CBD & Haut
CBD bei Neurodermitis: Was die Studien zeigen und wie du Creme und Öl richtig anwendest
Die Haut spannt, juckt und ist wieder aufgekratzt, kaum dass ein Schub vorbei schien. Wenn Cremes nur kurz helfen und Kortison keine Dauerlösung sein soll, suchst du nach etwas, das die gereizte Haut beruhigt, ohne neue Probleme zu schaffen. Genau hier wird CBD interessant: Es wirkt außen auf der Haut und kann innen bei Stress und Schlaf ansetzen – beides spielt bei Neurodermitis-Schüben eine Rolle. CBD kann dabei einiges, aber nicht alles, und diese Grenze gehört von Anfang an dazu.
Das Wichtigste im Überblick
- Ja, CBD kann Neurodermitis lindern: Es dämpft Juckreiz und Entzündung, die Erkrankung selbst verschwindet dadurch aber nicht.
- Am besten wirkt die Kombination: Creme oder Salbe außen auf die Haut, CBD Öl innen für Stress und Schlaf.
- Erste Studien zeigen weniger Juckreiz und ein besseres Hautbild, sind aber klein und noch nicht abschließend.
- CBD ersetzt keine ärztliche Behandlung; bei Kindern nur nach Rücksprache mit dem Arzt.
Dr. med. Wolfgang Furtlehner
Arzt | Doktor der gesamten Heilkunde
Fachlich korrekt, evidenzbasiert und aktuell.
Mehr über Dr. FurtlehnerWas ist Neurodermitis?
Neurodermitis, medizinisch atopische Dermatitis, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben verläuft. Die Haut ist dauerhaft trocken, reagiert überempfindlich und entzündet sich immer wieder. Typisch sind gerötete, schuppige, stark juckende Stellen – vor allem in den Ellenbeugen und Kniekehlen, am Hals, im Gesicht und an den Händen. Treffen kann es aber grundsätzlich jede Körperstelle.
Warum die Haut so reagiert, hat oft mit einem Eiweiß namens Filaggrin zu tun. Filaggrin hält die oberste Hautschicht dicht und geschmeidig. Fehlt es oder arbeitet es nicht richtig, verliert die Haut zu viel Feuchtigkeit und wird durchlässig für Reizstoffe, Allergene und Keime. Das schwächt die Schutzbarriere, Entzündungen entstehen leichter – und jede Entzündung schädigt die Barriere weiter. So entsteht der Kreislauf, den viele Betroffene kennen: Die Haut kommt nie ganz zur Ruhe.
Dazu kommen weitere Faktoren: eine genetische Veranlagung, ein überreagierendes Immunsystem und äußere Auslöser wie Stress, bestimmte Waschmittel, Temperaturschwankungen, Allergene oder einzelne Lebensmittel. Was bei dem einen einen Schub auslöst, lässt den nächsten kalt – genau das macht die Erkrankung so individuell. Die Veranlagung liegt oft in der Familie: Ist ein Elternteil betroffen, steigt das Risiko deutlich, sind es beide, noch mehr.
Neurodermitis beginnt meist früh – rund 85% erkranken vor dem fünften Lebensjahr. Bei vielen bessert sie sich mit der Zeit, bei etwa 20 bis 40% bleibt sie bis ins Erwachsenenalter. Und wer sie „herauswächst“, behält oft eine empfindliche, trockene Haut.
Was dabei leicht untergeht: Neurodermitis betrifft nicht nur die Haut. Der ständige Juckreiz raubt den Schlaf, sichtbare Stellen an Händen oder im Gesicht kosten Selbstvertrauen, und der Stress daraus kann den nächsten Schub befeuern. Genau dieses Zusammenspiel aus Haut, Schlaf und Stress ist der Grund, warum CBD hier auf mehreren Ebenen ansetzen kann – nicht nur außen auf der Haut.
Wie CBD bei Neurodermitis wirkt
Um zu verstehen, warum CBD bei Neurodermitis helfen kann, lohnt ein Blick unter die Hautoberfläche. Deine Haut hat ein eigenes Endocannabinoid-System – mit Andockstellen in der Oberhaut, in den Talgdrüsen, in Immunzellen und in den Nervenenden, die Juckreiz und Schmerz melden. Genau dort setzt CBD an, und zwar an mehreren Stellen gleichzeitig.
Entzündung dämpfen. Bei Neurodermitis schüttet die Haut zu viele entzündungsfördernde Botenstoffe aus – Zytokine wie Interleukin-4, Interleukin-13 und TNF-alpha. Sie halten die Entzündung in Gang und machen die Haut rot, geschwollen und gereizt. CBD kann diese Ausschüttung dämpfen und so den entzündlichen Kreislauf unterbrechen. Zusätzlich blockiert es das Enzym FAAH, das den körpereigenen Botenstoff Anandamid abbaut; bleibt mehr Anandamid übrig, reguliert das hauteigene System die Entzündung besser. Dass CBD entzündungshemmend wirken kann, zeigt sich nicht nur auf der Haut, sondern im ganzen Körper.
Juckreiz lindern. Der quälende Juckreiz läuft unter anderem über sogenannte TRPV1-Rezeptoren und über Histamin. CBD kann an diese Rezeptoren binden und das Juck- und Schmerzempfinden abschwächen. Schon kurz nach dem Auftragen einer CBD-Creme lässt der Juckreiz oft nach – ein schneller Effekt, den erste Studien stützen.
Hautbarriere stärken. Hier schließt sich der Kreis zum Filaggrin: Ist die Barriere gestört, verliert die Haut Feuchtigkeit und wird durchlässig. CBD kann über PPARγ-Rezeptoren die Bildung hauteigener Lipide anregen, die genau diese Barriere aufbauen und stabilisieren. Dazu wirkt es antioxidativ und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Wenn du genauer wissen willst, wie CBD auf die Haut wirkt, lohnt der Blick über Neurodermitis hinaus.
Bakterien in Schach halten. Ein Punkt, der oft übersehen wird: Rissige, aufgekratzte Neurodermitis-Haut ist ein idealer Nährboden für Bakterien, allen voran Staphylococcus aureus, der Entzündungen weiter anheizt. CBD hat in Laborstudien antibakteriell gewirkt, auch gegen Stämme, die gegen gängige Antibiotika resistent sind. Das macht es bei Neurodermitis doppelt interessant: gegen Entzündung und gegen Keime.
Stress und Schlaf verbessern. Stress ist einer der häufigsten Schub-Auslöser, und der Juckreiz raubt vielen den Schlaf – Schlafmangel wiederum verstärkt den Stress. Ein Teufelskreis. Hier kann CBD von innen ansetzen: über Serotonin-Rezeptoren ausgleichend auf die Anspannung wirken und abends das Einschlafen erleichtern. Wer ruhiger ist und besser schläft, hat oft auch seltener Schübe.
Das Besondere ist dieses Zusammenspiel: CBD wirkt nicht nur an einem Punkt, sondern greift bei Entzündung, Juckreiz, Barriere, Keimen, Stress und Schlaf zugleich an. Ein ungewöhnlich breiter Ansatz für einen einzelnen Wirkstoff – auch wenn er die Erkrankung selbst nicht verschwinden lässt.
Was die Studien zeigen
Die Forschung zu CBD bei Neurodermitis ist noch jung, aber es gibt mehrere konkrete Untersuchungen mit echten Zahlen – nicht nur vage Versprechen. Drei sind besonders aussagekräftig.
In einer Beobachtungsstudie aus dem Jahr 2020 trugen 20 Menschen mit empfindlicher, zu Ekzemen neigender Haut zwei Wochen lang ein topisches Cannabinoid-Gel auf, 16 schlossen sie ab. Der Hautzustand besserte sich deutlich, gemessen an einem etablierten Fragebogen: 67% berichteten von weniger Juckreiz, 50% von einem um mehr als 60% besseren Hautbild. Für eine kortisonfreie Anwendung über nur 14 Tage ist das ein bemerkenswertes Ergebnis – auch wenn die Studie klein war und ohne Kontrollgruppe auskam.
Eine kleine italienische Untersuchung von 2019 begleitete 20 Menschen mit verschiedenen Hautproblemen, darunter fünf mit Neurodermitis, die drei Monate lang zweimal täglich eine CBD-Salbe auftrugen. Hautfeuchtigkeit, Elastizität und die klinischen Krankheitswerte verbesserten sich, allergische Reaktionen traten keine auf. Wichtig zur Einordnung: Nur fünf der Teilnehmer hatten Neurodermitis, und die Studie war ausdrücklich anekdotisch und rückblickend angelegt – ein erster Hinweis, kein Beweis.
An der Hautklinik Münster bekamen 22 Patienten mit hartnäckigem, therapieresistentem Juckreiz eine Creme mit dem Cannabinoid-Verwandten PEA. Bei 14 von 22 wirkte sie gut bis sehr gut, im Mittel ging der Juckreiz um 86,4% zurück. PEA ist nicht dasselbe wie CBD, wirkt aber über dasselbe Endocannabinoid-System – und die Studie zeigt, dass topische Cannabinoid-Ansätze selbst bei sonst kaum behandelbarem Juckreiz etwas bewegen können. Um klassische Neurodermitis ging es hier allerdings nicht, sondern um Juckreiz verschiedener Ursachen.
Was man also sagen kann: Alle diese Studien sind klein, mit rund 20 Teilnehmern. Große, placebokontrollierte Studien fehlen noch. Die Hinweise sind vielversprechend, aber CBD ist kein zugelassenes Neurodermitis-Medikament, und die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht abschließend bewiesen. Für einen pflanzlichen Wirkstoff mit wenigen Nebenwirkungen sind die bisherigen Ergebnisse trotzdem ungewöhnlich konkret.
CBD oder Kortison?
Kurz gesagt: Es muss kein Entweder-oder sein. Kortison wirkt stark und schnell, eignet sich aber nur für kurze Zeiträume. CBD wirkt milder, dafür lässt es sich dauerhaft anwenden. Die beiden schließen sich nicht aus – sie decken unterschiedliche Situationen ab.
| CBD (Creme oder Öl) | Kortison (topisch) | |
|---|---|---|
| Wirkstärke | mild bis moderat entzündungshemmend | stark entzündungshemmend |
| Wirkungseintritt | Juckreiz in Minuten, Hautbild in 2–4 Wochen | 2–5 Tage bis zur vollen Wirkung |
| Daueranwendung | ja, keine bekannten Langzeitschäden | nein, bei Dauergebrauch dünnere Haut |
| Nach dem Absetzen | kein bekannter Rebound-Effekt | Symptome können verstärkt zurückkommen |
| Nebenwirkungen | sehr selten, evtl. leichte Hautreaktion | Hautverdünnung, Pigmentflecken, Infektanfälligkeit |
| Beste Rolle | tägliche Pflege, Schubprävention, Langzeitbegleitung | akute, starke Schübe |
| Rezeptpflicht | nein | je nach Stärke ja |
Für viele Betroffene ist die sinnvollste Lösung deshalb die Kombination: Kortison kurz und gezielt, wenn ein Schub akut aufflammt – CBD dauerhaft als tägliche Pflege und zur Schubprävention. Topisch aufgetragen bleibt CBD dabei in der Haut und gelangt nicht in den Blutkreislauf. Wichtig ist nur, größere Umstellungen mit deinem Hautarzt abzustimmen, gerade wenn du Kortison schon länger verwendest.
CBD Creme, Salbe oder Öl – was passt bei Neurodermitis?
Es gibt nicht die eine richtige Form – es kommt darauf an, wo dein Problem sitzt. Für die Haut selbst sind Creme und Salbe die erste Wahl, für die Auslöser dahinter das Öl. Am meisten holst du heraus, wenn du beides kombinierst: außen die Symptome lindern, innen den Stress dämpfen, der die Schübe befeuert.
Für die Haut direkt: Creme oder Salbe. Topisch aufgetragen wirkt CBD genau dort, wo es juckt und brennt, ohne in den Blutkreislauf zu gelangen. Das heißt gezielte Wirkung ohne die Nebenwirkungen einer inneren Einnahme. Welche Form sich eignet, hängt von der Haut ab: Eine reichhaltige Salbe legt sich wie ein schützender Film über sehr trockene, rissige Stellen und schließt Feuchtigkeit ein, ideal für akuten Juckreiz und für die Nacht, wenn die Haut regeneriert. Eine leichtere Creme zieht schneller ein und passt besser zur täglichen Pflege und zu empfindlicher Gesichtshaut. Bei Neurodermitis zählt vor allem, dass möglichst wenige synthetische Zusätze drin sind – gereizte Haut reagiert auf alles, was nicht hingehört. Unsere CBD Cremes sind darum Handmade in Germany, mit klaren, hautfreundlichen Rezepturen ohne unnötige Zusatzstoffe.
Für innen: CBD Öl. Nur auf die Haut zu geben, greift bei Neurodermitis oft zu kurz. Stress, schlechter Schlaf und eine überaktive Immunantwort spielen sich nicht auf der Haut ab, sondern im ganzen Körper. Hier kann unser CBD Öl von innen ausgleichen. Du gibst es unter die Zunge, lässt es etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst es dann. Wer den Geschmack nicht mag, kann auf Kapseln ausweichen.
Die Kombination macht den Unterschied. Außen lindert CBD die akuten Symptome, innen schwächt es die Auslöser wie Stress und Schlafmangel. Beides zusammen bringt für die Haut mehr als jede Form allein.
Anwendung und Dosierung
Bei Neurodermitis brauchst du keine komplizierte Routine – nur ein paar Dinge, die du konsequent richtig machst.
Außen: Creme oder Salbe. Trag das Produkt zwei- bis dreimal täglich auf die betroffenen Stellen auf, bei akutem Juckreiz gern öfter. Wichtig: nicht zu dünn. Neurodermitis-Haut braucht eine schützende Schicht, kein hauchdünnes Häutchen. Lass alles vollständig einziehen, bevor Kleidung darüberkommt. Besonders wichtig ist der Abend: Nachts regeneriert die Haut, und der Juckreiz ist für viele am schlimmsten, wenn es ruhig wird.
Kleiner Praxis-Tipp: Für einzelne kleine Stellen kannst du auch ein, zwei Tropfen CBD Öl direkt auftragen und sanft einmassieren. Für größere Flächen ist eine Creme oder Salbe aber praktischer und ergiebiger.
Innen: CBD Öl oder Kapseln. Für die innere Anwendung startest du mit etwa 10 bis 15 mg CBD pro Tag – bei einem 10%igen Öl sind das rund 2 bis 3 Tropfen. Gib sie unter die Zunge, lass sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluck sie dann. Merkst du nach ein bis zwei Wochen nichts bei Stress, Schlaf oder Schubhäufigkeit, kannst du auf 20 bis 25 mg pro Tag erhöhen.
Viele nehmen das Öl abends, weil es beim Einschlafen hilft und die Haut nachts weniger juckt. Wenn dich tagsüber viel Stress plagt, ein bekannter Schub-Auslöser, kannst du die Menge auch auf morgens und abends aufteilen.
Wie lange dauert es, bis etwas passiert? Außen spüren viele schon nach wenigen Minuten weniger Juckreiz, das ist der schnellste Effekt. Ein sichtbar besseres Hautbild braucht meist zwei bis vier Wochen regelmäßiger Anwendung. Bei der inneren Anwendung für Stress und Schlaf rechne mit ein bis drei Wochen. Geduld und Regelmäßigkeit bringen hier mehr als eine hohe Dosis.
Sanfte Pflege für gereizte Haut
Unsere CBD Cremes und Salben sind Handmade in Germany, mit hautfreundlichen Rezepturen ohne unnötige Zusätze – gemacht für empfindliche, zu Neurodermitis neigende Haut.
Zu den CBD CremesErfahrungen mit CBD bei Neurodermitis
Studien liefern die Zahlen – aber genauso wichtig ist, was Menschen mit gereizter Haut tatsächlich erleben. Diese Rückmeldungen kommen von Kundinnen und Kunden, die unsere CBD Salbe bei Neurodermitis und trockener, entzündeter Haut anwenden. Ein Muster zieht sich durch: CBD lässt die Erkrankung nicht verschwinden, aber es kann den Alltag mit der Haut spürbar erträglicher machen.
„Die Creme hilft mir sehr gut bei meiner chronischen Neurodermitis. Gerade wenn es richtig akut ist beruhigt die Creme meine geröteten und juckenden Stellen. Man merkt, dass es ein reines Naturprodukt hat.“
Verifizierte Bewertung · Chronische Neurodermitis
„Ich hatte monatelang trockene, rote Stellen an den Händen. Keine Creme half wirklich, bis ich dieses Produkt ausprobierte. Nach etwa zwei Wochen war die Haut wieder geschmeidig und sah ganz normal aus.“
Verifizierte Bewertung · Trockene, gerötete Haut
„100% natürlich und hilft mir sehr gut bei meiner Neurodermitis.“
Verifizierte Bewertung · Neurodermitis
Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden. Aus Datenschutzgründen anonymisiert dargestellt.
Zwei Dinge kehren in den Rückmeldungen immer wieder: Am meisten schätzen Betroffene die Kombination aus schneller Beruhigung im akuten Schub und der Verträglichkeit eines reinen Naturprodukts. Und Geduld zahlt sich aus: Die deutlichsten Veränderungen zeigen sich meist erst nach zwei bis vier Wochen. CBD wirkt nicht bei jedem gleich. Aber die Breite der positiven Rückmeldungen zeigt, warum es bei Neurodermitis für viele einen Versuch wert ist – mit realistischen Erwartungen und etwas Zeit.
Unsere Pflege-Empfehlungen bei Neurodermitis

CBD Salbe Pure
Reichhaltiger Balsam mit Arganöl, Sheabutter und Hanfsamenöl – legt sich schützend über trockene, gereizte Stellen.
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CBD Öl 10%
Breitspektrum-Öl für Stress und Schlaf – die häufigsten Auslöser hinter neuen Schüben.
Jetzt ansehenWas du sonst noch tun kannst
CBD kann an mehreren Stellen ansetzen – die besten Ergebnisse bekommst du aber, wenn es Teil eines größeren Ganzen ist. Vier Bausteine helfen der Haut zusätzlich.
Die Barriere von innen stärken. Gamma-Linolensäure, eine Omega-6-Fettsäure aus Hanfsamen-, Nachtkerzen- oder Borretschöl, hilft der Haut, Feuchtigkeit zu halten und ihre Lipidschicht zu stabilisieren. Omega-3-Fettsäuren wirken zusätzlich entzündungshemmend. Dazu kommen Vitamin D3, Zink und Selen für Immunregulation und Hautregeneration sowie Curcumin aus Kurkuma, das entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften mitbringt.
Trigger kennen und meiden. Schübe kommen selten aus dem Nichts. Häufige Auslöser sind bestimmte Waschmittel, synthetische Stoffe direkt auf der Haut, extreme Temperaturen, Allergene und einzelne Lebensmittel. Ein einfaches Schub-Tagebuch, in dem du notierst, was du gegessen, getragen und erlebt hast, bevor die Haut sich verschlechtert, bringt deine ganz persönlichen Auslöser mit der Zeit ans Licht.
Stress und Schlaf ernst nehmen. Stress zählt zu den häufigsten Schub-Auslösern, und schlechter Schlaf verschärft beides – die Haut und die Anspannung. Neben CBD helfen auch Bewegung, Atemübungen, feste Schlafzeiten und bewusste Pausen im Alltag messbar.
Die Basispflege nicht vergessen. Tägliches Eincremen mit einer rückfettenden, parfümfreien Pflege ist bei Neurodermitis unverzichtbar – auch in schubfreien Zeiten. Eine CBD-Salbe kann dabei Basispflege und Wirkstoffpflege in einem sein.
CBD bei Neurodermitis bei Kindern
Neurodermitis trifft Kinder besonders oft – rund 85% erkranken vor dem fünften Lebensjahr. Für Eltern ist das belastend: Das Kind kratzt sich wund, schläft schlecht, leidet sichtbar. Gleichzeitig sind die Möglichkeiten begrenzt, denn Kortison soll bei kleinen Kindern sparsam bleiben, und viele Cremes enthalten Stoffe, die empfindliche Kinderhaut zusätzlich reizen. Verständlich, dass viele Eltern nach sanfteren Wegen suchen.
Grundsätzlich spricht bei äußerlicher Anwendung einiges dafür: Als Creme oder Salbe bleibt CBD in den oberen Hautschichten und gelangt nicht in relevanter Menge in den Blutkreislauf. Die bisherigen Studien zeigen bei äußerlicher Anwendung keine nennenswerten Nebenwirkungen. Und eine Pflege mit wenigen, natürlichen Inhaltsstoffen ohne Parfüm und synthetische Zusätze ist für Kinderhaut oft verträglicher als manches Standardprodukt.
Trotzdem gilt hier besondere Vorsicht. Die Datenlage zu CBD bei Kindern ist noch dünner als bei Erwachsenen, und es gibt keine Studien, die CBD-Cremes gezielt an Kindern mit Neurodermitis untersucht haben. Bei innerer Anwendung, also CBD Öl zum Einnehmen, fehlen verlässliche Daten zur Langzeitsicherheit bei Kindern fast völlig.
Was das praktisch heißt: Eine milde CBD-Creme oder -Salbe auf betroffene Stellen können Eltern nach Rücksprache mit dem Kinder- oder Hautarzt vorsichtig ausprobieren – mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen und aktuellen Laboranalysen. CBD Öl zum Einnehmen dagegen gehört bei Kindern ausschließlich in ärztliche Hand: nicht auf eigene Faust, nicht nach Internetrecherche, sondern immer mit dem Arzt abgestimmt.
Häufige Fragen zu CBD bei Neurodermitis
Kann CBD Neurodermitis heilen?
Kann CBD bei Ekzemen helfen?
Ist Hanföl gut für Neurodermitis?
Wie schnell wirkt CBD bei Neurodermitis?
Kann ich CBD bei Neurodermitis im Gesicht anwenden?
Hat CBD auf der Haut Nebenwirkungen?
Macht CBD auf der Haut „high“?
Kann CBD Neurodermitis-Schüben vorbeugen?
Hilft CBD auch bei Schuppenflechte?
Kann ich CBD mit meiner Neurodermitis-Behandlung kombinieren?
Unser Fazit
Was CBD bei Neurodermitis wirklich kann
Neurodermitis ist mehr als ein Hautproblem – sie betrifft Schlaf, Alltag und oft auch die Psyche. Deshalb reicht eine einzelne Creme selten aus. Genau hier liegt die Stärke von CBD: Es setzt an mehreren Stellen zugleich an, dämpft Juckreiz und Entzündung, unterstützt die Hautbarriere und kann bei Stress und Schlafproblemen helfen, die viele Schübe mit auslösen.
Die Studienlage ist noch überschaubar, aber die bisherigen Ergebnisse, etwa weniger Juckreiz und ein besseres Hautbild, gehen über bloße Versprechen hinaus. Und die Rückmeldungen vieler Betroffener bestätigen das Bild: CBD lässt die Erkrankung nicht verschwinden, macht den Alltag mit der Haut aber für viele spürbar leichter.
Am sinnvollsten ist die Kombination: Creme oder Salbe direkt auf die betroffenen Stellen, dazu bei Bedarf CBD Öl innerlich für besseren Schlaf und weniger Stress. Starte niedrig, beobachte deine Haut über zwei bis vier Wochen und passe dann an.
CBD ersetzt keine ärztliche Behandlung und ist keine Universallösung gegen Neurodermitis. Aber als tägliche Ergänzung, verträglich und langfristig anwendbar, kann es für viele einen echten Unterschied machen. Bei Kindern, offenen Stellen oder laufender Medikation gehört die Entscheidung in Absprache mit deinem Arzt.
Medizinischer Hinweis
Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Bei schwerer oder großflächiger Neurodermitis, bei offenen oder infizierten Stellen, in der Schwangerschaft, bei Kindern oder bei Dauermedikation sprich die Anwendung vorher mit deinem Arzt ab.
Medizinischer HaftungsausschlussStudien und Quellen
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- Palmieri B, Laurino C, Vadalà M (2019). A therapeutic effect of cbd-enriched ointment in inflammatory skin diseases and cutaneous scars. La Clinica Terapeutica, 170(2), e93–e99. doi.org/10.7417/CT.2019.2116
- Ständer S, Reinhardt HW, Luger TA (2006). Topische Cannabinoidagonisten. Eine effektive neue Möglichkeit zur Behandlung von chronischem Pruritus. Der Hautarzt, 57(9), 801–807. doi.org/10.1007/s00105-006-1180-1
- Blaskovich MAT, Kavanagh AM, Elliott AG, et al. (2021). The antimicrobial potential of cannabidiol. Communications Biology, 4, 7. doi.org/10.1038/s42003-020-01530-y

