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Cannabinoide

HHC: Was Hexahydrocannabinol ist, wie es wirkt und warum es verboten ist

Eine Zeit lang gab es HHC an jedem Kiosk – als bunte Vape, als „THC-light", als legaler Rausch. Vorbei: Seit dem 27. Juni 2024 ist Hexahydrocannabinol in Deutschland verboten. Trotzdem kursieren um den Stoff mehr Halbwahrheiten als Fakten, und ständig schieben sich neue Grauzonen-Nachfolger nach. CANNABY führt weder HHC noch einen dieser Ersatzstoffe. Wie stark HHC wirkt und ob es legal ist, hängt an ein paar chemischen und juristischen Details.

Das Wichtigste im Überblick

  • Nein, HHC ist in Deutschland verboten – seit dem 23. Mai 2026 gilt synthetisches HHC sogar als Betäubungsmittel, damit sind auch Erwerb und Besitz strafbar.
  • HHC ist psychoaktiv und macht high – anders als CBD, das nicht berauschend und frei verkäuflich ist.
  • HHC entsteht halbsynthetisch aus zwei Spielarten: 9R wirkt stark, 9S kaum. Weil das Verhältnis je Produkt schwankt, ist die Wirkstärke unberechenbar.
  • CANNABY führt kein HHC und keine Grauzonen-Nachfolger. Wer legal und gut erforscht bleiben will, ist mit laborgeprüftem CBD auf der sicheren Seite.

Was ist HHC?

HHC steht für Hexahydrocannabinol, ein Cannabinoid, das eng mit dem berauschenden THC verwandt ist. Chemisch ist es eine hydrierte Form von THC: An der Stelle, an der THC eine Doppelbindung trägt, sitzen bei HHC zwei zusätzliche Wasserstoffatome. Das macht das Molekül stabiler gegen Hitze, Licht und Sauerstoff und ändert, wie es im Körper andockt.

Neu ist HHC nicht. Der Chemiker Roger Adams beschrieb es schon 1940. Zum Massenphänomen wurde es erst um 2022, als es als vermeintlich legale Alternative zu Cannabis in Vapes, Blüten und Gummibärchen auftauchte. In der Hanfpflanze kommt HHC praktisch nur in Spuren vor, das verkaufte Material war fast immer im Labor hergestellt.

Wie HHC hergestellt wird

HHC ist ein halbsynthetisches Cannabinoid. Als Ausgangsstoff dient meist CBD aus Nutzhanf, das im Labor chemisch umgebaut wird, durch eine katalytische Hydrierung, bei der Wasserstoff an das Molekül angelagert wird. Schon hier steckt der erste Haken: Dabei kommen Metallkatalysatoren wie Palladium, Nickel oder Platin zum Einsatz, deren Rückstände im Endprodukt landen können, wenn nicht sauber gereinigt wird.

Das Marketing-Wort „naturidentisch" führt deshalb in die Irre. HHC entsteht nicht beim Pressen einer Pflanze, sondern in einer Reaktion, deren Ergebnis stark von Verfahren und Sorgfalt abhängt. Je nach Prozess bleiben unterschiedlich viele Nebenprodukte zurück, dazu ein schwankendes Verhältnis der beiden HHC-Spielarten. Wer HHC als reines Naturprodukt verkauft, beschönigt die Sache: Im Handel ist es ein Laborprodukt, kein Hanfauszug.

9R und 9S: warum die Wirkung so unberechenbar ist

Das ist der Punkt, den fast alle auslassen und der HHC so schwer kalkulierbar macht. Bei der Herstellung entstehen immer zwei Varianten desselben Moleküls, sogenannte Epimere: 9R-HHC und 9S-HHC. Sie bestehen aus exakt denselben Atomen, nur räumlich anders angeordnet, und wirken dadurch völlig unterschiedlich.

SpielartWirkungWas das heißt
9R-HHCBindet an den CB1-Rezeptor ähnlich stark wie THC.Dieser Anteil macht den Rausch.
9S-HHCWirkt rund zehnmal schwächer.Viel 9S bedeutet deutlich milder, bei gleichem HHC-Gehalt.

Das Problem für Konsumenten: Standard-Verfahren steuern dieses Verhältnis nicht gezielt, und auf dem Etikett steht es so gut wie nie. Eine Untersuchung von über 60 HHC-Produkten fand den wirksamen 9R-Anteil mal bei unter 20%, mal bei über 70% der beiden Spielarten. Zwei Vapes mit identisch angegebenem HHC-Gehalt können sich also völlig anders anfühlen, mal kaum spürbar, mal überraschend stark. Genau diese Unberechenbarkeit ist ein Sicherheitsproblem, kein Detail für Chemiker.

Macht HHC high?

Ja. HHC ist psychoaktiv und macht high, das unterscheidet es grundlegend von CBD, das nicht berauschend wirkt. Es bindet im Gehirn an dieselben CB1-Rezeptoren wie THC, wirkt dabei aber meist etwas milder, oft heißt es „THC-light". Du wirst also durchaus stoned, in der Regel aber weniger heftig als von klassischem Cannabis. Anwender berichten von Entspannung, Euphorie, veränderter Wahrnehmung und mehr Appetit, ähnlich wie bei Cannabis, nur abgeschwächt.

Wie stark der Rausch ausfällt, hängt vom 9R-Anteil und der Dosis ab und lässt sich deshalb schwer vorhersagen. Eine erste kontrollierte Studie am Menschen von 2025, mit je drei Personen, fand messbare Rauschwirkung schon nach geringen Mengen, einem 25-mg-Fruchtgummi oder wenigen Zügen aus einer Vape.

Wie lange wirkt HHC?

Wirkeintritt und Dauer hängen vor allem davon ab, wie du es aufnimmst:

KonsumformWirkeintrittDauer
Inhaliert (Vape, Blüten)wenige Minutenca. 2–4 Stunden
Oral (Edibles, Gummibärchen)bis zu 1 Stundeca. 4–6 Stunden

Angeboten wurde HHC vor allem als Vape und Liquid, dazu als Blüten, Edibles, Gummibärchen und Hash. Seit dem Verbot ist all das vom legalen Markt verschwunden.

Merke

„Milder als THC" heißt nicht „harmlos". Weil die Wirkstärke schwankt, lässt sich die Dosis kaum einschätzen, und genau das führt schneller zu unangenehmen Reaktionen, als viele erwarten.

HHC vs. THC vs. CBD

Drei Cannabinoide, drei völlig verschiedene Profile. Diese Übersicht trennt, was oft durcheinandergerät:

 CBDHHCTHC
Macht high?NeinJa, etwas milder als THCJa
Herkunftaus Hanf gewonnenhalbsynthetisch im Laboraus Cannabis
Rechtslage DEfrei verkäuflich (THC unter 0,3%)verboten (BtMG, Anlage II)streng reguliert
Erforscht?vergleichsweise gutkaum, Humandaten dünngut
Typische NutzungEntspannung, Schlaf, AlltagRausch (war Lifestyle-Vape)Rausch / Medizin auf Rezept

Der grundlegende Trennstrich verläuft zwischen berauschend und nicht berauschend, dieselbe Grenze, die auch THC von CBD unterscheidet.

Nebenwirkungen und Risiken

Die größten Nachteile von HHC liegen genau hier: Weil es kaum erforscht ist, fehlen verlässliche Langzeitdaten. Was berichtet wird, ähnelt den Begleiterscheinungen von THC, dazu kommt ein Risiko aus der ungeregelten Herstellung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält psychoaktive Wirkungen bei den marktüblichen Mengen für wahrscheinlich und nennt die Datenlage zur Giftigkeit ausdrücklich unvollständig.

RisikoWas dahintersteckt
BegleiterscheinungenMundtrockenheit, gerötete Augen, erhöhter Puls, Müdigkeit; bei höherer Dosis Übelkeit, Angst, Unruhe.
QualitätOhne Kontrolle mögliche Katalysator- und Lösungsmittelrückstände, Schwermetalle oder nicht deklarierte Stoffe.
Unberechenbare DosisDurch das schwankende 9R-/9S-Verhältnis ist die Wirkstärke schwer einzuschätzen.
VergiftungsfälleDokumentierte schwere Reaktionen bis zum Krankenhaus, auch bei Kindern nach HHC-Süßigkeiten.
PsycheWie bei THC Fallberichte über Angst bis hin zu Psychosen, vor allem bei empfindlichen Personen oder hoher Dosis.
AbhängigkeitAls THC-ähnlicher Rauschstoff gilt ein Gewöhnungspotenzial als möglich; verlässliche Daten fehlen.

Anders als oft behauptet ist HHC also kein „sanfteres Cannabis", sondern ein Rauschstoff mit dünner Datenlage und einem ungelösten Qualitätsproblem.

Was passiert bei zu viel HHC?

Eine zu hohe Dosis zeigt sich meist in starker Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Angst oder Verwirrtheit. Ein Gegenmittel gibt es nicht, die Wirkung muss abklingen. Im Ernstfall hilft: an einen ruhigen Ort gehen, hinsetzen oder hinlegen, ausreichend trinken, jemanden dazuholen. Bei schweren Symptomen wie anhaltendem Erbrechen, Brustschmerz, Atemnot oder eingetrübtem Bewusstsein den Notruf 112 wählen. Wie sich regelmäßiger Konsum langfristig auswirkt, ist bislang schlicht nicht untersucht.

HHC im Drogentest und am Steuer

Ein weit verbreiteter Irrtum lautet: „HHC ist nicht nachweisbar." Das stimmt so nicht. HHC selbst ist zwar kein THC, doch der Körper baut es zu Stoffen ab, die THC-Abbauprodukten ähneln. Anders als beim CBD-Drogentest, bei dem reines CBD normalerweise nicht anschlägt, kann HHC über eine Kreuzreaktion positiv ausfallen, auch ohne THC-Konsum.

Spezielle Laborverfahren können HHC gezielt von THC unterscheiden und kommen zunehmend zum Einsatz. Wie lange HHC nachweisbar bleibt, ist nicht sicher geklärt; da es wie THC fettlöslich ist, kann es sich im Körper anreichern.

TestartNachweisfenster (grobe Orientierung)
Urineinige Tage; in einer Studie bis zu fünf Tage nach einer einzelnen Dosis, bei häufigem Konsum länger
Blutnur wenige Stunden
Speichelmeist wenige Stunden bis rund einen Tag
Haarunter Umständen mehrere Wochen (selten getestet)

Richtwerte aus dünner Datenlage – sie schwanken stark mit Dosis, Häufigkeit und Testverfahren.

Am Steuer gilt ein klares Nein: HHC wirkt berauschend und kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Wer unter Wirkung fährt, riskiert den Führerschein. Die erste kontrollierte Humanstudie fand schon nach geringen Mengen Beeinträchtigungen in Gleichgewichts- und Nüchternheitstests, wie sie auch bei Verkehrskontrollen genutzt werden. Dieselben Vorsichtsregeln wie beim Thema CBD und Autofahren gelten hier in verschärfter Form.

Lieber legal, geprüft und ohne Rausch

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Ist HHC legal? Die Rechtslage im Detail

Nein, HHC ist in Deutschland nicht legal, und die Lage hat sich zuletzt sogar verschärft. Zunächst fiel HHC mit der Fünften Verordnung zur Änderung der Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG) seit dem 27. Juni 2024 unter ein Verbot von Handel, Verkauf, Herstellung sowie Ein- und Ausfuhr. Damals blieben Besitz und Konsum zum Eigenbedarf noch straffrei.

Seit dem 23. Mai 2026 geht es weiter: Mit der 27. Verordnung zur Änderung der Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes steht synthetisches HHC nun in Anlage II des BtMG, also auf einer Stufe mit klassischen Betäubungsmitteln. Dadurch sind nicht mehr nur Handel und Herstellung strafbar, sondern auch Erwerb und Besitz. Ausgenommen sind allein medizinisches Cannabis nach dem Medizinal-Cannabisgesetz und die nichtsynthetische Form. Weil praktisch alles, was je als HHC verkauft wurde, synthetisch ist, heißt das für dich: Finger weg, auch vom bloßen Besitz, und Altbestände besser entsorgen. Das ist keine Rechtsberatung und ersetzt im Zweifel keinen Anwalt.

Wenn du aus Österreich oder der Schweiz liest: Dort ist HHC schon länger dicht. In Österreich gilt das Verbot seit dem 23. März 2023, Herstellung und Handel sind untersagt, Besitz und Konsum bleiben straffrei. In der Schweiz steht HHC seit dem 31. März 2023 im Betäubungsmittelverzeichnis; dort sind auch Einfuhr und Besitz verboten.

DatumEreignis
ab Mai 2022HHC taucht in der EU auf; bis Dezember 2022 in rund 70% der EU-Staaten verbreitet.
23.03.2023Österreich verbietet HHC.
31.03.2023Schweiz nimmt HHC ins Betäubungsmittelverzeichnis auf.
27.06.2024Deutschland verbietet HHC und Verwandte wie HHCP und THCP (NpSG).
02.12.2025Eine weitere NpSG-Erweiterung erfasst unter anderem 10-OH-HHC.
06.12.2025HHC steht international in Schedule II der UN-Psychotropen-Konvention – als erstes halbsynthetisches Cannabinoid.
23.05.2026Deutschland stuft synthetisches HHC als Betäubungsmittel ein (BtMG, Anlage II); jetzt sind auch Erwerb und Besitz strafbar.

Ganz anders liegt der Fall bei den frei verkäuflichen, nicht berauschenden Hanfprodukten: Ob und wann CBD legal ist, folgt einem eigenen rechtlichen Rahmen.

Warum HHC verboten wurde

Das Verbot kam nicht aus dem Nichts. Vier Gründe gaben den Ausschlag. Erstens fehlte jede Qualitätskontrolle: HHC-Produkte kamen ungeprüft und mit unklarer Zusammensetzung auf den Markt, ein Einfallstor für Verunreinigungen. Zweitens der Jugendschutz: Bunte Vapes und Gummibärchen waren gerade für junge Menschen attraktiv und an Kiosken leicht zu haben. Drittens der Verbraucherschutz: eine kaum erforschte, psychoaktive Substanz frei verfügbar, das wollte der Gesetzgeber unterbinden. Und viertens die internationale Linie: Länder wie Österreich, Frankreich und Finnland hatten HHC längst verboten, Deutschland zog im Zuge der Cannabis-Neuregelung nach.

Die HHC-Familie und die Grauzonen-Nachfolger

Kaum war HHC verboten, kamen neue Abkürzungen auf den Markt. Der bekannteste Nachfolger war 10-OH-HHC, das den Platz von HHC übernahm und selbst seit dem 2. Dezember 2025 verboten ist. Daneben kursieren immer wieder neue Kürzel, hinter denen meist kaum erforschte Verbindungen stecken. Von den vollsynthetischen Cannabinoiden wie Spice unterscheidet sich HHC dabei deutlich: Es wird aus echtem Hanf-CBD umgebaut, nicht komplett im Labor erfunden. Manche fielen sofort mit unter das Verbot, andere sind so konstruiert, dass sie knapp daran vorbeischrammen, ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel.

SubstanzWas es istStatus in DE
HHCP, HHC-O (HHC-A), THCPstärkere oder veränderte HHC-/THC-Verwandteverboten (mit HHC, 2024)
10-OH-HHC, 10-OH-HHCPHydroxy-Derivate, später nachgezogenverboten (Dez. 2025)
9H-HHC, HCT u. a.Nachfolger knapp am Gesetz vorbeiGrauzone – rechtlich unsicher

Ein Sonderfall ist HHC-O, auch HHC-A genannt (Hexahydrocannabinol-Acetat): HHC, dem im Labor eine Acetatgruppe angehängt wird. Die Wirkung gilt als stärker und länger, weil der Stoff leichter ins Gehirn gelangt. Genau diese Acetatgruppe ist aber das Problem: Beim Erhitzen, etwa in einer Vape, kann daraus das giftige Gas Keten entstehen, das die Lunge schwer schädigen kann. Dasselbe Acetat-Prinzip wird in den USA mit einer Welle schwerer Vaping-Erkrankungen (Vitamin-E-Acetat) in Verbindung gebracht.

Diese Grauzonen-Stoffe sind kaum erforscht, oft ohne aussagekräftige Analyse im Umlauf und können jederzeit per Verordnung verboten werden. Welche Cannabinoide gerade legal oder verboten sind, ändert sich dabei laufend. Aus genau diesem Grund führt CANNABY keine dieser Substanzen, weder HHC noch seine Nachfolger.

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Bei den vielen Abkürzungen verliert man leicht den Überblick. Tippe ein Cannabinoid an und sieh den aktuellen Stand für Deutschland.

Was das alles für dich bedeutet

Wenn du nach HHC suchst, willst du meist nur eins: entspannen oder abschalten, ohne dir Ärger einzuhandeln. Das Problem ist, dass HHC und seine Nachfolger genau das nicht liefern, verboten oder rechtlich unsicher, kaum erforscht, in der Wirkung unberechenbar.

Geht es dir um Ruhe statt Rausch, ist legales, laborgeprüftes CBD Öl der entspanntere Weg im Wortsinn: nicht berauschend, frei verkäuflich, mit transparenter Herkunft. Es macht dich nicht high, bringt dich aber auch nicht in eine Grauzone.

Dieser Beitrag dient der sachlichen Information und richtet sich an Erwachsene. Er stellt keine Rechts- oder Medizinberatung dar und ist keine Aufforderung zum Erwerb oder Konsum verbotener Substanzen. Die Rechtslage kann sich ändern.

Häufige Fragen zu HHC

Ist HHC in Deutschland legal?
Nein. HHC fiel seit dem 27. Juni 2024 unter das NpSG; seit dem 23. Mai 2026 steht synthetisches HHC zusätzlich in Anlage II des Betäubungsmittelgesetzes. Dadurch sind nicht nur Handel und Herstellung strafbar, sondern auch Erwerb und Besitz. Ausgenommen sind nur medizinisches und nichtsynthetisches HHC.
Kann man HHC noch kaufen?
Nein, legal nicht. Jeder Verkauf ist verboten, seriöse Shops führen HHC nicht mehr. Seit synthetisches HHC am 23. Mai 2026 als Betäubungsmittel eingestuft wurde, sind auch Erwerb und Besitz strafbar, ebenso die Bestellung aus dem Ausland.
Ist HHC in Österreich und der Schweiz legal?
Nein. In Österreich ist HHC seit dem 23. März 2023 verboten, Herstellung und Handel sind untersagt, Besitz und Konsum bleiben straffrei. In der Schweiz steht es seit dem 31. März 2023 im Betäubungsmittelverzeichnis, dort sind auch Einfuhr und Besitz untersagt.
Macht HHC high?
Ja. HHC ist psychoaktiv und bindet an dieselben CB1-Rezeptoren wie THC. Die Wirkung gilt als etwas milder, schwankt aber je nach Produkt stark. Anders als CBD, das nicht berauschend wirkt.
Was ist der Unterschied zwischen HHC und THC?
HHC ist chemisch eine hydrierte, dadurch stabilere Variante von THC und wirkt meist etwas schwächer. Beide machen high. THC stammt aus Cannabis, HHC wird halbsynthetisch im Labor hergestellt und ist in Deutschland verboten.
Ist HHC dasselbe wie CBD?
Nein, das sind grundverschiedene Stoffe. CBD ist nicht berauschend, aus Hanf gewonnen und frei verkäuflich. HHC ist berauschend, halbsynthetisch und verboten. Wer einen legalen, ruhigen Weg sucht, ist bei CBD richtig.
Ist HHC im Drogentest nachweisbar?
Möglich ja. HHC selbst ist kein THC, seine Abbauprodukte ähneln aber THC-Metaboliten und können in Standardtests eine Kreuzreaktion auslösen, also ein positives Ergebnis. Spezielle Labortests weisen HHC gezielt nach.
Ist HHC gefährlich?
HHC ist kaum erforscht, es fehlen Langzeitdaten. Hauptrisiken sind die unberechenbare Wirkstärke und mögliche Verunreinigungen aus der ungeregelten Herstellung. Behörden dokumentieren Vergiftungsfälle bis hin zu Krankenhausaufenthalten.
Ist HHC stärker als THC?
In der Regel nicht. HHC gilt als etwas schwächer als klassisches THC. Wie stark es wirkt, hängt aber vom Anteil des aktiven 9R-HHC ab, der von Produkt zu Produkt schwankt, deshalb ist die Wirkung schwer vorhersehbar.
Wie lange wirkt HHC?
Inhaliert setzt die Wirkung nach wenigen Minuten ein und hält etwa zwei bis vier Stunden an. Oral, etwa über Edibles, dauert es bis zu einer Stunde, dafür wirkt es mit rund vier bis sechs Stunden länger. Die Werte schwanken je nach Person und Produkt.
Was passiert bei zu viel HHC?
Typisch sind starke Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen, Übelkeit, Angst oder Verwirrtheit. Ein Gegenmittel gibt es nicht. Hilfreich ist Ruhe, etwas zu trinken und Begleitung. Bei schweren Symptomen wie Atemnot, Brustschmerz oder Bewusstseinstrübung gilt: Notruf 112.
Kann HHC abhängig machen?
Als berauschende, THC-ähnliche Substanz gilt ein Gewöhnungs- und Abhängigkeitspotenzial als möglich. Belastbare Studien dazu fehlen aber, weil HHC kaum erforscht ist.
Wie wird HHC dosiert?
Dazu geben wir bewusst keine Anleitung. HHC ist in Deutschland verboten, und durch das schwankende 9R-/9S-Verhältnis lässt sich die tatsächliche Wirkstärke ohnehin kaum einschätzen, eine verlässliche Dosierung ist damit gar nicht möglich.
Was ist 10-OH-HHC und 9H-HHC?
Beides sind Abwandlungen aus dem HHC-Umfeld. 10-OH-HHC ist seit dem 2. Dezember 2025 ebenfalls verboten. 9H-HHC ist ein neuerer Nachfolger in der rechtlichen Grauzone, nicht ausdrücklich verboten, aber kaum erforscht und jederzeit verbietbar. CANNABY führt keine davon.
Gibt es Todesfälle durch HHC?
Dem reinen HHC sind bislang keine Todesfälle eindeutig zuzuordnen. Dokumentiert sind aber Vergiftungen bis hin zu Krankenhausaufenthalten, vor allem mit Kreislauf- und neurologischen Beschwerden. Ein höheres Risiko geht von den Acetat-Verwandten wie HHC-O aus, bei denen beim Erhitzen giftiges Keten entstehen kann. Verlässliche Langzeitdaten fehlen.

Unser Fazit

Das Wichtigste auf einen Blick

HHC ist ein halbsynthetisches, berauschendes Cannabinoid und in Deutschland verboten – synthetisches HHC gilt seit dem 23. Mai 2026 sogar als Betäubungsmittel, womit auch Besitz strafbar ist. Seine Wirkung schwankt durch das unklare Verhältnis von aktivem 9R- und kaum wirksamem 9S-Anteil, die Datenlage ist dünn, und die ungeregelte Herstellung bringt echte Sicherheitsrisiken mit sich.

Die Nachfolger in der Grauzone lösen keines dieser Probleme, sie verschieben sie nur. Wer Ruhe sucht statt Rausch, fährt mit legalem, transparent geprüftem CBD ohne dieses Risiko. Genau dafür steht CANNABY, und genau deshalb findest du bei uns kein HHC.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. Er ist keine Aufforderung zum Erwerb oder Konsum verbotener Substanzen. Wenn du Sorgen wegen deines Konsums oder deiner Gesundheit hast, sprich mit einem Arzt oder einer Beratungsstelle.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
  1. Nasrallah DJ, Garg NK. (2023). Studies Pertaining to the Emerging Cannabinoid Hexahydrocannabinol (HHC). ACS Chemical Biology, 18(9), 2023–2029. doi.org/10.1021/acschembio.3c00254
  2. Höfert L, Franz B, Groß C, et al. (2025). Preliminary pharmacokinetic and psychophysical investigations after controlled oral and inhalative consumption of hexahydrocannabinol (HHC). Scientific Reports, 15, 10086. doi.org/10.1038/s41598-025-93931-4
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Hexahydrocannabinol (HHC) in Lebensmitteln: Hinweise auf psychoaktive Wirkungen. Stellungnahme Nr. 044/2023 vom 5. Oktober 2023. bfr.bund.de
  4. UNODC (2025). CND decision on international control of hexahydrocannabinol (HHC) enters into force (6. Dezember 2025); Schedule II, Übereinkommen über psychotrope Stoffe 1971. unodc.org
  5. World Health Organization (2025). UN Commission approves WHO recommendations to place psychoactive substances under international control (13. März 2025). who.int
  6. Strongin RM, et al. (2022). Vaping Cannabinoid Acetates Leads to Ketene Formation. Chemical Research in Toxicology. doi.org/10.1021/acs.chemrestox.2c00170
  7. Fünfte Verordnung zur Änderung der Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG), Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 210/2024 vom 26.06.2024, in Kraft seit 27.06.2024. recht.bund.de
  8. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): 27. Verordnung zur Änderung von Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes, in Kraft seit 23.05.2026 – Aufnahme von synthetischem Hexahydrocannabinol in Anlage II des BtMG. bfarm.de
  9. Büro für Tabak- und Nikotinkoordination (Österreich): HHC – Regelung in der NPSV, in Kraft seit 23.03.2023; Eidgenössisches Departement des Innern (Schweiz): Betäubungsmittelverzeichnis, HHC seit 31.03.2023. admin.ch
Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.