Zum Inhalt springen

Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer

CANNABY · CBD bei rheumatoider Arthritis (cbra)

CBD & Gelenke

Welches CBD Öl bei rheumatoider Arthritis? Worauf es ankommt

Wer mit rheumatoider Arthritis nach dem passenden CBD Öl sucht, landet auf Produktseiten voller Prozentzahlen, Spektren und Versprechen. Ein Öl speziell für RA ist nicht dabei, es gibt keins. Es gibt vier Merkmale, an denen du ein brauchbares Öl von einem beliebigen unterscheidest. Und es gibt eine Studienlage, die deine Erwartung ziemlich sicher nach unten korrigiert.

Das Wichtigste im Überblick

  • Kein spezielles RA-Öl: Entscheidend sind Analysezertifikat, klare mg-Angabe pro Tropfen und Breit- oder Vollspektrum.
  • Die Erwartung gehört gedämpft: In der bisher einzigen kontrollierten RA-Studie änderte CBD weder die Krankheitsaktivität noch die Entzündung im Gelenk-Ultraschall.
  • Bei vielen kleinen Gelenken ist Öl die Basis, eine Creme lohnt nur für das eine Gelenk, das herausragt.
  • Methotrexat und CBD teilen keinen Enzymweg, können aber beide die Leberwerte heben. Kontrolle ärztlich absprechen.

Welches CBD Öl bei rheumatoider Arthritis?

Es gibt kein CBD Öl für rheumatoide Arthritis, und es kann auch keins geben. Ein Öl, das mit „bei rheumatoider Arthritis“ beworben wird, wäre nach deutschem Recht ein Arzneimittel, und zwar ein nicht zugelassenes. Wer dir trotzdem eins anbietet, verkauft dir ein Etikett.

Was Öle tatsächlich unterscheidet, sind vier Dinge, die du nachprüfen kannst.

KriteriumWoran du es erkennstWarum es bei RA zählt
AnalysezertifikatLaborbericht mit CBD- und THC-Gehalt, öffentlich einsehbarDu nimmst es neben einer Basistherapie. Was drin ist, muss belegt sein
mg pro Tropfensteht auf Flasche oder Produktseite, nicht nur der ProzentwertOhne diese Zahl kannst du nicht dosieren und deiner Ärztin nichts nennen
Breit- oder Vollspektrumausgewiesen, kein IsolatIsolat ist reines CBD ohne die übrigen Pflanzenstoffe
HerkunftAnbauland und Verarbeitung nachvollziehbarBei täglicher Anwendung über Monate zählt die Charge, nicht der Einzelkauf

Der Punkt, an dem RA sich von anderen Gelenkbeschwerden unterscheidet, ist die Konzentration. Rheumatoide Arthritis trifft selten ein Gelenk, sondern meist viele kleine gleichzeitig und auf beiden Seiten. Damit fällt die lokale Anwendung als Hauptweg aus, und du brauchst eine tägliche Basis über den Mund. Wenn du bei 20 mg am Tag landest, sind das mit einem 5%-Öl acht Tropfen und mit einem 15%-Öl knapp drei. Über Monate ist das der Unterschied zwischen einer Prozedur und einer Angewohnheit.

Bei der Spektrumsfrage geht es weniger um die Wirkung als um das, was du im Haus haben willst. Breitspektrum ist komplett THC-frei, Vollspektrum enthält Spuren unter 0,05%. Beides liegt weit unter der gesetzlichen Grenze von 0,3%, und beides ist frei verkäuflich. Nimmst du regelmäßig Medikamente und willst jede Variable klein halten, ist Breitspektrum die schlichtere Wahl.

Öle, die diese vier Kriterien erfüllen, findest du bei unseren CBD Ölen.

Was die Forschung zu CBD bei rheumatoider Arthritis zeigt

Die einzige kontrollierte Studie an RA-Betroffenen fand keinen Effekt – weder auf die Krankheitsaktivität noch auf die Entzündung im Gelenk-Ultraschall. Das ist die ehrliche Ausgangslage, und sie steht im Widerspruch zu fast allem, was sonst zu dem Thema im Umlauf ist.

UntersuchungWoran gemessenErgebnis
Ranganath 2024 · 47 RA-Betroffene, 12 Wochen, 400 oder 800 mg täglich zusätzlich zur BasistherapieKrankheitsaktivität (DAS28), Gelenk-Ultraschall, Funktion, Schmerzkein Unterschied zu Placebo in keinem einzigen Endpunkt
Lowin 2020 · menschliche Zellen aus entzündetem RA-GelenkgewebeEntzündungsbotenstoffe IL-6, IL-8, MMP-3dosisabhängig gesenkt; CBD trifft gezielt die entzündeten Zellen
Frane 2022 · Befragung von 428 Menschen mit Arthritis und ArthroseSelbstauskunft zu Schmerz, Funktion, Schlaf83% berichteten weniger Schmerzen; die Arthrose-Gruppe deutlich stärker als die RA-Gruppen

Der Ultraschall ist hier der Punkt. Bei einer RA-Studie kann man sich nicht darauf herausreden, dass Schmerz subjektiv sei: Die entzündete Gelenkinnenhaut lässt sich im Power-Doppler sichtbar machen und messen. Ranganath hat genau das getan, zwölf Wochen lang, bei Menschen mit mittlerer bis schwerer RA, die alle bereits auf einer stabilen Basistherapie standen. Die Entzündung im Bild bewegte sich nicht.

Auch die Dosis lohnt einen Blick. Getestet wurden 200 oder 400 mg zweimal täglich, also 400 bis 800 mg am Tag. Bei einem 10%-Öl sind das 80 bis 160 Tropfen täglich – Mengen, die kein Mensch im Alltag nimmt und die keine Flasche im Regal hergibt. Wer jetzt hofft, dass eine kleinere Menge besser wirkt: In der Studie schnitt die niedrigere Dosis beim Schmerz minimal besser ab als die höhere, allerdings ohne statistische Bedeutung. Was die höhere Dosis sicher brachte, waren Magen-Darm-Beschwerden bei 63% der Teilnehmenden und fünf Abbrüche. In der Placebogruppe brach niemand ab.

Das Verwirrende daran: Im Labor sieht CBD bei RA überzeugend aus. Dass Cannabidiol entzündungshemmend wirken kann, ist in der Zellkultur gut belegt. Eine Düsseldorfer Arbeitsgruppe hat menschliche Zellen aus entzündetem RA-Gelenkgewebe damit behandelt und gemessen, wie die Entzündungsbotenstoffe einbrechen. Besonders bemerkenswert: CBD traf vor allem die aktivierten Zellen, also genau die, die das Gelenk zerstören. Ein Wirkstoff, der im Reagenzglas so präzise arbeitet und im Patienten nichts bewegt, ist keine Seltenheit, sondern der Normalfall in der Arzneimittelentwicklung. Zwischen Zellkultur und Gelenkinnenhaut liegen Darm, Leber und Blutbahn.

Bleibt die Zahl, die dir überall begegnet: 83% weniger Schmerzen. Sie stammt aus einer Online-Befragung von 428 Menschen mit Arthritis und Arthrose, ohne Vergleichsgruppe, ohne Messung. Wer nichts gemerkt hat, füllt so einen Bogen seltener aus. Vor allem aber: In derselben Erhebung berichtete die Arthrose-Gruppe stärkere Besserung als die Gruppen mit rheumatoider Arthritis. Die meistzitierte Zahl auf RA-Seiten stammt also aus einer Untersuchung, die für RA das schwächere Ergebnis lieferte.

Was bleibt für dich? Keine Aussicht darauf, dass CBD deine Entzündung senkt. Möglich bleibt, dass es dir beim Drumherum hilft: Schlaf, Anspannung, das Zurechtkommen mit einer Erkrankung, die nicht weggeht. Das ist wenig. Es ist aber ehrlich, und es ist der einzige Anspruch, den die Daten tragen.

CBD und Methotrexat: was du wissen musst

Die Warnung, die überall zu lesen ist, trifft hier nicht: Methotrexat wird nicht über die Leberenzyme abgebaut, die CBD blockiert. Der Weg, über den CBD andere Medikamente ausbremst, existiert bei MTX schlicht nicht. Entwarnung ist das trotzdem keine, nur eine andere Baustelle.

Kurz zum Hintergrund: Fast jeder Text zu CBD und Medikamenten dreht sich um CYP3A4 und CYP2C19. Die Faustregel „steht eine Grapefruit-Warnung auf der Packung, gilt sie auch für CBD“ zielt auf genau diesen Weg. Methotrexat geht ihn nicht. Es verlässt den Körper zum größten Teil unverändert über die Nieren, nur ein kleiner Teil wird in der Leber umgebaut, und zwar über ein anderes Enzym. Die klassischen MTX-Wechselwirkungen sind entsprechend andere: Schmerzmittel aus der NSAR-Gruppe, Magenschutzmittel, bestimmte Antibiotika. Sie alle bremsen die Ausscheidung über die Niere.

Und genau dort liegt der offene Punkt. MTX wird von Transportern aus den Zellen und in den Urin befördert, einer davon heißt BCRP. Im Labor hemmt CBD diesen Transporter. Würde sich das im Menschen so verhalten, stiege der MTX-Spiegel, ohne dass du deine Dosis verändert hast. Ob es das tut, weiß niemand: Die Kombination ist am Menschen nie untersucht worden, und Transporter-Hemmungen aus der Zellkultur schlagen erfahrungsgemäß selten auf die Praxis durch. Ein belegtes Risiko ist das also nicht. Eine belegte Unbedenklichkeit aber auch nicht.

Der handfeste Punkt ist die Leber. Methotrexat kann die Leberwerte heben, deshalb wirst du darunter regelmäßig kontrolliert. CBD kann es in höheren Mengen ebenfalls. Zwei Stoffe, die dasselbe Organ fordern, addieren sich – das ist keine Theorie, sondern die Standarderwartung.

Daraus folgt etwas Praktisches: Du hast das Sicherheitsnetz bereits. Unter MTX läuft die Leberkontrolle ohnehin alle paar Wochen. Wenn deine Rheumatologin weiß, dass du CBD nimmst, kostet die Überwachung dich keinen zusätzlichen Termin, sie liest die Werte mit, die sie sowieso abnimmt. Der einzige Fehler, den du machen kannst, ist, es nicht zu sagen. Welche Wirkstoffe sonst noch betroffen sind, steht ausführlich bei den Wechselwirkungen von CBD.

Öl oder Creme bei entzündeten Gelenken?

Bei rheumatoider Arthritis ist das Öl die Basis, die Creme die Ausnahme. Der Grund liegt in der Erkrankung selbst: RA trifft typischerweise viele kleine Gelenke gleichzeitig und auf beiden Seiten – Finger, Handgelenke, Zehen. Zwanzig Gelenke cremst du nicht.

Das hat eine unbequeme Konsequenz. Bei Arthrose kannst du auf die äußerliche Anwendung ausweichen, und dort liegen die einzigen halbwegs brauchbaren Daten. Bei RA fällt dieser Ausweg weg. Die Erkrankung drängt dich auf den oralen Weg, also genau auf den, der in der einzigen kontrollierten RA-Studie nichts bewirkt hat. Das macht die Sache nicht sinnlos, aber es erklärt, warum die Erwartung hier niedriger sein muss als bei einem einzelnen Knie.

Sinnvoll bleibt die Creme für das eine Gelenk, das aus der Reihe tanzt: ein Handgelenk im Schub, ein Knie, das gerade lauter ist als alles andere. Da schadet es nichts, sie zusätzlich aufzutragen, und die Haut an den Händen ist ohnehin oft trocken. Als Hauptstrategie taugt sie bei RA nicht. Eine Auswahl findest du bei unserer CBD Creme.

Das Öl gibst du unter die Zunge, lässt es dort etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann. Und hier kommt ein Punkt dazu, an den bei RA selten jemand denkt: Eine Pipette will gehalten, gezählt und getroffen werden. Wenn deine Finger morgens steif sind und die Kraft fehlt, ist genau das die Hürde, an der die Routine scheitert. Kapseln lösen das, nicht am Anfang, wenn du deine Menge noch suchst, aber später, wenn sie feststeht.

Für RA: Basis, Routine, Einzelfall

CANNABY CBD Öl 15%
7,5 mg pro Tropfen, 0% THC

CBD Öl 15%

Basis, wenn viele Gelenke betroffen sind – fein abstufbar, während du deine Menge suchst.

Ansehen
CANNABY CBD Kapseln 25 mg
Feste Dosis, keine Pipette

CBD Kapseln 25 mg

Für steife Finger, wenn die Menge feststeht und das Abzählen nervt.

Ansehen
CANNABY CBD Salbe Pure
Reichhaltig und pflegend

CBD Salbe Pure

Für das eine Gelenk im Schub, das gerade lauter ist als alle anderen.

Ansehen
Schweizer Bio-Hanf · Jede Charge laborgeprüft · Softgel-Hülle aus Tapiokastärke, vegan

Dosierung bei rheumatoider Arthritis

Es gibt keine belegte CBD-Dosis für rheumatoide Arthritis, und die getestete brauchst du gar nicht erst zu versuchen. Ranganath ging bis 800 mg täglich und fand nichts. Mehr hilft hier nachweislich nicht mehr.

Damit stellt sich die Frage anders, als du sie vielleicht gestellt hättest. Du dosierst nicht gegen die Entzündung, dafür reicht die Evidenz nicht. Du dosierst gegen das, was die Daten offenlassen: Schlaf, Anspannung, das Zurechtkommen. Und dafür liegen die üblichen Mengen bei einem Bruchteil dessen, was in der Studie steckte.

Der Einstieg: 10 bis 15 mg CBD am Tag, aufgeteilt auf morgens und abends. Halte das drei bis fünf Tage, dann erhöhe um 5 mg, wieder drei bis fünf Tage. Die meisten landen zwischen 20 und 40 mg täglich. Ein Detail aus der Studie stützt das sogar: Beim Schmerz schnitt die niedrigere der beiden Dosen minimal besser ab als die höhere – statistisch bedeutungslos, aber ein weiterer Hinweis darauf, dass Draufsatteln keine Strategie ist.

Konzentrationmg pro Tropfen20 mg entsprechen40 mg entsprechen
5%2,5 mg8 Tropfen16 Tropfen
10%5 mg4 Tropfen8 Tropfen
15%7,5 mgknapp 3 Tropfengut 5 Tropfen
20%10 mg2 Tropfen4 Tropfen
30%15 mg1 bis 2 Tropfenknapp 3 Tropfen
50%25 mgunter 1 Tropfen2 Tropfen

Die Tabelle zeigt, warum die Stärke bei RA praktisch mehr zählt als anderswo. Sechzehn Tropfen zweimal am Tag mit steifen Fingern abzuzählen, hältst du keine drei Wochen durch. Bei einem 15%-Öl sind es fünf.

Und ein Kriterium, das dir die Enttäuschung erspart: Wenn du nach vier Wochen bei 40 mg keinen Unterschied merkst, nicht am Gelenk, nicht am Schlaf, nicht an der Anspannung, dann hast du deine Antwort. Weiter erhöhen bringt dann selten etwas außer Nebenwirkungen und Kosten. Wie du dein Gewicht und deinen Bedarf in eine Tropfenzahl übersetzt, rechnet dir unser Dosierungsrechner aus.

Was willst du eigentlich verbessern?

Bei rheumatoider Arthritis liegt der mögliche Nutzen von CBD nicht im Gelenk, sondern drumherum: Schlaf, Anspannung, Erschöpfung. Welches Produkt dazu passt, hängt davon ab, was dich am meisten stört.

Zum CBD Produktfinder

Sicherheit neben der Basistherapie

Verträglich heißt bei rheumatoider Arthritis nicht folgenlos – und die RA-Studie liefert dazu die konkretesten Zahlen, die es gibt. Unter 800 mg CBD täglich hatten 63% der Teilnehmenden Magen-Darm-Beschwerden, unter 400 mg noch 43,8%, unter Placebo 33,3%. Fünf Menschen brachen wegen Nebenwirkungen ab. In der Placebogruppe niemand.

Diese Zahlen gelten für Mengen, die du nicht nehmen wirst. Bei 20 bis 40 mg am Tag sieht das Bild milder aus: Müdigkeit, ein trockener Mund, gelegentlich weicher Stuhl oder Appetitveränderungen, meist in den ersten Tagen. Das meiste verschwindet, wenn du die Dosis senkst oder den Zeitpunkt verschiebst. Der Trend aus der Studie bleibt trotzdem gültig: Je höher du gehst, desto sicherer bekommst du Nebenwirkungen und desto unsicherer einen Nutzen.

Der wichtigste Satz dieses Abschnitts steht nicht in den Nebenwirkungen. Setz deine Basistherapie nicht ab, auch nicht schleichend, auch nicht in einer guten Phase. Methotrexat, Biologika und JAK-Hemmer bremsen die Krankheitsaktivität und verhindern, dass die Entzündung deine Gelenke dauerhaft zerstört. Was dabei einmal kaputtgeht, kommt nicht zurück. CBD ersetzt davon nichts, und die einzige Studie, die es an RA-Betroffenen geprüft hat, hat es zusätzlich zur laufenden Therapie gegeben, nicht statt ihr.

Ein offener Punkt gehört dazu, auch wenn ihn niemand gern ausspricht: CBD wirkt im Labor immunmodulierend. Was das neben einem Medikament bedeutet, das dein Immunsystem gezielt dämpft, hat bisher niemand untersucht. Es gibt keinen Hinweis auf ein Problem, aber auch keine Untersuchung, die eines ausschließen würde. Ein Grund mehr, es in der Sprechstunde zu erwähnen statt zu Hause zu entscheiden.

Nicht anwenden solltest du CBD in Schwangerschaft und Stillzeit. Das ist bei RA mehr als eine Formel: Wer eine Schwangerschaft plant, muss Methotrexat vorher absetzen – und in dieser Lücke ist CBD kein Ersatz für die Therapie, die gerade fehlt. Wie du diese Phase überbrückst, entscheidet deine Rheumatologin.

Häufige Fragen zu CBD bei rheumatoider Arthritis

Wie schnell wirkt CBD bei rheumatoider Arthritis?
Auf die Krankheitsaktivität gar nicht, auch nicht nach zwölf Wochen. Falls du etwas beim Schlaf oder bei der Anspannung merkst, zeigt sich das meist nach zwei bis drei Wochen regelmäßiger Anwendung. Eine einzelne Einnahme sagt bei RA nichts aus.
Hilft CBD gegen die Morgensteifigkeit bei RA?
Nicht nachweislich. In der einzigen kontrollierten RA-Studie verbesserte sich weder die Funktion noch der Fragebogen zur Alltagsbelastung gegenüber Placebo. Wenn du besser schläfst, kann sich der Morgen trotzdem anders anfühlen. Das ist etwas anderes als eine Wirkung auf die Steifigkeit.
Kann ich CBD zusammen mit Methotrexat nehmen?
Nur nach ärztlicher Absprache, aber nicht aus dem Grund, den du vermutest. Methotrexat wird nicht über die Leberenzyme abgebaut, die CBD hemmt. Die Aufmerksamkeit gehört den Leberwerten, die beide Stoffe heben können und die unter MTX ohnehin regelmäßig kontrolliert werden.
Ersetzt CBD meine Basistherapie?
Nein, unter keinen Umständen. DMARDs, Biologika und JAK-Hemmer schützen die Gelenke vor bleibendem Schaden. CBD tut das nachweislich nicht. Verordnete Rheuma-Medikamente werden nie eigenmächtig abgesetzt oder reduziert.
Wie viel CBD bei rheumatoider Arthritis?
Es gibt keine belegte Dosis. In der Praxis startet man bei 10 bis 15 mg täglich und steigert alle drei bis fünf Tage um 5 mg, die meisten landen zwischen 20 und 40 mg. Die Studie testete 400 bis 800 mg und fand nichts. Mehr ist hier nachweislich nicht besser.
Öl oder Kapseln, wenn die Finger steif sind?
Am Anfang Öl, später Kapseln. Solange du deine Menge suchst, brauchst du die feine Abstufung der Tropfen. Steht sie fest, ist eine Kapsel mit fester Dosis die einfachere Lösung, weil sie weder Pipette noch Zählen verlangt.
Übernimmt die Krankenkasse CBD bei rheumatoider Arthritis?
Nein. Frei verkäufliche CBD-Produkte sind keine Arzneimittel und werden nicht erstattet. Verschreibungspflichtiges Medizinalcannabis ist ein anderes Produkt mit anderem Verfahren und setzt eine ärztliche Verordnung voraus.
Ist CBD bei rheumatoider Arthritis legal?
Ja. CBD aus zertifiziertem Nutzhanf ist in Deutschland frei verkäuflich, solange der THC-Gehalt unter 0,3% liegt. Unsere Breitspektrum-Produkte sind komplett THC-frei, unsere Vollspektrum-Öle liegen unter 0,05%.

Unser Fazit

Was CBD bei rheumatoider Arthritis leisten kann und was nicht

Die Antwort auf die Frage, mit der du hergekommen bist, ist unspektakulär: Es gibt kein CBD Öl für rheumatoide Arthritis. Es gibt Öle, die ein Analysezertifikat haben, ihre mg pro Tropfen ausweisen und dir eine Konzentration bieten, mit der du morgens nicht sechzehn Tropfen abzählen musst. Mehr Unterschied ist zwischen zwei seriösen Ölen nicht.

Und die Antwort auf die Frage, die darunter liegt, ist unbequem. An deiner Entzündung ändert CBD nach heutigem Stand nichts – das haben zwölf Wochen, ein Ultraschallgerät und bis zu 800 mg am Tag gezeigt. Was offenbleibt, ist das Drumherum: Schlaf, Anspannung, das Zurechtkommen mit einer Erkrankung, die bleibt. Das ist wenig. Wer damit einen Versuch startet, wird seltener enttäuscht als jemand, der auf weniger Schwellung hofft.

Wenn du es probierst: niedrig anfangen, vier Wochen geben, Notizen machen statt dich auf dein Gefühl zu verlassen. Und deine Rheumatologin informieren, bevor du anfängst, nicht nachdem etwas auffällt. Deine Basistherapie bleibt, wo sie ist.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Bei rheumatoider Arthritis ist die ärztlich begleitete Therapie entscheidend. Sprich eine CBD-Ergänzung vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab und setze verordnete Medikamente niemals eigenmächtig ab.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
  1. Ranganath V, Wilhalme H, Morris N, et al. (2024). Safety and Efficacy of Cannabidiol in Rheumatoid Arthritis Patients: A Phase 1B Pilot Randomized Placebo Controlled Trial. Arthritis & Rheumatology, 76 (Suppl 9), ACR Convergence 2024. Studienregister NCT04911127. acrabstracts.org
  2. Lowin T, Tingting R, Zurmahr J, Classen T, Schneider M, Pongratz G. (2020). Cannabidiol (CBD): a killer for inflammatory rheumatoid arthritis synovial fibroblasts. Cell Death & Disease, 11, 714. doi.org/10.1038/s41419-020-02892-1
  3. Frane N, Stapleton E, Iturriaga C, Ganz M, Rasquinha V, Duarte R. (2022). Cannabidiol as a treatment for arthritis and joint pain: an exploratory cross-sectional study. Journal of Cannabis Research, 4, 47. doi.org/10.1186/s42238-022-00154-9
  4. Breedveld P, Zelcer N, Pluim D, et al. (2004). Mechanism of the pharmacokinetic interaction between methotrexate and benzimidazoles. Cancer Research, 64(16), 5804–5811. (Zu Methotrexat: keine Beteiligung von Cytochrom-P450-Enzymen, Ausscheidung überwiegend unverändert renal.) pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15313923
  5. Holland ML, Lau DTT, Allen JD, Arnold JC. (2007). The multidrug transporter ABCG2 (BCRP) is inhibited by plant-derived cannabinoids. British Journal of Pharmacology, 152(5), 815–824. doi.org/10.1038/sj.bjp.0707467
  6. Mao Q, Unadkat JD. (2015). Role of the breast cancer resistance protein (BCRP/ABCG2) in drug transport – an update. The AAPS Journal, 17(1), 65–82. (Methotrexat als BCRP-Substrat.) ncbi.nlm.nih.gov/pmc/PMC2751502
  7. Albrecht K, Binder S, Minden K, et al. (2023). Systematisches Review zur Schätzung der Prävalenz entzündlich rheumatischer Erkrankungen in Deutschland. Zeitschrift für Rheumatologie, 82 (Suppl 2). doi.org/10.1007/s00393-022-01305-2
  8. Smolen JS, Landewé RBM, Bergstra SA, et al. (2023). EULAR recommendations for the management of rheumatoid arthritis with synthetic and biological disease-modifying antirheumatic drugs: 2022 update. Annals of the Rheumatic Diseases, 82(1), 3–18. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36357155
  9. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie. Rheuma in Zahlen – Betroffene Menschen in Deutschland. dgrh.de
Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.