.

Diese Hormone steuern Stoffwechsel, Appetit und Körpertemperatur und sind wichtig für Haare, Nägel und Haut.

Cannabinoidrezeptoren gibt es auch im Hypothalamus, genauer im paraventrikulären Kern. Dieser Bereich des Gehirns gibt der Hirnanhangsdrüse das Signal, Hormone auszuschütten, die Schilddrüse, Nebennieren und Keimdrüsen steuern.

CBD wirkt indirekt auf dieses System. Ob es darüber beim Menschen die Hormonbildung der Schilddrüse beeinflusst, ist bisher nicht untersucht.

Bei welchen Beschwerden kann CBD helfen?

CBD kann bei einigen Beschwerden unterstützen, die Schilddrüsenerkrankungen begleiten: bei Gelenk- und Muskelschmerzen, bei Stress, Angst und gedrückter Stimmung sowie bei Schlafproblemen. Die Hinweise dafür stammen allerdings nicht aus Studien mit Schilddrüsenpatienten.

Zu Hautproblemen, Entzündungen und Gewichtszunahme gibt es erste Hinweise, vor allem aus dem Labor.

CBD Öl bei Müdigkeit und langsamem Stoffwechsel

Menschen mit Schilddrüsenproblemen leiden häufig unter Müdigkeit. Hier kann es helfen, CBD in kleinen Mengen über den Tag verteilt zu nehmen. Bei einer Unterfunktion kommt ein gebremster Stoffwechsel dazu, der zu Gewichtszunahme und noch mehr Müdigkeit führt.

Weil CBD das Endocannabinoid-System beeinflusst, könnte es auch den Stoffwechsel unterstützen. In Laborversuchen hat CBD weiße Fettzellen in braune umgewandelt. Braune Fettzellen verbrennen mehr Energie. Außerdem können Cannabinoide den Stoffwechsel positiv beeinflussen, indem sie die Insulinempfindlichkeit erhöhen und den Blutzuckerspiegel senken.

Eine große US-Auswertung von 2013 zu Cannabis und Stoffwechsel zeigte, dass regelmäßige Cannabiskonsumenten eine geringere Insulinresistenz, niedrigere Blutzuckerwerte und einen kleineren Taillenumfang hatten. Untersucht wurde dabei die Wirkung von Cannabinoiden allgemein, nicht nur von CBD.

Schmerzlindernde Wirkung

Schmerzen, vor allem in Gelenken und Muskeln, sind ein häufiges Symptom von Schilddrüsenerkrankungen. Es gibt Hinweise, dass CBD Schmerzsignale verringern kann, indem es indirekt auf die Opioid- und Vanilloidrezeptoren wirkt, die an der Schmerzverarbeitung beteiligt sind.

Außerdem kann CBD Entzündungen dämpfen. In einer Studie im Journal of Experimental Medicine linderten CBD und verwandte Stoffe bei Ratten lang anhaltende Entzündungen und Nervenschmerzen.

Cannabidiol gegen Stress, Angst und gedrückte Stimmung

Forschungen zeigen, dass CBD als Öl oder Kapsel eingenommen Angst und gedrückte Stimmung lindern kann. Das liegt daran, dass CBD an mehreren Signalwegen beteiligt ist, die unsere Reaktion auf Stress regeln.

Ein Beispiel ist die Aktivierung des Serotonin-Rezeptors 5-HT1A, wie eine Studie von Dr. Ethan Russo beschreibt. Der Botenstoff Serotonin steht für Gefühle wie Zufriedenheit und Gelassenheit.

Damit das Gehirn nicht übererregt wird, verstärkt CBD laut einer englischen Studie die Wirkung am GABA-A-Rezeptor. Der Rezeptor spricht dann besser auf den beruhigenden Botenstoff GABA an. Das könnte erklären, warum viele CBD als beruhigend erleben.

Viele Menschen mit Schlafproblemen greifen zu CBD Öl, weil Angst eine der Hauptursachen für schlechten Schlaf ist. Bei regelmäßiger Einnahme berichten sie oft, dass sie nachts besser schlafen und tagsüber fitter sind.

Wie viel CBD Öl bei Schilddrüsenbeschwerden?

Bei Begleitbeschwerden einer Schilddrüsenerkrankung startest du mit 10 bis 20 mg CBD am Tag, bei Gelenk- oder Muskelschmerzen mit 15 bis 25 mg. Mit einem 10% Öl sind das 2 bis 5 Tropfen. Nach einigen Tagen steigerst du langsam, die meisten landen zwischen 20 und 50 mg täglich.

Beschwerden Start Ziel Tropfen 10% zum Start
Unruhe, Stress 10–20 mg 20–35 mg 2–4
Schlafprobleme 10–20 mg 20–40 mg 2–4
Gelenkschmerzen 15–25 mg 25–50 mg 3–5

Die Werte gelten für etwa 70 kg Körpergewicht und stammen aus unserem Dosierungsrechner. Gib das Öl unter die Zunge, lass es etwa 60 Sekunden einwirken und schluck es dann. Steigere die Menge alle paar Tage um einen Tropfen, bis du eine spürbare Wirkung merkst.

Unsere Empfehlungen bei Schilddrüsenbeschwerden

Ein Öl mit 5% oder 10% passt für den Einstieg und lässt sich Tropfen für Tropfen anpassen. Kapseln sind die geschmacksneutrale Alternative mit fester Menge.

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Gibt es Wechselwirkungen mit L-Thyroxin?

Wechselwirkungen zwischen CBD und Schilddrüsenmedikamenten wie L-Thyroxin sind möglich, weil CBD Leberenzyme bremst, die viele Arzneimittel abbauen. Dadurch kann ein Medikament stärker oder schwächer wirken. Ob du CBD zusätzlich zu L-Thyroxin nimmst, klärst du deshalb am besten vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Das am häufigsten verwendete Schilddrüsenmedikament ist Levothyroxin (L-Thyroxin). Es wird zum Teil in der Leber abgebaut, unter anderem über Enzyme, die CBD bremsen kann. CBD hemmt außerdem Enzyme des Cytochrom-P450-Systems, die viele verschreibungspflichtige und rezeptfreie Arzneimittel abbauen.

Wegen dieser Wechselwirkungen könnte die Einnahme von CBD zusammen mit Schilddrüsenmedikamenten zu einer zu hohen Menge des Arzneimittels im Körper führen oder seine Wirkung abschwächen.

Was passiert, wenn du L-Thyroxin und CBD Öl zusammen nimmst?

Ob CBD den Spiegel von L-Thyroxin verändert, ist bisher kaum untersucht. Bei Schilddrüsentabletten fallen aber schon kleine Verschiebungen ins Gewicht, deshalb wird die Dosis über den TSH-Wert eingestellt. Wenn du CBD dazunimmst, lass deine Werte nach einigen Wochen kontrollieren. Ein zeitlicher Abstand zwischen den Einnahmen ändert an der Wirkung auf die Leberenzyme wenig. Wie du beides am besten kombinierst, besprichst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, idealerweise in einer Praxis für Hormonerkrankungen.

Fazit: CBD Öl und Schilddrüse

CBD wirkt über das Endocannabinoid-System und kann bei Schilddrüsenerkrankungen begleitend unterstützen, als Ergänzung zur Therapie. Besonders bei Müdigkeit, Unruhe, Schlafproblemen und Gelenkschmerzen berichten viele von einer Erleichterung, und erste Studien zur Wirkung auf Entzündungen und Hormone sind vielversprechend.

Wenn du CBD ausprobieren möchtest, starte mit 10 bis 20 mg am Tag und steigere langsam. Nimmst du Schilddrüsenmedikamente, sprich die Einnahme vorher in deiner Praxis an.

Häufige Fragen zu CBD und Schilddrüse

Kann CBD die Schilddrüse direkt beeinflussen?

CBD wirkt nicht direkt auf die Schilddrüse, sondern über das Endocannabinoid-System. Dieses ist an der Regelung von Hormonen, Stoffwechsel und Entzündungen beteiligt. Erste Studien deuten an, dass CBD entzündungshemmend wirken und so indirekt die Schilddrüse unterstützen könnte. Gesicherte klinische Daten am Menschen fehlen jedoch.

Hilft CBD bei Hashimoto oder Morbus Basedow?

CBD kann die Beschwerden lindern, die Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse begleiten, etwa Müdigkeit, Stress, Schlafprobleme und Schmerzen. Es ersetzt aber keine ärztliche Therapie. Bei Hashimoto oder Basedow setzt du CBD am besten begleitend und nach Rücksprache in deiner Praxis ein.

Gibt es eine Wechselwirkung zwischen CBD und L-Thyroxin?

Ja, eine Wechselwirkung ist möglich, weil CBD Leberenzyme bremst, die viele Arzneimittel abbauen. Dadurch kann sich die Wirkung von Schilddrüsentabletten wie L-Thyroxin verändern. Ein zeitlicher Abstand zwischen den Einnahmen ändert daran wenig. Stimme die Kombination deshalb mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Welche Symptome von Schilddrüsenerkrankungen kann CBD lindern?

Viele Betroffene berichten von positiven Effekten bei innerer Unruhe, Angst und Nervosität, bei Schlafstörungen, bei Muskel- und Gelenkbeschwerden sowie bei Stress und Anspannung. Die Wirkung ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Welche Einnahmeform von CBD ist bei Schilddrüsenproblemen sinnvoll?

Am häufigsten wird CBD Öl verwendet: Du gibst es unter die Zunge, lässt es etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann. Alternativ passen Kapseln oder ein Spray. Starte mit einer niedrigen Menge und steigere langsam.

Gibt es wissenschaftliche Studien zu CBD und Schilddrüse?

Ja, vor allem an Tieren. Eine Studie von 2022 zeigte bei Ratten höhere Schilddrüsenhormonwerte (z. B. Thyroxin) durch CBD. Beim Menschen fehlen bisher große klinische Studien, deshalb gilt CBD als ergänzende Maßnahme.

Ist CBD ein Ersatz für eine Schilddrüsentherapie?

Nein. CBD kann begleitend eingesetzt werden, um Beschwerden zu lindern. Eine bestehende Therapie mit Schilddrüsentabletten darfst du niemals ohne ärztliche Rücksprache absetzen oder verändern.

Was sagt die EFSA zur Menge?

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA nennt vorläufig 0,0275 mg pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als sichere Menge für gesunde Erwachsene ab 25 Jahren, also rund 2 mg bei 70 kg. Der Wert ist bewusst sehr vorsichtig gewählt, weil Langzeitdaten fehlen. Er ist kein Wert, ab dem Schäden belegt sind. Die Mengen in diesem Artikel stammen aus unserem Dosierungsrechner.

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keine ärztliche oder tierärztliche Beratung. CBD ist kein Arzneimittel. Medizinischer Haftungsausschluss

Studien und Quellen
  1. Studie zu CBD, CB2- und Vitamin-D-Rezeptor und Schilddrüsenhormonen bei Ratten mit Vitamin-D-Mangel (2022). Journal of Food Science and Technology. link.springer.com
  2. Studie zu Cannabinoidrezeptoren und der Freisetzung von T3 und T4 in der Schilddrüse von Ratten. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12153749
  3. Übersichtsarbeit zur entzündungshemmenden Wirkung von CBD. ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7445536
  4. Arbeit zum Endocannabinoid-System und Hormonsystem. Endokrynologia Polska. journals.viamedica.pl
  5. Studie zu CB1- und CB2-Rezeptoren in der Schilddrüse (2015). ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4619873
  6. Russo EB et al. (2005). Studie zu CBD und dem Serotonin-Rezeptor 5-HT1A. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16258853
  7. Studie zu CBD und dem GABA-A-Rezeptor. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30758329
  8. EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (2025). Update of the statement on the safety of cannabidiol as a novel food. EFSA Journal. efsa.europa.eu
Dominik Martzy

Autor

Dominik Martzy

Schreibt für CANNABY über Wirkung, Dosierung und sichere Anwendung von CBD. Mehr als 300 Artikel hat er recherchiert, immer auf Basis aktueller Studien.