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CBD Tee: Was wirklich in der Tasse landet

CBD & Anwendung

CBD Tee: Was wirklich in der Tasse landet

Ein Teelöffel Hanfblüten, heißes Wasser drüber, zehn Minuten ziehen lassen: Für die meisten ist CBD Tee damit eine Tasse CBD. So einfach rechnet der Becher aber nicht. Zwischen dem, was auf der Teedose steht, und dem, was am Ende wirklich in deiner Tasse schwimmt, liegt ein größerer Unterschied, als die Packung vermuten lässt. Genau dieser Unterschied entscheidet, was du von deinem Tee erwarten kannst und was du dir besser woanders holst.

Das Wichtigste im Überblick

  • Teils: CBD Tee beruhigt als Abendritual, liefert aber überwiegend CBDA statt CBD, weil heißes Wasser vor allem die sauren Cannabinoide löst.
  • Eine feste CBD-Menge lässt sich im Aufguss nicht planen, dafür schwanken die Gehalte von Sorte zu Sorte zu stark.
  • Praktisch: fein zerkleinerte Blüten, Wasser knapp unter dem Siedepunkt, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.
  • Fett oder Sahne holt mehr heraus, zieht aber auch das THC mit. Vor dem Autofahren oder einem Drogentest gehört beides nicht in die Tasse.

Was CBD Tee ist und was davon in der Tasse landet

Teils. CBD Tee ist ein Aufguss aus getrockneten Blättern und Blüten von Nutzhanf, und wie viel davon bei dir ankommt, entscheidet eine simple chemische Eigenschaft: Cannabinoide sind fettliebend und lösen sich in Wasser ausgesprochen schlecht. Der Tee schmeckt also nach Hanf, riecht nach Hanf und enthält trotzdem nur einen Bruchteil dessen, was in den Blüten steckt.

Verkauft wird das Ganze in zwei Varianten. Entweder bekommst du reines Pflanzenmaterial, also zerkleinerte Blätter und Blüten, oder einen normalen Kräutertee, der nachträglich mit Hanfextrakt versetzt wurde. Für die erste Variante gilt alles, was hier steht. Bei der zweiten hängt es komplett davon ab, was der Hersteller zugesetzt hat, und das steht selten transparent auf der Packung.

Der zweite Punkt überrascht die meisten mehr. In getrockneten Hanfblüten liegt Cannabidiol größtenteils gar nicht als CBD vor, sondern als CBDA, seine saure Vorstufe. Erst Hitze wandelt das eine ins andere um, und zwar deutlich mehr Hitze, als ein Wasserkocher liefert. Was du trinkst, ist also in erster Linie CBDA.

Wie stark das ins Gewicht fällt, hat eine Prager Analysegruppe 2024 durchgerechnet. Die sauren Cannabinoide gehen bei CBD-reichen Sorten zu 71 bis 84% in den Aufguss über, die fertigen, neutralen dagegen kaum. Für THC lag der Übergang je nach Sorte bei 0,4 bis 1,9%. Das Bundesinstitut für Risikobewertung kam bei 23 handelsüblichen Hanftees auf einen Schnitt von 0,5%.

Leer ist deine Tasse deshalb nicht. Wasserlösliche Pflanzenstoffe wandern nämlich fast vollständig mit: Flavonoide erreichten in derselben Analyse Übergangsraten von 80 bis 98%. Dazu kommen Terpene, die den typischen grasigen Duft ausmachen. Was du von CBD Tee bekommst, ist damit ein aromatisches, pflanzenstoffreiches Getränk mit CBDA-Anteil. Was du nicht bekommst, ist eine planbare Portion CBD.

CBD Tee, Hanftee oder Cannabis Tee: Wo der Unterschied liegt

Drei Namen, drei völlig verschiedene Getränke. Der Unterschied liegt nicht im Aufguss, sondern in der Pflanze, aus der die Blätter stammen, und er entscheidet darüber, ob dein Tee berauschen kann oder nicht.

CBD Tee und Hanftee kommen beide aus Nutzhanf. Das sind zugelassene EU-Sorten, die von Natur aus fast kein THC bilden und in Deutschland seit April 2024 bis 0,3% THC in der Trockenmasse enthalten dürfen. Der praktische Unterschied zwischen beiden ist die Menge an Cannabidiol: CBD Tee besteht überwiegend aus Blüten und liegt deshalb höher, klassischer Hanftee besteht meist aus Blättern und bringt deutlich weniger mit. Beide berauschen nicht.

Cannabis Tee meint dagegen einen Aufguss aus THC-reichen Blüten, und dabei geht es um eine andere Pflanze mit einer anderen Wirkung. Wie weit Hanf und Cannabis auseinanderliegen, zeigt schon das Zahlenverhältnis: Nutzhanf bleibt unter 0,3% THC, Rauschsorten erreichen zwanzig Prozent und mehr. Rechtlich ist das ebenfalls eine eigene Welt. Erwachsene dürfen seit dem Konsumcannabisgesetz begrenzte Mengen besitzen und selbst anbauen, verkauft werden darf Cannabis aber nicht, und medizinische Blüten gibt es weiterhin nur auf Rezept.

TeeBasisCBDTHC
CBD TeeBlüten von Nutzhanfhochunter 0,3%
HanfteeBlätter von Nutzhanfniedrigunter 0,3%
Cannabis TeeBlüten von Rauschsortenschwankendhoch, berauschend möglich

Praktisch heißt das: Wenn auf der Packung „Hanftee" steht und du dir Entspannung durch Cannabidiol erhoffst, greifst du wahrscheinlich zum falschen Produkt. Achte auf den ausgewiesenen CBD-Gehalt statt auf den Namen. Und wer den Unterschied zwischen THC und CBD kennt, erkennt sofort, dass ein Tee aus Nutzhanf schlicht nicht die Substanz enthält, die für einen Rausch nötig wäre.

Wie CBD Tee wirkt und wann du etwas merkst

Rechne mit einer ruhigen, milden Wirkung, die frühestens nach einer halben Stunde einsetzt und selten dramatisch ausfällt. Der Grund liegt im Weg, den die Inhaltsstoffe nehmen: Du trinkst sie, also müssen sie erst durch Magen und Darm und danach durch die Leber, bevor überhaupt etwas im Blut ankommt. Beim Öl unter der Zunge geht ein Teil direkt über die Mundschleimhaut, beim Tee entfällt dieser Weg komplett.

Deshalb dauert es. Üblich sind 30 bis 90 Minuten, bis du etwas spürst. Die Wirkungsdauer fällt dafür länger aus als bei schnelleren Aufnahmewegen, oft mehrere Stunden. Wie viel bei dir ankommt, schwankt zusätzlich mit Körpergewicht, Stoffwechsel und der Frage, ob du auf leeren Magen trinkst. Wie viel du davon merkst, hängt am Ende von der Menge ab, die im Aufguss gelandet ist. Und die ist klein.

Dazu kommt, dass CBDA und CBD nicht dasselbe sind. Die saure Vorstufe ist ein eigener Stoff mit eigenem Verhalten im Körper, und sie ist deutlich schlechter untersucht als CBD. Wer also Erfahrungen mit CBD Öl auf den Tee überträgt, vergleicht zwei verschiedene Dinge. Was beide teilen: Die Wirkung entfaltet sich über den ganzen Körper und nicht als Rausch.

Ein Teil dessen, was du als Entspannung wahrnimmst, kommt gar nicht von den Cannabinoiden. Terpene und Flavonoide wandern nahezu vollständig ins Wasser, und im Zusammenspiel mehrerer Pflanzenstoffe, dem Entourage-Effekt, steckt ein Teil der Wirkung von Hanf überhaupt. Dazu die schlichte Tatsache, dass eine warme Tasse am Abend beruhigt. Das ist kein Placebo-Vorwurf, sondern eine ehrliche Beschreibung dessen, was passiert.

Das erklärt auch, warum die Erfahrungen so weit auseinandergehen. Der eine spürt nach einer Tasse deutlich mehr Ruhe, der nächste gar nichts. Zwischen einem Blättertee aus der Drogerie und einem Blütentee vom Fachhändler liegt beim Cannabinoid-Gehalt schnell der Faktor zehn, dazu kommen Ziehzeit, Menge und Tagesform. Erfahrungsberichte zu CBD Tee vergleichen deshalb selten dasselbe Getränk.

Für dich heißt das: CBD Tee ist ein sanfter Begleiter für ruhige Momente, keine Maßnahme gegen akute Beschwerden. Wenn du eine verlässliche Menge Cannabidiol brauchst, weil dich Schmerzen, Unruhe oder Schlafprobleme wirklich belasten, führt der Weg über eine Darreichungsform, die du in Milligramm ausrechnen kannst.

CBD Tee zubereiten: So geht es richtig

Ein festes Rezept braucht es nicht, die Zubereitung ist simpel: fein zerkleinern, mit heißem Wasser übergießen, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Länger schadet nicht, kürzer bringt spürbar weniger. Der Rest ist Feinarbeit, aber diese drei Punkte machen den größten Unterschied zwischen einem wässrigen Aufguss und einem, der wirklich nach etwas schmeckt.

  1. Menge: ein gehäufter Teelöffel getrocknete Blüten oder Blätter auf eine große Tasse, etwa 250 bis 300 ml.
  2. Zerkleinern: zwischen den Fingern zerbröseln oder kurz durch die Mühle geben. Je größer die Oberfläche, desto mehr löst sich.
  3. Wasser: aufkochen und kurz stehen lassen, bis es knapp unter dem Siedepunkt liegt.
  4. Ziehzeit: 10 bis 15 Minuten, abgedeckt. Der Deckel hält die flüchtigen Terpene in der Tasse statt im Raum.
  5. Abschmecken: Honig, Zitrone, Minze oder Ingwer nehmen dem Aufguss die herbe, grasige Note.

Ein Wort zur Decarboxylierung, weil viele Anleitungen sie empfehlen. Gemeint ist das Erhitzen, das CBDA in CBD umwandelt. Untersuchungen dazu arbeiten mit Temperaturen zwischen 110 und 130 Grad über längere Zeit; bei 100 Grad im Becher passiert entsprechend wenig. Wer die Umwandlung von CBDA zu CBD tatsächlich erreichen will, müsste die Blüten vorher im Ofen erhitzen. Nur bleibt danach ein Aufguss, aus dem das entstandene CBD kaum ins Wasser übergeht. Der Aufwand rechnet sich für eine Tasse Tee schlicht nicht.

Und dann ist da der Tipp, den praktisch jede Anleitung gibt: etwas Fett dazu, ein Löffel Kokosöl, Butter oder ein Schuss Vollmilch. Das funktioniert tatsächlich, weil Cannabinoide sich in Fett viel besser lösen als in Wasser, und auch die Aufnahme im Körper steigt, wenn gleichzeitig etwas Fetthaltiges im Magen liegt. Nur wird dabei nie erwähnt, was sonst noch mitkommt.

Merke

Sahne im Aufguss ist kein neutraler Trick. Dieselbe Analyse fand: Sobald Sahne beim Ziehen dabei war, stieg der Übergang von THC ins Getränk von rund einem Prozent auf 53 bis 64%. Das gilt auch für Tee aus Nutzhanf.

Solange du zu Hause bleibst, ist das unproblematisch. Vor einer Autofahrt, vor der Arbeit oder wenn ein Test ansteht, lässt du das Fett besser weg. Wer Hanf ohnehin gern in der Küche verwendet, kennt das Prinzip aus dem Kochen mit CBD: Erst mit Fett wird aus Pflanzenmaterial ein wirksames Lebensmittel.

Wann du CBD Tee am besten trinkst

Am Abend, ungefähr eine Stunde bevor du ins Bett willst. Das passt zum Wirkungseintritt und noch besser zu dem, was eine warme Tasse ohnehin auslöst: Das Tempo geht runter, der Bildschirm bleibt liegen, der Körper bekommt ein Signal, dass der Tag vorbei ist. Genau diese Ritualwirkung ist bei Tee der stärkere Hebel, nicht die Menge an Cannabinoiden.

Tagsüber spricht nichts dagegen. Hanf enthält kein Koffein, du wirst also weder wach noch müde davon, sondern eher ein bisschen ruhiger. Achte nur darauf, was sonst noch in der Mischung steckt: Fertige Tees kombinieren Hanf gern mit Grüntee oder Mate, und dann trinkst du am Abend unbemerkt Koffein mit.

Wenn dich das Einschlafen wirklich beschäftigt, lohnt der ehrliche Blick auf die Größenordnung. Ein Tee liefert eine kleine, nicht bezifferbare Menge, während sich beim Thema CBD und Schlaf übliche Abenddosen im zweistelligen Milligrammbereich bewegen. Der Tee kann eine Abendroutine schön einrahmen. Tragen muss sie etwas anderes.

Für eine Kombination spricht deshalb einiges: Tee als Ritual, eine dosierbare Form für die Wirkstoffmenge. Wer beides zusammenlegt, gibt dem Abend seine feste Struktur und muss nicht darauf hoffen, dass ein Aufguss zufällig genug enthält. Regelmäßigkeit hilft dabei mehr als jede einzelne starke Tasse, weil dein Körper den Ablauf mit der Zeit als Einschlafsignal lernt.

Zwei bis drei Tassen am Tag sind unproblematisch, und wer Hanf einfach gern trinkt, kann das täglich tun. Mehr braucht es nicht, und bei einem sehr THC-reichen Tee liegt genau dort auch die sinnvolle Grenze.

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Wie viel THC steckt im CBD Tee?

Sehr wenig, und zwar noch weniger, als der Gehalt der Blüten vermuten lässt. Legaler CBD Tee aus EU-Nutzhanf bleibt unter 0,3% THC in der Trockenmasse, und davon geht beim Aufgießen nur ein Bruchteil ins Wasser über. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat 2023 genau das nachgemessen: Bei 23 handelsüblichen Hanftees landeten im Schnitt 0,5% des enthaltenen THC im Aufguss. Vorher war die Behörde vom vollständigen Übergang ausgegangen.

Was das praktisch bedeutet, hat das Institut gleich mit ausgerechnet. Eine Person mit 60 Kilogramm müsste im Schnitt rund 14 Liter Tee an einem Tag trinken, um die akute Referenzdosis für THC zu überschreiten. Beim Tee mit dem höchsten gemessenen Gehalt reichten allerdings schon 0,9 Liter. Der Schnitt ist beruhigend, die Spannweite zeigt, dass die Qualität des Produkts den Unterschied macht.

Genau deshalb ist die Sache mit dem Fett mehr als eine Geschmacksfrage. Sobald Sahne im Spiel ist, verschiebt sich das Verhältnis massiv, und aus einem vernachlässigbaren Anteil wird ein relevanter. Wenn du wissen willst, ob CBD im Drogentest auffällt: Nicht CBD ist das Problem, sondern das THC, das du dir mit dem Fett zusätzlich in die Tasse holst.

Nebenwirkungen sind ansonsten selten und mild. Möglich sind Müdigkeit, trockener Mund, Durchfall oder Appetitveränderungen, meist bei höheren Mengen, als ein Aufguss überhaupt liefern kann. Wichtiger ist ein anderer Punkt: Cannabidiol kann den Abbau bestimmter Medikamente in der Leber beeinflussen. Nimmst du regelmäßig welche, sprich die Kombination vorher mit deinem Arzt oder deiner Apotheke ab.

Zwei Gruppen lassen CBD Tee besser ganz weg. In Schwangerschaft und Stillzeit fehlen belastbare Daten zur Sicherheit, und THC ist hier auch in Spuren unerwünscht. Für Kinder gilt dasselbe, weil die Referenzdosis bezogen auf das Körpergewicht schneller erreicht ist. Im Zweifel gilt bei beiden Gruppen der einfache Grundsatz: nicht abwägen, sondern verzichten.

CBD Tee kaufen: dm, Rossmann, Apotheke oder online?

In der Drogerie findest du fast immer Hanftee, nicht CBD Tee. Das ist der wichtigste Unterschied beim Einkauf: Was bei dm, Rossmann oder Edeka im Regal steht, sind meist Blättertees mit sehr niedrigem Cannabidiol-Anteil, die als Kräutertee verkauft werden. Sie schmecken nach Hanf und sind völlig in Ordnung, wenn du genau das willst. Eine nennenswerte Menge CBD liefern sie nicht.

In der Apotheke sieht es ähnlich aus. Auch dort bekommst du in der Regel Hanftee, dafür bei einer geschulten Beratung, was hilft, wenn du Medikamente nimmst und Wechselwirkungen abklären willst. Wer die Situation vom CBD Öl bei Rossmann und dm kennt, findet beim Tee dasselbe Muster wieder: viel Hanf auf der Verpackung, wenig Wirkstoff in der Packung.

Online ist die Auswahl größer und die Spannweite ebenfalls. Hier findest du Blütentees mit deutlich höherem Gehalt, aber auch Produkte, bei denen CBD reines Marketing auf der Dose ist. Bei Bestellungen aus dem Ausland, etwa aus Holland, gelten am Zoll die deutschen Grenzwerte und nicht die des Absenderlands. Ein Shop mit deutschem Impressum erspart dir diese Unsicherheit. Diese vier Punkte trennen seriös von unseriös:

  1. Ausgewiesener Gehalt: CBD beziehungsweise CBD und CBDA in Prozent, nicht nur das Wort CBD im Produktnamen.
  2. Laborbericht: ein aktuelles Analysenzertifikat, das Cannabinoide und THC-Gehalt zeigt und öffentlich einsehbar ist.
  3. Herkunft: zertifizierter EU-Nutzhanf, idealerweise mit Angabe der Sorte. Bio-Ware ist hier mehr als ein Etikett, weil Blätter und Blüten Rückstände direkt mit in den Aufguss geben.
  4. Blüten statt Staub: erkennbare Blütenteile ohne viel Stängel, weil der Gehalt in den Blüten sitzt.

Ein Punkt sorgt regelmäßig für Verwirrung, deshalb kurz und klar: CBD ist in Deutschland legal, solange das Produkt aus zugelassenem EU-Nutzhanf stammt und den Grenzwert einhält. Bei Tee kommt allerdings das Lebensmittelrecht dazu, und dessen Bewertung von hanfhaltigen Erzeugnissen ist bis heute uneinheitlich. Für dich als Käufer ändert das wenig, für Händler eine Menge. Deshalb verschwinden Tees häufiger aus Sortimenten als Öle.

Ein sinnvoller Vergleich ist deshalb nicht Drogerie gegen Onlineshop, sondern die Frage, wofür du das Produkt überhaupt kaufst. Geht es dir um Geschmack und Ritual, ist der günstige Blättertee aus dem Regal völlig ausreichend. Geht es dir um Wirkstoff, kaufst du am falschen Regal.

CBD Tee oder CBD Öl: Was bringt dir mehr?

Für Geschmack und Ritual der Tee, für eine verlässliche Wirkstoffmenge das Öl. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität der Pflanze, sondern in der Frage, ob du weißt, was du zu dir nimmst. Bei einem Aufguss weißt du es nicht, bei einem Tropfen schon.

Ein 10%-Öl liefert 5 mg CBD pro Tropfen, und diese Zahl steht auf der Flasche und im Laborbericht. Beim Tee hängt der Gehalt an der Sorte, der Menge Pflanzenmaterial, der Ziehzeit, der Wassertemperatur und daran, ob du Fett zugegeben hast. Fünf Variablen gegen eine feste Angabe. Wenn du herausfinden willst, wie viel für dich passt, hilft dir der Dosierungsrechner in Sekunden weiter, während beim Tee jede Tasse eine neue Schätzung ist.

FormDosierbarWirkungAufnahme
Teeneinnach 30 bis 90 Min.Verdauungstrakt
Öltropfengenaunach 15 bis 45 Min.Mundschleimhaut
Kapselnpro Stück fixnach 30 bis 60 Min.Verdauungstrakt

Beim Öl kommt ein zweiter Vorteil dazu. Du gibst es unter die Zunge, lässt es etwa 60 Sekunden einwirken und schluckst dann. Ein Teil wandert dabei direkt über die Mundschleimhaut ins Blut und umgeht die Leber. Beim Tee gibt es diesen Weg nicht, alles läuft über den Verdauungstrakt.

Zusammen funktionieren beide gut. Der Tee gibt dem Abend seine Form, das CBD Öl liefert die Menge, auf die du dich verlassen kannst. Wer sich für eine Sache entscheiden muss und ein konkretes Anliegen hat, nimmt das Öl. Wer einfach gern Hanf trinkt, bleibt beim Tee und erwartet nicht mehr davon, als er leisten kann.

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Häufige Fragen zu CBD Tee

Für was ist CBD Tee gut?
CBD Tee eignet sich vor allem als Ritual zum Entspannen, meist am Abend. Er liefert Flavonoide, Terpene und CBDA, dazu die beruhigende Wirkung einer warmen Tasse. Für gezielte Anliegen wie Schmerzen oder Schlafprobleme reicht die enthaltene Wirkstoffmenge nicht aus.
Ist CBD Tee in Deutschland legal?
Ja, wenn er aus zugelassenem EU-Nutzhanf stammt und unter 0,3% THC bleibt. Für Käufer ist der Besitz unproblematisch. Auf Händlerseite ist die lebensmittelrechtliche Bewertung hanfhaltiger Tees weiterhin uneinheitlich, weshalb Produkte häufiger aus Sortimenten verschwinden.
Welche Nebenwirkungen hat CBD Tee?
Nebenwirkungen sind selten und mild: möglich sind Müdigkeit, trockener Mund, Durchfall oder Appetitveränderungen. Bei den kleinen Mengen im Aufguss treten sie kaum auf. Relevanter ist die mögliche Beeinflussung des Medikamentenabbaus in der Leber, das klärst du ärztlich ab.
Wie lange muss CBD Tee ziehen?
10 bis 15 Minuten, abgedeckt und mit Wasser knapp unter dem Siedepunkt. Kürzer bringt spürbar weniger Aroma und Inhaltsstoffe, länger schadet nicht. Bis zu 30 Minuten sind möglich, machen den Geschmack aber deutlich herber.
Wann wirkt CBD Tee?
Nach 30 bis 90 Minuten. Der Aufguss läuft über den Verdauungstrakt, das dauert länger als bei Öl unter der Zunge. Dafür hält der Effekt länger an. Auf leeren Magen setzt er meist etwas früher ein.
Macht CBD Tee müde?
Eher ruhig als müde. Hanf enthält kein Koffein, wirkt aber auch nicht betäubend. Achte auf die Mischung: Viele Hanftees enthalten Grüntee oder Mate, und dann trinkst du am Abend unbemerkt Koffein mit.
Gibt es CBD Tee auch in Österreich und der Schweiz?
Ja, in beiden Ländern ist Hanftee verbreitet erhältlich. Die Schweiz erlaubt bis 1% THC in Nutzhanf, in Österreich gelten enger gefasste Regeln für hanfhaltige Lebensmittel. Prüfe die Angaben auf der Packung, sie unterscheiden sich vom deutschen Markt.
Welcher CBD Tee ist der beste?
Der beste CBD Tee ist ein Blütentee aus zertifiziertem Bio-Nutzhanf mit ausgewiesenem Gehalt und aktuellem Laborbericht. Als hochdosiert beworbene Tees bringen wenig, wenn der Wert nicht belegt ist. Erkennbare Blütenteile statt Stängelbruch sind das verlässlichste Qualitätsmerkmal.
Hilft CBD Tee beim Abnehmen?
Nein, dafür gibt es keine belastbaren Daten. Untersuchungen zu CBD und Stoffwechsel arbeiten mit Mengen, die ein Aufguss nicht annähernd liefert. Als kalorienfreies Getränk kann Hanftee eine Umstellung begleiten, abnehmen wirst du davon allein nicht.

Unser Fazit

Ein schönes Ritual mit klaren Grenzen

CBD Tee ist ein angenehmes Getränk und ein guter Abschluss für einen langen Tag. Was er nicht ist: ein verlässlicher Weg, Cannabidiol aufzunehmen. Heißes Wasser holt vor allem die sauren Cannabinoide, Terpene und Flavonoide aus den Blüten, das fertige CBD bleibt größtenteils drin.

Wenn du ihn trinkst, dann richtig: fein zerkleinerte Blüten, Wasser knapp unter dem Siedepunkt, 10 bis 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Beim Fett lohnt sich der bewusste Blick, weil es nicht nur die Cannabinoide besser löst, sondern auch das THC mitzieht. Zu Hause am Abend spricht nichts dagegen, vor einer Autofahrt schon.

Und wenn hinter deinem Interesse ein konkretes Anliegen steckt, sei ehrlich zu dir: Dann brauchst du eine Form, die du in Milligramm ausrechnen kannst. Der Tee darf trotzdem bleiben, einfach weil er schmeckt.

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient deiner Information und ersetzt keinen Arztbesuch. CBD ist kein Medikament und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu heilen oder zu behandeln. In der Schwangerschaft, in der Stillzeit oder bei Dauermedikation sprich die Anwendung vorher mit deinem Arzt ab.

Medizinischer Haftungsausschluss
Studien und Quellen
  1. Bundesinstitut für Risikobewertung (2023). Nachgemessen: Welche Menge an Cannabinoiden geht in den Hanftee-Aufguss über? Mitteilung Nr. 33/2023, 21. Juli 2023. bfr.bund.de
  2. Triesch N, Vijayakumar N, Weigel S, These A. (2023). Cannabinoid contents in hemp teas and estimation of their transfer into tea infusions. Food Additives & Contaminants: Part A, 40(7), 890–901. doi.org
  3. Maly M, Benes F, Binova Z, Hajslova J. (2024). Tea Prepared from Dried Cannabis: What Do We Drink? Journal of Agricultural and Food Chemistry, 72(38), 21254–21265. doi.org
  4. Wang M, Wang YH, Avula B, Radwan MM, Wanas AS, van Antwerp J, Parcher JF, ElSohly MA, Khan IA. (2016). Decarboxylation Study of Acidic Cannabinoids. Cannabis and Cannabinoid Research, 1(1), 262–271. doi.org
  5. Millar SA, Stone NL, Yates AS, O'Sullivan SE. (2018). A Systematic Review on the Pharmacokinetics of Cannabidiol in Humans. Frontiers in Pharmacology, 9, 1365. doi.org
Dominik Martzy

Dominik Martzy

CBD-Fachautor

Dominik Martzy ist CBD-Fachautor mit Schwerpunkt auf Wirkung, Dosierung und Anwendungssicherheit. Er hat über 300 Fachartikel für CANNABY recherchiert und verfasst – anhand aktueller Studien, mit klarer Trennung zwischen gesichertem Wissen und offenen Fragen.