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CANNABY · CBD bei Diabetes (cbdi)

CBD & Diabetes

CBD bei Diabetes: Wirkung, Studien und ehrliche Grenzen

Wenn du mit Diabetes lebst und über CBD liest, begegnet dir überall derselbe Satz: CBD senkt den Blutzucker. Der stimmt so nicht. Das heißt nicht, dass CBD bei Diabetes nichts zu suchen hätte, nur eben an anderer Stelle als gedacht: bei Nervenschmerzen in den Füßen, bei Schlaf, bei Dauerstress und bei den Entzündungsprozessen, die im Hintergrund mitlaufen. Der ganze Unterschied hängt an zwei Cannabinoiden, die fast immer verwechselt werden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ja, CBD kann bei Diabetes helfen, aber nicht beim Blutzucker: In der einzigen Humanstudie senkte ihn THCV, nicht CBD.
  • CBD ersetzt weder Insulin noch Metformin. Alle Daten zu Typ 1 stammen aus Tierversuchen.
  • Als Einstieg gelten 10 bis 25 mg CBD pro Tag, langsam aufgebaut über mehrere Wochen.
  • Bei eingestellter Diabetes-Therapie vorher ärztlich abklären und den Blutzucker anfangs engmaschiger messen.

Ist CBD gut für Diabetiker?

Ja, CBD kann für dich sinnvoll sein, nur nicht bei deinem Blutzucker. Heilen oder aufhalten lässt sich Diabetes damit nicht.

Der Ansatzpunkt liegt eine Ebene tiefer: im Endocannabinoid-System, das Entzündung, Schmerzweiterleitung und Glukosestoffwechsel mitreguliert. Bei Typ-2-Diabetes und Übergewicht läuft dieses System dauerhaft auf Hochtouren, vor allem über den CB1-Rezeptor, und diese Überaktivierung hängt eng mit Insulinresistenz zusammen. CBD greift in dasselbe System ein, und darauf beruht seine gesamte Wirkung.

Für dich entscheidet allerdings dein Typ, wo überhaupt etwas passieren könnte. Bei Typ 2 stehen Insulinresistenz und entzündliche Prozesse im Vordergrund, und genau dort wird CBD untersucht. Bei Typ 1 greift dein Immunsystem die Bauchspeicheldrüse an, und daran ändert CBD nach heutigem Stand nichts.

Interessant ist es für dich also weniger gegen die Erkrankung, sondern für das, was drumherum passiert: brennende Füße, schlechter Schlaf, Anspannung, ein Körper, der ständig unter Druck steht.

Senkt CBD den Blutzucker?

Nein, CBD senkt deinen Blutzucker nicht. Das ist die Antwort aus der einzigen Studie, die das je am Menschen geprüft hat: 2016, 62 Menschen mit Typ-2-Diabetes, 13 Wochen, doppelblind gegen Placebo. CBD veränderte keinen einzigen Wert, weder den Nüchternblutzucker noch den HbA1c noch die Reaktion auf den Zuckerbelastungstest.

Für dich heißt das: Was du sonst über CBD und Blutzucker liest, hat keine einzige Humanstudie hinter sich.

Gesenkt hat den Nüchternblutzucker in dieser Studie nämlich schon eine Gruppe, nur war in der kein CBD. Gewirkt hat THCV, ein anderer Wirkstoff aus der Hanfpflanze: von 7,4 auf 6,7 mmol/L, dazu eine deutlich bessere Funktion der insulinproduzierenden Betazellen. Das Fazit der Forscher zu CBD fiel entsprechend aus: keine messbaren Stoffwechseleffekte.

Dass in deiner Flasche Hanf steckt, heißt also nicht, dass das Richtige darin steckt.

Zitiert wird diese Studie trotzdem als Beleg, und das liegt an zwei Nebenbefunden: CBD senkte das Protein Resistin und erhöhte das Darmhormon GIP. Beides zeigte sich ausschließlich gegenüber dem eigenen Ausgangswert der Teilnehmer, nicht gegenüber Placebo, und stammt aus einer nachträglichen Auswertung.

Fair gegenüber CBD gehört dazu: Die Dosis war womöglich zu niedrig. Die Teilnehmer bekamen 200 mg am Tag, während die Tierstudien, auf denen die Hoffnungen beruhten, umgerechnet rund 1.400 mg für einen 70 Kilo schweren Menschen entsprachen. Für dich ändert das nichts, im Gegenteil: Wenn 200 mg nichts bewegt haben, wird deine übliche Tagesmenge von 10 bis 25 mg es erst recht nicht tun.

CBD bei Typ-2-Diabetes: Insulinresistenz und Stoffwechsel

Bei Typ-2-Diabetes setzt CBD nicht am Zucker in deinem Blut an, sondern am Gewebe, das ihn verwertet: am Fett. Bauchfett ist einer der stärksten Treiber der Insulinresistenz.

Dein Körper hat zwei Sorten Fettgewebe. Weißes Fett speichert Energie, sitzt bevorzugt am Bauch und schüttet Botenstoffe aus, die deine Zellen unempfindlicher für Insulin machen. Braunes Fett macht das Gegenteil: Es verbrennt Energie und arbeitet für deinen Glukosestoffwechsel statt gegen ihn. Zwischen beiden gibt es einen Umschalter, und im Labor stieß CBD 2016 genau die Gene an, die diesen Umbau auslösen.

Für dich ist das trotzdem nur eine Hoffnung, kein Ergebnis: Gemessen wurde an isolierten Fettzellen, nicht an Menschen. In der einzigen Humanstudie am Menschen veränderten sich Gewicht, Bauchumfang und Bauchfettmenge nach 13 Wochen nicht.

Bleibt der plausibelste Ansatzpunkt: chronische Entzündung und oxidativer Stress. Beide laufen bei Typ-2-Diabetes dauerhaft mit, verstärken deine Insulinresistenz und greifen über Jahre Gefäße, Nerven und Nieren an. CBD wirkt hier entzündungshemmend und antioxidativ, weshalb eine Übersichtsarbeit von 2023 ihm Potenzial bei den Folgeschäden zuschreibt, weniger bei der Erkrankung selbst.

Der Hebel bei Typ 2 bleibt für dich trotzdem unspektakulär: essen, bewegen, Medikamente nehmen.

CBD bei Typ-1-Diabetes

Bei Typ-1-Diabetes sind die Ergebnisse zu CBD auffallend gut und stammen ausnahmslos aus dem Tierversuch. Diesen Satz musst du beim Weiterlesen mitdenken, sonst klingt der Rest zu schön.

Bei Typ 1 zerstört dein eigenes Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen, und CBD dämpft im Tiermodell genau die Botenstoffe, die daran beteiligt sind. In der bekanntesten Untersuchung erkrankten unter CBD 30 Prozent der Tiere statt 86. Beim Menschen gibt es dazu bis heute keine einzige Studie. Nicht eine kleine, nicht eine schlechte, gar keine.

Für dich heißt das: Was im Tierversuch nach Vorbeugung aussieht, ist bei dir eine offene Frage.

Ein Befund zeigt sogar in die andere Richtung. Eine spanische Gruppe prüfte 2021, ob CBD frühen Nierenschäden vorbeugt. Das Ergebnis stand im Titel: nachteilig. Der erhöhte Blutzucker blieb, und einzelne Nierenwerte fielen unter CBD schlechter aus als ohne.

Das zählt für dich gerade dann, wenn deine Nieren ohnehin belastet sind. CBD ersetzt kein Insulin und ist kein Grund, an deiner Therapie zu drehen. Weil sie eng eingestellt ist, gehört die Entscheidung in dein Arztgespräch, nicht in einen Alleingang.

CBD bei den Folgeschäden von Diabetes

Hier liegt der einzige Bereich, in dem CBD am Menschen getestet wurde und etwas bewirkt hat. Nicht an deinem Blutzucker, sondern an deinen Füßen.

2020 bekamen 29 Menschen mit symptomatischer peripherer Neuropathie vier Wochen lang randomisiert und verblindet entweder ein CBD-Öl zum Auftragen oder ein identisch aussehendes Placebo. In der CBD-Gruppe gingen starker Schmerz, stechender Schmerz sowie Kälte- und Juckempfinden signifikant zurück, und Nebenwirkungen trat keine einzige auf.

Für dich heißt das genau so viel, wie es sagt: 29 Personen, nicht alle mit Diabetes, aufgetragen statt geschluckt, vier Wochen. Das ist die stärkste Evidenz in diesem ganzen Themenfeld, und sie passt zum Mechanismus, weil CBD am TRPV1-Rezeptor andockt, der Brennen und Überempfindlichkeit vermittelt. Also genau an dem, was dich bei Nervenschmerzen am meisten stört.

Ein Punkt, den fast alle auslassen: Nervenschäden warten nicht auf deine Diagnose. In der Augsburger KORA-Studie hatte etwa ein Viertel der 61- bis 82-Jährigen mit Prädiabetes eine Polyneuropathie, ähnlich häufig wie bei bekanntem Diabetes. Kribbeln in den Füßen plus Zucker im Grenzbereich sind für dich ein Grund für einen Zuckerbelastungstest, nicht für ein Öl.

Für Herz, Nieren und Augen gibt es CBD-Daten dagegen nur aus dem Labor, und offene Stellen an deinem Fuß gehören grundsätzlich in ärztliche Hände, nicht in Eigenregie. Was deine Gefäße, Nieren und Augen nachweislich schützt, ist ein gut eingestellter Blutzucker.

CBD bei Schlaf und Stress mit Diabetes

Hier liegt der praktischste Nutzen von CBD bei Diabetes, und ausgerechnet er wird am seltensten erwähnt. Schlechter Schlaf und Dauerstress sind bei Diabetes keine Nebensache, sondern greifen direkt in deinen Stoffwechsel ein.

Wie direkt, zeigt ein Experiment von 2010. Zwanzig gesunde Männer schliefen eine Woche lang nur fünf Stunden pro Nacht. Danach war ihre Insulinsensitivität messbar niedriger als nach ausgeschlafenen Nächten: um 11 Prozent im einen und um 20 Prozent im anderen von zwei unabhängigen Messverfahren. Eine Woche zu wenig Schlaf reichte also aus, um gesunde Menschen messbar insulinresistenter zu machen. Wer mit Diabetes lebt, startet an dieser Stelle nicht bei null.

Daraus wird ein Kreis, der sich selbst antreibt: Nachts brennen die Füße oder kreisen die Gedanken um Werte und Termine, du schläfst schlecht, der Stoffwechsel reagiert schlechter, die Werte werden unruhiger. Diabetes hat nie Feierabend, und dieser Dauerdruck ist keine Befindlichkeit, sondern Teil des Krankheitsbildes.

Genau hier ist CBD am ehesten das, was es sein kann. Es dockt an Serotonin-Rezeptoren an und dämpft die Anspannung, die dich am Abschalten hindert. Es erzwingt keinen Schlaf, sondern nimmt die Unruhe davor. Die Datenlage zu CBD bei Schlafstörungen ist gemischt und stammt aus kleinen Studien, aber sie ist besser als alles, was es zu CBD und Blutzucker gibt.

Und der indirekte Weg ist der ehrlichere: Ein Abend ohne innere Unruhe ist ein Abend, an dem der Spaziergang stattfindet und nicht die Chipstüte. Kein CBD-Öl senkt deinen HbA1c. Aber ein besserer Schlaf verbessert nachweislich die Insulinwirkung, und wenn CBD dir zu diesem Schlaf verhilft, hat es an der Stelle mehr bewirkt als jede Resistin-Zahl aus einer Post-hoc-Analyse.

CBD Öl bei Diabetes richtig einnehmen und dosieren

Fang mit 10 bis 25 mg CBD pro Tag an, verteilt auf morgens und abends, und gib dem Ganzen mindestens vier Wochen. Das ist der Rahmen, der bei Begleitbeschwerden wie Schlafproblemen, Anspannung und Nervenschmerzen realistisch ist.

Konkret heißt das mit unserem CBD Öl: Ein Tropfen 10% enthält 5 mg CBD, ein Tropfen 15% enthält 7,5 mg, ein Tropfen 5% enthält 2,5 mg. Mit 2 CBD Tropfen 10% morgens und 2 abends liegst du bei 20 mg am Tag, ein guter Startpunkt. Merkst du nach sieben bis zehn Tagen nichts, gehst du auf je 3 Tropfen. Für den Einstieg reicht ein 10%-Öl in Breit- oder Vollspektrum völlig aus, weil du damit tropfenweise nachjustieren kannst, statt in Sprüngen.

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So wendest du es an

Bei der Anwendung entscheidet die Sekunde: Du gibst die Tropfen unter die Zunge, lässt sie etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst sie dann. In dieser Minute nimmt die Mundschleimhaut einen Teil des CBD direkt auf. Kapseln funktionieren anders, sie werden im Verdauungstrakt aufgenommen, wirken dadurch später, dafür mit fester Menge und ohne Abmessen. Beides wirkt am Ende im ganzen Körper. Wenn du dich mit Tropfenzählen schwertust, hilft dir unser Dosierungsrechner beim passenden Startwert.

Halte jede Menge mindestens eine Woche durch, bevor du erhöhst. Sonst weißt du nie, worauf dein Körper eigentlich reagiert hat. Und erwarte die Veränderung nicht über Nacht: Was bei Schlaf und Anspannung passiert, zeigt sich oft in wenigen Tagen. Alles andere braucht Wochen, wenn es überhaupt kommt.

Merke

Du hast einen Vorteil gegenüber den meisten CBD-Anwendern: Du misst ohnehin. Notiere eine Woche vor dem Start und in den Wochen danach deine Werte und schau beim nächsten Termin auf den HbA1c. So siehst du schwarz auf weiß, ob sich etwas verändert, statt es zu vermuten.

CBD und Metformin: was du im Blick behalten solltest

Zwischen CBD und Metformin ist keine Wechselwirkung bekannt, und das hat einen guten Grund: Metformin nimmt den Weg gar nicht, auf dem CBD stört. Diese Entwarnung gilt allerdings nur für Metformin, nicht für alles andere in deinem Medikamentenschrank.

Der Reihe nach. CBD hemmt bestimmte Leberenzyme, das CYP450-System, über das der Körper die meisten Medikamente abbaut. Wird der Abbau gebremst, steigt der Wirkstoffspiegel und das Medikament wirkt stärker als gedacht. Metformin durchläuft dieses System nicht: Es wird gar nicht verstoffwechselt, sondern unverändert über die Nieren ausgeschieden. Deshalb gilt es als Wirkstoff mit wenigen Wechselwirkungen, und deshalb greift die Grapefruit-Regel bei ihm nicht. Grapefruit blockiert genau die Enzyme, die Metformin nicht braucht.

Die Regel selbst bleibt trotzdem nützlich, nur an anderer Stelle. Steht im Beipackzettel eines deiner Medikamente, dass du Grapefruit meiden sollst, läuft dieser Wirkstoff über CYP450, und dann ist bei CBD Vorsicht angebracht. Bei Diabetes betrifft das oft nicht das Diabetes-Medikament selbst, sondern die Begleitmedikation, etwa Cholesterinsenker.

Nebenwirkungen von CBD

CBD gilt als gut verträglich, nebenwirkungsfrei ist es nicht. Berichtet werden Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, Durchfall und verändertes Appetitempfinden, meist leicht und rückläufig, wenn du die Menge reduzierst. Ein Punkt davon ist für dich besonders relevant: In der Humanstudie war die häufigste Nebenwirkung ein verminderter Appetit. Wer Insulin oder Sulfonylharnstoffe nimmt und plötzlich weniger isst, verschiebt seinen Bedarf. Das ist kein Nebeneffekt zum Übersehen.

Was die Daten sagen

Die echten Daten sind ermutigender als die pauschalen Warnungen. In der Humanstudie nahmen 82 Prozent der Teilnehmer parallel Metformin, 31 Prozent einen Sulfonylharnstoff und 82 Prozent einen Cholesterinsenker, 13 Wochen lang mit 200 mg CBD täglich. CBD wurde gut vertragen, Nebenwirkungen traten unter Placebo genauso häufig auf, auffällige Leber- oder Nierenwerte gab es in keiner Gruppe. Keine Freikarte, aber der beste Sicherheitsdatenpunkt zu dieser Kombination.

Drei Punkte bleiben trotzdem. Spritzt du Insulin oder nimmst Sulfonylharnstoffe, ist deine Therapie auf Unterzuckerung hin fein eingestellt: Miss in den ersten Wochen engmaschiger. Nimm zweitens keine Wechselwirkung auf Verdacht in Kauf, sondern zeig deinem Arzt deine komplette Liste, CBD eingeschlossen. Und setz drittens nichts ab, um CBD Platz zu machen. Es ist eine Ergänzung, kein Tausch.

Was Anwender bei Nervenschmerzen und Schlaf berichten

Bewertungen zu CBD bei Diabetes findest du bei uns keine, und das ist nur konsequent: Niemand nimmt CBD gegen den Blutzucker. Sehr wohl aber gegen das, was danebenherläuft. Diese Rückmeldungen stammen von Menschen mit Nervenschmerzen, innerer Unruhe und Schlafproblemen.

★★★★★

Meine Schmerzen im Fuß sind weniger geworden, ansonsten kann ich dank CBD auch leichter einschlafen, kanns nur empfehlen.“

★★★★★

Alles super! Keine Nebenwirkungen und sehr gut verträglich. Hilft mir bei meinen Nervenschmerzen.“

★★★★★

Ich hab schon länger mit chronischen Muskelverspannungen und innerer Unruhe zu kämpfen, aber das Öl hat mir spürbar geholfen, ruhiger zu werden und auch besser zu schlafen.“

Echte, verifizierte Bewertungen von CANNABY-Kundinnen und -Kunden, aus Datenschutzgründen anonymisiert. Keiner der Verfasser hat eine Diabetes-Diagnose angegeben.

Das Muster ist immer dasselbe: Wo CBD spürbar wirkt, geht es um Schmerz, Unruhe oder Schlaf. Also genau um die drei Dinge, die Diabetes im Alltag anstrengend machen. Gesammelte Erfahrungen zeichnen dasselbe Bild.

Was neben CBD bei Typ-2-Diabetes wirklich zählt

Kein CBD-Produkt kommt an das heran, was Essen und Bewegung bei Typ-2-Diabetes bewirken. Das ist keine Pflichtfloskel am Artikelende, sondern der Grund, warum CBD hier nur ein Nebendarsteller sein kann.

Beim Essen geht es nicht um eine Diät, die du drei Wochen durchhältst und dann hinwirfst, sondern um Kleinigkeiten, die bleiben: weniger stark Verarbeitetes, mehr Ballaststoffe, komplexe Kohlenhydrate statt schneller Zucker. Bei Bewegung reicht das, was du sowieso tun könntest. Ein Spaziergang nach dem Abendessen. Treppe statt Aufzug. Es braucht kein Fitnessstudio, es braucht Wiederholung.

Genau da kann CBD beitragen, nur eben indirekt: Wer schlecht schläft oder Schmerzen in den Füßen hat, kommt abends nicht auf den Spaziergang. Löst CBD das, wird die eigentliche Arbeit leichter. Alles darüber hinaus wäre erfunden.

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Häufige Fragen zu CBD bei Diabetes

Wer sollte CBD nicht nehmen?
Schwangere, Stillende und Kinder sollten auf CBD verzichten, ebenso Menschen mit schwerer Lebererkrankung. Vorsicht gilt außerdem bei jedem Medikament, das über die Leberenzyme CYP450 abgebaut wird, weil CBD diesen Abbau bremsen kann. Wenn du dauerhaft Medikamente nimmst, kläre CBD vorher mit Arzt oder Apotheker ab.
Ist Hanföl gut für Diabetiker?
Hanföl ist kein CBD Öl, das ist der wichtigste Punkt dabei. Hanföl wird aus Hanfsamen gepresst, ist ein Speiseöl und enthält praktisch kein CBD. Als Fettquelle in der Küche spricht nichts dagegen, mit den in diesem Zusammenhang untersuchten Cannabinoid-Effekten hat es aber nichts zu tun.
Was senkt den Blutzuckerspiegel bei Diabetes?
Insulin und blutzuckersenkende Medikamente wie Metformin senken den Blutzucker, dazu Bewegung und eine angepasste Ernährung. CBD gehört nicht dazu. In der einzigen Humanstudie veränderte CBD weder Nüchternblutzucker noch HbA1c. Wirksam war dort THCV, ein anderes Cannabinoid, das in CBD Ölen nicht enthalten ist.
Welches Cannabinoid ist gut bei Diabetes?
THCV, nicht CBD. In der Studie von 2016 senkte THCV den Nüchternblutzucker um etwa 1,2 mmol/L gegenüber Placebo und verbesserte die Funktion der insulinproduzierenden Betazellen. THCV ist bislang nicht als Produkt erhältlich und wurde nur in dieser einen Untersuchung am Menschen geprüft.
Was triggert Diabetes?
Bei Typ 1 richtet sich das Immunsystem gegen die eigene Bauchspeicheldrüse, ausgelöst durch eine genetische Veranlagung und Faktoren, die bis heute nicht geklärt sind. Bei Typ 2 sind die wichtigsten Risikofaktoren Übergewicht, Bewegungsmangel und familiäre Veranlagung, dazu steigt das Risiko mit dem Alter.
Welche Pflanze hilft bei Diabetes Typ 2?
Keine Pflanze senkt den Blutzucker zuverlässig genug, um eine Therapie zu ersetzen. Für Zimt, Bockshornklee oder Bittermelone gibt es Untersuchungen, aber keine belastbare Evidenz auf dem Niveau von Metformin. Wer pflanzliche Mittel ausprobiert, sollte das ergänzend tun und die verordnete Behandlung weiterführen.
Gibt es Erfahrungsberichte zu CBD bei Diabetes Typ 1?
Erfahrungsberichte gibt es, Studien am Menschen nicht. Sämtliche positiven Ergebnisse zu CBD und Typ-1-Diabetes stammen aus Tiermodellen, vor allem von NOD-Mäusen. Erfahrungen einzelner Anwender können hilfreich klingen, ersetzen aber keinen Nachweis. Bei einer eng eingestellten Insulintherapie gehört ein Versuch mit CBD in ärztliche Begleitung.
Wie viel CBD bei Diabetes?
10 bis 25 mg CBD pro Tag sind ein üblicher Einstieg, verteilt auf zwei Gaben. Höher zu gehen bringt nicht automatisch mehr: Im Tierversuch wirkten mittlere Mengen am besten, die höchste getestete Menge gar nicht. Steigere langsam und halte jede Menge mindestens eine Woche durch.

Unser Fazit

CBD bei Diabetes: kein Blutzuckersenker, aber nicht wirkungslos

CBD senkt deinen Blutzucker nicht. Das steht so in der einzigen Studie, die das je am Menschen geprüft hat. Gesenkt hat ihn dort ein anderes Cannabinoid, THCV, das du in keinem CBD Öl findest.

Was bleibt, ist trotzdem nicht nichts. Bei Nervenschmerzen gibt es eine kleine, aber echte placebokontrollierte Studie mit positivem Ergebnis. Bei Typ 1 sind die Tiermodelle bemerkenswert und beim Menschen ungeprüft. Bei Typ 2 liegt der Ansatzpunkt nicht beim Zucker, sondern bei dem, was drumherum passiert: Entzündung, Schlaf, Anspannung, brennende Füße.

Wenn du es probieren willst: niedrig starten, vier bis acht Wochen geben, den HbA1c als ehrlichen Maßstab nehmen und vorher mit deinem Arzt sprechen, besonders bei Insulin. CBD ist kein Werkzeug gegen Diabetes, sondern ein möglicher Baustein für die Lebensqualität daneben. Mehr zu versprechen wäre das Gegenteil von hilfreich.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. Diabetes gehört in ärztliche Behandlung. Setze niemals Insulin oder verordnete Medikamente ab und verändere deine Therapie nicht eigenmächtig. Sprich die Einnahme von CBD vorher mit deinem Arzt ab, besonders bei Insulintherapie, Sulfonylharnstoffen oder eingeschränkter Nierenfunktion.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
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Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.