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Ratgeber · Cannabinoide

HHC: Was Hexahydrocannabinol ist, wie es wirkt – und warum es in Deutschland verboten ist

Eine Zeit lang lag HHC an jedem Kiosk – als bunte Vape, als „THC-light", als legaler Rausch. Vorbei. Seit dem 27. Juni 2024 ist Hexahydrocannabinol in Deutschland verboten, und doch tauchen ständig neue Varianten und Grauzonen-Nachfolger auf. Wir verkaufen kein HHC und werben für keine dieser Substanzen. Was wir hier liefern, ist das, was im Netz kaum jemand sauber zusammenbringt: was HHC wirklich ist, wie es wirkt, was im Drogentest passiert, wie die Rechtslage genau aussieht – und warum sich der ganze Aufwand für legales CBD nicht lohnt.

27.06.2024
in Deutschland per NpSG verboten
2 Epimere
9R wirkt, 9S kaum – Verhältnis schwankt
psychoaktiv
macht high, anders als CBD
Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Medizinisch geprüft

Dr. med. Wolfgang Furtlehner

Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde

Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.

Das Wichtigste im Überblick

  • HHC ist in Deutschland seit dem 27. Juni 2024 verboten: Handel, Verkauf, Herstellung sowie Ein- und Ausfuhr sind strafbar. Besitz und Konsum zum Eigenbedarf sind dagegen nicht strafbar.
  • HHC ist psychoaktiv und macht high – anders als CBD, das nicht berauschend wirkt und frei verkäuflich ist.
  • HHC entsteht halbsynthetisch und besteht aus zwei Varianten: 9R-HHC wirkt stark, 9S-HHC kaum. Weil das Verhältnis je Produkt schwankt, ist die Wirkstärke unberechenbar.
  • CANNABY führt kein HHC und keine Grauzonen-Cannabinoide. Wer einen legalen, gut erforschten Weg sucht, ist mit laborgeprüftem CBD auf der sicheren Seite.

Grundlagen

Was ist HHC?

HHC steht für Hexahydrocannabinol – ein Cannabinoid, das eng mit dem berauschenden THC verwandt ist. Chemisch ist es eine „hydrierte" Form von THC: An der Stelle, an der THC eine Doppelbindung trägt, sitzen bei HHC zwei zusätzliche Wasserstoffatome. Diese kleine Änderung macht das Molekül stabiler gegen Hitze, Licht und Sauerstoff – und sie verändert, wie es im Körper andockt.

Neu ist HHC nicht: Der Chemiker Roger Adams beschrieb es schon 1940. Zum Massenphänomen wurde es erst um 2022, als es als vermeintlich legale Alternative zu Cannabis in Vapes, Blüten und Gummibärchen auftauchte. Wichtig zur Einordnung: HHC kommt in der Hanfpflanze praktisch nicht in nennenswerter Menge vor. Was verkauft wurde, war fast immer im Labor hergestellt.

Herstellung

Wie HHC hergestellt wird

HHC ist ein halbsynthetisches Cannabinoid. Das heißt: Als Ausgangsstoff dient meist CBD aus Nutzhanf, das im Labor chemisch umgebaut wird – durch eine sogenannte katalytische Hydrierung, bei der Wasserstoff an das Molekül angelagert wird. Genau hier liegt schon der erste Haken: Dabei kommen Metallkatalysatoren wie Palladium, Nickel oder Platin zum Einsatz, deren Rückstände im Endprodukt landen können, wenn nicht sauber gereinigt wird.

Das Marketing-Wort „naturidentisch" führt deshalb in die Irre. HHC entsteht nicht beim Pressen einer Pflanze, sondern in einer Reaktion, deren Ergebnis stark von Verfahren und Sorgfalt abhängt. Je nach Prozess entstehen unterschiedliche Mengen an Nebenprodukten – und ein schwankendes Verhältnis der beiden HHC-Varianten, um die es im nächsten Abschnitt geht.

Kein „Pflanzenextrakt": Wer HHC als rein natürliches Hanfprodukt verkauft, beschönigt die Sache. Anders als unsere körpereigenen Cannabinoide oder das pflanzliche CBD ist HHC im Handel ein Laborprodukt.

Pharmakologie

9R und 9S: warum die Wirkung so unberechenbar ist

Das ist der Punkt, den fast alle auslassen – und der HHC so schwer kalkulierbar macht. Bei der Herstellung entstehen immer zwei Spielarten desselben Moleküls, sogenannte Epimere: 9R-HHC und 9S-HHC. Sie bestehen aus exakt denselben Atomen, nur räumlich anders angeordnet – und wirken dadurch völlig unterschiedlich.

Der aktive Teil

9R-HHC

Bindet an den CB1-Rezeptor ähnlich stark wie THC. Dieser Anteil sorgt für die berauschende Wirkung.

Kaum wirksam

9S-HHC

Bindet rund zehnmal schwächer. Ein Produkt mit hohem 9S-Anteil wirkt deutlich milder – bei gleichem HHC-Gehalt.

Das Problem für Konsumenten: Standard-Verfahren steuern dieses Verhältnis nicht gezielt, und auf dem Etikett steht es so gut wie nie. Eine Untersuchung von über 60 HHC-Produkten fand den wirksamen 9R-Anteil mal bei rund 15%, mal bei fast 70% – dem Produkt ansehen kann man das nicht. Zwei Vapes mit identisch angegebenem HHC-Gehalt können sich also völlig anders anfühlen – mal kaum spürbar, mal überraschend stark. Genau diese Unberechenbarkeit ist ein Sicherheitsproblem, kein Detail für Chemiker.

Wirkung

Macht HHC high?

Ja. HHC ist psychoaktiv und macht high – das unterscheidet es grundlegend von CBD. Es bindet im Gehirn an dieselben CB1-Rezeptoren wie THC, wirkt dabei aber meist etwas milder; oft wird es als „THC-light" beschrieben. Man wird davon also durchaus stoned, in der Regel aber weniger heftig als bei klassischem Cannabis. Anwender berichten von Entspannung, Euphorie, veränderter Wahrnehmung und gesteigertem Appetit – ähnlich wie bei Cannabis, nur abgeschwächt.

Wie stark der Rausch ausfällt, hängt – siehe oben – vom 9R-Anteil und der Dosis ab und ist deshalb schwer vorherzusagen. Eine erste kontrollierte Studie am Menschen aus dem Jahr 2025 bestätigte spürbare psychoaktive Effekte bereits bei niedrigen Dosen.

Wie lange wirkt HHC?

Wirkeintritt und Dauer hängen vor allem davon ab, wie es aufgenommen wird:

KonsumformWirkeintrittDauer
Inhaliert (Vape, Blüten)wenige Minutenca. 2–4 Stunden
Oral (Edibles, Gummibärchen)bis zu 1 Stundeca. 4–6 Stunden

Angeboten wurde HHC vor allem als Vape und Liquid, dazu als Blüten, Edibles, Gummibärchen und Hash. Seit dem Verbot ist all das vom legalen Markt verschwunden.

Wichtig: „Milder als THC" heißt nicht „harmlos". Weil die Wirkstärke schwankt, lässt sich die Dosis schlecht einschätzen – und genau das führt schneller zu unangenehmen Reaktionen, als viele erwarten.

Vergleich

HHC vs. THC vs. CBD

Drei Cannabinoide, drei völlig verschiedene Profile. Diese Übersicht trennt, was oft durcheinandergeht:

 CBDHHCTHC
Macht high?NeinJa, etwas milder als THCJa
Herkunftaus Hanf gewonnenhalbsynthetisch im Laboraus Cannabis
Rechtslage DEfrei verkäuflich (THC unter 0,3%)verboten (NpSG)streng reguliert
Erforscht?vergleichsweise gutkaum, Humandaten dünngut
Typische NutzungEntspannung, Schlaf, AlltagRausch (war Lifestyle-Vape)Rausch / Medizin auf Rezept

Wo der Unterschied zwischen den berauschenden und den nicht berauschenden Cannabinoiden genau herkommt, vertiefen wir beim Thema CBD und THC im Vergleich.

Sicherheit

Nebenwirkungen & Risiken

Die größten Nachteile von HHC liegen genau hier: Weil es kaum erforscht ist, fehlen verlässliche Langzeitdaten. Was berichtet wird, ähnelt den Begleiterscheinungen von THC – dazu kommt ein Risiko, das aus der ungeregelten Herstellung stammt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft bei den marktüblichen Mengen psychoaktive Wirkungen als wahrscheinlich ein und nennt die Datenlage zur Giftigkeit ausdrücklich unvollständig.

Typische Begleiterscheinungen

Mundtrockenheit, gerötete Augen, erhöhter Puls, Müdigkeit, bei höherer Dosis Übelkeit, Angst oder Unruhe.

Das eigentliche Risiko

Ohne Qualitätskontrolle können Katalysator- und Lösungsmittelrückstände, Schwermetalle oder nicht deklarierte Stoffe im Produkt stecken.

Unberechenbare Dosis

Durch das schwankende 9R-/9S-Verhältnis ist die Wirkstärke schwer einzuschätzen – Überraschungen nach oben inklusive.

Vergiftungsfälle

Behörden dokumentieren schwere Reaktionen bis zu Krankenhausaufenthalten, auch bei Kindern nach HHC-Süßigkeiten.

Psychische Risiken

Wie bei THC gibt es Fallberichte über Angstzustände bis hin zu Psychosen, vor allem bei empfindlichen Personen oder hoher Dosis.

Mögliche Abhängigkeit

Als berauschende, THC-ähnliche Substanz gilt ein Gewöhnungs- und Abhängigkeitspotenzial als möglich. Verlässliche Daten dazu fehlen.

Anders als oft behauptet ist HHC also kein „sanfteres Cannabis", sondern eine berauschende Substanz mit dünner Datenlage und einem ungelösten Qualitätsproblem.

Was passiert bei zu viel HHC?

Eine zu hohe Dosis äußert sich meist in starker Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Angst oder Verwirrtheit. Ein Gegenmittel gibt es nicht – die Wirkung muss abklingen.

Im Ernstfall: An einen ruhigen Ort gehen, hinsetzen oder hinlegen, ausreichend trinken und jemanden dazuholen. Bei schweren Symptomen wie anhaltendem Erbrechen, Brustschmerz, Atemnot oder eingetrübtem Bewusstsein den Notruf 112 wählen. Langzeitfolgen sind bei HHC bislang kaum untersucht – wie sich regelmäßiger Konsum auswirkt, ist schlicht unbekannt.

Nachweis

HHC im Drogentest & am Steuer

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „HHC ist nicht nachweisbar." Das stimmt so nicht. Zwar ist HHC selbst kein THC, doch der Körper baut es zu eigenen Abbauprodukten ab, die THC-Metaboliten chemisch ähneln. Standard-Schnelltests, die auf THC kalibriert sind, können dadurch über eine Kreuzreaktion anschlagen – ein positives Ergebnis ist also möglich, auch wenn kein THC konsumiert wurde.

Spezielle Laborverfahren können HHC gezielt von THC unterscheiden und werden zunehmend eingesetzt. Wie lange HHC nachweisbar bleibt, ist nicht verlässlich geklärt; da es wie THC fettlöslich ist, kann es sich im Körper anreichern.

Grobe Orientierung aus den bisherigen Erfahrungswerten: im Urin etwa ein bis drei Tage, bei häufigem Konsum länger; im Speichel meist nur wenige Stunden; im Blut kurz; in Haarproben unter Umständen mehrere Wochen. Alle Angaben sind unsicher und hängen stark von Dosis, Häufigkeit und Testverfahren ab.

TestartNachweisfenster (grobe Orientierung)
Urinetwa 1–3 Tage, bei häufigem Konsum länger
Blutnur wenige Stunden
Speichelmeist wenige Stunden bis rund einen Tag
Haarunter Umständen mehrere Wochen (selten getestet)

Richtwerte aus den bisher dünnen Daten – sie schwanken stark mit Dosis, Häufigkeit und Testverfahren und sind keine Garantie.

Am Steuer ein klares Nein: HHC wirkt berauschend und kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Wer unter Wirkung fährt, riskiert seinen Führerschein. Eine kontrollierte Humanstudie von 2025 bestätigte ausdrücklich ein Risiko für die Fahrsicherheit – schon bei niedrigen Dosen. Die gleichen Vorsichtsregeln, die wir beim Thema CBD und Autofahren erklären, gelten hier in verschärfter Form.

Rechtslage DACH

Ist HHC legal? Die Rechtslage im Detail

Nein, HHC ist in Deutschland nicht legal. Mit der Fünften Verordnung zur Änderung der Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG) ist Hexahydrocannabinol seit dem 27. Juni 2024 verboten. Strafbar sind damit Handel, Verkauf, Herstellung und Inverkehrbringen sowie die Ein- und Ausfuhr.

Wichtig ist eine feine Unterscheidung, die fast überall falsch wiedergegeben wird: Das NpSG verbietet zwar nahezu jeden Umgang, doch die Strafvorschrift erfasst den bloßen Besitz, Erwerb und Konsum zum Eigenbedarf gerade nicht – Konsumenten werden bewusst nicht kriminalisiert. Heikel ist vor allem die Bestellung aus dem Ausland: Sie gilt als Einfuhr und kann strafbar sein. Legal an HHC zu kommen ist ohnehin nicht möglich, weil jeder Verkauf untersagt ist; Juristen raten, Altbestände zu entsorgen. Das ist keine Rechtsberatung und ersetzt im Zweifel keinen Anwalt.

Und wenn du aus Österreich oder der Schweiz liest: Dort ist HHC sogar schon länger dicht. In Österreich gilt das Verbot seit dem 23. März 2023 über die Neue-Psychoaktive-Substanzen-Verordnung – Herstellung und Handel sind untersagt, Besitz und Konsum bleiben straffrei. In der Schweiz steht HHC seit dem 31. März 2023 im Betäubungsmittelverzeichnis; auch hier sind Herstellung und Handel illegal. In beiden Ländern gilt also dasselbe Bild wie in Deutschland: kein legaler Weg, an HHC zu kommen.

2018Die US-Farm-Bill erleichtert die Hanfverarbeitung – die Grundlage für die spätere HHC-Produktion.
ab 2022HHC taucht in Deutschland als legales „Lifestyle"-Produkt in Vapes und Blüten auf.
Nov 2022Die EU-Drogenbeobachtungsstelle EMCDDA nimmt HHC als neue psychoaktive Substanz unter Beobachtung; binnen Monaten ist es in den meisten EU-Staaten verbreitet.
27.06.2024HHC und Verwandte wie HHCP, HHC-O und THCP werden ins NpSG aufgenommen – verboten.
Ende 2025Eine weitere NpSG-Erweiterung erfasst u.a. 10-OH-HHC und 10-OH-HHCP.
06.12.2025International: HHC steht seit diesem Tag in Anhang II der UN-Psychotropen-Konvention – als erstes halbsynthetisches Cannabinoid überhaupt. Die Entscheidung fiel im März 2025.

Ganz anders liegt der Fall bei den frei verkäuflichen, nicht berauschenden Hanfprodukten: Ob und wann CBD legal ist, folgt einem eigenen rechtlichen Rahmen.

Hintergrund

Warum HHC verboten wurde

Das Verbot kam nicht aus dem Nichts. Vier Gründe gaben den Ausschlag.

Keine Qualitätskontrolle

HHC-Produkte kamen ohne Prüfung und mit unklarer Zusammensetzung auf den Markt – ein Einfallstor für Verunreinigungen.

Jugendschutz

Bunte Vapes und Gummibärchen waren besonders für junge Menschen attraktiv und an Kiosken leicht erhältlich.

Verbraucherschutz

Eine kaum erforschte, psychoaktive Substanz frei verfügbar – das wollte der Gesetzgeber unterbinden.

Internationale Linie

Länder wie Österreich und Finnland hatten HHC bereits verboten; Deutschland zog im Zuge der Cannabis-Neuregelung nach.

Varianten

Die HHC-Familie & die Grauzonen-Nachfolger

Kaum war HHC verboten, kamen neue Abkürzungen auf den Markt. Der bekannteste Nachfolger war 10-OH-HHC, das den Platz von HHC übernahm und Ende 2025 selbst verboten wurde. Daneben kursieren Kürzel wie CB9, hinter denen meist kaum erforschte Verbindungen stecken. Manche dieser Stoffe fielen direkt mit unter das Verbot, andere sind so konstruiert, dass sie knapp daran vorbeischrammen – ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel.

SubstanzWas es istStatus in DE
HHCP, HHC-O (HHC-A), THCPstärkere oder veränderte HHC-/THC-Verwandteverboten (mit HHC, 2024)
10-OH-HHC, 10-OH-HHCPHydroxy-Derivate, später nachgezogenverboten (Ende 2025)
HHZ, H3, 9H-HHC, CB9, PHCNachfolger-Cannabinoide knapp am Gesetz vorbeiGrauzone – rechtlich unsicher

Ein Sonderfall ist HHC-O, auch HHC-A genannt (Hexahydrocannabinol-Acetat): HHC, dem im Labor eine Acetylgruppe angehängt wird. Die Wirkung gilt als stärker und länger anhaltend als bei reinem HHC, weil der Stoff leichter ins Gehirn gelangt. Genau diese Acetatgruppe ist aber das eigentliche Problem: Beim Erhitzen – etwa in einer Vape – kann daraus das giftige Gas Keten entstehen, das die Lunge schwer schädigen kann. Dasselbe Acetat-Risiko machte in den USA Vitamin-E-Acetat für eine Welle schwerer Vaping-Erkrankungen verantwortlich.

Diese Grauzonen-Stoffe sind kaum erforscht, oft ohne aussagekräftige Analyse im Umlauf und können jederzeit per Verordnung verboten werden. Welche Cannabinoide gerade legal oder verboten sind, ändert sich dabei laufend. Aus genau diesem Grund führt CANNABY keine dieser Substanzen – weder HHC noch seine Nachfolger.

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Stand Juni 2026. Die Rechtslage bei neuen Cannabinoiden ändert sich schnell – im Zweifel den aktuellen Gesetzestext prüfen. Dies ist keine Rechtsberatung.

Lieber legal, geprüft und ohne Rausch

CANNABY setzt bewusst auf CBD aus Schweizer Bio-Hanf – nicht berauschend, frei verkäuflich und mit Analysezertifikat zu jedem Öl. Kein HHC, keine Grauzone.

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Einordnung

Was das alles für dich bedeutet

Wenn du nach HHC suchst, willst du meist nur eins: entspannen oder abschalten, ohne dir Ärger einzuhandeln. Das Problem ist, dass HHC und seine Nachfolger genau das nicht liefern – sie sind verboten oder rechtlich unsicher, kaum erforscht und in ihrer Wirkung unberechenbar.

Geht es dir um Ruhe statt Rausch, ist legales, laborgeprüftes CBD der entspanntere Weg im Wortsinn: nicht berauschend, frei verkäuflich und mit transparenter Herkunft. Es macht dich nicht high – aber es bringt dich auch nicht in eine Grauzone.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der sachlichen Information und richtet sich an Erwachsene. Er stellt keine Rechts- oder Medizinberatung dar und ist keine Aufforderung zum Erwerb oder Konsum verbotener Substanzen. Die Rechtslage kann sich ändern.

Häufige Fragen

FAQ zu HHC

Ist HHC in Deutschland legal?
Nein. HHC ist seit dem 27. Juni 2024 über das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) verboten. Strafbar sind Handel, Verkauf, Herstellung sowie Ein- und Ausfuhr. Besitz und Konsum zum Eigenbedarf sind dagegen nicht strafbar. Riskant ist vor allem die Bestellung aus dem Ausland, weil sie als Einfuhr gilt.
Macht HHC high?
Ja. HHC ist psychoaktiv und bindet an dieselben CB1-Rezeptoren wie THC. Die Wirkung gilt als etwas milder, schwankt aber je nach Produkt stark. Anders als CBD, das nicht berauschend wirkt.
Was ist der Unterschied zwischen HHC und THC?
HHC ist chemisch eine hydrierte, dadurch stabilere Variante von THC und wirkt meist etwas schwächer. Beide machen high. THC stammt aus Cannabis, HHC wird halbsynthetisch im Labor hergestellt – und ist in Deutschland verboten.
Ist HHC dasselbe wie CBD?
Nein, das sind grundverschiedene Stoffe. CBD ist nicht berauschend, aus Hanf gewonnen und frei verkäuflich. HHC ist berauschend, halbsynthetisch und verboten. Wer einen legalen, ruhigen Weg sucht, ist bei CBD richtig.
Ist HHC im Drogentest nachweisbar?
Möglich ja. HHC selbst ist kein THC, seine Abbauprodukte ähneln aber THC-Metaboliten und können in Standardtests eine Kreuzreaktion auslösen – also ein positives Ergebnis. Spezielle Labortests weisen HHC gezielt nach.
Ist HHC gefährlich?
HHC ist kaum erforscht, es fehlen Langzeitdaten. Hauptrisiken sind die unberechenbare Wirkstärke und mögliche Verunreinigungen aus der ungeregelten Herstellung. Behörden dokumentieren Vergiftungsfälle bis hin zu Krankenhausaufenthalten.
Ist HHC stärker als THC?
In der Regel nicht. HHC gilt als etwas schwächer als klassisches THC. Wie stark es wirkt, hängt aber vom Anteil des aktiven 9R-HHC ab, der von Produkt zu Produkt schwankt – deshalb ist die Wirkung schwer vorhersehbar.
Wie lange wirkt HHC?
Inhaliert setzt die Wirkung nach wenigen Minuten ein und hält etwa zwei bis vier Stunden an. Oral, etwa über Edibles, dauert es bis zu einer Stunde, dafür wirkt es mit rund vier bis sechs Stunden länger. Die Werte schwanken je nach Person und Produkt.
Was passiert bei zu viel HHC?
Typisch sind starke Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Angst oder Verwirrtheit. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Hilfreich ist Ruhe, etwas zu trinken und Begleitung. Bei schweren Symptomen wie Atemnot, Brustschmerz oder Bewusstseinstrübung gilt: Notruf 112.
Kann HHC abhängig machen?
Als berauschende, THC-ähnliche Substanz gilt ein Gewöhnungs- und Abhängigkeitspotenzial als möglich. Belastbare Studien dazu fehlen aber, weil HHC kaum erforscht ist.
Kann HHC eine Psychose auslösen?
Es gibt Fallberichte über psychotische Reaktionen, ähnlich wie bei THC. Besonders Menschen mit entsprechender Veranlagung und bei hoher Dosis sind gefährdet. Verlässliche Häufigkeitsdaten gibt es nicht.
Wie wird HHC dosiert?
Wir geben dazu bewusst keine Anleitung. HHC ist in Deutschland verboten, und durch das schwankende 9R-/9S-Verhältnis lässt sich die tatsächliche Wirkstärke ohnehin kaum einschätzen – eine verlässliche Dosierung ist damit gar nicht möglich.
Was ist 10-OH-HHC und 9H-HHC?
Beides sind Abwandlungen aus dem HHC-Umfeld. 10-OH-HHC wurde Ende 2025 ebenfalls verboten. 9H-HHC ist ein neuerer Nachfolger in der rechtlichen Grauzone – nicht ausdrücklich verboten, aber kaum erforscht und jederzeit verbietbar. CANNABY führt keine davon.
Gibt es Todesfälle durch HHC?
Dem reinen HHC sind bislang keine Todesfälle eindeutig zuzuordnen. Dokumentiert sind aber Vergiftungen bis hin zu Krankenhausaufenthalten, vor allem mit Kreislauf- und neurologischen Beschwerden. Ein höheres Risiko geht von den Acetat-Verwandten wie HHC-O aus: Beim Erhitzen kann giftiges Keten entstehen – dasselbe Prinzip, das in den USA mit schweren, teils tödlichen Vaping-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Verlässliche Langzeitdaten fehlen.

Fazit

Das Wichtigste auf einen Blick

HHC ist ein halbsynthetisches, berauschendes Cannabinoid – und in Deutschland seit dem 27. Juni 2024 verboten. Seine Wirkung schwankt durch das unklare Verhältnis von aktivem 9R- und kaum wirksamem 9S-Anteil, die Datenlage ist dünn, und ungeregelte Herstellung bringt echte Sicherheitsrisiken mit sich.

Die Nachfolger in der Grauzone lösen keines dieser Probleme – sie verlagern sie nur. Wer Ruhe sucht statt Rausch, fährt mit legalem, transparent geprüftem CBD ohne dieses Risiko. Genau dafür steht CANNABY, und genau deshalb findest du bei uns kein HHC.

Studien und Quellen
  1. Nasrallah, D. J., Garg, N. K. (2023). Studies Pertaining to the Emerging Cannabinoid Hexahydrocannabinol (HHC). ACS Chemical Biology. doi.org/10.1021/acschembio.3c00254
  2. World Health Organization, Expert Committee on Drug Dependence (2023). Hexahydrocannabinol (HHC) – Critical Review Report. who.int (PDF)
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Stellungnahme Nr. 044/2023 vom 5. Oktober 2023: Psychoaktive Wirkungen durch den Konsum HHC-haltiger Erzeugnisse zu erwarten. bfr.bund.de
  4. Höfert, L., Franz, B., Groß, C. et al. (2025). Preliminary pharmacokinetic and psychophysical investigations after controlled oral and inhalative consumption of hexahydrocannabinol (HHC). Scientific Reports 15, 10086. doi.org/10.1038/s41598-025-93931-4
  5. Šíchová, K., Mallarino, B., Janečková, L. et al. (2025). Hexahydrocannabinol: pharmacokinetics, systemic toxicity, and acute behavioral effects in Wistar rats. International Journal of Neuropsychopharmacology 28(8), pyaf041. doi.org/10.1093/ijnp/pyaf041
  6. Fünfte Verordnung zur Änderung der Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG), in Kraft seit 27.06.2024. Bundesgesetzblatt. recht.bund.de
  7. World Health Organization (2025). UN Commission approves WHO recommendations to place psychoactive substances under international control – Hexahydrocannabinol (HHC), Schedule II der Konvention über psychotrope Stoffe von 1971. who.int
  8. Büro für Tabak- und Nikotinkoordination (Österreich): Hexahydrocannabinol (HHC) – neue Regelung in der NPSV, in Kraft seit 23.03.2023. tabak.gv.at
Dominik Martzy

Dominik Martzy

Content-Autor bei CANNABY

Schreibt verständlich und praxisnah über CBD, Anwendung und Hanf – mit dem Anspruch, statt Hype echte Orientierung zu geben.